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Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle • Bramfelder Straße 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk • Twitter: www.twitter.com/TK_Presse Ausgabe: Juli 2011 Gesundheitsreport 2011: So krank ist Deutschland Gesundheitsstatistiken: Mit Vorsicht genießen und mit Verstand einsetzen ........................ 2 Geht Studieren auf die Nerven? Arzneimittelvolumen in vier Jahren plus 54 Prozent ......... 5 Dieter Durchschnitt und Nora Normal – So krank sind Deutschlands Beschäftigte............. 9 Männer und Frauen: der große Gesundheitsvergleich ......................................................12 Krankschreibungstage: Depression übernimmt den ersten Platz .......................................17 TK-Expertin Gudrun Ahlers im Gespräch .............................................................................20 In Zukunft nicht alt aussehen: Messe München International setzt auf Generation Management ......................................................................................................................25 Kranke Zeiten: hoher Krankenstand bei Zeitarbeitern ........................................................28 Neun von zehn Frauen ohne Hormonersatztherapie durch die Wechseljahre ...................31 Kurz gemeldet .....................................................................................................................33 Glossar für die wichtigsten statistischen Begriffe ................................................................37 Informationen der Techniker Krankenkasse Medienservice Juli 2011 Themen, Trends und Hintergründe Hinweis für die Redaktionen: Einige Illustrationsvorschläge zum Thema haben wir in dieses Dokument eingefügt. Diese und an- dere Motive stehen Ihnen ebenso wie Fotos der zitierten Experten sowie die Daten aus den zitier- ten Studien und Umfragen honorarfrei unter Angabe der Quelle "Techniker Krankenkasse" zur Ver- fügung. Download: www.presse.tk.de

TK-Medienservice "Gesundheitsreport 2011" (7-2011)

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TK-Medienservice zum "Gesundheitsreport 2011". Der TK-Gesundheitsreport befasst sich traditionell in seinen zwei Hauptabschnitten mit Arbeitsunfähigkeiten und Arzneimittelverordnungen. Der aktuelle Gesundheitsreport befasst sich in diesem Jahr mit der Gesundheit junger Erwerbspersonen und Studierender. Dieses Dokument kann für redaktionelle Zwecke und mit dem Hinweis "Quelle: Techniker Krankenkasse" honorarfrei verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken ist ausgeschlossen.

Text of TK-Medienservice "Gesundheitsreport 2011" (7-2011)

  • 1. TK-Medienservice "So krank ist der Techniker Krankenkasse Informationen Deutschland" 1 Medienservice_____________________________________________________Juli 2011 Themen, Trends und HintergrndeGesundheitsreport 2011: So krank istDeutschlandGesundheitsstatistiken: Mit Vorsicht genieen und mit Verstand einsetzen ........................ 2Geht Studieren auf die Nerven? Arzneimittelvolumen in vier Jahren plus 54 Prozent ......... 5Dieter Durchschnitt und Nora Normal So krank sind Deutschlands Beschftigte............. 9Mnner und Frauen: der groe Gesundheitsvergleich ......................................................12Krankschreibungstage: Depression bernimmt den ersten Platz .......................................17TK-Expertin Gudrun Ahlers im Gesprch .............................................................................20In Zukunft nicht alt aussehen: Messe Mnchen International setzt auf GenerationManagement ......................................................................................................................25Kranke Zeiten: hoher Krankenstand bei Zeitarbeitern ........................................................28Neun von zehn Frauen ohne Hormonersatztherapie durch die Wechseljahre ...................31Kurz gemeldet .....................................................................................................................33Glossar fr die wichtigsten statistischen Begriffe ................................................................37 Hinweis fr die Redaktionen: Einige Illustrationsvorschlge zum Thema haben wir in dieses Dokument eingefgt. Diese und an- dere Motive stehen Ihnen ebenso wie Fotos der zitierten Experten sowie die Daten aus den zitier- ten Studien und Umfragen honorarfrei unter Angabe der Quelle "Techniker Krankenkasse" zur Ver- fgung. Download: www.presse.tk.deHerausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 2. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 2_____________________________________________________Gesundheitsstatistiken: Mit Vorsicht genieen und mit Verstand einsetzenDer ehemalige Prsident der USA Fanklin D. Roosevelt stand Statistikengrundstzlich skeptisch gegenber, "denn laut Statistik haben ein Millio-nr und ein armer Schlucker je eine halbe Million, begrndete er seinMisstrauen. Wenn Krankenkassen und Gesundheitsministerium jeweils imFrhjahr ihre Statistiken mit den aktuellen Krankenstnden verffentli-chen, gibt es ebenfalls vielfltige Interpretationen zur gesundheitlichenLage der Nation. Sinken die Krankenstnde bei Deutschlands Beschftig-ten, wird spekuliert, die schlechte Konjunktur und der dadurch zunehmen-de Druck am Arbeitsmarkt sei dafr verantwortlich, dass die BeschftigtenKrankschreibungen vermeiden, um ihren Arbeitsplatz nicht zu verlieren.Steigende Krankenstnde werden ebenfalls durch den zunehmendenDruck am Arbeitsplatz erklrt, denn der konjunkturelle Aufschwung unddie damit einhergehende Mehrarbeit belaste die Gesundheit der Beschf-tigten.Gudrun Ahlers, verantwortlich fr die Gesundheitsberichterstattung derTechniker Krankenkasse (TK), rt zur Vorsicht: "Wenn wir dieGesundheitberichte der letzten zehn Jahre betrachten, ist keinZusammenhang zwischen Konjunktur und den Krankenstnden unterDeutschlands Beschftigten erkennbar. Was jedoch auffllt, ist der An-stieg psychisch bedingter Krankschreibungen, die darauf hindeutet, dasses immer schwieriger wird, eine Balance zwischen Arbeit und Freizeit zufinden. Ob die Fehlzeiten steigen oder sinken, ist in den letzten Jahren vorallem davon abhngig gewesen, wie stark die Erkltungswelle eines Win-ters ausgefallen ist."Das zeigt, dass auch temporre Pandemien wie die Schweinegrippe2009, die zu einem deutlichen Anstieg von erkltungsbedingten Krank-schreibungen fhrte, sprbaren Einfluss auf den Krankenstand habenknnen. Aus diesem Grund empfiehlt die TK-Expertin, die Ganzjahres-analysen der Krankenkassen nicht mit Stichtagsbetrachtungen zu ver-Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 3. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 3_____________________________________________________wechseln, wie sie zum Beispiel das Bundesgesundheitsministerium(BMG) vornimmt: "Das BMG errechnet jeweils aus den Krankenstndenam Monatsersten einen Mittelwert. Wenn in der ersten Juliwoche bei-spielsweise der Krankenstand fr das erste Halbjahr 2011 verffentlichtwird, basiert dieser Wert auf nur sechs Stichtagen, von denen zwei aufFeiertage entfielen. Diese Werte sind naturgem sehr Wochentag-abhngig, denn an Feier- und Wochenendtagen sind Krankschreibungendeutlich seltener als an Werktagen. 2009 fielen sogar vier der sechs Mo-natsersten im ersten Halbjahr auf einen Feiertag, so dass der Kranken-stand entsprechend sehr niedrig ausfiel." Die Gesundheitsberichte derKrankenkassen betrachten dagegen alle 365 Kalendertage eines Jahres,so dass auch wochentagbedingte und saisonale Schwankungen darinabgebildet werden. Fr das Jahr 2010 lge der Krankenstand bei den TK-versicherten Beschftigten nach einer Stichtagsbetrachtung bei 3,54 Pro-zent, also ber dem tatschlichen Krankenstand von 3,36 Prozent.Insgesamt ist davon auszugehen, dass auch die von den Krankenkassengemeldeten Krankenstnde die tatschlichen Fehlzeiten unter Deutsch-lands Beschftigten eher unterschtzen. "Das liegt an der uneinheitlichenMeldeverpflichtung", erlutert Ahlers. "Die meisten Arbeitgeber fordernerst ab dem dritten Fehltag eine Krankschreibung ein, in anderen Betrie-ben ist bereits am ersten Tag ein gelber Schein ntig. Daher gehen wirdavon aus, dass insbesondere bei den Kurzzeit-Ausfllen die tatschli-chen Fallzahlen noch hher liegen."Neben den Auswertungen der Krankschreibungen der gut 3,5 Millionenbei der TK versicherten Beschftigten und ALG I-Empfnger zwischen 15und 65 analysiert die TK auch deren Arzneimitteldaten. "Es gibt vielegesundheitliche Beschwerden, die bei den Fehlzeiten eher unaufflligsind. Dazu gehren vor allem Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruckoder Diabetes. Diese fhren zwar kaum zu Krankschreibungen, sind aberoft mit hohen Arzneimittelverordnungen verbunden", erklrt Gudrun Ah-Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 4. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 4_____________________________________________________lers. Zudem erhhen diese Beschwerden deutlich das Risiko fr schwere-re Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall.Krankenkassen wie die TK nutzen diese Daten, um daraus Angebote zurPrvention und zur medizinischen Versorgung abzuleiten. "Nur wenn wirdie gesundheitlichen Belastungen unserer Versicherten kennen, knnenwir mageschneiderte Angebote entwickeln, die genau auf ihre Bedrf-nisse ausgerichtet sind", erklrt Sozialwissenschaftlerin Ahlers denHintergrund der Datenerhebungen. Insbesondere weil das Durchschnitts-alter der Beschftigten in Deutschland in den nchsten Jahrendemografiebedingt steigen wird, ist davon auszugehen, dass vor allem dieZivilisationskrankheiten, darunter auch die psychischen Erkrankungenzunehmen werden. Wichtig ist laut TK, diese Trends frhzeitig zu erken-nen und mit Manahmen der individuellen und der betrieblichen Verhal-tens- und Verhltnisprvention entgegen zu wirken. Arzneimittelvolumen steigt Laut TK-Gesundheitsreport werden immer mehr Medikamente gegen Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel- und Psychische Strungen verschrieben. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseDenn: "Wenn vor Jahren schon die Zahl der Brcken verffentlicht wurde,die in den nchsten Jahren einstrzen werden, und diese Brcken den-noch einstrzen, ist damit nichts gegen die Statistik gesagt, sondern eini-ges ber die bedauerliche Tatsache, dass die richtigen Zahlen nie vonden richtigen Leuten zur rechten Zeit gelesen werden. (Dieter Hilde-brandt)Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 5. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 5_____________________________________________________Geht Studieren auf die Nerven? Arzneimittelvolumen in vier Jahren plus 54 ProzentLiegen an den Universitten die Nerven blank? Das knnte man zumin-dest bei nherer Betrachtung der Arzneimittelverordnungen fr Studieren-de in Deutschland vermuten. Nach Angaben des aktuellen Gesundheits-reports der Techniker Krankenkasse (TK) entfllt der grte Anteil der anHochschler verschriebenen Medikamente auf Prparate zur Behandlungdes Nervensystems. Allein in den letzten vier Jahren verzeichnete die TKin dieser Arzneimittelgruppe einen Anstieg des Volumens von 54 Prozent.Statistisch gesehen erhielt jeder Studierende 2010 insgesamt fr 65 TageMedikamente. Damit liegt das Verordnungsvolumen zwar unter dem ihrererwerbsttigen Altersgenossen mit 72 Tagesdosen. Auffllig ist jedoch,dass Psychopharmaka und Co. bei den Hochschlern ber ein Fnftelaller verschriebenen Medikamente ausmachen. Bei den gleichaltrigenBeschftigten entfallen "nur" knapp 14 Prozent der Arzneien auf dieseGruppe, die aber auch hier inzwischen den grten Anteil ausmachen. Auf den Nerv Ein Fnftel aller Medikamente fr Studierende sind zur Be- handlung des Nervensystems. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker Krankenkas- seProfessor Dr. Norbert Klusen, Vorsitzender des TK-Vorstandes: "DieKrankenkassen werten fr ihre Gesundheitsberichterstattung blicherwei-se vor allem die Krankschreibungen aus, die jedoch nur fr sozialversi-cherungspflichtig Beschftigte und ALG-I-Empfnger erhoben werden.Daher wird ber die gesundheitliche Situation der Hochschler wenig ge-sprochen. Wir haben hier zum zweiten Mal nach 2008 die Rezepte der beiHerausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 6. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 6_____________________________________________________uns versicherten Studierenden ausgewertet und betrachten mit Sorge dasauffllig hohe Volumen bei den Psychopharmaka."Nicht nur das Arzneimittelvolumen, sondern auch der Anteil der medika-ments behandelten Studierenden ist gestiegen. "Eine erhebliche Zu-nahme gibt es hier insbesondere bei Medikamenten zur Behandlung vonDepressionen. Der mit Antidepressiva behandelte Anteil der Studierendenstieg seit 2006 um mehr als 40 Prozent", erklrt Dr. Thomas Grobe vomInstitut fr Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemfor-schung in Hannover (ISEG), der die Daten fr die TK ausgewertet hat.Neben den Arzneidaten hat die TK auch die Diagnosedaten der 135.000bei der TK eigenstndig versicherten Studierenden ausgewertet. Sie zei-gen, dass diese zwar deutlich mehr Psychopharmaka verordnet bekom-men als ihre erwerbsttigen Altersgenossen, in beiden Gruppen wurdenaber etwa gleich hufig psychische Strungen diagnostiziert. Bei knapp30 Prozent der jungen Frauen zwischen 20 und 34 Jahren wurde minde-stens einmal eine psychische Diagnose gestellt, Mnner waren mit einemAnteil von 13,4 bei den Studenten und 12,5 Prozent bei den Beschftigtendeutlich weniger betroffen. Klusen dazu: "Wenn drei von zehn jungenFrauen im Jahr eine psychische Diagnose gestellt bekommen, muss mansich nicht nur ber die Zunahme psychischer Strungen Gedanken ma-chen, sondern auch darber, wo die Grenze zwischen gesund und krankgezogen wird und ob es hier auch ein Etikettierungsproblem gibt." Psychische Diagnosen nehmen zu Bei immer mehr jungen Menschen wer- den psychische Diagnosen gestellt. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseHerausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 7. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 7_____________________________________________________Nach Angaben der TK erhalten mittlerweile gut fnf Prozent der Studen-tinnen und knapp drei Prozent der Studenten Antidepressiva. In einemHrsaal mit 400 Pltzen, der von beiden Geschlechtern gleichermaenbesucht wird, bekommen also 16 Hochschler regelmig Antidepressiva,44 Prozent mehr als im Jahr 2006. "Steigen die Antidepressiva-Verordnungen in diesem Mae weiter, bekommen sptestens im Jahr2046 alle Vorlesungsteilnehmer ein Antidepressiva-Rezept", so Klusen.Dabei nehmen die Diagnosen psychischer Strungen bei Studierendenmit steigendem Alter erheblich strker als bei Berufsttigen zu: Whrenddie Diagnoseraten bei angehenden Akademikern zwischen 20 und 25Jahren sogar leicht unter denen gleichaltriger Beschftigter liegen, kehrtsich das Verhltnis ab dem 26. Lebensjahr um. Von den 30-jhrigenHochschlern wurde fr 17 Prozent der Mnner und 36 Prozent der Frau-en mindestens einmal eine psychische Diagnose gestellt. "Dies knntedamit zusammenhngen, dass mit steigendem Alter der Druck steigt,dass Studium zu beenden. Zudem ist in dieser Altersgruppe der AnteilStudierender, die durch Jobs und Familie mehrfach belastet sind, grer",vermutet Grobe. Je mehr Therapeuten, desto mehr The- rapie? In Hamburg, Berlin und Sachen sind am meisten Studierende in psychotherapeu- tischer Behandlung Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseHerausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 8. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 8_____________________________________________________Die psychische Gesundheit der Studierenden und jungen Beschftigtenist laut TK regional sehr unterschiedlich belastet. Im Hinblick auf Depres-sionen besteht sowohl ein West-Ost-Geflle, das heit junge Menschen inden neuen Lndern sind deutlich seltener von der Diagnose Depressionbetroffen, als auch ein Stadt-Land-Geflle, da die Stadtstaaten Hamburg,Berlin und Bremen berdurchschnittlich hohe Diagnoseraten aufweisen.Verhltnismig geringe Verordnungsraten an Antidepressiva in denStadtstaaten drften mit der guten Erreichbarkeit von Psychotherapeutenzusammenhngen. "Insgesamt lsst sich ber fast alle Lnder hinwegbeobachten: Je grer das psychotherapeutische Angebot vor Ort, destogrer sind auch die Behandlungsraten", so Dr. Grobe. "Lediglich inSachsen steigt die Inanspruchnahme der Therapie berdurchschnittlichim Vergleich zum Behandlungsangebot."Hinweis fr die Redaktionen:Fr die Sonderauswertung zur Gesundheit von Studierenden hat die TKdie Arzneimittelverordnungen der Studierenden zwischen 20 und 35 Jah-ren mit eigener TK-Mitgliedschaft analysiert. Da Studierende im Rahmender Familienversicherung bis zum 25. Lebensjahr bei den Eltern und ohneAltersbegrenzung bei den Ehepartnern mitversichert sind, erfasst die TK-Studie nur die Studierenden mit eigener Mitgliedschaft. Die Daten derinsgesamt 140.000 TK-versicherten Studierenden wurden jedoch ge-schlechts- und altersstandardisiert. Das Durchschnittsalter in den Ver-gleichsgruppen liegt bei 26,8 Jahren. Neben den Arzneimitteldaten analy-sierte die TK auch ambulante Diagnosedaten. Da diese erst zeitverzgertan die Krankenkasse bermittelt werden, beziehen sich diese Daten aufdas Jahr 2009.Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 9. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 9_____________________________________________________Dieter Durchschnitt und Nora Normal So krank sind Deutschlands Beschftigte41 ist das derzeitige Durchschnittsalter der Beschftigten in Deutschland.Sie arbeiten 40,4 Stunden in der Woche und haben 29 Tage Urlaub. Sta-tistisch gesehen war nach Angaben des aktuellen Gesundheitsreports derTechniker Krankenkasse (TK) jeder Beschftigte in Deutschland 2010einmal krankgeschrieben, und jede Krankschreibung dauerte 12,3 Tage.Damit fehlten tglich 3,36 Prozent der Belegschaften in DeutschlandsBetrieben.Frauen sind hufiger krankgeschrieben. Mit 13,6 Fehltagen im Jahr fehltNora Normal 2,3 Tage mehr als ihr Kollege Dieter Durchschnitt. Bei bei-den Geschlechtern verursachen Erkltungskrankheiten und der Bewe-gungsapparat, vor allem der Rcken die meisten gesundheitlichen Be-schwerden. 1,3 Tage im Jahr hat jeder Beschftigte "Rcken", besondershart trifft es die Brandenburger mit 1,5 Tagen, am meisten Rckgrat ha-ben die Baden-Wrttemberger, bei denen die Rckenbeschwerden nurknapp einen Tag Arbeitsausfall jhrlich verantworten. Deutschland hat Rcken Im Nordosten der Republik leiden die Beschftigten am meisten unter dem Kreuz mit dem Kreuz, whrend die Beschftigten in Sddeutschland mehr Rckgrat haben. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseHerausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 10. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 10_____________________________________________________Deutlich zugenommen haben in den letzten Jahren vor allem die psychi-schen Strungen. Knapp 1,8 Tage fehlte laut TK jede Mitarbeiterin undjeder Mitarbeiter wegen Depressionen, Belastungsstrungen und Co. einen halben Tag mehr als 2006. Das bedeutet, dass psychisch bedingteFehlzeiten in Deutschland in den letzten vier Jahren um ber 50 Prozentgestiegen sind. Pillen fr die Pumpe sind der Hauptgrund dafr, dass Mnner inzwischen mehr Medi- kamente verordnet bekommen als Frauen. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseBei den Medikamenten hat Dieter Durchschnitt seine Kollegin Nora mitt-lerweile berholt. Fr 184 Tage erhielt er 2010 Medikamente verschrie-ben, also fr mehr als jeden zweiten Tag des Jahres, bei Nora waren esnur "180" Tagesdosen. Whrend Nora gut 16 Prozent weniger Medika-mente bekommt als vor zehn Jahren, ist Dieters Arzneimittelschrnkchenim selben Zeitraum fast 30 Prozent voller geworden. Vor allem das Volu-men fr Medikamente zur Behandlung des Nervensystems ist allein inden letzten fnf Jahren um ber 40 Prozent gestiegen. Der Hauptanteilder verschriebenen Medikamente entfllt jedoch mittlerweile auf Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel-Prparate. Mehr als die Hlfte der verordne-ten Tagesdosen (89,5) entfllt auf Arzneimittel, mit denen vor allem Zivili-sationskrankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes behandelt werden.Gudrun Ahlers, Gesundheitsexpertin bei der TK: "Ein groer Teil dieserMedikamente wren mit einer gesnderen Lebensweise vermeidbar.Auch wenn Beschwerden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und berge-Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 11. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 11_____________________________________________________wicht bei den Krankschreibungen kaum ins Gewicht fallen, erhht sichdadurch massiv das Risiko fr Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt undSchlaganfall."Die meisten Medikamente erhalten Erwerbspersonen in Sachsen-Anhalt.Mit 209 Tagesdosen erhielten die Beschftigten und ALG-I-Empfngerhier genug Arzneimittel, um an sieben Monaten des Jahres ein Medika-ment in der empfohlenen Dosis einzunehmen. Im Sden Deutschlands, inBayern und Baden-Wrttemberg waren es 168 Tagesdosen. Rosa Sden In Sachsen-Anhalt bekommen die Erwerbspersonen die mei- sten, in Bayern- und Baden- Wrttemberg die wenigsten Medikamente verschrieben. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseHerausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 12. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 12_____________________________________________________Mnner und Frauen: der groe GesundheitsvergleichOb Sachbuch-Bestseller ("Warum Mnner nicht zuhren und Frauenschlecht einparken"), Wissenschaft (Fachgebiet "Gender Studies") oderKinofilm (die gesammelten Werke von Woody Allen): Unterschiede undGemeinsamkeiten von Mnnern und Frauen faszinieren die Menschen.Auch in gesundheitlichen Fragen gibt es interessante Erkenntnisse berdas sprichwrtlich starke und das vermeintlich schwache Geschlecht, wieder aktuelle Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt.Die aufflligsten Ergebnisse im Detail: Frauen fehlen lnger bei der Arbeit Weibliche Erwerbspersonen mit TK-Versicherung, dazu gehren Beschftigte und Empfnger von Arbeitslosen- geld I, waren im Jahr 2010 durchschnittlich 13,6 Tagekrankgeschrieben, ihre mnnlichen Kollegen hingegen nur 11,3 Tage.Frauen waren nicht nur mehr, sondern auch 23 Prozent hufiger krankge-schrieben als Mnner. Wenn Mnner fehlten, dauerte die Krankschrei-bung mit 12,5 Tagen pro gelbem Schein jedoch lnger als bei Frauen mit12,1 Tagen. Regional sind die Fehlzeiten sehr unterschiedlich: Whrendbaden-wrttembergische Mnner nur 9,1 Tage nicht zum "Schaffen" ka-men, erhielten die brandenburgischen Frauen mit 16,8 Fehltagen die roteLaterne im Lndervergleich. Mnner schlucken mehr Pillen Das Arzneimittelvolumen, das hierzulande an Mnner verschrieben wird, steigt immer weiter. Nach Angaben des TK-Gesundheitsreports, der jhrlich die Rezepte der3,5 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen analysiert, be-kam jeder Mann im letzten Jahr Medikamente fr umgerechnet 184 Tage genug also, um jeden zweiten Tag ein Medikament in der empfohle-nen Dosis einzunehmen. Das Volumen ist in den letzten elf Jahren umfast 29 Prozent gestiegen und liegt damit inzwischen 2,4 Prozent hherHerausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 13. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 13_____________________________________________________als das der Frauen. Nahezu die Hlfte der Arzneimittel, die Mnnernverschrieben wurden, sind Herz-Kreislauf-Prparate. Medikamente zurBehandlung von Stoffwechsel-Strungen machen weitere 14 Prozent der"Mnner-Apotheke" aus. Bei den Frauen liegen Herz-Kreislauf-Medikamente (22 Prozent) und Hormonprparate (17 Prozent) an derSpitze. Der kleine Unterschied Whrend Mnner vor allem Herz-Kreislauf-Medikamente und Prparate gegen Stoff- wechselstrungen ver- schrieben bekommen, erhal- ten Frauen deutlich mehr Medikamente zur Behand- lung des Nervensystems. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker Kranken- kasse Frauen sind hufiger beim Arzt Laut TK-Gesundheitsreport sitzen in den Wartezimmern der Republik mehr Frauen als Mnner. Whrend im Jahr 2010 mnnliche Erwerbspersonen durchschnittlich 2,5Arztkontakte mit mindestens einer Arzneimittelverschreibung hatten, sindes bei den Frauen 3,4 Arztkontakte. Im Bundeslndervergleich waren dieMnner in Sachsen und Brandenburg mit 2,1 Besuchen (mit Verschrei-bung) am seltensten, die Frauen im Saarland mit 3,9 Kontakten am hu-figsten beim Arzt. Auch der Blick auf die Studierenden und jungen Er-werbspersonen zwischen 20 und 34 besttigt diesen Trend. Rund 76 Pro-zent der Studenten waren 2009 mindestens einmal beim Arzt, bei denStudentinnen sind es knapp 93 Prozent. Unter den jungen Erwerbsperso-nen hatten 84 Prozent der Mnner und 97 Prozent der Frauen einen Arzt-kontakt.Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 14. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 14_____________________________________________________ Mnner haben fter Herz-Kreislauf-Probleme Jede bei der TK versicherte mnnliche Erwerbsperson erhielt im Jahr 2010 statistisch gesehen Medikamente gegen Bluthochdruck und Herzkrankheiten fr 85 Tage,Frauen hingegen nur fr 40 Tage. Bei Betablockern liegen weibliche Er-werbspersonen 34 Prozent, bei ACE-Hemmern 59 Prozent und beiCalciumkanalblockern sogar 61 Prozent unter dem Wert der Mnner.Auch die Fehlzeiten wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind bei denFrauen um 31 Prozent geringer als bei ihren mnnlichen Kollegen. Ganzunschuldig sind die Mnner an dieser Situation nicht, denn gerade Herz-Kreislauf-Beschwerden knnen durch einen ungesunden Lebensstilhervorgerufen werden, also durch falsche Ernhrung, Bewegungsmangelund Stress. Die Pille fr den Mann ist meistens fr die Pum- pe. Fast die Hlfte der Medi- kamente, die Mnner zwi- schen 15 und 65 Jahren verschrieben bekommen, sind mittlerweile Herz- Kreislaufprparate. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker Kranken- kasse Frauen sind hufiger psychisch krank Frauen sind hufiger von psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Schizophrenie oder Belastungsstrungen betroffen als Mnner. Im Jahr 2010 entfielen auf weiblichebei der TK versicherte Erwerbspersonen 67 Prozent mehr Fehltage we-Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 15. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 15_____________________________________________________gen psychischer Strungen als auf mnnliche. Bei berufsttigen Frauenwaren "Psychische Strungen" im letzten Jahr fr die meisten gemeldetenErkrankungstage verantwortlich. Berufsttige Mnner hingegen fehlteneher wegen Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems wie Rcken-schmerzen und Erkrankungen des Atmungssystems wie beispielsweiseErkltungen. Auch an den Universitten ist der Unterschied sprbar: Wh-rend bei rund 13 Prozent der TK-versicherten Studenten zwischen 20 und34 Jahren im Jahr 2009 mindestens eine psychische Strung diagnosti-ziert wurde, waren es bei den Kommilitoninnen mit 29 Prozent deutlichmehr. Psychische Erkrankungen fhren meist zu besonders langen Aus-fallzeiten. Bei TK-versicherten Erwerbspersonen sorgen Depressionen &Co. durchschnittlich fr die lngsten Krankschreibungen pro Fall: mehr als39 Tage bei den Frauen und sogar mehr als 44 Tage bei den Mnnern.Mnner erhalten zwar seltener die Diagnose einer psychischen Krankheit;wenn sie betroffen sind, fallen sie aber besonders lange aus Mnner haben hufiger Rcken Rckenbeschwerden waren laut TK-Gesundheitsreport im letzten Jahr fr jeden zehnten Fehltag verantwortlich. Mnner sind dabei hufiger von Krankheiten der Wirbel-sule und des Rckens betroffen als Frauen: Die Anzahl der Fehltage lagbei den Mnnern knapp 9 Prozent hher als bei den weiblichen Erwerbs-personen. Die lngsten Ausfallzeiten wegen Rckenbeschwerden entfal-len auf klassische Mnnerberufe aus der Bau-, Holz-, Verkehrs- und La-gerbranche. Strker als die Beschftigten in diesen krperlich belasten-den Berufen leiden nur noch Arbeitslose unter Kreuzschmerzen. Frauen habens eher mit der Schilddrse Sie wiegt bis zu 60 Gramm, befindet sich unterhalb des Kehlkopfes und macht Frauen hufiger Sorgen als Mn- nern: die Schilddrse. TK-versicherten weiblichen Er-werbspersonen wurden im letzten Jahr Schilddrsen-Medikamente frdurchschnittlich knapp 27 Tage verschrieben, Mnnern hingegen nur frHerausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 16. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 16_____________________________________________________sieben Tage. Inzwischen nehmen auch immer mehr junge MenschenSchilddrsen-Prparate ein. Die Anzahl derjenigen jungen Erwerbsperso-nen zwischen 20 und 34, denen mindestens einmal im Jahr ein solchesArzneimittel verordnet wurde, stieg seit 2006 um rund 40 Prozent. Auch indieser Altersgruppe besttigt sich der Geschlechterunterschied: Whrendbei etwa 2,5 Prozent der jungen Mnner 2009 eine Schilddrsenerkran-kung diagnostiziert wurde, kommen die jungen Frauen auf fast zwlf Pro-zent. Die meisten Behandlungen werden wegen Unterfunktion, Entzn-dung oder Vergrerung der Schilddrse eingeleitet. Unklar ist, obSchilddrsenmedikamente wegen ihrer stoffwechselsteigernden Wirkungauch missbruchlich als Schlankheitsmittel eingesetzt werden. Mnner haben mehr Unflle Mnnliche Erwerbspersonen haben hufiger Arbeitsunfl- le als weibliche, wie der aktuelle TK-Gesundheitsbericht zeigt. Die Fehltage wegen Arbeits- und Wegeunfllen la-gen bei den Mnnern im letzten Jahr 85 Prozent ber dem Wert der Frau-en. Besonders lange blieben junge Mnner zwischen 15 und 24 Jahrenwegen Unfllen der Arbeit fern. Nach einem Unfall bei der Arbeit oder aufdem Weg dorthin werden meist Verletzungen, Vergiftungen oder Krank-heiten des Muskel-Skelett-Systems diagnostiziert. Ein Grund fr die er-hhte Unfallgefahr der Mnner ist sicherlich der hufigere Einsatz in kr-perlich belastenden und potenziell gefhrlichen Ttigkeiten wie beispiels-weise auf Baustellen. Aber auch innerhalb einer risikoreichen Branche istder Geschlechterunterschied deutlich feststellbar. Mnnliche Beschftigein "Bau-, Bauneben- und Holzberufen" fehlen mit durchschnittlich 3 Tagendeutlich lnger als ihre Kolleginnen mit 1,2 Tagen.Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 17. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 17_____________________________________________________Krankschreibungstage: Depression bernimmt den ersten Platz"Ich fhlte mich antriebslos und trotzdem angespannt. Alles war unglaub-lich schwer, selbst das Heben eines Kaffeebechers schien unmglich, fastwie bei einer Lhmung. Dazu hatte ich starke Konzentrationsschwchen",so beschreibt Anne Hoffmann die schwierige Zeit ihrer Erkrankung. DieBerlinerin litt lange Jahre an psychischen Erkrankungen, unter andereman Depressionen. Wie der aktuelle Gesundheitsreport der TechnikerKrankenkasse (TK) zeigt, sind psychische Krankheiten in Deutschlandweiterhin auf dem Vormarsch. Unter TK-versicherten Erwerbspersonen(Berufsttige und Arbeitslosengeld-I-Empfnger) gab es 2010 einen Zu-wachs psychisch bedingter Fehlzeiten von fast 14 Prozent im Vergleichzum Vorjahr. Bei keinem anderen Diagnosekapitel verzeichnete dieKrankenkasse im letzten Jahrzehnt derartige Anstiege bei den Fehlzeiten.Depressionen sind inzwischen eine Volkskrankheit in Deutschland. ImJahr 2010 belegte die Diagnose "Depressive Episode" (F32) erstmals dentraurigen Spitzenplatz bei den Fehltagen, noch vor Rckenschmerzen undErkltungen. Professor Dr. Norbert Klusen, Vorsitzender des TK-Vorstands: "Wir beobachten die Zunahme psychischer Erkrankungen mitSorge. Die aktuellen Auswertungen zeigen, dass inzwischen auch immermehr junge Menschen betroffen sind." So wurde unter TK-versichertenStudierenden und jungen Erwerbsttigen (20 bis 34 Jahre) eine deutlicheZunahme der Antidepressiva-Verschreibungen festgestellt. Von 2006 bis2010 stiegen die verordneten Tagesdosen bei den Studierenden um 79und bei den Erwerbspersonen um 70 Prozent.Auffllig ist auch der Anstieg psychisch bedingter Ausfallzeiten bei denBerufsttigen. Seit Beginn der TK-Gesundheitsberichterstattung im Jahr2000 sind die Fehltage wegen Psychischer und Verhaltensstrungen um57 Prozent gestiegen. Psychische Strungen spielen bei den Fehlzeiteneine besonders groe Rolle, weil Krankschreibungen aufgrund von De-pression, Angst- oder Belastungsstrungen mit durchschnittlich 41 TagenHerausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 18. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 18_____________________________________________________sehr lange dauern. "Das bedeutet fr die Unternehmen enorme Produkti-onsausflle, fr die Krankenkassen hohe Kosten und fr die Patientenmeist eine wochen- oder monatelange Leidenszeit", so Klusen. Fehlzeiten bei psychischen St- rungen steigen am Strksten Im Langzeitvergleich stagnieren die verschiedenen Fehlzeiten, gehen zurck oder nehmen nur marginal zu. Gegen diesen Trend entwickeln sich die psychischen und Verhal- tensstrungen mit einem massiven Anstieg von 57 Prozent innerhalb von elf Jahren. Insbesondere seit 2006 verzeichnet die TK einen rasanten Anstieg psychisch beding- ter Fehltage. Motiv zum Download unter www.presse.tk.deWie hufig psychische Diagnosen gestellt und Antidepressiva verschrie-ben werden, ist regional sehr unterschiedlich. So erhalten 20- bis 34-jhrige Erwerbspersonen und Studierende in den neuen Bundeslndernseltener eine psychische Diagnose, die Berliner, Hamburger und Saarln-der hingegen besonders oft. Trotz berdurchschnittlich vieler psychischKranker werden in Berlin und Hamburg verhltnismig wenige Antidep-ressiva verschrieben. Ein Grund fr diesen auf den ersten Blick berra-schenden Befund knnte die grere Anzahl von Psychotherapeuten inden Grostdten sein. Die Auswertung von Kontakten zu Psychothera-peuten besttigt diese Theorie: Hamburger und Berliner zwischen 20 und34 liegen berdurchschnittlich hufig auf der Couch eines Therapeuten."In Deutschland orientiert sich die Versorgung psychisch kranker Men-schen meist an den Therapieangeboten vor Ort und leider nur selten anden spezifischen Bedrfnissen der Patienten" bemngelt Klusen. Insbe-sondere schwere Flle werden meist stationr behandelt. Damit werdendie Menschen jedoch aus ihrem gewohnten Lebensumfeld herausgeris-sen. Nach der Entlassung fehlt vielen Patienten konkrete Untersttzung,so dass sie bei der nchsten Krise wieder in der Klinik vorstellig werden.Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 19. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 19_____________________________________________________Um diesen negativen Kreislauf zu unterbrechen und den Erkrankten einindividuelles Therapieangebot zu machen, hat die TK das "Netzwerk psy-chische Gesundheit" ins Leben gerufen. Das Konzept sieht vor, dass diePatienten mithilfe von aufsuchender Betreuung zu Hause (home treat-ment), Rckzugsrumen und qualifizierten Ansprechpartnern rund um dieUhr in ihrem gewohnten familiren, beruflichen und sozialen Umfeld blei-ben knnen. Hilfe in der Krise Krisenpensionen, in denen man Zeit mit anderen Betroffenen verbringen und therapeutische Untersttzung bekommen kann, sind fester Be- standteil des Netzwerks psychische Gesundheit. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseBisher steht das Angebot in Mnchen, Stuttgart, Berlin, Bremen, Augs-burg, Lbeck, Kiel, dem Kreis Pln, in Neumnster und Umgebung sowiein mehreren niederschsischen Regionen zur Verfgung. Anne Hoffmann,die wegen Depressionen 18 Monate im Krankenhaus verbracht hat, istsich sicher: "Ein Projekt mit home treatment und Krisenpension httemeine Klinikaufenthalte wahrscheinlich berflssig gemacht. In jedem Fallwre es wesentlich leichter geworden, einen Umgang mit meiner Erkran-kung zu finden." Inzwischen arbeitet die Berlinerin selbst in einer Krisen-pension und hilft psychisch Kranken und ihren Angehrigen, mit akutenKrisen umzugehen.Weitere Informationen zum Netzwerk psychische Gesundheit finden Sieauf www.tk.de, einfach in der Suchmaske den Webcode 5235 eingeben.Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 20. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 20_____________________________________________________TK-Expertin Gudrun Ahlers im GesprchGesunde Unternehmen durch fitte FhrungWie gesund ein Unternehmen ist, hngt nicht nur von Aktienkursen, Li-quiditt oder gut gefllten Auftragsbchern ab. Das wichtigste Kapital ei-nes Unternehmens sind seine Mitarbeiter. Gerade angesichts des demo-grafischen Wandels wird es fr die Betriebe knftig noch mehr darauf an-kommen, die Beschftigten lange leistungsfhig im Betrieb zu halten. Ineiner Studie der Initiative Arbeit und Gesundheit (iga) gab gut die Hlfteder produzierenden Unternehmen mit 50 bis 500 Beschftigten an, dassdas Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) bereits in ih-rem Unternehmen angekommen ist, die andere Hlfte der Unternehmen Die Sozialwissenschaftlerin Gudrunbeschftigt sich bisher allerdings kaum mit der Gesundheit der Mitarbei- Ahlers ist Expertin fr Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) bei der Techniker Krankenkasse (TK)ter. Gudrun Ahlers, BGM-Expertin bei der Techniker Krankenkasse (TK) und unter anderem fr die Gesun- dheitsberichterstattung, d.h. dieerklrt im Interview, welche Bedeutung der Gesundheit in der modernen jhrliche Analyse der Fehlzeiten und Arzneimittelverordnungen der beiPersonalfhrung zukommt. der TK versicherten Erwerbsperso- nen verantwortlich.Frage: Frau Ahlers, in Asien hat man traditionell groen Respekt vor Motiv zum Download unter www.presse.tk-online.dedem Alter, der lteste Mensch wird stets zuerst begrt. Mit dem Quelle: Techniker Krankenkassehohen Lebensalter verbindet man dort vor allem Erfahrung undWeisheit. Auch in Deutschland gibt es einen demografischen Wan-del, die Belegschaften in den Betrieben werden lter. Viele Fh-rungskrfte hierzulande denken bei lteren Mitarbeitern aber vor al-lem an Defizite wie Leistungsabbau und Fehlzeiten. Woher kommtdas?Gudrun Ahlers: Ja, diese Sichtweise ist leider weit verbreitet. DeutscheFhrungskrfte halten ihre Mitarbeiter nur bis zu einem Alter von 51 Jah-ren fr voll leistungsfhig. Das ist jedoch ein Pauschalurteil. Niemandwrde auf die Idee kommen, Angela Merkel, Gnther Jauch oder FelixMagath zu unterstellen, sie wren nicht mehr fit genug fr ihren Job. Un-sere Gesundheitsberichte zeigen, dass ltere Mitarbeiter sogar seltenerkrank sind als Jngere. Wenn sie krank sind; fallen sie allerdings lngeraus, da mit dem Alter die langwierigeren Erkrankungen zunehmen.Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 21. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 21_____________________________________________________Frage: Wenn die lteren Kollegen hhere Fehlzeiten haben, ist esdann nicht verstndlich, dass Unternehmer, die den wirtschaftlichenErfolg vor Augen haben, jngere Mitarbeiter bevorzugen? Fehlzeitenverursachen ja auch Kosten?Gudrun Ahlers: Das mag auf den ersten Blick die logische Konsequenzsein. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass das sehr kurzgedacht und wenig unternehmerisch ist. Denn auch wenn ein 50-Jhrigerstatistisch gesehen im Jahr fnf Tage mehr krankgeschrieben ist, verfgter ber ein greres Erfahrungswissen und wei ber innerbetrieblicheZusammenhnge besser Bescheid, so dass er in der krzeren Zeit den-noch mindestens ebenso viel schaffen kann. Zudem nehmen mit demAlter Zuverlssigkeit, Loyalitt, Arbeitsmoral und soziale Fhigkeiten zu.Diese Fhigkeiten nicht fr das Unternehmen zu nutzen, wre wirtschaft-lich unklug.Frage: Wollen Sie damit sagen, dass die lteren Kollegen sogarkompetenter sind als die jngeren Mitarbeiter?Gudrun Ahlers: Nein, wir sprechen nicht von mehr oder weniger Kompe-tenz, sondern von einem Wandel der Kompetenzen, der sich mit zuneh-mendem Alter vollzieht. Jngere Kollegen sind meist krperlich belastba-rer, nehmen neues Wissen schneller auf und sind oftmals kreativer. Dielteren verfgen aber ber ein groes Erfahrungswissen und treffen ihreEntscheidungen berlegter. Beide Lsungsstrategien fhren zum Ziel.Gute Fhrungskrfte nutzen beide, indem sie die Kompetenzen organisa-torisch miteinander verbinden, zum Beispiel in Tandem-Teams oder gene-rationenbergreifenden Netzwerken, wo alle gemeinsam ihre Fhigkeitenfr den Unternehmenserfolg einbringen knnen.Frage: Was knnen Fhrungskrfte tun, um die Kompetenzen ihrerMitarbeiter zu frdern?Gudrun Ahlers: Es klingt so einfach, ist aber in vielen Unternehmen keineHerausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 22. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 22_____________________________________________________Selbstverstndlichkeit: Um die Kompetenzen aller Mitarbeiter ideal zunutzen und zu frdern, mssen die Fhrungskrfte diese erst einmal ken-nen. Deshalb empfehlen wir regelmige Feedbackgesprche, um zuklren, welche Ressourcen, aber auch welche Belastungen vorhandensind. Experten sprechen hier von dem so genannten Arbeitsbewltigungs-index, auch workability index (WAI) genannt. Er beschreibt, inwieweit dieLeistungsfhigkeit eines Mitarbeiters zu den an ihn gestellten Anforderun-gen passt. Dieser Index kann mittels eines Fragebogens errechnet wer-den. Je mehr Punkte, desto besser passen Kompetenz und Anforderungzusammen. Je niedriger der WAI, desto dringender braucht es Vernde-rung, zum Beispiel durch Qualifizierungsmanahmen oder eine Neuorga-nisation der Arbeit und der Arbeitszeit.Nur im direkten Gesprch lsst sich herausfinden, was als belastendempfunden wird, wo Handlungsbedarf besteht.Zwar lsst die Arbeitsfhigkeit mit dem Alter im Normalfall nach, eine fin-nische Studie hat jedoch gezeigt, dass sich dieser Trend mit Manahmenzur Gesundheitsfrderung umkehren lsst.Welche Manahmen knnen das sein?Gudrun Ahlers: Gesundheitsfrderung betrifft immer Verhalten und Ver-hltnisse. Das heit, es geht einerseits darum, die Verhltnisse, also dasArbeitsumfeld gesnder zu gestalten. Dies kann je nach Branche die er-gonomische Gestaltung der Werkbnke oder Schreibtische, das Pausen-und Schichtmanagement in einem Krankenhaus, die Licht- und Lrmver-hltnisse in der Fabrikhalle oder die Kantine betreffen. Aber Gesundheits-frderung betrifft auch das individuelle Verhalten sowohl der Mitarbeiterals auch der Fhrungskrfte.Haben Sie dafr ein Beispiel?Gudrun Ahlers: Fhrungskrfte knnen mit ihrem Verhalten, das heit mitgesunder Fhrung viel zur Gesundheit und damit zur LeistungsfhigkeitHerausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 23. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 23_____________________________________________________ihrer Mitarbeiter beitragen. Arbeitswissenschaftler haben in einer Lang-zeitstudie herausgefunden, dass Beschftigte, die keine Anerkennungerfahren, ein 2,4fach hheres Risiko fr eine schlechtere Arbeitsfhigkeithaben. Mangelnde Wertschtzung durch den unmittelbaren Vorgesetztensorgt gerade bei lteren Beschftigten dafr, dass sie nicht mehr an ihreFhigkeiten glauben, das geht so weit, dass die Leistungsfhigkeit ir-gendwann auch tatschlich abnimmt. Ein gesundes Arbeitsklima ist dahereine wichtige Fhrungsaufgabe. Nur so frdert man Motivation, denn inZeiten des Nachwuchsmangels knnen es sich Unternehmen schlichtnicht leisten, zustzlich Mitarbeiter durch innere Kndigung zu verlieren.Und was knnen die Mitarbeiter selbst beitragen?Wenn wir ber individuelles Gesundheitsverhalten sprechen, sind natr-lich auch die Beschftigten selbst gefordert. Die Arbeit ist ja nicht der ein-zige Einflussfaktor fr unsere Gesundheit. Einen groen Teil des Tagesverbringen wir auerhalb der Arbeit. Die Lebensweise in dieser Zeit, dasheit, wie wir uns ernhren, wie viel wir uns bewegen, wie viel wir schla-fen, ob wir Freunde und Familie haben, die uns strken oder ein Privatle-ben, das zustzlich belastet all dies hat groen Einfluss auf unsereGesundheit. Gerade ltere Beschftigte leiden zunehmend unter Stoff-wechselstrungen, Rckenschmerzen und Herz-Kreislauf-Beschwerden,Krankheiten, die durch einen gesnderen Lebensstil vermeidbar wren.Hier ist also auch jeder Einzelne gefragt.Inwiefern untersttzen die Krankenkassen die individuelle und diebetriebliche Gesundheitsfrderung?Gudrun Ahlers: Fr den Einzelnen, der auerhalb des Betriebes etwas frseine Gesundheit tun mchte, gibt es ein umfangreiches Prventionsan-gebot, zum Beispiel Gesundheitskurse oder E-coachings. Unsere Websitetk.de bietet hierzu Informationen.Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 24. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 24_____________________________________________________Im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements untersttzen wirUnternehmen, die Gesundheitsfrderung implementieren mchten. AmBeginn jeder Manahme steht natrlich erst einmal eine Analyse des Ist-Zustandes, um herauszufinden, welche Belastungen im jeweiligen Betriebvorliegen. Auch eine Altersstrukturanalyse ist angesichts des demografi-schen Wandels vor allem in greren Unternehmen sinnvoll. Unter Be-rcksichtigung von Fluktuation, Krankenstand etc. lsst sich mit diesemInstrument ermitteln, in welchen Unternehmensbereichen knftig welcherHandlungsbedarf besteht und welche Personalstrategien deshalb ntigsind. Unsere Experten sind alle ausgebildete Demografieberater. Wiruntersttzen die Unternehmen auch, indem wir zum Beispiel externe Mo-deratoren einsetzen, die alle Vernderungsprozesse im Unternehmenmoderieren und begleiten. Der erste Impuls, etwas strukturell verndernund Arbeitspltze gesnder gestalten zu wollen, muss aber von denUnternehmen selbst kommen. In Zukunft nicht alt aussehen Unternehmen, die auch im demogra- fischen Wandel erfolgreich sein wollen, sollten sich um die Gesund- heit ihrer Beschftigten kmmern. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseHerausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 25. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 25_____________________________________________________In Zukunft nicht alt aussehen: Messe Mnchen Internationalsetzt auf Generation Management"Mit 67 Jahren ist noch lange nicht Schluss" so lautete das Thema eineshausinternen Seminars bei der Messe Mnchen International (MMI). Inder Veranstaltung erarbeiteten Fhrungskrfte und Mitarbeiter gemein-sam, wie das Wissen lterer Beschftigter an jngere Mitarbeitergenera-tionen weitergegeben werden kann. Das Seminar ist Teil eines Pilotpro-jekts des Unternehmens zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement(BGM). In Kooperation mit der Techniker Krankenkasse (TK) finden meh-rere Workshops statt, mit denen sich das bayerische Unternehmen fr dieHerausforderungen des demografischen Wandels rstet."Fr unseren langfristigen Unternehmenserfolg ist nicht nur die fachlicheKompetenz, sondern auch die Gesundheit unserer Mitarbeiter ganz ent-scheidend", erklrt Angelika Kaiser, Personalreferentin bei MMI denHintergrund des Projekts. "Wir haben bis zu vier Generationen im Unter-nehmen und es ist uns wichtig, die Kompetenzen aller Altersgruppengleichermaen zu frdern." Die GmbH setzt deshalb auf eine lebenszyk-lusorientierte Personalpolitik.Gudrun Ahlers, BGM-Expertin bei der TK: "Ab einem Alter von 45 Jahrenspricht man schon von lteren Beschftigten. Diese verfgen ber andereKompetenzen als jngere Kollegen. Diese hngen jedoch nicht nur mitdem Lebensalter, sondern auch mit der persnliche Lebenssituation zu-sammen, die ganz unterschiedlich sein kann. Eine 45-jhrige Mitarbeiterinkann heute bereits die Kinderbetreuungszeit abgeschlossen und neueKarriereambitionen haben oder noch junge Mutter eines Kleinkindes sein.Eine Dritte kmmert sich vielleicht bereits um ihre pflegebedrftigen El-tern. Unternehmen, die die daraus entstehenden verschiedenen Fhigkei-ten, aber auch die individuellen Bedrfnisse mit entsprechenden Perso-nalentwicklungsmanahmen nutzen und untersttzen, bndeln vielfltigeKompetenzen im Unternehmen und sind als Arbeitgeber fr die immerknapper werdenden Fachkrfte am Arbeitsmarkt hochattraktiv."Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 26. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 26_____________________________________________________Das Pilotprojekt der MMI widmet sich in seinen Workshops vor allem denThemen "Fhren in und durch alle Lebensphasen", Motivationsstrategien,"Wissenstransfer und Leistungskraft erhalten durch Ressourcen-Management". Wissenstransfer Erfolgreiche Unternehmen nutzen die Kompetenzen aller Generationen im Betrieb. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker Krankenkasse"Jeder Mitarbeiter bringt durch seinen persnlichen Hintergrund eigeneWerte, kulturelle Prgungen, Erfahrungen, aber auch Erwartungen mit.Dies birgt natrlich auch Konfliktpotenzial und erfordert ganz individuelleMotivationsstrategien. Darin stecken aber auch viele Ressourcen, die wirnutzen mchten, in dem wir zum Beispiel durch generationenbergreifen-de Tandem-Teams und Mentorenprogramme Synergien erzeugen, vondenen alle profitieren", so Angelika Kaiser. "Wichtig ist, die Mitarbeiter beiallen Manahmen einzubinden. Nur im Gesprch erfahren wir, ber wel-che individuellen Fhigkeiten unsere Beschftigten verfgen, die vielleichtmit ihrer derzeitigen Aufgabe gar nichts zu tun haben, die aber schonbeim nchsten Projekt eine wertvolle Untersttzung sein knnen. Auf die-se Weise schaffen wir fr uns einen wertvollen Kompetenzpool, und dieKollegen erfahren Anerkennung, die sich wiederum direkt auf Motivationund Leistungsfhigkeit auswirken. Die Investition in das Generation Ma-Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 27. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 27_____________________________________________________nagement ist also fr alle Seiten gleichermaen sinnvoll, eine klassischeWin-win-Situation."Mit ihrem Engagement schafft MMI nachhaltige Strukturen fr ein gesn-deres Arbeiten. Neben diesem Pilotprojekt, flexiblen Arbeitszeiten undWeiterbildungsangeboten hlt das Unternehmen viele weitere Angebotezur Gesundheitsfrderung bereit: So gibt es zum Beispiel regelmigeGesundheitskurse wie Qi Gong und Nordic Walking, und zweimal in derWoche bieten Trainer einer Sportschule eine "bewegte Pause" an. Durcheine Kooperation mit einem Naturkost-Lieferservice knnen sich die Mi-tarbeiter sogar Obst und Gemse fr den Bro- und Heimbedarf an denArbeitsplatz liefern lassen, ein gesundes Kantinenangebot im Kasino run-det das Angebot ab.TK-Expertin Gudrun Ahlers lobt das vorausschauende Engagement derMesse Mnchen: "Hier hat man erkannt, dass fitte und motivierte Mitar-beiter die gesunde Basis sind, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Wirhoffen, dass viele Unternehmen diesem Beispiel folgen."Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 28. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 28_____________________________________________________Kranke Zeiten: hoher Krankenstand bei ZeitarbeiternIhre Branche hat nach wie vor keinen guten Ruf, doch sie sind gefragterdenn je: Zeitarbeiter. Mitte 2010 waren deutschlandweit rund 806.000Arbeitsuchende an Betriebe ausgeliehen und dort nur vorbergehendbeschftigt. Bis zum Ende des Jahres 2011 erwartet der Interessenver-band Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (IGZ) einen Anstieg auf bereine Million Leiharbeiter. Whrend Unternehmen die Finger nach Ar-beitskrften ausstrecken, die sie projektbezogen einstellen und schnellwieder entlassen knnen, ist Zeitarbeit fr die befristeten Arbeitnehmerhufig nur eine Notlsung aus der Arbeitslosigkeit: Obwohl fr sie seit Mai2011 gesetzliche Mindestlhne gelten (7,79 Euro pro Stunde im Westen,6,65 Euro im Osten), gehen die Arbeitsplatzunsicherheit, die mangelndenEntwicklungsmglichkeiten, hufige Wechsel der Einsatzorte und -bereiche sowie die Entlohnung auf die Nerven und auf die Knochen. MitFolgen: Zeitarbeit macht krank, besttigen neue Zahlen, die die TechnikerKrankenkasse (TK) erhoben hat.Der direkte Vergleich zeigt: Zeitarbeiter sind generell mehr arbeitsunfhig(AU) als Beschftigte in anderen Branchen. 2010 war jeder Leiharbeiter inDeutschland durchschnittlich 15 Tage krankgeschrieben. Bei den Arbeit-nehmern anderer Branchen waren es dagegen 3,5 Tage weniger, nmlich11,5 Tage. Die Abweichung rhrt hauptschlich daher, dass Zeitarbeiteroftmals in krperlich belastenden Ttigkeiten beschftigt sind, die erfah-rungsgem mit erhhten Fehlzeiten einhergehen. Etwa ein Drittel derDifferenz hat seine Ursache aber in der Zeitarbeit selbst.Krank ist Andreas T. nicht geworden, aber die 18 Monate Zeitarbeit habenihn ganz schn geschlaucht. "Es war eine turbulente Zeit. Ich war in dreiverschiedenen Betrieben als Lagerist eingesetzt, musste deshalb auchviel pendeln. Das ging schon an die Substanz", erinnert sich der 27-Jhrige.Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 29. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 29_____________________________________________________Finanzielle Unsicherheit, keine Zukunftsplanung unter vielen Leiharbei-tern macht sich Existenzangst breit. "Es ist schon ein mieses Gefhl, nichtplanen zu knnen und nicht zu wissen, wie lange man noch Arbeit hatund ob man bernommen wird", sagt Andreas T. Tatschlich schaffen nursieben Prozent der vorher arbeitslosen Leiharbeiter den Sprung in einenfesten Job. Dass diese Aussichten am Nervenkostm zerren, spiegelt sichin den Krankheitsdaten der Zeitarbeiter wider. Psychische Strungen ge-hren bei ihnen zu den Hauptursachen fr Fehlzeiten. 2010 meldete sichjeder Zeitarbeiter im Durchschnitt knapp zwei Tage arbeitsunfhig, weil eroder sie psychisch erkrankt war. Das ist ein Anstieg um zwlf Prozent jeLeiharbeiter binnen zwei Jahren. Knochenjob ? Muskel-Skeletterkrankungen wie Rckenschmerzen verursachen bei Zeitarbeitern die meisten Fehltage. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseDer Druck der zeitweiligen Beschftigung lastet aber nicht nur auf derPsyche, sondern auch auf den Schultern. Spitzenreiter bei den Diagnosender Zeitarbeiter sind Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems. Sie be-wirkten 3,4 Fehltage je Leiharbeitnehmer im Jahr 2010. Rckenschmer-zen und Co. zwangen besonders die mnnlichen Zeitarbeiter, sich frdurchschnittlich 3,8 Tage arbeitsunfhig zu melden. Bei konventionellbeschftigten Mnnern waren es bei gleichen Beschwerden nur 2,3 Tage,also 67 Prozent weniger.Als Lagerist rangiert Andreas T. im oberen Drittel, zumindest was denKrankenstand im Berufsvergleich betrifft. Mnnliche Zeitarbeitnehmer, dieim Lager- und Transportwesen arbeiten, waren 2010 16,5 Tage krankge-Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 30. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 30_____________________________________________________schrieben. Typischerweise fhren krperlich belastende Arbeiten zu hhe-ren Fehlzeiten als Brottigkeiten. Deshalb berrascht es nicht, dassElektromonteure (18,7 AU-Tage), Schlosser (19,1 Tage) und Rohrinstalla-teure (21,9 Tage) das Feld bei den Mnnern anfhren. Letztere hattendabei 25 Prozent mehr krankheitsbedingte Fehltage als festangestellteInstallateure. Warum? "Wir wissen, dass viele Leiharbeiter in den einzel-nen Berufssparten fr die weniger wertigen, schwereren Arbeiten einge-setzt werden. Fllt einer von ihnen krankheitsbedingt aus, ist es fr denEntleiher einfacher, einen neuen Mitarbeiter ber die Zeitarbeitsfirma zubekommen, als wenn das Stammpersonal ausfllt", sagt Wiebke Arpsvom betrieblichen Gesundheitsmanagement der TK. Etwas anders siehtes bei den zeitarbeitenden Frauen aus. Unter ihnen fehlten die Werbe-fachfrauen (19,5 Tage), die Lagerarbeiterinnen (19,1 Tage) und dieBuchhalterinnen (18,2 Tage) krankheitsbedingt am meisten. Goldene Zeiten? Nach Angaben des Gesundheitsre- ports der Techniker Krankenkasse (TK) sind Beschftigte in der Zeitar- beit deutlich mehr arbeitsunfhig als konventionelle Mitarbeiter. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseAndreas T. hat es geschafft. Seit 1. Juni 2011 ist er bei einem groendeutschen Unternehmen fest angestellt. Diese Chance htte er ohne dieZeitarbeit wahrscheinlich nicht bekommen. "Auf den Stress htte ich abergut verzichten knnen", sagt er. Damit es seinen Kollegen in Zukunft bes-ser geht, muss mehr Frsorge fr die Leiharbeiter her. Arps: "Es wreschn, wenn die Entleiher die Zeitarbeiter an Manahmen zur Gesund-heitsfrderung teilnehmen lieen und sich mehr fr deren Zufriedenheiteinsetzen wrden. Auch von den Zeitarbeitsfirmen sollte eine bessereBetreuung im berlassungsprozess kommen."Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 31. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 31_____________________________________________________Neun von zehn Frauen ohne Hormonersatztherapie durch die WechseljahreHitzewallungen, Schlafstrungen, Stimmungsschwankungen viele derelf Millionen deutschen Frauen zwischen 45 und 65 Jahren kmpfen wh-rend ihrer Wechseljahre mit gesundheitlichen Beschwerden. Noch vorzehn Jahren nahmen fast 40 Prozent der Frauen Hormonersatzprparategegen die Begleiterscheinungen des Klimakteriums und zur Vorsorgegegen Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein. Doch seit wis-senschaftliche Studien die Risiken der Hormontherapie untersuchten, istdas Verordnungsvolumen dieser Prparate stark eingebrochen. Nichteinmal jede zehnte Frau (9,6 Prozent) 45 und 65 hat nach Angaben desaktuellen Gesundheitsreportes der Techniker Krankenkasse (TK) imvergangenen Jahr noch ein solches Medikament verschrieben bekom-men.Die Studien zeigten, dass bestimmte Hormonprparate das gesundheitli-che Risiko zum Beispiel fr Brustkrebs, Schlaganfall, Herzinfarkt undThrombose erhhen. Entgegen den Erwartungen erhhte sich auch dasRisiko fr Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Viele Frauen wissen nicht, ob sieihre Hormone noch weiter einnehmen oder berhaupt erst mit der Thera-pie beginnen sollen.Die TK empfiehlt den betroffenen Frauen, Risiken und Nutzen einer Hor-montherapie sorgfltig gemeinsam mit dem Arzt abzuwgen. Letztendlichmuss jede Frau selbst entscheiden, wie stark sie die Beschwerden ein-schrnken. Jede dritte Frau leidet kaum oder gar nicht an Wechseljahres-beschwerden. In jedem Fall rt die TK davon ab, die Hormone nur vor-beugend einzunehmen. Auch die Frauen, die aufgrund ihrer starken Be-schwerden die Hormonersatzprparate bereits seit lngerer Zeit einneh-men, sollten diese in Absprache mit ihrem Arzt zwischendurch probe-weise absetzen vielleicht kommen sie ja mittlerweile ohne die Hormoneaus.Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 32. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 32_____________________________________________________Oftmals kann man auch mit anderen Mitteln gegen die Nebenwirkungender Wechseljahre vorgehen. So beugen beispielsweise eine kalziumrei-che Ernhrung und viel Bewegung dem Knochenschwund vor. Hormonersatztherapie kommt nur noc h selten zum Einsatz Nicht einmal jede zehnte Frau be- kam 2010 Medikamente gegen Wechseljahresbeschwerden ver- schrieben. Vor zehn Jahren war es noch mehr als jede Dritte. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseWeitere Informationen zum Thema bietet die TK-Broschre "Wechseljah-re und Hormontherapie, die auf der Internetseite www.tk.de unter demwebcode 49340 heruntergeladen oder bestellt werden kann.Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 33. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 33_____________________________________________________Kurz gemeldetAuch keine Arbeit macht krankMedikamente fr 182 Tage bekam jede Erwerbsperson 2010 statistischgesehen verschrieben. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreportder Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Die Branche mit den hchstenArzneimittelverordnungen sind die Ordnungs- und Sicherheitsberufe mit197 Tagesdosen, die wenigsten Medikamente bekommen Medien- undGeisteswissenschaftler mit 154 Rationen. Das hchste Arzneimittelvolu-men entfllt jedoch auf Arbeitslosengeld I-Empfnger, die pro Kopf Medi-kamente fr 245 Tage des Jahres bekamen. Gudrun Ahlers, bei der TKverantwortlich fr die Gesundheitsberichterstattung: "Die Daten zeigen,dass Gesundheit nicht nur von den gesundheitliche Belastungen am Ar-beitsplatz abhngt, sondern dass auch mit der Arbeitslosigkeit gesund-heitliche Risiken, vor allem im psychischen Bereich, verbunden sind." Jede Menge Medikamente Mit 245 Tageseinheiten, also Medi- kamenten fr ber acht Monate des Jahres bekommen Arbeitslose laut Techniker Krankenkasse die mei- sten Medikamente verschrieben. Motiv zum Download unter www.presse.tk-online.de Quelle: Techniker KrankenkasseZwei Drittel der Krankschreibungen dauern maximal eine WocheNach Angaben des Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse (TK)dauern zwei von drei Krankschreibungen in Deutschland hchstens eineWoche. Nur jede 20. Arbeitsunfhigkeit dauert lnger als sechs Wochen.Dennoch entfallen auf diese Langzeitkrankschreibungen fast die Hlfte(48,3 Prozent) aller Fehltage.Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 34. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 34_____________________________________________________Junge Beschftigte fehlen am hufigstenNach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) stagniert der Kranken-stand fr das Jahr 2010 unter Deutschlands Beschftigten bei 3,3 Pro-zent. Jeder sozialversicherungspflichtig Beschftigte war im letzten Jahrstatistisch gesehen einmal krankgeschrieben. Zwischen den verschiede-nen Altersgruppen gibt es jedoch deutliche Unterschiede: Jngere Be-schftigte zwischen 15 und 25 Jahren sind mit knapp zwei Krankschrei-bungen im Jahr etwa doppelt so hufig arbeitsunfhig wie ihre lterenKolleginnen und Kollegen. Allerdings nimmt die durchschnittliche Dauereines Arbeitsausfalls mit steigendem Alter kontinuierlich zu. Whrend eineKrankschreibung unter den jngsten Beschftigten zwischen 15 und 19Jahren im Mittel knapp sechs Tage dauert, sind es bei den ber 55-Jhrigen mehr als 18 Tage. Hauptgrund fr die lngeren Falldauern inden lteren Altersgruppen ist laut TK das mit zunehmendem Alter hufige-re Auftreten schwererer Krankheiten. Da demografisch zu erwarten ist,dass der Anteil lterer Arbeitnehmer knftig steigt, erwartet die TK fr dieZukunft insgesamt steigende Fehlzeiten.Vorschneller Griff zu Antibiotika frdert ResistenzenAntibiotika sind gezielt eingesetzt eine der wichtigsten und effektivstenMittel im Kampf gegen bakterielle Infektionen. Andererseits fhrt ein fal-scher Einsatz genau zum gegenteiligen Effekt. Wie aktuelle Daten desGesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) zeigen, wird bereitsbei Kurzzeit-Erkrankungen von unter einer Woche zu Antibiotika gegriffen."Eine falsche Dosierung oder eine zu kurze Einnahme macht die Bakte-rien resistent gegen die Medikamente", sagt Thomas Widmann, Arznei-mittelexperte bei der TK. "Deswegen ist bei der Verordnung von Antibioti-ka eine genaue Nutzen-Risiko-Abwgung angebracht. Gerade vor demHintergrund der aktuellen Diskussion um Antibiotikaresistenzen von Kran-kenhauskeimen sollten Patienten und rzte fr dieses Thema erneut sen-sibilisiert werden", so Widmann.Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 35. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 35_____________________________________________________ Antibiotika Bereits bei Kurzzeit- Erkltungskrankheiten von unter einer Woche greifen viele Menschen in Deutschland zu Antibiotika Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseMnnerseelen sind seltener, aber lnger krankPsychische Erkrankungen betreffen Frauen deutlich hufiger als Mn-ner. Das so genannte starke Geschlecht tut sich noch immer schwer,"Befindlichkeitsstrungen" einzugestehen. Nicht nur beim DeutschenFuballbund spricht man lieber von Mentaltrainern, als dass man zug-be, dass Spieler psychische Behandlung brauchen. Wenn Mnner psy-chisch erkranken, wird eher die Diagnose Burn out eingerumt, dielandlufig mit Leistungsbereitschaft verbunden wird, als die klassischeDepression. Wie aktuelle Daten des Gesundheitsreports der TechnikerKrankenkasse (TK) zeigen, kann das Ignorieren psychischer Belastun-gen bei Mnnern langfristig fatale Folgen haben. Denn die TK-Statistikzeigt, dass Mnner zwar seltener erkranken, wenn es sie erwischt, fal-len sie jedoch lnger aus. "Psychisch bedingte Fehlzeiten fallen vorallem dadurch auf, dass sie sehr lange dauern. Bei Mnnern durch-schnittlich 44 Tage, Frauen sind im Schnitt 39 Tage krankgeschrieben",erklrt Heiko Schulz, Psychologe bei der TK. "Wichtig ist deshalb mg-lichst frhzeitig, bei ersten Anzeichen psychischer Belastung gegen dieUrsachen wie Stress oder berforderung anzugehen. Die TK bietet zumBeispiel Kurse zur Burn out-Prvention an. Weitere Informationen hier-zu gibt es unter www.tk.de in der Rubrik Gesundheitskurse.Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 Fax: 040 - 69 09-13 53 E-Mail: [email protected] TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de. Social Media Newsroom: www.newsroom.tk Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Juli 2011
  • 36. TK-Medienservice "So krank ist Deutschland" 36_____________________________________________________MigrneEtwa acht Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Migrne.Frauen sind dabei etwa dreimal so hufig betroffen wie Mnner. NachAngaben des Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse (TK)leiden vor allem Frauen zwischen 40 und 55 unter den starken Kopf-schmerzen. Mehr als jede vierte Frau in dieser Altersgruppe erhielt im2010 Medikamente zur Behandlung der Migrne, so genannte Triptane,verschrieben. Dicker Kopf Whrend Mnner in allen Alters- gruppen gleich wenig von Migrne betroffen sind, leiden bei den Frauen vor allem die Altersgruppen zwi- schen 40 und 55 Jahren. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseJunge Frauen habens an der SchilddrseJunge Erwachsene in Deutschland erhalten immer mehr Schilddrsen-prparate. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der Techni-ker Krankenkasse (TK) hervor. Danach ist das Verordnungsvolumenunter jungen Erwerbspersonen zwischen 20 und 34 Jahren in den letz-ten fnf Jahren um 37 Prozent, unter Studierenden sogar um 52 Pro-zent gestiegen. Besonders hufig betroffen sind berufsttige Frauen ab30. Hier bekam etwa jede zehnte mindestens einmal ein Schilddrsen-prparat (unter gleichaltrigen Mnnern lag die Rate unter zwei Prozent).Die Medikamente beinhalten Schilddrsenhormone zur Behandlung vonSchilddrsenvergrerungen und -unterfunktionen. Aufgrund ihrerstoffwechselsteigernden Wirkung werden die Prparate aber auchmissbruchlich als Schlankheitmittel eingenommen, was zu uner-wnschten Nebenwirkun