Och, nicht schon wieder ...! - Über das Leiden der Entwickler bei Aufwandschätzungen

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Wozu werden Aufwandsschtzungen in Projekten gefordert? Was wird mit diesen anschlieend gemacht? Warum werden Schtzungen von den umsetzenden Personen hufig als schmerzhaft empfunden? Und was lsst sich ggf. gegen die empfundenen Schmerzen tun? Im Rahmen der XP Days 2013 haben Joachim Seibert, Armin Meyer und Paul Herwarth von Bittenfeld mit rund 50 Teilnehmern eine Session zum Thema "Och, nicht schon wieder ...! - ber das Leiden der Entwickler bei Aufwandschtzungen..." durchgefhrt. Als Format haben wir ein World Caf gewhlt, um in einen intensiven Austausch mit den Teilnehmern zu kommen.

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  • "Och, nicht schon wieder ...!" ber das Leiden der Entwickler bei Aufwandschtzungen... World Caf im Rahmen der XP Days Germany am 14.11.2013
  • Hintergrund Wozu werden Aufwandsschtzungen in Projekten gefordert? Was wird mit diesen anschlieend gemacht? Warum werden Schtzungen von den umsetzenden Personen hufig als schmerzhaft empfunden? Und was lsst sich ggf. gegen die empfundenen Schmerzen tun? Im Rahmen der XP Days 2013 haben Joachim Seibert, Armin Meyer und Paul Herwarth von Bittenfeld mit rund 50 Teilnehmern eine Session zum Thema "Och, nicht schon wieder ...! - ber das Leiden der Entwickler bei Aufwandschtzungen..." durchgefhrt. Als Format haben wir ein World Caf gewhlt, um in einen intensiven Austausch mit den Teilnehmern zu kommen. Die Teilnehmergruppe war sehr heterogen aufgestellt, es waren insofern Teilnehmer mit einer eher klassischen sowie welche mit einer eher agilen Sichtweise auf Projektablufe vor Ort. 2013 //SEIBERT/MEDIA GMBH
  • Aus welcher Motivation heraus schtzen wir als Team? 2013 //SEIBERT/MEDIA GMBH
  • Aus welcher Motivation heraus schtzen wir als Team? Zunchst einmal stellt sich die Frage, warum wir berhaupt Schtzungen vornehmen. Dafr wurden zahlreiche Grnde genannt: Fr die Zeitplanung: Es knnen so etwa Release-Termine geplant werden, die dann wiederum mit anderen Stakeholdern, z.B. der Marketing-Abteilung, der Geschftsfhrung oder Investoren, abgestimmt werden knnen. Fr die Ressourcenplanung: Es kann abgeschtzt werden, ob das Team fr die Umsetzung geplanter Anforderungen ausreichend stark besetzt ist, oder eventuell eine Unter- oder berlast droht. Fr einen berblick ber die Kosten pro Feature und mglicherweise auch Rentabilittsauswertungen. Zur Risiko-Analyse: Im Laufe der Schtzung wird sich bereits darber Gedanken gemacht, wo mgliche Risiken liegen. Zur Selbsteinschtzung: Das Team kann dabei lernen, wie gut sie Aufwnde abschtzen knnen und welcher Umfang etwa in einer gewissen Zeit realisiert werden kann. Fr die Priorisierung: Durch eine Schtzung lassen sich Kosten-Nutzen-Abwgungen treffen, die Einfluss auf die Priorisierung von Anforderungen haben kann. Schtzungen knnen zu einem gemeinsamen Verstndnis der Anforderungen beitragen. 2013 //SEIBERT/MEDIA GMBH
  • Welche Hindernisse entstehen durch Schtzungen? 2013 //SEIBERT/MEDIA GMBH
  • Welche Hindernisse entstehen durch Schtzungen? Mit dem Schtzen gehen aus Sicht vieler Entwicklungsteams zahlreiche Herausforderungen einher. Unklares Verstndnis davon, was eine Schtzung ist. Falsch verstandene Sicherheit: Stakeholder "verlassen" sich auf die Schtzungen, die allerdings unter Unsicherheit abgegeben wurden. Unklarheit, was berhaupt geschtzt wird: Wird der Aufwand beschtzt, oder die Komplexitt, oder beides? Schtzungen kosten Zeit und Geld, so dass sich die Frage stellt, ob ihnen ein entsprechender Wert entgegensteht. Schtzungen werden nicht genutzt Nicht durch den Product Owner, der keine Kosten-Nutzen-Abwgungen daraus zieht, hufig sogar den Wert von Anforderungen gar nicht einschtzt. Nicht durch das Team, das nach der initialen Schtzung nichts mehr damit anfngt. nderungen im Schtz-Verfahren oder auch den Projekt-Beteiligten machen bisherige Schtzungen hufig unbrauchbar. Schtzungen untersttzen Fehlverhalten, wenn eine knappe Schtzung dazu motiviert, Qualitt zu vernachlssigen. 2013 //SEIBERT/MEDIA GMBH
  • Wie knnen wir unser Leid beim Schtzen minimieren? 2013 //SEIBERT/MEDIA GMBH
  • Wie knnen wir unser Leid beim Schtzen minimieren? Weiterhin wurde diskutiert, was fr Anstze es gibt, um das Leiden beim Schtzen zu minimieren. Den Zeitaufwand minimieren Unter dem Gesichtspunkt, dass Schtzungen unter Unsicherheit immer ungenau sein werden, nicht so viel Zeit damit verbringen, sondern sich mit einer sehr groben Einschtzung zufriedengeben. Die Schtzungen dafr in Treffen mit Timebox und geringer Frequenz vornehmen. Auch einfache Schtz-Gren wie T-Shirt-Sizes (S, M, L,...) oder Story-Points (1, 2, 3, 5, 8, ...) knnen dazu beitragen, die Schtzgeschwindigkeit zu erhhen. Transparenz schaffen, was und wie geschtzt wird und dadurch Vertrauen schaffen. Dies ist stark von der Unternehmenskultur abhngig und braucht mitunter Mut. Unter Annahmen schtzen und diese Annahmen transparent machen. Dies hilft dabei, mglicherweise auftretende Vernderungen im Anschluss aufzuzeigen und Abweichungen zu begrnden. 2013 //SEIBERT/MEDIA GMBH
  • Wie knnen wir unser Leid beim Schtzen minimieren? Schtzungen im Team vornehmen lassen, nicht durch Einzelpersonen. Referenzen schaffen und nutzen, um die Schtzungen auf bestehenden Erfahrungen aufzubauen und zugleich schneller zu machen. Das Gesetz der groen Zahlen nutzen Wenn ich viele Anforderungen ber die Zeit hinweg umsetze, werden sich die Schtz-Abweichungen gemeinsam aufheben. Ich brauche dann nicht viele Gedanken in die Frage stecken, warum eine Anforderung mehr Aufwand und eine andere weniger Aufwand erfordert hat. Muss ich noch schtzen, oder kann ich schon zhlen? Kann eventuell komplett auf Schtzungen verzichtet werden? Das Stichwort hier: #NoEstimates 2013 //SEIBERT/MEDIA GMBH
  • Wie wrde eine Welt ohne Aufwandsschtzungen ausschauen? Als Gedankenexperiment haben wir uns am Community Day der XP Days gemeinsam mit Frank Schlesinger und weiteren Teilnehmern mit der Frage beschftigt, wie eine Welt ohne Schtzungen ausschaut. In einem fortgeschrittenen agilen Umfeld ist es gut denkbar, auf Schtzungen vollstndig zu verzichten. Erste Anstze hierfr wren: Messen statt schtzen: Z.B. die umgesetzte Anzahl an Anforderungen pro Sprint festhalten und nur noch an der Anzahl der Anforderungen ausrichten. Nur noch Ziel-fokussiert arbeiten und an einem Thema so lange arbeiten, bis gewnschte Zielwerte erreicht sind oder andere Ziele wichtiger werden. Bsp.: Statt einzelne Anforderungen fr eine Conversions-Optimierung zu beschtzen, wird ein bestimmter Ziel-Wert festgelegt und gemeinsam die wichtigsten Manahmen hierfr festgelegt. Es wird dann solange an den Manahmen gearbeitet, bis ein anderes Ziel fr das Unternehmen als relevanter erachtet wird. Letztlich werden Schtzungen jedoch hufig primr fr Stakeholder wie Kunden oder das Management durchgefhrt, so dass ein Weg gefunden werden muss, ein gemeinsames Bild fr das (Nicht-)Schtzen zu erzielen. 2013 //SEIBERT/MEDIA GMBH
  • Vielen Dank fr die Aufmerksamkeit. Paul Herwarth von Bittenfeld Kontakt ber... ... Twitter: @pherwarth ... Mail: pherwarth@seibert-media.net //SEIBERT/MEDIA GmbH Dipl.-Volksw. Paul Herwarth von Bittenfeld, M.A. Luisenforum, Kirchgasse 6, 65185 Wiesbaden T.+49-611-20570-16, F.+49-611-20570-70 www.seibert-media.net Bitte bleiben Sie mit uns in Kontakt. Sie knnen Informationen bei uns abonnieren: Unseren Newsletter (Abo unter www.seibert-media.net) Unseren Weblog (z.B. via RSS): http://blog.seibert-media.net Unseren PodCast (z.B. via RSS): http://blog.seibert-media.net/category/podcast/ Unseren Microblog (z.B. via RSS): http://twitter.com/seibertmedia 2012 //SEIBERT/MEDIA GMBH