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Wesentliche sicherheitstechnische Schwachstellen des AKW Beznau

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Vortrag von Christian Küppers auf dem Beznau-Hearing des Trinationalen Atomschutzverbands (TRAS), Brugg, 24. Juni 2014

Text of Wesentliche sicherheitstechnische Schwachstellen des AKW Beznau

  • 1. Wesentliche sicherheitstechnische Schwachstellen des AKW BeznauVortrag auf dem Beznau-Hearing des Trinationalen Atomschutzverbands (TRAS)Brugg, 24. Juni 2014Christian Kppersko-Institut e.V., D-Darmstadt

2. berblickRedundanz, Diversitt und rumliche TrennungAuslegung gegen ErdbebenAuslegung gegen FlugzeugabsturzSchutz der KhlwasservorrteSchutz des BrennelementlagerbeckensSchlussfolgerung 3. Redundanz, Diversitt und rumliche TrennungRedundanz: gleichartige Systeme mehrfach vorhandenin Beznau insbesondere bei passiven Komponenten oft nicht realisiert Diversitt: Sicherheitsfunktion auf zweite Art unabhngig sichergestelltin Beznau nicht so implementiert, dass Defizite kompensiert wrden Rumliche Trennungin Beznau sehr schwach ausgeprgtDefizite in diesen Bereichen bei allen alten Anlagen, da bis in die 1970er Jahre hinein Redundanz passiver Systeme und rumlicher Trennung keine groe Bedeutung beigemessen wurdeDefizite durch Nachrstungen schwer behebbar 4. Auslegung gegen ErdbebenErdbeben wirken auf alle Systeme und Komponenten gleichzeitigSicherheitserdbeben (SSE) fr Beznau so definiert, dass berschrei- tungswahrscheinlichkeit hchstens 10-4 pro JahrIn deutschen Anlagen Auslegung gegen etwa 10fach selteneres Erdbebenzustzlich in Beznau geringere Redundanz von aktiven Komponenten der Notstandsysteme (Notstromdiesel, Brunnenwasserpumpen)blockweise Beherrschung von Einzelfehler und Instandhaltungsfall wie in den deutschen Anlagen auch nicht nach Nachrstung 5. Auslegung gegen FlugzeugabsturzFlugzeugabsturz wirkt mechanisch, verursacht Schwingungen und kann zu Kerosineintrag und brand fhrenENSI (2003): Bei Mhleberg und Beznau kann eine Beschdigung sicherheitstechnischer Einrichtungen innerhalb des Reaktorgebudes durch eindringende Flugzeugteile nicht ganz ausgeschlossen werden Die Wahrscheinlichkeit fr ein Durchstanzen des Sekundrcontainments bei einem Angriff mit einem der kleineren Flugzeugtypen ist fr beide Anlagen gering. Bei grsseren Flugzeugklassen hngt die Durchstanz- wahrscheinlichkeit entscheidend von der Anfluggeschwindigkeit und dem Aufprallwinkel ab.gegenber deutschen Anlagen erheblich geringerer Schutz, z. B. auch von Brennelementlagerbecken, Notstromversorgung etc. 6. Schutz der Khlwasservorrtewichtige Funktion des Borwasservorratstank BOTA: bei Khlmittelverlust den Verlust ausgleichenBorwasservorratstank aber nur einmal pro Block vorhandendeutliches Defizit - kein Schutz bei passivem Einzelfehlergroe Verletzbarkeit bei ueren Einwirkungensteht der Wasservorrat nicht zur Verfgung, so droht Kernschmelzen 7. Schutz des BrennelementlagerbeckensLagerbecken enthlt die abgebrannten BrennelementeInventar an langlebigen Radionukliden oft viel grer als im ReaktorkernBrennelementlagerbecken in separatem (unverbunkerten) Gebudein deutschen Anlagen Brennelementlagerbecken immer im Containmentgroe Verletzbarkeit bei ueren Einwirkungengrere Freisetzungen im Schadensfall 8. SchlussfolgerungDas AKW Beznau erfllt nicht die an heutige Anlagen gestellten AnforderungenNachrstungen knnen das Defizit nicht vollstndig kompensierenwenn Notfallmanahmen oder nicht qualifizierte Systeme zur Kompensation herangezogen werden, bedeutet das immer eine geringer Zuverlssigkeit