Smarte Komunen - Lebenslanges und individuelles Lernen (p. 12)

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Kommunales Bildungsmanagement ermöglicht es den Menschen, sich in allen Phasen des Lebens weiterzubilden. Dabei spielen innovative IT-Konzepte eine wichtige Rolle. Sie tragen zur Modernisierung des Bildungssystems bei. Schulen, Universitäten und andere Bildungseinrichtungenwerden attraktiver für Lehrende und Lernende.

Text of Smarte Komunen - Lebenslanges und individuelles Lernen (p. 12)

  • 1. Smarte KommunenWie Stdte, Gemeinden und Kreise mit intelligenten IT-Lsungen und innovativenOrganisationsformen die Herausforderungen der Zukunft meistern knnen.
  • 2. Inhaltsverzeichnis 03 VORWorT 04 1. Der Wandel zur smarten Kommune 06 2. Professionelle Kundenschnittstelle 06 2.1. Direkter Draht zur Verwaltung 07 2.2. Schnelle Lsung mit Perspektive 08 2.3. Digitale Dokumente sicher aufbewahren 09 2.4. Das Brgeramt am Automat 10 2.5. Das Flagschiff der Kommune 11 2.6.Integriertes Informations- und Wissensmanagement 12 3. Intelligente Prozesse 12 3.1.Lebenslanges und individuelles Lernen 13 3.2. Vernetzte Versorgung und Prvention 14 3.3. Schneller ans Ziel mit intelligenten Verkehrssystemen 14 3.4. Konzepte fr den Klimaschutz 16 3.5. Digitale Beurkundung im Standesamt 16 3.6.Eine Plattform fr komplexe Aufgaben 18 4. Effiziente Service-Center 18 4.1. Das Ende der Medienbrche 18 4.2.Moderne Instrumente der Personalverwaltung 20 4.3. Organisationsmodell der smarten Kommune 20 4.4. ffentlich-private Kooperation made in UK 22 5. Nachhaltiger Ressourceneinsatz 22 5.1. Der Blick aufs Ganze 22 5.2.Informationsbasierte Steuerung in Kommunen 23 5.3.Hochverfgbare und energieeffiziente Rechenzentren 24 5.4.Innovative IT-Systeme fr Leis ungskontrolle und Risikomanagement t 25 5.5.Effizienter Einsatz von Personalressourcen 26 6. Autoren 2
  • 3. Vorwort Der Fokus von Verwaltungsmodernisierung und eGovernment lag bislang auf der Optimierung von Verwaltungsablufen. Dieser Ansatz scheint mit Blick auf die Wirtschafts- und Finanzkrise kurzfristig und auch langfristig angesichts des demografischen Wandels, der Globalisierung und der Diskussionen um Nachhaltigkeit nicht weit- reichend genug. IBM hat deshalb mit Smarter Cities ein neues Leitbild entwickelt. Im Mittelpunkt steht dabei die Kommune als Lebensraum und Wirtschaftsstandort. Die Stadtverwaltung ist Teil eines komplexen kosystems im kommunalen Raum, in dem zahlreiche (halb)- ffentliche und privatwirtschaftliche Einrichtungen die Qualitt der Aufgabenerledigung beein ussen. Um die Standortqualitt zu erhhen fl und im internationalen Wettbewerb um Fachkrfte und Unternehmen zu bestehen, gilt es dieses Netzwerk effizienter und effektiver zu gestalten. Denn eine Kommune, die ihren Brgerinnen und Brgern mehr Dienstleistungen, weniger Verkehrsaufkommen, eine saubere Umwelt und Sicherheit bietet, kann sich langfristig von anderen Regionen abheben. In dem vorliegenden Papier werden innovative Lsungen vorgestellt, mit denen die smarte Kommune auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine Vorbildfunktion einnehmen kann. Das Whitepaper zeigt neue Chancen fr Vorreiter auf, die angesichts des gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Wandels in Deutschland mit kommu- nalen Leuchtturmprojekten an den Start gehen wollen. Im Vorder- grund steht nicht die Problembeschreibung, sondern eine Bestands- aufnahme der Herausforderungen sowie Lsungen und Beispiele, die zeigen, wie ein umfassender Wandel der Kommune zu einem smarten Lebensraum fr ihre Brgerinnen und Brger und einem attraktiven Wirtschaftsstandort fr Unternehmen aussehen kann. Wir haben uns fr einen ganzheitlichen Ansatz entschieden, der trotz der Vielzahl an Herausforderungen Instrumente fr mehr Service- und Standortqualitt vorstellt. Den Weg zu einer modernen, smarten Kommune beschreiben vier Handlungsfelder, die ber eine Prozess optimierung hinausgehen und einen grundlegenden Wandel durch strukturelle Vernderungen implizieren. Zeigen, wie es gehen kann, Beispiele geben, den innovativen Dialog anregen das sind die Ziele dieses Papiers fr die smarte Kommune. Ich wnsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, eine anregende Lektre. Michael A. Maier, Geschftsbereichsleiter ffentlicher Dienst, IBM Deutschland GmbH3
  • 4. 1. Der Wandel zur smarten KommuneDer Druck zur Vernderung in den Kommunen nimmt zu. Neue Chancen fr VorreiterMassive Haushaltsprobleme drohen, die Handlungsspiel Obwohl der Handlungsspielraum kleiner wird, knnen die Komrume werden enger. Deshalb gilt es, jetzt aktiv gegen munen mehrere Instrumente whlen, um diesen Herausforderungenzusteuern. Ziel muss es sein, alle Aufgaben effizienter zu zu begegnen.erfllen und Brgern sowie der Wirtschaft besseren Servicezu bieten. Die Instrumente dazu sind vorhanden. Industrialisierung der Dienstleistung: Heutzutage lassen sich Dienstleistungen weitgehend in Teilschritte zerlegen, wie man esFinanz- und Wirtschaftskrise, demografischer Wandel sowie stndig traditionell nur aus der Fertigungsindustrie kennt. Der Ort derneue Erwartungen und Anforderungen stellen die Kommunalver Dateneingabe kann ein anderer sein als der Ort der Bearbeitung.waltungen vor groe Herausforderungen. Folgende Entwicklungen Die Trennung von Vertrieb und Produktion einer Dienstleistungillustrieren dies: wird ebenfalls mglich. An der Leistungserstellung knnen zudem Partner beteiligt werden oder ber Internet und Selbstbedie- Verwaltung als Standortfaktor: Kommunen stehen im besonderen nungs-Terminals die Kunden der Verwaltung selbst. Mae im Wettbewerb der Regionen. Innovative Stdte nutzen Intelligenz ist berall: Tglich nimmt die Datenflut zu. Das Internet die Anforderungen der EU-Dienstleistungsrichtlinie, um sich orga- verbindet nicht nur Menschen, sondern Dinge. Das steigende nisatorisch neu aufzustellen und den Unternehmen besseren Datenvolumen erfordert nicht nur Strategien zu dessen zielgerich Service zu bieten. teter Bewltigung. Gut aufbereitete Informationen erffnen der Demografische Entwicklung: Altersbedingt werden viele Mitarbei- ffentlichen Hand bisher ungeahnte Mglichkeiten der wirkungs terinnen und Mitarbeiter in den kommenden Jahren aus den gerichteten Leistungssteuerung. Verwaltungen ausscheiden, der Wettbewerb um talentierten Neue Kooperationsformen: In der Autoindustrie liegt die Fertigungs Nachwuchs wird zunehmen. Dies verndert die Personalsituation tiefe teilweise bei unter 10 Prozent, das Fachamt einer Kommune massiv. Langfristig muss das Ziel verfolgt werden, mit weniger erfllt seine Aufgaben mit mehr als 90 Prozent Eigenleistung. Die Personal effektive Leistungen zu erbringen. Chance liegt nicht in der Abkehr von dezentraler Verantwortung, Steigende Erwartungen: Kundenorientierung, Vielfalt der sondern in deren Strkung durch neue Formen der Zusammen Kommunikationswege und der Wunsch nach Partizipation prgen arbeit zur dezentralen Leistungserstellung. Dies betrifft die Zusam- heute mehr denn je die Erwartungen der Brger. Die heutige menarbeit innerhalb der Verwaltung (Abkehr von den Silos der Organisationsform der Verwaltung kann diese Erwartungen nur Dezernate), unter Partnern entlang der Wertschpfungskette im schwerlich erfllen. kommunalen Raum (Smarter Cities) und die Zusammenarbeit mit Sinkende Budgets: Durch die Finanz- und Wirtschaftskrise der Industrie in Form von strategischen Partnerschaften (Public geraten die kommunalen Haushalte massiv unter Druck. Wenn Private Partnerships, PPP). Leistungen der Stadt nicht signifikant eingeschrnkt werden sollen, mssen die Fden der Marionette getrennt und Effizienz- Aufbauend auf bewhrten Erfahrungen kann mit diesen Instrumenten gewinne, insbesondere in Untersttzungs- und Querschnitts auch mit weniger Personal die Servicequalitt stetig verbessert prozessen, genutzt werden. werden. Der Wandel zur smarten Verwaltung gelingt jedoch nicht, indem lediglich bestehende Prozesse optimiert werden. Ntig sindAngesichts dieser Entwicklungen lautet die Frage: Kann die heutige vielmehr grundlegende strukturelle Vernderungen hin zu einerOrganisation kommunaler Aufgabenerfllung in den nchsten modernen Dienstleistungsorganisation. Vier Handlungsfelder sindJahren weiter aufrechterhalten werden? Der Handlungsspielraum dabei zu beachten (siehe Abb. 1).der Kommunalverwaltungen wird knftig kleiner werden. IBMempfiehlt daher, jetzt aktiv einen umfassenden Wandel zu initiieren.Einerseits wird dadurch eine bessere Servicequalitt mglich,was dem Standort ntzt. Andererseits ergibt sich fr die Beschftigtender Verwaltung eine hhere Arbeitsplatzsicherheit und -qualitt. 4