Bv eks 070913_final

  • View
    577

  • Download
    0

Embed Size (px)

DESCRIPTION

 

Transcript

  • 1. Die EKS-Methode: Universalprinzipien des Erfolges? Prof. Dr. Bernd Venohr Vortrag KBL Voith Turbo Heidenheim, 17. September 2007 2007 Prof. Dr. Bernd Venohr

2. Background 2007 Prof. Dr. Bernd Venohr 2 3. EKS = Engpasskonzentrierte Verhaltens- undFhrungsstrategie 2007 Prof. Dr. Bernd Venohr 3 4. Die EKS-Methode wurde von Wolfgang Mewes, einemunkonventionell denkenden deutschen Praktiker entwickeltBetriebswirtschaftlicher AutodidaktVon 1951 bis 1989 Inhaber einesbetriebswirtschaftlichen Lehrinstitutes inFrankfurt und Anbieter von Fernlehrgngenund Seminaren1971: Start des EKS-Lehrgangs;jetziger Umfang: 20 Kursmodule mit berProf. h.c. Wolfgang Mewes 1000 Seiten (15 Monate Dauer; Preis 1.980 geb.1924 in Berlinber 160.000 Lehrgangsteilnehmerinsgesamt, davon ber 15.000 Absolventendes EKS-LehrgangsQuelle: http://www.strategie.net/inhalte_urheber_strategie/urheber_body.htm 2007 Prof. Dr. Bernd Venohr 4 5. Engpasskonzentrierte Strategie: die Suche nach demgemeinsamen Nenner fr unternehmerischen Erfolg Naturgesetze desUnternehmenserfolges Einarbeitung von wissenschaftlichenAnalyse von Tausenden vonErkenntnissen ausKarriereverlufen und vielen Bereichen; vor allem Unternehmen Naturwissenschaften Alles was heute in der EKS steht, hat irgend jemand irgendwann schon einmal so oder hnlich formuliert. Meine Leistung bestand darin, alles miteinander zu verbinden und in ein systematisches Programm zubringenWolfgang MewesQuelle: Friedrich, Kerstin; So entstand die EKS, in: Die EKS-Strategie: Hintergrnde-Visionen-Erfolge, Frankfurt 1994, S. 41 2007 Prof. Dr. Bernd Venohr5 6. Die Grundthesen der EKS-MethodeUnternehmen: dynamische und hochgradig intern und mit der Umweltvernetzte SystemeWnscht ein System (=Unternehmen) fr sich einen bestimmten Input(=Umsatz), muss es durch das Angebot eines Nutzens seine Umwelt(=Kunden) dazu bringen, ihm das Gewnschte zu gebenNutzenstiftung ber die Lsung eines Kundenproblems der(=Engpass) sichert das berleben. Wenn man seiner Kunden-Zielgruppe einen Nutzen bieten kann, den diese fr den eigenen Erfolgbraucht und der von keinem anderen geboten wird, wird man von ihruntersttzt (Solidarittsmacht) und wird zum Markt- und MachtfhrerStrategie als Superlehre entscheidet ber Erfolg und Misserfolg: derEinsatz der eigenen Krfte optimal auf den wirkungsvollsten Punkt(Engpass) fhrt dazu, dass sich viele Detailprobleme von selber lsen(Prinzip der Kettenreaktion)Quelle: Die EKS-Strategie; Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH Informationsdienste, 1991, Heft 27, S. 8; Heft 28, S.15 2007 Prof. Dr. Bernd Venohr 6 7. Die EKS-Methode besteht aus drei ElementenEKS-Methode GrundprinzipienPhasenmodell InstrumenteQuelle: Die EKS-Strategie; Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH Informationsdienste, 1991, Hefte 1-35; Friedrich/Seiwert/Geffroy, Das neue 1x1 der Erfolgsstrategie, 9. Auflage,Offenbach 2003 2007 Prof. Dr. Bernd Venohr7 8. Die EKS-Grundprinzipien1. Konzentration und Spezialisierung2. Minimumfaktor als kybernetisch wirkungsvollster Punkt (Engpassorientierung)3. Nutzen- vor Gewinnmaximierung4. Strategie als berlegener KrfteeinsatzQuelle: Die EKS-Strategie; Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH Informationsdienste, 1991, Hefte 1-35; Friedrich/Seiwert/Geffroy, Das neue 1x1 der Erfolgsstrategie, 9. Auflage,Offenbach 2003 2007 Prof. Dr. Bernd Venohr8 9. Grundprinzip 1: Beispiel Red Adair - Erarbeitung einerSpitzenstellung im Markt durch eine spezielleProblemlsung fr eine klar abgegrenzte Zielgruppe 2007 Prof. Dr. Bernd Venohr9 10. Grundprinzip 1:Konzentration und SpezialisierungNur der Spezialist, der seine Strken voll und ganz in einembegrenzten Gebiet einsetzt, kann Spitzenleistungen (= berzeugenderNutzen fr Umwelt) bietenKonzentration der Krfte auf das, was ein Unternehmen am besten beherrscht UND die jeweils empfindlichste Lcke der Umwelt (brennendstes Bedrfnis derZielgruppe): Engpass/MinimumfaktorGute Spezialisierung: Problem- und Zielgruppenspezialisierung stattProduktspezialisierung konstantes Grundbedrfnis einer bestimmten Zielgruppe mit gleichenWnschen/Problemen/Bedrfnissen je homogener Zielgruppe, desto einfacher knnen Engpsse erkanntwerden und desto zielgerichteter knnen eigene Mittel zur Problemlsungeingesetzt werdenQuelle: Die EKS-Strategie; Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH Informationsdienste, 1991, Heft 27, S. 8; Heft 28, S.15 2007 Prof. Dr. Bernd Venohr 10 11. Grundprinzip 1:Konzentration und Spezialisierung Vorteile und Risiken Vorteile der Spezialisierung: (Nischen-) Marktfhrerschaft Ausstrahlung des Ersten: physische und emotionale Vorteile Einzigartigkeit/zwingender Nutzen statt Verdrngungswettbewerb (Austauschbarkeit) Sog der Zielgruppe (enge Kundenbindung) statt Druck Steigende Effizienz (Lernkurve, Skalenvorteile) Bessere Wahrnehmung von Marktvernderungen Risiken der Spezialisierung: Marktvernderungen Neue Technologien Vernderte Kundenbedrfnisse Neue Wettbewerber Kundenwnsche unendlich: Grenze der Spezialisierung sind Zahlungsbereitschaft der Kunden und Beherrschung der internen Prozesse zur Bewltigung der Spezialisierung Bereitschaft, Geschft stndig neu zu erfinden (= Innovation) 2007 Prof. Dr. Bernd Venohr Friedrich/Seiwert/Geffroy, Das neue 1x1 der Erfolgsstrategie, 9. Auflage, Offenbach 2003 11 12. Grundprinzip 1:Konzentration und Spezialisierung soll zur Marktfhrerschaftund zur Auslsung einer Erfolgsspirale fhrenQuelle: Die EKS-Strategie; Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH Informationsdienste, 1991, Heft 2, S. 5 2007 Prof. Dr. Bernd Venohr 12 13. Grundprinzip 1:Risiken der Spezialisierung durchMarktvernderungen: Beispiel DualQuelle: www.deutsches-phono-museum.de 2007 Prof. Dr. Bernd Venohr 13 14. Grundprinzip 2: Das Liebigsche Minimumgesetz- Das Wachstum einer Pflanze richtet sich nach demNhrstoff, den sie am wenigsten besitztJede Pflanze braucht zu Ihrer Entwicklung bestimmte Faktoren:solange alle Faktoren ausreichend zur Verfgung stehen, wchst diePflanze von selbst (Selbstorganisationsprozess)Die Entwicklung der Pflanze stoppt , wenn einer der erforderlichenFaktoren fehltNur wenn der fehlende Faktor zugesetzt wird, setzt sich das Wachstumfort, solange bis ein anderer Minimumfaktor entstehtQuelle: Die EKS-Strategie; Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH Informationsdienste, 1991, Heft 2, S. 16 2007 Prof. Dr. Bernd Venohr14 15. Grundprinzip 2: Das Prinzip des Minimumfaktors alskybernetisch wirkungsvollster PunktVerallgemeinerung des Minimumgesetzes: Jedes System kann vomEngpass her mit dem geringsten Aufwand kontrolliert und beeinflusstwerden (Minimum- oder Engpassfaktor = kybernetisch wirkungsvollsterPunkt)Mewes unterscheidet externer Minimumfaktor: begrenzt den Erfolg der Zielgruppe und interner Minimumfaktor: betrieblicher Engpass, der eine Firma daranhindert, die Zielgruppe optimal zu bedienenErfolg und Misserfolg eines Unternehmens bestimmt durch Genauigkeit, mit der der jeweilige Engpass identifiziert wirdund durch gezielten Einsatz der eigenen Mittel, mit denen dieserEngpass beseitigt wird NICHT durch die Gre der zur Verfgung stehenden MittelQuelle: Die EKS-Strategie; Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH Informationsdienste, 1991, Heft 27, S. 20- 21; Heft 2, S.15-20 2007 Prof. Dr. Bernd Venohr15 16. Grundprinzip 3:Indirekte statt direkte Gewinnmaximierung durchSteigerung des Nutzens fr die UmweltDas richtige Unternehmensziel entscheidet ber den Erfolg undbestimmt das Handeln im TagesgeschftMewes These: indirekte Gewinnmaximierung durch Nutzenstrategieberlegenes Unternehmensziel Langfristig erfolgreiche Unternehmen gewichten die Nutzenmaximierungfr ihre Kunden hher als die Gewinnmaximierung Gewinne als Folge der Nutzenmaximierung : Der Gewinn steigt umsostrker, je mehr man sich am Nutzen der Umwelt orientiertNutzen- vor Gewinnmaximierung: Kleiner Unterschied - groeWirkung Gewinnmaximierung kann man kurzfristig auch durch unlautere Mittelerreichen Indirekte Gewinnmaximierung nur mglich durch Steigerung des Nutzensfr die Umwelt (= Zielgruppe)Quelle: Friedrich/Seiwert/Geffroy, Das neue 1x1 der Erfolgsstrategie, 9. Auflage, Offenbach 2003, S. 20-21 2007 Prof. Dr. Bernd Venohr16 17. Grundprinzip 4: In vernetzten Systemen hngt der Erfolg vonder Kenntnis der ganzheitlichen Wirkungszusammenhngeund weniger von der Gre der eingesetzten Mittel abQuelle: Die EKS-Strategie; Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH Informationsdienste, 1991, Heft 1, S. 12 2007 Prof. Dr. Bernd Venohr17 18. Grundprinzip 4:Strategie bedeutet berlegener Krfteeinsatz in vernetztenSystemen (=Auslsung von Kettenreaktionen)In einem vernetzten System gibt es Problemhierarchien: DieKonzentration auf die Lsung der zentralen Probleme fhrtautomatisch zur Lsung einer Vielzahl weiterer ProblemeStrategie = Art und Weise, wo und wie man seine Krfte einsetzt Strategien wirken ganzheitlich, je besser die Strategie, desto sichererund strker lsen sich in einer vernetzten Welt die meisten anderenProbleme (Kettenreaktion) Strategie in diesem Sinne ist die Konzentration der Krfte auf dasWesentliche an der entscheidenden Stelle (Engpass/ Marktlcke)Quelle: Die EKS-Strategie; Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH Informationsdienste, 1991; Heft 27, S. 7-8, Heft 1, S. 4-6 2007 Prof. Dr. Bernd Venohr18 19. Zusammenfassung Grundprinzipien: Erfolgsspirale oderTeufelskreis eine Frage der Strategie Erfolgsspirale TeufelskreisQuelle: Die EKS-Strategie; Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH Informationsdienste, 1991, Heft 27, S. 8; Heft 28, S.15 2007 Prof. Dr. Bernd Venohr19 20. EKS-Phasenmodell zur schrittweisen Umsetzung derGrundprinzipienQuelle: Die EKS-Strategie; Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH Informationsdienste, 1991, Heft 4, S.8 2007 Prof. Dr. Bernd Venohr20 21. Beispielhafte EKS-Instrumente Kybernetische Kalkulation Spannungsbilanz als Frhwarnsystem Differenz-Eignungsanalyse 2007 Prof. Dr. Bernd Venohr 21 22. Zahlreiche sehr erfolgreiche Firmen sind von der EKS-Methode stark beeinflusst worden (I)JahresberschussName Branche MarktpositionUmsatz 2006 (2006)DirektvertriebWeltmar