Übung zur Regionalökonomie 08. Juli 2010

  • View
    29

  • Download
    0

Embed Size (px)

DESCRIPTION

Übung zur Regionalökonomie 08. Juli 2010. Diplom Volkswirt Johannes Wiebels Sommersemester 2010. Aufgabe 1 (Bodenrenten und Grundstückspreise). - PowerPoint PPT Presentation

Text of Übung zur Regionalökonomie 08. Juli 2010

  • bung zur Regionalkonomie 08. Juli 2010 Diplom Volkswirt Johannes WiebelsSommersemester 2010

  • In einer Region werden die Gter A und B gewinnmaximierend hergestellt. Dabei bestimmen die folgenden Parameter die Produktionskosten beider Gter:

    Welche rumliche Produktionsstruktur resultiert hieraus?Zeigen Sie die Vernderung der rumlichen Produktionsstruktur (graphisch und rechnerisch), wenn die Transportkosten von B steigen.Was passiert, wenn die Bodenrente fr A berall unter jener fr B liegt?Wie bestimmen sich die Bodenpreise? Warum steigen die Miet- und Bodenpreise in Zentrumsnhe?

    Aufgabe 1 (Bodenrenten und Grundstckspreise)

    GutOptimale Output (pro m2) Q* Preis () p Produktionskosten () cSpezifische Transportkosten () t A100630,6B50420,2

  • Ri: Lagerente (/m2)Qi*: (optimale) Produktionsmenge pro Flcheneinheit (kg/m2)pi: (Absatz)Preis im Stadtzentrum (/kg)ci: Produktionskosten (/kg)ti: Spezifische Transportkosten (/kg/m)d: Entfernung vom Zentrumi = Gter A und Bd Aufgabe 1 a)RiHchste Lagerente im Zentrum, d.h. bei d = 0:Gewinngrenze: Ri = 0Steigung der Lagerentenkurve:-tiQiMFormel zur Bestimmung der Lagerente je nach Standort:

  • x Aufgabe 1 a)RiHchste Lagerente im Zentrum: d = 0Gewinngrenze: Ri = 0Produktionsgrenze: RA(x) = RB(x) -tAQA* = 60RA = (pA - cA)QA* = (6 - 3)100 = 300RB = (pB - cB)QB* = (4 2) 50 = 100xA = (pA - cA)/tA = (6 - 3)/0,6 = 5xB = (pB - cB)/tB = (4 2)/0,2 = 10300100-tiBQB* = 10510(pA - cA)QA* - tAQA*d = (pB - cB)QB* - tBQB*d300 60x = 100 10xx = 44Produktion von Gut A: vom Zentrum bis zur Entfernung von 4 km Produktion von Gut B: ab der Entfernung von 4 km bis zur Entfernung von 10 km vom Zentrum

  • Aufgabe 1 b)RixAB Produktion von Gut A wird rumlich ausgeweitet.

  • Aufgabe 1 c)RixAB Produktion von Gut A ist nicht mehr rentabel.

  • Aufgabe 1 d)Der Bodenpreis (V) ist der Marktwert eines Grundstckes bzw. der Gegenwartswert aller zuknftig erreichbaren Ertragsstrme (Lage- bzw. Bodenrente).

    R: Bodenrenter: risikoneutraler ZinssatzDie Bodenrente ist der finanzielle Ertrag des Bodens eines Bodenbesitzers bzw. die Pacht eines Landnutzers und wird beeinflusst durch:- Produktivitt des Faktors Boden,- Erzielbare Preise fr nachgelagerte Gter/Leistungen bzw. Mieten,- Kosten der Herstellung dieser Gter/Leistungen.In rumlicher Betrachtung variiert die Bodenrente je nach Standort. So gibt die Lagerente jenen Betrag an, den der Produzent eines bestimmten Gutes an einem bestimmten Standort bei optimaler Produktion unter vollkommener Konkurrenz fr Boden maximal zu zahlen bereit ist, wobei sie mit zunehmender Entfernung von Produktionsstandort abnimmt.

  • Aufgabe 1 e)Die maximale Zahlungsbereitschaft fr einen bestimmten Standort zum Kaufzeitpunkt (Lagerente) hngt von der Entfernung des Produzenten vom Nachfragestandort ab!!Lagerente ist abhngig von: den direkten Transportkosten, der Vernderung der optimalen Produktions- menge, die bei grerer Distanz abnimmt, und der daraus folgenden Vernderung der durchschnittlichen Gesamtkosten der Pro-duktion einer Einheit des produzierten GutesdRiBodenpreise

  • Aufgabe 2 (Basis-Sektoren-Analyse)Viele Stdte bemhen sich um Unternehmen in ihrem Einzugsgebiet.

    Was versteht man unter dem Basismultiplikatorenansatz? Erlutern Sie hierzu die Grundformel T = B + n T, wobei T alle Arbeitspltze in der Region umfasst, B die Arbeitspltze in den Basissektoren und n ein Parameter zwischen 0 und 1 ist.

    Folgende Daten seien gegeben:

    Schtzen Sie mit Hilfe des Basismultiplikatorenansatzes ab, wie sich eine Vernderung der Beschftigung in den Basissektoren um - 5'000 Beschftigte auf die Gesamtbeschftigung auswirkt.

    Arbeitspltze in der Region100'000Beschftigte im Basissektor20'000vom Basissektor unabhngige Beschftigung in den Nichtbasissektoren30'000

  • Aufgabe 2 a)Der Basismultiplikatoransatz erklrt die Wirkungsweise regionalpolitischer Ma-nahmen und/oder globaler Entwicklungen auf eine einzelne Region.

    Dabei werden Unternehmen nach ihrem (Absatz-)Markt unterschieden in

    Basis-Sektoren: berregionale, internationale Absatzmrkte,Nicht-Basis-Sektoren: beliefern die einheimische Bevlkerung,

    wobei zwischen Beschftigung im Nicht-Basis-Sektor (N) und Erwerbsbevlkerung (T) ein linearer Zusammenhang unterstellt wird:

    N = n0 + nT.

    Entspricht B der Anzahl der Beschftigten im Basis-Sektor, dann erhalten wir

    und damit

  • Aufgabe 2 b)gegeben:Arbeitspltze in der Region (T = 100.000) Beschftigte im Basissektor (B =20.000)vom Basissektor unabhngige Beschftigung in den Nichtbasissektoren (n0=30,000)Vernderung der Beschftigung in den Basissektoren (B = 5.000)

    n = (100.000 20.000 30.000)/100.000 = 0,5

    dT/dB = 1/(1-0,5) = 2

    T = 25.000= 10.000

    Eine Vernderung der Beschftigung in den Basissektoren von 5.000 bewirkt eine Vernderung der Gesamtbeschftigung von 10.000.

  • Aufgabe 3 (Keynesianische Multiplikatoranalyse)In einer Situation wirtschaftlicher Abschwchung versuchen einzelne Regionen durchgezielte Staatsausgaben ihrer Wirtschaft zu helfen.

    Erlutern Sie zunchst in groben Zgen, wie mit Hilfe einer keynesianischen Multiplikatoranalyse der Effekt auf die regionale konomie abgeschtzt werden kann. Folgenden Daten seien gegeben:

    Berechnen Sie den Effekt einer zustzlichen Staatsausgabe von 150 Millionen auf die regionale Bruttowertschpfung.

    Wirtschaftsraum Vorabberg Mio. Regionale Bruttowertschpfung 2875Konsumausgabenregionale Produkte 1200Importe850Staat310Investition515

  • Idee: Wirtschaftliche Aktivitt wird ber die Nachfrage stimuliert.

    regionale Nachfrage (Nr) besteht aus:- regionalen Konsum mit EK-unabhngigen, autonomen Konsum (co) (Cr = c0+cYr )

    - Investitionen, staatlicher Konsum, Exporte aus der Region (Ir, Gr, Xr) - Importe in die Region (Mr = m0+ mYr), mit EK-unabhngige, autonome Import (mo)

    Im Gleichgewicht: regionale Nachfrage (Nr) = regionale Wertschpfung (regionales Angebot) (Yr )

    bzw.

    Ausgabenmultiplikator:

    Aufgabe 3 a)

  • gegeben: regionale Wertschpfung (Yr = 2.875)regionaler Konsum (Cr = 1.200) Importe in die Region (Mr = 850)staatlicher Konsum (Gr = 310)Investitionen (Ir = 515) autonomer Konsum (co = 0)autonomer Import (mo = 0) G = 150 Mio. Aufgabe 3 b)c = 1.200/2.875 = 0,42

    m = 850/2.875 = 0,29

    dYr/dG = 1/(1 0,42 + 0,29) = 1,15

    Yr = 1,15 150 (Mio. ) = 172,5 (Mio. ) Die zustzliche Staatsausgabe von 150 Mio. steigert die regionale Wertschpfung um 172,5 Mio. .

  • Aufgabe 4 (Keynesianische Multiplikatoranalyse)Folgende Daten sind gegeben:

    mit Cr als regionalen Konsum, Yr als regionales Einkommen, Mr als Importe in die Region.

    Zur Belebung der regionalen Wirtschaft erhht der Staat seine Ausgaben in dieser Region um 1 Mio. .

    Schtzen Sie die Folgen auf das regionale Einkommen/Produktion mit Hilfe eineskeynesianischen Multiplikatormodells ab.

    Regionale Grenz-Konsumneigung (dCr / dYr) 0,6Regionale Grenz-Importneigung (dMr / dYr) 0,1Regionale Einkommenssteuersatz (t)0,2

  • gegeben:regionaler Konsum (Cr )regionales Einkommen (Yr )Importe in die Region (Mr )Regionale Grenz-Konsumneigung (dCr/dYr = c = 0,6) Regionale Grenz-Importneigung (dMr / dYr = m = 0,1) Regionaler Einkommenssteuersatz (t = 0,2)co = 0mo = 0Erhhung der Staatsausgaben fr die Region (Gr = 1 Mio. )Aufgabe 4dYr/dGr = 1/(1-(0,6-0,1)(1-0,2)) = 1,7

    Yr = 1,7 1 (Mio. ) = 1,7 (Mio. )Die zustzliche Staatsausgabe von 1 Mio. steigert die regionale Wertschpfung um 1,7 Mio. .

    *****