Intensiv-Forum Formate/Didaktik

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Text of Intensiv-Forum Formate/Didaktik

  • Partizipation statt Langeweile Vom Teilnehmer zu Akteur

  • Sozio-technischer Wandel ermglicht bzw. bedingt eine verstrkte Teilhabe an gesellschaftspolitischen Prozessen

    Partizipation als gesellschaftliches Prinzip

    - Web 2.0. als Architektur des Mitwirkens (Tim OReilly 2005)

    - Mobile Devices (Smartphones und Tabletts seit 2007)

    - Digital Natives der Generation Y

  • Kongresse und Tagungen folgen noch immer berkommenen Mustern, die die Mglichkeiten einer effizienten Partizipation von Teilnehmern negieren.

    Wunsch nach neuer Wissensvermittlung

    - Starre Ablaufregeln (Key Speaker, Plenary Session, Parallel Sessions)

    - Frontale Vortrge mit PowerPoint

    - Kurze Pausenzeiten

    - Mehrere Vortrge hintereinander

  • Die Teilnehmer mchten sich nicht nur informieren, sondern auch die Mglichkeit erhalten, sich auszutauschen, neue Kontakte zu knpfen und alte aufzufrischen.

    Vom Teilnehmer zum Akteur

    - Nachhaltiges Lernen erfordert eine aktive und belebende Gesprchsatmosphre

    - vom Monolog zum Dialog, von der Prsentation zurInformationsgenerierung

    - Wissen als Impulse setzen, um etwas dazuzulernen

    - Networking auf allen Ebenen ermglichen bzw. frdern

  • Partizipativen Formaten ist gemein und unabdingbar: sie nutzen die Weisheit der Vielen (wisdom of the crowd).

    Partizipation als Gegenmittel

    - Barcamps als sogenannte Unkonferenzen bietenden Teilnehmern grtmgliche Freiheit und Teilhabe

    - World Cafs und die Round Table Sessions ermglicheneinen Wissensaustausch auf Augenhhe

    - Science Slams bieten dem Publikum eine direkte Teilhabeals Jury im Rahmen eines engagierten Rednerwettstreit

  • Partizipative Formate werden einen Teil des tradierten Veranstaltungswesens ersetzen, um effektive Wege der Wissensgenerierung und -vermittlung zu ermglichen.

    Umsetzung fr die Zukunft

    -Die Wahl organisatorischer und didaktischer Mittel sollte sich an Inhalten, Zielen und Teilnehmern orientieren

    - Kongresse und Tagungen knnen als klassische Live Events auchauf emotionaler Ebene den Austausch von Wissen befrdern

    - Neue Meetingformate werden in Zukunft noch strker technologiebasierte Mglichkeiten direkter Partizipation einbinden

  • Partizipation statt Langeweile Vom Teilnehmer zu Akteur

    Dr. Thorsten Knoll

    TUBS GmbH TU Berlin ScienceMarketingHardenbergstrae 1910623 Berlin www.tubs.deKNOLL@TUBS.DE

  • Partizipation zum Prinzip erhoben:

    Barcamps als soziale Innovation

    Kai-Uwe Hellmannwww.barcampus.de

  • Barcamps sind ein genuines Produkt der Internetkultur2003 erfunden von Tim OReilly, dem Promoter des Buzzword

    Web 2.0.

    2005 demokratisiert und global verbreitet.

    2006 fand das erste Barcamp Berlin in Deutschland statt.

    2008 haben Frank und ich das jhrlich stattfindende CommunityCampBerlin gegrndet.

    2014 fanden allein im deutschsprachigen Raum rund 150 Barcamps statt.

    Herkunft

  • Vielfalt

    Inzwischen gibt es drei Formen von Barcamps:

    1. Klassische Barcamps: Thematisch vllig offen

    2. Themencamps: Es gibt einen thematischen Fokus, wie beim CommunityCampBerlin

    3. Corporate Camps: Barcamps inhouse fr Einarbeitung und Fortbildung von Mitarbeitern Image und Reputation Networking und offener Austausch mit internen und externen Stakeholdern Pflege der Unternehmenskultur Qualitts- und Ideenmanagement Recruiting und Employer Branding ber den Tellerrand schauen: Kreativittsfabrik Wissenstransfer

  • Regeln

    Die wichtigsten Regeln sind:1. Strikte Gleichheit der Teilnehmer schon bei der

    Vorstellungsrunde Dialog auf Augenhhe).2. Die Agenda steht nicht im Vorhinein fest.3. No spectators, only participants!: Aktive Teilnahme & Mitarbeit

    sind entscheidend.4. Sprich ber das Barcamp! Ergebnissicherung, Feedbackrunde,

    Recaps, WrapUps 5. Der Rahmen bestimmt die Qualitt: Die Organisatoren und

    Moderatoren sichern Prozess- und Ergebnisqualitt eines Barcamps.

  • 1. Regel

    Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Barcamps sind gleichberechtigt!

    Hierarchien werden bewusst und temporr aufgehoben, um einen offenen und ehrlichen Austausch auf Augenhhe zu gewhrleisten.

    Es wird konsequent geduzt.

    Die Vorstellungsrunde zu Beginn ist ein wichtiger Eisbrecher.

    Alle Teilnehmer stellen sich durch drei Hashtags (Schlagworte) kurz mit ihrem Namen vor, aus welcher Organisationseinheit sie kommen und was sie interessiert.

    Strikte Gleichheit der Teilnehmer:Deswegen Duzen wir uns ab jetzt

  • 2. Regel

    Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer hat die Mglichkeit und ist ausdrcklich aufgefordert, ein eigenes Thema vorzuschlagen.

    Jedes Thema ist grundstzlich zugelassen, whrend das Plenum darber entscheidet, ob eine Session stattfindet.

    Es gibt so viele Sessions gleichzeitig, wie es Rume gibt.

    Leicht abgewandelt, knnen bereits im Vorfeld sogenannte Themenpaten identifiziert werden, die auf jeden Fall ein Thema pitchen werden.

    Die Agenda steht nicht im Vorhinein fest:Sie kommt von den Teilnehmern

  • 3. Regel

    Wenn Du zum Barcamp kommst, stell Dich darauf ein, selber mitzumachen!

    Es ist eine intensive Veranstaltung mit Prsentationen, Diskussionen und Interaktionen der Teilnehmer untereinander.

    Wenn Du selbst keine Session hltst, beteilige Dich wenigstens an der Diskussion.

    Jeder hat die gleiche Redezeit!

    No spectators, only participants!:Wir bitten um rege Teilnahme

  • Technische Empfehlungen

    Vorstellungsrunde Name Herkunft/Club drei Schlagworte

    Vorschlagsrunde Name der Session Inhalt/Thema Teaser maximal 30 Sekunden

    Tipps fr Sessiongeber Biete Mehrwert (keine

    Werbeveranstaltung) Rede von Erfahrungen (Fehler, Erfolge) Sei interaktiv (Diskussion anstatt

    Prsentation) Der Blick aufs Smartphone usw. ist nicht

    unhflich Beachte das Gesetz der Fe Halte Dich an den Zeitplan (45 +15)

  • ber Feldmann & Hellmann

    Frank FeldmannDiplom-Finanzwirt, Digital Native und Social Event Berater

    Barcamp Evangelist und Barcamp-Experte Initiator, Organisator, Moderator u.a. des Barcamps Berlin 2007,

    des CommunityCamps seit 2008 und des CSRcamps 2014 Gatekeeper der Vernderung ( Zitat Tagesspiegel vom

    25.10.2013) Veranstalter der Online Marketing Lounge

    Dr. Kai-Uwe HellmannProfessor fr Konsum- und Wirtschaftssoziologie TU Berlin

    Forschungsschwerpunkte: Wirtschafts- und Konsumsoziologie, Organisationstheorie, Gesellschaftstheorie, Systemtheorie

    Initiator des ersten Themen-Barcamps in D Durchfhrung zahlreicher wissenschaftliche Tagungen,

    Kongresse und Workshops zum Thema

  • Impressionen

  • Teilnehmer zu Teilhabern machen

    Round Tables und World Caf

    Oliver Pannewww.swop-berlin.de

  • Statt one to many

    The Great Dictator Roy Export SAS

  • many to many!

  • Nach allen Seiten offen, keine Ecken, betont Gemeinschaft Teilnehmer sitzen gleichberechtigt, auf Augenhhe Kommunikativ und bersichtlich, Teilnehmer sind einander zugewandt Akustische Nhe (ohne Verstrkung) Ermglicht Entfaltung einer Gruppendynamik Standard-Mobiliar fr Festabende, Bankette o..

    Das Prinzip Runder Tisch

  • 10 bis 15 Kongress-TN pro Round Table (300 TN = 20 bis 30 Tische) Dauer 1 Round Table Session: 45 bis 60 min, mehrere Durchgnge mgl. 1 Gastgeber pro Tisch, hlt Impulsvortrag, moderiert die Runde 1 Thema pro Tisch, Veranstalter kuratiert Themen/Referenten Themenmarkt: z.B. 50 parallele Table Sessions, TN knnen ihr Thema

    frei whlen, whrend der Runde aufstehen und sich einer anderen Tischgruppe anschlieen

    Round Tables: Themenorientiertes Networking

  • many to many!

  • 1 Moderator 1 bergeordnete Fragestellung mind. 3 runde Tische mit je einem Gastgeber jeder Tisch behandelt einen Teilaspekt der bergeordneten Fragestellung Tische sind mit Papier berzogen, TN schreiben ihre Ideen darauf 3 Durchgnge, dann Ergebnisprsentation im Plenum

    World Caf: Vernetztes Denken und Arbeiten

  • Bild WC

    Caf-Etikette (nach Juanita Brown und David Isaacs, den Erfindern des WC)

    Auf das fokussieren, was wichtig ist. Eigene Ansichten beitragen. Mit Herz und Verstand sprechen und hren. Hinhren, um wirklich zu verstehen. Die entstehenden Ideen verbinden. Seine Aufmerksamkeit darauf richten, neue Erkenntnisse und

    tiefergehende Fragen zu entdecken. Spielen, kritzeln, malen: Es soll auf die Tischdecke geschrieben werden. Spa haben.

  • Bild WC

  • + Themenspezifische Networking-Anlsse+ Themen-Markt: vielfltiges Angebot+ Jede/r entscheidet, wie intensiv er/sie sich einbringt+ Erhht Anzahl der Kongress-Akteure (Identifikation!) Organisatorischer Aufwand (viele Referenten, Themen kuratieren) Raum- und Platzbedarf Akustik

    Round Table Sessions: Pro und Contra

  • + Aktivierung der Teilnehmer+ Selbstorganisation+ Wissensgewinn ber Crowdsourcing, vernetztes Denken und Arbeiten+ Jede/r entscheidet, wie intensiv er/sie sich einbringt Organisatorischer Aufwand (Konzeption Fragestellungen, Tischdecken) Raum- und Platzbedarf Teilnehmerzahl begrenzt

    World Caf: Pro und Contra

  • Round Table Sessions: natrliche Anlsse fr themenorientiertes Community Building

    World Cafs: Freirume fr selbstgestaltetes Crowdsourcing und vernetzte Ideengenerierung

    RTS und WC bereichern unser Formate-Repertoire. Sie sind eine Spielwiese, die unsere Kongressteilnehmer aktiv gestalten knnen.

    Wozu?

  • Bild Runde Tische (bersicht)

  • SWOP. Medien und