Biographie Wilhelm Weber

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    10-May-2015

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Wilhelm Weber war ein Soldat des Ersten Weltkrieges. Er fertigte whrend des Krieges viele Zeichnungen an, die heute im Stadtarchiv Speyer aufbewahrt werden.

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  • 1.Wilhelm Weber Wilhelm Weber, * 10. Juli 1887 in Neustadt an der Haardt, Rheinpfalz/Bayern; 4. Oktober 1964 in Speyer, war ein deutscher Offizier im Ersten Weltkrieg. Whrend der Kriegszeit fertigte er mehr als 60 Zeichnungen an, die heute im Stadtarchiv Speyer aufbewahrt werden. Wilhelm Weber: Altersportrt Leben Weber war der Sohn von Leonhard Weber, einem Galvaniseurmeister, und von Maria Weber, geborene Fischer. Er wurde protestantisch getauft. Nach seinem Volksschulabschluss besuchte er zunchst drei Jahre lang die Prparandenschule, anschlieend zwei Jahre das Lehrerseminar. Spter bte er in unter anderem Kaiserslautern den Beruf des Volksschullehrers aus. Am 4. August 1914 heiratete er in Haloch Gretel Kaltenbach (geb. 11. Juli 1891, Haloch, als Tochter eines Uhrenmeisters). Wilhelm Weber (links) mit Frau.

2. Am 17. Januar 1926 wurde die gemeinsame Tochter der beiden, Marianne, geboren. Auerdem nahm das Paar noch zwei Pflegekinder, Georg Kaltenbach (* 1921) und Fritz Kaltenbach (* 1924), die Kinder eines Schwagers, zu sich auf. Im Jahr 1926 zog die Familie nach Speyer um. Militrische Karriere Wilhelm Weber trat, nachdem er ein Jahr als Lehrer gearbeitet hatte, am 1. Oktober 1910 seinen Dienst bei der Truppenkompanie 9/I., Erstes Bataillon, 18. bayerisches Infanterie-Regiment an. Am 1. September 1914 wurde er zum Unteroffizier befrdert. Er nahm an vielen bekannten Schlachten des Ersten Weltkrieges teil, so beispielsweise an der Ypernschlacht oder der Sommeschlacht. Whrend seiner Karriere als Soldat erlitt Weber einige schwere Verletzungen, die mehrere Lazarettaufenthalte erforderlich machten und denen oft auch lngere Erholungszeiten folgten, die er meist im heimischen Haloch verbrachte. So erlitt er beispielsweise in der Schlacht von Arras (1917) einen Prellschuss, woraufhin er in das Vereinslazarett Stettin aufgenommen wurde. Kurze Zeit spter, am 20. Juli 1917, wurde er in der Stellung bei Kambrich schwer verwundet. Er erlitt Verletzungen am Kopf, am Unterarm und an der linken Bauchseite. Danach kam er zunchst in das bayerische Reservelazarett Habudingen, am 8. August 1917 wurde er dann im Reservelazarett Saargemnd, Abteilung Hospital, aufgenommen. Im Jahr 1919 wurde er als Leutnant schlielich aus dem Heer entlassen. Militrische Auszeichnungen Wilhelm Weber wurde fr seine Dienste im Ersten Weltkrieg mit dem Preuischen Eisernen Kreuz 2. Klasse geehrt. Auerdem stellte ihm das Militr durchweg sehr gute, teilweise sogar vorzgliche Fhrungszeugnisse aus. 3. Briefe und Zeichnungen Whrend seiner Zeit im Krieg fertigte Wilhelm Weber mehr als 60 Graphit-, Tusche- und Buntstiftzeichnungen an, die er zusammen mit Feldpostbriefen an unterschiedliche Adressaten, zumeist jedoch an seine Frau, verschickte. In diesen Briefen thematisierte er die Zustnde im Schtzengraben, erzhlte von seinen Kameraden und seinem aktuellen Leben. Seine Beschreibungen untermalte er mit Zeichnungen, die er nicht selten als direkte Erluterung in die Briefe integrierte . Graphitzeichnung Wilhelm Webers Die Zeichnungen Webers lassen sich in drei Kategorien einteilen: Im Schtzengraben Landschaften Quartiere Im Schtzengraben Landschaften Quartiere 4. Sie sind von unterschiedlichem Format. Die Qualitt des Papiers bzw. des Zeichengerts ist ebenfalls unterschiedlich. Dies lsst darauf schlieen, dass Weber keine eigenen Zeichenutensilien an die Front mitgenommen hatte, sondern die Mittel nutzte, die ihm zur Verfgung standen. Es fllt auf, dass viele der an seine Frau adressierten Briefe mit der Anrede Mein liebes Herz beginnen. Meist sind die Briefe mehrere Seiten lang und sehr eng beschrieben. Sie beinhalten Verschiedenes, von dem Alltag der Soldaten im Schtzengraben bis hin zu persnlichen Dingen, beispielsweise eigenen Krankheiten oder den Verlust von Kameraden: Feldpostbriefe Feldpostbriefe Der Nachlass Wilhelm Weber ist aufgesplittet. Groe Teile davon, darunter die meisten Zeichnungen, befinden sich im Stadtarchiv Speyer. Im Bundesarchiv - Militrarchiv in Freiburg im Breisgau finden sich zahlreiche Feldpostbriefe Webers. Im Bayerischen Kriegsarchiv wird die Offizierspersonalakte Webers aus dem 1. Weltkrieg verwahrt. 5. Quellen Meldekartei, Stadtarchiv Speyer Nachlass Wilhelm Weber, Bestand 192-31, Stadtarchiv Speyer Offizierspersonalakte Wilhelm Weber (OP 29424), Bayerisches Hauptstaatsarchiv -Kriegsarchiv-, Mnchen Impressum Ausstellung der Abteilung Kulturelles Erbe - Stadtarchiv Speyer, Johannesstrae 22 a, 67346 Speyer. Konzeption und Realisierung: Michaela Hayer und Elisabeth Steiger, zusammen mit Ellen Grnenwald, Kim Harmel und Markus Mck. Mit freundlicher Untersttzung der Herren Rolf Renner und Wilfried Lder und der UB Heidelberg. www.stadtarchiv.speyer.de