Unternehmens- und Markenkonzentration in der europ¤ischen ... KPMG und das KPMG-Logo sind eingetragene

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    Unternehmens- und Markenkonzentration in der europäischen Automobilindustrie Mögliche Szenarien im Jahr 2025

  • Executive Summary 3

    1 Einleitung: Branchenkonsolidierung – Schicksal oder strategische Chance ? 5

    2 Die Konsolidierung der europäischen Automobilindustrie – Triebkräfte und Einflussfaktoren 6

    2.1 Begriffliche Grundlagen 6

    2.2 Konsolidierung und Dekonsolidierung – ein Branchenmodell 6 2.2.1 Das Modell im Überblick 6 2.2.2 Elemente des Modells 8

    2.3 Phasen des Konsolidierungsprozesses 9 2.3.1 Überblick 9 2.3.2 Der Big Shakeout der 20er- und 30er-Jahre 10 2.3.3 Die Nachkriegskonsolidierung in den 50er-Jahren 11 2.3.4 Marktsättigung und Konsolidierung in den 60er- und 70er-Jahren 11 2.3.5 Globalisierung und Konsolidierung in den 90er-Jahren 12

    2.4 Länderspezifische Entwicklungen 16 2.4.1 Die Konsolidierung der deutschen Automobilindustrie 17 2.4.2 Die Konsolidierung der französischen Automobilindustrie 20 2.4.3 Die Konsolidierung der britischen Automobilindustrie 21 2.4.4 Die Konsolidierung der italienischen Automobilindustrie 23

    2.5 Der Zusammenhang zwischen Hersteller- und Markenkonzentration 25

    3 Perspektiven des Konzentrationsprozesses in der Automobilindustrie 26

    3.1 Szenario I: „Green Revolution“ 26

    3.2 Szenario II: „Mobility Revolution“ 29

    4 Fazit: Zeitenwende in der Automobilindustrie – wer wird überleben ? 33

    Inhalt

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    Die Studie „Unternehmens- und Markenkonzentration in der europäi- schen Automobilindustrie“ analysiert die Dynamik der Konsolidierungs- und Dekonsolidierungsprozesse der europäischen Automobilindustrie in den letzten 90 Jahren und identifi- ziert bestimmende Faktoren. Dazu wird ein Branchenmodell entwickelt, auf dessen Basis eine Prognose des künftigen Konsolidierungsprozesses bis 2025 abgeleitet wird.

    Ergänzend zu den Prognosen zeich- net die Studie länderspezifische Entwicklungen nach und illustriert diese anhand von Beispielen aus der Praxis.

    In Deutschland fand die Konsolidie- rungswelle nach dem Zweiten Welt- krieg ihren Höhepunkt. Viele Anbieter stiegen mit Kleinst- und Kleinwagen in den Markt ein. Die deutsche Wirt- schaft erfuhr jedoch einen unvor- hergesehenen Aufschwung und die Nachfrage nach Kleinwagen war ver- gleichsweise gering. Viele Anbieter verabschiedeten sich in der Folge wieder aus dem Markt.

    Die Zahl der unabhängigen Hersteller reduzierte sich von elf in den 50er- Jahren auf gegenwärtig drei. Diese Entwicklung ist zum einen der star- ken Ausrichtung auf Premiumseg- mente geschuldet, zum anderen der liberalen Wirtschaftspolitik. Von der Globalisierung waren deutsche Her- steller nicht negativ betroffen, son- dern verfolgten vielmehr eine aktive Konsolidierungsstrategie wie zum Beispiel Volkswagen.

    Mit der Übernahme von Seat und Škoda reagierte Volkswagen auf die geopolitischen Veränderungen zu Beginn der 90er-Jahre. In beiden Fällen war die Konsolidierung für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation: Seat konnte seine Präsenz auf den Märkten außerhalb Spaniens erhö- hen, Škoda wurde international wett- bewerbsfähig. Volkswagen hingegen konnte mit Seat schnell in den spa- nischen und mit Škoda in den ost- europäischen Markt einsteigen und erweiterte zudem sein Markenport- folio.

    Spannend zu beobachten ist der Kon- solidierungsprozess darüber hinaus in China: Der eigenständige national- privatwirtschaftliche Sektor gleicht der europäischen Automobilindustrie der 50er-Jahre. Steigende Kunden- anforderungen und die Orientierung an westlichen Qualitäts- und Tech- nologiestandards deuten auf eine Realisierung von Skaleneffekten hin. Da die chinesische Regierung ange- sichts der Vielzahl von Joint Ven- tures jedoch keine Anstrengungen unternehmen wird, Kleinhersteller zu retten, darf mit einer nachhaltigen Bereinigung gerechnet werden.

    Basierend auf der Analyse der Ent- wicklungen in den hier betrachteten Ländern wurde im Rahmen dieser Studie ein Branchenmodell erstellt, das den Markt in den Fokus rückt. Vor dem Hintergrund bisher durch- laufener Phasen der Konsolidierung sowie der länderspezifischen Ent- wicklungen sind bis 2025 deshalb die beiden folgenden Entwicklungssze- narien wahrscheinlich: „Green Revo- lution“ und „Mobility Revolution“.

    Executive Summary

    Exkurs Neue Geschäftsmodelle durch elektromobilität

    Automobilhersteller könnten in einem weiteren Szenario ihre Sys- temführerschaft an Energieversor- ger verlieren. Mit der voranschrei- tenden Entwicklung von Elektro- automobilen wird es erforderlich, die Infrastruktur auszubauen und Elektrotankstellen zu errichten. Energieversorger könnten dabei den Markt dominieren und eine Gate Keeper-Funktion übernehmen, wodurch sie neue Wertschöpfungs- und Ergebnispotenziale generie- ren könnten. Damit wäre der Auto- mobilhandel vollständig aus der Wertschöpfungskette verdrängt.

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    4 Unternehmens- und Markenkonzentration in der europäischen Automobilindustrie

    „Green Revolution“

    Der steigende politische Druck so- wie der Wertewandel innerhalb der Gesellschaft zwingen die Hersteller im Szenario „Green Revolution“, die Entwicklung umweltfreundlicher Technologien zu beschleunigen. Fahrzeuge mit alternativen Antriebs- technologien werden den Markt dominieren. Kritische Faktoren sind in diesem Zusammenhang:

    • Technische Ausreifezeit von 10 bis 15 Jahren, dadurch erheb- liche finanzielle Vorleistungen in Forschung und Entwicklung

    • Anpassung der Produktions- konzepte

    • Reorganisation der Wert- schöpfungsketten

    Daraus ergibt sich ein erheblicher Bedarf an finanziellen Mitteln, der an den Kapitalmärkten gedeckt wer- den muss. Dies ist wiederum eine kritische Schwelle, da die Zeithori- zonte von Ausreifung und Amortisa- tion nicht kongruent sind. Gefährdet sind daher alle Hersteller mit schwa- cher Eigenkapitalbasis und geringer Ertragskraft. Andererseits sind die Markteintrittsbarrieren hoch, nur chi- nesischen Herstellern mit staatlicher Unterstützung oder Energieversor- gungsunternehmen wird zugetraut, in den Markt einzusteigen.

    Die tatsächliche Konsolidierung in diesem Szenario könnte insgesamt gering ausfallen. Sollte es eintreten, ist mit einer Restrukturierung der gesamten europäischen Automobil- industrie zu rechnen.

    „Mobility Revolution“

    Treiber dieses Szenarios sind die Kunden. Sie wollen in Zukunft kein Fahrzeug mehr besitzen, sondern nur temporär und situativ nutzen. Kriti- sche Entwicklungsschwellen in die- sem Zusammenhang sind:

    • Komplette Restrukturierung der Branche

    • Mobilitätsanbieter lösen Auto- mobilhersteller als Systemführer in der Wertschöpfungskette ab und bieten verkehrsträgerübe