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So wird's gemacht - Band 112 - VW Golf IV/VW Bora€¦ · VW GOLF IV/ VW BORA Limousine und Variant Diesel 1,9 l/ 50 kW (68 PS) 11/97 – 9/05 1,9 l/ 66 kW (90 PS) 9/97 – 9/02 1,9

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  • So wird́sgemacht

    Dr. EtzoldDiplom-Ingenieur für Fahrzeugtechnik

    pflegen – warten – reparieren

    Band 112

    VW GOLF IV/ VW BORA Limousine und Variant

    Diesel1,9 l/ 50 kW (68 PS) 11/97 – 9/051,9 l/ 66 kW (90 PS) 9/97 – 9/021,9 l/ 74 kW (100 PS) 10/00 – 5/061,9 l/ 81 kW (110 PS) 9/97 – 9/021,9 l/ 85 kW (115 PS) 5/99 – 9/011,9 l/ 96 kW (130 PS) 11/00 – 9/041,9 l/110 kW (150 PS) 9/00 – 5/06

    Delius Klasing Verlag

  • obwohl die Automobile von Modellgeneration zu Modellgene-ration technisch wesentlich aufwendiger und komplizierterwerden, greifen von Jahr zu Jahr immer mehr Heimwerkerzum »So wird's gemacht«-Handbuch. Die Erklärung dafür isteinfach: Weil die Technik des Automobils komplizierter ge-worden ist, kommt man selbst als Fachmann bei Wartungs-und Reparaturarbeiten am Fahrzeug ohne eine spezielle An-leitung nicht mehr aus.

    Auch der fachkundige Hobbymonteur, der sein Fahrzeugselbst wartet und repariert, sollte bedenken, daß der Fach-mann viel Erfahrung hat und durch die Weiterschulung undden ständigen Erfahrungsaustausch über den neuestenTechnikstand verfügt. Mithin kann es für die Überwachungund Erhaltung der Betriebs- und Verkehrssicherheit des ei-genen Fahrzeugs sinnvoll sein, in regelmäßigen Abständeneine Fachwerkstatt aufzusuchen.

    Grundsätzlich muß sich der Heimwerker natürlich darüber imklaren sein, daß man mit Hilfe eines Handbuches nicht auto-matisch zum Kfz-Mechaniker wird. Auch deshalb sollte mannur solche Arbeiten durchführen, die man sich selbst zutraut.Das gilt insbesondere für jene Arbeiten, die die Verkehrssi-cherheit des Fahrzeugs beeinträchtigen können. Gerade indiesem Punkt sorgt das »So wird's gemacht«-Handbuch je-doch für praktizierte Verkehrssicherheit. Durch die Beschrei-bung der Arbeitsschritte und den Hinweis, die Sicherheits-aspekte nicht außer acht zu lassen, wird der Heimwerker vorder Arbeit entsprechend sensibilisiert und informiert. Auchwird darauf hingewiesen, im Zweifelsfall die Arbeit lieber ei-nem Fachmann zu überlassen.

    Vor jedem Arbeitsgang empfiehlt sich ein Blick in das vorlie-gende Buch. Dadurch werden Umfang und Schwierigkeits-grad der Reparatur offenbar. Außerdem wird deutlich, wel-

    Sicherheitshinweis Auf verschiedenen Seiten dieses Buches stehen »Si-cherheitshinweise«. Bevor Sie mit der Arbeit anfangen,lesen Sie bitte diese Sicherheitshinweise aufmerksamdurch und halten Sie sich strikt an die dort gegebenenAnweisungen.

    che Ersatz- oder Verschleißteile eingekauft werden müssenund ob unter Umständen die Arbeit nur mit Hilfe von Spezial-werkzeug durchgeführt werden kann.

    Für die meisten Schraubverbindungen ist das Anzugsmo-ment angegeben. Bei Schraubverbindungen, die in jedemFall mit einem Drehmomentschlüssel angezogen werdenmüssen (Zylinderkopf, Achsverbindungen usw.), ist der Wertf e t t gedruckt. Nach Möglichkeit sollte man generell jedeSchraubverbindung mit einem Drehmomentschlüssel anzie-hen. Übrigens: Für viele Schraubverbindungen sind Innen-oder Außen-Torxschlüssel erforderlich.

    Als ich Anfang der siebziger Jahre den ersten Band der »Sowird´s gemacht-Buchreihe« auf den Markt brachte, wurdenim Automobilbau nur ganz wenige elektronische Bauteile ein-gesetzt. Inzwischen ist das elektronische Management allge-genwärtig; ob bei der Steuerung der Zündung, des Fahr-werks oder der Gemischaufbereitung. Die Elektronik sorgtauch dafür, daß es in verschiedenen Bereichen keine Ver-schleißteile mehr gibt, wie zum Beispiel der früher für denZündfunken unentbehrliche Unterbrecherkontakt im Zündver-teiler. Das Überprüfen elektronischer Bauteile ist wiederumnur noch mit teuren und speziell auf das Fahrzeugmodell ab-gestimmten Prüfgeräten möglich, die dem Heimwerker in derRegel nicht zur Verfügung stehen. Wenn also verschiedeneReparaturschritte nicht mehr beschrieben werden, so liegtdas ganz einfach am vermehrten Einsatz von elektronischenBauteilen.

    Das vorliegende Buch kann natürlich auch nicht auf jede ak-tuelle, technische Frage eingehen. Dennoch hoffe ich, daßdie getroffene Auswahl an Reparatur-, Wartungs- und Pfle-gehinweisen in den meisten Fällen die auftretenden Proble-me zufriedenstellend löst. Eines sollten Sie bei Ihren Arbei-ten am eigenen Auto allerdings beachten: Ein Buch ist keineTageszeitung. Ständig werden am aktuellen Modell techni-sche Änderungen durchgeführt, so daß es vorkommen kann,daß sich die im Buch veröffentlichten Arbeitsanweisungenund Einstelldaten für Ihr spezielles Modell geändert haben.Sollten Zweifel auftreten, erfragen Sie bitte den aktuellenStand beim Kundendienst des Automobilherstellers.

    Rüdiger Etzold

    Lieber Leser,

  • VW GOLF / VW BORA . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11Fahrzeug- und Motoridentifizierung . . . . . . . . . . . 12Motorenübersicht und Motordaten. . . . . . . . . . . . 13

    Wartung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14Service-Intervallanzeige zurücksetzen . . . . . . . . . 15Ölwechsel-Service . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15Wartung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

    Wartungsarbeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17Motor und Abgasanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . 17Motorölwechsel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17Sichtprüfung auf Ölverlust . . . . . . . . . . . . . . . 19Motorölstand prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19Sichtprüfung der Abgasanlage . . . . . . . . . . . . . 20Kühlmittelstand prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . 20Kühlsystem-Sichtprüfung auf Dichtheit . . . . . . . . . 20Frostschutz prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21Luftfiltereinsatz wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . 21Keilrippenriemen: Zustand prüfen . . . . . . . . . . . . 22Kraftstoffilter entwässern/aus- und einbauen . . . . . . 23Zahnriemenverschleiß messen/

    Zahnriemen ersetzen . . . . . . . . . . . . . . . . . 24Getriebe/Achsantrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . 25Gummimanschetten der Achswellen prüfen . . . . . . 25Getriebe-Sichtprüfung auf Dichtheit . . . . . . . . . . . 25Schaltgetriebe: Ölstand prüfen/Getriebeöl auffüllen . . 25Automatik-Getriebe: Ölstand im Achsantrieb prüfen . . 26Automatik-Getriebe: Ölstand prüfen . . . . . . . . . . 26Allradantrieb: Ölfilter und Öl der

    Haldex-Kupplung wechseln . . . . . . . . . . . . . . 28Vorderachse/Lenkung . . . . . . . . . . . . . . . . . 29Spurstangenköpfe und Achsgelenke prüfen . . . . . . 29Ölstand für Servolenkung prüfen . . . . . . . . . . . . 29Bremsen/Reifen/Räder . . . . . . . . . . . . . . . . . 31Bremsflüssigkeitsstand prüfen . . . . . . . . . . . . . 31Bremsbelagdicke prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . 31Sichtprüfung der Bremsleitungen . . . . . . . . . . . . 32Bremsflüssigkeit wechseln . . . . . . . . . . . . . . . 33Reifenprofil prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34Reifenfülldruck prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35Reifenventil prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35Karosserie/Innenausstattung . . . . . . . . . . . . . 36Sicherheitsgurte sichtprüfen . . . . . . . . . . . . . . 36Airbageinheiten sichtprüfen . . . . . . . . . . . . . . . 36Türfeststeller schmieren . . . . . . . . . . . . . . . . 37Staub-/Pollenfilter erneuern . . . . . . . . . . . . . . . 37Elektrische Anlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39Stromverbraucher prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . 39Batterie prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39Scheibenwischerarme einstellen . . . . . . . . . . . . 41

    Wagenpflege . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42Fahrzeug waschen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42Lackierung pflegen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42Unterbodenschutz/Hohlraumkonservierung . . . . . . 43

    Polsterbezüge pflegen/reinigen . . . . . . . . . . . . . 43Steinschlagschäden ausbessern . . . . . . . . . . . . 44

    Werkzeugausrüstung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45

    Motorstarthilfe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46

    Fahrzeug abschleppen . . . . . . . . . . . . . . . . . 47

    Elektrische Anlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48Meßgeräte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48Meßtechnik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49Elektrisches Zubehör nachträglich einbauen . . . . . . 50Fehlersuche in der elektrischen Anlage . . . . . . . . . 51Schalter auf Durchgang prüfen . . . . . . . . . . . . . 52Relais prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52Blinkanlage prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53Komfort-Elektrik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53Batterien für Hauptschlüssel der Funkfernbedienung

    aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54Batterie/Glühlampe für Schlüssel mit Leuchte

    aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55Scheibenwischermotor prüfen . . . . . . . . . . . . . 55Heizbare Heckscheibe prüfen . . . . . . . . . . . . . . 56Bremslicht prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56Hupe aus- und einbauen/prüfen . . . . . . . . . . . . 56Wegfahrsicherung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57Sicherungen auswechseln . . . . . . . . . . . . . . . 58Sicherungsbelegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59Batterie aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . 59Batterie prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63Batterie laden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64Batterie lagern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65Batterie entlädt sich selbständig . . . . . . . . . . . . 66Telematik: Notstrombatterien ersetzen . . . . . . . . . 66Störungsdiagnose Batterie . . . . . . . . . . . . . . 67Der Generator . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68Sicherheitshinweise für den Drehstromgenerator . . . . 68Generator aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . 68Generatorspannung prüfen . . . . . . . . . . . . . . . 69Schleifkohlen für Generator/Spannungsregler

    ersetzen/prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69Störungsdiagnose Generator . . . . . . . . . . . . . 70Anlasser aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . 71Magnetschalter prüfen/aus- und einbauen . . . . . . . 72Störungsdiagnose Anlasser . . . . . . . . . . . . . 73

    Scheibenwischanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74Scheibenwischergummi ersetzen . . . . . . . . . . . . 74Scheibenwaschdüsen einstellen . . . . . . . . . . . . 75Scheibenwaschdüse aus- und einbauen . . . . . . . . 75Wischerarme aus- und einbauen/

    Endstellung prüfen/einstellen . . . . . . . . . . . . . 76Scheibenwischermotor vorn aus- und einbauen . . . . 77

    Inhaltsverzeichnis

  • Waschwasserbehälter/Waschwasserpumpe aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78

    Heckwischer aus- und einbauen. . . . . . . . . . . . . 79Störungsdiagnose Scheibenwischergummi . . . . . 80

    Beleuchtungsanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81Lampentabelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81Glühlampen für Außenleuchten auswechseln . . . . . 81Glühlampen für Innenleuchten auswechseln . . . . . . 87Scheinwerfer/

    Leuchtweitenregulierung - GOLF . . . . . . . . . . . 89Heckleuchten - GOLF . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89Scheinwerfer/

    Leuchtweitenregulierung - BORA . . . . . . . . . . . 90Heckleuchten - BORA . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90Scheinwerfer aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . 91Heckleuchte aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . 92Scheinwerfer einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . 93Stellmotor für Leuchtweitenregelung

    aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93

    Armaturen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94Kombiinstrument aus- und einbauen . . . . . . . . . . 94Lenkstockschalter aus- und einbauen . . . . . . . . . 95Schalter und Leuchten aus- und einbauen . . . . . . . 96Radio aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . 99Radio-Codierung eingeben . . . . . . . . . . . . . . 100Hochton-Lautsprecher aus- und einbauen . . . . . . 101Tieftonlautsprecher aus- und einbauen . . . . . . . . 102Telefonvorbereitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102Dachantenne aus- und einbauen . . . . . . . . . . . 103

    Heizung/Klimatisierung . . . . . . . . . . . . . . . . . 104Luftausströmer aus- und einbauen . . . . . . . . . . 105Heizgebläse/Heizungsgehäuse/Wärmetauscher. . . . 106Frischluftgebläse/Vorwiderstand

    aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106Heizungszüge aus- und einbauen/einstellen . . . . . . 107Regulierung für Heizluft und Frischluft

    aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109Fahrzeug-Entlüftung prüfen . . . . . . . . . . . . . . 110Stellmotor für Frischluft-/Umluftklappe

    aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 110Klimaanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 111Halter für Klimakompressor aus- und einbauen . . . . 112Störungsdiagnose Heizung . . . . . . . . . . . . . 113

    Vorderachse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114Vordere Radaufhängung . . . . . . . . . . . . . . . . 115Federbein aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . 116Stoßdämpfer/Schraubenfeder aus- und einbauen . . . 118Gelenkwelle aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . 119Gelenkwelle zerlegen/Manschetten ersetzen . . . . . 121Gelenkwelle mit Kugelgleichlaufgelenk . . . . . . . . 123Gelenkwelle mit Tripodegelenk. . . . . . . . . . . . . 124

    Hinterachse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 125Hintere Radaufhängung . . . . . . . . . . . . . . . . 126Stoßdämpfer/Schraubenfeder aus- und einbauen . . . 127Stoßdämpfer hinten . . . . . . . . . . . . . . . . . . 128Stoßdämpfer verschrotten . . . . . . . . . . . . . . . 129

    Räder und Reifen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 130Reifenfülldruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 130Eine Auswahl von Reifen-/Felgenkombinationen

    für den VW GOLF/BORA Diesel mit Frontantrieb . . 130Schneeketten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 131Austauschen der Räder/Laufrichtung beachten . . . . 131Reifen- und Scheibenrad- Bezeichnungen/

    Herstellungsdatum . . . . . . . . . . . . . . . . . . 133Auswuchten von Rädern . . . . . . . . . . . . . . . . 133Reifenpflegetips . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 134Fehlerhafte Reifenabnutzung . . . . . . . . . . . . . 134

    Fahrzeug aufbocken . . . . . . . . . . . . . . . . . . 135

    Lenkung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 136Airbag-Sicherheitshinweise . . . . . . . . . . . . . . 136Airbageinheit aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . 137Lenkrad aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . 139Lenkgetriebe/Spurstange/Spurstangenkopf . . . . . . 140Spurstangenkopf aus- und einbauen . . . . . . . . . 140Servopumpe mit Halter . . . . . . . . . . . . . . . . . 142

    Bremsanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 143Technische Daten Bremsanlage . . . . . . . . . . . . 145Vorderradbremse FS III . . . . . . . . . . . . . . . . 145Bremsbeläge vorn aus- und einbauen FS III . . . . . . 146Vorderradbremse FN 3 . . . . . . . . . . . . . . . . . 148Bremsbeläge vorn aus- und einbauen FN 3 . . . . . . 149Hinterrad-Scheibenbremse . . . . . . . . . . . . . . 152Scheibenbremsbeläge hinten aus- und einbauen . . . 153Bremsscheibendicke prüfen . . . . . . . . . . . . . . 155Bremsscheibe/Bremsträger/

    Bremssattel aus- und einbauen . . . . . . . . . . . 155Handbremse einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . 156Die Bremsflüssigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . 157Bremsanlage entlüften . . . . . . . . . . . . . . . . . 158Bremsschlauch aus- und einbauen . . . . . . . . . . 159Bremskraftverstärker prüfen . . . . . . . . . . . . . . 159Bremslichtschalter aus- und einbauen . . . . . . . . . 160Handbremshebel aus- und einbauen . . . . . . . . . 160Handbremsseile aus- und einbauen . . . . . . . . . . 161Störungsdiagnose Bremse . . . . . . . . . . . . . 162

    Motor-Mechanik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 164Motorraumabdeckung unten

    aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 165Zahnriementrieb (SDI/TDI) . . . . . . . . . . . . . . . 166Zahnriemen aus- und einbauen/spannen (SDI/TDI) . . 167Zahnriemen-Spannrolle prüfen (SDI/TDI) . . . . . . . 171Zahnriemen aus- und einbauen/spannen (TDI-PD) . . 171Zylinderkopf aus- und einbauen (TDI-PD) . . . . . . . 173Zylinderkopf (SDI/TDI) . . . . . . . . . . . . . . . . . 174Zylinderkopf aus- und einbauen (SDI/TDI) . . . . . . 175Ansaugrohr aus- und einbauen (SDI) . . . . . . . . . 178Kompression prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 179Keilrippenriemen aus- und einbauen . . . . . . . . . 179Störungsdiagnose Motor . . . . . . . . . . . . . . 181

    Motor-Schmierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 182Der Ölkreislauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 183Dynamische Öldruckkontrolle . . . . . . . . . . . . . 184

  • Getriebe/Schaltung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 229Getriebe aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . 229Schaltung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 235Schaltbetätigung einstellen . . . . . . . . . . . . . . 237Automatikgetriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 241Wählhebelseilzug einstellen . . . . . . . . . . . . . . 241Allradantrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 242

    Innenausstattung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 243Innenspiegel aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . 243Innenspiegel mit Regensensor aus- und einbauen . . 243Automatisch abblendender Innenspiegel . . . . . . . 244Mittelkonsole vorn aus- und einbauen . . . . . . . . . 245Mittelkonsole hinten aus- und einbauen . . . . . . . . 246Ascher hinten/Dosenhalter hinten

    aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 247Dosenhalter vorn aus- und einbauen . . . . . . . . . 247Obere Verkleidungen im Fahrerfußraum

    aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 248Handschuhkasten aus- und einbauen . . . . . . . . . 248Fußraum-Seitenverkleidung aus- und einbauen . . . . 248Einstiegleiste aus- und einbauen . . . . . . . . . . . 249Untere Verkleidung der B-Säule aus- und einbauen . . 250Seitenverkleidung aus- und einbauen (2-Türer) . . . . 250Verkleidungen Kofferraum/Laderaum

    aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 251Verkleidungen für Heckklappe aus- und einbauen . . . 253Staukasten hinten rechts aus- und einbauen . . . . . 254Sitz vorn aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . 255Seitenairbag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 256Sitzbank/Sitzlehne hinten aus- und einbauen . . . . . 257Netztrennwand - Einhängeösen

    aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 258

    Karosserie außen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 259Sicherheitshinweise bei Karosseriearbeiten . . . . . . 259Karosseriespaltmaße GOLF Limousine . . . . . . . . 260Schloßträger in Servicestellung bringen/

    aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 261Stoßfänger vorn aus- und einbauen . . . . . . . . . . 262Stoßfänger hinten aus- und einbauen . . . . . . . . . 263Kotflügel vorn aus- und einbauen . . . . . . . . . . . 264Innenkotflügel aus- und einbauen . . . . . . . . . . . 265Motorhaube aus- und einbauen/einstellen . . . . . . . 266Motorhaubenschloß aus- und einbauen . . . . . . . . 267Motorhaubenzug aus- und einbauen . . . . . . . . . . 268Betätigungshebel für Motorhaube

    aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 268Kühlergrill aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . 269Seitenschutzleisten aus- und einbauen . . . . . . . . 269Heckklappe aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . 270Kofferraumdeckel. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 272Gasdruckfeder aus- und einbauen . . . . . . . . . . 273Heckklappe einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . 273Heckklappenschloß aus- und einbauen . . . . . . . . 275Kofferraumdeckelschloß aus- und einbauen . . . . . . 276Heckklappenschloß aus- und einbauen . . . . . . . . 277Tür aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . 278Türverkleidung aus- und einbauen . . . . . . . . . . 279Sicherungsknopf für Entriegelungsstange

    aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 281

    Öldruck und Öldruckschalter prüfen . . . . . . . . . . 184Ölwanne/Ölpumpe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 185Ölfiltergehäuse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 185Ölwanne aus- und einbauen/

    Dichtung für Ölwanne ersetzen . . . . . . . . . . . 186Störungsdiagnose Ölkreislauf . . . . . . . . . . . . 187

    Motor-Kühlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 188Kühlmittelkreislauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 188Kühler- Frostschutzmittel . . . . . . . . . . . . . . . 189Kühlmittel wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . 189Kühlmittelregler (Thermostat)

    aus- und einbauen/prüfen . . . . . . . . . . . . . . 191Kühler und Lüfter aus- und einbauen . . . . . . . . . 192Kühlmittelpumpe aus- und einbauen . . . . . . . . . 193Kühlsystem prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 193Thermoschalter für Elektrolüfter prüfen . . . . . . . . 194Störungsdiagnose Motor-Kühlung . . . . . . . . . 195

    Kraftstoffanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 196Kraftstoff sparen beim Fahren . . . . . . . . . . . . . 196Sicherheits- und Sauberkeitsregeln

    bei Arbeiten an der Kraftstoffversorgung . . . . . . 196Kraftstoffbehälter/Tankgeber . . . . . . . . . . . . . 197Tankgeber aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . 198Gasbetätigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 200

    Motormanagement . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 201Diesel-Prinzip . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 201Vorglühanlage prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . 202Glühkerzen prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 202Glühkerzen aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . 203Kraftstoffilter-Vorwärmanlage . . . . . . . . . . . . . 203Diesel-Einspritzanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . 204Einspritzdüsen aus- und einbauen . . . . . . . . . . 205Diesel-Einspritzpumpe . . . . . . . . . . . . . . . . . 206Förderbeginn der Einspritzpumpe

    überprüfen/einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . 207Unterdruckanschlüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . 208Technische Daten Diesel-Einspritzanlage . . . . . . . 208Störungsdiagnose Diesel-Einspritzanlage . . . . . 209

    Abgasanlage. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 210Funktion des Katalysators . . . . . . . . . . . . . . . 210Katalysatorschäden vermeiden . . . . . . . . . . . . 210Abgasturbolader . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 211Abgasrohre/Schalldämpfer/Katalysator . . . . . . . . 212Abgasanlage aus- und einbauen . . . . . . . . . . . 215Abgasanlage spannungsfrei ausrichten . . . . . . . . 216Nachschalldämpfer ersetzen . . . . . . . . . . . . . 217Abgasanlage auf Dichtigkeit prüfen . . . . . . . . . . 217Abgasrückführungsanlage . . . . . . . . . . . . . . . 218Abgasturbolader/Abgaskrümmer/Ansaugrohr . . . . . 219

    Kupplung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 220Kupplungsscheibe/Druckplatte . . . . . . . . . . . . 220Hydraulische Kupplungsbetätigung . . . . . . . . . . 221Kupplung aus- und einbauen/prüfen . . . . . . . . . . 222Ausrücklager/Getriebegehäuse . . . . . . . . . . . . 226Kupplungsbetätigung entlüften . . . . . . . . . . . . 227Störungsdiagnose Kupplung . . . . . . . . . . . . 228

  • Türfensterscheibe/Aggregateträger . . . . . . . . . . 282Türfensterscheibe vorn

    aus- und einbauen/einstellen . . . . . . . . . . . . 282Tür-Aggregateträger mit Fensterheber

    aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 283Türgriff/Türschloß . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 285Türgriff aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . 285Schließzylindergehäuse aus- und einbauen . . . . . . 286Türschloß aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . 287Zentralverriegelung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 288Schiebe-/Ausstelldach . . . . . . . . . . . . . . . . . 289Glasdeckel für Schiebe-/Ausstelldach

    aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 289Deckeldichtung aus- und einbauen . . . . . . . . . . 290Windabweiser aus- und einbauen . . . . . . . . . . . 290Sonnenschutz aus- und einbauen . . . . . . . . . . . 290Antrieb für Schiebe-/Ausstelldach

    aus- und einbauen/einstellen . . . . . . . . . . . . 291Parallellauf prüfen/einstellen . . . . . . . . . . . . . . 291Wasserablaufschläuche reinigen . . . . . . . . . . . 292Außenspiegel/Spiegelglas aus- und einbauen . . . . . 293Spiegelgehäuse aus- und einbauen . . . . . . . . . . 293

    Stromlaufpläne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 294Der Umgang mit dem Stromlaufplan . . . . . . . . . 294Zuordnung der Stromlaufpläne . . . . . . . . . . . . 295Relais- und Sicherungsbelegung . . . . . . . . . . . 296Gebrauchsanleitung für Stromlaufpläne . . . . . . . . 297Schaltzeichen für Stromlaufpläne . . . . . . . . . . . 298Verschiedene Stromlaufpläne. . . . . . . . . . . . ab 299

  • 11

    VW GOLF / VW BORA■ Modellvarianten

    ■ Fahrzeugidentifizierung

    ■ Motordaten

    Aus dem Inhalt:

    1974 wurde der VW GOLF erstmals der Öffentlichkeit prä-sentiert. Seit dieser Zeit erschien im Turnus von 6 bis 9 Jah-ren eine neue Modell-Generation. Von den ersten dreiGOLF-Generationen wurden insgesamt 17,6 Millionen Stückgefertigt. Die 4. GOLF-Generation startete im September1997 mit dem Limousinen-Modell, im September 1998 kamdie Stufenhecklimousine BORA dazu. Seit Mai 1999 gibt esdie beiden Modelle auch in der VARIANT-Version.

    Die 97er GOLF-Generation hat gegenüber dem Vorgänger-modell eine vollverzinkte Karosserie mit zwölfjähriger Garan-tie gegen Durchrostung, verbesserten Fahrkomfort sowieeine reichhaltige Ausstattung und einen hohen passiven Si-cherheitsstandard. Durch den Einsatz von Großblechteilenund modernen Schweißverfahren konnte die Karosserie we-sentlich steifer gefertigt werden. Das wirkt sich positiv aufKomfort und Fahrstabilität aus. Wesentliche Komponentendes Erscheinungsbildes sind die Scheinwerfer mit den klarenStreuscheiben, die weit herumgezogenen Heckleuchten unddas im hinteren Stoßfänger plazierte Kennzeichen.

    Gegenüber dem Vorgängermodell sind die Außenabmessun-gen nur unwesentlich gewachsen. Der Gepäckraum der Li-mousine hat ein Fassungsvermögen von 330 Liter bezie-hungsweise 1.184 Liter bei umgeklappter Rücksitzbank.

    Der VW GOLF/BORA verfügt über umfangreiche Sicherheits-einrichtungen. Dazu zählen Fahrer- und Beifahrerairbag so-

    wie Seitenairbags und Gurtstraffer für die vorderen Sitze.Seitliche Karosserieverstärkungen in den Türen erhöhen zu-sätzlich im VW GOLF/BORA die passive Sicherheit.

    Zum gesteigerten Fahrkomfort trägt nunmehr ein Fahrsche-mel bei, an dem die Vorderachse befestigt ist. Der Fahrsche-mel ist über Gummilager von der Karosserie entkoppelt unddämpft dadurch die Schwingungen, die sonst auf den Innen-raum übertragen werden. Bei den GOLF/BORA-Modellen mitFrontantrieb wird eine Verbundlenker-Hinterachse verwen-det, bei der zur besseren Raumausnutzung Schraubenfederund Stoßdämpfer getrennt voneinander positioniert sind(beim Vorgängermodell waren Federbeine eingebaut). Da-durch konnte die Durchladebreite im Gepäckraum vergrößertwerden. GOLF/BORA-Modelle mit Allradantrieb haben eineDoppelquerlenker-Hinterachse.

    Für den GOLF/BORA stehen in Leistung, Hubraum und Bau-art recht unterschiedliche Benzin- und Dieselmotoren zur Ver-fügung, so daß je nach persönlicher Anforderung zwischensehr wirtschaftlicher und sportlicher Motorisierung ausgewähltwerden kann. Die querliegenden Motoren sind in einer soge-nannten Pendellagerung aufgehängt, welche vor allem die Vi-brationen des Fahrzeugs im Leerlaufbetrieb vermindert.

    Der vorliegende Band gilt für die GOLF/BORA-Modelle mitDieselmotor in den Karosserieversionen Limousine und Vari-ant.

  • Fahrzeug- und Motoridentifizierung

    ● Die Kennbuchstaben des Motors und die Motornummerbefinden sich auf einem Aufkleber am Zahnriemenschutzdes Motors, siehe Abbildung.

    Hinweis: Diese Motorangaben befinden sich zusätzlich amMotorblock unterhalb der Trennstelle zwischen Motorblockund Zylinderkopf, im Serviceplan und auf einem Aufkleber inder Reserveradmulde.

    ● Das Typschild –Pfeil– befindet sich am linken Federbein-dom.

    N02-0209

    N02-0241● Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (Fahrgestellnum-

    mer) ist durch ein Fenster in der Wasserkastenabde-ckung sichtbar.

    Aufschlüsselung der Fahrgestellnummer:

    ➀ Herstellerzeichen: WVW = Volkswagen AG➁ Füllzeichen➂ 2stellige Typenkurzbezeichnung aus den ersten beiden

    Stellen der offiziellen Typenbezeichnung. 3B = Golf➃ Weitere Füllzeichen➄ Angabe des Modelljahres: W – 1998; X – 1999; Y – 2000;

    1 – 2001; 2 – 2002; 3 – 2003 usw.➅ Produktionsstätte➆ Laufende Numerierung

    Der Fahrzeugdatenträger ist in der Reserveradmulde rechtsaufgeklebt. Er enthält folgende Fahrzeugdaten:1 – Produktions-Steuerungsnummer2 – Fahrzeug-Identifizierungsnummer 3 – Typ-Kennnummer4 – Typerklärung/Motorleistung5 – Motor- und Getriebekennbuchstaben6 – Lacknummer/Innenausstattungs-Kennummer7 – Mehrausstattungs-Kennummer

    Hinweis: Die Daten 2 – 7 befinden sich auch im Serviceplan.

    TABELLE 01

    N02-0208

    12

    WVW ZZZ 3B Z W W 000 279

    ➀ ➁ ➂ ➃ ➄ ➅ ➆

  • 48

    Bei der Überprüfung der elektrischen Anlage stößt der Heim-werker in den technischen Unterlagen immer wieder auf dieBegriffe Spannung, Stromstärke und Widerstand.

    Die Spannung wird in Volt (V) gemessen, die Stromstärke inAmpere (A) und der Widerstand in Ohm (Ω). Mit dem BegriffSpannung ist beim Auto in der Regel die Batteriespannunggemeint. Es handelt sich dabei um eine Gleichspannung vonca. 12 Volt. Die Höhe der Batteriespannung hängt vom Lade-zustand der Batterie und von der Außentemperatur ab. Siekann zwischen 10 und 13 Volt betragen. Demgegenüber wirddie Bordspannung vom Generator (Lichtmaschine) erzeugt,die bei mittleren Drehzahlen ca. 14 Volt beträgt.

    Der Begriff Stromstärke taucht im Bereich der Automobil-Elektrik relativ selten auf. Die Stromstärke ist beispielsweiseauf der Rückseite von Sicherungen angegeben und weist aufden maximalen Strom hin, der fließen kann, ohne daß die Si-cherung durchbrennt und damit den Stromkreis unterbricht.

    Überall wo Strom fließt, muß er einen Widerstand über-brücken. Der Widerstand ist unter anderem von folgendenFaktoren abhängig: Leitungsquerschnitt, Leitungsmaterial,Stromaufnahme usw. Ist der Widerstand zu groß, tretenFunktionsstörungen auf. Beispielsweise darf bei Benzinmoto-ren der Widerstand in den Zündleitungen nicht zu hoch sein,sonst fehlt ein ausreichend starker Zündfunke an den Zünd-kerzen, der das Kraftstoff-Luftgemisch entzündet und damitden Motor zum Laufen bringt.

    Hinweis: Reparaturen am Leitungsstrang sollten grund-sätzlich mit dem VW-Leitungsstrang-Reparaturset VAS1978 durchgeführt werden.

    Achtung: Vor Arbeiten an der elektrischen Anlagegrundsätzlich das Batterie-Massekabel abklemmen.Dazu Hinweise im Kapitel »Batterie aus- und einbauen«durchlesen. Als Arbeit an der elektrischen Anlage ist da-bei schon zu betrachten, wenn eine elektrischen Leitungvom Anschluß abgezogen beziehungsweise abge-klemmt wird.

    Meßgeräte

    Zum Messen der Bord-Elektrik gibt es im Handel sogenannteMehrfach-Meßgeräte (Multimeter). Sie vereinen in einemGerät das Voltmeter, um Spannungen zu messen, das Am-peremeter, um die Stromstärke zu messen und das Ohmme-ter, um den Widerstand zu messen. Die im Handel befindli-chen Meßgeräte unterscheiden sich hauptsächlich im Meß-bereich und in der Meßgenauigkeit. Durch den Meßbereichwird festgelegt, in welchem Bereich Spannungen oder Wi-derstände liegen müssen, damit sie überhaupt vom Gerät er-faßt werden können.

    Für den Heimwerker gibt es Vielfach-Meßgeräte, die speziellfür Prüfarbeiten am Auto abgestimmt sind. Mit solch einemGerät können Motordrehzahl, Zünd-Schließwinkel und Span-nungen bis zu 20 Volt gemessen werden. Bei Widerstands-messungen beschränkt sich das Gerät in der Regel auf denKilo-Ohm-Bereich, also etwa 1–1000 kΩ.

    Darüber hinaus werden Meßgeräte zur Überprüfung vonelektrischen und elektronischen Bauteilen angeboten. Sie er-lauben eine umfassende Messung von kleinen Widerständenin Ohm (Ω) bis zu großen Widerständen im Mega-Ohm-Be-reich (MΩ). Spannungen (in Volt) können sehr exakt gemes-sen werden, was vor allem bei elektronischen Bauteilen er-forderlich ist.

    Elektrische Anlage■ Relais/Schalter prüfen

    ■ Elektromotoren prüfen

    ■ Sicherungen ersetzen

    ■ Batterie ausbauen

    ■ Anlasser prüfen

    ■ Generator prüfen

    ■ Scheibenwischer

    ■ Radio

    ■ Beleuchtungsanlage

    Aus dem Inhalt:

  • 49

    Wenn nur geprüft werden soll, ob überhaupt Spannung (V)anliegt, eignet sich hierzu eine einfache Prüflampe –A–. Diesgilt allerdings nur für Stromkreise, in denen sich keine elek-tronischen Bauteile befinden. Denn Elektronikteile reagierenäußerst empfindlich auf zu hohe Ströme. Unter Umständenkönnen sie bereits durch Anschließen einer Prüflampe zer-stört werden. Achtung: Bei der Prüfung elektronischer Bau-teile (Transistoren, Dioden, und Steuergeräte) ist ein hoch-ohmiger Spannungsprüfer –B– erforderlich. Er arbeitet wieeine Prüflampe, jedoch ohne daß elektronische Bauteile ge-schädigt werden, und eignet sich für sämtliche Prüfarbeiten.

    Meßtechnik

    Spannung messen

    Spannung kann schon mit einer einfachen Prüflampe odereinem Spannungsprüfer nachgewiesen werden. Allerdingserkennt man dann nur, ob überhaupt Spannung anliegt. Umdie Höhe der anliegenden Spannung zu prüfen, muß einVoltmeter (Spannungs-Meßgerät) angeschlossen werden.

    Zunächst ist beim Voltmeter der Meßbereich einzustellen, indem sich die zu messende Spannung voraussichtlich befin-det. Spannungen am Fahrzeug sind in der Regel nicht höherals ca. 14 Volt. Eine Ausnahme bildet die Zündanlage; hierkann die Zündspannung bis zu 30.000 Volt betragen. Diesehohe Spannung ist nur mit einem speziellen Meßgerät odereinem Oszilloskop meßbar.

    Während man bei Meßgeräten, die speziell auf das Auto ab-gestimmt sind, am Wählschalter nur das Voltmeter einschal-ten muß, sind bei einem allgemeinen Vielfachmeßgerät ersteine Reihe von Entscheidungen zu fällen. Zunächst wird mitdem Wählschalter der Bereich Gleichspannung (DCV im Ge-gensatz zu ACV = Wechselspannung) eingestellt. Dann wirdder Meßbereich gewählt. Da beim Auto außer an der Zünd-anlage keine höheren Spannungen als ca. 14 Volt auftreten,sollte die Obergrenze des einzustellenden Meßbereiches et-was höher liegen (ca. 15 bis 20 Volt). Falls sicher ist, daß diegemessene Spannung wesentlich niedriger ist, zum Beispielim Bereich von 2 Volt, kann der Meßbereich herunterge-schaltet werden, um eine größere Anzeigegenauigkeit zu er-reichen. Liegen höhere Spannungen an, als sie vom Meßbe-reich des Gerätes erfaßt werden, kann das Meßgerät zer-stört werden.

    Die Kabel des Meßgerätes entsprechend der Zeichnung par-allel zum Verbraucher anschließen. Dabei wird das roteMeßkabel an die vom Batterie-Pluspol kommende Leitungangelegt, das schwarze Meßkabel an die Masse-Leitungoder an Fahrzeugmasse, wie zum Beispiel den Motorblock.

    Prüfbeispiel: Wenn der Motor nicht richtig anspringt, weilder Anlasser zu langsam dreht, ist es zweckmäßig, die Bat-teriespannung zu prüfen, während der Anlasser betätigt wird.Dazu das Voltmeter mit dem roten Kabel (+) an den Batterie-Pluspol und mit dem schwarzen Kabel an Fahrzeugmasse(–) anklemmen. Anschließend durch einen Helfer den Anlas-ser betätigen lassen und den Spannungswert ablesen. Liegtdie Spannung unter ca. 10 Volt (bei einer Batterie-Tempera-tur von +20°C), muß die Batterie überprüft und eventuell vorden nächsten Startversuchen geladen werden.

    Stromstärke messen

    Am Auto ist es relativ selten erforderlich, die Stromstärke zumessen. Beispiel, siehe Kapitel »Batterie entlädt sich selb-ständig«. Benötigt wird hierzu ein Amperemeter, welchesebenfalls in einem Vielfachmeßgerät integriert ist.

    Vor der Strommessung wird das Meßgerät auf den Meßbe-reich eingestellt, in dem sich die zu messende Stromstärkevoraussichtlich befindet. Falls das nicht bekannt ist, höchstenMeßbereich einstellen und, falls keine Anzeige erfolgt, nach-einander in die nächstniedrigeren Meßbereiche schalten, bisman eine ablesbare Anzeige der Stromstärke erhält.

    Für die Messung der Stromstärke muß der Stromkreis aufge-trennt werden, das Meßgerät (Amperemeter) wird dazwi-

  • 50

    schengeschaltet. Dazu wird beispielsweise der Stecker ab-gezogen und das rote Kabel (+) des Amperemeters an diestromführende Leitung angeschlossen. Das schwarze Kabel(–) wird an den Kontakt angelegt, an dem normalerweise dieunterbrochene Leitung angeschlossen ist. Die Massekontak-te zwischen Verbraucher und Stecker müssen dann mit ei-nem Hilfskabel verbunden werden.

    Achtung: Keinesfalls sollte mit einem normalen Ampereme-ter die Stromstärke in der Leitung zum Anlasser (ca. 150 A)oder zu den Glühkerzen beim Dieselmotor (bis 60 A) gemes-sen werden. Durch die hierbei auftretenden hohen Strömekann das Meßgerät zerstört werden. Die Werkstatt benutztfür diese Messungen ein Amperemeter mit Gleichstromzan-ge. Dabei wird eine Stromzange über das isolierte Stromka-bel geklemmt und der Stromwert durch Induktion gemessen.

    Widerstand messen

    Vor der Prüfung des Widerstandes ist grundsätzlich sicher-zustellen, daß am Bauteil, an welches das Ohmmeter ange-schlossen wird, keine Spannung anliegt. Also immer vorherStecker abziehen, Zündung ausschalten, Leitung bezie-hungsweise Aggregat ausbauen oder Batterie abklemmen.Andernfalls kann das Meßgerät beschädigt werden.

    Das Ohmmeter wird an die 2 Anschlüsse eines Verbrauchersoder an die 2 Enden einer elektrischen Leitung angeschlos-sen. Dabei spielt es keine Rolle, welches Kabel (+/–) desMeßgerätes an welchen Kontakt angeklemmt wird. Ausnah-me: Widerstandsmessungen an Bauteilen, die Dioden ent-halten. Um eine Diode auf Durchgang zu prüfen, muß sie inDurchlaßrichtung an das Ohmmeter angeschlossen werden.

    Die Widerstandsmessung am Auto erstreckt sich weitgehendauf 2 Bereiche:

    1. Kontrolle eines in den Stromkreis integrierten Widerstan-des oder Bauteils.

    2. »Durchgangsprüfung« einer elektrischen Leitung, einesSchalters oder einer Heizwendel. Dabei wird geprüft, ob eineelektrische Leitung im Fahrzeug unterbrochen ist und deshalbdas angeschlossene elektrische Gerät nicht funktionierenkann. Zur Messung wird das Ohmmeter an die beiden Endender betreffenden elektrischen Leitung angeschlossen. Beträgtder Widerstand 0 Ω, dann ist »Durchgang« vorhanden. Dasheißt, die elektrische Leitung ist in Ordnung. Bei unterbroche-ner Leitung zeigt das Meßgerät ∞ (unendlich) Ω an.

    Elektrisches Zubehör nachträglicheinbauen

    Kabel, die beim Einbau von Zubehör zusätzlich zu dem seri-enmäßig eingebauten Kabelsatz im Fahrzeug verlegt werdenmüssen, sind nach Möglichkeit immer entlang der einzelnenKabelstränge unter Verwendung der vorhandenen Kabel-schellen und Gummitüllen zu verlegen.

    Falls erforderlich, sind die neu verlegten Kabel, um Geräu-schen während der Fahrt vorzubeugen und das Scheuernvon Kabeln zu vermeiden, mit Isolierband, plastischer Mas-se, Kabelbändern und dergleichen zusätzlich zu befestigen.Hierbei ist besonders darauf zu achten, daß zwischen denBremsleitungen und den festverlegten Kabeln ein Mindestab-stand von 10 mm sowie zwischen den Bremsleitungen undden Kabeln, die mit dem Motor oder anderen Teilen desFahrzeuges schwingen, ein Mindestabstand von 25 mm vor-liegt.

    Beim Bohren von Karosserie-Löchern müssen die Lochrän-der anschließend entgratet, grundiert und lackiert werden.Die beim Bohren zwangsläufig anfallenden Späne sind rest-los aus der Karosserie zu entfernen.

    Bei allen Einbauarbeiten, die das elektrische Leitungssystemberühren, ist, um der Gefahr von Kurzschlüssen im elektri-schen Leitungssystem vorzubeugen, grundsätzlich das Mas-sekabel (–) von der Fahrzeugbatterie abzuklemmen und zurSeite zu hängen.

    Achtung: Wird die Batterie abgeklemmt, werden unter Um-ständen der Fehlerspeicher für Motor- und Getriebesteue-rung, Antiblockiersystem sowie andere elektrische Gerätewie zum Beispiel das Radio und die Zeituhr stillgelegt, bezie-hungsweise Speicherwerte gelöscht. Spezielle Hinweise zudiesem Thema stehen im Kapitel »Batterie-Ausbau«.

    Sofern zusätzliche elektrische Verbraucher eingebaut wer-den, ist in jedem Fall zu überprüfen, ob die erhöhte Belas-tung noch von dem vorhandenen Drehstromgenerator mitübernommen werden kann. Falls erforderlich, sollte ein Ge-nerator mit größerer Leistung vorgesehen werden.

  • 63

    Batterie prüfen

    Wartungsarme BatterieFahrzeuge mit »Longlife-Service«-System sind mit einer war-tungsarmen Blei-Calcium-Batterie ausgerüstet. Diese Batte-rie ist am »magischen Auge« an der Batterieoberseite er-kennbar. Das Batteriegehäuse ist schwarz oder weiß.

    Das »magische Auge« ist eine optische Statusanzeige. An-hand der angezeigten Farbe können Aussagen über Säure-stand und Ladezustand getroffen werden.

    Achtung: Luftblasen im »magischen Auge« können die An-zeige verfälschen. Gegebenenfalls vorsichtig auf das »magi-sche Auge« klopfen. Der Säurestand einer wartungsarmenBatterie kann aber auch von außen, anhand der max- undmin-Markierung abgelesen werden. Ausnahme: Batterien mitschwarzem Gehäuse.

    Anzeige grün: Batterie ist ausreichend geladen. Säurestandin Ordnung.

    Anzeige schwarz: Keine beziehungsweise zu geringe La-dung der Batterie.

    Anzeige farblos/gelb: Kritischer Säurezustand erreicht. Un-bedingt destilliertes Wasser nachfüllen. Anschließend Bela-stungsprüfung der Batterie durchführen.

    Achung: Batterien ohne Zellverschlusstopfen, bei den dasmagische Auge farblos oder hellgelb anzeigt, dürfen nichtgeprüft oder geladen werden. Es darf auch keine Starthilfegegeben werden. Beim Prüfen, Laden oder Starthilfe be-steht Explosionsgefahr!

    Hinweis: Wenn die Batterie bereits älter als 5 Jahre ist, dannempfiehlt es sich die Batterie zu ersetzen, insbesondere vorder kalten Jahreszeit.

    Herkömmliche Batterie

    Säurestand prüfen

    ● Der Säurestand muß in den einzelnen Zellen zwischen dermin- und der max-Marke liegen. Gegebenenfalls Batterie-stopfen ausschrauben und destilliertes Wasser nachfüllen.

    Hinweis: Läßt sich der sich der Säurestand von außen nichterkennen, Batteriestopfen herausschrauben. Der Säurestandmuß am Kunststoffsteg der inneren Säurestandmarkierungliegen. Das entspricht der äußeren max-Markierung.

    max

    min

    B1J-080D

    Spannung prüfen

    Der Batterie-Zustand wird durch Messen der Spannung miteinem Voltmeter zwischen den Batteriepolen überprüft.

    ● Batteriepole abklemmen, siehe Seite 61.

    ● Vor der Prüfung muß die Batterie mindestens 2 Stundenabgeklemmt sein.

    ● Voltmeter an die Batteriepole anschließen und Spannungmessen.

    ● Beurteilung des Spannungsmeßwertes:12,5 Volt oder darüber = Batterie in gutem Zustand12,4 Volt oder darunter = Batterie in schlechtem Zustand,

    Batterie laden oder ersetzen

    ● Batterie-Massekabel (–) anklemmen. Achtung: Hoch-/Tieflaufautomatik für elektrische Fensterheber aktivierensowie Zeituhr stellen und Radiocode eingeben, siehe Ka-pitel »Batterie aus- und einbauen«.

    Batterie unter Belastung prüfen

    ● Voltmeter an den Polen der Batterie anschließen.

    ● Motor starten und Spannung ablesen.

    ● Während des Startvorganges darf bei einer vollen Batte-rie die Spannung nicht unter 10 Volt (bei einer Säuretem-peratur von ca. +20° C) abfallen.

    ● Bricht die Spannung sofort zusammen und wurde in denZellen eine unterschiedliche Säuredichte festgestellt, soist auf eine defekte Batterie zu schließen.

    Säuredichte prüfen

    Die Säuredichte ergibt in Verbindung mit der Spannungs-messung genauen Aufschluß über den Ladezustand der Bat-terie.

    Zur Prüfung der Säuredichte dient ein Säureheber, der rechtpreiswert in Fachgeschäften angeboten wird.

    Die Temperatur der Batteriesäure muß für die Prüfung min-destens +10° C betragen.

    ● Zündung ausschalten.

  • 64

    ● Sämtliche Verschlußstopfen aus den Batteriezellen he-rausschrauben. Falls vorhanden, vorher Deckelleiste mitSchraubendreher abhebeln.

    ● Säureheber in eine der Batteriezellen eintauchen und so-viel Säure ansaugen, bis der Schwimmer frei in der Säu-re schwimmt. Je größer das spezifische Gewicht (Säure-dichte) der angesaugten Batteriesäure ist, desto mehrtaucht der Schwimmer auf. An der Skala kann man dieSäuredichte in spezifischem Gewicht (g/ml) oder Baumé-grad (+°Bé) ablesen.

    ● Die Säuredichte muß mindestens 1,24 g/ml betragen. Istdie Säuredichte zu gering, Batterie laden.

    N27-0081

    SX-5413

    ● Nacheinander jede Batteriezelle prüfen, alle Zellen müs-sen die gleiche Säuredichte (maximale Differenz 0,04g/ml) haben. Sonst kann auf eine defekte Batterie ge-schlossen werden.

    Batterie laden

    Zum Laden der Batterie mit einem Normal- oder Schnell-ladegerät Batterie ausbauen. Zumindest aber Massekabel(–) sowie Pluskabel (+) abklemmen.

    Mit einem Kleinladegerät (geringe Stromstärke) kann dieBatterie auch in eingebautem Zustand geladen werden. DieAnschlußkabel für das Bordnetz brauchen dazu normaler-weise nicht abgenommen zu werden. Allerdings sind unbe-dingt die Angaben des Ladegeräteherstellers zu beachten.

    Beim Laden muß die Batterie eine Temperatur von mindes-tens +10° C aufweisen.

    Laden

    ● Batterie ausbauen.

    ● Säurestand prüfen, gegebenenfalls destilliertes Wassernachfüllen, siehe entsprechendes Kapitel.

    ● Batterie nur in gut belüftetem Raum oder im Freien laden.Beim Laden der eingebauten Batterie Motorhaube geöff-net lassen.

    ● Sicherstellen, daß der Entgasungsschlauch der Batterienicht abgeklemmt ist beziehungsweise der Entgasungs-stutzen nicht verstopft ist.

    Sicherheitshinweise:

    Vor dem Laden der Batterie Sicherheitshinweise imKapitel »Batterie aus- und einbauen« durchlesen.

    ■ Batterie nicht bei laufendem Motor abklemmen.

    ■ Batterie niemals kurzschließen, das heißt Plus- (+)und Minuspol (–) dürfen nicht verbunden werden. BeiKurzschluß erhitzt sich die Batterie und kann platzen.

    ■ Wenn bei einer Batterie ohne Zellverschlussstopfendas magische Auge farblos oder hellgelb anzeigt,darf die Batterie nicht geladen werden. Explosions-gefahr!

    ■ Nicht mit offener Flamme in Batterie leuchten. Batte-riesäure ist ätzend und darf nicht in die Augen, aufdie Haut oder die Kleidung gelangen, gegebenenfallsmit viel Wasser abspülen.

    ■ Die Batteriestopfen (kreuzförmige Schlitze) bleibenbei einer modernen Batterie mit Zentralentgasungbeim Laden fest eingeschraubt.

    ■ Gefrorene Batterie vor dem Laden auftauen. Einegeladene Batterie friert bei ca. –65° C, eine halbent-ladene bei ca. –30° C und eine entladene bei ca.–12° C. Aufgetaute Batterie vor dem Laden aufGehäuserisse prüfen, gegebenenfalls ersetzen.

    Ladezustand +°Bé g/ml

    entladen 16 1,15

    halb entladen 24 1,22

    gut geladen 30 1,28

  • 73

    Störungsdiagnose Anlasser

    Wenn ein Anlasser nicht durchdreht, ist zunächst zu prüfen,ob beim Starten des Motors an der Klemme 50 des Magnet-schalters die zum Einziehen benötigte Spannung von min-destens 10 Volt vorhanden ist. Liegt die Spannung unterdem genannten Wert, dann müssen die Leitungen, die zumAnlasserstromkreis gehören, nach dem Stromlaufplan über-prüft werden. Ob der Anlasser bei voller Batteriespannungeinzieht, kann folgendermaßen geprüft werden:

    Prüfvoraussetzung: Leitungsanschlüsse müssen festsitzenund dürfen nicht oxydiert sein.

    ● Fahrzeug aufbocken. Keinen Gang einlegen, Zündungeingeschaltet.

    ● Mit einer Leitung (Querschnitt mindestens 4 mm2) dieKlemmen 30 und 50 am Anlasser überbrücken, sieheauch Stromlaufplan.

    Spurt der Anlasser dabei einwandfrei ein, so liegt der Fehlerin der Leitungsführung vom Zündschloß zum Anlasser.Wenn der Anlasser nicht einspurt, Anlasser in ausgebautemZustand überprüfen.

    Störung Ursache Abhilfe

    Batterie entladen. ■ Batterie laden.

    Klemmen 30 und 50 am Anlasser über- ■ Unterbrechung beseitigen, defekte Teilebrücken: Anlasser läuft an. Leitung 50 ersetzen.zum Zündanlaßschalter unterbrochen,Anlaßschalter defekt.

    Kabel oder Masseanschluß ist unterbrochen, ■ Batteriekabel und Anschlüsse prüfen.oder die Batterie ist entladen. Spannung der Batterie messen, ggf. laden.

    Ungenügender Stromdurchgang infolge ■ Batteriepole und -klemmen reinigen.lockerer oder oxydierter Anschlüsse. Stromsichere Verbindungen zwischen

    Batterie, Anlasser und Masse herstellen.

    Keine Spannung an Klemme 50 ■ Leitung unterbrochen.(Magnetschalter). Zündanlaßschalter defekt.

    Batterie entladen. ■ Batterie laden.

    Ungenügender Stromdurchgang infolge ■ Batteriepole und -klemmen und Anschlüsselockerer oder oxydierter Anschlüsse. am Anlasser reinigen, Anschlüsse festziehen.

    Kohlebürsten liegen nicht auf dem Kollektor ■ Kohlebürsten überprüfen, reinigen bzw.auf, klemmen in ihren Führungen, sind abge- auswechseln. Führungen prüfen.nutzt, gebrochen, verölt oder verschmutzt.

    Ungenügender Abstand zwischen ■ Kohlebürsten ersetzen und Führungen fürKohlebürsten und Kollektor. Kohlebürsten reinigen.

    Kollektor riefig oder verbrannt und ■ Kollektor abdrehen oder Anker ersetzen.verschmutzt.

    Spannung an Klemme 50 fehlt ■ Zündanlaßschalter oder Magnetschalter(mind. 10 Volt). überprüfen.

    Magnetschalter defekt. ■ Schalter auswechseln.

    Ritzelgetriebe defekt. ■ Ritzelgetriebe ersetzen.

    Ritzel verschmutzt. ■ Ritzel reinigen.

    Zahnkranz am Schwungrad defekt. ■ Zahnkranz nacharbeiten, falls erforderlich,Schwungrad erneuern.

    Ritzelgetriebe spurt nicht aus. Ritzelgetriebe oder Steilgewinde ver- ■ Ritzelgetriebe reinigen, ggf. ersetzen.schmutzt bzw. beschädigt.

    Magnetschalter defekt. ■ Magnetschalter ersetzen.

    Rückzugfeder schwach oder gebrochen. ■ Rückzugfeder erneuern.

    Magnetschalter hängt, schaltet nicht ab. ■ Zündung sofort ausschalten, Magnetschalterersetzen.

    Zündschloß schaltet nicht ab. ■ Sofort Batterie abklemmen,Zündschloß ersetzen.

    Anlasser läuft weiter, nach-dem der Zündschlüssel los-gelassen wurde.

    Anlasser spurt ein und ziehtan, Motor dreht nicht odernur ruckweise.

    Anlasser dreht sich zulangsam und zieht denMotor nicht durch.

    Anlasser dreht sich nichtbeim Betätigen desZündanlaßschalters.

  • 167

    ● Automatikgetriebe: Motor durchdrehen bis die OT-Mar-kierung –O– links im Fenster des Wandlergehäusessteht, siehe Abbildung. Der Kolben des 1. Zylinders stehtdann im oberen Totpunkt (OT).

    ● 68-PS-Motor: Ansaugrohr ausbauen, siehe Seite 178.

    ● Oberen Zahnriemenschutz und Zylinderkopfdeckel aus-bauen, siehe Abbildung auf Seite 166.

    ● Laufrichtung auf dem Zahnriemen mit Filz- oder Fettstiftdurch einen Pfeil kennzeichnen. Der Motor dreht, von derrechten Fahrzeugseite aus gesehen rechtsherum, also imUhrzeigersinn.

    ● Unterdruckpumpe für Bremskraftverstärker am Zylinder-kopf abschrauben, siehe Seite 174.

    ● Ausgleichbehälter für Kühlmittel und Nachfüllbehälter fürServolenkung abschrauben –Pfeile– und mit angeschlos-senen Leitungen zur Seite legen.

    A13-0087

    A13-0043

    Zahnriemen aus- und einbauen/ spannen68-/90-/110-PS-Motor

    Der Zahnriementrieb ist mit einer automatisch arbeitendenSpannrolle ausgestattet, welche die Zahnriemenspannungimmer konstant hält. Dadurch werden Lebensdauer undLaufruhe des Zahnriemens erhöht.

    Ausbau

    ● Keilrippenriemen ausbauen, siehe Seite 179.

    ● Rechten Scheinwerfer ausbauen, siehe Seite 91.

    ● 90-/110-PS-Motor: Verbindungsrohr zwischen Ladeluft-kühler und Ansaugrohr ausbauen. Dazu Schlauchschel-len lösen.

    Kurbelwelle auf OT für Zylinder 1 stellen

    ● Motor-Kurbelwelle drehen, bis sich die Kurbelwelle in OT-Stellung für Zylinder 1 befindet.

    ● Das Durchdrehen der Kurbelwelle kann auf mehrere Ar-ten erfolgen:1. Fahrzeug seitlich vorn aufbocken. Fünften Gang einle-

    gen, Handbremse anziehen. Angehobenes Vorderradvon Hand durchdrehen. Dadurch dreht sich auch dieMotor-Kurbelwelle. Zum Drehen des Rades wird eineHilfsperson benötigt.

    2. Fahrzeug auf ebene Fläche stellen. Fünften Gang ein-legen. Fahrzeug vor- oder zurückschieben.

    3. Getriebe in Leerlaufstellung schalten, Handbremse an-ziehen. Kurbelwelle an der Zentralschraube der Rie-menscheibe durchdrehen.

    Achtung: Motor nicht an der Befestigungsschraube desNockenwellenrades durchdrehen. Dadurch wird der Zahnrie-men überbeansprucht.

    ● Schaltgetriebe: Falls vorhanden, Kunststoff-Abdeckkap-pe aus der Bohrung in der Kupplungsglocke herauszie-hen. Motor durchdrehen bis die OT-Markierung –O– amSchwungrad genau mit der Bezugsmarke fluchtet –Pfeil–.Der Kolben des 1. Zylinders steht dann im oberen Tot-punkt (OT). Abbildung –A– zeigt den Motor AGP/AQM,Abbildung –B– die Motoren AGR/AHF/ALH/ASV.

    0

    A B

    N13-0049

  • 168

    ● Motor steht in OT-Stellung. In dieser Stellung läßt sichdas Einstellineal 3418 in den Schlitz der Nockenwelleeinsetzen. Das Einstellineal verhindert, daß sich dieNockenwelle verdrehen kann. Falls erforderlich, kann dasEinstellineal auch selbst angefertigt werden, siehe Abbil-dung V-10124 auf Seite 166.

    ● Einstellineal parallel zum Zylinderkopf ausrichten(ausmitteln): Dazu Motor an der Kurbelwelle etwas ver-drehen, bis ein Ende des Einstellineals am Zylinderkopfanschlägt. Am anderen Ende des Einstellineals mitFühlerblattlehre das entstandene Spiel messen. Fühler-blattlehre mit halbiertem Spielmaß zwischen Einstellinealund Zylinderkopf einschieben. Motor nun so drehen, bisdas Einstellineal auf der Fühlerblattlehre aufliegt. ZweiteFühlerblattlehre mit dem gleichen Maß am anderen Endezwischen Einstellineal und Zylinderkopf einführen, sieheAbbildung.

    ● Jetzt muß der Absteckdorn VW-3359 in die Bohrung derNabe für Einspritzpumpenrad und Einspritzpumpenhalterpassen. Durch den Absteckdorn wird das Einspritzpum-penrad arretiert. Der Dorn muß sich soweit einsteckenlassen, bis die Bohrung –Pfeil– ca. 3 mm vor der Nabeder Einspritzpumpe steht. Hinweis: Anstelle des VW-Dorns kann auch ein anderer Dorn ∅ 6 mm genommenwerden, beispielsweise ein Bohrerschaft.

    3359

    21

    1

    N13-0272

    3418

    A23-0041

    ● Schrauben –1– für Einspritzpumpenrad nacheinanderausschrauben und neue Schrauben handfest einschrau-ben. Nicht alle Schrauben gleichzeitig lösen, sonst ver-stellt sich das Einspritzpumpenrad. Achtung: Die Zen-tralschraube –2– an der Pumpennabe darf nicht gelöstwerden, da sonst die Pumpe verstellt wird. Sie kann dannmit Werkstattmitteln nicht mehr eingestellt werden.

    ● Da das rechte Motorlager gelöst wird, Motor mit Abfang-vorrichtung VW-10-222A und 10-222A/1 abfangen. Ab-fangvorrichtung auf die Kotflügelverschraubung aufset-zen und Zughaken in die Aufnahmeösen des Motors ein-hängen. Achtung: Steht das VW-Werkzeug nicht zurVerfügung, Werkstattwagenheber mit breiter Holzauflageunter die Ölwanne fahren und Motor leicht vorspannen.

    ● Riemenscheibe (Schwingungsdämpfer) mit 4 Innen-sechskantschrauben von der Kurbelwelle abschrauben.Dabei an der Zentralschraube gegenhalten, sie wird nichtgelöst.

    ● Untere und mittlere Zahnriemenabdeckung abschrauben.

    A13-0009

    10-222 A

    10-222 A/1

    A37-0197

  • 175

    Zylinderkopf aus- und einbauen68-/90-/110-PS-Motor

    Zylinderkopf nur bei abgekühltem Motor (Raumtemperatur)ausbauen. Abgaskrümmer und Ansaugkrümmer bleiben an-geschlossen. Der Zylinderkopf kann bei eingebautem Motoraus- und eingebaut werden.

    Eine defekte Zylinderkopfdichtung ist an einem oder mehre-ren der folgenden Merkmale erkennbar:

    ■ Leistungsverlust.

    ■ Kühlflüssigkeitsverlust. Weiße Abgaswolken bei warmemMotor.

    ■ Ölverlust.

    ■ Kühlflüssigkeit im Motoröl, Ölstand nimmt nicht ab, son-dern zu. Graue Farbe des Motoröls, Schaumbläschen amÖlmeßstab, Öl dünnflüssig.

    ■ Motoröl in der Kühlflüssigkeit.

    ■ Kühlflüssigkeit sprudelt stark.

    ■ Keine Kompression auf 2 benachbarten Zylindern.

    Ausbau

    ● Der Motor darf höchstens handwarm sein, andernfalls ab-kühlen lassen.

    ● Batterie-Massekabel (–) bei ausgeschalteter Zündung ab-klemmen. Achtung: Dadurch werden elektronische Spei-cher gelöscht, wie zum Beispiel der Radiocode. OhneCode kann das Radio nur vom Radiohersteller freige-schaltet werden, beziehungsweise beim VW-Radio voneiner VW-Werkstatt. Deshalb Hinweise im Kapitel »Batte-rie aus- und einbauen« durchlesen.

    ● 68-PS-Motor: Ansaugrohr ausbauen, siehe Seite 178.

    ● 90-/110-PS-Motor: Verbindungsrohr zwischen Ladeluft-kühler und Ansaugrohr ausbauen. Dazu Schlauchschel-len lösen.

    ● Kühlmittel ablassen, siehe Seite 189.

    ● Kühlmittelstutzen vorn und links am Zylinderkopf ab-schrauben und mit angeschlossenen Schläuchen zur Sei-te legen.

    ● Elektrische Leitung vom 0,3-bar-Öldruckschalter links amZylinderkopf abziehen.

    ● Elektrischen Anschluß von den Glühkerzen abschrauben.Glühkerzen ausbauen, siehe Seite 202.

    ● Einspritzleitungen an den Anschlüssen der Pumpe undden Einspritzdüsen mit Kaltreiniger reinigen und ab-schrauben. Öffnungen mit entsprechenden Kappen ver-schließen, damit kein Schmutz in die Leitungen eindrin-gen kann. Achtung: Biegeform der Leitungen nicht ver-ändern.

    ● Einspritzdüsen ausbauen, siehe Seite 205.

    ● Schlauch für Kurbelgehäuseentlüftung am Saugrohr ab-ziehen, vorher Schelle lösen. Schlauch am Kurbelgehäu-se abziehen, vorher Halteklammer seitlich mit Schrau-bendreher herausziehen. Dichtring aus der Bohrung he-rausnehmen.

    ● Fahrzeug aufbocken.

    ● Abgasrohr am Abgaskrümmer beziehungsweise am Tur-bolader abschrauben. Abgasanlage etwas absenken undmit Draht aufhängen, siehe auch Seite 215.

    ● Obere Zahnriemenabdeckung ausbauen, siehe Seite166.

    ● Zahnriemen entspannen und oben von der Nockenwelleabnehmen, siehe Seite 167.

    ● Nockenwellenrad ausbauen, siehe Seite 167.

    ● Befestigungsschrauben für hinteren Zahnriemenschutzherausdrehen.

    ● Zylinderkopfdeckel abschrauben, siehe Abbildung N15-0062.

    ● Für die Zylinderkopfschrauben wird ein Innenvielzahn-schlüssel (z. B. HAZET 990 Slg-12) benötigt. Zylinder-kopfschrauben in der angegebenen Reihenfolgezunächst 1⁄2 Umdrehung lösen und dann in derselbenReihenfolge ganz herausdrehen.

    ● Prüfen, ob sämtliche Leitungen und Schläuche, die zumZylinderkopf führen, abgezogen sind.

    ● Zylinderkopf abheben und auf zwei Holzleisten legen.Dabei hintere Zahnriemenabdeckung etwas zurück-drücken.

    Achtung: Nockenwelle bei ausgebautem Zylinderkopf nichtverdrehen. Sonst können beim Einbau die Ventile auf denKolben aufsetzen. Nockenwelle steht in OT-Stellung. DieOT-Stellung ist daran erkennbar, daß die beiden Nocken fürZylinder 1 (Zahnriemenseite) gleichmäßig nach oben zeigen.Das Einstellineal ist eingesetzt, siehe Kapitel »Zahnriemenaus- und einbauen«.

    ● Zylinderkopfdichtung abnehmen.

    N15-0026

    1 7 9 5 3

    104 6 8 2

  • 176

    Einbau

    ● Vor dem Einbau Zylinderkopf und Motorblock mit geeig-netem Schaber vorsichtig von Dichtungsresten freima-chen. Darauf achten, daß kein Schmutz in die Motor-block-Öffnungen fällt. Bohrungen mit Lappen ver-schließen.

    Achtung: Bei Verwendung des Schabers dürfen keine lang-gezogenen Riefen oder Kratzer entstehen. Falls Schleifpa-pier verwendet wird, darf die Körnung nicht unter 100 liegen.

    ● Prüfen, ob die Bohrungen für die Zylinderkopfschraubenfrei von Öl sind, gegebenenfalls Öl entfernen. Dazu einensauberen Lappen in die Bohrungen einführen und Öl auf-saugen. Achtung: Verbleibt Öl in den Bohrungen, kannbeim Anziehen der Schrauben der Motorblock beschädigtwerden.

    Achtung: Falls der Zylinderkopf ersetzt wird, darauf achten,daß die mitgelieferten Plastikunterlagen zum Schutz der offe-nen Ventile erst unmittelbar vor dem Aufsetzen des Zylinder-kopfes entfernt werden.

    ● Zylinderkopf mit Stahllineal auf Verzug prüfen.

    ● Verzug mit Stahllineal und Fühlerblattlehre an verschie-denen Stellen des Zylinderkopfes prüfen. Die zulässigenUnebenheiten dürfen maximal 0,1 mm nicht überschrei-ten.

    Achtung: Der Diesel-Zylinderkopf darf nicht nachgearbeitetwerden.

    V15-0673

    ● Zylinderkopfdichtung grundsätzlich ersetzen. Je nachKolbenüberstand werden in der Dicke unterschiedlicheZylinderkopfdichtungen eingebaut. Beim Ersetzen derDichtung Kennzeichnung beachten und nur eine neueDichtung gleicher Kennzeichnung einbauen. Pfeil –1–:Ersatzteil-Nummer, Pfeil –2–: Steuercode (nicht beach-ten), Pfeil –3–: = Kennzeichnung (Löcher).

    ● Wenn neue Kolben eingebaut werden, Kolbenüberstandprüfen und entsprechend andere Dichtung verwenden(Werkstattarbeit).

    ● Zylinderkopfdichtung sorgfältig behandeln. Beschädigun-gen der Silikonschicht und im Sickenbereich führen zuUndichtigkeiten. Neue Dichtung erst unmittelbar vor demEinbau aus der Verpackung nehmen.

    ● Zum Zentrieren der Zylinderkopfdichtung und des Zylin-derkopfes Führungsbolzen VW-3070/9 mit Bolzendreher3070 in die äußeren Bohrungen der Zylinderkopfschrau-ben an der Ansaugseite einschrauben. Hinweis: Falls dieFührungsbolzen nicht zur Verfügung stehen, könnenstattdessen auch 2 alte Zylinderkopfschrauben mit abge-sägten Köpfen verwendet werden. Zum späteren Heraus-drehen empfiehlt es sich, oben jeweils eine Nut für denSchraubendreher einzusägen. Es kann auch das HAZET-Werkzeug 2570/5 verwendet werden.

    3070

    3070/9

    A15-0108

    TOP 038 383 G

    1

    2 3 A15-0105