Der Linux Schulserver

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    12-May-2015

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Leitfaden zur Installation eines Linux Webservers mit dem Content Management System Mambo und dem Lern Management System Moodle

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<ul><li>1.I </li></ul><p>2. Der Linux Schulwebserver1Inhaltsverzeichnis1Linux Grundlagen .............................................................................................................3 1.1Was ist Linux? ..........................................................................................................3 1.2Linux-Geschichte ......................................................................................................7 1.3Open your mind / Open Source ................................................................................9 1.4Unterschied Windows Linux ..................................................................................9 2Planung ..........................................................................................................................11 2.1Hardwarevoraussetzung.........................................................................................11 2.2Die Serverkonfiguration ..........................................................................................11 2.3Netzwerkszenarien .................................................................................................12 3TCP/IP ............................................................................................................................13 3.1TCP/IP-Referenzmodell..........................................................................................13 3.2IP Adressierung ......................................................................................................16 3.3Routing ...................................................................................................................18 3.4Netzklassen ............................................................................................................19 3.5DNS ........................................................................................................................21 4Grundinstallation.............................................................................................................22 4.1Grundeinstellungen ................................................................................................22 4.2Softwareauswahl ....................................................................................................24 4.3Netzwerkkonfiguration ............................................................................................29 4.4Grafikkonfiguration .................................................................................................32 4.5FTP Installation....................................................................................................35 5Basiskonfiguration ..........................................................................................................43 5.1Usermanagement ...................................................................................................43 5.2Konfiguration der Netzwerkkarte ............................................................................44 5.3Update ....................................................................................................................47 5.4Softwareinstallation ................................................................................................49 5.5Zeitsynchronisation.................................................................................................50 6Die Shell .........................................................................................................................53 6.1Verzeichnisse .........................................................................................................56 6.2Dateien ...................................................................................................................58 7Konfiguration einfacher Serverdienste ...........................................................................63 7.1Apache-Webserver .................................................................................................63 7.2vsftp-Server ............................................................................................................65 7.3MySQL-Datenbankserver .......................................................................................68 7.4Webmin-Fernwartung .............................................................................................72 8Der Schulserver..............................................................................................................77 8.1Die schnelle Schulhomepage .................................................................................77 8.2Das LMS Moodle ....................................................................................................90 9Server Security .............................................................................................................110 9.1SuSE Firewall .......................................................................................................110 9.2MySQL und phpMyAdmin.....................................................................................114 9.3Webmin ................................................................................................................116 9.4Apache mit mod_ssl .............................................................................................117 10Stichwortverzeichnis.................................................................................................119 11Abbildungsverzeichnis..............................................................................................121 12Tabellenverzeichnis..................................................................................................124 13Literaturverzeichnis ..................................................................................................125 3. Der Linux Schulwebserver2 VorwortLINUX, das Unix hnliche System von Linus Torvald, ist zu einer echten Alternative fr Schulen gereift. Speziell fr Schulen bietet ein solches System viele Vorteile. Abgesehen von der gnstigen Anschaffung und des geringen Wartungsaufwandes gibt es eine Vielzahl von Erweiterungen, die das schulische Arbeiten erleichtern.Ich habe versucht eine Installation von SuSE Linux 9.2 fr eine typische Schulumgebung zu beschreiben. Das Ziel der Installation ist eine einfach zu betreibende Schulhomepage zu erstellen, sowie ein Lern Management System fr den schulischen Gebrauch zu konfigurieren. Neben der Installation wird aber auch das notwendige Wissen fr die Administration des Servers vermittelt.Vor der endgltigen Installation empfiehlt es sich das Skriptum durchzuarbeiten und ein Testsystem zu erstellen. Dafr reicht ein einfacher PC oder eine virtuelle Arbeitsumgebung wie zum Beispiel VMware. Erst wenn alles getestet wurde, soll ein Echtsystem installiert werden. Ist bereits ein Linux Webserver an der Schule vorhanden, kann und direkt mit Kapitel 8 begonnen werden. Empfehlenswert ist auf jeden Fall sich mit den wichtigsten Regeln der Sicherheit im Kaptitel 9 vertraut zu machen. Es besteht auch die Mglichkeit die Installation des Content Management und des System Lern Management System auf einem Windows Server durchzufhren. Notwendig dafr sind aber eine Erweiterung des Internet Information Server mit PHP und die Installation von MySQL.LINUX ist ein sich schnell weiter entwickelndes Betriebssystem. Auch dieses Buch ist einem stndigen Vernderungsprozess unterworfen. ber Anregungen und Verbesserungsvorschlge wrde ich mich sehr freuen.Heiko Voglheiko.vogl@phgraz.atGraz, 2005 4. Der Linux Schulwebserver 3 1 Linux GrundlagenKompliziert, schwierig zu installieren, reine Texteingabe, unverstndlich, kein Support, die Hardware wird nicht untersttzt, dies sind die Worte mit denen Linux oft beschrieben wird. Die Realitt sieht anders aus. Linux hat sich entwickelt. Aus dem komplizierten und undurchsichtigen Betriebssystem wurde ein einfach zu installierendes und wartendes OS. Die Installation luft zum Groteil automatisch. Das Systemupdate erfolgt direkt ber das Internet. Der Desktop hnelt dem der Windows Systeme. Es wurde alles getann um es dem User so einfach wie mglich zu machen.1.1 Was ist Linux?Mit dem Begriff Linux bezeichnet man den Betriebssystemkern, den Kernel. Zustzliche Betriebssystem Software wird hauptschlich aus dem GNU-Software-Projekt bernommen. Betriebssystem Software und Kernel sind heute so ineinander verzahnt, dass man korrekter weise von GNU/Linux sprechen msste. Hard- ware Abbildung 1: Linux System Kernel Der eigentliche Betriebssystem-Kern. 5. Der Linux Schulwebserver 4Shell Die Shell ist ein Programm. Es ermglicht dem User die Kommunikation mit dem System. Erst die Shell ermglicht es Befehle und Programme auszufhren. Eine weit verbreitete Shell unter Linux ist die Bash1 (Bourne Again Shell). Einfache Shell-Programme erleichtern die Systemadministration.X-Server Der X-Server ist ein Programm, welches Anfragen des X11-Protokolls verarbeiten kann oder einfach ausgedrckt: Das X Windows System ist ein System fr grafische Darstellungen undBenutzeroberflchen, das auch ber das Netzwerk funktioniert. Die Ausgabe vonGrafiken und die Eingabe von Tastendrcken und Mausbewegungen knnen alsoauf einem anderen Rechner sein als das Programm, das diese Ausgaben veranlasstund die Eingaben letztlich verarbeitet. (Markus Passerschrer, http://www.rz.ruhr-uni-bochum.de/dienste/software/dokumentation/xfree86-cygwin.html, 25.01.2005)Desktop Das Look and Feel der X-Umgebung wird durch das Desktop oder X-Windows-Manager erzeugt. KDE und GNOME sind die am meist verbreiteten Desktops unter Linux. Auch kommerzielle Firmen, wie Sun, entwickeln Desktops. 1 http://www.gnu.org/software/bash/bash.html 6. Der Linux Schulwebserver 5 Abbildung 2: KDE 3.32 Abbildung 3: Gnome 2.832 http://www.kde.org/ 3 http://www.gnome.org/ 7. Der Linux Schulwebserver6 Abbildung 4: Sun Java Desktop4 Bibliothek Bibliotheken sind Sammlungen von wiederkehrenden Programmteilen (libraries). Da viele Programme gleiche oder hnliche Teile haben, ist es ineffektiv, diesen Teil immer wieder zu programmieren. Daher werden diese Teile in eine externe Datei ausgelagert. Da mehrere Programme darauf zugreifen, kann die Gre des einzelnen Programms verkleinert werden. Fehlt die Bibliothek, luft aber das gesamte Programm nicht mehr. Dies sind dann die berhmten fehlenden Abhngigkeiten.Distribution Distributionen sind Organisationen und Firmen die Software, Betriebssystem und Installations-Routinen zusammenstellen, dokumentieren und verffentlichen. Die wichtigsten Distributionen sind Debian5, RedHat6, SuSE7und Gentoo8. 4 http://www.sun.com/software/javadesktopsystem/ 5 http://www.debian.org/ 6 http://www.redhat.com/ 7 http://www.suse.de/ 8 http://www.gentoo.org/ 8. Der Linux Schulwebserver7 1.2Linux-Geschichte1991 Der finnische Student Linus Benedict Torvalds bernimmt Teile des Betriebssystem Minix9 fr ein unixhnliches Betriebssystem fr die X86-Architektur. Er schreibt am 5. Oktober in der Newsgroup comp.os.minix10: "...As I mentioned a month ago, I'm working on a free version of a Minix-look-alikefor AT-386 computers. It has finally reached the stage where it's even usable(though may not be, depending on what you want), and I am willing to put out thesources for wider distribution. It is just version 0.02... but I've successfully run bash,gcc, gnu-make, gnu-sed, compress, etc. under it."1992 Die Version 0.12 wird per anonymous FTP im Internet verteilt. Die Usernet News Gruppe alt.os.linux11 wird ins Leben gerufen. Das Interesse ist enorm. Linus Torvald koordiniert die Weiterentwicklung. Die aktuelle Entwicklung ist unter http://www.kernel.org/ zugnglich.1993 ber 100 Entwickler sind beteiligt. Der Linux-Kern wird an die GNU12- Umgebung der Free Software Foundation13 (FSF) angepasst.1994 Die Kernel - Version 1.0 erscheint. Linux wird netzwerkfhig. Die Userzahl steigt auf 100.000. Das XFree8614- Projekt entwickelt eine GUI fr Linux. Der Linux Quellcode wird unter die GPL15 gestellt.1995 Linux wird auf Sun Sparc portiert.1996 Linux funktioniert auch auf Systemen mit mehreren Prozessoren. 9 http://www.cs.vu.nl/~ast/minix.html 10http://groups.google.de/groups?hl=de&amp;lr=&amp;ie=UTF-8&amp;oe=UTF- 8&amp;q=comp.os.minix&amp;btnG=Google+Suche&amp;meta 11http://groups.google.de/groups?q=alt.os.linux&amp;ie=UTF-8&amp;oe=UTF-8&amp;hl=de&amp;btnG=Google+Suche 12http://www.gnu.org/ 13http://www.fsf.org/ 14http://www.xfree86.org/ 15http://www.selflinux.org/selflinux-devel/html/gpl_de.html 9. Der Linux Schulwebserver 81997 Wchentlich erscheinen neue Kernel-Versionen. Kommerzielle Firmen entwickeln Software fr Linux (Netscape, Applixware, Software AG, ).1998 Der Linux Desktop KDE16 wird von ca. 700 Programmierer entwickelt. KDE ist der meist verwendete Desktop in Europa. Firmen wie IBM, Compaq, Informix und Oracle entwickeln Software und Hardware fr Linux.1999 Der Kernel 2.2 erscheint. Der Netzwerkcode und die Multiprozessor-Untersttzung wurden stark verbessert. Ein neues Desktop-Projekt mit dem Namen GNOME17 wird gestartet. Das Open Sound System18 Projekt wird gestartet. Der Windows Fileserver Samba19 wird in einer neuen Version 2.0 verffentlicht. IBM propagiert seine Linux-Strategie.2000 XFree86 Version 4.0 erscheint. KDE Version 2.0 erscheint. IBM investiert 1 Milliarde Dollar in den Bereich Linux. Sun verffentlicht den StarOffice Quellcode unter LGPL20. Es entsteht daraus OpenOffice21. Der erste Vortrag ber Knoppix22.2001 Release der Kernelversion 2.4. USB und Journaling Filesysteme23 werden untersttzt. Linux wird auf die IBM AS/400 portiert. Samba 2.2 erscheint.2002 OpenOffice Version 1.0 erscheint fr Linux und Windows. Der Webbrowser Mozilla2416http://www.kde.org/ 17http://www.gnome.org/ 18http://www.opensound.com/ 19http://www.samba.org/ 20http://www.gnu.org/copyleft/lesser.html 21http://www.openoffice.org/ 22KNOPPIX ist eine komplett von CD lauffhige Zusammenstellung von GNU/Linux-Software mit automatischer Hardwareerkennung und Untersttzung fr viele Grafikkarten, Soundkarten, SCSI- und USB-Gerte und sonstige Peripherie. KNOPPIX kann als Linux-Demo, Schulungs-CD, Rescue- System oder als Plattform fr kommerzielle Software-Produktdemos angepasst und eingesetzt werden. Es ist keinerlei Installation auf Festplatte notwendig. Auf der CD knnen durch transparente Dekompression bis zu 2 Gigabyte an lauffhiger Software installiert sein. (http://www.knopper.net/knoppix/, 25-01-2005) 23In einem so genannten Journal oder Log wird jederzeit festgehalten, welche Dateien gerade bearbeitet und dann auf die Platte geschrieben werden sollen. Im Falle eines Crash kann dann anhand dieses Journals bestimmt werden, welche Dateien inkonsistent sein knnten. (http://www.fh- wedel.de/~si/seminare/ws01/Ausarbeitung/3.journalfs/wasist.html, 25-01-2005) 24http://www.mozilla.org/ 10. Der Linux Schulwebserver 9erscheint fr Linux und Windows. KDE erscheint in der Version 3.0, Gnome in der Version 2.0.2003 Der Mnchner Stadtrat hat sich am 28. Mai auf Grund einer Studie fr die Umstellung sein...</p>

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