SÜDTIROL - .Land Tirol entgegenzunehmen. Im Mittelalter gruben sich Bergleu­ Im Mittelalter gruben

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  • SÜDTIROL

    EXTRA 44 Seiten Südtirol und seine Berge Almhütten & Panoramawege, Naturgenuss & Lebensart, Wohlfühlen & Wandern

    Das BergMagazin

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    IMPRESSUM Tourenbeilage zu ALPIN 4/2015

    Olympia-Verlag GmbH, Badstr. 4 – 6, 90402 Nürnberg, Tel. +49 911 216-0; Vermarktung Print und Digitale Medien: Martin Schumacher, Tel. +49 911 216 22 12, Otto Hofbeck (Stv. Leiter Vermarktung Print und verantwortlich für Anzeigen), Tel. +49 911 216 22 15, Marco Lutz (Stv. Leiter Vermarktung Digitale Medien), Tel. +49 911 216 21 40, anzeigen@alpin.de; Redaktion: Planegger Str. 15, 82131 Gauting, Tel. +49 89 893 16 00, info@alpin.de; Chefredaktion: Dr. Bene Benedikt (verantwortl.); Redaktion: Petra Darchinger, Robert Demmel; Titelbild, Fotos und Texte: Dietmar Denger; Panoramafoto: Tappeiner; Grafik und Druckvorstufe: Ulrike Lang; Druck: Oberndorfer Druckerei, A-5110 Oberndorf.

    Alle Angaben in diesem Heft sind mit Sorgfalt erarbeitet und erfolgen nach bestem Wissen. Eine Garantie für die Richtigkeit und jede Haftung sind jedoch ausgeschlossen. Das gilt insbesondere für Dauer und Verlauf von Touren und die in diesem Zusammenhang veröffentlichten Schwierigkeitseinstufungen. Copyright für Inhalt und Gestaltung by Olympia-Verlag GmbH 2015.

    S üdtirol ist ein Sonnenland: mehr als 300 Tage im Jahr. Da kann die Regenjacke dann ganz ge-trost im Rucksack bleiben. Gefühlt beginnt jen- seits von Brenner und Reschenpass ohnehin der Süden, in den alten Städten atmen Touristen und Bergsteiger bereits mediterranes Flair. Almen locken mit Nocken, Speck und Knödeln, luxuriöse Hotels verwöhnen mit Südtiroler Gastlichkeit und Küche auf höchstem Niveau. Da ist es ein Leichtes, die Gipfel zwischen Dolomiten, Ort- ler und Ahrntal zu erkunden oder einfach nur einmal zu einer der vielen Hütten zu spazieren, auf Panoramawegen zu schlendern oder auf den vielen Themenwegen Wissens- wertes zu erwandern.

    Auf in den Bergsommer! Wir wünschen Ihnen viele zauberhafte Eindrücke aus den Südtiroler Bergen!

    Ihre Redaktion ALPIN

    Der Name ist Programm: auf dem Sunnsatweg im Tauferer Ahrntal.

    Auf Entdeckertour

    Dietmar Denger, Autor, Fotograf und bekennen- der leidenschaftlicher Südtirol-Fan.

    INHALT Ankommen in Südtirol 4

    Tauferer Ahrntal Sonnenwege 6

    Vinschgau Zu den Saldurseen 10

    Ridnauntal Bergbauwanderung 14

    Kronplatz Themenwege 16

    Gilfenklamm 19

    Kronplatz Messners Museumsgipfel 20

    4 Seiten zum Aufklappen Rosengarten-Panorama 21

    Villnösstal Auf Messners Spuren 25

    Events & Veranstaltungen 26

    Südtirols Städte 27

    Seiser Alm Wiesen und Berg-Stars 30

    Villnösstal Genussalmen 34

    Meraner Land Gesund essen 36

    Eisacktal – Keschtnweg 40

    Kreativ-Geschenke 42

    Komfort-Basislager Vitalpina Hotels Südtirol 43

    Das gesamte Südtirol-Extra finden Sie online auch auf www.alpin.de/suedtirol

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    Volle Berglust

    Hoher Nutzwert

    Kompakte Vorschläge fürs Wochenende

    Großer Serviceteil

    Wichtige Praxisthemen

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    www.alpin.de/abonnements

    Telefon +49 911 216 22 22

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    Ankommen in Südtirol

    Südtirol Land der Berge

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    Wandern „Sunnsatweg“

    Warm werden Direkt unterm Alpenhauptkamm durch eines der schönsten Täler Südtirols.

    Der Sunnsatweg verbindet auf einer Höhe zwischen 1000 und 1450 Meter die

    sonnseitig gelegenen Bauernhöfe und Almen zwischen Luttach und St. Peter.

    Auszeit muss sein: rasten und Ausblicke genießen gegenüber der Durreckgruppe.

    Sonnenwege Tauferer Ahrntal

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    D ie drei hübschen Hüttchen der Jausenstation Holzerbö­den mit den traditionellen Schwersteinen auf den Schin­deldächern wirken wie das Zentrum des Universums, Stars inmitten eines gigantischen Amphitheaters, dessen oberste Ränge die Dreitausender des Ahrntals markieren. „Dabei sind wir hier so ziemlich am Ende der Welt“, sagt Hüttenchef Hermann Klammer und lacht: „Aber herrlich ist es schon!“ Dabei schaut er auf die Eispyramide der Dreiherrenspitze, die über dem östlichen Talschluss aussieht wie ein kleines Matterhorn.

    Was heißt hier Ende der Welt? Es kommt immer auf die Per­ spektive an und vor allem, wenn man gerade erst über den Brenner gekommen ist, könnte man auch sagen, dass der große Süden direkt hier auf der Bank vom Hermann anfängt, wo man sich den Rücken so schön am dunklen Holz der Hüttenwand aufwärmen kann. Hinter uns, über den sommerbunten Bergwiesen der Holzerböden, steigt der Alpenhauptkamm geradewegs in den Himmel. Die breiten Eisflanken des Großen Löffler, die riesige Pyramide des Schwar­

    zenstein und viele andere Riesen der Zillertaler Alpen grenzen das Ahrntal dort oben von den Nordalpen ab und halten die Regentiefs fern. Auf den Ahrntaler „Sonnenwegen“ der Name Programm: In Bestlage schlängelt sich ein Netz von Wanderwegen durch Blumen­ wiesen, quert die zahlreichen Seitentäler, in denen das Schmelz­ wasser der Gletscher zu Tal donnert, und passiert immer wieder hübsche Berghöfe und Jausenstationen. Beim Anstieg zu den Hol­ zerböden darf man sich dabei nicht über zahlreiche Holzskulpturen wundern. Wenn Hermann Zeit findet zwischen Graukäsemachen und Zirbelschnapsbrennen, wirft er die Motorsäge an und wird zum Künstler. Aus Baumstümpfen entstehen Stühle und Bänke, Pilze und Herzen, mitten im Wald. „Man muss den Leuten ja was bieten, wenn sie schon mal da sind“, so Klammer.

    Zufällig gelangt man nicht ins Ahrntal. Gäbe es keine Wegwei­ ser, man würde es nie finden. Wer von Bruneck aus auf die breite Talschneise des Tauferer Tals zufährt, könnte meinen, dass hinter den Türmen und Zinnen von Burg Taufers Schluss ist. Als große

    Der Ahrntaler Sunnsatweg ist das verbindende Element zwischen verschiedenen „Sonnenwegen“. Sein Wegsymbol ist die Sonne. Der Weg erzählt von seinen früheren Zwecken, wie zum Beispiel als Kirchweg, Schmuggler- und Wildererpfad, aber auch als Verbindungsweg zwischen den Höfen. Die Wasserfälle des Schwarzbach-, Trippach- und Frankbachs und die Plattenwand mit den Felsritzungen sind besondere Naturschönheiten. Nicht zu vergessen: die „Urfichte“ nahe des Schwarzbachwasserfalls. In ganzer Länge: Wanderung mittel, 7 Std., 490 Hm, Start St. Peter/ Kirche oder Luttach/Sportbar. Infos: www.kronplatz.com

    Mauer aus Felsen und Gletschern riegeln die Zillertaler Alpen da­ rüber den Himmel ab. Doch davor ist Platz für ein großes Tal. Und was für eins! Hinter Sand in Taufers geht es steil bergauf und aus dem weiten Tauferer wird das alpine Ahrntal mit seinen 80 Dreitau­ sendern, mittendrin im hochalpinen Herzen der Ostalpen. Von den 15 Dörfern im Tal führen Wanderungen vom Talgrund hinauf bis an die Gletscherzone.

    Es gab eine Zeit, da war das Ahrntal mittendrin. Mehr als zwei Dutzend Übergänge führen über die Berge hinein und wurden seit der Keltenzeit genutzt. Kaiser Rudolf IV. wanderte 1363 den Weg über den Krimmler Tauern, um von Margarethe Maultasch das Land Tirol entgegenzunehmen. Im Mittelalter gruben sich Bergleu­ te durch die Kupferstollen von Prettau und Kasern, Anfang des 20. Jahrhunderts waren dann Kaufleute hin und weg von der Klöppel­ kunst der Ahrntaler Bäuerinnen. Einheimische Schmuggler und Wil­ derer nutzten Wege zum Überschreiten der Grenze nach Österreich. Alles vorbei. Geblieben sind die alten Wege in einer traumhaften

    Bergkulisse. Und falls es einem auf den Sonnenwegen mal zu warm werden sollte: Im Schaubergwerk von Prettau kann man sich bei acht Grad im Klimastollen erfrischen.

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    Brotzeit ist die schönste Zeit und darf bei keiner Wanderung fehlen. Im Hintergrund die Dreiherrenspitze, 3499 Meter. Wie eh und je: Die Hütten der Jausenstation Holzerböden sind noch immer mit Schindeln und Schwersteinen bedacht.

    Wandermöglichkeiten satt im Ahrntal.

    Ahrntaler Sonnenwege

    INFO

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    Weitere Aussicht Endlos geht der Blick von Mals über den Vinschgau. Auch das Matschertal ist

    zum Greifen nah. Das schauen wir uns doch näher an!

    Auf Edelsteinsuche: Wanderung zu den Saldurseen im oberen Matschertal.

    D ie große Show beginnt ganz plötzlich zwischen Früh­stücksei und zweitem Croissant. Als die Sonne es endlich über die Firnfelder oben an der Weißkugel geschafft und danach die perfekte Wolkenlücke gefunden hat, schießen die ersten Strahlen daraus hervor, fingern durchs weite grüne Tal des oberen Vinschgaus, wandern über Schluderns hinweg, bringen das mittel­ alterliche Glurns zum Leuchten und tauchen für einen Moment auch die Gletscher oben an Ortler und Königspitze in gleißendes Licht.

    1540 Meter hoch am Watles, oberhalb von Mals, liegt „Das Gerstl“. Von Restaurant, Garten, den Zimmern und neuerdings auch vom Infinity­Pool aus kann man weite Teile des 80 Kilometer langen Vinschgaus übersehen. Tief hinein nach Latsch reicht der Blick, wo im April das Tal als erstes zum Apfelblütenteppich wird, und weit hinauf zum Reschenpass, wo oft no