Gute MOOCs - böse MOOCs? Openness als Killerkriterium - re:publica 2013 - Dörte Giebel - Monika E. König - Heinz Wittenbrink

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    21-Oct-2014

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MOOCs (Massive Open Online Courses) wurden im vergangenen Jahr 2012 zu einem Hypethema. Diesem Lehr-Lernszenario wird prophezeit, die Bildungslandschaft in dem Ausma zu verndern, wie zuvor die Wikipedia die Enzyklopdien und Blogs den Journalismus verndert haben. Doch welche Bedeutung hat das Open in Massive Open Online Courses (MOOC) fr die Open-Bewegung wirklich? Wir stellen Thesen zur Innovationskraft von MOOCs auf und halten ein leidenschaftliches Pldoyer fr mehr Offenheit in Online-Lernkontexten. Grundlage unseres Vortrags ist der im Januar/Februar 2013 von uns durchgefhrte #MMC13 MOOC-Maker Course 2013 mit ber 350 Anmeldungen und rund 180 aktiven Teilnehmer/innen.

Transcript

<p>Gute MOOCs - bse MOOCs? Openness als Killerkriterium! </p> <p>Das Manifest der #MMC13 MOOC Maker fr mehr Oenheit in Online-Lernkontexten </p> <p>Drte Giebel | Monika E. Knig | Heinz WiGenbrink </p> <p>re:publica 2013 </p> <p>Von 200 MOOC-Bewerbungen... </p> <p>hGp://moocfellowship.org </p> <p>... planen 4, ihre Materialien laut Antrag mit einer CreaUve Commons-Lizenz zu verentlichen. </p> <p>Quelle: hGp://sansch.wordpress.com/2013/05/04/mooc-fellowships-wieviel-oer-steckt-da-eigentlich-drinnen/ </p> <p>#coer13 </p> <p>hGp://www.coer13.de </p> <p>hGp://howtomooc.org </p> <p>Der #MMC13 ... </p> <p>... war ein back to the roots innerhalb des MOOC-Hypes und folgte den Regeln fr Oenheit im Web, wie sie die Open-Bewegung </p> <p>in verschiedenen Kontexten bereits formuliert hat. </p> <p>Oenheit im Lernprozess des #MMC13 MOOC Maker Course </p> <p> Keine Lernzielvorgaben Keine Lernerfolgskontrollen Keine Badges oder Credits </p> <p> Keine geschlossenen Pla^ormen Medienfreiheit und -hoheit seitens der Teilnehmenden Social Media </p> <p> keine hierarchischen Vorgaben im Sinne von Experte/Lehrer versus Laie/Schler </p> <p> Keine insUtuUonelle Verpichtung der Gastgeber/innen Keine monetren Interessen der Gastgeber/innen </p> <p>hGp://howtomooc.org </p> <p>Wir wollen, </p> <p>dass MOOCs eine Zukune </p> <p>als Teil der Open-Bewegung haben. </p> <p>Oenheit im Web und MOOCs </p> <p> konomische Oenheit MOOCs als Bestandteil der Netzkonomie </p> <p> Oenheit der Lernmaterialen Open EducaUonal Resources (OER) </p> <p> Oenheit der PlaEorm und PublikaFonsformate MOOC-Teilnahmen als Form des Online-Publizierens </p> <p> Oenen Grenzen zwischen Lernen und anderen Bereichen der sozialen Praxis (Entschulung der Gesellschae) </p> <p>Unsere Kernthese </p> <p>MOOCs sind ein webbasiertes Bildungsformat, </p> <p>ein Kursformat, das die Mglichkeiten des Webs fr die Bildung ausnutzt. </p> <p>MOOCs sind hypermedial wie das Web: Ihre besonderen Mglichkeiten enjalten sie nur, </p> <p>wenn sie das mobilisieren, was durch die Oenheit des Web mglich wird: </p> <p> die nicht hierarchische Verlinkung von InformaUonen und Menschen, die dezentrale Kontrolle von Prozessen, die grundstzliche GleichberechUgung von Empfngern und Sendern, die Validierung von InformaUonen in sozialen Netzwerken. </p> <p>Die Ursprungsidee der MOOCs (2008) </p> <p>Georg Siemens Stephen Downes </p> <p>What if we did for teaching, what MIT did for content? </p> <p>Quelle: hGp://howtomooc.org/georg-siemens-gibt-Upps-fuer-mooc-maker/ </p> <p>Exkurs: Was hat MIT denn getan? </p> <p>Das MassachuseGs InsUtute of Technology (MIT) hat bereits um die Jahrtausendwende begonnen, daran zu arbeiten, smtliches Kursmaterial frei verfgbar ins Netz zu stellen. </p> <p>Die Website MIT OpenCourseWare ging 2002 mit den Materialien der ersten 50 Kurse online, 2003 waren es schon 500 Kurse, 2007 1.800, heute sind es ber 2.000. </p> <p>Und alle Materialien stehen unter der CC-Lizenz AGribuUon-NonCommercial-ShareAlike 3.0 United States (CC BY-NC-SA 3.0 US). </p> <p>Quelle: hGp://ocw.mit.edu/about/our-history/ </p> <p>KonnekUvismus als Kursdesign </p> <p> Der Kurs ist nicht deniert durch die Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden. </p> <p> Es gibt gar kein (vorab vom Lehrenden) besUmmtes Ziel des Kurses. </p> <p> Jede/r Lernende bringt eigene, persnliche Ziele mit, daraus ergibt sich die jeweils individuelle Auswahl eines Lerninhalts. </p> <p> Die Lernenden whlen das Material aus, das sie fr ntzlich halten. </p> <p> Es gibt kein Aushandeln von RichUg oder Falsch zwischen Lehrenden und Lernenden. </p> <p> Jeder Kursteilnehmer hat eine andere Sichtweise, und das Zusammenspiel der verschiedenen PerspekUven generiert neues Wissen. </p> <p> Der Versuch, diese PerspekUven zu steuern - um sie in irgendeiner Weise auf Linie zu bringen - behindert in Wahrheit den Prozess der Wissensbildung. </p> <p>Quelle: hGp://lernkult.blogspot.de/2013/01/uebersetzuhng-stephen-downes-mooc-negoUaUon.html </p> <p>Quelle: hGp://zmldidakUk.wordpress.com/2012/04/20/nally-the-zml-mooc-cow/ </p> <p>Der MOOC-Backlash </p> <p>xMOOCs sind klassischer Fernunterricht, </p> <p>jetzt im Internet und kostenfrei. Das mag neu sein, aber innovaUv ist es nicht. </p> <p>Mit konnekUvisUschen MOOCs, die der Open-Bewegung zuzurechnen sind, haben sie in etwa so viel zu tun </p> <p>wie CD-ROMs mit Websites oder Web-ApplikaUonen. </p> <p>MOOCs brauchen </p> <p>konomische Oenheit </p> <p>fr den "cogniUUven Surplus </p> <p>Yochai Benkler: </p> <p>I call this mode commons-based peer-producUon, </p> <p>to disUnguish it from the property- and contract-based models of rms and markets. </p> <p>Its central characterisUc is that groups of individuals successfully collaborate on large-scale projects </p> <p>following a diverse cluster of </p> <p>moUvaUonal drives and social signals, rather than either market prices or managerial commands. </p> <p>Clay Shirky: </p> <p> Durch den Konsum der tradiUonellen Medien haben wir unsere durch gesellschaeliche ProdukUvittssteigerung anwachsende Freizeit jahrzehntelang verschwendet. </p> <p> Durch das Netz werden wir nun SchriG fr SchriG zum medialen und gesellschaelichen Akteur und verbessern durch unser Handeln die Gesellschae. </p> <p> CogniUve Surplus: CreaUvity and Generosity in a Connected Age, das siebte Buch des US-amerikanischen Internet-Experten Clay Shirky. </p> <p>konomische Anreize </p> <p>schaden der intrinsischen MoUvaUon. </p> <p>Lernen mit Social Media funkUoniert am besten </p> <p>in einem Seyng, in dem sich die Teilnehmer </p> <p>frei entscheiden, mit wem sie sich austauschen </p> <p>und was sie lernen. </p> <p>hGp://hawksey.info/tagsexplorer/?key=t19p6mc5wRvk3kngxJosKcA&amp;sheet=oaw </p> <p> Nicholas A. Christakis : KooperaUves Handeln setzt sich in Netzwerken durch, wenn die Mitglieder ihre Bindungen zu anderen frei knpfen und lsen knnen. </p> <p>Quelle siehe: hGp://wiGenbrink.net/lostandfound/2012/10/dynamische-soziale-netzwerke-verhindern-die-tragedy-of-the-commons/ </p> <p>ErmglichungsdidakUk </p> <p>MOOC-Gastgeber sorgen fr </p> <p> SchniGstellen oene Inhalte (OER) </p> <p>OER </p> <p>Die wichUgsten Elemente einer CC-Lizenz fr OER </p> <p>im Rahmen eines MOOC lauten: </p> <p> Das Werk bzw. der Inhalt darf vervielflUgt, verbreitet und entlich zugnglich gemacht werden. </p> <p> Abwandlungen und Bearbeitungen des Werkes bzw. Inhaltes sind erlaubt. </p> <p> Lehr- und Lernmaterialien werden in fnf Jahren von den Lernenden selbst adapUert werden. Lehr- und Lernmaterialien werden in fnf Jahren mehr vernetzt/kollaboraUv/dezentral sein. </p> <p> Urheberrechtlich geschtzte Lehrmaterialien werden in fnf Jahren fr Lehrende unbrauchbar/uninteressant sein. </p> <p> Lehr- und Lernmaterialien werden in fnf Jahren vorwiegend von Lernenden erstellt. Dadurch wandelt sich die Rolle der Lehrenden zum Moderator. </p> <p> Aus Sicht von Bildungseinrichtungen wird vor allem die Mitgestaltung derMaterialien durch Lernende fr nderungen sorgen. </p> <p> Lehr- und Lernmaterialien werden in fnf Jahren von Lernenden mitgestaltet. </p> <p>hGp://l3t.eu/oer/images/band4_l3tswork.pdf </p> <p>Die 4 Prinzipien des vernetzten Lernens </p> <p>Aggregate </p> <p>Remix </p> <p>Repurpose </p> <p>Feed Forward </p> <p>Quelle: hGp://change.mooc.ca/how.htm </p> <p>MOOCs sind... </p> <p>eine mediale AkUvitt </p> <p>eine Form des Publizierens im Netz </p> <p>eine KonversaUonsform </p> <p>ein "Genre </p> <p>Die Vision </p> <p>Entschultes, oenes Lernen </p> <p>als Bestandteil des Alltags im Web </p> <p>Wie geht es weiter? </p> <p>2 Open-Learning-Projekte, </p> <p>die wir untersttzen: </p> <p>ununi.TV Crowd University for Modern Life </p> <p>Quelle: hGp://www.ununi.tv/ </p> <p>#vhsmooc </p> <p>hGp://www.weckedenriesenauf.de/ hGp://allesauszucker.wordpress.com/2013/02/25/vhs-mooc/ </p> <p>Wo Ihr uns ndet </p> <p>Google+ Community hGps://plus.google.com/communiUes/</p> <p>102395295255858079882 </p> <p>Blog und Kursarchiv: hGp://howtomooc.org </p> <p>Wo Ihr uns ndet </p> <p> Drte Giebel hGp://twiGer.com/diegoerelebt hGp://lernkult.blogspot.de hGp://netzfaktorei.de </p> <p> Monika E. Knig hGp://twiGer.com/mons7 hGp://lernspielwiese.wordpress.com </p> <p> Heinz WiGenbrink: hGp://twiGer.com/heinz hGp://wiGenbrink.net/lostandfound/ </p>