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ZDB Geschäftsbericht 2013

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Ein Überblick über die Baubranche 2013.

Text of ZDB Geschäftsbericht 2013

  • Fr dieMenschen.Fr die Branche.Fr die Zukunft. Geschftsbericht 2013

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  • Herausgeber Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e. V.

    Verantwortlich Presse- und ffentlichkeitsarbeit Dr. Ilona K. Klein

    Kronenstrae 5558 10117 Berlin Telefon 030 20314-0 Telefax 030 20314-419 www.zdb.de [email protected]

    Gestaltung wirDesign Berlin BraunschweigZentralverband des Deutschen Baugewerbes, Berlin

    Druck Ludwig Austermeier Offsetdruck OHG, Berlin

    Bildnachweis Auswrtiges Amt/Till Budde (S. 37) BMVBS (S. 13, 15, 49) Beuth (S. 48) Bundesstiftung Baukultur (S. 25) Deutscher Holzbaupreis/Jens Weber (S. 36) SOKA-BAU (S. 33) ZDB (S. 18, 19, 20, 22, 27, 30, 38, 39, 40, 41, 49, 51) ZDB/Till Budde (S. 2, 3) ZDB/ Gerhard Kassner (S. 3)ZDB/Swantje Kttner (S. 36, 37, 44, 45, 52) ZDB/Reiner Zensen (S. 4, 14, 38, 39, 53, 54)ZDH/Werner Schring (S. 12) iStock (S. 6, 16, 40)Plainpicture (S. 28, 34, 46, 56)

    April 2014 ISSN 1869-2508

  • GESCHFTSBERICHT.2013.

  • 2INHALT.

    KONJUNKTUR UND MARKT .................... 6

    LOBBYARBEIT ........................................ 16

    TARIFPOLITIK ........................................ 28

    VORWORT .............................................. 4

    Die Lage der deutschen Bauwirtschaft 2013 ................ 8

    Betriebswirtschaft ...................................................... 11

    Unternehmensentwicklung ........................................ 14

    Bau- und Verkehrspolitik ............................................ 18

    Rechtspolitik ............................................................... 21

    Steuerpolitik ............................................................... 23

    Sozialpolitik ................................................................ 24

    Europapolitik ............................................................... 26

    Tarifverhandlungen 2013 ........................................... 30

    Sozialkassenverfahren ............................................... 32

    Tarifliche Rentenbeihilfen ........................................... 33

  • 3FFENTLICHKEITSARBEIT ...................... 34

    AUS- UND WEITERBILDUNG ................. 40

    TECHNIK ............................................... 46

    DATEN UND FAKTEN ............................. 56

    Veranstaltungen ......................................................... 36

    Internet ........................................................................ 39

    Berufsbildung .............................................................. 42

    Berufswettbewerbe ..................................................... 43

    Technikpolitik .............................................................. 48

    Bundesfachgruppen .................................................... 48

    Organisation ............................................................... 58

    Vorstand ...................................................................... 60

    Mitgliedsverbnde ...................................................... 62

    Ehrenringtrger ........................................................... 66

    Publikationen .............................................................. 68

  • 4VORWORT.

    Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein,

    Prsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes.

    Meine Damen und Herren,

    das Jahr 2013 war trotz eines holperigen Starts alles in allem ein gutes Jahr fr die Bauwirtschaft. Zwar sind wir aufgrund des lang anhaltenden Winters und der sich nahtlos anschlie-enden heftigen Niederschlge verbunden mit einer erneuten Jahrhundertflut nur sehr langsam gestartet, dennoch haben wir am Ende ein Umsatzplus von 3,1 % erwirtschaftet. Hier sei einschrnkend hinzugefgt, dass Umstze noch keine Ertr-ge sind. Die Unternehmensgewinne sind nmlich nicht in glei-chem Ma gewachsen. Unsere Unternehmen konnten dann aber ein gutes Auftragspolster in das Jahr 2014 mitnehmen. Der milde Winter hat es ihnen zudem leicht gemacht, dieses auch abzuarbeiten.

    Getragen wurde die Baukonjunktur im vergangenen Jahr vom Wohnungsneubau. Nachdem 2009 die Talsohle durchschritten worden war, wird zunehmend mehr in den Neubau von Mehr-familienhusern investiert. Das vermeintliche Betongold wur-de fr Investoren wieder interessanter. Trotz deutlich hherer Fertigstellungszahlen fr neue Wohnungen diese liegen 2013 bei rund 225.000 herrscht in den Ballungsgebieten immer noch Wohnungsknappheit, die sich in steigenden Mieten und anziehenden Immobilienpreisen uert. Mittlerweile hat es der Wohnungsbau in die Talk Shows der Republik geschafft ob Jauch, Illner oder Maischberger horrende steigende Mieten und Wohnungsmangel fr Familien mit mittleren Einkommen stehen immer wieder auf der politischen Agenda.

    Trotz offenkundiger Missstnde konnten sich die Gro-Koaliti-onre nach der Bundestagswahl 2013 nicht zu investitionsfr-dernden Manahmen durchringen. Was die Fachpolitiker aus unserer Sicht richtigerweise vorgeschlagen hatten, wie z.B. die Einfhrung einer degressiven AfA, wurde von den Haushalts-politikern wieder einkassiert. Dieses zog sich wie ein roter Faden durch die Verkehrs- und Baupolitik. Nur an wenigen Stellen will die GroKo mehr investieren. Stattdessen setzt sie ganz auf Konsum: ob Rente mit 63, Mtterrente, Erhhung des Kindergeldes, die Liste der Erhhung konsumtiver Ausgaben ist lang. Die Liste notwendiger Investitionen dagegen sehr kurz.

    Im Bereich der energetischen Gebudesanierung will man die Frdermittel auf zwei Mrd. Euro erhhen. Fr den Haushalt 2014, der derzeit im Bundestag beraten wird, werden es erst einmal weniger sein, rund 1,8 Mrd. Euro stehen in der Vorla-ge. Im Bereich Verkehrsinfrastruktur wren fnf Mrd. Euro pro Jahr ntig, um den immensen Investitionsstau abzubauen jetzt werden es fnf Mrd. fr die gesamte Legislaturperiode, al-so 1,25 Mrd. pro Jahr. Das wird nicht ausreichen.

  • 5Wir werden uns also mit Schlaglchern, Staus, Ge-schwindigkeitsreduzierungen und Brckensperrungen arrangieren mssen.

    Auch aus Brssel ist nicht viel Positives zu erwarten. Nachdem im vergangenen Jahr das Europische Parla-ment im Hinblick auf den digitalen Tachografen rich-tige Beschlsse gefasst hatte, wurden diese im sog. Trilogverfahren wieder rckgngig gemacht, so dass als Ergebnis jahrelanger Lobbyarbeit nur die Erweiterung des Radius fr die Handwerkerausnahme von 50 km auf 100 km verbucht werden kann. Bei der sog. Durch-setzungsrichtlinie sieht es mittlerweile besser aus. Viele unserer Forderungen wurden aufgegriffen.

    Nun droht neuer rger aus Brssel: Denn die deutsche duale Ausbildung, die sich durch Vermittlung ganzheit-licher Qualifikationen auszeichnet, ist in Gefahr. Auf europischer Ebene sind nmlich konkrete Absichten erkennbar, harmonisierte Mindeststandards fr die Ausbildung zu definieren, die dann europaweit aner-kannt werden mssen. Was auf den ersten Blick harm-los klingt, bedeutet in Wahrheit eine Verkrzung der Lehrzeiten und eine Verringerung des Umfangs der T-tigkeiten, die einen Beruf derzeit ausmachen.

    Insbesondere der Meisterbrief ist immer wieder Angrif-fen aus Europa ausgesetzt. Diese Bestrebungen fhren zu einer Absenkung der Qualittsstandards und zu ei-ner Aushhlung des dualen Systems in Deutschland. Damit wird eine Abwrtsspirale in Gang gesetzt, an de-ren Ende nicht mehr ausgebildet wird und Baumn-gel zunehmen werden. Langfristig werden durch diese Entwicklung qualifizierte Mitarbeiter und Meister feh-len, die eine praxisorientierte Ausbildung vermitteln knnen. Diese bilden das Rckgrat der deutschen Wirt-schaft und sind der Garant fr unseren Wohlstand.

    Hier gilt es, Flagge zu zeigen und fr unsere Errun-genschaften zu kmpfen. Dass unsere jungen Nach-wuchshandwerker zur Weltspitze gehren, haben sie letzten Sommer bei der WorldSkills, der Berufswelt-meisterschaft, in Leipzig eindrucksvoll bewiesen. Mit drei Gold-, einer Bronze- und einer Exzellenzmedaille kehrten die sechs jungen Mnner, die in fnf Diszipli-nen angetreten waren, beraus erfolgreich nach Hau-se zurck. Nicht nur dieses Ergebnis bestrkt uns, in unserem Einsatz fr den Erhalt des Meisterbriefs und damit der dualen Ausbildung insgesamt nicht nach-zulassen. Denn wir werden auch in Zukunft hochqua-

    lifizierte Mitarbeiter brauchen, um im globalen Wettbewerb bestehen zu knnen.

    Die Inhaber unserer Bauunternehmen und ihre Familien sind und fhlen sich persnlich verantwortlich fr ihre Beschf-tigten und ihr Unternehmen. Sie tragen die Verantwortung fr die Zukunft. Die mittelstndisch geprgte deutsche Bauwirt-schaft ist daher ein unverzichtbarer Pfeiler unserer Volkswirt-schaft. Sie ist Garant fr viele Hunderttausend Arbeits- und Ausbildungspltze und damit fr Wohlstand in Deutschland. Die Politik ist aufgefordert, Gefhrdungen dieses Modells abzu-wenden. Die negativen Erfahrungen mit multinationalen Me-ga-Strukturen in der europischen Finanz- und Schuldenkrise geben ausreichend Anschauung dazu.

    Mit diesem Geschftsbericht zeigen wir die vielfltigen The-menfelder auf, mit denen wir uns im vergangenen Jahr befasst haben. Viele davon werden uns auch in diesem von der Europa-wahl geprgten Jahr weiter beschftigen. Wir waren darber hinaus mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und Aktionen in der ffentlichkeit prsent und haben auf die Anliegen unserer Branche aufmerksam gemacht.

    Aber lesen Sie selbst!

    Ihr

  • 6 Alle reden von bezahlbaren Wohnungen. Aber wer sorgt letztendlich dafr?

  • 7 Wir sind schon voll dabei. Nach mehrjhriger Flaute wchst der Wohnungsneubau seit 2011 kontinuierlich. Das Gute daran: Rund 90 Prozent der neuen Wohnungen werden von mittel- stndischen Betrieben wie meinem erstellt. Fr mich persn-lich heit das: Sinnvolles tun, auf

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