TK-Medienservice "Gesundheitsreport 2011" (7-2011)

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TK-Medienservice zum "Gesundheitsreport 2011". Der TK-Gesundheitsreport befasst sich traditionell in seinen zwei Hauptabschnitten mit Arbeitsunfähigkeiten und Arzneimittelverordnungen. Der aktuelle Gesundheitsreport befasst sich in diesem Jahr mit der Gesundheit junger Erwerbspersonen und Studierender. Dieses Dokument kann für redaktionelle Zwecke und mit dem Hinweis "Quelle: Techniker Krankenkasse" honorarfrei verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken ist ausgeschlossen.

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  • 1. TK-Medienservice "So krank ist der Techniker Krankenkasse Informationen Deutschland" 1 Medienservice_____________________________________________________Juli 2011 Themen, Trends und HintergrndeGesundheitsreport 2011: So krank istDeutschlandGesundheitsstatistiken: Mit Vorsicht genieen und mit Verstand einsetzen ........................ 2Geht Studieren auf die Nerven? Arzneimittelvolumen in vier Jahren plus 54 Prozent ......... 5Dieter Durchschnitt und Nora Normal So krank sind Deutschlands Beschftigte............. 9Mnner und Frauen: der groe Gesundheitsvergleich ......................................................12Krankschreibungstage: Depression bernimmt den ersten Platz .......................................17TK-Expertin Gudrun Ahlers im Gesprch .............................................................................20In Zukunft nicht alt aussehen: Messe Mnchen International setzt auf GenerationManagement ......................................................................................................................25Kranke Zeiten: hoher Krankenstand bei Zeitarbeitern ........................................................28Neun von zehn Frauen ohne Hormonersatztherapie durch die Wechseljahre ...................31Kurz gemeldet .....................................................................................................................33Glossar fr die wichtigsten statistischen Begriffe ................................................................37 Hinweis fr die Redaktionen: Einige Illustrationsvorschlge zum Thema haben wir in dieses Dokument eingefgt. Diese und an- dere Motive stehen Ihnen ebenso wie Fotos der zitierten Experten sowie die Daten aus den zitier- ten Studien und Umfragen honorarfrei unter Angabe der Quelle "Techniker Krankenkasse" zur Ver- fgung. Download: www.presse.tk.deHerausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 2. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 2_____________________________________________________Gesundheitsstatistiken: Mit Vorsicht genieen und mit Verstand einsetzenDer ehemalige Prsident der USA Fanklin D. Roosevelt stand Statistikengrundstzlich skeptisch gegenber, "denn laut Statistik haben ein Millio-nr und ein armer Schlucker je eine halbe Million, begrndete er seinMisstrauen. Wenn Krankenkassen und Gesundheitsministerium jeweils imFrhjahr ihre Statistiken mit den aktuellen Krankenstnden verffentli-chen, gibt es ebenfalls vielfltige Interpretationen zur gesundheitlichenLage der Nation. Sinken die Krankenstnde bei Deutschlands Beschftig-ten, wird spekuliert, die schlechte Konjunktur und der dadurch zunehmen-de Druck am Arbeitsmarkt sei dafr verantwortlich, dass die BeschftigtenKrankschreibungen vermeiden, um ihren Arbeitsplatz nicht zu verlieren.Steigende Krankenstnde werden ebenfalls durch den zunehmendenDruck am Arbeitsplatz erklrt, denn der konjunkturelle Aufschwung unddie damit einhergehende Mehrarbeit belaste die Gesundheit der Beschf-tigten.Gudrun Ahlers, verantwortlich fr die Gesundheitsberichterstattung derTechniker Krankenkasse (TK), rt zur Vorsicht: "Wenn wir dieGesundheitberichte der letzten zehn Jahre betrachten, ist keinZusammenhang zwischen Konjunktur und den Krankenstnden unterDeutschlands Beschftigten erkennbar. Was jedoch auffllt, ist der An-stieg psychisch bedingter Krankschreibungen, die darauf hindeutet, dasses immer schwieriger wird, eine Balance zwischen Arbeit und Freizeit zufinden. Ob die Fehlzeiten steigen oder sinken, ist in den letzten Jahren vorallem davon abhngig gewesen, wie stark die Erkltungswelle eines Win-ters ausgefallen ist."Das zeigt, dass auch temporre Pandemien wie die Schweinegrippe2009, die zu einem deutlichen Anstieg von erkltungsbedingten Krank-schreibungen fhrte, sprbaren Einfluss auf den Krankenstand habenknnen. Aus diesem Grund empfiehlt die TK-Expertin, die Ganzjahres-analysen der Krankenkassen nicht mit Stichtagsbetrachtungen zu ver-Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 3. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 3_____________________________________________________wechseln, wie sie zum Beispiel das Bundesgesundheitsministerium(BMG) vornimmt: "Das BMG errechnet jeweils aus den Krankenstndenam Monatsersten einen Mittelwert. Wenn in der ersten Juliwoche bei-spielsweise der Krankenstand fr das erste Halbjahr 2011 verffentlichtwird, basiert dieser Wert auf nur sechs Stichtagen, von denen zwei aufFeiertage entfielen. Diese Werte sind naturgem sehr Wochentag-abhngig, denn an Feier- und Wochenendtagen sind Krankschreibungendeutlich seltener als an Werktagen. 2009 fielen sogar vier der sechs Mo-natsersten im ersten Halbjahr auf einen Feiertag, so dass der Kranken-stand entsprechend sehr niedrig ausfiel." Die Gesundheitsberichte derKrankenkassen betrachten dagegen alle 365 Kalendertage eines Jahres,so dass auch wochentagbedingte und saisonale Schwankungen darinabgebildet werden. Fr das Jahr 2010 lge der Krankenstand bei den TK-versicherten Beschftigten nach einer Stichtagsbetrachtung bei 3,54 Pro-zent, also ber dem tatschlichen Krankenstand von 3,36 Prozent.Insgesamt ist davon auszugehen, dass auch die von den Krankenkassengemeldeten Krankenstnde die tatschlichen Fehlzeiten unter Deutsch-lands Beschftigten eher unterschtzen. "Das liegt an der uneinheitlichenMeldeverpflichtung", erlutert Ahlers. "Die meisten Arbeitgeber fordernerst ab dem dritten Fehltag eine Krankschreibung ein, in anderen Betrie-ben ist bereits am ersten Tag ein gelber Schein ntig. Daher gehen wirdavon aus, dass insbesondere bei den Kurzzeit-Ausfllen die tatschli-chen Fallzahlen noch hher liegen."Neben den Auswertungen der Krankschreibungen der gut 3,5 Millionenbei der TK versicherten Beschftigten und ALG I-Empfnger zwischen 15und 65 analysiert die TK auch deren Arzneimitteldaten. "Es gibt vielegesundheitliche Beschwerden, die bei den Fehlzeiten eher unaufflligsind. Dazu gehren vor allem Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruckoder Diabetes. Diese fhren zwar kaum zu Krankschreibungen, sind aberoft mit hohen Arzneimittelverordnungen verbunden", erklrt Gudrun Ah-Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 4. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 4_____________________________________________________lers. Zudem erhhen diese Beschwerden deutlich das Risiko fr schwere-re Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall.Krankenkassen wie die TK nutzen diese Daten, um daraus Angebote zurPrvention und zur medizinischen Versorgung abzuleiten. "Nur wenn wirdie gesundheitlichen Belastungen unserer Versicherten kennen, knnenwir mageschneiderte Angebote entwickeln, die genau auf ihre Bedrf-nisse ausgerichtet sind", erklrt Sozialwissenschaftlerin Ahlers denHintergrund der Datenerhebungen. Insbesondere weil das Durchschnitts-alter der Beschftigten in Deutschland in den nchsten Jahrendemografiebedingt steigen wird, ist davon auszugehen, dass vor allem dieZivilisationskrankheiten, darunter auch die psychischen Erkrankungenzunehmen werden. Wichtig ist laut TK, diese Trends frhzeitig zu erken-nen und mit Manahmen der individuellen und der betrieblichen Verhal-tens- und Verhltnisprvention entgegen zu wirken. Arzneimittelvolumen steigt Laut TK-Gesundheitsreport werden immer mehr Medikamente gegen Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel- und Psychische Strungen verschrieben. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseDenn: "Wenn vor Jahren schon die Zahl der Brcken verffentlicht wurde,die in den nchsten Jahren einstrzen werden, und diese Brcken den-noch einstrzen, ist damit nichts gegen die Statistik gesagt, sondern eini-ges ber die bedauerliche Tatsache, dass die richtigen Zahlen nie vonden richtigen Leuten zur rechten Zeit gelesen werden. (Dieter Hilde-brandt)Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAus