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  • medianet.at

    retail

    AK/Zielpunkt 5,4 Mio. an Gehltern und Weih-nachtsgeld angemeldet 35

    Zielpunkt Beraterin: Flchen an lokale Hndler geben statt an Groe 35

    8. Dezember Die Ein-stellung im LEH bleibt gespalten 38

    Kommentar Christian Novacek ber sein Mondo-Hferl 48

    Shop der Woche Kaffee und Gesprche im Philogreissler 40

    Freitag, 11. Dezember 2015 cover 33

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    Grausame Weihnachten: Schwere Packerl, hartes LosDie Hndler drfen sich freuen, fr die Paketzusteller und Lagermitarbeiter ist das Weihnachtsgeschft oft ein Knochenjob. 34

    GS1 Der ArtikelDatenfluss zwischen Handel und Industrie luft.

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    Robert RenzAkademische Wege

    Der gebrtige Steirer Robert Renz begann bereits vor 20

    Jahren seine Karriere bei Spar. Sein Weg fhrte ihn in unterschiedlichen Funktionen von

    der SparZentrale Graz ber die SparZentrale St. Plten bis zur

    SparAkademie Wien, deren Leitung er mit Jahreswechsel bernimmt. Zuletzt war Renz

    als Vertriebsleiter fr die Spar, SparGourmet und EuropsparFilialen in Wien verantwortlich.

    ber seine neue Aufgabe meint Renz: Ich freue mich sehr

    darauf, meine Erfahrung aus unterschiedlichsten Unter

    nehmensbereichen an unsere SparLehrlinge weiterzugeben

    und sie zu Fach und Fhrungskrften zu entwickeln. Der respektvolle und wertschtzende Umgang miteinander und die

    Einstellung fordern und frdern werden Prioritt haben.

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    Panthermedia.net/Dianaduda

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    (www.medianet.at)

  • medianet.at

    Onlinehandel Ohne Extraschich-ten der Lager-arbeiter wre eine rechtzeitige Paketzustellung vor Weihnachten wohl unmglich.

    ge Weihnachtsgeschft hat der US-Konzern in Deutschland temporr 10.000 zustzliche Lagerarbeiter angestellt.

    In den USA hatte Amazon ange-kndigt, rund 100.000 Saisonkrf-te fr das Weihnachtsgeschft zu beschftigten. Die Lagerarbeiter mssen pro Tag oftmals 20 Kilo-meter und mehr zu Fu zurckle-gen. In sterreich betreibt Amazon keine eigenen Lagerhuser, alle auf amazon.at bestellten Waren wer-den aus Deutschland oder aus an-deren Lndern zugestellt. Obwohl Online zweifelsohne boomt, erwar-tet Schnedlitz keine dramatischen Auswirkungen auf den sterrei-

    Von Daniela Prugger

    WIEN. Es sind Mio. an Paketen, die noch vor Weihnachten in s-terreich verpackt und ausgeliefert werden mssen. Allein die teil-staatliche sterreichische Post AG erwartet heuer zehn Mio. Pckchen im Weihnachtsgeschft, ein Plus von acht Prozent zum Vorjahr.

    Besonders bei Zalando, Amazon, eBay und Co. wird in der Vorweih-nachtszeit gern eingekauft nicht zuletzt wegen der zahlreichen Ra-battaktionen. Doch ohne die Extra-schichten und berstunden der Zu-steller und Lagerarbeiten wre ein rechtzeitiges Eintreffen der Pakete wohl kaum mglich.

    Hoher Arbeitsdruck, schlechte Bezahlung und prekre Beschfti-gungsverhltnisse das ist die Re-alitt in der Branche, wie auch die Gewerkschaft schon des fteren kritisierte. Selbststndige Zustel-ler werden von Subunternehmen oftmals pro ausgeliefertem Paket bezahlt, bei schlechter Auftrags-lage verdienen die Paketausfahrer sehr wenig. Fr die Arbeiterkam-mer (AK) sind Paketzusteller, die als Ein-Personen-Unternehmen arbeiten, als Scheinselbststndi-ge einzustufen, weil sie von einem Auftraggeber wirtschaftlich ab-hngig sind.

    Die Realitt einer BrancheAls moderne Sklaverei etwa be-zeichnete Aufdeckungsjournalist Gnter Walraff die Arbeitsbedin-gungen beim deutschen Paket-dienst GLS im Jahr 2012. GLS hatte damals den Beitrag als einseitige und verkrzte Berichterstattung zurckgewiesen. Und der Han-delsexperte Peter Schnedlitz von der Wirtschaftsuniversitt Wien prognostizierte vor einiger Zeit, dass die Arbeitsbedingungen bei Online-Hndlern zu einer Proleta-risierung der Handelsmitarbeiter fhrten. Im Gegensatz zum stati-onren Handel, wo man noch eine Familie ernhren kann, so Schned-litz, knnten Logistikmitarbeiter im Lager der Onlinehndler und der Paketzusteller kaum von ihrer Arbeit leben. Und wenn es um Kri-tik von Arbeitsbedingungen und Gehltern bei Onlinehndlern geht, ist die deutsche Gewerkschaft Ver-di (ver.di) nicht weit.

    10.000 zustzliche LagerarbeiterSeit Jahren schon zieht sich der Tarifstreit, in welchem Verdi vom weltweit grten Onlinehndler Amazon die Anerkennung des Ta-rifvertrags fr den Einzel- und Ver-sandhandel fr die Lagerarbeiter fordert. Amazon lehnt Verhandlun-gen darber aber ab. Fr das heuri-

    chischen Einzelhandel durch das Onlinegeschft. Fr den Handels-experten ist der Onlinehandel nur eine moderne Version des Versand-handels und fr Shoppingmuffel damit eine Mglichkeit, berfllte Filialen und volle Einkaufsstraen in der Weihnachtszeit zu meiden.

    Aussicht fr stationren HandelAuch laut Handelsobmann Peter Buchmller sind die Aussichten fr den stationren Handel rosig ein leichter Umsatzanstieg wird erwartet. Die Menschen seien in diesem Jahr ausgabefreudiger, das ergaben zumindest diverse Konsumentenumfragen. Und auch

    die Unternehmen berichteten bis-her von guten Geschften, sagte Buchmller. Im Jahr 2014 stieg der Umsatz im Weihnachtsgeschft laut KMU Forschung leicht um 0,5 Prozent auf 1,62 Mrd. . Der verkaufs offene 8. Dezember zeigte sich einmal mehr als zustzlicher 5. Advent-Einkaufs-Samstag, so Buchmller; viele nutzten den Tag, um ihre Weihnachtsgeschenke zu besorgen.

    Abhngig von der BrancheSeine eigenen Geschfte lie der Handelsobmann aber zu: Ich fahre besser, wenn ich zulasse, rumte Buchmller ein. Fr die Beschf-tigten sind nmlich 100% Zuschlag und Zeitausgleich fllig. Der Salz-burger fhrt zwei Lebensmittelge-schfte mit in Summe 36 Beschf-tigten. Auch die Lebensmittelkette Billa lie ihre rund 1.000 Filialen geschlossen.

    Es hngt sehr mit der Branche zusammen, meint Buchmller. Fr die Sparten, die klassische Weih-nachtsartikel verkaufen, mache es Sinn, offen zu halten also fr Uhren-, Schmuck- und Buchhandel, Spielwaren- und Elektrogeschf-te sowie Sport- und Bekleidungs-hndler.

    Davon, dass sich das Weih-nachtsgeschft positiv entwickelt, geht auch Vizekanzler und VP-Bundesparteiobmann Reinhold Mitterlehner aus. Auerdem werde laut Prognosen der sterreichi-schen Nationalbank die sterrei-chische Wirtschaft in den Jahren 2016 und 2017 wieder so stark wachsen wie jene im gesamten Euroraum. Rund 340 Mio. Um-satz erwartet die Wirtschaftskam-mer allein im Wiener Weihnachts-geschft im Dezember.

    Das Geschft mit WeihnachtenSowohl der stationre als auch der Internethandel drfen sich ber starke Umstze im Weihnachtsgeschft freuen. Fr viele Lagerarbeiter und Zusteller in Onlineunternehmen bedeutet das vor allem eins: harte Arbeit.

    Wiener Handel Insgesamt liegen in Wien rund 10 Mio. Weihnachts-geschenke unter dem Christbaum. Die Ausgaben liegen bei durch-schnittlich 350 pro Schenker, so die Wiener Wirt-schaftskammer.

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    Handelsobmann Peter Buchmller erwartet fr den stationren Handel ein Umsatzplus im Weihnachtsgeschft.

    34 COVERSTORY Freitag, 11. Dezember 2015

    Peter Schnedlitz Handelsexperte, WU Wien

    Der Onlinehandel fhrt zu einer Proletarisierung der Handelsmitarbeiter.

  • medianet.at

    Von Julia Maier

    WIEN. Bei den noch ausstehenden Novembergehltern und Weih-nachtsgeldern der Zielpunkt-Mit-arbeiter kommt nun der Stein ins Rollen: Bislang sind 2.400 Vertre-tungsvollmachten bei der Arbei-terkammer eingelangt. Dadurch beauftragen die von der Zielpunkt-Insolvenz betroffenen Beschftig-ten den Insolvenzschutzverband fr Arbeitnehmer von AK und GB (ISA) mit der Vertretung des In-solvenzverfahrens. Je frher wir die gesetzlich vorgeschriebenen Verfahrensschritte setzen knnen, umso frher bekommen die Men-schen ihr Geld vom Insolvenz-entgeldfonds. Wirklich gut gehts aber nur, wenn alle wirklich alle an einem Strang ziehen, so Klaus Schmidtbauer, Insolvenz-Experte im ISA.

    Geld noch vor WeihnachtenDie offenen Forderungen der 2.469 Beschftigten betragen rund 5,4 Mio. . Diese mssen nun vom Masseverwalter Georg Freimller anerkannt werden, danach sollen die Antrge noch am selben Tag an den Insolvenzentgeldfonds zwecks einer letzten berprfung weiter-geleitet werden. Freimller gibt

    sich indes optimistisch, dass die Mitarbeiter noch vor Weihnachten ihr ausstehendes Geld erhalten werden. Wolfgang Pfabigan, Chef des Insolvenzentgeldfonds, ist ber den niedrigen Betrag der offenen Forderungen positiv berrascht,

    er habe ursprnglich mit rund 7 Mio gerechnet. Spter kommen allerdings auch noch Beendigungs-ansprche wie Urlaubsentsch-digungen, Zeitguthaben oder Ab-fertigungen hinzu, die ausbezahlt werden mssen.

    Ungewissheit ber FilialenEin anderes Sorgenkind bleibt in-des noch ungeklrt: Was passiert mit den ehemaligen Zielpunkt-Fili-alen? Auch wenn sich sowohl vie-le Kunden, als auch natrlich die Mitarbeiter eine bernahme durch die Konkurrenten Rewe, Spar oder Hofer wnschen wrden, so sieht der Chef der Bundeswettbewerbs-behrde, Theodor Thanner, diesen Weg als eher unwahrscheinlich. In einem ORF-Interview gibt er zu be-denken, dass bereits ber 80% des Markts auf die drei oben genann-ten Branchenriesen fallen und da-her branchenfremd