Ueber die ägyptische Trona

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    06-Jun-2016

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<ul><li><p>828 Ueher die iigyptische Trona. </p><p>Nilschlamm </p><p>von Sudan von Theben yon Cairo ,- F </p><p>Eisenoxy d 11,95 pC. 10,52 yC. 7,55 pc. organ. Materie 14,85 13,55 12,85 </p><p>( nicht be- Xalk 2,64 2,41 Magnesia 1,85 1,63 stimmt Liisliche Kieselsiiure 5,50 4785 I </p><p>- Thon uiid Wasser 62,30 - I n allen Nilschlammsorten liessen sich deutlich Glimmer- </p><p>partikelchen erkennen, besonders in dem von Ober - Aegyyten. Die Mengen des Eisenoxydfi und der organischen Materie nehmen in dem Masse ab, als man den Fluss stromabwarts verfolgt, sowie die des Sandes zunimmt, je mehr man sich dem Delta niihert. </p><p>So wie klimatologisch kann inan anch agronomisch das Nilthal' Aegypten i n drei Regionen: Ober-, Mittel - und Unter- Aegypten oder das Delta eintheilen. </p><p>Ueber die ggyptische Trona. Von D e m R e 1 b en.*) </p><p>Die iigyptische Trona hesteht bekanntlicli ails Natron- sesynicarbonat , welchem schwefelsaiires Natron und Chlorna- trium beigemengt ist. Die relativen Verhiiltnisae dieser Be- standtheile konnen jedoch sehr variiren, S O dass es Trona giebt , worin das Sesquicarbonat bedeutend vorwiegt , zuwei- len fast allein vorhanden ist, dann wieder solche, work das Chlornatrium und das schwefelsaure Natron bedeutend V O ~ - herrachen. </p><p>Ich hatte Gelegenheit verschiedene Tronasorten in Aegyp- ten selbst zu untersuchen, welche nnter dem Namen Nitrum oder auch Nitre im Verkehr gingen, jedoch keine Spur von Salpeter enthielteii, Drei dieser Trona habe ich jetzt naher untersucht. Dieselben stellten fast zolldicke Salzkrusten dar, </p><p>*) A18 Separatsbdriirk atis den Ann. Cbem. Pharm. VOIU H m . Vei- fasser erhalten. l. L. </p></li><li>Utht I die </li><li><p>230 Ucber dic agyptischc Trono. </p><p>wurde dem kunstlich dargcstellten vollsfandig entsprechen, mit dem es auch in Krystallform ubereinstimmt. </p><p>Trona Nr. I1 war eine krystallinische Salzkruste , worin die einzelnen Prismen jedoch weniger gut erkennbar waren. </p><p>Trona Nr. 111 stellte cine derb krystallinische Salzmasse dar, worin die einzelnen Krystallindividuen nicht unterscheid- bar waren. </p><p>Das schwefelsaure Natron muss in der lgyptischen Trona als wasserfreies Salz angcnommen werden. Ein 6hnlichch Vorkommen des wasserfreien Sulfats ist bereits von A b i c h durch die Analysen der Salzkrusten der Araxesebene aus dem Mange1 an Krystallwasser erwiesen. </p><p>Was die Bildungsweise der Trona betriffl, so lisst sich hieriiber bis jetzt Nichts mit Gewissheit angeben. Immer sind jedoch die Bildungsstltten Seen und Lachen, welche friiher wahrscheinlich mit dem Meere in irgend einer Ver- bindung gestanden haben und reich [an Kochsalz und schwe- felsaurem Natron sind; so die agyptisehen Nntronsecn im Delta. Auf welche Weise aber das Kochsalz in Carbonat iibergefuhrt wird, und wie das Vorkommen des schwefelsau- ren Natrons zu erklaren ist, hat in directer Weise noch nicht erklart werden konnen. </p><p>Schon B e r t h 011 e t machtc die interessante Beobachtung, dass in den Natronseen auf dcr eincn Scite Kochsalz und auf einer anderen Soda sich bildet, und bemerkte hierzu, dass zur Bildung dieser beiden Verbindungen die Gegenwart von kohlensaurem Kalk, Chlornatrium uncl eine gewisse Warme geniigend sei. </p><p>Stehen die Natronseen mit dem Nil in irgend einer Weise in Verbindung, was bei den periodischen Ueberschwem- mungen wahrscheinlich ist , so sind dann alle Momente gege- ben, urn eine solche Umsetzung zu erklaren und die Bildung der Soda und des Sesquicarbonats zu veranlassen. </p><p>Auffallend ist, dass die Producte der Natronseen bis jetzt so wenig Beachtung gcfunden haben, denn ihre Aus- beutung ist gering. (0. Popp). </p></li><li><p>Ueber den Kupfergehalt des Eisens. 231 </p><p>Nach Prof'. B r u g s c h bcfinden sich auf dem linlien Ufer des Nil, nicht weit von Kahira, 6 Natronseen, auf deren Bo- den sich das Salz in Krusten absetzt, die mit eisernen Barren in grossen Stiicken ausgcbrochen und dann an der Sonnc getrocknet werden. (Fr. W o h ler). </p><p>Ueber den Hupfergchalt des Eisens. Von Chr. R u m p in Hannover. </p><p>In Verfolg meiner Untersuchungen uber den Kupferge- halt des Eisens bin ich zu der Ueberzeugung gekommen, dass das reinste Eisen des Handels nicht frei von Spuren von Knpfer ist. Dies ist nicht zu verwundern, nur dass es nicht mehr ist, da die beiden Metalle so hiiufig zusammen vorkommen. - Seitdem das meiste Eisen mit C o k e s aus- geschmolzen wird, ist die Verunreinigung bedeutender gewor- den, aber auch das mit H o l p k oh 1 e n gewonnene Roheisen ist kupferhaltig, wie mich mehre Proben vom Harz iiberzeugt haben, es ist also nicht anzunehmen, dass es fruher je kupfer- freies Eisen gegeben hat. - In einem Falle habe ich mich bemiiht , den Kupfergehalt quantitativ zu bestimmen und in 100 Grm. 0,l (also ein Tausendstel) Kupfer naohgewiesen. Das ist allerdings keine Spur zu nennen, jedoch war dieses der schlimmste Fall und zwar betraf e8 ein technisch ausge- zeichnetes Eisen von unbestimmter Herkunft. Sonst -habe ich 2 Sorten schwedisches Eisen, Roh- und Stabeisen, und 2 Sorten Harzer Roheisen (Holzkohleneduct) untersucht , die nur Spuren von Kupfer enthielten. </p><p>Unter Spuren verstehe ioh, was der Analytiker darunter versteht, unwagbare Quantitiiten und zwar bei 30- 50 Grm. des in Untersuchung genommenen Eisens. Man ist bei kei- nem Metall im Stande, mit grosserer Leichtigkeit die klein- sten Spuren regulinisch darzuthun , aber diese Reaction giebt keinen Maassstab an die Hand, da sie zu empfindlich ist, sondern nur die Fallung als Schwefelkupfer oder die Losung </p></li></ul>