Das Schicksal ist ein mieser Verräter

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    25-Jan-2015

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Die Prsentation zur Veranstaltung "Film(&)Philosophie: Das Schicksal ist ein mieser Verrter" zum Thema: Tod, Glck und Gelassenheit

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<ul><li> 1. angewandte PhilosophieDas Schicksal ist ein mieser VerrterFilm(&amp;)PhilosophieAkademie frOkay? Okay.http://akademiephilosophie.deNele Rttger und Dr. Thomas Wachtendorf</li></ul> <p> 2. angewandte PhilosophieAkademie frHerzlich willkommen bei der Akademie frangewandte Philosophie im SchlachthofKino!http://akademiephilosophie.deNele Rttger und Dr. Thomas Wachtendorf 3. angewandte PhilosophieAkademie frDas Schicksal ist ein mieser Verrter (USA, 2014)! Regie: Josh Boone Mit: Shailene Woodley, Ansel Elgort Basierend auf: John Green: The Fault in our Starshttp://akademiephilosophie.deNele Rttger und Dr. Thomas Wachtendorf 4. angewandte PhilosophieAkademie frber Glck, Tod und Gelassenheit!Einige berlegungen von Ludwig Wittgenstein(1889-1951):!Wie kann der Mensch berhaupt glcklich sein, da erdoch die Not dieser Welt nicht abwehren kann?Tagebcher, 13.8.1916http://akademiephilosophie.deNele Rttger und Dr. Thomas Wachtendorf 5. angewandte PhilosophieAkademie frEben durch das Leben der Erkenntnis.[...] Das Lebender Erkenntnis ist das Leben, welches glcklich ist, derNot der Welt zum Trotz.Tagebcher, 13.8.1916!Oder man knnte auch so sagen, der erfllt denZweck des Daseins, der keinen Zweck auer demLeben mehr braucht. Das heit nmlich, der befriedigtist.Tagebcher, 6.7.1916http://akademiephilosophie.deNele Rttger und Dr. Thomas Wachtendorf 6. angewandte PhilosophieAkademie frAls Ding unter Dingen ist jedes Ding gleichunbedeutend, als Welt jedes gleichbedeutend.Tagebcher, 8.10.1916Man muss die Dinge in Raum und Zeit (Tagebcher,7.10.1916) statt mit Raum und Zeit (Tagebcher, 7.10.1916)sehen.[D]as gute Leben ist die Welt sub specie aeternitatisgesehen.Tagebcher, 7.10.1916http://akademiephilosophie.deNele Rttger und Dr. Thomas Wachtendorf 7. angewandte PhilosophieAkademie frUm glcklich zu leben, mu ich in bereinstimmungsein mit der Welt. Und dies heit ja glcklich sein.Tagebcher, 8.7.1916!Das gute Gewissen ist das Glck, welches das Lebender Erkenntnis gewhrt.Tagebcher, 13.8.1916Wer glcklich ist, der darf keine Furcht haben, auchnicht vor dem TodeTagebcher, 8.7.1916http://akademiephilosophie.deNele Rttger und Dr. Thomas Wachtendorf 8. angewandte PhilosophieAkademie frDer Tod ist kein Ereignis des Lebens. Den Tod erlebtman nicht.Tractatus logico-philosophicus 6.4311Nur wer nicht in der Zeit, sondern in derGegenwart lebt, ist glcklichTagebcher, 8.7.1916Wenn man unter Ewigkeit nicht unendlicheZeitdauer, sondern Unzeitlichkeit versteht, dann lebtder ewig, der in der Gegenwart lebt.Tagebcher, 6.4311Fr das Leben in der Gegenwart gibt es keinen TodTagebcher, 8.7.1916http://akademiephilosophie.deNele Rttger und Dr. Thomas Wachtendorf 9. angewandte PhilosophieAkademie frEin Problem entsteht fr den, der nicht in derGegenwart lebt:Man ist dann lebendig gestorben. Oder vielmehr: dasist der eigentliche Tod, den man frchten kann, denndas blosse Ende des Lebens erlebt man ja nicht (wieich ganz richtig geschrieben habe).Spte Tagebcherhttp://akademiephilosophie.deNele Rttger und Dr. Thomas Wachtendorf 10. angewandte PhilosophieAkademie fr!Nur so kann ich mich unabhngig von der Weltmachen und sie also doch in gewissem Sinnebeherrschen indem ich auf einen Einflu auf dieGeschehnisse verzichte.Tagebcher, 11.6.1916Nur das Leben ist glcklich, welches auf dieAnnehmlichkeiten der Welt verzichten kann. Ihm sinddie Annehmlichkeiten der Welt nur so viele Gnadendes Schicksals.Tagebcher, 13.8.1916http://akademiephilosophie.deNele Rttger und Dr. Thomas Wachtendorf 11. angewandte PhilosophieAkademie frDer Film fhrt nicht zufllig das Wort "Schicksal" imTitel.Das Schicksal ist, worauf wir Menschen keinen Einflusshaben, was wir jedoch hinnehmen mssen.!MoirenKlotho: die Spinnerin des LebensfadensLachesis: misst den Faden zuAthropos: schneidet den Faden abhttp://akademiephilosophie.deNele Rttger und Dr. Thomas Wachtendorf 12. angewandte PhilosophieAkademie fr!Die eigentliche Erfahrung ist diejenige, in der sich derMensch seiner Endlichkeit bewut wird.Hans-Georg Gadamer, Wahrheit und Methode!Das schauerlichste bel also, der Tod, geht uns nichtsan; denn solange wir existieren, ist der Tod nicht da,und wenn der Tod da ist, existieren wir nicht mehr. Ergeht also weder die Lebenden an, noch die Toten;denn die einen geht er nicht an, und die anderenexistieren nicht mehr.Epikur, Von der berwindung der Furchthttp://akademiephilosophie.deNele Rttger und Dr. Thomas Wachtendorf 13. angewandte PhilosophieAkademie frIch sagte, die Welt sei absurd, und ging damit zurasch vor. An sich ist diese Welt nicht vernnftig dasist, alles, was man von ihr sagen kann. Absurd aber istdie Gegenberstellung des Irrationalen und desglhenden Verlangens nach Klarheit, das im tiefstenInnern des Menschen laut wird.Albert Camus, Der Mythos von Sisyphoshttp://akademiephilosophie.deNele Rttger und Dr. Thomas Wachtendorf 14. angewandte PhilosophieAkademie fr!Sokrates in Platons Phaidon:Whrend Sokrates den Schierlingsbecherentgegennimmt, um das tdliche Getrnk zu trinken,fragt er: Was meinst du von dem Trank wegen einerSpendung? Darf man eine machen oder nicht?; undebenfalls passend zu der ironischen Haltung lautetSokrates letzter Satz bevor er stirbt: O Kriton, wirsind dem Asklepios einen Hahn schuldig, entrichtetihm den und versumt es ja nicht.http://akademiephilosophie.deNele Rttger und Dr. Thomas Wachtendorf 15. angewandte PhilosophieAkademie frUnd worauf beruht denn dieser Konflikt, dieser Bruchzwischen der Welt und meinem Geist, wenn nicht auf demBewutsein, das ich von ihm habe? Wenn ich also an ihmfesthalten will, dann nur durch ein bestndiges, immerwieder neues, stets angespanntes Bewutsein. Daran muich mich zunchst halten. Mit diesem Augenblick tritt dasAbsurde, das so evident und gleichzeitig so schwer fabarist, in das Leben eines Menschen ein und wird dortheimisch. [] Alle Probleme erhalten ihre Schrfe wieder.[] Die geistigen Konflikte werden Fleisch und Blut undfinden die armselige und groartige Heimstatt desmenschlichen Herzens wieder. Nichts ist entschieden. Aberalles ist verwandelt.Albert Camus, Der Mythos von Sisyphoshttp://akademiephilosophie.deNele Rttger und Dr. Thomas Wachtendorf 16. angewandte PhilosophieAkademie frEine Erfahrung, ein Schicksal leben heit: es ganz undgar auf sich nehmen.Albert Camus, Der Mythos von Sisyphoshttp://akademiephilosophie.deNele Rttger und Dr. Thomas Wachtendorf 17. angewandte PhilosophieAkademie frDieses Heimweh nach der Einheit, dieses Verlangennach dem Absoluten enthllt das wesentliche Agensdes menschlichen Dramas. Nur bedeutet dastatschliche Vorhandensein dieses Heimwehs nicht,da es unverzglich gestillt werden msse.Albert Camus, Der Mythos von Sisyphoshttp://akademiephilosophie.deNele Rttger und Dr. Thomas Wachtendorf 18. angewandte PhilosophieDas Schicksal ist ein mieser VerrterFilm(&amp;)PhilosophieAkademie frOkay? Okay.http://akademiephilosophie.deNele Rttger und Dr. Thomas Wachtendorf </p>