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  • Stress und Burnout in der Geburtshilfe

    Anne Wilkening

    e-mail: anne.wilkening@gmx.de

    www.annewilkening.de

    Telefon: 03028 59 003

  • Definition: Was ist Stre ?

    Stress ist Anpassungsreaktion auf Ereignisse, die uns herausfordern oder gefhrden knnen (z.B. Hunger, Schmerz, Gefahr, Angst, Konkurrenz)

    2 Arten von Stress:

    Guter Stress (Eustress, controllable Stress) Herausforderungssituationen, fr die sich eine Lsung finden lassen Ein zeitliches Ende absehbar ist Fr die wir zumindest die Illusion einer Kontrolle haben Deren Lsung innerhalb unseren Mglichkeiten scheint

    Disstress (uncontrolable Stress) Herausforderungssituationen, die sich auch bei Anspannung aller

    Krfte nicht entspannen oder lsen lassen Deren Ende lange oder nicht absehbar ist Auf die wir keinen Einfluss/Kontrolle haben Deren Lsung auerhalb unseren Mglichkeiten scheint

  • flight or fight

  • Sympathicus und Parasympathicus wirken im Krper grundstzlich als Gegenspieler. Bei manchen

    Funktionen ergnzen sich beide Systeme.

    Sympathicus - Kmpfen

    und Flchten

    Der Sympathikus bereitet den Organismus auf krperliche und geistige Leistungen vor. Er sorgt dafr, dass das Herz schneller und krftiger schlgt, sich die Atemwege erweitern, um besser Atmen zu knnen und die Darmttigkeit gehemmt wird. Kurz gesagt: Der Sympathikus macht den Krper bereit zu kmpfen oder zu flchten.

    Parasympathicus-Ruhen und Verdauen

    Der Parasympathikus kmmert sich um die Krperfunktionen in Ruhe sowie die Regeneration und den Aufbau krpereigener Reserven. Er aktiviert die Verdauung, kurbelt verschiedene Stoffwechselvorgnge an und sorgt fr Entspannung.

  • Was passiert bei Stre im Krper Krper leitet flight or fight Modus ein ->

    Hormone: Strehormone Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin werden ausgeschttet Insulinwirkung behindert -> mehr Insulin-> berlastung Bauchspeicheldrse-> Diabetis Cortisol frdert Fetteinlagerung -> bergewicht + Fettstoffwechselerkrankungen (siehe nchste Folie)

    Herz-Kreislauf: Atemfrequenz/Puls schneller; Gefe ziehen sich zusammen, hoher Blutdruck Blut enthlt mehr Zucker, Sauerstoff, gerinnt schneller-> bei Dauerbelastung Bluthochdruck, Arterienverkalkung, Herzinfarkt/Schlaganfall

    Gehirn: Amygdala beraktiv, Prfrontaler Cortex +Hippocampus schrumpfen -> mehr negative Gefhle wie Angst/Wut; Beeintrchtigung positive Gefhle, Gedchtnis, Intelligenz, Fhigkeit Beziehungen aufzubauen bei dauerhaften Stress alle Symptome von Depressionen ( Angst, Hoffnungslosigkeit, Antriebsschwche,

    Erschpfung, Gefhllosigkeit, innere Leere, Schlafstrungen, Konzentration und Gedchtnisstrungen) geringere Schmerzschwelle-> mehr, schneller Schmerzen Gehirn kann Warnsignale des Krpers nicht mehr wahrnehmen

    Sexualitt: weniger Testosteron -> weniger Lust auf Sex und weniger/schlaffe Spermien; schlechtere Durchblutung in Geschlechtsorganen -> Schwellkrper schrumpfen, weniger cGMP -> Erektionsstrungen

    Muskulatur: Muskeln werden angespannt, bei Daueranspannung geschrumpft-> Informatikerfigur, Zhneknirschen, Rcken-, Kopf-, Nackenschmerzen

    Immunsystem: wird kurzzeitig aktiviert, bei lngerer Belastung drosselt Cortisol Immunabwehr oder IS greift Krper an -> Infektionen, Rheuma, Allergien, Asthma

    Verdauung: Magen und Darm schlechter durchblutet und trge -> Entzndungen, Geschwre, Verstopfungen

  • Burnout-Syndrom Ein Burnout-Syndrom ist ein Zustand krperlicher

    und emotionale Erschpfung, anhaltender physischer und psychischer Leistungs- und Antriebsschwche, sowie der Verlust der Fhigkeit, sich zu erholen. (Diagnose nach ICD 10 Z73.0 Ausgebranntsein)

    Burnout ist der Endzustand einer Entwicklung 1. Enthusiasmus und idealistische Begeisterung 2. Stagnation + berforderung und mangelnde soz. Anerkennung 3. Frustration 4. Desillusionierung und Apathie, 5. Burnout mit psychosomatischen Erkrankungen, Depression, Aggressivitt

    und erhhter Suchtgefhrdung

    Besonders gefhrdet: Frauen, besonders berufsttige Alleinerziehende oder F. die Angehrige

    pflegen Helfende Berufe: Lehrer/Erzieher, rzte, Pflegeberufe,Polizisten besondere Charaktereigenschaften: Perfektionisten, Ehrgeiz und

    Konkurrenzdenken, Ungeduld (ADHS),Feindseligkeit, Hoher Leistungsanspuch, Menschen, die sich auf einen Bereich ihres Lebens konzentrieren

  • Burnout-Syndrom Zwlf Stufen zum Burnout Phasen der Erschpfung

    Stufe 1 Der Zwang, sich zu beweisen Der Betroffene erledigt seine Arbeit mit groer Begeisterung, berschtzt sich dabei oft und vernachlssigt seine Bedrfnisse

    Stufe 2 Verstrkter Einsatz Um den eigenen hohen Ansprchen zu gengen, wird noch mehr Energie in die Arbeit gesteckt. Das Gefhl, unentbehrlich zu sein, wchst. Deshalb werden Aufgaben nur selten delegiert

    Stufe 3 Vernachlssigung eigener Bedrfnisse das Verlangen nach Ruhe, Schlaf und Sex tritt immer weiter zurck. Hufig nimmt der Konsum von Alkohol, Nikotin und Kaffee zu

    Stufe 4 Verdrngung von Konflikten und Bedrfnissen der Betroffene blendet Ansprche seines Krpers aus. Unpnktlichkeit, Vergesslichkeit und andere Fehlleistungen nehmen zu

    Stufe 5 Umdeutung von Werten Alte Grundstze gelten nicht mehr viel, Freundschaften und berufliche Beziehungen werden zur Belastung. Die Wahrnehmung stumpft ab. Oft treten Probleme mit Partner, Kindern oder bei der Partnerfindung auf.

    Stufe 6 Verstrkte Verleugnung von Problemen Verhalten in den vorigen Phasen lst Schwierigkeiten aus, die verdrngt werden. Der Betroffene fhlt sich nicht anerkannt, geht nur noch ungern zur Arbeitund leidet erstmals unter deutlichen Leistungsschwchen und krperlichen Beschwerden.

  • Burnout-Syndrom

    Stufe 7 Rckzug Gefhl der Orientierungs- und Hoffnungslosigkeit. Alkohol, Medikamente, Essen und Sex dienen als Ersatzbefriedigung. Das soziale Umfeld wird als bedrohlich und berfordernd empfunden

    Stufe 8 Deutliche Verhaltensnderung Der Betroffene wird unflexibel im Denken/Verhalten. Selbst wohlgemeinte Kritik wird nicht akzeptiert und als Angriff bewertet. Er zieht sich immer weiter zurck

    Stufe 9 Verlust des Gefhls fr die eigene Persnlichkeit In dieser Phase fhlt sich der Betroffene wie abgestorben und von seinem Wesen entfremdet, hat das Gefhl, nur noch wie eine Maschine zu funktionieren.

    Stufe 10 Innere Leere Mutlos und ausgezehrt bewltigt der Betroffene seinen Alltag. Oft leidet er unter Angst und Panikattacken. Mitunter versucht er, seine Probleme mit Kauftouren, Fressorgien und exzessivem Sex zu bewltigen.

    Stufe 11 Depression Dauerhafte Verzweiflung und Niedergeschlagenheit stellen sich ein. Sptestens jetzt kommen Selbstmordgedanken auf

    Stufe 12 Vllige Burnout-Erschpfung nachhaltige geistige, krperliche und emotionale Mdigkeit lhmt und gefhrdet das Leben: das Immunsystem ist angegriffen, die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Magen-Darm-Leiden steigt erheblich. Die Suizidgefahr ist gro

  • Dopamin und Serotonin

  • Nucleus Accumbens Belohnungs-zentrum

    Risikobewertung

    emotionale Bewertung (Angst, Agressionen, Attraktivitt)

    Mandelkern (Amygdala) Erinnerung Hippocampus (Eingangstor Gedchtnis)

  • Was knnen wir gegen Stress und Burnout tun ?

    Tricks, Hilfmittel und Strategien fr alle Sinne

  • Was brauchen wir am dringendsten

    Bewegung !! am besten drauen,

    mit Menschen/Tieren Ausdauer oder Sprints

    Je mehr Spa desto besser

  • Was brauchen wir am dringendsten

    Tageslicht in die Augen

    (besonders weilich-blaues Vormittagslicht)

  • Die Biologische Uhr - Zirbeldrse

    Die innere Uhr des Menschen ist die Zirbeldrse , sie steuert unseren Schlaf/Wachrhythmus beeinflusst die Konzentrationsfhigkeit, Motivation und Laune und den Appetit auf Fett und Kohlenhydrate durch das Schlafhormon Melatonin. Menschen fllt das morgendliche Aufstehen leichter, sie sind besser gelaunt und motivierter wenn sie viel helles Tageslicht (weilich-blau) durch die Augen aufnehmen (besonders vormittags).

    Deswegen: sollte der Arbeitsplatz sehr gut beleuchtet sein mit hohen Anteilen von wei-blauem Arbeitslicht. Besonders am Morgen und Vormittag so viel wie mglich Tageslicht in den Raum lassen und bei Bedarf mit knstlicher Beleuchtung ergnzt werden

    regelmig in Pausen rausgehen, um mglichst viel Licht in die Augen bekommen

    Ab 18:00 Uhr sollte Lichtintensitt nachlassen und die Lichtfarbe in wrmere Frequenzen (gelb-rot) wechseln - abends so wenig Zeit wie mglich vor Bildschirmen verbringen

    Empfehlenswert: Anschaffung eines Lichtweckers /siehe nchste Folie

    Jeder Mensch hat seinen eigenen

    Rhythmus. Wann jemand Appetit

    bekommt, hngt von der einzelnen

    Person und vom Tag ab.

    Forscher fanden jetzt mit einer

    Mausstudie heraus, dass die Tiere

    ohne einen festen Rhythmus an

    Krpergewicht zu nahmen.

    Gesteuert wird das Hungergefhl

    unter anderem von einem Uhr-Gen,

    dass in der Schaltzentrale des

    Gehirns, dem Hypothalamus, die

    Lust aufs Essen auslst.

    Beobachtungen:

    Die Forscher schalteten das Uhr-Gen

    der Muse aus.

    Eine geringe Vernderung der

    Essenszeiten begnstigte das

    Speichern zustzlicher Energie. Die

    Muse wurden bergewichtig,

    obwohl sie nicht mehr Kalorien zu

    sich nahmen.

    Dies zeigt, dass eine Strung der

    inneren Uhr nach Angaben der

    Forscher, zu dauerhaften

    Stoffwechselstrungen fhren kann.

    Menschen die beispielsweise Nachts

    arbeiten und einen unregelmigen

    Rhythmus haben,