Ethikmonitor

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    21-Oct-2014

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Whler entscheiden nicht nach politischen Forderungen sondern WERTEN

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<p>Entwurf Broschre Ethikmonitor Politik_final</p> <p>1 </p> <p>Zusammenfassung von Ergebnissen </p> <p>des Ethik-Monitors 2009 </p> <p>mit dem Schwerpunkt </p> <p>Politik und Werte </p> <p>Welche Werte beeinflussen </p> <p>die Bundestagswahl 2009? </p> <p>2 </p> <p>Was ist der Ethik-Monitor? </p> <p>Der Ethik-Monitor ist eine Werte-Studie der gemeinntzigen </p> <p>Hamburger Stiftung Wertevolle Zukunft. Die Studie wird in Zu-</p> <p>sammenarbeit mit der Zeppelin Universitt in Friedrichshafen </p> <p>unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Joachim Behnke </p> <p>erarbeitet. Die Grundlage bildet eine telefonische Befragung </p> <p>mit reprsentativer Zufallsstichprobe. Sie wurde in diesem </p> <p>Jahr durch das Meinungsforschungsinstitut BACES der Univer-</p> <p>sitt Bamberg durchgefhrt. </p> <p>Der erste Ethik-Monitor 2006 mit dem Schwerpunkt Wirt-</p> <p>schaft offenbarte u. a., dass das Vertrauen der Brger in Wirt-</p> <p>schaftsunternehmen gering ist und nur ein kleiner Teil der Be-</p> <p>vlkerung das Wirtschaftssystem fr funktional, gerecht und </p> <p>transparent hlt. Fhrende Wirtschaftsvertreter wurden als </p> <p>korrupt und nicht am Gemeinwohl orientiert eingestuft. </p> <p>Der Schwerpunkt des Ethik-Monitors 2009 liegt im Bereich Po-</p> <p>litik und Werte. Abgefragt werden in erster Linie Einstellungen </p> <p>zum politischen System, den Spitzenpolitikern und Parteien </p> <p>sowie zur bevorstehenden Bundestagswahl. Auch die Wahr-</p> <p>nehmung des aktuellen Wirtschaftssystems wird beleuchtet. </p> <p>Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung der Ergebnis-</p> <p>se der ersten Befragung im April. Ein zweiter Umfragezyklus </p> <p>folgt im September direkt vor der Bundestagswahl. </p> <p>3 </p> <p>Zusammenfassung der Ergebnisse des Ethik-Monitors 2009 im Bereich Politik </p> <p>Die Ergebnisse des Ethik-Monitors 2009 zeigen einen deutlichen Vorsprung von Angela Merkel ge-</p> <p>genber Frank-Walter Steinmeier. In der Gunst der Befragten liegt die Kanzlerin klar vor ihrem He-</p> <p>rausforderer. Bei ihren eigenen Anhngern geniet Merkel einen weitaus greren Rckhalt als </p> <p>Steinmeier bei den SPD-Anhngern. Auerdem ist die Kanzlerin bei den SPD-Anhngern fast ge-</p> <p>nauso beliebt wie der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten. Hier zeigen sich die fehlende Ge-</p> <p>schlossenheit der SPD und die Nhe der Bundeskanzlerin zur Sozialdemokratie. Die Anhnger der </p> <p>Grnen bevorzugen Merkel sogar gegenber Steinmeier. Entscheidend fr die grere Sympathie </p> <p>Merkels sind Werte. Bei den wichtigsten Werten, die einen idealen Politiker auszeichnen sollen, </p> <p>nennt die Bevlkerung an erster Stelle die traditionellen Werte Ehrlichkeit, Verantwortung fr das </p> <p>eigene Handeln und Verlsslichkeit. Bei allen drei Werten liegt die Parteivorsitzende der CDU vor </p> <p>dem derzeitigen Auenminister. Die Wertefragen haben einen greren Einfluss auf die Sympa-</p> <p>thie als andere Faktoren wie die Programmatik oder die Kompetenzen. </p> <p>Die SPD liegt zwar programmatisch klar vor der CDU, kann davon bei den Whlern aber nicht pro-</p> <p>fitieren. Bei den beiden wichtigsten Themen des Superwahljahres, Regulierung der Finanzkrise </p> <p>und Mindestlohn, finden die Bundesbrger ihre Position viel mehr durch die SPD vertreten als </p> <p>durch die CDU. Diese inhaltliche bereinstimmung hat jedoch wenig Einfluss auf die Parteiprfe-</p> <p>renz. Die Whler halten die CDU fr sympathischer, glaubwrdiger und kompetenter in der Prob-</p> <p>lemlsung. Selbst bei den eigenen Whlern liegt die SPD deutlich hinter der Sympathie zurck, die </p> <p>die CDU-Anhnger ihrer Partei zu schreiben. </p> <p>Bei den kleineren Parteien fllt auf, dass die Linkspartei und ihr Spitzenkandidat Oskar Lafontaine </p> <p>in der Sympathie und bei fast allen wichtigen Faktoren deutlich hinter allen anderen Parteien und </p> <p>Kandidaten liegen. Bemerkenswert ist, dass die CSU bei der Gemeinwohlorientierung ein schlech-</p> <p>teres Ergebnis erzielt als die Linkspartei. Die Grnen knnen programmatisch punkten und sich bei </p> <p>ihren klassischen Themen als kompetenteste Partei behaupten. Die FDP weist im Vergleich zu an-</p> <p>deren Parteien in der Sicht der Befragten ein ausgeprgtes Gerechtigkeitsdefizit auf. </p> <p>4 </p> <p>Ist Steinmeier der richtige Kandidat? </p> <p>In der allgemeinen Bewertung der Spitzenkandidaten auf einer Skala von -5 bis +5 liegt Amtsinhabe-</p> <p>rin Merkel mit einem Durchschnittswert von 1,7 deutlich vor dem Herausforderer Steinmeier mit 1,0 </p> <p>Punkten. Die Kandidaten der kleinen Parteien werden insgesamt eher negativ bewertet. Westerwelle </p> <p>und Trittin erhalten je einen Wert von -0,3; Seehofer wird mit -0,4 noch eine Nuance schlechter ein-</p> <p>gestuft. Eine Ausnahme bei der allgemeinen Bewertung der Spitzenpolitiker gibt klar Oskar Lafontai-</p> <p>ne. Mit -2,2 Punkten liegt er mit groem Abstand hinter allen anderen Kandidaten in der Bewertung. </p> <p>Abbildung 1: Allgemeine Bewertung der Politiker </p> <p>1,7</p> <p>1,0</p> <p>-0,3</p> <p>-0,3</p> <p>-0,4</p> <p>-2,2</p> <p>3,0</p> <p>1,9</p> <p>2,5</p> <p>1,4</p> <p>1,7</p> <p>1,8</p> <p>Angela Merkel</p> <p>Frank-WalterSteinmeier</p> <p>Guido Westerwelle</p> <p>Jrgen Trittin</p> <p>Horst Seehofer</p> <p>Oskar Lafontaine</p> <p>GesamtAnhnger</p> <p>* Geringe Fallzahl n</p>