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  • 2Farbmanagement fr Fotografen | Ach so digitale Farbe verstehen | 2

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    Farbmanagement fr Fotografen | Klick! Kalibriert fotografieren | 2

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    Farbmanagement fr Fotografen | erstmal ... Monitor kalibrieren | 2

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    Farbmanagement fr Fotografen | ... aber dann! Monitor feinjustieren | 2

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    Farbmanagement fr Fotografen | vorzeigen Farbecht ausdrucken | 2

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    Farbmanagement fr Fotografen | echt? Softproof & Medien | 2

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    Spyder eBook Geballtes Wissen fr Ihr Farbmanagement

    Kapitel 1 Kapitel 2 Kapitel 3

    Kapitel 4 Kapitel 5 Kapitel 6

    Copyright 2012 Datacolor. All rights reserved.

  • IMPRESSUMDOCMA - Doc Baumanns Magazin fr professionelle BildbearbeitungChristoph Knne, Chefredakteurwww.docma.info

    Datacolor AGOliver Mews Imaging Color Solutions EMEAhttp://spyder.datacolor.com

    Spyder eBook Geballtes Wissen fr Ihr Farbmanagement

    Copyright 2012 Datacolor. All rights reserved.

  • Kapitel 1: Ach so Digitale Farbe verstehen

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    Farbmanagement fr Fotografen | Ach so digitale Farbe verstehen | 2

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    Ein Wort vorab 4

    Die Farbmess-Hardware 6Was tun ICC-Profile genau? 10Rahmenbedingungen 10Hintergrund 12ICC in der Praxis 14Farbmodell 14Farbraum 14Farbprofil 16

    Fotos im Raw-Format 18Raw-Daten 18Vom Bild zum Workflow 20Nutzen fr Fotografen 22Nutzen fr Kreative 22Problemzonen 24DNG (Digital NeGativ) 24

  • 2Farbmanagement fr Fotografen | Ach so digitale Farbe verstehen | 2

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  • 4Farbmanagement fr Fotografen | Ach so digitale Farbe verstehen | 4

    5Ein Wort vorab

    Hochwertige Digitalfotografie mit Raw-Dateien ist lngst keine komplexe Wis-senschaft mehr, sondern fast schon kin-derleicht geworden: Ein Foto wird gleich nach der Belichtung auf dem Kamera-display geprft und landet zur Entwick-lung auf dem Bearbeitungscomputer. Dort kann man es retuschieren, archi-vieren und ausdrucken. Selbst fr den Techniklaien funktionieren diese Ablufe heutzutage nach einer relativ kurzen Ein-arbeitungsphase recht gut.

    Was dagegen oft auch beim Profi nicht richtig gut funktioniert, ist die einheit-liche Darstellung der Farben.

    Frher machte man ein Bild, lie den Film entwickeln und bekam einen Abzug zurck. Wenn die Farben nicht stimmten, hatte es kaum jemand bemerkt. Wenn

    treiber die Daten um. Aus Lichtfar-ben werden Druckfarben. Schlielich belichtet der Drucker das Papier nicht, sondern er betrpfelt es mit 4 bis 11 Tintenfarbtnen.

    Wer jemals versucht hat, mit dem Tuschkasten einen exakten Farbton anzumischen, kann sich eine ungefhre Vorstellung davon machen, wie schwie-rig es ist, mit dem Auge wahrgenom-mene RGB-Farben in stoffliche Farben umzusetzen. Viele Amateure knnen mit den Farb unterschieden eines gar nicht oder eines schlecht kalibrierten Systems durchaus glcklich leben. Ambitionierte Fotografen sowie Profis wollen das nicht.

    Was Sie wissen mssen, um die Kon-trolle ber Ihre digitalen Farben zu erhal-ten, erfahren Sie in dieser Artikel-Serie.

    doch, gab es nur die Mglichkeit, sie durch einen teureren Abzug im Fachla-bor korrigieren zu lassen.

    Dass man heute alle Arbeitsablufe in der digitalen Hellkammer auf dem eigenen Schreibtisch abwickelt, hat aber nicht nur Vorteile. Man muss sich nun auch selbst mit den technischen Proble-men befassen, die zwischen Aufnahme und Ausgabe liegen, wenn die Bilder farblich korrekt aus dem Drucker kom-men sollen.

    Digitale Fotos sehen auf dem Compu-termonitor meistens anders aus als bei der Aufnahme. Und noch einmal ganz anders nach dem Ausdrucken. Tech-nisch gesehen ist das kein Wunder: Da arbeiten drei unterschiedliche Gerte zusammen, die zunchst nicht auf einen

    gemeinsamen Nenner gebracht wor-den sind. Die Digitalisierung nimmt der Kamera-Chip mittels RGB-Farbmodell vor. RGB steht fr Rot, Grn, Blau und bezeichnet den Lichtfarbraum, in dem auch das menschliche Auge die Farben zerlegt, bevor sie unser Gehirn zu einem Farbeindruck wieder zusammensetzt.

    Nach dem betragen der RGB-Bilder auf den Computer sehen wir die Fotos an einem Monitor, der die Farben eben-falls nach dem RGB-Farbmodell dar-stellt. Der kleine, aber feine Unterschied zum Kamera-Chip besteht darin, dass der Monitor bei weitem nicht so viele und nicht so gesttigte Farben darstel-len kann, wie sie der Bild-Sensor erfasst. Wird das Bild zur Ausgabe an den Dru-cker geschickt, wandelt der Drucker-

    Ein Wort vorab

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    Farbmanagement fr Fotografen | Ach so digitale Farbe verstehen | 6

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    Die Farbmess-HardwareFarbmanagement ohne zustzliche Farb-mess-Hardware ist mglich es erweist sich in der Praxis aber als eine ausge-sprochen teure Lsung, die im Gegen-zug beschmend schlechte Resultate hervorbringt. Das klingt widersprchlich, bedarf also einer genaueren Erklrung: Die Idee von Farbmanagement in der Alltags praxis besteht darin, Bilder am Monitor so zu sehen, wie man sie foto-grafiert hat, und sie anschlieend mit mglichst geringen Verlusten auszudru-cken. Jeder, der mit digitalen und/oder analogen Kameras seine Erfahrungen

    gesammelt hat, wei, dass diese Gerte das menschliche Sehen interpretieren; und zwar ganz unterschiedlich, je nach Art des Films oder des Bildsensors, seiner Gre und der verwendeten Optik. Di-gitale Kompaktkameras liefern oft stark bluliche Farben, schlechte Objektive erzeugen Farbstiche und Randabschat-tungen und jede Filmemulsion setzt Licht auf ihre ganz eigene Art und Weise um. An diesen Zusammenhngen lsst sich kaum rtteln, man kann sie sich bes-tenfalls kreativ zunutze machen. Mehr Einfluss nehmen knnen wir dagegen

    Die Farbmess-Hardware

    auf die Darstellung des digital vorlie-genden Bildes auf dem Monitor. Ohne Einstellungen sehen wir ebenfalls eine Interpretation des Bildes gesteuert von den technischen Merkmalen der Bau-steine unseres Sichtgerts: Dem Panel oder der Rhre unseres Monitors. Kommt es dann zum Druck der Bilder auf Pa-pier, so wandeln wir die Lichtfarben, die bisher den Prozess bestimmt haben, in Druckfarben um. Man muss nicht Physik studiert haben, um sich denken zu kn-nen, dass es auch hier zu Verflschungen kommt.

    Kurz: Wir bewegen uns zwischen phy-sikalischen Farbwelten und sind dabei auf mehrere Gerte angewiesen, die die Farben jeweils ganz individuell fr uns interpretieren. Wenn man sich die-sem Farbwirrwarr nur mit der Kraft des Auges bewaffnet nhert und die Abstim-mungen nach seinem Sichtverm-gen vornimmt stt fast jeder Mensch an seine Grenzen. Die einen merken es nicht, weil ihr Blick zu wenig gebt ist, um Farbabweichungen zu registrieren. Solchen Betrachtern fllt bestenfalls das Zulaufen von Details ins Auge oder eine

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    Die Farbmess-HardwareFarbmanagement ohne zustzliche Farb-mess-Hardware ist mglich es erweist sich in der Praxis aber als eine ausge-sprochen teure Lsung, die im Gegen-zug beschmend schlechte Resultate hervorbringt. Das klingt widersprchlich, bedarf also einer genaueren Erklrung: Die Idee von Farbmanagement in der Alltags praxis besteht darin, Bilder am Monitor so zu sehen, wie man sie foto-grafiert hat, und sie anschlieend mit mglichst geringen Verlusten auszudru-cken. Jeder, der mit digitalen und/oder analogen Kameras seine Erfahrungen

    gesammelt hat, wei, dass diese Gerte das menschliche Sehen interpretieren; und zwar ganz unterschiedlich, je nach Art des Films oder des Bildsensors, seiner Gre und der verwendeten Optik. Di-gitale Kompaktkameras liefern oft stark bluliche Farben, schlechte Objektive erzeugen Farbstiche und Randabschat-tungen und jede Filmemulsion setzt Licht auf ihre ganz eigene Art und Weise um. An diesen Zusammenhngen lsst sich kaum rtteln, man kann sie sich bes-tenfalls kreativ zunutze machen. Mehr Einfluss nehmen knnen wir dagegen

    Die Farbmess-Hardware

    auf die Darstellung des digital vorlie-genden Bildes auf dem Monitor. Ohne Einstellungen sehen wir ebenfalls eine Interpretation des Bildes gesteuert von den technischen Merkmalen der Bau-steine unseres Sichtgerts: Dem Panel oder der Rhre unseres Monitors. Kommt es dann zum Druck der Bilder auf Pa-pier, so wandeln wir die Lichtfarben, die bisher den Prozess bestimmt haben, in Druckfarben um. Man muss nicht Physik studiert haben, um sich denken zu kn-nen, dass es auch hier zu Verflschungen kommt.

    Kurz: Wir bewegen uns zwischen phy-sikalischen Farbwelten und sind dabei auf mehrere Gerte angewiesen, die die Farben jeweils ganz individuell fr uns interpretieren. Wenn man sich die-sem Farbwirrwarr nur mit der Kraft des Auges bewaffnet nhert und die Abstim-mungen nach seinem Sichtverm-gen vornimmt stt fast jeder Mensch an seine Grenzen. Die einen merken es nicht, weil ihr Blick zu wenig gebt ist, um Farbabweichungen zu registrieren. Solchen Betrachtern fllt bestenfalls das Zulaufen von Details ins Auge oder eine

  • 8Farbmanagement fr Fotografen | Ach so digitale Farbe verstehen | 8

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    Farbverschiebung von Grn nach Blau. Diejenigen, die farblich sensibler sind, verzweifeln, weil sie zum einen mit den oft recht groben Reglern ihrer Gerte kmpfen, zum anderen aber auch mit der Anpassungsfhigkeit ihrer Augen. Wie schnell sich das Auge auf Farbstiche einstellt, merkt man zum Beispiel beim Wechsel von Farbprofilen am Monitor.

    Unabhngig davon, ob die Farben richtig oder falsch sind, blendet unser Gehirn leichte Farbstiche innerhalb von Minuten aus ganz hnlich, wie wir uns in krzester Zeit an die Helligkeit oder die Dunkelheit einer Umgebung gewh-nen knnen. Nun gelingt es manchem

    alten Laborprofi speziell im Lager der Schwarzweifotografen seinen Moni-tor und seinen Drucker farblich mitei-nander in Einklang zu bringen, ohne dazu auf Messgerte zurckzugreifen.

    Das Geld, das er hierbei fr Probe-drucke investieren muss