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    25-Jan-2015

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<ul><li> 1. Verteilungsgerechtigkeit und Krise Markus Netter Vortrag: Fair Teilen Wien, 08.06.2010 </li></ul> <p> 2. </p> <ul><li>1. Rahmenbedingungen fr den Sozialstaat </li></ul> <ul><li>volkswirtschaftliche Grundlagen </li></ul> <p> 3. Verteilungspolitik</p> <ul><li>Egalitre (=gleichere/gerechtere) Verteilung-&gt; soziale Stabilitt -&gt; positiv fr Kapital- undHumankapitalinvestitionen und Wettbewerbsfhigkeit.</li></ul> <ul><li>Sozialpolitik wirkt auf Einkommensverteilung (sowohl auf dieMarkteinkommen als auch nach Umverteilung). </li></ul> <ul><li>Ungleichheit der Personen- und Haushaltseinkommengestiegen. </li></ul> <ul><li>Hohe Staatsquote, unterdurchschnittliche Intensitt derUmverteilung (primr ber die Ausgabenseite). </li></ul> <ul><li>WIFO-Reformoptionen:Erhhung des steuerfinanzierten Teils der Sozialversicherung,Verbreiterung der Beitragsbasis, Anhebung der Hchstbeitrags- grundlage in der Sozialversicherung (aufkommensneutral). </li></ul> <p> 4. Auswirkungen der Krise 5. Krisenfolgen historisch Arbeitlosigkeit und Finanzkrise Prozentueller Anstieg Dauer in Jahren 6. BIP undFinanzkrise Prozentuelle Vernderung BIP Dauer in Jahren Krisenfolgen historisch 7. Krisenfolgen historisch Krise und Staatsschulden 8. Entwicklung des BIP real seit 1998 Q: WIFO, Prognose 3/10 fr Werte ab 2010 9. Infaltionsentwicklung seit 1993 Q: WIFO, Prognose 3/10 fr Werte ab 2010 10. Sinkende Lohnquoten! (Lohnquote = Anteil am Volkseinkommen, den die ArbeitnehmerInnen erhalten), internationale Ungleichgewichte (EU) 11. Entwicklung der Arbeitslosigkeit seit 2000 Q: WIFO, Prognose 3/10 fr Werte ab 2010 12. Konjunktur 13. Hauptergebnisse der Konjunkturprognose fr 2010 (WIFO-Prognose, 3/10) </p> <ul><li>Wirtschaftswachstum ist mit real +1,3 % zu schwach um den Anstieg der Arbeitslosigkeit zu bremsen bzw. die Arbeitslosigkeit zu senken </li></ul> <ul><li>Arbeitsmarkt: </li></ul> <ul><li><ul><li>- Unselbstndig aktiv Beschftigte werden nach -44.800 im Jahr 2009um weitere -5.100 im Jahr 2010 sinken!</li></ul></li></ul> <ul><li><ul><li>- vorgemerkte Arbeitslosigkeit wird von 212.300 (2008) auf 269.500 (2010) steigen! </li></ul></li></ul> <ul><li><ul><li>- Personen in Kursmanahmen (2010): 80.900 </li></ul></li></ul> <ul><li>Exporte und bestimmte Investitionen brachen 2009 im 2-stelligen Prozentbereich weg, fr 2010 nur leichte Erholung </li></ul> <ul><li>Privater Konsum bleibt die nachhaltige Sttze der Wirtschaft! Zunahme der privaten Konsumausgaben 2010: real +0,7 %! AUCH: DANK Sozialleistungen = automatische Stabilisatoren </li></ul> <p>SULEN in der Krise:Konjunkturprogramme und sozialstaatliche Leistungen 14. Konjunkturdaten und Konsolidierungspfad 15. Einkommen 16. Primreinkommen Nicht-Selbstndigenhaushalte Q: Guger (1987), Guger (1996A), EU-SILC 2006, Konsumerhebung 1999/2000, WIFO-Berechnungen. Alle Nicht-Selbstndigenhaushalte Gini-Koeffizient0,340,3670,3670,373 Zunehmende Ungleichheit der Markteinkommen, auf Personenebenestrker als auf Haushaltsebene Unselbstndigen Haushalte Gini-Koeffizient0,250,2810,2940,312 2,1 - 1,4% 23,3 26,8% 17. Primre und sekundre Einkommensverteilung 2005 Nicht-Selbstndigenhaushalte Q: EU-SILC 2006, Konsumerhebung 2004/2005, WIFO-Berechnungen. quivalent entspricht gewichteten Pro-Kopf-Werten. Primrverteilung Sekundrverteilung Durch die staatliche Umverteilung wird die Wohlfahrtsverteilung wesentlich egalitrer 18. Verteilung der Primr- und Sekundrverteilung 2005 Nicht-Selbstndigenhaushalte Q: EU-SILC 2006, Konsumerhebung 2004/2005, WIFO-Berechnungen. quivalent entspricht gewichteten Pro-Kopf-Werten. 19. Staatsausgaben 20. VerteilungswirkungStaatsausgaben </p> <ul><li>Die Umverteilung von hohen zu niedrigen Einkommen erfolgt ber die Staatsausgaben </li></ul> <ul><li>Die Umverteilungswirkung der Staatsausgaben hat in den letzten 1 Jahr-zehnten deutlich zugenommen: Durch die staatliche Umverteilung sank 1991 der Gini-Koeffizient um 30%, 2000 und 2005 um 45% </li></ul> <ul><li>Im ersten Drittel belaufen sich die monetren und realen Transfers auf 84% der Markteinkommen, im zweiten auf schwach 30% und im oberen auf 12% </li></ul> <ul><li>Am progressivsten wirken die klassischen Sozialausgaben:Sozial- und Notstandshilfe, Arbeitslosengelder und Wohnbeihilfe; Unter Bercksichtigung der Anzahl der Haushaltsmitglieder wirken auch dieFamilien-, Bildungs- und Gesundheitsausgaben deutlich progressiv </li></ul> <ul><li>Obwohl universelle Leistungen dominieren und Bedarfsprfung wenig Rollespielt, haben die Staatsausgaben starke vertikale Umverteilungseffekte </li></ul> <ul><li>Direkte Steuersenkungen entlasten vor allem hohe Einkommen Verringerung des staatlichen Leistungsangebots trifft vor allem Arme </li></ul> <p>Q: Alois Guger (WIFO), Prsentation vom 19.10.09 in der AK WIEN, berarbeitung AK Wien 21. Umverteilung ber Staatsausgaben: Monetre und reale Transfers 2005 Nicht-Selbstndigenhaushalte Q: EU-SILC 2006, WIFO-Berechnungen. quivalent entspricht gewichteten Pro-Kopf-Werten. 22. </p> <ul><li>Budgetkonsolidierung/Aktuelle Entwicklungen </li></ul> <p> 23. Aktuelle Entwicklungen/ Budgetkonsolidierung/Ausblick Sanierung"ohne Tabus" schockiert Minister Der Standard, 09. Mrz 2010, 12:49 i i 24. Regierungsziel bis 2013: Defizit 2,7 %(in % des BIP) Quelle: BMF Stabilittsprogramm 2009-2013 Defizit 25. Internationaler Vergleich Defizite-Rckbau </p> <ul><li>Konsolidierungserfordernisse anderer EU-Staaten: </li></ul> <ul><li>GB: 1,75 %/Jahr 2010-2014 </li></ul> <ul><li>Spanien: 1,25 %/Jahr 2010-2013 </li></ul> <ul><li>Frankreich: 1 %/Jahr 2010-2013 </li></ul> <ul><li>DE und ITA: 0,5 %/Jahr 2011-2013 </li></ul> <ul><li>Irland: 2 %/Jahr 2010-2014 </li></ul> <p>Quelle: EU-Kommission Nov 2009 26. langfristiger Vergleich Defizit(in % des BIP) Angaben in % des BIP 27. Ausgabenseitige Sanierung? </p> <ul><li>Vor der Krise war der Anteil der Staatsausgaben am BIP am niedrigsten Stand seit 30 Jahren </li></ul> <ul><li>Weitere Ausgabenbremsung kaum ohne Qualittseinschrnkungen mglich </li></ul> <p>Angaben in % des BIP 28. Ausgabenseitige Krzungen knnten heien </p> <ul><li>Die wirtschaftliche Konsolidierung zu gefhrden: (Faustregel: Einsparungen von 1 % des BIP -&gt; Wirtschaftswachstumum rund 0,5 % geringer) </li></ul> <ul><li>International strker: OECD-weite Einsparungen von1 % fhren zu Wirtschaftsabschwchung von 1,1 % </li></ul> <ul><li>Oftmals direkte negative Konsequenzen auf Arbeitsmarkt(zB Beschftigungsstopp ffentlicher Dienst, weniger Arbeitsmarktmanahmen, Gesundheitsberufe) </li></ul> <ul><li>Negative Verteilungswirkung, da der Staat vor allem ber die Ausgabenseite umverteilt (vgl. WIFO-Studie) </li></ul> <ul><li>Staatliche Leistungen knnten sich verschlechtern(zB BB, Bildungssystem, AMS, Verwaltung) </li></ul> <p> 29. Einnahmenseitiger Spielraum Angaben in % des BIP 30. Einnahmenseitiger Spielraum 31. Defizit und Staatseinnahmenquoten Q. EU kommission AMECO Datenbank, EU 15 32. </p> <ul><li>AK-Forderungen: notwendiger Ausbau des Sozialstaats </li></ul> <p> 33. AK-Position zur Budgetkonsolidierung </p> <ul><li>Die Konsolidierung der Staatsfinanzen muss: </li></ul> <ul><li>Unter Konjunkturvorbehalt stehen! </li></ul> <ul><li>mittelfristig erfolgen um den Handlungsspielraum der Fiskalpolitik durch die Zinsbelastung nicht zu sehr einzuschrnken </li></ul> <ul><li>hauptschlich vom Wachstum getragen werden </li></ul> <ul><li>den Schwerpunkt auf der Einnahmenseite setzen </li></ul> <ul><li>die Wirkung auf Wachstum, Beschftigung und Verteilung bercksichtigen </li></ul> <ul><li>Spielrume fr eine Belebung des Arbeitsmarkts und Verbesserungen des Sozialstaats erffnen </li></ul> <ul><li>verhindern, dass die ArbeitnehmerInnen, die diese Krise nicht verursacht haben (aber bereits unter ihr leiden), nicht auch noch mageblich fr ihre budgetren Folgen aufkommen mssen </li></ul> <p> 34. AK-Forderungen bei Konsolidierung </p> <ul><li>Bankenabgabe, Spekulationssteuern, Erbschaftsteuer neu und Abschaffung von Stiftungsprivilegien </li></ul> <ul><li>Ausgabenseitig versprechen (Land-)Wirtschafts-und Exportfrderungen Konsolidierungspotential </li></ul> <ul><li>Mehr Beitragsgerechtigkeit im Pensionssystem [Details siehe Anhang!] </li></ul> <ul><li>Familienleistungen neu gestalten [Details siehe Anhang!] </li></ul> <ul><li>Keine Erhhung der Massensteuern </li></ul> <ul><li>Verwaltungsreform darf weder ungezielten Personalabbau noch Qualittsreduktion bedeuten </li></ul> <ul><li>Mangergehlter </li></ul> <p> 35. Anhang 36. Entwicklung von Beschftigung und Beschftigungsformen seit 2000(Index 2000 = 100,dh 200 = doppelter Wert im Vergleich zum Jahr 2000 ) Trends und Dynamik am Arbeitsmarkt 37. sterreich im internationalen Vergleich - sterreichische Spezifika sterreichspezifika:Strken:niedrige Arbeitslosigkeit im internationalen Vergleich, hohe Beschftigungs- quote bei MnnernSchwchen:geringe Beschftigung lterer, hohe Teilzeitbeschftigung von Frauen,hohe Saison-AL, hohe Abhngigkeit zB von Deutschland (vgl. Zulieferindustrie) 38. Durchschnittliche Geldleistungen, 2008 vs 2000 (nominell und reale Vernderung) Entwicklung der realen Geldleistungen aus des Arbeitslosenversicherung </p> <ul><li>Grnde fr den Rckgang der realen Geldleistungen aus der ALV: </li></ul> <ul><li>Schwache Entwicklung der Realeinkommen (v.a. fr Geringerqualifizierte) schlgt sich in Form von niedrigen Bemessungsgrundlagen durch </li></ul> <ul><li>Steigende Teilzeitbeschftigung </li></ul> <ul><li>Verschlechterungen im Leistungsrecht </li></ul> <ul><li>Anrechnung des PartnerInneneinkommens im Bereich der Notstandshilfe </li></ul> <p> 39. Instrumente der Arbeitsmarktpolitik zur Bekmpfung der Arbeitslosigkeit</p> <ul><li>Ad Konjunkturelle Arbeitslosigkeit </li></ul> <ul><li>zB ffentliche Investitionen in Infrastruktur (soziale Dienstleistungen, Bau, Schieneninfrastruktur etc.) </li></ul> <ul><li>Ad strukturelle Arbeitslosigkeit </li></ul> <ul><li>Qualifizierungsmanahmen, Zielgruppenfrderung (zB Lehrlinge, Behinderte), etc ... </li></ul> <ul><li>Vorsicht: Mitnahmeeffekte fr Unternehmen - angesichts knapper Mittel beachten! Dh Lenkungseffekte statt Frderung von Verhaltensweisen, die auch ohne Frderung gesetzt wrden </li></ul> <p> 40. Bevlkerung im erwerbsfhigen Alter nach Alterskohorten (Personen in 1.000)Q: Gudrun Biffl (2009), basierend auf Statistik Austria 41. Entwicklung des Arbeitszeitvolumens seit 1994 nach Geschlecht Trends und Dynamik am Arbeitsmarkt - Entwicklung der ArbeitslosigkeitQuelle: WIFO, basierend auf Statistik Austria. Zeitreihenbruch 2004 . 42. 43. Entwicklung der Arbeitslosigkeit in sterreich 44. Leistungsbilanz in % des BIP 45. </p> <ul><li>Die USA waren seit den neunzigerJahren die Weltkonsumenten sie konnten ihren Konsum ber Kapitalimporte aus den berschusslndern, insb. Deutschland, Japan und China finanzieren.</li></ul> <ul><li>Die berschusslnder waren mangels inlndischem Konsumwachstum darauf angewiesen ihre Gter in den USA abzusetzen. </li></ul> <p> 46. Lohnquoten, internationale Ungleichgewichte 47. Lohnquoten, internationale Ungleichgewichte (EU) 48. Exportwettlauf Europa </p> <ul><li>Innerhalb der Eurozone setzten u.a. sterreich und Deutschland auf sinkende Lohnstckkosten whrend Italien oder Griechenland die Lohnanteile eher Stabilisierten. </li></ul> <ul><li>Der Exporterfolg der einen impliziert aber notwendiger weise das Leistungsbilanzdefizit der anderen. </li></ul> <p> 49. Vermgensbestand in sterreich 50. 51. </p>

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