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Topthemen dieser Ausgabe - · PDF fileAls Ergänzung zum Artikel „Debian GNU/Linux 5.0 „Lenny“ – Der Zustand der Distribution“ freies Magazinwird in diesem Artikel darüber

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Text of Topthemen dieser Ausgabe - · PDF fileAls Ergänzung zum Artikel „Debian GNU/Linux...

freiesMagazin Juni 2009

Topthemen dieser Ausgabe

Mobiles Linux mit Moblin Seite 4

Linux-Distributionen fr Netbooks und andere mobile Gefhrten gibt es so einige. Mit der heuteim Blickpunkt stehenden Distribution Moblin (V2 Core Alpha) stellt sich eine weitere in dieseReihe Zeit fr einen prfenden Blick. (weiterlesen)

Debian 5.0-Installation mit einer Braillezeile Seite 7

Als Ergnzung zum Artikel Debian GNU/Linux 5.0 Lenny Der Zustand der Distributionaus der letzten Ausgabe von freiesMagazin wird in diesem Artikel darber berichtet, wie manDebian Lenny mit einer Braillezeile installieren kann. Dies ermglicht blinden Linux-Nutzernvon Anfang an die Kontrolle ber ihr neues Betriebssystem. (weiterlesen)

Die Vorgeschichte von Linux Seite 9Dieser Artikel ist eine kleine Geschichte der Zeit und beleuchtet die Entwicklung von Linux,beziehungsweise das Geschehen, welches dazu gefhrt hat, dass Linus Torvalds auf Basisvon Minix sein eigenes Betriebssystem schreiben konnte. (weiterlesen)

freiesMagazin GNU FDL Ausgabe 06/2009 ISSN 1867-7991

http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html

MAGAZIN

Editorial

Endlich jugendfrei!

ja, Sie haben richtig gelesen, liebe Leser.freiesMagazin ist nun mit seinen Inhalten jugend-frei. Was ist passiert?

Letzten Monat hatte sich freiesMagazin offen ge-gen die geplante Internetzensur der Regierungausgesprochen und nach wie vor stehen wir zurdort vertretenen Ansicht. Gut drei Wochen sp-ter sah sich freiesMagazin das erste Mal mit denKonsequenzen einer hnlichen Sperre konfron-tiert: Am 22. Mai 2009 mussten wir eine Sper-rung unserer Domain freiesmagazin.de feststel-len gesperrt durch die Filtersoftware der Initia-tive Jugendschutzprogramm JusProg [1]. Nun istdies eine Initiative und beileibe kein staatlicherEingriff, dennoch waren wir fr Nutzer des ge-nannten Filterprogramms fr einige Tage nicht er-reichbar.

ber die Grnde fr die Sperrung knnen wirnur spekulieren: Vielleicht sind wir wegen unse-rer klaren Haltung zu den ffentlich diskutiertenNetzsperren unbequem aufgefallen? Auf alle Fl-le hat es gereicht, dass die URL auf der Sperr-liste des JusProg gelandet ist. Standardmiggesperrt lautete somit am 22. Mai die Begrn-dung auf der Seite der Initiative. Im Laufe desAbends des folgenden Sonntags erwirkten danneinige engagierte Leser eine Aufweichung derSperre. Vielen Dank an dieser Stelle! Die Folge:freiesMagazin ist nun eine Jugendseite, also

jugendfrei. Was dies aber wiederum bedeutenmag, bleibt vorerst ebenso unklar wie Grnde frdie erste vollstndige Sperrung.

Deshalb haben wir uns die Filtersoftware an-gesehen und den Versuch unternommen, imAusschlussverfahren einige Vermutungen dar-ber anzustellen: Welche Inhalte muss ein Nut-zer von JusProg explizit als unerwnscht imWebinterface des Programms anklicken, damitfreiesMagazin blockiert wird? Aktiviert man fol-gende Kategorien der Filtersoftware, ist genaudies der Fall:

Tabak-, Alkohol-, Drogenkonsum, Glcksspiel, Waffengebrauch oder Diskrimination, schlechte Vorbilder fr Kinder oder aber Verffentlichung kindheitsstrender Inhalte.

Offengestanden: Inhalte dieser Art haben wirbis zum heutigen Tag nicht verffentlicht und obFreie-Software-Aktivisten ein schlechtes Vorbildfr unsere Kinder sind, sei dahingestellt. Auchvon bsartigen Eastereggs auf freiesmagazin.dewissen wir nichts. Wissen Sie mehr, liebe Le-ser? Vielleicht ist auch das Wort frei infreiesMagazin Stein des Anstoes, denn Freiheitist bei solchen Sperren ja eher kontraproduktiv.

Inhalt

Linux allgemeinMobiles Linux mit Moblin S. 4Debian-Installation mit einer Braillezeile S. 7Die Vorgeschichte von Linux S. 9Der Mai im Kernel-Rckblick S. 24

SoftwareToribash Kampf mit (der) Physik S. 25Erfahrungsbericht: OpenOffice.org 3.0 S. 34Keine Angst vor awk ein Schnelleinstieg S. 43

HardwareAVR-Mikrocontroller unter Linux S. 48

CommunityECDL/ICDL wagt sich an OpenOffice.org S. 52Rezension: Just for Fun S. 55

MagazinEditorial S. 2Das Ende des Programmierwettbewerbs S. 56Leserbriefe S. 63Veranstaltungen S. 64Konventionen S. 64Vorschau S. 64Impressum S. ??

freiesMagazin GNU FDL Ausgabe 06/2009 2

http://jugendschutzprogramm.de/http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html

MAGAZIN

Uns zeigt dieses Beispiel einmal mehr, wie vielblindes Vertrauen ein Nutzer solcher Filtersoft-ware in den nicht transparenten Entscheidungs-prozess derjenigen investiert, die fr die Auswahlder zu sperrenden Seiten zustndig sind so-viel wissen wir nach diesem praktischen Beispielund sehen uns in unserer Haltung gegen Inter-netsperren bestrkt.

Das Ergebnis zeigt aber auch, was solche Sperr-listen ntzen bzw. was sie anrichten knnen. Eswerden harmlose Seiten gefiltert und als bseeingestuft. Denn nicht nur die Grnde fr dieSperre bleiben unklar: Da die Sperrliste nichteinsehbar ist, hat man auch keine Chance (bisauf Einzelabfragen) zu berprfen, ob die eige-ne Webseite in den Augen der JusProg auchbse Inhalte bereithlt.

Natrlich wollen wir hier nicht alleine die Fah-ne der gesperrten Seiten hochhalten, denn eshat auch zahlreiche andere Seiten getroffen, wieman bei F!XMBR [2] und Telepolis [3] nachle-sen kann. Unter anderem hat es den Internet-auftritt der taz, die Seite der Piratenpartei, denLaw Blog und noch viele mehr erwischt. Inter-essant dabei ist, dass es sich dabei hauptsch-lich um Zensurgegner oder zumindest zensurkri-tisch eingestellte Webseiten handelte. Wir fh-len uns also in bester Gesellschaft. Nach diesemInterview mit Mirko Drenger [4], Vorstandsvorsit-zender des Jugendschutzvereins JusProg, kannman die Aussage auf der Webseite, dass die Ein-trge sorgfltig und nach bestem Wissen und

Gewissen in das Programm aufgenommen wer-den, als reines Marketing-Geblubber abtun. So-lange sich niemand beschwert, wird alles auto-matisch eingeordnet und ggf. gesperrt, was imInternet nicht schnell genug weglaufen kann.

Unter dem Strich haben wir also einen Vor-geschmack auf Zensurmanahmen bekommen wenn auch im Kleinen. Daher an dieserStelle noch einmal der Aufruf, sich an derPetition gegen Netzsperren [5] zu beteiligen,die noch bis zum 17. Juni luft, und mit al-len (legalen und rechtlichen) Mitteln gegen ei-ne Umsetzung zu kmpfen. Die Sperre durchdie Internet-Provider ist dann nmlich nichtmehr so harmlos wie die Sperre irgendeines(Pseudo-)Jugendschutzprogrammes. Gerade mitBlick auf die 2. und 3. Lesung am 18. oder 19.Juni, und damit dem mglichen Beschluss desentsprechenden Gesetzes durch den Bundes-tag, hat man die Mglichkeit, seinen Wahlkreis-abgeordneten noch einmal zum Thema zu befra-gen. Anhand einer kurzen Anleitung zeigt MarkusBeckedahl auf netzpolitik.org [6] wie man das amBesten anstellt.

All das zeigt, dass das rege Engagement derNetzgemeinschaft auch ber die Grenzen desWorld Wide Web hinaus Wirkung hat, und unsbleibt so nicht nur die Hoffnung, dass das Gesetzin der aktuellen Form nicht beschlossen wird, wo-mit zumindest ein Teilerfolg erzielt werden wrde.Aber natrlich ist jede Form von Sperrung undZensur ein Schritt in die falsche Richtung.

Sehen Sie das genauso? Oder sind Sie kom-plett anderer Meinung und sehen einen gutenSinn hinter den angedachten Zensurmanah-men? Dann knnen Sie uns dies ab sofort nochviel leichter mitteilen. Unter jedem Artikel undauch unter dem Editorial finden Sie einen Linkzu der Kommentarfunktion auf unserer Webseitefreiesmagazin.de. Ohne langwierige Anmeldungknnen Sie sich dann sofort zu Themen uern,die Ihnen gut oder auch weniger gut gefallen ha-ben. Denn: ber Verbesserungsvorschlge undKommentare freuen wir uns immer.

In der Hoffnung, dass Sie regen Gebrauch vonder neuen Funktion machen, wnschen wir Ihnennun viel Spa mit der neuen Ausgabe

Ihre freiesMagazin-Redaktion

LINKS[1] http://jugendschutzprogramm.de/

[2] http://www.fixmbr.de/fxmbr-wider-dem-jugendschutz/

[3] http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30391/1.html

[4] http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30420/1.html

[5] https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860

[6] http://netzpolitik.org/2009/kleines-how-to-kontaktiere-einen-abgeordneten/

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freiesMagazin GNU FDL Ausgabe 06/2009 3

http://www.fixmbr.de/fxmbr-wider-dem-jugendschutz/http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30391/1.htmlhttp://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30420/1.htmlhttps://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860http://netzpolitik.org/2009/kleines-how-to-kontaktiere-einen-abgeordneten/http://jugendschutzprogramm.de/http://www.fixmbr.de/fxmbr-wider-dem-jugendschutz/http://www.fixmbr.de/fxmbr-wider-dem-jugendschutz/http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30391/1.htmlhttp://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30420/1.htmlhttps://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860http://netzpolitik.org/2009/kleines-how-to-kontaktiere-einen-abgeordneten/http://netzpolitik.org/2009/kleines-how-to-kontaktiere-einen-abgeordneten/http://www.freiesmagazin.de/comment/reply/98#comment-formhttp://www.gnu.org/copyleft/fdl.html

DISTRIBUTION

Mobiles Linux mit Moblin von Thorsten Schmidt

L inux-Distributionen fr Netbooks undandere mobile Gefhrten gibt es so ei-nige. Mit der heute im Blickpunkt ste-henden Distribution Moblin (V2 Core Alpha)stellt sich eine weitere in diese Reihe Zeitfr einen prfenden Blick.

VorgeschichteMoblin ist der jngste Spross des Moblin-Projektes [1]. 2007 von Intel initiiert undjngst der Linux Foundation bergeben [2], solldas Open-Source-Projekt vor allem Software-lsungen fr Mobile Internet Devices (MIDs)auf stromsparender Intel-Hardware (z. B. Atom-Prozessoren) entwickeln. Herausgekommen istdabei neben einigen