Titel: Elternarbeit - Konflikte mit Eltern sicher lösen ... ?· Gerne hilft Ihnen unser Kundenservice…

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    18-Sep-2018

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<ul><li><p>www.edidact.de/Suche/index.htm?category=102578&amp;q=L51006</p><p> Produkthinweis Dieser Beitrag ist Teil einer Printausgabe des Standardwerkes Kinder-garten &amp; Hort erfolgreich leiten. Das Handbuch bert in allen Fragen der Kindergarten- und Qualittsentwicklung und bietet mit erprobten Konzepten, Manahmen und Problemlsungen, Schritt-fr-Schritt-Anleitungen und Er-fahrungsberichten eine konkrete Hilfestellung fr die Kita-Praxis. </p><p> Nutzungsbedingungen Die Materialien drfen nur persnlich fr Ihre eigenen Zwecke genutzt und nicht an Dritte weitergegeben bzw. Dritten zugnglich gemacht werden. Sie sind berechtig, fr Ihren eigenen Bedarf Fotokopien zu ziehen, bzw. Aus-drucke zu erstellen. Jede gewerbliche Weitergabe oder Verffentlichung der Materialien auch auszugsweise ist unzulssig. </p><p> Die vollstndigen Nutzungsbedingungen finden Sie hier. </p><p>HabenSienochFragen?GernehilftIhnenunserKundenserviceweiter:</p><p>Kontaktformular Mail: service@olzog.de </p><p> Post: OLZOG Verlag c/o Rhenus Medien Logistik GmbH &amp; Co. KG Justus-von-Liebig-Str. 1 86899 Landsberg </p><p> Tel.: +49 (0)8191/97 000 220 Fax: +49 (0)8191/97 000 198 www.olzog.de www.edidact.de </p><p>Michael Schrader/Gabriele Dahle (Hrsg.) </p><p>Kindergarten &amp; Hort erfolgreich leiten Know-how fr eine bessere Kita </p><p> Alle Beitrge dieser Ausgabe finden Sie hier.</p><p>VORS</p><p>CHAU</p><p>www.edidact.de/Suche/index.htm?category=102578&amp;q=D51001061 www.edidact.de/Suche/index.htm?category=102578&amp;q=S51001</p><p>Ausgabe: 06</p><p>Titel: Elternarbeit - Konflikte mit Eltern sicher lsen (14 S.)</p><p>Thema: Kita-Leitung persnlich</p><p>zur Vollversion</p><p>http://www.netzwerk-lernen.de/::8496.html</p></li><li><p>Elternarbeit Konflikte mit Eltern sicher lsen6/1</p><p>Kindergarten &amp; Hort erfolgreich leiten, Ausgabe 6, 10/2008 13</p><p>An dieser Stelle finden Sie in jeder Ausgabe einenBaustein fr Ihren Leitungs-Kompetenz-Baukasten.Das sind bewhrte Methoden fr die Selbstorgani -sation und das Selbstmanagement von Kita-Leiter/-innen.</p><p>Anknpfend an die letzte Ausgabe, in der es um Kon-flikte im Team ging, beschftigt sich die heutige Aus-gabe von Leiter/in persnlich mit der Lsung vonKonflikten mit Eltern. Neben Konflikten, die sich ausunterschiedlichen pdagogischen Vorstellungen vonKita und Eltern ergeben (Erwartungskonflikt Typ B),birgt auch die Sichtweise, die Sie und Ihr Team auf dieEltern haben, ein gewisses Konfliktpotenzial. Unter-scheidet sich diese Sichtweise von der Selbstdefinitionder Eltern, entstehen grundlegendere Erwartungskon-flikte (Typ B). Sehen sich Eltern beispielsweise als</p><p>Partner und mchten sich einbringen, whrend die Erzieher/innen Eltern als Kunden be-trachten und Elternbeteiligung nicht vorsehen oder umgekehrt, dann kann dies zu Proble-men fhren. Dazu kommt mglicherweise noch, dass die Eltern einer Kita unterschiedlicheSelbstdefinitionen (Erwartungen) haben knnen. Fr die tgliche Arbeit bedeutet das: Istdie Elternarbeit nicht an der jeweiligen Elternschaft ausgerichtet, ergeben sich Unzufrie-denheiten und Probleme, die leicht zu massiven Konflikten eskalieren knnen. Der folgendeBeitrag beleuchtet daher schwerpunktmig mgliche Konfliktfelder und gibt Hinweise frdie kooperative Gesprchsfhrung bei Konflikten.</p><p>Der pdagogische Auftrag heute</p><p>Die Arbeit mit den Kindern knnte so prima klappen, wenn nur die Eltern nicht wren.Zugegeben dieser Satz ist lngst Geschichte. Er kennzeichnet die erste Phase der Wahr-nehmung von Eltern in der Kindergartenlandschaft. Eltern wurden dabei oft als Stren-friede gesehen, die die Arbeit der Erzieher/innen nur erschwerten. Die Folge war das Be-mhen, Eltern mglichst aus dem Kita-Alltag herauszuhalten. Die Erzieher/innen sahensich in dieser Phase als Erziehungsfachleute, die zur Untersttzung der mehr oder mindergelungenen Erziehungsbemhungen der Eltern antraten. Eltern wurden als Hilfsempfn-ger im System Kita betrachtet. Deutlich wird diese Ausrichtung auch an den Berufsbe-zeichnungen Kindergrtnerin und Erzieherin: Beide verweisen darauf, dass die Kinderim Mittelpunkt des professionellen Interesses standen, nicht die Eltern.</p><p>Das nderte sich in den 70er- und 80er-Jahren mit der Grndung von Elterninitiativen. Indiesen Kinderlden traten die Eltern als Trger, Mitarbeiter/innen und Helfer auf. Die El-tern verstanden sich als Partner in der gemeinsamen Erziehungsverantwortung. Diesesvernderte Elternverstndnis etablierte sich auch in den Regeleinrichtungen. Eltern wurdenverstrkt in die pdagogische Arbeit mit einbezogen und sollten den Kita-Alltag inhaltlichund zeitlich mitgestalten. Doch die steigende Zahl alleinerziehender Eltern, der Eltern mitMigrationshintergrund und berufsttiger Eltern fhrte dazu, dass immer weniger Eltern diePartnerrolle ausben konnten und wollten.</p><p>1</p><p> eDidact - Fachwissen</p><p>Schule, Kita, Seniorenbetreuung, Religion Interessierte: Handbuch, Nachschlagewerk, Hintergrundwissen (c) OLZOG Verlag GmbH</p><p>Seite 1</p><p>VORS</p><p>CHAU</p><p>zur Vollversion</p><p>http://www.netzwerk-lernen.de/::8496.html</p></li><li><p>Elternarbeit Konflikte mit Eltern sicher lsen6/1</p><p>Diese Entwicklung, gepaart mit fortschreitenden betriebswirtschaftlichen Konzepten, lu-tete in den 90er-Jahren die nchste Phase des Elternbildes ein: Eltern als Kunden. DieMarktgegebenheiten und die gestiegene Konkurrenz fhren heute dazu, dass sich Elternimmer kritischer und vergleichender mit dem Betreuungsangebot ihrer Region auseinan-dersetzen und sich erst nach entsprechender Abwgung fr eine Einrichtung entscheiden.Und das ist immer hufiger nicht die Einrichtung, die dem Wohnort am nchsten liegt, son-dern die Kita, die alle Kriterien der Eltern erfllt. Die Rolle der Erzieher/innen besteht da-rin, die Wnsche und Bedrfnisse der Eltern zu ermitteln und das eigene Angebot danachauszurichten.</p><p>Diese Entwicklung des Elternverstndnisses liee den Schluss zu, dass sich heute alle El-tern als Kunden verstehen und dass sie auch vonseiten der Kita ausschlielich als Kundenbetrachtet und angesprochen werden. Doch so einfach ist das mit dem Kundenbegriff inKindertageseinrichtungen nicht. Der steigende Konkurrenzdruck und gegenwrtige Trendswie beispielsweise die Berufsttigkeit beider Eltern oder die elterngewhlten Betreuungs-zeiten machen es notwendig, sich an den Kunden zu orientieren und beispielsweise denServiceanteil in der Kita auszuweiten. Das betrifft vor allem das Management der Kita unddas Erzieherinnenverhalten. Bei den Erzieher/innen gibt es immer noch grundstzlicheVorbehalte gegenber einer Kundenorientierung. Viele erleben die Ausrichtung auf Elternals Kunden als eine Bedrohung ihres pdagogischen Selbstverstndnisses.</p><p>Fr die kindliche Entwicklung ist es entscheidend, wie gut die Zusammenarbeit zwischenElternhaus und Kita gelingt. Dabei ist Partnerschaft im Erziehungs- und Bildungspro-zess gefragt. Allerdings gibt es eine Reihe von Eltern, fr die eine Erziehungspartnerschaftzunchst eine berforderung darstellt. Fr eine andere Gruppe von Eltern sind der part-nerschaftliche Austausch und die Elternbeteiligung zeitlich nicht leistbar oder auch garnicht erwnscht. Das heit, Eltern definieren ihre Elternrolle sehr unterschiedlich. Dem-entsprechend mssen Kindertageseinrichtungen ermitteln, wie die jeweiligen Erwartungenund Wnsche ihrer Eltern sind, und ihr Angebot danach ausrichten. </p><p>Unerlsslich fr eine gute Eltern-Kita-Kooperation ist zunchst eine bereinstimmungzwischen dem Selbstbild der Eltern (= deren Selbstdefinition) und dem Fremdbild vonEltern aus der Sicht der Kita (= Perspektive der Erzieher/innen). Passen Selbst- und Fremd-bild nicht zusammen, gibt es auf beiden Seiten unterschiedliche Erwartungen; Erzie-her/innen uern sich dann beispielsweise so:</p><p> Die Eltern haben ein viel zu hohes Anspruchsdenken. Dauernd hre ich, dass dieNachbarkita so eine tolle Veranstaltung gemacht hat und bei uns angeblich nichtsluft.</p><p> Neulich fragte mich doch tatschlich eine Mutter, ob wir nicht schon um 6.30 Uhrffnen knnten, ihr Betrieb habe die Schichtzeiten gendert. Demnchst haben wirffnungszeiten von 6.00 bis 20.00 Uhr und die Eltern kmmern sich gar nicht mehr umihre Kinder.</p><p> Beim letzten Elternabend waren wieder nur dieselben Eltern da. Da haben wir uns sotoll vorbereitet und keiner kommt. Da vergeht einem doch die Lust!</p><p>Auf der Elternseite klingt das oftmals so:</p><p> Ich wei nicht, wie ich das noch alles schaffen soll: erst die Elternsprechtage, da muss-te ich mir schon freinehmen; jetzt jeden Samstag bei der Umgestaltung des Gartens</p><p>14 Kindergarten &amp; Hort erfolgreich leiten, Ausgabe 6, 10/2008</p><p> eDidact - Fachwissen</p><p>Schule, Kita, Seniorenbetreuung, Religion Interessierte: Handbuch, Nachschlagewerk, Hintergrundwissen (c) OLZOG Verlag GmbH</p><p>Seite 2</p><p>VORS</p><p>CHAU</p><p>zur Vollversion</p><p>http://www.netzwerk-lernen.de/::8496.html</p></li><li><p>Elternarbeit Konflikte mit Eltern sicher lsen6/1</p><p>helfen und dann Freitag noch das Sommerfest. Da ist natrlich klar, dass jeder einenKuchen backt und an den verschiedenen Stnden hilft. Das kommt ja alles den Kindernzugute, aber ich wei oft nicht, wo mir der Kopf steht </p><p> Offene Arbeit ist ja schn und gut, aber wie oft sehe ich die Erzieherinnen mit der Kaf-feetasse im Garten! So einen Job htte ich auch gerne </p><p> Wenn ich von meiner Arbeitskollegin hre, was die im Kindergarten Wunderbar soalles tun, dann bin ich immer erstaunt. Jetzt machen sie ein Projekt zur Steinzeit. Daswre auch was fr Paul. Bei uns in der Kita luft so etwas gar nicht, vor allem nichtsfr die Jungs.</p><p>Aus diesen uerungen lassen sich zwei Phnomene ableiten:</p><p>1. Die mangelnde bereinstimmung von Selbst- und Fremddefinition der Eltern fhrtzu Unzufriedenheiten auf beiden Seiten und birgt nicht unerhebliches Konfliktpotenzi-al. Sehen sich Eltern beispielsweise als Kunden und erwarten Service, whrend dieErzieher/innen Eltern als Partner sehen und Mitarbeit wollen, dann haben wir es miteinem Erwartungskonflikt Typ A zu tun.</p><p>2. Vorurteile auf Eltern- und Erzieherinnenseite bestimmen und hemmen nicht selten denZugang dazu. Diese Klischees und Voreingenommenheiten werden nicht kritisch ber-prft. Bei den Eltern finden sich in den oben genannten uerungen Vorurteile wieErzieherinnen haben es einfach, sie knnen den ganzen Tag spielen. Und bei den Er-zieher/innen hrt man das Klischee Eltern sind Rabeneltern, weil sie die Kinder denganzen Tag abschieben. Diese Sicht auf die Eltern prgt aber entscheidend die Begeg-nung mit ihnen wie auch die Ausrichtung der Elternarbeit. Hier lauern potenzielle Kon-flikte, die sehr leicht eskalieren, weil auf der Beziehungsebene zahlreiche Signalegesendet werden, die in der Regel aber nicht offengelegt werden.</p><p>Erwartungskonflikten vom Typ A knnen Sie vorbeugen, in dem Sie sich 1. fragen, wie derberwiegende Teil Ihrer Eltern sich selbst sieht, und 2. ob Sie die Eltern eher als Partneroder als Kunden betrachten und ansprechen. Als Orientierungshilfe dienen die beiden fol-genden Checklisten:</p><p>Unsere Eltern sehen sich </p><p>Kindergarten &amp; Hort erfolgreich leiten, Ausgabe 6, 10/2008 15</p><p>Kriterium</p><p>1. Die Rolle der Eltern</p><p>2. Elternverhalten</p><p>3. Elternerwartungen</p><p>als Partner</p><p> Experte des Kindes</p><p> bringen sich mit eigenenFhigkeiten und Fertig-keiten ein</p><p> wollen informiert sein wollen mitreden wollen mitgestalten</p><p>als Kunden</p><p> Auftraggeber/innen</p><p> uern Wnsche undErwartungen</p><p> verfolgen kritisch die Qualitt</p><p> knnen und wollen nur begrenzt Zeit einsetzen</p><p> erwarten einen Leis -tungskatalog</p><p> sind an hoher Qualittinteressiert</p><p> mchten whlen knnen</p><p> eDidact - Fachwissen</p><p>Schule, Kita, Seniorenbetreuung, Religion Interessierte: Handbuch, Nachschlagewerk, Hintergrundwissen (c) OLZOG Verlag GmbH</p><p>Seite 3</p><p>VORS</p><p>CHAU</p><p>zur Vollversion</p>http://www.netzwerk-lernen.de/::8496.html</li></ul>