Rundbrief 14

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Unser Rundbrief der Gemeindereferenten und Gemeindereferentinnen im Bistum Essen enthält Beiträge zum Thema Aufbruch. Dazu gehört auch ein Bericht von unserem Diözesantag mit Bischof Dr. Overbeck und ein Bericht der Berlinreise der pensionierten Gemeindereferentinnen.

Text of Rundbrief 14

  • 1. Rundbriefder Gemeindereferentinnen und SOmmerGemeindereferenten im Bistum Essen 2012Aufbruch
  • 2. Liebe Kolleginnen und Kollegen !Wenn ich Aufbruch hre, muss ich Bringen wir alle wieder heil nach Hause?zunchst immer an eine Horrorvision Und die dortigen Aufbrche zudenken, dass mal jemand meine irgendwelchen Bergwanderungen lstenWohnungstr aufbrechen knnte, bei den Kids wahrlich keinemeine privaten Dinge durchsucht und Begeisterungsstrme aus und bedurftenmir Liebgewonnenes stiehlt. gewisser Bestechungsversuche oderAber das ist nicht gemeint ..., wenn alles nichts nutzte: klarenvielmehr die andere Bedeutung: Der Anweisungen.Aufbruch zu etwas. Aber auch dem Mit den Aufbrchen ist das sobegegnen wir mit gemischten was sie rufen je nach AusgangslageGefhlen. unterschiedliche Gefhle hervor.Sommer- und Ferienzeit liegen vor Verstndlich, wenn man manchmal eheruns. Viele brechen in den etwas reserviert reagiert und erst diewohlverdienten Urlaub auf. In der Marschrichtung abklopft zumal wennRegel tun wir dies mit groer Freude. das Ziel unbekannt ist oder im NebelWenn es dann nach zwei Wochen liegt.wieder nach Hause geht, sieht es mit Wer will es zum Beispiel unserender Freude auf den bevorstehenden Gemeinden verdenken, wenn keineAufbruch schon wieder anders aus. rechte Begeisterung aufkommen will,Wenn ich als junger Kaplan mit den Bewhrtes hinter sich zu lassen und diejugendlichen Gruppenleitern und nchsten Schritte zu gehen in eine eherachtzig Kindern in die dreiwchige ungewisse Zukunft, in der vielleicht eitelFerienfreizeit aufgebrochen bin, Sonnenschein oder Sturm wartet?!bewegte meinen unruhigen Magen die Und wie gehts weiter in unserer Kirche?bange Frage: Wird alles gut gehen? Die Bandbreite liegt zwischen den 2
  • 3. dmmlich-aggressiven Tnen von einem lauten Hurra! auf dem Wegkreuz.net und dem Aufruf zum gibt es Murren und den WunschUngehorsam. zurck zum Alten - manch einerWir alle merken, es kann und wird bleibt auf der Strecke. Aber ber allennicht so bleiben wie es war und wie es steht die Verheiung, dass Gott selbstist. Die Zeichen der Zeit (begegnet uns einen neuen Anfang machen werde undin diesen nicht Gott selbst?!) zwingen der Aufbruch lohnt.uns zum Aufbruch. Die Bibel ist voll Darauf will ich vertrauen, dass diedavon: Aufbruchsgeschichten in Verheiung Gottes auch heute nochunbekannte Lnder und unbekannte trgt und nicht trgt.Zukunft. Die wenigsten beginnen mit Bertold Bittger Titelbild: Thomas Jessen - Johannes. Auf den ersten Blick ein Junge mit Fuball-Shirt, das den Aufdruck Johannes trgt. Er steht vor einem Brustportrait eines Gemldes von Johannes dem Tufer. Der Junge blickt den Betrachter des Bildes ernst an. Der Betrachter selbst muss die Haltung des Jungen deuten. Aufbrechen? Wird der Junge nach der Bedeutung des Bildes fragen? 3
  • 4. Aktuelles aus der BerufsgruppeFolgende Gemeindereferentinnen sind in diesem Jahr 25 JAHRE IM DIENST DES BISTUMS ESSEN:1. August 2012 Susanne Schade Pfarrei St. Peter und Paul in Hattingen, Gemeinde St. Peter und Paul in Hattingen1. August 2012 Lucia van den Boom Pfarrei St. Laurentius in Essen, Gemeinde St. Laurentius in Essen-Steele1. August 2012 Susanne Heimann Pfarrei St. Barbara in Mlheim, Gemeinde St. Barbara in Mlheim-Dmpten1. August 2012 Antje Koch Pfarrei St. Dionysius in Essen, Gemeinde St. Michael in Essen-DellwigWir habenunserenKolleginnenim RahmendesDizesantagesfeierlich zu ihrem Dienstjubilum gratuliert. 4
  • 5. Aktuelles aus der BerufsgruppeWir begren einen Kollegen und vier Kolleginnen imBerufspraktischen Jahr sowie eine Kollegin in der praxisbegleitendenAusbildung und wnschen ihnen viel Erfolg und Gottes Segen.Torben Anthony Nina ProthmannPfarrei Herz Jesu in Oberhausen Pfarrei Liebfrauen in BochumPaul-Reusch-Str. 66 Liebfrauenstr. 346045 Oberhausen 44803 BochumAnne-Kathrin Hegemann Petra CrusePropsteipfarrei St. Clemens Pfarrei St. Mari Himmelfahrtin Oberhausen in MlheimKlosterstrae 15 Klosterstrae 5546145 Oberhausen 45481 MlheimAgathe Musiol Martina MellesPropsteipfarrei St. Ludgerus Praxisbegleitende Ausbildungin Essen-Werden Pfarrei St. Josef in BottropBrckstr. 77 Im Flaviertel 845239 Essen 46238 Bottrop 5
  • 6. Aufbruch - Bericht einer Berlinreise Aufbruch Zeit des Aufbruchs Aufbrechen von Verhrtetem Aufbrechen aus Resignation Aufbrechen - auf neuen Wegen unterwegs.Montag: Wir, die Gemeindereferentinnen i. R., sindaufgebrochen, um Altes und Neues zu entdecken, kennen zulernen in Stadt und Bistum Berlin. Wohl keine andere europischeStadt hat im letzten Vierteljahrhundert so viel Aufbruch (nachZusammenbruch) erlebt wie Berlin.Ankunft im Berliner Hauptbahnhof (die Berliner nennen ihnEinkaufstempel mit Gleisanschluss) - ein faszinierenderEindruck, eine architektonische Hchstleistung.Untergebracht sind wir im Hotel der katholischen Akademie desErzbistums Berlin - besser kann es nicht sein.Am ersten Nachmittag informiert uns der Beauftragte fr die Laienim pastoralen Dienst Michael Heinschke ber die Situation imErzbistum. Das Erzbistum hat eine Fusion grten Ausmaeshinter sich - den Aufbruch von Ost und West aufeinander zu. DieseInformationen wurden wunderbar ergnzt durchGemeindereferentin i. R. Ruth Krebs, die nicht nur am zweiten 6
  • 7. Abend als Gesprchspartnerin zu uns kam, sondern uns auchliebevoll und sicher durch die Tiefen der U-Bahn-Schchte geleitethat.Dienstag: Die Stadtrundfahrt am Dienstag lie die Vielfltigkeitdieser Stadt erahnen: Regierungsviertel alt und neu,Geschftsstraen, Bauten der Grokonzerne, Parkanlagen - undimmer wieder Mauerreste, damit der Aufbruch aus demkommunistischen Regime nicht vergessen wird.Die Berlin-Exkursion setzt sich am Nachmittag zu Fu fort. Mit FrauMangold, einer kompetenten Historikerin, treffen wir uns amBrandenburger Tor. Wir werfen einen Blick auf die Botschaften vonRussland, Amerika, Grobritannien und Frankreich, und folgendem Verlauf der ehemaligen Mauer zum Regierungsviertel. Dortbewundern wir das Bundeskanzleramt und die Brogebude desdeutschen Bundestages. Im Reichstag erfahren wir Interessantesber den Aufbau des Plenarsaales und die Arbeit des Parlamentes.Und dann - Berlin von oben: Aussichtsterrasse und Kuppel lieferneinen grandiosen Rundblick.Mittwoch: Besuch der St. Hedwigs-Kathedrale und desKathedralforums. Die Fhrung durch die Bischofskirche warVerkndigung, die zum Gebet einlud.Ein solches Kathedralforum, das Menschen, die dortvorbeikommen, die Mglichkeit zum Gesprch oder auch nur zumAusruhen bietet, fr Suchende und Fragende zur Verfgung steht,ist in Essen lngst berfllig. 7
  • 8. Am Abend lernten wir im Kabarett Distel eine Portion BerlinerCharme und Humor kennen.Erholung fr Fe und Augen bot die dreistndigeBrckenrundfahrt durch Berlins Gewsser. Dreimal haben wirSchleusen passiert, mal gesenkt, mal gehoben rauf und runter,runter und rauf auch das ist ein Bild fr unser Leben.Ein fast gemtliches Ambiente inmitten der Grostadt bieten dieHackeschen Hfe mit vielen kleinen Kneipen und Kunstgalerien,von den letzteren hatten aber die meisten leider - oder zum Glck schon geschlossen.Der Hhepunkt der Tage war ich denke nicht nur fr mich derBesuch im sozialen Brennpunkt der Gemeinde St. Christophorus.Pallottiner haben vor 18 Jahren die Gemeinde bernommen.Mit Pallottis Idee: Jeder kann ein/e Apostel/in sein haben sie dieGemeinde erneuert, geformt und geprgt. Immer sind die drei 8
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