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Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" April 2014

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In der April-Ausgabe unseres Newsletters "Leben und Arbeiten im Ausland" lesen Interessierte unter anderem, wie man eigenen Vorurteilen bei der Ankunft in einer neuen Kultur vorbeugt, weshalb ein Auslandsstudium in England sich lohnt und unter welchen Umständen Ehegattensplitting auch in der Schweiz möglich ist. Weitere Beiträge widmen sich beispielsweise der Rentenzahlung ins Ausland, einer Umfrage über die zufriedensten Mitarbeiter weltweit und den aktuell gefährlichsten Expat-Regionen. In der Rubrik Gesundheit erfahren die Leser zudem, warum Facebook Essstörungen fördert und welche Kosten übergewichtige Kinder weltweit im Gesundheitssystem verursachen Aktuelle und ältere Newsletter-Ausgaben sowie das kostenlose Newsletter-Abo finden Interessierte unter http://www.bdae-ev.de/news/newsletter/.

Text of Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" April 2014

  • 1. 1 AUSLANDAPRIL 2014 LEBEN UND ARBEITEN IM EXPATRIATES RECHTLICHES WELTWEIT ANKUNFT IM AUSLAND: TIPPS GEGEN VORURTEILE Stereotype sind gut - Vorurteile sind schlecht. AUSLANDSSTUDIUM IN ENGLAND Wertvolle Infos rund um einen Studienaufenthalt in England. EHEGATTEN-SPLITTING AUCH FR PERSONEN MIT WOHNSITZ IN DER SCHWEIZ Neues Urteil vom Europischen Gerichtshof. EXTRA: DON Creativemarc - Fotolia.com

2. 2 INTERN INTERVIEW RECHTLICHES EXPATRIATES AIRLINES VERMISCHTES WELTWEIT 8 Ankunft im Ausland: Tipps gegen Vorurteile 10 Auslandsentsendungen was macht sie erfolgreich? 11 Die gefhrlichsten Regionen fr Expats 11 Schwarze Liste der Fluggesell- schaften verffentlicht 14 Helfen und Surfen 14 London in den 50er und 60er Jahren 14 Inder zufriedenste Mitarbeiter Deutschland nur im Mittelfeld 16 Auslandsstudium in England: Qualitt vor Quantitt 17 Sehnsucht nach dem Gras in Niederbayern 17 Frankreich: Maut-Chip jetzt fr Deutsche leichter zugnglich 18 Kroatien: Neue Gebhren- ordnung fr Schiffseigner 18 Bugelder im Verkehr: Europaweite Unterschiede 18 Impressum GESUNDHEIT 15 Dicke Kinder kosten Gesundheits- system 14.000 Euro 15 Facebook frdert Essstrungen 15 Malaria, Dengue und Chagas for- dern jhrlich eine Million Opfer 12 Lufthansa 12 Air France 12 Air China 13 Condor 13 TAM Linhas Areas 13 Flughafen Frankfurt 4 In China allein zu sein, ist unmglich 3 BDAE auf der Personal Nord 3 BDAE auf der LVFM 3 Zahl des Monats EDITORIAL Liebe Leserin, Lieber Leser, beinahe fnf Jahre gibt es diesen Newsletter nun schon. Mittlerweile wird er von mehr als 10.000 Personen im In- und Ausland gelesen - eine Tatsache, die uns stolz macht. Was ursprnglich als Unternehmens-Newsletter gestartet ist, entwi- ckelte sich zunehmend zu einem fast schon eigenstndigen Magazin, fr das auch immer mehr Gastautoren eigene Beitrge liefern. Damit auch von auen sichtbar ist, was in ihm steckt, hat sich das BDAE-Newsletter-Team fr einen Relaunch ent- schieden und der Publikation ein neues Gewand verliehen. Knftig erhlt jeder Newsletter einen eigenen Titel, auf dem besondere Inhalte mit ein paar Worten angekndigt werden. In diesem Sinne lege ich Ihnen ganz besonders den Fachbeitrag von unserer Gastautorin Constance Grunewald-Petschke auf der Seite 8 ans Herz, in dem sie sehr hilfreiche Tipps gegen Vorurteile bei der Ankunft im Ausland gibt. Zudem hat eine Aus- landsstudentin einen anschaulichen Artikel ber das Studium in Grobritannien ge- schrieben (Seite 16) und wir haben den Leserbrief einer deutschen Schlerin, die zurzeit mit ihren Expat-Eltern in Manila lebt auf der Seite 17 verffentlicht. Ansonsten erwarten Sie weiter die gewohnten Newsletter-Rubriken rund um das Thema Leben und Arbeiten im Ausland - ab jetzt optisch besonders attraktiv. Ich wnsche Ihnen viel Spa bei der Lektre und denken Sie immer daran: Der BDAE begleitet Sie mit Sicherheit ins Ausland! Herzlichst, Ihr Andreas Opitz 6 EU-Richtlinie zur Leiharbeit ist rechtens 6 nderungen bei Visum fr Jordanien und Halbinsel Krim 6 Flugversptung nach Schlaganfall: Kein Schadensersatz fr Reisende 7 Ehegatten-Splitting auch fr Perso- nen mit Wohnsitz in der Schweiz 7 Welche Rentenansprche Deutsche im Ausland haben 3. 3 BDAE AUF DER PERSONAL NORD Am 6. und 7. Mai dreht sich im Congress Center Ham- burg auf der Personal Nord wieder alles um das Perso- nalmanagement. Und auch in diesem Jahr ist der BDAE mit einem eigenen Stand (C.31 / Halle H) vertreten. Mit 243 Ausstellern, die Dienstleistungen und Pro- dukte fr das Personalwe- sen prsentieren und rund 90 Fachvortrgen bietet die Messe Entscheidern aus dem Personalbereich einen umfangreichen Er- fahrungsaustausch. Immer mehr Unterneh- men entsenden Mitarbei- ter ins Ausland. Das belegt auch eine aktuelle Studie von Research and Markets, der zufolge die weltweite Zahl der Expatriates von derzeit 50 Millionen auf 60 Millionen in den nchsten sechs Jahren steigen wird, sagt Omer Dotou Leiter Unternehmensberatung Internatio- nale Mitarbeiterentsendung bei der BDAE GRUPPE. Viele Unternehmen erkennen dabei die Schwierigkeiten, die vor allem in den sich stetig n- dernden rechtlichen Erfordernissen liegen, knnen diese aber nicht alleine lsen. Diese Hrden kann die BDAE GRUPPE, die ber 18 Jahre Erfahrun- gen im Bereich Expatriate- Management hat, mit ihnen berwinden. Spre- chen Sie uns gerne auf der Personal Nord an, so Dotou weiter. BDAE AUF DER LVFM Ebenfalls im Mai findet die zehnte Leipziger Ver- sicherungs- und Fonds- messe, die traditionell vom Maklerpool Invers ausge- richtet wird, wieder in der Glashalle des Leipziger Mes- segelndes statt. Insgesamt werden 80 Aussteller erwar- tet unter ihnen auch der BDAE mit seinem Vertriebs- team um Maklerdirektor Dennis Perlmann. Das Motto des diesjhrigen Events: Kinder, wie die Zeit vergeht 25 Jahre deutsche Einheit. Der BDAE ist das vierte Mal dabei und freut sich, vor Ort alle Fragen rund um die BDAE-Aus- landsversicherungen beant- worten zu knnen. In diesem Jahr stehen noch viele positive Neuerungen an, von denen auch unsere Vertriebspartner profitieren werden, sagt Dennis Perl- mann. Wer vorab einen Termin fr die LVFM machen mchte oder weitere Informationen bentigt, kann sich gerne an Frau Anna Mnkwitz ([email protected]) wenden. 1.842 MILIONEN ZAHL DES Menschen auf der Welt haben nicht genug zu essen. (Quelle: Food and Agricul- ture Organization of the Uni- ted States) MONATS INTERN 4. 4 BDAE: Sie sind vor Kurzem nach 16 Jahren Aufenthalt in China nach Deutschland zurckgekehrt. Haben Sie eine Art umgekehrten Kulturschock erlebt? Gru: Das wrde ich so nicht sagen. Zum einen bin ich jedes Jahr minde- stens einmal in Deutschland zu Besuch gewesen. Zum anderen hatte ich fr einen solchen Zustand bisher kaum Zeit, denn ich musste so viel erledigen zum Beispiel jede Menge Behrden- gnge. Vielleicht verspre ich Anflge von einem umgekehr- ten Kulturschock. Manches von China fehlt mir bereits jetzt, zum Beispiel der typische Geruch der feuchten Straen nach dem Regen, meinen Nudelhndler des Vertrauens, die Gar- kchen an jeder Straenecke. Es ist zugegeben vor allem das Kulinarische, das ich hin und wieder vermisse. Andererseits schtze ich es aber auch, in Deutschland vor die Tr gehen zu knnen, ohne gro darber nachdenken zu mssen und vor allem frische Luft einzuatmen. BDAE: Warum haben Sie sich nach einer solch langen Zeit im Ausland fr eine Rckkehr nach Deutschland entschie- den? Gru: Das war ein lngerer Prozess und keine Entscheidung von heute auf morgen. Angedacht war eine Rckkehr bereits seit 2001. Aber irgendwie vergeht dann doch ein Jahr ums andere und so wurde erst Ende 2013 etwas daraus. Immer kamen ein neuer Job oder eine noch spannendere Aufgabe dazwischen. Einer der Haupt- grnde, warum meine chinesische Frau und ich uns entschie- den haben, fortan in Deutschland zu leben, ist unsere fast vierjhrige Tochter. Wir mchten gerne, dass sie in einen deutschen Kindergarten geht und die deutsche Kultur erlebt. In Shanghai war es so: Meine Tochter verstand Deutsch, ant- wortet aber fast nur auf Chinesisch. Hier hat sich das nach weniger als zwei Monaten komplett gendert sie kann ohne Probleme zwischen den beiden Sprachen umschalten. Zudem ist das Erziehungssystem hierzulande deutlich besser als in China. Ganz besonders wichtig war mir berdies der Kontakt zu meiner in Deutschland und Frankreich lebenden Familie insbesondere zu meinen Eltern. Auch die Lebens- qualitt ist in Deutschland mittlerweile um ein Vielfaches hher als in China. In meinem Umfeld wird dies zunehmend als Beweggrund aufgefhrt, weshalb viele Expats in China die Zelte abbrechen. Ich bin nicht der erste, aber auch nicht der letzte, der deshalb China verlsst. BDAE: Was meinen Sie konkret mit Lebensqualitt? Gru: China hat sich in den vergan- genen Jahren extrem industrialisiert. Die Folgen sind Luft- und Umweltver- schmutzung sowie eine zunehmende Urbanisierung beziehungsweise ber- fllung von Stdten. Ebenfalls nicht besonders angenehm sind die immer restriktivere Steuerpolitik und die Ver- schrfung der Einreisebedingungen. BDAE: Inwieweit hat der Aufenthalt in China Ihre kulturelle Identitt verndert? Haben Sie spezifische chinesische Ange- wohnheiten bernommen? Gru: Oh ja. Ich pflege immer zu sagen, ich bin halb deutsch, halb franzsisch und zu einem Viertel chinesisch. Wenn man es als Europer in China gut haben mchte, muss man sich einfach anpassen. Und in den vergangenen 16 Jahren habe ich mich sicherlich stark assimiliert und bin Teil des Ganzen geworden. Das habe ich auch so gewollt, denn die Entscheidung, in China zu leben, traf ich ja bewusst und dazu gehrte auch mein Wunsch, Teil der chinesischen Kultur zu werden. Wer dies signalisiert, wird von den Einhei- mischen auch anders behandelt. Ich bin beispielsweise so gut integriert gewesen sicherlich auch durch meine chinesische Frau dass ich in unserer Wohngegend wie ein Local wahr- genommen wurde, natrlich mit einem besonderen Wieder- erkennungswert. BDAE: Haben Sie chinesische Verhaltensmuster angenom- men? INTERVIEW IN CHINA ALLEIN ZU SEIN, IST UNMGLICH Alexandre J. Gru hat bereits in den 90er Jahren Sinologie stu- diert und ging vor 16 Jahren nach China. Erst vor Kurzem ist er nach Deutschland zurckgekehrt. Wie ihn diese Zeit geprgt hat und was er be- reits jetzt vermisst, verrt er in diesem Interview. Delphimages - Fotolia.com 5. 5 Gru: Das blieb nicht aus. Gewisse Gesten bernimmt man, andere legt man ab. Den erhobenen Mittelfinger wrde in China beispielsweise niemand als Zeichen verstehen. Ich merke auch, dass ich generell etwas lauter in der Artikulation geworden bin, mich in der ffentlichkeit auch mal vordrn- gle. Aber das muss in einem Land wie China in dessen Me- tropolen so sein andernfalls geht man unter. Auch die Streitkultur ist anders. Typisch chinesisch ist es etwa, kriti- scher als wir Deutschen zu sein, aber niemals aggressiv zu werden. Es stimmt nicht, dass Chinesen nicht frank und frei aussprechen, was sie denken, aber sie wrden einfach niemals jemanden in der f- fentlichkeit blostellen. BDAE: Sie sind je zur Hlfte deutsch und franzsisch. War Ihre bi-kulturelle Sozialisation hilfreich beim Einleben in China? Gru: Im weitesten Sinne schon. Ich habe frh gelernt, zwischen mehreren Sprachen umzuschalten; diese Fhigkeit hat mir in China geholfen. Und durch das bi-kulturelle war mein Horizont wahrscheinlich etwas weiter als bei anderen, denn man lernt schneller international zu denken, wenn man Ver- wandtschaft in unterschiedlichen Lndern hat. Da zwei Kul- turen mein Wesen prgen, habe ich zudem gelernt, mehr Toleranz gegenber anderen Denkweisen und Lebensstilen zu entwickeln. BDAE: Was schtzen Sie besonders an der chinesischen und was an der deutschen Kultur? Gru: Wenn man die chinesische Kultur beurteilen mchte, muss man die unterschiedlichen Generationen betrachten. Generell existiert in China eine starke, interessante Mischung aus Tradition und Moderne. Bei den lteren Menschen faszi- niert mich, dass diese erlebt haben, wie sich das Land zu ihren Lebzeiten quasi um 180 Grad gedreht hat. Die haben Hungersnte und den puren Kommunismus, die Kulturrevo- lution unter Mao erlebt. Sie lebten in Stdten voller Fahrr- der, aber ohne Autos und Wolkenkratzer und erfahren nun eine Existenz in einer hochindustrialisierten Hightech-Welt. Die junge Generation wurde aus Sicht der Alten mit einem goldenen Lffel im Mund geboren. Ihnen versuchen sie rudi- mentre Werte wie Familienzusammenhalt zu vermitteln. Fa- milie bedeutet den Jungen auch viel, aber die Herangehens- weise an diesen Wert ist anders. Frher kmmerten sich die Jungen um die Alten, heute ist das nicht mehr so. Es wurde sogar ein Gesetz verabschiedet, wonach junge Chinesen ver- pflichtet werden, ihre Eltern und Groeltern regelmig im Altersheim zu besuchen. Daran wird deutlich, wie sehr darum gekmpft wird, dass die Bevlkerung sich auf alte Werte zurckbesinnt. Interessant ist auch, dass so manches, wie beispielsweise Kochrezepte, geradezu in Stein gemeielt sind sie sind unvernderbar. BDAE: Was schtzen Sie an der deutschen Kultur? Gru: Ich wei zumindest, was die Chinesen an den Deutschen mgen. 90 Prozent bekommen glnzende Augen, wenn man ihnen sagt, man sei deutsch. Sie nehmen uns als eines der un- lustigsten, aber zugleich technikversiertesten Vlker der Welt wahr und schtzen insbeson- dere unsere gute, strukturierte Brokratie. Ich per- snlich finde die differenzierte Denkweise der Deutschen sehr positiv Chinesen denken leider zu selten in Grauzo- nen, sondern vornehmlich in Schwarz und Wei. Gut finde ich auch, dass man es in Deutschland ohne Beziehungen und allein aufgrund seiner Qualifikationen schafft, beruflich wei- ter zu kommen. In Fernost muss man immer seine Kontakte spielen lassen, um etwas zu erreichen. Und ich bin froh ber das individualistische Menschenbild und die geringere Ein- wohnerdichte. In Shanghai zum Beispiel ist man nie allein! berall sind permanent Menschen und es ist nie dunkel. Und trotz dieser vielen Individuen ist man doch ganz auf sich al- lein gestellt. BDAE: Sie haben bereits Anfang der 90er Jahre Sinologie studiert, als noch nicht absehbar war, dass China eine Gro- macht, wie dies heute der Fall ist, werden wrde. Was war der Grund fr die Studienwahl? Gru: Es gab zwei Grnde. Zum einen war ich damals bei der Bundeswehr, konkret bei der Marine, wo ich das Gegen- teil von geistiger Anstrengung erlebte. Ich versprte ein sol- ches Vakuum im Kopf, dass mein Wunsch nach einer intellektuellen Herausforderung immens stark war. Ich hatte schon immer ein Faible und Talent fr Sprachen. Da mein Vater zu jener Zeit beruflich hufig in China unterwegs war, erkannte er, dass China wirtschaftlich auf dem Sprung war. In meiner Familie gibt es viele Mediziner und ich hatte das Bedrfnis, etwas vllig auer der Reihe zu studieren also entschied ich mich fr Sinologie, was ich nie bereut habe. Alex White - Fotolia.com INTERVIEW 6. 6 NDERUNGEN BEI VISUM FR JORDANIEN UND HALBINSEL KRIM Fr Jordanien wurden die Visumsgebhren drastisch er- hht. Ein Visum bei Ankunft fr eine einmalige Einreise kostet knftig 40 Jordanische Dinar (umgerechnet rund 41 Euro), bisher kostete es nur 20 Jordanische Dinar. Das berich- ten www.tip.de und die CIBT VisumCentrale. Es wird dringend empfohlen, bereits vor der Abreise eine ausreichende Summe in Jordanische Dinar umzutauschen, denn bei der Bezahlung des Visums bei Ankunft in Euro oder US-Dollar fllt ein Aufpreis von bis zu 30 Prozent an. Auch die Visagebhren bei der Beantragung in Deutschland sind gestiegen: Das Visum fr eine einmalige Einreise kostet jetzt 67,50 Euro (bisher 37,50 Euro) und das Visum fr die zweimalige Ein- reise 97,50 Euro (vorher 52,50 Euro). Bei Reisen auf die Halbinsel Krim ist jetzt ein Visum erforderlich. Grund: Fr die Schwarzmeerhalbinsel Krim gelten aufgrund der faktischen Annexion durch Russland seit Anfang April 2014 die gleichen Einreisebestimmungen wie fr die Russi- sche Fderation. Knftig bentigen dann unter anderem auch Staatsbrger von Deutschland, sterreich und der Schweiz ein Visum fr die Einreise auf die Halbinsel Krim. Die EU-Richtlinie ber Leiharbeit ist in Recht und Praxis umgesetzt und bedarf keiner nderung. Zu diesem Schluss kommt ein aktueller Prfbericht der EU- Kommission. In allen Mit- gliedsstaaten existiert ein rechtlicher Rahmen fr einen wirksa- men Schutz von Leiharbeit- nehmern und eine bessere Qualitt der Leiharbeit. Nach Ansicht der meisten Mitgliedstaaten verursach- ten die Regelungen zur Zeit- arbeit auch keine zustzlichen Kosten, weder fr die nationalen Behrden noch fr Zeitarbeitsfirmen oder entleihende Unterneh- men. Die Mitgliedsstaaten sollten dennoch mit zustzli- chen Manahmen dafr sor- gen, dass Leiharbeitnehmer zunehmend gleich behan- delt wrden. Dies sei wich- tig, um den positiven Bei- trag der Zeitarbeit zur Bewltigung der Krise zu wrdigen. Zusammen mit den Mit- gliedstaaten und den Sozi- alpartnern wird die EU- Kommission die Ziele der Richtlinie wei- ter verfolgen. Dazu will sie Ausnahmen bei der Gleich- behandlung auf Missbrauch untersuchen aber auch Ein- schrnkungen und Verbote der Leiharbeit berprfen. Arbeitnehmer mit Zeitar- beitsvertrgen machen etwa 1,6 Prozent aller Beschftig- ten in der EU aus, die Be- deutung der Leiharbeit nimmt jedoch zu. Unterneh- men nutzen Leiharbeiter vor allem fr Produktionsspitzen oder zur Vertretung abwe- sender Beschftigter. EU-RICHTLINIE ZUR LEIHARBEIT IST RECHTENS FLUGVERSPTUNG NACH SCHLAGANFALL: KEIN SCHADENSERSATZ FR REISENDE Versptet sich ein Flug erheblich weil ein Mitreisender einen Schlaganfall erlitt, haben Passagiere keinen An- spruch auf eine Zahlung einer Entschdigung im Sinne der EU-Fluggastrechteverordnung. Das verdeutlicht ein Ur- teil des Amtsgerichts Dsseldorf (Az.: 43 C 6731/12), ber das www.tip.de und die CIBT VisumCentrale berichten. Im vorliegenden Fall kam es bei einem Flug von Dsseldorf nach Costa Rica zu einer Versptung von vier Stunden, weil einer der Passagiere einen Schlaganfall erlitt und das Flugzeug in Irland zwi- schenlanden musste. Die Airline sei dennoch nicht dazu verpflichtet, eine Ausgleichszahlung zu gewhren. Den Vorfall selbst werteten die Richter als einen auergewhnlichen Umstand im Sinne der EU-Gesetzgebung. Und da sich alle anderen fr Costa Rica zugelassenen Flugzeuge zu dem Zeitpunkt im Einsatz befanden, war es fr die Fluggesellschaft nicht mglich, kurzfristig ein Ersatzflugzeug bereitzustellen. RECHTLICHES Trezvuy - Fotolia.com Kumbabali- Fotolia.com Peter Kgler - Fotolia.com 7. 7 Der Europische Gerichtshof (EuGH) hat in seinem Urteil vom 28. Februar 2013 entschieden, dass die Zusammenveranlagung von Eheleuten in Deutschland unter Anwendung des Splitting-Verfahrens auch dann an- wendbar ist, wenn EU-/EWR-Staatsan- gehrige ihren Wohnsitz oder gewhnlichen Aufenthalt in der Schweiz haben. Gem Paragraf 1a Abs. 1 Nr. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) kn- nen Eheleute, die ihren Wohnsitz oder gewhnlichen Aufenthalt im Hoheits- gebiet eines anderen EU oder EWR- Mitgliedstaates haben, auf Antrag zusammen veranlagt werden, insofern nur einer von ihnen die Voraussetzun- gen der so genannten fiktiven unbe- schrnkten Einkommensteuerpflicht nach Paragraf 1 Abs. 3 EStG erfllt. Diese Beschrnkung auf Personen mit Wohnsitz in EU-/EWR-Staaten verstt jedoch gegen das im Freizgigkeitsab- kommen mit der Schweiz verankerte Gleichbehandlungsgebot, das auf Grundlage des EuGH-Urteils nun offen- sichtlich gleichermaen auch uneinge- schrnkt im Steuerrecht anzuwenden ist. Das Bundesministerium fr Finanzen (BMF) besttigt die Anwendbarkeit des Paragraf 1a Abs. 1 EStG fr EU-/EWR- Staatsangehrige mit Wohnsitz oder gewhnlichem Aufenthalt in der Schweiz in einem Schreiben vom 16. September 2013 auf alle noch nicht bestandskrftigen Flle. Fazit: Das Splitting-Verfahren gehrt nach stndiger Rechtsprechung zu den mit einzubeziehenden personen- und familienbezogenen Umstnden bei der Ermittlung der persnlichen Einkom- mensteuer in Deutschland. Eheleute, die in der Schweiz ansssig sind und Einknfte erzielen, die in Deutschland besteuert werden, sollten daher in allen noch offenen Fllen insbesondere aber auch bei Abgabe der Einkommensteuererklrung fr 2013 prfen, ob die Entscheidung des Gerichts fr sie Anwendung findet und sie auch trotz Wohnsitzes oder ge- whnlichen Aufenthalts in der Schweiz von der Anwendung des gnstigen Splitting-Verfahrens bei der Besteue- rung in Deutschland profitieren kn- nen. EHEGATTEN-SPLITTING AUCH FR PERSONEN MIT WOHNSITZ IN DER SCHWEIZ WELCHE RENTENANSPRCHE DEUTSCHE IM AUSLAND HABEN Wer fr eine gewisse Zeit oder dauerhaft ins Ausland geht, muss nicht zwangslufig um seine Rentenansprche frchten. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung hin. So sorgen etli- che Sozialversicherungsabkommen dafr, dass insbesondere bei einem Job in einem Staat der Europischen Union (EU), des Europi- schen Wirtschaftsraums (EWR: Norwegen, Island, Liechtenstein) oder in der Schweiz keine Lcken fr die Altersvorsorge entste- hen. Dasselbe gilt fr Lnder, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkom- men geschlossen hat. Grundstzlich gilt das so genannte Territorialprinzip. Das bedeutet, dass Arbeitnehmer stets in jenem Land versi- chert sind, in dem sie auch arbeiten. Welche Sozialversiche- rung im Ausland wann gilt, ist abhngig davon ab, ob man von seinem Arbeitgeber dorthin entsandt wurde oder sich dauerhaft dort aufhlt. Ist etwa der Arbeitseinsatz im Rahmen einer Entsendung auf maximal zwei Jahre befristet, knnen Arbeitnehmer aus Deutschland und allen Staaten der EU in der Sozialversiche- rung ihres Heimatlandes verbleiben mit einer Ausnahme- vereinbarung sogar bis zu sechs Jahre. Diese Zwei-Jahres-Regelung gilt seit dem 1. April 2012 auch fr einen Aufenthalt in der Schweiz, seit dem 1. Juni 2012 zudem in den EWR-Staaten. Verlngert der Arbeitgeber die Entsendung nicht, gilt fr betroffene Arbeitnehmer anschlieend das Sozialrecht des Landes, in dem sie sich aufhalten. Wer whrend seines Berufslebens in der ge- setzlichen Rentenversicherung von mehreren EU- oder EWR-Staaten oder der Schweiz ver- sichert war, erhlt im Alter aus diesen Staaten jeweils anteilig seine Rente. Darber hinaus hat Deutschland mit einer Reihe von Lndern bilaterale Sozialversicherungsabkommen geschlos- sen. Diese regeln den Erwerb von Rentenansprchen und die Zahlung von Renten in den jeweiligen Staaten und sollen eine Doppelversiche- rung vermeiden. Die Sozial- versicherungsabkommen begnstigen in erster Linie die Angehrigen der Abkommens- staaten. Sie knnen aber - je nach Abkommen - auch fr andere Personen gelten. RECHTLICHES Mehr Informationen sind unter www.deutsche-renten- versicherung.de abrufbar. Dark Vectorangel - Fotolia.com AUTOR Frank Dissen ist Rechtsanwalt und Steuerbera- ter bei der Kanzlei WTS (www.wts.de) 8. 8 In fast jedem Entsendungsseminar hre ich von meinen zu- knftigen Expats die Aussage: Vorurteile??? Son Quatsch. Ich hab doch keine Vorurteile!. Oder zumindest so was in der Art Ich denke, das ist wohl normal, denn kein Mensch hat ja gerne Vorurteile. Und noch weniger die- jenigen, die sich entschieden haben, freiwillig ein paar wert- volle Lebensjahre im Ausland zu verbringen. Oder? Viele Menschen, die sich fr das Abenteuer Fremde entschei- den, tun dies, um sich persnlich und beruflich weiterzuent- wickeln. Sie sind offen, tolerant und interessiert. Und dennoch: der Weg ins Ausland kann aufgrund vor- geprgter Meinungen und Annahmen schnell zu einer Negativerfahrung werden. Starten wir doch mal mit einer klaren Abgren- zung: Im interkulturellen Bereich gibt es in die- sem Zusammenhang vier groe Begriffe: das Stereotyp, das Klischee, das Vorurteil und die Diskriminierung. Hier eine kurze Differenzie- rung: Ein Stereotyp bezeichnet eine vereinfachende, schematisie- rende Sichtweise auf die Aspekte der sozialen Welt, also auf Personen und Situationen. Sagen wir: ein Cluster. Die Bil- dung dieser Cluster durch unser Gehirn dient dazu, die kom- plexe Umwelt zu vereinfachen und garantiert uns, dass wir trotz enormer Informationsflut, die unser Gehirn sekndlich zu verarbeiten hat, handlungsfhig bleiben. Htten wir keine Stereotype, nach denen wir Informationen systematisch ka- tegorisieren, wre unser Betriebssystem innerhalb von Se- kunden berlastet. Und das wre ja nicht so gut. Insbesondere, wenn wir uns in unbekannten Situationen be- finden, wie zum Beispiel in einer fremden Kultur, helfen uns diese Verallgemeinerungen, fremdartiges Verhalten irgend- wie einzuordnen. Ein Stereotyp fr das unterschiedliche Zeit- empfinden von Kulturen wre beispielsweise: Die deutsche Kultur legt grundstzlich groen Wert auf die Einhaltung von Plnen und Deadlines. Fr die franzsische Kultur hingegen ist das soziale Miteinander beziehungsweise die Beziehungs- pflege tendenziell wichtiger. Nachteil dieser vereinfachten Annahmen ist logischerweise, dass sie die Welt nicht sonder- lich differenziert betrachten. Stereotype sind kognitiv, das heit, sie knnen und sollten immer am Einzelfall berprft und dann ergnzt beziehungsweise modifiziert werden. An- sonsten drohen Vorurteile. Ein Vorurteil ist wie der Name schon sagt ein Urteil, das man im Vorab trifft. Und zwar, ohne es anhand persnlicher Erfahrung auf seine Richtigkeit berprft zu haben (prventiv sozusagen ;-)). Im Gegensatz zu Stereotypen sind Vorurteile affektiv, das heit, sie sind emotional bereits mit irgendeiner Art Wertung (besser/schlechter als) versehen. Diese Bewer- tung kann zwar auch positiv ausfallen, ist jedoch gerade im interkulturellen Kontext berwiegend negativ also abwer- tend -gemeint. brigens: die Steigerungsform ist Diskriminie- rung. Diesem Thema soll aber an dieser Stelle keine weitere Beachtung geschenkt werden, da es sich um eine Sonder- form handelt. Auf den interkulturellen Kontext bezogen, bezeichnet ein Vorurteil also eine feststehende Annahme in Bezug auf die Eigenschaften beziehungsweise Verhaltensweisen einer fremden Kultur. Wenn wir wieder unser oben genanntes Bei- spiel nehmen, dann wre das entsprechende Vorurteil: Franzosen sind unzuverlssig. Deutsche sind unflexibel. Bei einem Klischee handelt es sich um ein bertriebenes Sprachbild oder eine Redensart, die einer Karikatur hnlich ist. Sie sind dem Stereotyp relativ hnlich und werden um- gangssprachlich etwas hufiger benutzt. In der interkulturellen Kommunikation (und folg- lich auch in diesem Artikel) spielen sie aber keine grere Rolle, da ihre Aufgabe nur darin besteht, vermeintlich kulturellen Besonderheiten ein bertypisiertes Gesicht zu geben. Hier gibts ein phantastisches Beispiel fr Klischees. Um bei unserem Bei- spiel zu bleiben, knnte das entstandene Klischee so ausse- hen, dass der Franzose lieber entspannt mit einem Kollegen beim Lunch sitzt, whrend der Deutsche schon ganz unge- duldig auf und ab luft, weil er die Deadline fliegen sieht. Konzentrieren wir uns aber lieber auf Stereotyp & Vorurteil, hier noch einmal die Gegenberstellung: Stereotype sind gut Vorurteile sind bse Wir alle brauchen gewisse Orientierungshilfen und Vereinfa- chungen, um funktionieren zu knnen. Htten wir keine Ste- reotype, wrde unser Betriebssystem stndig Error anzeigen und wir wren keine fnf Minuten berlebensf- hig. Wenn wir uns dann in einem Umfeld befinden, in dem pausenlos Eindrcke auf uns einstrmen, die uns so gar nicht vertraut sind, greifen wir besonders hufig auf Stereotypen zurck. Punkt. Schn wre jetzt, wenn man hier einen fetten Schlussstrich ziehen wrde und es bei einer wertfreien Ein- ordnung der fremdartigen Umwelt als Orientierungshilfe belassen knnte. Kann man aber nicht! EXPATRIATES Stereotyp (kognitiv) Die deutsche Kultur legt groen Wert auf die Einhaltung von Plnen und Deadlines. Fr die franzsische Kultur ist das soziale Mitein- ander bzw. die Beziehungs- pflege eminent wichtig. Vorurteil (affektiv) Deutsche sind unflexibel! Franzosen sind unzuverlssig! reeel - Fotolia.com ANKUNFT IM AUSLAND: TIPPS GEGEN VORURTEILE 9. 9 Wie sich Stereotype unbemerkt in Vorurteile verwandeln Zu Beginn einer Auslanderfahrung oder wenn man ber keine oder wenig interkulturelle Erfahrung verfgt, ist die ei- gene Kultur der einzige Bezugspunkt und Bewertungsma- stab, der einem zur Verfgung steht. Deshalb betrachten wir in einem neuen Umfeld die Dinge naturgem zunchst auf der Basis uns bekannter Werte und Normen. Und wir sind evolutionsbedingt Fremden gegenber enorm misstrauisch. Deshalb werden fremdartige und unerklrbare Verhaltensweisen zunchst einmal als nicht nachvollzieh- bar abgewertet. Die Kulturwissenschaft nennt dieses Ph- nomen Ethnozentrismus. Der Soziologe Dr. Milton J. Bennet den ich krzlich selbst live und in Farbe erleben durfte hat hierzu ein interessantes Modell entwickelt. Sein DMIS (Development Model of Intercultural Sensitivity) beschreibt den Verlauf interkulturellen Erlebens von einer ethnozentri- schen Wahrnehmung hin zu einer ethnorelativen Sichtweise sehr anschaulich. Also: selbst wenn wir alles Menschenmg- liche tun, um nicht in die Vorurteilsfalle zu tappen, ist eine wertfreie Beurteilung praktisch ausgeschlossen. In dem Mo- ment in dem wir wahrnehmen, haben wir bereits (wenn auch vielleicht unbewusst) eine Wertung getroffen und nicht selten eine negative. Es ist leichter ein Atom zu spalten, als ein Vor- urteil Albert Einstein behauptete: Es ist leichter ein Atom zu spal- ten, als ein Vorurteil. Und er hatte recht: In einem Experi- ment der University of Toronto konnte nachgewiesen werden, dass wir berwiegend die Dinge wahrnehmen, die unsere Vorannahmen besttigen. Widersprchliche Informa- tionen, die unsere Vorurteile ber eine bestimmte Person oder Sache wiederlegen wrden, blenden wir ganz groz- gig aus. Wenn wir also nur das sehen, was wir aufgrund unserer Vorurteile erwarten zu sehen, dann werden genau diese Erwartungen fr uns auch zur Realitt. Und genau das ist der Grund dafr, dass sich unsere Vorur- teile immer und immer wieder als so genannte Self-Fulfilling Prophecy (kein Spruch, sondern ein wissenschaftlich aner- kanntes Phnomen) besttigen. So ganz nach dem Motto: Hab ichs doch gewusst. Lass dir von Vorurteilen nicht die Erfahrung vermiesen Stereotype als wertfreie Verallgemeinerungen helfen dir, dich im Ausland zu orientieren, ungewohnte Situationen einzu- schtzen und entsprechend zu handeln. Sie bieten dir eine mgliche wenn auch sehr grobmaschige Erklrung fr fremdes Verhalten. Die Wissenschaft ist sich darber einig, dass es weder mglich noch berhaupt sinnvoll ist, die men- talen Mechanismen der Stereotypenbildung zu durchbre- chen. Nichtsdestotrotz, knnen Vorurteile uns unsere Auslandserfahrung ganz schn vermiesen, wenn wir sie nicht als solche erkennen und unschdlich machen. Um deine Auslandszeit maximal genieen zu knnen und nicht in die Vorurteilsfalle zu tappen, hier ein paar praktische Tipps am Ende dieses (ja, ich wei ;-)) etwas theoretischen Artikels: 1. Hinterfrage dich immer wieder, ob du dich gerade einer wertfreien Typisierung bedienst, oder ob sich in deine Be- obachtung schon eine Bewertung eingeschlichen hat! 2. Wenn du feststellst, dass du eigentlich schon auf ein noch so winziges Vorurteil zurckgegriffen hast und deine Ein- schtzung doch nicht ganz wertfrei ist, gehe einen Schritt zurck! 3. Finde heraus, wie diese Bewertung zustande gekommen ist und auf welchen persnlichen und kulturellen Annah- men oder Einschtzungen sie beruht! 4. Hinterfrage deine (Vor)urteile! Finde heraus, welche An- nahmen du hast, was zu diesen Meinungen gefhrt hat und inwiefern sie dein Verhalten dieser Kultur gegenber beeinflussen. 5. Geh raus und sammle Beispiele gegen deine Vorurteile! Der Rest ist die immer wiederkehrende Geschichte inter- kulturellen Lernens. Sei offen und neugierig. Sei aufmerksam und empathisch. Sei positiv und fle- xibel. EXPATRIATES DIE AUTORIN: Constance Grunewald-Petschke betreibt den Blog www.what-about-my-pencilskirt.com, auf dem sie re- gelmig ber ihr neues Leben als Expat-Partner in Istanbul berichtet. Sie ist auerdem Inhaberin der Agentur Abroad [relocation.interculture.language], die Expats und ihre Familien bert. E-Mail: [email protected] NZ ET TOLERANZ 10. In einer immer strker globalisierten Welt ist es fr Unter- nehmen unabdingbar, international prsent zu sein. Um die damit verbundenen Herausforderungen zu bewltigen setzen Unternehmen immer fter Expatriates ein. Diese mssen sich an eine neue Kultur, eine andere Sprache gewhnen, sind losgerissen aus ihrem sozialen Umfeld. Um die zahlreichen Herausforderungen im Ausland zu bewlti- gen ist es wichtig, dass das Headquarter die Mitarbeiter tat- krftig untersttzt: Fehlende Untersttzung ist einer der Hauptgrnde fr den Abbruch von Auslandsentsendungen. Schtzungen zufolge sum- mieren sich die Gesamt- kosten des Abbruchs von Auslandsttigkeiten auf die zwei- oder gar dreifache Hhe des Jahresgehaltes im Heimatland. Durch die hohen mit einer Auslands- entsendung verbundenen Kosten und Herausforde- rungen besteht groes un- ternehmerisches und wissenschaftliches Inter- esse an der Identifikation von Erfolgsfaktoren fr Auslandsentsendungen. Es stellt sich daher die Frage: Wie knnen Unter- nehmen ihre Expats best- mglich untersttzen, um die Auslandsentsendung zu einem Erfolg zu machen? Die bisherige Forschung hat sich zwar be- reits mit dieser Fragestellung auseinandergesetzt, jedoch wurde dabei nicht zwischen den Erfolgsfaktoren fr kurz- fristige gegenber jenen fr langfristige Auslandseinstze unterschieden. Eine solche Unterscheidung knnte jedoch ein wichtiger Ansatzpunkt sein, um den Prozess der Aus- landsentsendung zu verbessern, Misserfolgsraten und damit zusammenhngende Kosten fr das Unternehmen zu mini- mieren. Im Rahmen ihres Masterstudiums "Organisations- und Perso- nalentwicklung" verfasst die Autorin dieses Artikels zurzeit eine Masterarbeit zum Thema: "Erfolgsfaktoren bei kurz- und langfristigen Auslandsentsendungen", um diese For- schungslcke zu schlieen. Der empirische Teil dieser Arbeit sttzt sich auf die Erfahrung von (ehemaligen) Auslandsentsandten, die im Rahmen eines kurzen Online-Fragebogens abgefragt wird. Die Autorin bit- tet ehemalige Auslandsentsandte darum, etwa acht Minuten fr die Teilnahme an der Umfrage zu investieren. Ihr Wissen ist sehr wertvoll, um zuknftige Auslandsentsendungen zum Erfolg zu fhren, und Ihre Teilnahme wrde bei der Erfor- schung des Themas helfen! Bitte folgen Sie diesem Link zur Umfrage: http://unipark.de/uc/auslandsentsendungen/ Selbstverstndlich werden alle Angaben anonym er- hoben und ausgewertet. Falls Sie Interesse an den ausgewerteten Ergebnis- sen haben, gibt es am Ende des Fragebogens die Mglichkeit, Ihre E-Mail- Adresse zu hinterlassen. Die Ergebnisse lsst Ihnen die Autorin bis sptestens Oktober 2014 zukommen. Die Autorin Katja Gruber studiert internationale BWL und Sinologie sowie Sozio- logie an der Universitt Wien. 10 AUSLANDSENTSENDUNGEN WAS MACHT SIE ERFOLGREICH? EXPATRIATES Marco2811 - Fotolia.com 11. 11 DIE GEFHRLICHSTEN REGIONEN FR EXPATS SCHWARZE LISTE DER FLUGGESELLSCHAFTEN VERFFENTLICHT Lnder mit groem wirt- schaftlichen Potenzial bergen oft auch ein hohes Risiko in Sachen Sicherheit fr internationale Geschfts- ttigkeiten: Risikoanalysten von Exop prognostizieren fr das zweite Quartal 2014 vor allem zivile Unruhen und anhaltende bewaffnete Aus- einandersetzungen in zen- tralen Lndern der Welt. Die aktualisierte Global Risk Map steht zum kostenlosen Download auf der Home- page von Exop zur Verf- gung. Der Bericht liefert eine Ana- lyse der Regionen Sdame- rika, Ukraine und Krim, Mittlerer Osten und Nord- afrika, Subsahara und Afrika sowie Asien und Pazifik. Die Weltkarte steht hier zum Download bereit. Einen zusammenfassenden Presse- bericht finden Sie hier. Die Europische Kom- mission hat krzlich die Liste der Luftfahrtunterneh- men aktualisiert, fr die aus Sicherheitsgrnden Flugver- bote oder Betriebsbeschrn- kungen in Europa gelten. Die so genannte Schwarze Liste wird zum 23. Mal he- rausgegeben. Auf ihr befin- den sich aktuell 296 Flugge- sellschaften mit einem Flugverbot im europischen Luftraum, zehn weitere un- terliegen strengen Auflagen. Die Liste ist damit krzer ge- worden: Alle Airlines aus Swaziland und die philippi- nische Cebu Pacific Air wur- den von der Schwarzen Liste gestrichen. Sie drfen euro- pische Flughfen wieder ansteuern. Auch fr die ka- sachische Air Astana wur- den Beschrnkungen gelockert. EXPATRIATES Q Die Schwarze Liste fhrt unter anderem Fluggesellschaften folgender Lnder auf: Republik Kongo Indonesien Afghanistan Kasachstan Kirgisien Mosambik Nepal Philippinen Sierra Leone Sudan Die vollstndige Schwarze Liste steht hier zum Download bereit. Marco2811 - Fotolia.com 12. 12 LUFTHANSA Deutschlands grte Fluggesell- schaft baut ihr Angebot nach Polen weiter aus. Ab dem 3. Juli dieses Jahres fliegt die Airline von Frankfurt ins ostpolnische Lublin. Die Handels- und Universittsstadt wird das achte Lufthansa-Ziel in Polen. Der Flug mit den Flugnummern LH 1380 und LH 1381 findet jeweils don- nerstags und sonntags statt. Der Hin- flug startet morgens um 9.30 Uhr beziehungsweise um 10.20 Uhr in der grten Stadt Hessens und landet nach fast zwei Stunden Flugzeit um 11.25 Uhr beziehungsweise um 12.15 in der grten polnischen Stadt stlich der Weichsel. Nach einem 45-mintigen Aufenthalt geht es um 12.10 Uhr be- ziehungsweise um 13.00 Uhr zurck in die deutsche Metropole am Main. Die Flge werden mit einem Flugzeug des Typs Airbus A319 mit bis zu 138 Sitzen in der Business und Economy Class durchgefhrt. AIR FRANCE Die grte franzsische Airline baut ihr Flugan- gebot nach Brasilien aus und hat als drittes Ziel in Brasilien Braslia in den Som- merflugplan aufgenommen. Die brasilianische Haupt- stadt wird dreimal die Woche jeweils montags, mittwochs und freitags von Paris-Charles de Gaulle aus angeflogen. Auf dem Hinflug verlsst die Maschine mit der Flugnum- mer AF0520 um 13.30 Uhr Paris und erreicht die Metro- pole am Lago Paranoa um 19.15 Uhr. Von hier aus haben Reisende Anschluss an das innerbrasilianische Streckennetz der brasiliani- schen Partner-Fluggesell- schaft GOL. Der Rckflug nach Frankreich erfolgt nach einem kurzen Aufenthalt. Um 22.40 Uhr verlsst der Flieger mit der Flugnummer AF0515 den Aeroporto In- ternacional de Braslia und landet um 14.20 Uhr des Folgetages in der Metropole an der Seine. AIR CHINA Air China erweitert ihr Streckennetz und ver- bindet ab dem 6. Juni Shanghai mit Mnchen. Damit ist die bayrische Hauptstadt nach Frankfurt, Mailand und Paris das vierte Ziel in Europa, das von Shanghai aus angeflo- gen wird. Montag, Dienstag, Donners- tag und Samstag findet der neue Flug mit den Flugnum- mern CA817 und CA818 statt. Jeweils um 1.00 Uhr verlsst der Airbus A330- 200 den Shanghai Pudong International Airport und er- reicht den Franz Josef Strau Flughafen um 7.10 Uhr. Um 12.35 Uhr verlsst der Flieger Deutschland und landet am drauffolgenden Tag um 5.45 Uhr in einer der wichtigsten Industrie- stdte Chinas. Alle Zeitan- gaben sind Ortszeiten. AIRLINES chrupka - Fotolia.com massimo_g - Fotolia.com Aleksandar Videnovic - Fotolia.com 13. 13 FLUGHAFEN FRANKFURT Der Flughafen Frankfurt bietet seinen Gsten mit Beginn des Sommerflugplans 2014 Direktverbindungen zu 295 Destinationen in 105 Lndern an. Neu auf dem Frankfurter Flughafen sind zwei asiatische Fluggesellschaften. China Southern verbindet ab Juni dreimal wchentlich den Rhein-Main-Flughafen mit Gu- angzhou mit Zwischenstopp in Changsha, das erstmals berhaupt ab Frankfurt direkt erreichbar ist. MIAT Mongolian fliegt zweimal pro Woche nonstop nach Ulan Bator in der Mon- golai, das ebenfalls erstmals als Direkt- verbindung angeflogen wird. Weiter neue Ziele von Frankfurt aus nach Asien sind unter anderem die indonesi- sche Hauptstadt Jakarta, Urgensh in Usbekistan und Gazipasa an der trkischen Riviera. Die Direktziele in Europa werden ergnzt um Valencia, Montepellier, Tirana und Kalamata. Mehr Informationen unter www.fraport.de. TAM LINHAS AREAS Die brasilianische Flug- gesellschaft TAM Lin- has Areas ist seit dem 31.03. offiziell dem one- world Bndnis beigetreten. Alle Mitglieder des Vielflie- gerprogramms TAM Fideli- dade knnen ab sofort bei allen Fluggesellschaften der Allianz Vielflieger-Punkte sammeln und einlsen. Zu diesen Fluggesellschaften zhlen unter anderem Airberlin, American Airlines, British Airways, Cathay Paci- fic Airways, Royal Jorda- nien, Finnair, Iberia, Japan Airlines, LAN Airlines, Malaysia Airlines, Qantas, Qatar Air ways, S7 Airlines sowie 30 weitere Fluggesellschaften. Die Kooperation mit Miles & More bleibt weiterhin beste- hen. Knftig knnen ge- sammelte Prmienmeilen bei den Airlines-Partnern eingelst werden. Neben Lufthansa, Swiss und Aus- trian Airlines gehren hier ebenso die Vielfliegerpro- gramme von Air Canada, ANA, Brussels Airlines, Shenzhen Airlines, Singa- pore Airlines, South African Airways und Tur- kish Airways. AIRLINES CONDOR Die Deutsche Fluggesell- schaft Condor erwei- tert auf Kurz- und Mittelstreckenflgen ihr Mahlzeitangebot. Ab dem 1. Mai knnen Fluggste der Airline je nach Bu- chungszeitpunkt ab 7,99 Euro bis 24 Stunden vor Ab- flug die zustzlichen Mens bestellen. Neben den bishe- rigen Premium Mens und dessen Sondervarianten wie beispielsweise laktose- freie oder vegetarische Mens knnen Condor Gste auf Kurz- und Mittel- strecken nun aus weiteren Kstlichkeiten whlen. Reisende, die keine Verpfle- gung vorbestellen, erhalten an Bord nach wie vor ein kostenfreies Sandwich und Getrnk. Dieses knnen Sie darber hinaus durch das neue, erweiterte Bordange- bot ergnzen. Neben Soft- drinks und alkoholischen Getrnken bietet Condor ihren Gsten eine Auswahl an kalter und nun auch war- mer Speisen an. sissoupitch - Fotolia.com Pavels Arsenjans - Fotolia.com ictum - Fotolia.com 14. 14 VERMISCHTES HELFEN UND SURFEN Einmal um die Welt zu reisen und dabei an den Hot Spots zu surfen, ist fr immer mehr junge Menschen eine paradiesische Vorstel- lung. Die Organisation Studentsgoabroad bietet nun die Mglichkeit, neben dem Freiwilligenprojekt oder Auslandsprakti- kum das Surfen zu erlernen oder zu leh- ren. So ist es an bekannten Surfdestina- tionen in Portugal, Spanien, Chile, Indo- nesien und Sdafrika mglich, den Sport direkt mit einer Freiwilligenarbeit oder einem Auslandspraktikum zu verbinden. Reisende knnen etwa ein Praktikum als Surflehrer an einer Surf- und Tauchschule in Portugal machen oder einen Surfkurs mit einer Freiwilligenarbeit in einem Kindergarten in Chile kombinieren. Die Vermittlungs- agentur Studentsgoabroad mchte den Sport mit dem Ntzlichen verbinden und ermglicht es Surfern oder denen, die es noch werden wollen, eine passende Reise zu finden. INDER ZUFRIEDENSTE MITARBEITER DEUTSCH- LAND NUR IM MITTELFELD In Indien arbeiten die zufriedensten und motiviertesten Menschen: Die Inder belegen mit einem Engagement- Index von 74 Prozent bereits zum vierten Mal hintereinander den Spitzenplatz im internationalen Vergleichsranking. Das hat die aktuelle Kienbaum-Panel-Studie in Kooperation mit ORC International seit 2010 ergeben. Den zweiten Platz im Zufriedenheitsranking belegen die Chi- nesen mit 66 Prozent, gefolgt von Mitarbeitern in Australien und Russland mit jeweils 65 Prozent. Deutschland liegt mit einem Wert von 58 Prozent knapp unter dem weltweiten Durchschnitt und belegt damit lediglich den dreizehnten Rang im globalen Ranking und den siebten Platz auf der eu- ropischen Rangliste der Lnder mit den zufriedensten Mitar- beitern. In Japan sind die Mitarbeiter im internationalen Vergleich am unzufriedensten: Wie im vergangenen Jahr belegt die dritt- grte Volkswirtschaft der Welt den letzten Platz im aktuel- len Ranking. Der Indexwert der Japaner sinkt sogar noch um weitere sechs Punkte auf ein Rekordtief von 42 Prozent. Trotz der boomenden Wirtschaft landet Deutschland nur im Mittelfeld des Rankings: Bei der Zufriedenheit liegen die deutschen Mitarbeiter deutlich hinter ihren schweizerischen, sterreichischen und niederlndischen Kollegen. In die diesjhrige Studie flossen die Daten von rund 7.400 Arbeitneh- mern aus den 20 wichtigsten Wirtschaftsnationen ein. Zur Er- mittlung und Berechnung des durchschnittlichen Engage- ment-Wertes wurden die An- gestellten zu Arbeitsaufgaben, beruflichen Perspektiven, Fh- rungskultur und Wertschtzung im Job befragt. ferkelraggae - Fo tolia.com LONDON IN DEN 50ER UND 60ER JAHREN Wer seinen Kindern einmal die Stadt Lon- don nher bringen mchte, hat mit dem gleichnamigen Buch von Miroslav Sasek eine ganz andere Mglich- keit als mit herkmmlichen Werken. Das ursprnglich 1959 erschienene illustrierte Kinderbuch wurde damals von der New York Times ausgezeichnet und nun neu aufgelegt. Im Stil der damaligen Zeit werden die wichtigen Se- henswrdigkeiten und typi- schen Dinge, die einfach zur Stadt gehren, illustriert, so dass sich ein umfassendes Bild Londons ergibt. Darge- stellt werden bei- spielsweise die Busse, der Piccadilly Circus bei Nacht, die Tower Bridge und die U-Bahn. Aber auch typische Verhaltensweisen der Bewohner der engli- schen Hauptstadt werden in den Zeichnungen veran- schaulicht, wie die Eigenheit des Tee-Trinkens und des Schlange Stehens. Mit kurzen Erklrungen ver- sehen, bertrgt sich der Charme Londons auf nostal- gische Art direkt auf den Leser. Trotz des Stils der 50er Jahre, sind die Grund- zge dieser Grostadt nach wie vor vorhanden. Natr- lich sind einige Fakten veral- tet, diese werden jedoch auf den Schlussseiten korrigiert beziehungsweise ergnzt. Insbesondere durch den fr- heren Zeichenstil, erhlt man durch London einen ganz individuellen Einblick in die Sehenswrdigkeiten, das Leben der Stadt und dessen Flair nicht nur fr Kinder, sondern erst Recht fr Erwachsene. Eine sehr schne Ergnzung zu den blichen Stdtefhrern. Aintschie - Fotolia.com Miroslav Sasek: London Verlag Antje Kunstmann ISBN 978-3-88897- 874-6 58 Seiten 16,95 Euro 15. Etwa eine Million Menschen sterben jhrlich infolge von Krankheiten wie Malaria, Dengue-Fieber oder Chagas. Diese Krankheiten werden fr gewhnlich von blutsau- genden Tieren wie Mcken, Zecken oder Fliegen bertragen. Darauf hat die Stiftung Weltbevl- kerung anlsslich des Weltgesundheitstags am 7. April aufmerksam gemacht. Vor allem die Zahl der Malaria-Todesflle sei immer noch dramatisch. Jedes Jahr sterben 600.000 Menschen an dieser vermeidbaren und behandelbaren Krankheit. Die meisten davon sind Kinder unter fnf Jahren. Erfreulich seit der Stiftung zufolge immerhin, dass dank verbesserter Prventions-, Dia- gnose- und Behandlungsmethoden seit 2000 das Leben von mehr als 3,3 Millionen Kindern gerettet wurde. Fr viele vektorbertragene Krankheiten gibt es noch keinen Impfstoff, weil zu wenig in die For- schung und Entwicklung investiert wird. Die bisher entwickelten Impfungen kosten nicht viel und erweisen sich als hochwirksames Mittel, um Todesflle zu verhindern, so die Stiftung Weltbevlkerung. 15 GESUNDHEIT DICKE KINDER KOSTEN GESUNDHEITSSYSTEM 14.000 EURO MALARIA, DENGUE UND CHAGAS FORDERN JHRLICH EINE MILLION OPFER FACEBOOK FRDERT ESSSTRUNGEN Adipositas in der Kindheit verursacht medizinische Mehr- kosten von knapp 14.000 Euro pro Kind ber die ganze Lebenszeit hinweg, verglichen mit einem normalgewichtigen Kind. Das haben Forscher der amerikani- schen Duke University http://duke.edu errechnet. Das Por- tal www.pressetext.com berichtet wie folgt: Multipliziert mit der Zahl aller bergewichtigen Zehnjhrigen in den Vereinigten Staaten, ergibt das Kosten von ber zehn Milliarden Euro allein fr diese Al- tersgruppe. Die finanzielle Belastung reduziert sich auf immer noch etwa 9.500 Euro pro Kind, wenn es spter als Erwachsener dick wird. "Fettleibigkeit in der Kindheit zu reduzieren, hat in der ffentlichen Gesundheitsfrsorge eine hohe Prioritt, was zu erheblichen gesundheitlichen und konomischen Vorteilen fhren kann", stellt der leitende Forscher Eric Andrew Finkel- stein fest. "Unsere Schtzungen zeigen finanzielle Konsequenzen der Unttigkeit auf und auch die potenziellen medizinischen Ein- sparungen, die durch Prvention erzielt werden knnen, wenn das Einsetzen von Fettsucht reduziert oder verzgert wird", erklrt er. Und Co-Autor Rahul Malhotra ergnzt: "Wenn man Erwachsenen-Adipositas bekmpfen will, muss man schon bei Kindern Fettleibigkeit reduzieren oder vor- beugen, denn die Forschung hat gezeigt, dass die meisten dicken Kinder und Teenager im Erwachsenenalter dick blei- ben." Nachdem Facebook ber all die Jahre bereits fr Depressionen, Isolation und Eifersucht verantwortlich gemacht wurde, zeigt nun eine neue Studie, dass weibliche Facbook-User auch ein greres Risiko tragen, an Essstrungen zu erkranken. Die For- scher der Florida State University unter der Fhrung von Pamela Keel haben hierzu 960 Flle ausgewertet. 20 Minu- ten Facebook-Konsum sollen bereits kritisch sein. Darber berichtet das Por- tal www.pressetext.com. Den US-Wissenschaftlern nach ist die Wahrscheinlichkeit an Essstrungen zu leiden umso grer, je mehr Zeit User mit sozialen Netzwerken wie Face- book, Google+, Twitter und Co ver- bringen. Neben dem Zeitfaktor steigt das Risiko bei Frauen, die sehr bedacht waren, mehr "Likes" und Kommentare fr ihre eigenen Posts zu erhalten. "Facebook stellt einen spaigen Weg dar, mit Freunden Kontakt zu halten, aber es konfrontiert die Frauen auch mit dem dnnen Ideal, welches das Ri- siko fr Essstrungen erhht", meint Keel. Laut der Studie reichen schon 20 Minuten tglich im Facebook-Univer- sum, um signifikant einem hheren Essstrungsrisiko zu unterliegen. Facebook vereint die Einflsse von so- zialen beziehungsweise Peer-Gruppen mit denen traditioneller Medien. "Jetzt sind es nicht nur Topmodels auf dem Cover von Hochglanzmagazinen, son- dern deine Freunde, die sorgfltig aus- gewhlt Fotos ins Netz stellen, die sie von ihrer besten Seite zeigen." Neid und Konkurrenz fhren laut den Fach- leuten in einen Teufelskreislauf, der dabei zu schweren und lebensbedro- henden Essstrungen fhren kann. Lasse Kristensen -Fotolia.com frank peters - Fotolia.com bonninturina - Fotolia.com 16. AUSLANDSSTUDIUM IN ENGLAND: QUALITT VOR QUANTITT Insbesondere im Zeitalter der Globalisierung ist ein Aus- landsstudium fr die berufliche Karriere nicht nur ausge- sprochen vorteilhaft, sondern schon fast unverzichtbar. Zu den Spitzenreitern unter den Destinationen zhlt nach wie vor England. Schlielich ist das Knigreich sowohl als Ge- burtssttte der weltweit wichtigsten Fremdsprache als auch aufgrund einer reichen Geschichte und einem bunten Pot- pourri verschiedener Attraktionen einen Besuch wert. Der Unterschied zwischen Schein und Sein Wer bereits ein Auslandssemester im schnen England hinter sich hat, wird angesichts einiger gravierender Abweichungen von den Gepflogenheiten an hiesigen Hochschulen gewiss mit nostalgischen An- wandlungen zu kmpfen haben. Allen voran steht die in deutschen Landen immer noch eifrig prakti- zierte Jagd nach Scheinen und Zertifikaten. Denn un- geachtet des jeweiligen Studiengangs kommt es hier zweifellos mehr auf den Vorzeigeeffekt er- brachter Leistungen als auf die angemessene Tiefe des Studiums und den damit verbundenen Lernwert an. Entsprechend ergreift viele Zurckgekehrte auch eine ge- wisse Wehmut, wenn sie an ihre Zeit im Vereinigten Knig- reich denken, denn die Zahl von durchschnittlich vier Seminaren pro Woche wird selten berschritten. Zwar erfor- dern diese eine grndlichere Vorbereitung als viele der soge- nannten Scheinkurse in Deutschland, die Studierenden werden dafr aber auch mit der Befriedigung belohnt, die je- weilige Thematik nicht nur oberflchlich behandelt zu haben. Unabhngig davon geht es in England etwas persnlicher zu als in Deutschland. Dass Interesse und Leidenschaft fr das gewhlte Studienfach als selbstverstndlich vorausgesetzt werden, erklrt sich von selbst. Entsprechend versendet die gewhlte Universitt auch bereits vor Studienbeginn Anre- gungen sowie Kontaktdaten der jeweiligen Lehrenden, die jederzeit gerne bereit sind, Fragen zu den einzelnen Themen und Seminaren persnlich zu beantworten. Eine umfangreiche Recherche im Vorfeld ga- rantiert maximale Passgenauigkeit Natrlich kann man sich erst vor Ort hundertprozentig si- cher sein, ob man mit seiner Entscheidung buchstblich ins Schwarze getroffen hat. Um unntige Enttuschungen zu vermeiden, ist es jedoch von Vorteil, bereits vorab alle mit dem Auslandsstudium verbundenen Fragen und Erwartun- gen zu klren. Aufschluss bieten unter anderem Erfahrungs- berichte und Ratgeber, die auf einen Groteil mglicher Fragen einzugehen versuchen. Diese erstrecken sich von For- malia wie die Anerkennung von im Ausland erbrachten Leis- tungen ber Frdermglichkeiten bis hin zu praktischeren Herausforderungen wie Flugbuchung, Unterkunft etc.. Mchte man wirklich dem Motto Qualitt vor Quantitt treu bleiben, so sollte man sein Augenmerk zudem nicht nur auf Formalitten wie den bloen Scheinerwerb richten. Schlie- lich hat ein Auslandsstudium in England weitaus mehr zu bieten. So wird man nicht nur weitaus tiefere Einblicke in Leben und Kultur seines Gastlandes erhalten als dies bei- spielsweise im Rahmen eines klassischen Urlaubes mglich ist, sondern auch wertvolle Kontakte zu jungen Menschen aus unterschiedlichen Lndern knpfen knnen. Wertvolle Informa- tionen rund um einen Studienauf- enthalt in England Um einen realistischen Eindruck von der gesam- ten Bandbreite an Impres- sionen und Erfahrungen, die ein Studienaufenthalt in England mit sich bringt, zu gewinnen, lohnt sich ein Blick auf die Seite www.studying-in-england.org/de/. Denn dort findet sich na- hezu alles, was man in Hinblick auf sein zuknftiges Leben und Studieren im Vereinigten Knigreich wissen sollte. Ange- fangen bei Informationen ber Studiengnge und Hochschu- len in England ber finanzielle Aspekte bis hin zu allgemeinen Richtlinien und Anforderungen an eine erfolg- versprechende Bewerbung lsst die Seite thematisch kaum noch Wnsche offen. Und wer sich im Anschluss trotz all der positiven Faktoren immer noch nicht sicher ist, den werden vielleicht Artikel ber die legendren Studentenpartys sowie andere Attrak- tionen, die das Knigreich abgesehen von einem entspann- ten Studium zu bieten hat, berzeugen. Dass in einem Land, welches kreative Talente wie die Beatles hervorgebracht hat und zudem mit einer einzigartigen landschaftlichen Vielfalt lockt, gewiss keine Langeweile aufkommt und es auch in der Freizeit unzhlige Dinge zu entdecken gibt, die dem Auslandsstudium in England zustzliche Qualitt verleihen, berrascht daher wenig. 16 WELTWEIT DIE AUTORIN: Annika Neubauer stammt aus Fulda und macht ihren Master in England. Gemeinsam mit Freunden aus der University of East London hat sie die Webseite Studieren in England erstellt. Skowron - Fotolia.com 17. 17 SEHNSUCHT NACH DEM GRAS IN NIEDERBAYERN FRANKREICH: MAUT-CHIP JETZT FR DEUTSCHE LEICHTER ZUGNGLICH Die Newsletter-Leserin Silvia Menacher-Gold und ihr Mann arbeiten seit August vergangenen Jahres im phi- lippinischen Manila. Ihre 18-jhrige Tochter Steffi Rohrmeier hat die Eltern begleitet und besucht die deutsch-internatio- nale Schule. Ihre Gedanken ber ihre kulturelle Identitt und ber Heimweh hat sie ein einem Essay zusammengefasst. Wir sind alle die Gleichen und sind es doch nicht. Durch die Globalisierung verschmelzen Kultu- ren, Ideen und Grenzen miteinander, ob gut oder schlecht, das sei jedem selbst berlassen, aber die bloe Tatsache existiert. Ich unterscheide mich nicht von einer Korea- nerin oder von einer Deutschen, dennoch werde ich lieber als Niederbayerin bezeich- net. Aber fr mich persnlich ist diese Bezeich- nung nicht die Abgrenzung durch Genetik, Kultur oder Aussehen oder irgendeiner dieser komischen Grnde, der Menschen zusammen- schweien und gleichzeitig entzweien kann. Nein, fr mich ist diese Bezeichnung Nieder- bayerin mehr. Es bedeutet fr mich, dass, egal wo ich bin, ich mich daran erinnere, wie es ist, barfu an der Isar entlang zu laufen, das Gras unter meinen Fen zu spren und den Duft des Waldes einzusaugen. Wie es ist, Stra- en entlang zu schlendern, whrend die Finger- spitzen sanft die Hecke streifen. Ich denke an meine Freunde, meine Heimat, ich denke an Straen, auf denen ich schon so oft auf und ab gelaufen bin, dass dort eigentlich schon eine tiefe Kuhle entstanden sein msste. Ich denke daran, dass ich im Winter bei viel zu viel Schneefall und nicht gerumten Straen schneefrei hatte, oder dass die Schule manchmal nicht ausfiel und wir uns ir- gendwie dorthin kmpfen mussten. Oder ich denke an das Bnkchen, auf dem ich immer mit meinen besten Freunden sitze, egal zu welcher Jahreszeit und egal bei welchen Wet- terverhltnissen. Ich denke an das Wetter. An die Jahreszei- ten. Frhling, Sommer, Herbst, Winter. Wenn die ersten Blumen blhen, wenn der Sommer so kurz ist oder gar ver- regnet und man sich insgeheim sogar freut, denn eigentlich mag man den Herbst sowieso am meisten oder doch den Winter? Oder den Frhling? Und dann kommt der Herbst und bringt Farbe, Matsch und schlechtes Wetter, warmen Tee und Mandarinen, auf die man sich das ganze Jahr freut, und man beginnt wieder, schne, warme, flauschige, dicke Pullis zu tragen, die das ganze Jahr nur auf dich ge- wartet haben und dich jetzt freudig warm umschlieen Ich liebe Manila. Ich liebe die Welt. Jedes Land mit seinen Gren- zen und knstlichen Einschrn- kungen. Ich kann genau diese Gefhle auch irgendwo anders haben. Ich kann in Manila, in New York, Paris und Bangkok barfu ber Gras laufen, aber jedes Mal wird es an- deres Gras sein. Ich befrchte manchmal, dass ich das Gefhl vergessen knnte, wie sich genau DIESES Gras unter meinen Fen anfhlt. Ich glaube, das wrde ich Eltern erzhlen, die ins Ausland gehen. Es gibt viele Pltze, die man barfu belaufen kann, aber keiner fhlt sich gleich an. Und keiner kann lernen, wie es sich wo anfhlen wird, deshalb muss man einfach drauf loslaufen und alle Pltze in der Erinnerung sammeln und wie ein groes Mosaik zu einem zusammenfgen und dieses groe, bunte Mosaik, das bin dann irgendwie ich. Mithilfe eines Aufklebers, in dem ein Chip integriert ist, kann auf Frankreichs Autobahnen und Parkplt- zen nun viel Zeit und Mhe gespart werden. Darauf weisen tip.de und die CIBT VisumCentrale hin. Der kleine Chip macht es mglich, an den Mautsta- tionen auf spe- ziell dafr gekennzeichneten Fahrspu- ren die Schranken automatisch zu ff- nen. Die anfallenden Mautgebhren werden automatisch auf dem Chip ge- speichert und man erhlt jeden Monat eine Rechnung, die Gebhr wird auto- matisch vom Konto abgebucht. Somit gehrt lstiges Schlange stehen und Kleingeld suchen auf Frankreichs Autobahnen und auf ber 250 Parkpltzen nun der Vergan- genheit an. Auch fr deutsche Urlauber sind die Chips liber-t nun verfgbar. Bentigte man bis vor Kurzem noch ein franzsi- sches Bankkonto, so knnen jetzt auch deutsche Bankverbindungen hinterlegt werden. Unter der Webseite www.bi- pandgo.com/de findet man nun auch alle notwendigen Informationen, ver- schiedene mgliche Abonnements und eine bersicht ber die Autobahnen und teilnehmenden Parkpltze in Frankreich auf Deutsch. Weitere Informationen unter www.rendezvousenfrance.com. WELTWEIT tournee - Fotolia.com stockphoto-graf-Fotolia.com 18. An der Adria hat die Segelsaison 2014 begonnen. Bereits Ende Mrz endete in Kroatien die offizielle bergangs- regelung fr die Einfuhr eigener Boote. Seit dem EU-Beitritt des Landes im Juli 2013 hatte es unter Skippern mit eigenem Liegeplatz viele offene Fragen gegeben. Nun wollen die kroatischen Behrden fr Rechtssicherheit sorgen, be- richtet das Online-Magazin Reiseinfo Kroatien. Da das Fristen-Durcheinander in den vergangenen Monaten unter Bootseignern reichlich Verwir- rung gestiftet hatte, sollten sich diese zeitnah im zustndigen Zollamt erkundigen, bis wann sie ihre Deklaration einreichen knnen. Fr Schiffe bis zu einer Lnge von zwlf Metern erhebt der kroati- sche Zoll eine Gebhr von 1,7 Prozent des Zeitwertes. Segelyachten, die lnger als zwlf Meter sind, sind gebh- ren- frei, wenn Skipper aus Deutschland oder sterreich sie in den EU-Warenverkehr einbringen. Falls der Eigner eine vor- hergehende Verzollung belegen kann, entfllt diese Gebhr. Nach dem Bericht von Reiseinfo Kroatien herrschte in Segler- kreisen lange Zeit auch Rtselraten hinsichtlich der neuen Ge- bhrenordnung fr Freizeitboote in Kroatien. Mit dem Be- ginn der Wassersportsaison 2014 bestimmen Schiffslnge und Motorleistung die Hhe der Abgabe. Hinzu kommen eine Sicherheitsgebhr sowie Gebhren zur Nutzung der rtlichen Infrastruktur und zum Schutz vor Meeresverschmutzung. Obgleich noch eine Leuchtfeuerabgabe und Kosten fr eine Infokarte hinzukommen, drften knftige Bootstrns im Lande dennoch in den meisten Fllen gnstiger ausfallen. Das Urlauber-Portal fr Kroatien-Reisende informiert in der Rubrik Freizeit & Sport ausfhrlich ber den Se- gelsport. Unter Auf See erhalten die Leser des deutsch- sprachigen Online-Magazins www.reiseinfo-kroatien.com Hinweise ber die an der Adria vorherrschenden Winde, Se- gelrouten, Marinas, Regatten und Hafenbestimmungen. 18 IMPRESSUM HERAUSGEBER: Bund der Auslands- Erwerbsttigen (BDAE) e.V. Khnehfe 3 22761 Hamburg Tel. +49-40-306874-0 WWW.BDAE.COM REDAKTION: Anne-Katrin Schulz (verantwortlich) [email protected] Sanja Zivkovic LAYOUT: Esther Rudat LEKTORAT: Andrea Kraus COPYRIGHT: Die Beitrge im BDAE- Newsletter sind urheber- rechtlich geschtzt und drfen nicht ohne schrift- liche Genehmigung durch den Herausgeber repro- duziert werden. Die Beitrge des BDAE- Newsletters spiegeln die Meinung der Redaktion und nicht unbedingt die des BDAE wider. WELTWEIT BUSSGELDER IM VERKEHR: EUROPAWEITE UNTERSCHIEDE KROATIEN: NEUE GEBHRENORDNUNG FR SCHIFFSEIGNER AUCH AUF FOLGEN SIE UNS In einigen Lndern fallen Bugelder fr Verkehrsver- ste deutlich hher aus als in Deutschland. Vor allem in Skandinavien kann es teuer werden, allen voran in Nor- wegen. Darauf weist der ADAC hin. Fr zu schnelles Fahren wer- den in Norwegen mindestens 430 Euro, fr Rotlicht- und berholverste 630 Euro berechnet. Aber auch in Ita- lien, in den Niederlanden oder in der Schweiz liegen Sanktionen fr Verkehrsver- ste teilweise erheblich ber deutschem Niveau. Manche Lnder bieten bei sofortiger Bezahlung Ra- batte an: In Spanien werden nur 50 Prozent des Bugel- des fllig, wenn die Bezah- lung innerhalb von 20 Tagen erfolgt. Bezahlt man in Ita- lien binnen fnf Tagen ab Erhalt des Bugeldbescheids, wird ein Rabatt von 30 Pro- zent gewhrt. Wer dort aber nicht innerhalb von 60 Tagen bezahlt, muss mit ei- nem doppelten Bugeld rechnen. Frankreich gewhrt Ermigungen bei Zahlung innerhalb von 15 Tagen. In allen europischen Ln- dern gilt: Telefonieren am Steuer ohne Freisprechein- richtung ist verboten. In Schweden werden seit kurzem eben- falls Strafen fr das Telefo- nieren am Steuer ver- hngt, vor allem dann, wenn durch das Telefonieren das Fahrverhalten des Fahrers negativ beein- flusst wird. Seit 2010 werden nichtbe- zahlte Bugelder aus den anderen 27 EU-Lndern in Deutschland vollstreckt. Bis Ende 2013 wurden rund 18.000 sogenannte Voll- streckungshilfeersuchen wegen nichtbezahlter Geld- buen und -strafen an Deutschland gerichtet. Der Mindestbetrag fr die Vollstrek- kung muss sich auf minde- stens 70 Euro inklusive Verfahrens- kosten belau- fen. Punkte in Flensburg gibt es fr Verkehrsverste im Ausland nicht. valdis torms - Fotolia.com ufotopixl10 -Fotolia.com