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LEBEN UND ARBEITEN IM AMIS AUSLAND JULI 2015 EXPATS – GESUCHT © Mihai Tufa für die BDAE GRUPPE RECHTLICHES VERMISCHTES WELTWEIT WELTREISE: WELCHES VISUM BRAUCHE ICH? E inreise- und Visabestimmungen besonders beliebter Reiseziele. DEUTSCHE BETRIEBE STELLEN SICH AUF CHINAS TEMPO EIN A ktuelle Umfrage deutscher Unter- nehmen in China zur wirtschaftli- chen Entwicklung des Landes. DEUTSCHE IM STRANDURLAUB: EIN PAAR FAKTEN Ü ber die Eigenheiten Deutscher während des Strandurlaubs . 1 INTERVIEW- PARTNER

Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" Juli 2015

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Text of Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" Juli 2015

  1. 1. LEBEN UND ARBEITEN IM AMIS AUSLANDJULI 2015 EXPATS GESUCHT Mihai Tufa fr die BDAE GRUPPE RECHTLICHES VERMISCHTES WELTWEIT WELTREISE: WELCHES VISUM BRAUCHE ICH? Einreise- und Visabestimmungen besonders beliebter Reiseziele. DEUTSCHE BETRIEBE STELLEN SICH AUF CHINAS TEMPO EIN Aktuelle Umfrage deutscher Unter- nehmen in China zur wirtschaftli- chen Entwicklung des Landes. DEUTSCHE IM STRANDURLAUB: EIN PAAR FAKTEN ber die Eigenheiten Deutscher whrend des Strandurlaubs . 1 INTERVIEW- PARTNER
  2. 2. 2 INTERN INTERVIEW RECHTLICHES EXPATRIATES AIRLINES VERMISCHTES WELTWEIT 10 Schweiz, Afrika, Asien: Hier ist es am teuersten 11 Reintegration von Expats Interviewpartner gesucht 14 Deutsche im Strandurlaub: Ein paar Fakten 14 Stromdiebe im Urlaub 15 Zucker-Drinks verursachen 184.000 Tote pro Jahr 16 Notdurft im Freien schadet Schwangerschaft 17 Chinas Bildungssystem: Bildungs- ungleichheit und Fachkrftemangel 18 Mehr fr den Euro Urlaubslnder, die den Geldbeutel schonen 19 Deutsche Betriebe stellen sich auf Chinas neues Tempo ein 19 Impressum GESUNDHEIT 12 Salzburger Flughafen 12 Avior Airlines 12 SkyWork Airlines 13 SWISS International Air Lines 13 All Nippon Airways (ANA) 4 Der deutsche Mittelstand hat in Israel Nachholbedarf 3 BDAE GRUPPE erweitert Leistungen ihrer Rechtschutz- versicherung EXPAT LEGAL EDITORIAL 6 Weltreise: Welches Visum brauche ich? 7 Erbschaft im Ausland 8 Mautprellen ist teuer 9 Einkaufen in China wird gnstiger Liebe Leserin, lieber Leser, in vielen Bundeslndern haben die Sommerferien bereits begonnen und damit ist auch der Startschuss fr die Reisezeit gefallen. Dass die Deutschen auch dieses Jahr in bester Reiselaune sind, belegt der aktuelle Tourismusindex des Bundesver- bands der Deutschen Tourismuswirtschaft e.V. (BTW). Wie die Zahlen fr das erste Jahresdrittel zeigen, sind die Deutschen am hufigstem mit dem eigenen Auto un- terwegs. Wenn auch Sie eine Reise mit dem Auto planen, sollten Sie unbedingt die Maut- beziehungsweise Vignettenpflicht in vielen europischen Lndern berck- sichtigen, denn Mautprellen kann teuer werden, wie Sie auf Seite 8 lesen knnen. Wer noch kein konkretes Urlaubsziel vor Augen hat, dem hilft eventuell unser Beitrag auf Seite 18, in dem einige Reiselnder aufgezeigt werden, die den Geldbeutel schonen. Falls Sie sich nicht auf ein Urlaubsland einschrnken mchten und eine Weltreise planen, finden Sie auf Seite 6 Visa- und Einreisebestimmungen besonders beliebter Ziele wie USA; Australien, Indien und Thailand. Weitere Beitrge, die sich um die schnste Zeit im Jahr drehen, finden Sie auf Seite 14. Darber hinaus erfahren Sie, warum der deutsche Mittelstand Nachholbedarf in Is- rael hat (ab Seite 4), wieso das Einkaufen in China gnstiger wird (Seite 9) und wie hoch die Lebenshaltungskosten in 207 Grostdten weltweit sind (Seite 10). Ich wnsche Ihnen viel Spa bei der Lektre und denken Sie immer daran: Der BDAE begleitet Sie mit Sicherheit ins Ausland! Herzlichst, Ihr Andreas Opitz ZAHL DES Abfall pro Kopf fielen 2013 innerhalb der Europi- schen Union an. (Quelle: Destatis) 481 MONATS KILOGRAMM
  3. 3. Ab dem 1. August dieses Jahres bietet die BDAE GRUPPE in ihrem Tarif EXPAT LEGAL eine Rechtsschutzversi- cherung fr das Ausland neue, verbesserte Leistungen. In Zusammenarbeit mit dem Versicherer ARAG SE wurden die Versicherungsbedingungen berarbeitet, wodurch Kun- den von erweiterten Leistungen ohne zustzlichen Beitrag profitieren. Die Vorteile sind nicht nur bei einem Neuab- schluss inkludiert, auch die Vertrge der Bestandskunden erweitern sich automatisch ab August. Weltweit gltige Rechtschutzpolice Der Tarif EXPAT LEGAL ist eine weltweit gltige und zeit- lich unbegrenzte Rechtsschutzpolice und ver- sichert unter anderem in den Bereichen Strafrecht, Ordnungswidrigkeiten, Ver- kehrsangelegenheiten sowie Ver- trags- und Sachenrecht. Versicherte haben zudem die Mglichkeit, eine kostenfreie telefonische Erstberatung in Fragen des deutschen Rechts sowie den ARAG-Online-Rechtsservice mit zahl- reichen Musterschreiben und -vertrgen zu nutzen. Im Tarif EXPAT LEGAL PLUS ist zustzlich der Arbeits- Rechtsschutz eingeschlossen. Mehr Leistungen bei gleichbleibendem Beitrag Versicherte im Tarif EXPAT LEGAL profitieren ab dem 1. August 2015 von folgenden Erweiterungen: Basis sind die neuen Versicherungsbedingungen ARB 2014 Der beitragsfrei mitversicherte Personenkreis wurde erweitert. Steuer-Rechtsschutz und Sozial-Rechtsschutz greifen bereits ab Ein-/Widerspruchsverfahren und nicht erst vor Gerichten. Die Begrenzung der Versicherungssumme von 1.000.000 Euro wurde fr Versicherungsflle in Europa aufgehoben und gilt nun unbegrenzt. Die darlehensweise Bereitstellung von Strafkautionen erhht sich fr den erweiterten Straf-Rechtsschutz von 200.000 Euro auf 300.000 Euro. Neue Leistungsarten International: Vorsorge-Rechtsschutz Disziplinar- und Standes-Rechtsschutz Neue Leistungsarten in Deutschland: Verwaltungs-Rechtsschutz in Nicht-Verkehrssachen Beratungs-Rechtsschutz fr Betreuungsverfahren Beratungs-Rechtsschutz fr Patientenverfgung Besonderheiten in Deutschland: Mediation Verfahren zur freiwilligen, auergerichtlichen Streitbeilegung in Deutschland Mobiler Anwalt Diese Anwlte beraten Sie auf Wunsch auch ganz bequem vor Ort in Deutschland Steuertelefon Steuerrechtliche Beratung durch auf Steuerrecht spezialisierte Anwlte in Deutschland Die vorangegangen Leistungserweiterungen gelten auch fr Versicherte des EXPAT LEGAL PLUS. Fr sie ergibt sich dar- ber hinaus eine Neuerung im Bereich des Arbeits-Rechts- schutzes: Arbeits-Rechtsschutz Aufhebungsvereinbarungen (begrenzt auf 1.000 Euro) und Streitigkeiten mit privaten Hausangestellten sind mitversichert. 3 INTERN BDAE GRUPPE ERWEITERT LEISTUNGEN IHRER RECHTSCHUTZVERSICHERUNG EXPAT LEGAL reeel-Fotolia.com
  4. 4. 4 BDAE: Deutschland ist nicht nur das beliebteste EU-Land der Israelis, son- dern nach den USA und neuerdings China auch der drittwichtigste Han- delspartner. Wie kam es zu dieser Ent- wicklung, die nach der Shoah undenkbar erschien? Alroi-Arloser: Es ist schon wunder- sam, dass die Bande heute so eng und freundschaftlich sind. Das ist auch der Vernunft des ersten Ministerprsiden- ten David Ben Gurion und des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer zu verdanken: Deutschland wusste, dass eine echte Rckkehr in die Vlkerge- meinschaft ohne eine Ausshnung mit dem jdischen Volk nicht mglich sein wrde. Israel wie- derum wusste, dass es intensive Untersttzung bentigen wrde, um in einer dem Land feindselig eingestellten Region fortbestehen zu knnen. So hat die Bundesrepublik eine zen- trale Rolle beim Aufbau der gesamten Infrastruktur einge- nommen. Und auch die lnger andauernden Vorbehalte gegenber deutschen Konsumgtern sind heute nicht mehr vorhanden. BDAE: Israel gelang es besser als vielen anderen Industrie- staaten durch die Finanzkrise zu kommen. Woher kommt die Robustheit? Alroi-Arloser: Israel erlebte in den 80-er Jahren des 20. Jahrhun- derts eine enorme Krise mit einer Hyperinfla- tion, die teilweise ber 1.000 Prozent er- reichte. Das gesamte Bankenwesen stand vor dem Kollaps. Durch eine konzertierte Ak- tion der Gewerkschaften, Arbeitgeber und des Staates sowie durch die Verstaatlichung der groen Banken konnte damals die Wirtschaft stabilisiert werden. Damit wurden die Weichen fr eine moderne Marktwirtschaft und eine sehr effektive, harte Bankenaufsicht gestellt, die Israel gut durch die jngste Finanzkrise gebracht hat. Hinzu kommt, dass Israel ein Bevl- kerungswachstum von 1,5 Prozent verzeichnet und eine sehr moderne, exportorientierte und international prsente Hightech-Industrie hat. BDAE: Wegen dieser weltweit hchsten Dichte an Unterneh- men aus diesem Bereich, spricht man auch von dem Hightech-Industrieland. Wie knnen deutsche Unterneh- men davon profitieren? Alroi-Arloser: Israel ist ein sehr innovatives Land, insbeson- dere bei der Entwicklung von Disruptive Innovations, also Innovationen, die Quantensprnge er- mglichen. Bei der Umsetzung aber sind die Israelis oft zu ungeduldig oder verfgen nicht ber die geeigneten Ka- pazitten. So lassen sich viele Start-ups ihre Erfindungen gerne abkaufen, was die Inhaber der Start-ups reich macht, aber keine Industrie entstehen lsst. Aus dieser Schwche entsteht eine groe Chance. Viele Konzerne haben das lngst erkannt und setzen gezielt Tech- nologiescouts ein. Der deutsche Mittel- stand hat da aber noch Nachholbedarf. BDAE: Welche Rolle kann die AHK dabei einnehmen? INTERVIEW DER DEUTSCHE MITTELSTAND HAT IN ISRAEL NACHHOLBE- DARF Trotz Konflikten und geringen Roh- stoffvorkommen kann Israel eine exzellente wirtschaftliche Entwicklung vorweisen, wie eine BIP-Steigerung seit Staatsgrndung 1948 um das 60-fache und eine Arbeitslosenquote von nur 5,9 Prozent. Grisha Alroi-Arloser, Ge- schftsfhrer der AHK Israel, ber die Krisenfestigkeit der israelischen Wirt- schaft und die deutsch-israelischen Be- ziehungen.
  5. 5. 5 Alroi-Arloser: Wir haben diesen Trend frh erkannt und uns ein groes Know-how angeeignet. Wann immer mittel- stndische Unternehmensdelegationen nach Israel kommen, legen wir einen Schwerpunkt auf die Kontaktaufnahme zwi- schen den deutschen Hidden Champions mit der israeli- schen Start-up-Szene. Diese Kompetenzerweiterung fhrt dazu, dass wir beliebter Ansprechpartner vieler Wirtschaftsfr- derer in den IHKs sind und im Mittelpunkt eines groen Netz- werkes stehen. BDAE: Dank riesiger Gasfunde will Israel in den kommenden Jahren nicht mehr nur Technologie, sondern auch Gas expor- tieren. Was bedeuten die Funde und welche Auswirkungen haben sie auf den Energiemarkt? Alroi-Arloser: Zunchst sind die Funde ein groer Segen fr das Land, weil es unabhngiger von Importen wird und gleichzeitig die Produktionskosten sinken. Zudem entstehen natrlich neue Investitionsmglichkeiten. Fr die Erneuerbaren Energien bedeuten die Entdeckungen nach guten Fortschrit- ten in der Vergangenheit allerdings sicher einen Rckschritt, da die Frderung des Erdgases oberste Prioritt hat. Dies wird sich aber wieder ndern. Die Nachfrage nach energieeffizien- ten Produkten besteht unvermindert fort. Fr die in diesem Bereich weltmarktfhrenden deutschen Unternehmen bleibt Israel ein wichtiger Markt. BDAE: Beenden Sie bitte den folgenden Satz: Investitionen in und Exporte nach Israel lohnen sich, weil... Alroi-Arloser: Israel als einzige Demokratie im Nahen und Mittleren Osten Rechtssicherheit, Weltoffenheit, Innova- tionskraft und mediterrane Lebensfreude miteinander ver- bindet. INTERVIEW Das Interview wurde dem BDAE e.V. freundlicherweise vom DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag e. V. zur Verfgung gestellt. Originalinterview hier abrufen.
  6. 6. Wer weit reisen mchte, muss sich grndlich vorberei- ten. Dazu gehrt zum Beispiel, rechtzeitig wichtige Visa besorgen und sich ber die jeweiligen Einreisebestim- mungen zu informieren. Der Rechtsschutzversicherer ARAG liefert Informationen zu den besonders beliebten Zielen wie den USA, Australien, Indien oder Thailand. Die USA-Einreise Reisepass und ESTA, APIS und Secure Flight Fr deutsche Touristen ist kein Visum notwendig. Doch sie bentigen einen fr die Reisedauer gltigen Reisepass sowie ein Rck- oder Weiterflugticket, das nicht nach Kanada, Me- xiko oder auf die Karibikinseln fhrt. Ein weiteres Muss ist ESTA Electronic System for Travel Aut- horization. Die Kosten fr das Dokument betragen 14 USD, umgerechnet rund zwlf Euro. Diese Einreiseerlaubnis ist zwingend fr die visumsfreie Einreise und muss rechtzeitig beantragt werden. Genauer gesagt mindestens 72 Stunden vor Abreise. Das lsst sich bequem im Internet unter esta.cbp.dhs.gov oder in einem Reisebro erledigen. Aus Grnden der inneren Sicherheit gilt es bei diesem Antrag, verschiedene Fragen zu beant- worten. Anfang November 2014 erwei- terte das US-Heimatschutzministerium den Fragenkatalog. So mchten die Behrden zum Beispiel wissen, ob man mehrere Staatsbrgerschaften oder Pseudonyme besitzt. Ganz wichtig: Wer auf seiner Weltreise mit einem vorlufigen Reisepass einreisen will, kommt um ein Visum nicht herum. Wichtig vor der Weltreise ist, an APIS (Advance Passanger In- formation System) und Secure Flight zu denken. Diese Da- tenerfassungen finden in der Regel direkt bei der Flugbu- chung statt. Sie umfassen den Namen, Geburtstag und An- gaben zur ersten Aufenthaltsadresse in den USA. Airlines sind verpflichtet, diese Passagierdaten an die Flugsicherheits- behrde weiterzugeben. Wer diese Angaben vergisst, erhlt unter Umstnden keine Bordkarte. Visum fr Australien Eine weitere beliebte Station auf einer Weltreise ist Austra- lien. Touristen, die nach Down Under fliegen wollen, benti- gen ein spezielles Visum auch eVisitor-Visum genannt. Es gilt fr zwlf Monate und erlaubt ihnen, bis zu drei Monate in Australien zu bleiben. Ein Behrden-Marathon bleibt beim Antrag erspart. Alles was zu tun ist, ist auf die Seite des Au- stralian Government zu gehen und die Passdaten sowie E- Mail-Adresse anzugeben. In der Regel trudelt nach kurzer Zeit eine E-Mail-Besttigung in das Postfach, das die Einreise- bewilligung besttigt. Ein Visumaufkleber oder Passstempel entfallen, da die Behrden Ihre eVisitor-Angaben elektro- nisch erhalten und speichern. Visum fr Indien Whrend man fr eine Australien-Einreise wenige Klicks be- ntigt, sieht es beim Visum fr Indien anders aus. Das regu- lre Touristenvisum fr die grte Demokratie der Welt ist in der indischen Botschaft oder in einem Konsulat zu beantra- gen. Dieses Visum ist in der Regel sechs Monate ab dem Ausstellungsdatum gltig und ermglicht ein mehrmaliges Einreisen. Seit Ende 2014 gibt es zudem das Tourist Visa on Arrival, das fr eine einmalige Einreise und einen Aufent- halt bis zu 30 Tagen gilt. Dieses Visum erhlt man bei der Einreise nach Indien, wenn zuvor eine Electronic Travel Aut- hori- zation kurz ETA bei Indianvisaonline beantragt wurde. Der Antrag muss sptestens vier Tage vor der geplan- ten Einreise gestellt werden. Fr das regulre Touristenvisum sind folgende Unterlagen ntig: Neben dem Reisepass, der noch mindestens 180 Tage gltig sein und ber zwei leere Stempelseiten verfgen muss, sind es ein Antragsformular sowie zwei gleiche Passfotos. Ganz wichtig dabei ist, dass die indischen Behrden ein bestimmtes Fotoformat in 51 mal 51 Millimetern verlangen. Die Fotos wnschen sich die Beamten in Farbe und mit einem hellen Hintergrund. Die Gebhren fr ein sechsmonatiges Touristenvisum betragen 50 Euro. Welche Unterlagen fr den Antrag auf das neue Online-Visum bentigt wird, erfhrt man im Einzelnen unter https:// indianvisaonline.gov.in/visa/. Die Gebhren fr das Tourist Visa on Arrival belaufen sich auf 60 USD, also etwa 53 Euro. Visum fr Thailand Wie es sich fr das Land des Lchelns gehrt, sind die Einreisebestimmungen in Thailand eine Freude. So erhalten Anreisende direkt nach ihrer Ankunft ein Visa on Ar- rival, das ihnen einen Aufenthalt von 30 Tagen erlaubt. Und zwar ohne vorherige Antrge in der Heimat. Lediglich ein kurzes Formular gilt es auszufllen. Und das erhlt man au- tomatisch im Flugzeug oder am Zielflughafen. Was die Gren- zer ebenfalls sehen mchten, ist ein Reisepass, der noch sechs Monate gltig ist. Seit Sommer 2014 verlangen die Be- hrden zudem fter einen Rckflugticket-Nachweis sowie eine vorhandene Reisekasse von 10.000 bis 20.000 thailndi- schen Baht das sind derzeit zwischen 260 und 520 Euro. Eine Verlngerung des Visa on Arrival ist nicht mehr ohne Weiteres mglich. Reisende, die einen Abstecher in ein Nachbarland unternehmen, wieder zurckkehren und ein gltiges Rckflugticket parat haben, brauchen sich aber keine Gedanken zu machen. Allerdings ist eine nderung der Bestimmungen nicht auszuschlieen. Daher wird emp- fohlen, auf Nummer sicher zu gehen und vor der Weltreise bei der entsprechenden thailndischen Auslandsbehrde nachzufragen www.thaiembassy.de. Quelle: ARAG Rechtstipps und Urteile WELTREISE: WELCHES VISUM BRAUCHE ICH? RECHTLICHES 6 Pixel - Fotolia.com
  7. 7. 7 In unserer globalen Gesellschaft werden auch die Erbflle mit Auslandsbezug immer hufiger. Nahezu eine halbe Million Flle sind es jhrlich in der EU. Das kann der Rentner sein, der nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben in sein Ferienhaus auf Mallorca zieht. Aber auch die Entsendung von Arbeitnehmern ins Ausland wird in international agie- renden Unternehmen zunehmend hufiger. Und so mancher wandert auch gleich ganz aus. Sie alle sollten bedenken, dass sie nach der neuen EU-Erbrechtsverordnung im Todesfall mglicherweise nach dem Recht ihres Aufenthaltslandes beerbt werden selbst wenn sie nach wie vor die deutsche Staatsangehrigkeit besitzen. Die ARAG berichtet, ab wann diese Regelung gilt und was Sie tun knnen, damit sich Ihr Erbe dennoch nach deutschem Recht richtet. Ein Todesfall mehrere Erbrechtsordnungen Derzeit richtet sich die Frage, welches nationale Erbrecht bei einem Todesfall mit Auslandsbezug anzuwenden ist, noch nach den sogenannten Kollisionsnormen des Internationalen Privatrechts (IPR). Das Problem dabei ist, dass sie in den ver- schiedenen EU-Mitgliedsstaaten ganz unterschiedlich ausse- hen. So stellen deutsche Nachlassgerichte in Erbfllen zum Beispiel auf die Staatsangehrigkeit ab. Der Deutsche, der im Ausland lebt, wird fr sie also selbst dann noch nach deut- schem Recht beerbt, wenn er schon vor zehn Jahren ausge- wandert ist. In anderen Lndern ist stattdessen fr das gesamte Erbe der letzte Wohnsitz des Erblassers entschei- dend. Wiederum andere wie zum Beispiel Frankreich stel- len fr Immobilien auf das Recht des Ortes ab, wo diese sich befinden, fr bewegliches Vermgen richtet sich das Erb- recht dagegen nach der Staatsangehrigkeit. Konkret be- deutet das: Wegen der national verschiedenen Kollisionsnormen finden mitunter in einem Erbfall mehrere Erbrechtsordnungen Anwendung und das auch noch mit unterschiedlichen Ergebnissen. Ab August 2015 kommt es auf gewhnlichen Aufent- halt an Um solch komplizierte Flle in Zukunft zu vermeiden, hat die EU im Jahr 2012 eine Erbrechtsverordnung (Nr. 650/2012) verabschiedet. Nach ihr unterliegt die gesamte Rechtsnach- folge von Todes wegen dem Recht des Staates, in dem der Erblasser zum Zeitpunkt seines Todes seinen gewhnlichen Aufenthalt hat. Diese Regelung gilt fr alle Erbflle, die vom 17. August 2015 an eintreten. Ab wann gilt ein Aufenthalt im Ausland als gewhn- lich? Findet das auslndische Erbrecht schon dann Anwendung, wenn der jobbedingte Auslandsaufenthalt nur auf ein Jahr angelegt ist? Und wie sieht es mit denjenigen aus, die regel- mig zwischen zwei Lndern pendeln? Die Vorschrift selbst sagt dazu nichts. Anhaltspunkte ergeben sich nur aus der einleitenden Begrndung zur Verordnung. Dort heit es, das zustndige Gericht solle die Lebensumstnde des Erblassers in den Jahren vor seinem Tod und im Zeitpunkt des Todes be- urteilen. Dabei sollten vor allem die Dauer und die Regelm- igkeit des Auslandsaufenthalts und die Grnde fr diesen Bercksichtigung finden. Wer sich aus beruflichen oder wirt- schaftlichen Grnden in einem anderen Staat aufhalte, aber noch eine enge und feste Bindung zu seinem Herkunftsstaat habe, der knne seinen gewhnlichen Aufenthalt unter Umstnden immer noch dort haben. Wie die Vorschrift im Einzelfall auszulegen ist, wird also die Rechtsprechung zei- gen mssen. Im Testament das Erbrecht bestimmen Kommt im Todesfall fremdes Erbrecht zur Anwendung, kann dies mitunter zu unliebsamen berraschungen fr die Ange- hrigen fhren. So ist etwa das im deutschen Erbrecht gel- tende Pflichtteilsrecht einigen anderen Erbrechtsordnungen unbekannt. Auch die Beteiligung des Ehegatten am Erbe kann anders oder gar nicht geregelt sein. Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen mchten, sollten Sie daher schon jetzt festlegen, dass im Todesfall das Recht des Staates gelten soll, dessen Staatsangehrigkeit Sie besitzen. Dieses Wahlrecht sieht die Verordnung ausdrcklich vor. Besitzen Sie mehrere Staatsangehrigkeiten, knnen Sie das Recht eines dieser Staaten whlen. Ganz wichtig: Die Rechtswahl muss laut Verordnung zwingend in Testamentsform erfolgen! Deshalb wird empfohlen, sich bei einem Notar rechtzeitig vor Inkraft- treten der Verordnung beraten und gegebenenfalls ein Testa- ment oder einen Erbvertrag aufsetzen zu lassen, in dem deutsches Erbrecht gewhlt wird. Da die Verordnung auf alle Testamente und Erbvertrge, die vor dem 17. August 2015 errichtet wurden, Anwendung findet, sollten Sie auch schon bestehende Verfgungen, sofern ein Auslandsbezug besteht, von einem Notar berprfen lassen. Quelle: ARAG Rechtstipps und Urteile ERBSCHAFT IM AUSLAND RECHTLICHES Denis Junker - Fotolia.com
  8. 8. 8 RECHTLICHES Der Sommer hat uns endlich erreicht. Und so manch einer hat schon lngst seine Urlaubsreise mit dem Auto quer durch Europa geplant. Viele europische Autobahnen und Schnellstraen sind mittlerweile kostenpflichtig. Damit Reisende wissen, mit welcher Gebhr in dem jeweiligen Land gerechnet werden muss, hat der ADAC eine aktuelle ber- sicht europischer Lnder mit streckenbezogener Maut und Vignettenpflicht zusammengestellt. Streckenbezogene Maut und Vignettenpflicht In der Europischen Union gibt es in neun Lndern eine streckenbezogene Maut. Alle Autofahrer mssen in Frank- reich, Griechenland, Grobritannien, Irland, Italien, Kroatien, Polen, Portugal und Spanien eine Gebhr entsprechend der zurckgelegten Kilometer zahlen. Doch auch in Bosnien-Her- zegowina, Mazedonien, Norwegen, Serbien, in der Trkei und in Weirussland wird nach Entfernung abgerechnet. Nicht immer ist das gesamte Autobahn- und Schnellstraen- netz mautpflichtig. Die Bezahlung erfolgt je nach Land beim Ein- oder Ausfahren, in Lndern wie Portugal und Polen wer- den auf verschiedenen Streckenabschnitten auch elektroni- sche Bezahlsysteme eingesetzt. In acht weiteren Lndern ist fr Fahrten auf Autobahnen und Schnellstraen eine Vignette zu kaufen. Diese gilt unter- schiedlich lang. Das betrifft Bulgarien, sterreich, Rumnien, die Schweiz, die Slowakei, Slowenien, Tschechien und Un- garn. Strafen drastisch bei Mautvergehen Anders als bei der Bezahlung an Mautstationen kann der Kauf einer Vignette oder das Anmelden an elektronischen Systemen bersehen werden. Doch Vorsicht: Die Strafen sind oftmals drastisch. Bei einem Mautvergehen in Slowenien werden bis zu 800 Euro fllig. In sterreich, Tschechien und in der Schweiz gehen die Behrden auch streng vor. Dort sind Bugelder ab 120 Euro (sterreich), ab 190 Euro (Schweiz) und ab 185 Euro (Tschechien) zu entrichten. Zustzliche Sondermaut in vielen Lndern Neben der Vignette und der streckenbezogenen Maut wird in vielen Lndern noch zustzlich eine Sondermaut fr ein- zelne Strecken, Brcken, Tunnel oder Psse fllig. Das ist in sterreich, der Schweiz, Italien, Frankreich, Dnemark oder Schweden der Fall. Quelle: ARAG Rechtstipps und Urteile MAUTPRELLEN IST TEUER stockWERK - Fotolia.com
  9. 9. 9 RECHTLICHES In Peking und Shanghai knnen sich Besucher aus dem Ausland, die in ausgewiesenen Geschften fr mindestens 500 Yuan (etwa 73 Euro) einkaufen, seit dem 1. Juli 2015 die Mehrwertsteuer zurckerstatten lassen. Darauf weist das Fremdenverkehrsamt der VR China hin. Reisende aus bersee sowie aus Hongkong, Macao und Tai- wan, die sich nicht lnger als 183 Tage auf dem chinesischen Festland aufhalten, knnen sich bei der Ausreise 11 Prozent des Kaufpreises zurckerstatten lassen. Das Geld wird ent- weder direkt bar ausgezahlt oder auf das Konto des Kufers berwiesen. Aufschwung im Tourismussektor Derzeit nehmen 86 Geschfte in Beijing und 27 in Shanghai an dem Programm der Mehrwertsteuerrckerstattung teil. Beide Stdte erhoffen sich damit, mehr auslndische Touri- sten anzulocken. Zurzeit ist eine Rckerstattung an den internationalen Flug- hfen in Beijing und Shanghai mglich. In Zukunft soll dies aber auch auerhalb der Flughfen mglich sein. Die beiden Stadtregierungen gehen auerdem davon aus, dass sich die Zahl der Geschfte in Beijing und Shanghai, die eine Rcker- stattung anbieten, in Zukunft signifikant erhhen wird. Beijing und Shanghai sind die ersten Stdte auf dem Fest- land, in denen das neue Steuerprogramm eingefhrt wird, nachdem es bereits in der sdchinesischen Provinz Hainan er- probt worden ist. Seit dem 1. Juli gelten in Frankreich durch nderungen im Verkehrsrecht neue Bestimmungen fr die Promillegrenze und das Telefonieren am Steuer. So wurde die Promillegrenze fr Fahranfnger in den ersten drei Jahren des Fhrerschein- besitzes von 0,5 auf 0,2 Promille gesenkt. Verste gegen diese Regelung werden mit einer hohen Geldstrafe von bis zu 4.500 Euro geahndet. Telefon am Steuer verboten Auerdem ist das Telefonieren beim Autofahren knftig nur ber eine Freisprecheinrichtung erlaubt. Die Verwendung von Headsets, Kopf- oder Ohrhrern beim Fahren ist verbo- ten. Bei Versten droht eine Geldstrafe von 135 Euro. Auch andere vom Fahren ablenkende Aktivitten, wie beispiels- weise Schminken oder Essen am Steuer oder auch das Hren von lauter Musik, knnen je nach Ermessen der Polizei mit Geldbuen bestraft werden. Rauchverbot geplant Ein Rauchverbot in Autos, in denen minderjhrige Kinder an Bord sind, soll in Krze als Teil des Anti-Tabak-Gesetzes in Kraft treten. Quellen: www.cibt.de und www.tip.de EINKAUFEN IN CHINA WIRD GNSTIGER Alex White - Fotolia.com NEUES VERKEHRSRECHT IN FRANKREICH
  10. 10. 10 Bereits zum dritten Mal in Folge ist die angolanische Hauptstadt Luanda die weltweit teuerste Stadt fr Aus- landsentsendungen. Insbesondere die Kosten fr importierte Waren sowie sicheren und angemessenen Wohnraum sind in der ansonsten eher gnstigen Stadt enorm. Auf Platz zwei und drei folgen Hongkong und Zrich. Dies sind Ergebnisse der alljhrlich vom internationalen Beratungsunternehmen Mercer durchgefhrten weltweiten Vergleichsstudie zur Be- wertung der Lebenshaltungskosten fr ins Ausland ent- sandte Mitarbeiter in 207 Grostdten. Die gerade in letzter Zeit aufgetretenen Whrungsschwan- kungen infolge konomischer und politischer Unruhen, in- stabile Immobilienmrkte und Inflation auf Waren und Dienstleistungen verteuern Auslandsentsendungen zuneh- mend. Unternehmen bentigen deshalb verlssliche und ge- naue Daten zu den damit verbundenen Kosten. Luanda erneut auf Platz 1 Mit Zrich (drei), Genf (fnf) und Bern (neun) zhlen gleich drei Schweizer Stdte zu den teuersten Zehn. Komplettiert werden die Top-Ten von Hongkong (zwei), Singapur (vier), Shanghai (sechs), Peking (sieben), Seoul (acht) und NDja- mena (zehn). Die weltweit gnstigste Stadt im Ranking ist Bischkek in Kir- gisistan. Schwacher Euro fhrt zum Abstieg im Ranking Bei westeuropischen Stdten zeigt sich infolge von Wh- rungsverlusten gegenber dem US-Dollar tendenziell ein Ab- stieg im Ranking. Mnchen (87) ist um 32 Pltze gefallen, Frankfurt (98) um 39 und Berlin (106) um 38 Pltze. Dssel- dorf rutscht von 73 auf 114, Hamburg von 76 auf 124. Es folgen Stuttgart (139) und Nrnberg (169), die damit um 48 bzw. 40 Pltze fallen. Die gnstigste deutsche Stadt Leipzig rutscht von Rang 141 auf 172. Der Whrungseffekt zeigt sich allerdings auch in anderen Lndern. So sind beispielsweise Moskau (50) und St. Peters- burg (152) um 41 beziehungsweise 117 Pltze aufgrund des starken Wertverlustes des Rubels gefallen. Hinzu kommt, dass aktuell die lpreise einen Tiefstand erreicht haben. ber die Studie Die alljhrlich durchgefhrte Studie hat 2015 die Preise fr ber 200 Produkte und Dienstleistungen, darunter zum Bei- spiel Kosten fr die Unterkunft, ffentliche Verkehrsmittel sowie Haushaltswaren, Lebensmittel, Kleidung und Freizeit- angebote in 207 Stdten auf fnf Kontinenten miteinander verglichen. Gerade fr multinationale Unternehmen und Re- gierungen auf der ganzen Welt bieten die Studienergebnisse eine gute Grundlage fr die Festlegung der Vergtungszula- gen zum Ausgleich von Lebenshaltungskosten fr entsandte Mitarbeiter. EXPATRIATES SCHWEIZ, AFRIKA, ASIEN: HIER IST ES AM TEUERSTEN
  11. 11. 11 Sie waren bereits einmal beruflich fr lngere Zeit im Ausland und wissen wie es ist, wenn man nach Hause kommt und alles wieder beim Alten ist oder eben auch nicht. Dann suchen wir genau Sie als Interviewpart- nerin beziehungsweise -partner. Details zur Befragung Rebecca Hartung studiert Interkulturel- les Management und Kommunikation und schreibt derzeit ihre Bachelorarbeit an der Karlshochschule International University in Karlsruhe. Ihr Thema ist die Reintegration deutscher Expatriates nach einem mindestens einjhrigen Auslandseinsatz. Auf die Idee zu diesem Thema kam Hartung whrend ihres Praxisseme- sters, das sie im internationalen Perso- nalwesen absolvierte. Hier beobachtete sie, dass Expatriates nach ihrer Rck- kehr nach Deutschland mit unter- schiedlichen Schwierigkeiten zu kmpfen haben. Diese Tatsache weckte ihr Interesse, die Problematiken von Rckkehrern zu erforschen und L- sungsvorschlge zu generieren. Da Hartung selbst sehr auslandsaffin ist und auch schon zwei lngere Aus- landsaufenthalte in Australien und Chile verbracht hat, fragte sie sich, ob unterschiedliche Generationen mgli- cherweise auch andere Probleme bei der Reintegration haben. Sie entschied sich, diesen Aspekt in ihre Thesis zu integrieren und unter- sucht daher die Unterschiede der Rein- tegrationsproblematiken bei Expats der Generation X (lter als 35 Jahre) sowie Y (jnger als 35 Jahre). Ziel ist es, her- auszufinden, ob und inwiefern Ma- nahmen und Modelle zur Reintegration der Generation Y angepasst werden mssen. Fr die Analyse werden Interviewpart- ner gesucht, die bereit sind, ber Er- fahrungen ihres Auslandseinsatzes und der Rckkehr nach Deutschland zu be- richten. Das Interview soll per Telefon oder Skype in der ersten Augustwoche 2015 durchgefhrt werden. Selbstver- stndlich werden jegliche Namen an- onymisiert. EXPATRIATES REINTEGRATION VON EXPATS INTERVIEWPARTNER GESUCHT INFO Wenn Sie also ein deutscher Expa- triate sind (mit mindestens einem Jahr durchgngigen beruflichen Auslandsaufenthalt) und entweder vor 1980 oder auch nach 1980 ge- boren sind sowie Interesse an dieser Thematik haben, kontaktieren Sie Rebecca Hartung unter [email protected], um einen Interviewtermin zu vereinba- ren (nach Mglichkeit zwischen dem 01.08. und 08.08.2015). Die Arbeit wird nicht in Kooperation mit einem Unternehmen geschrieben, wodurch Hartung auf den Kontakt zu persn- lichen Interviewpartnern angewie- sen ist. Rebecca Hartung: [email protected] hochschule.de Ainoa - Fotolia.com
  12. 12. Pixel - Fotolia.com Die schweizerische Regionalfluglinie SkyWork Airlines bie- tet seit dem 19. Juli dieses Jahres eine neue Flugverbin- dung vom EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg zum London City Airport. Die Maschine startet werktglich um 17.20 Uhr in Basel und landet um 17.40 Uhr in der Metropole an der Themse. Nach einem 30-mintigem Aufenthalt hebt der Flieger um 18.10 Uhr fr den Rckflug ab, mit Ankunft am EuroAirport um 20.35 Uhr. (Alle Zeiten sind Lokalzeiten.) Damit schliet SkyWork die Lcke, die SWISS mit dem Rck- zug von EuroAirport anfang Ende Mai dieses Jahres hinterlas- sen hat. 12 SALZBURGER FLUGHAFEN AVIOR AIRLINES Der Salzburger Flug- hafen hat nach zweieinhalb Monaten Bauzeit seine erste Busi- ness Lounge erffnet. Seit dem 8. Juli dieses Jahres ist die Lounge offi- ziell in Betrieb und er- mglicht auf einer Flche von 80 Quadratmetern bis zu 25 Business-Rei- senden die Wartezeit zu berbrcken. Neben einer Auswahl an unterschiedlichen Spei- sen und Getrnken ist die Business Lounge mit zwei Computer-Arbeitsti- schen, einem Fernseher mit aktuellen Tagesnach- richten sowie kostenlo- sem WLAN ausgestattet. Als erste Vetragspartner konnten British Airways und Turkish Airlines ge- wonnen werden, die fr ihre Business Class Passa- giere und Statuskunden die Rumlichkeiten nut- zen werden. In finaler Ausarbeitung befinden sich die Nutzungspro- gramme mit Austrian Air- lines, Lufthansa und Air Berlin. Die venezolanische Fluggesellschaft Avior Airlines mchte ihr Strek- kennetzt ausbauen. Bis Ende des Jah- res startet die Airline eine neue Flugverbindung ins argentinische Bue- nos Aires. Nchstes Jahr sollen weitere Verbindungen nach Spanien und Italien folgen. Im Rahmen von Flottenerneuerungen mchte die Airline 12 neue Flugzeuge anschaffen. Mit den neuen Maschinen und dem Ausbau des Streckennetzes soll die Anzahl der Mitarbeiter auf rund 2.500 verdoppelt werden. Medienberichten zufolge plant Avior Airlines zudem ein neues Finanzie- rungskonzept einzufhren. Dies soll Kunden der Airline ermglichen, ihr Flugticket in Raten zu zahlen. AIRLINES SKYWORK AIRLINES dutchpilot22 - Fotolia.com Alex White - Fotolia.com
  13. 13. Die grte japanische Fluggesellschaft weitet erneut ihr internationales Streckennetzt aus und fliegt ab dem 11. Dezember die- ses Jahres von Tokio nach Sydney. Diese neue Direkt- verbindung ist damit bereit die vierte neue Destination des japanischen Star-Alli- ance-Mitglieds in diesem Jahr. Bereits seit dem 12. Juni dieses Jahres hatte die Air- line erstmals Flge zwischen von Tokio ins US-amerikani- sche Houston aufgenom- men. Als weitere Ziele werden ab dem 1. Septem- ber Kuala Lumpur und ab dem 25. Oktober Brssel angeflogen. Auf der Route zwischen dem Flughafen Tokio-Ha- neda und Sydney kommt eine Boeing 787-9 die neuen Langversion des Dreamliners zum Einsatz. Sie bietet insgesamt 215 Reisenden in drei unter- schiedlichen Reiseklassen Platz: 48 in der Business Class, 21 in der Premium Economy und 146 in der Economy Class. Die Boeing mit der Flug- nummer NH879 startet tg- lich um 22.10 Uhr Lokalzeit in Richtung Australien. Zu- rck nach Japan geht es je- weils um 21.30 Uhr Ortszeit unter der Flugnummer NH880. 13 ALL NIPPON AIRWAYS (ANA)SWISS INTERNATIONAL AIR LINES AIRLINES Die Schweizer Nationala- irline hat fr Europa- flge ein neues Tarifsystem eingefhrt, das Fluggsten mehr Flexibilitt und Aus- wahlmglichkeiten bietet. Passagiere der Lufthansa- Tochter knnen bereits seit dem 23. Juni dieses Jahres zwischen drei neuen Eco- nomy Tarifen und einem Business Class Tarif whlen. Alle vier Tarife umfassen standardmig die Kosten fr den Flug, ein Handge- pckstck, Getrnke sowie fr einen Snack. Ebenso sind enthalten die Sitzplatz- vergabe beim Check-in ab 23 Stunden vor Abflug sowie Prmien- und Status- meilen Der neue Economy Light Tarif ist die gnstig Wahl. Er eignet sich besonders fr Reisende, die nur mit Hand- gepck reisen und keine Ticketflexibilitt bentigen. Gegen eine Gebhr kann sowohl ein Gepckstck (ab 18 Euro) als auch ein Sitz- platz (ab 11,50 Euro) dazu gebucht werden. Beim neuen Economy Clas- sic Tarif sind das Aufgabege- pck und der Sitzplatz bereits im Preis inbegriffen. Wer allerdings besondere Sitzpltze wie etwa im vorderen Bereich der Kabine buchen mchte, zahlt in diesem Tarif eine Extra-Ge- bhr. Mit dem neuen Economy Flex Tarif richtet sich die Air- line vor allem an Geschfts- reisende, die volle Flexibilitt in ihrer Reiseplanung ben- tigen. Neben einer kosten- freien Sitzplatzreservierung in der bevorzugten Zone kann in diesem Tarif ohne zustzliche Gebhr umge- bucht werden. Neben den drei Economy Tarifen gibt es weiterhin einen Business Class Tarif. Dieser enthlt freien Lounge-Zugang, eine er- hhte Freigepckgrenze, ko- stenlose Sitzplatzreser- vierung inklusive freiem Ne- bensitz, Priority Boarding sowie volle Flexibilitt beim Umbuchen und Erstattung des gesamten Ticketpreises im Falle einer Stornierung. Die neuen Tarifoptionen hat die Airline als gemeinsames Konzept mit Lufthansa und Austrian Airlines innerhalb der Lufthansa-Gruppe ein- gefhrt. Bei Lufthansa sowie Austrian Airlines erfolgt der Verkaufstart ebenso noch diesen Sommer. Mariusz Prusaczyk - Fotolia.com bymandesigns - Fotolia.com
  14. 14. 14 VERMISCHTES DEUTSCHE IM STRANDURLAUB: EIN PAAR FAKTEN Wenn die Deutschen ihr Alltagsoutfit gegen Badehose und Bikini tauschen, legen sie gern auch mal alle Hemmungen ab das legt zumindest eine aktuelle Studie von lastminute.de nahe. Befragt wurden insgesamt 6.000 Er- wachsene in fnf Lndern, 1.000 davon in Deutschland. Demnach hatte fast jeder Vierte (24 Prozent) schon einmal einen anregenden Flirt oder ein heies Stelldichein am Strand gehabt. In Sachen Strandromanze landet Deutschland damit hinter den Spaniern, die mit 28 Prozent einer Liebelei im Urlaub frnten. Gefolgt werden die Deutschen in punkto Strandflirts von den drittplatzierten Italienern (23 Prozent). Nicht ganz so kontaktfreudig sind hingegen die Franzosen (17 Prozent) und Briten, die mit gerade mal zwlf Prozent auf dem letzten Platz landen. Geturtelt wird hierzulande b- rigens am liebsten mit Landsleuten (11 Prozent), aber auch amerikanische Bekanntschaften (fnf Prozent), oder gar schwedische und italienische Strandnachbarn (jeweils vier Prozent) lassen das Herz der deutschen Urlauber etwas hher schlagen. Offenherzig sind deutsche Beachboys und Strandschnhei- ten auch bei der Kleiderwahl. Mit 22 Prozent ist Deutschland absoluter Europa-Spitzenreiter, wenn es ums Sonnenbaden oben ohne geht. Lediglich Spanien kann mit 19 Prozent noch mithalten. Die Englnder klettern mit gerade einmal 13 Prozent auf Platz Drei. In Frankreich zeigt sich nur jeder Zehnte so hllenlos am Strand und Italien ist mit mageren sieben Prozent doch eher verschlossen, was die Strandbeklei- dung betrifft. Nationenbergreifend brigens absolutes No Go am Beach sind die High Heels. Life is beach, denn der deutsche Urlauber verbringt tat- schlich mehr als ein Drittel seines Urlaubes am Strand (36 Prozent). Doch wehe, diese Idylle aus Meeresrauschen und Sonnenschein wird gestrt: Allzu laute Musik, Zigaretten- qualm oder aufdringliche Hndler, die das Nickerchen oder einen Flirt stren, sind nur einige der Grnde, die deutsche Urlauber schnell mal vom Badetuch auf die nchstgelegene Palme bringen. Sind die Gemter erst einmal erhitzt, greift dann so manch deutscher Urlauber durchaus zu drastischen Manahmen: Zu wenig aufgestellte Liegen fr zu viele Gste eines Hotels be- flgelten einen Befragten hierzulande nmlich dazu, seine Badetcher kurzerhand mit einem Fahrradschloss an der Liege zu befestigen, um sich so seinen Platz an der Sonne zu sichern. STROMDIEBE IM URLAUB Whrend viele Deutsche im Urlaub am Strand liegen oder ber Berge klettern, verbrauchen ihre Haushalts- gerte und die Unterhaltungselektronik zu Hause weiter un- bemerkt Strom. Dieser Stand-by-Verbrauch kostet nach Schtzungen des Umweltbundesamtes jeden Haushalt im Schnitt 100 Euro pro Jahr. Deutschlandweit liegen die Kosten bei vier Milliarden Euro. Auf der Online-Plattform energie- sparkonto.de kann jeder Verbraucher herausfinden, ob die eigenen Stand-by-Verluste zu hoch sind. Dafr mssen ledig- lich zwei Stromzhlerstnde in das Konto eintragen werden: einer vor und einer nach dem Urlaub. Wenn der Verbrauch whrend der Abwesenheit bei mehr als einer Kilowattstunde pro Tag liegt, sind wahrscheinlich Stromdiebe am Werk. Der Dauerstromverbrauch eines Haushalts setzt sich aus zwei Der Dauerstromverbrauch setzt sich aus zwei Teilen zusam- men: dem Verbrauch von Gerten, die permanent einge- schaltet sind (zum Beispiel Khl- oder Gefrierschrank) und dem Stand-by-Verbrauch von Gerten wie Stereoanlage und Router, die nicht komplett vom Netz getrennt sind. Um Stand-by-Verluste zu vermeiden, sollten Elektronikgerte nach der Nutzung vollstndig vom Netz getrennt werden. Ein Computer, der ausgeschaltet ist, oder ein Handy-Ladeka- bel, an dem kein Telefon steckt, verbrauchen weiter Strom, wenn sie mit dem Netz verbunden sind. Dies gilt auch fr andere Gerte wie Fernseher, Waschmaschine, Splma- schine, Wschetrockner oder Mikrowelle. Die Lsung: entweder den Stecker ziehen oder abschaltbare Steckdosenleisten verwenden. Welche Haushaltsgerte fr den erhhten Verbrauch verantwortlich sind, finden Verbrau- cher am besten mit Strommessgerten heraus. Diese sind ab 10 Euro im Handel erhltlich und knnen bei vielen Energie- versorgern sowie Verbraucherzentralen kostenlos ausgelie- hen werden. electriceye - Fotolia.com
  15. 15. 15 GESUNDHEIT ZUCKER-DRINKS VERURSACHEN 184.000 TOTE PRO JAHR Zuckerhaltige Getrnke sind weltweit gesehen die Ursa- che fr 184.000 Todesflle pro Jahr. Alleine in den USA fallen jhrlich rund 25.000 Menschen den sen Versuchun- gen zum Opfer. Mit diesen erschreckenden Ergebnissen sorgt derzeit eine Studie der Friedman School of Nutrition Science and Policy der Tufts University in Massachusetts fr Aufse- hen. Demnach knnen zuckerhaltige Getrnke wie Limona- den, Fruchtsfte, Eistees oder Energy-Drinks in einem Jahr annhernd gleichviel Tote verursachen wie die Grippe. Spit- zenreiter in der Negativ-Statistik der grten betroffenen Zuckerkonsumenten sind Lateinamerika und die Karibik. Langzeitstudien notwendig Die Angewohnheit, tglich ein mit Zucker gestes Getrnk zu sich zu nehmen, kann das Risiko einer nicht- alkoholischen Fettlebererkrankung deutlich erhhen, erklrt Studienautor Jiantao Ma von der Friedman School. Derartige Drinks seien eine der Hauptnahrungs- quellen fr Fruktose, jener Zuckerart, die dafr bekannt ist, die Gefahr von sogenannter NAFLD (nonalcoholic fatty liver disease) zu verstrken. Der Grund hierfr liegt in der spezifischen Art und Weise, wie dieser Stoff im menschlichen Krper verarbeitet wird. Bislang gibt es nur sehr wenige Untersuchungen, die auf den Zusammenhang von zuckerhaltigen Ge- trnken und NAFLD eingehen, betont Ma. Dem Forscher zufolge sind allerdings noch genaue Langzeitstudien ntig, um die lngerfristigen Fol- gen auf die Entwicklung dieser Krankheit zu bele- gen. Diese Studien sind notwendig, um Vernderungen im Getrnkekonsum ber einen lngeren Zeitraum zu erfassen, ergnzt Co-Au- torin Nicola McKeown. Doch auch wenn es noch viel zu erforschen gibt, steht bereits eines fest: Zuckerhaltige Drinks enthalten leere Kalorien. Die Menschen sollten daher besonders gut auf- passen, wie viel sie davon trinken, so McKeown. 50 Lnder der Welt betroffen Ausgangsbasis fr die Studienergebnisse ist das komplexe statistische Datenmaterial zu den ln- derspezifischen Nahrungsgewohnheiten und To- desursachen in mehr als 50 verschiedenen Staaten der Welt. Als zuckerhaltig wurden dabei Ge- trnke definiert, die sowohl mit Rohr- oder Rben- zucker als auch mit High-Fructose-Kornsirup aufgest werden. Unter den 20 Lndern, in denen aufgrund von bermigem Zuckerkonsum in Getrnkeform am meisten Menschen ihr Leben lassen, finden sich acht aus Lateinamerika und der Karibik, betonen die Forscher. Spitzenreiter ist Mexiko, wo mehr als zehn Prozent der Bevl- kerung an Diabetes leiden. Dort sollen laut der Studie ge- schtzte 30 Prozent der Todesflle von Personen unter 45 Jahren auf zuckerhaltige Getrnke zurckzufhren sein. Dem gegenber stehen Lnder wie Japan, wo beispielsweise un- gezuckerte Tees traditionell sehr beliebt sind. Dort sind ent- sprechend verursachte Todesflle vllig zu vernachlssigen, heit es in den Untersuchungsresultaten. Quelle: pressetext.com stevecuk - Fotolia.com
  16. 16. 16 GESUNDHEIT NOTDURFT IM FREIEN SCHADET SCHWANGER- SCHAFT Schwangere Frauen, die zuhause ber keine eigene Toi- lette verfgen und ihre Notdurft deshalb einfach im Freien verrichten mssen, weisen eine hhere Wahrschein- lichkeit fr Frhgeburten auf. Gleichzeitig steigt dadurch auch die Gefahr, dass das Neugeborene mit einem zu gerin- gen Krpergewicht auf die Welt kommt. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie von Wissenschaftlern des University of Nebraska Medical Center (UNMC), der London School of Hygiene and Tropical Medicine und der University of Iowa, in der die Daten von insgesamt 670 indischen Frauen ausgewertet worden sind. "Die Analyse unserer Daten zeigt sehr eindeutig, dass es un- gemein wichtig ist, fr ausreichende sanitre Versorgung whrend einer Schwangerschaft zu sorgen", zitiert "BBC News" den Co-Studienautor und UNMC-Mitarbeiter Pinaki Panigrahi. Die Bereitstellung eines WCs in den eigenen vier Wnden wrde das Problem aber noch nicht lsen knnen. "Der Zugang zu einer Toilette allein bedeutet nicht automa- tisch, dass sich die negativen Konsequenzen, die auf das Neugeborene zukommen, reduzieren. Die Menschen mssen diese Toilette nutzen", betont der Experte. Halbe Milliarde Menschen in Indien betroffen Wie die Forscher unter Verweis auf aktuelle Zahlen der Welt- gesundheitsorganisation WHO betonen, gehen in Indien zur- zeit immer noch mehr als eine halbe Mrd. Menschen ihrem Geschft im Freien nach. Von den im Rahmen der Studie be- fragten schwangeren Inderinnen geben rund 60 Prozent an, dass sie keinerlei Zugang zu einer Toilette haben. Von den restlichen 40 Prozent, die sehr wohl ber ein "stilles rt- chen" verfgen, berichtet ber die Hlfte, dieses nur selten oder gar nicht zu bentzen. "Unseren Berechnungen zufolge ergibt sich fr betroffene Frauen, die Zugang zu einem WC haben aber dieses nur u- erst selten nutzen, eine um das Siebenfache hhere Wahr- scheinlichkeit, dass das Neugeborene dadurch beeintrchtigt wird als bei Frauen, die tglich die Mglichkeit wahrnehmen, auf eine Toilette zu gehen", fasst Panigrahi zusammen. Fehlende Toilette ist nicht der einzige Risikofaktor Doch auch bei einigen der schwangeren Inderinnen, die re- gelmig auf ein WC gehen, haben die Wissenschaftler Pro- bleme wie Frhgeburten oder ein unterentwickeltes Gewicht festgestellt. "Das knnte auf eine Reihe anderer Faktoren zu- rckgehen", schlussfolgern die Experten. Als Beispiel hierfr werden unter anderem generell schlechte Lebensbedingun- gen, Armut oder ein niedriger Bildungsgrad angefhrt. "Doch auch wenn diese Faktoren mit einberechnet werden, zeigt sich ein signifikanter Zusammenhang mit einem gre- ren Risiko von negativen Konsequenzen fr die Neugebore- nen", betonen die Studienautoren. Quelle: www.pressetext.com lapencia - Fotolia.com sutichak - Fotolia.com
  17. 17. Wenn in Deutschland Studien ber Kinderarmut und Neuigkeiten ber Bildungsungleichheit die Medien- landschaft fllen, wird wieder klar: Bildung hat einen direk- ten Einfluss auf wirtschaftlichen Erfolg und Armutsbe- kmpfung. Dieses Phnomen macht auch nicht vor der Volksrepublik halt. Gerade die Reformen der letzten 30 Jahre im chinesischen Bildungssektor forcieren neue und alte Pro- bleme, wie Bildungsungleichheit, Arbeitslosigkeit und Fach- krftemangel. Dabei hngen Bildungschancen und per- snliche Ambitionen primr von einer Sache ab: der Her- kunft des Einzelnen und damit sowohl dem lokalen, als auch familiren Hintergrund. Massenausbildung und Bildungsungleichheit in China Es sind Rekordzahlen, die die Volksrepublik in den vergangenen Jahren im Bereich der Hochschulabschlsse vorzuwei- sen hat: seit 1999 steigt die Zahl der Studenten um durchschnitt- lich 11, 83 Prozent im Jahr. Das historische Hoch von 2013 mit 6,99 Millionen Absolventen wurde im vergangenen Jahr mit ber 7 Millionen Abgn- gern noch getoppt. Bildungsre- formen wie die Umverteilung der Bildungsfinanzierung auf die Pro- vinz- und Landkreisebenen fhren zu strkeren Investitionen in Bildung in den entwickelten und reicheren stlichen und stdti- schen Gegenden des Landes. Zugleich fhrt die strkere fi- nanzielle Belastung der Familien etwa durch Studiengebhren dazu, dass diese Massenausbildung pri- mr Kinder solcher Familien erreicht, die die zustzliche fi- nanzielle Last zu tragen wissen. Bildungsungleichheit in China besteht daher primr zwischen urbanen und lndli- chen sowie zwischen den stlichen und westlichen Teilen des Landes. Dabei fllt den Kindern von Wanderarbeitern ein besonders hartes Los zu. Durch ihre Herkunft aus meist westlichen und weniger entwickelten Regionen sowie ihren niedrigen sozio- konomischen Status bleibt vielen Familien der Zugang zu hherer Bildung verwehrt. Ihre Registrierung als Landbewoh- ner hindert viele Arbeiter am Zugang zu prestige- und er- tragreicheren Positionen, die einen offiziellen stdtischen Wohnsitz erfordern. Die nur bedingt Bildung erfordernden Arbeitsstellen, in die viele Wanderarbeiter gedrngt werden, und die dennoch vergleichsweise attraktiven Gehlter halten viele ihrer Kinder von dem Ziel der hheren Bildung ab. Doch auch wenn Interesse an hherer Bildung in den Familien vor- handen ist: die fehlenden Rcklagen zur Finanzierung eines Hochschulstudiums machen die Erfllung dieses Traums fr viele unerreichbar. Damit sinkt auch die Mglichkeit, einen der Stadtjugend hnlichen Lohn zu erhalten. Die soziale Un- gleichheit wird so auf nachfolgende Generationen bertra- gen. Fachkrftemangel trotz hoher Absolventenzahlen in China Doch bedeutet dies noch lange nicht die sichere Karte zum Erfolg fr die vielen Hochschulabsolventen aus den reicheren Gegenden und Familien des Landes. Mit einem Hoch der Zahl an Studienabgngern geht derzeit in China auch ein Hoch an Arbeitslosigkeit einher. Dies liegt vor allem an dem Interesse vieler, eine der wenigen Stellen in ffentlichen oder teilweise ffentlichen Bereichen zu erhalten, die mit hohen Gehltern und vielen Vorteilen locken. Auch der Finanzsektor zieht viele Stu- denten an und erzeugt dadurch ein berangebot an Universi- ttsprogrammen und folglich an Abgngern im Finanzbe- reich. Das Interesse an einer Anstellung im strker entwi- ckelten Osten des Landes zieht zudem Hochschulabsol- venten aus dem Westen des Landes ab und erzeugt ein ber- angebot in den stlichen Provin- zen. Dagegen erfhrt der Handwerksbereich, der mit 30 Prozent der nationalen Arbeitsstellen die Basis der chinesischen Wirtschaft darstellt, seit 2011 einen Fachkrftemangel. Universitten und Arbeitgeber arbeiten zu wenig zusammen, Qualittsstandards und bergeordnete Organe zu deren Prfung fehlen, die Qualitt der Ausbildung in den westlichen und rmeren Regionen ist gering. Doch genau hier hat sich in den letzten Jahren eine Chance zur chinesisch-deutschen Kooperation ergeben: immer hufiger entstehen Projekte zur Frderung eines dem deutschen hn- lichen dualen Ausbildungssystems. So frdert insbesondere die Deutsche Gesellschaft fr inter- nationale Zusammenarbeit (GIZ) den Aufbau von Ausbil- dungszentren nach deutschem Vorbild in China und die Ausbildung von Lehrkrften. Darber hinaus bilden immer mehr deutsche Firmen vor Ort ihre chinesischen Mitarbeiter selbst aus. Dennoch: die Ausbildung bleibt primr von Schu- len und Familien finanziert und geniet dabei geringeres An- sehen als das offizielle Hochschulstudium. Bildungsungleichheit und Fachkrftemangel bleiben also weiterhin brisante Themen in China. Die Autorin: Maike Holzmller schreibt fr inter:culture:capital. Fragen zum Thema beantworten Ihnen gerne die Experten der China-Kommunikation (Tel.: +49 30 22 68 55 52). 17 WELTWEIT CHINAS BILDUNGSSYSTEM: BILDUNGSUNGLEICHHEIT UND FACHKRFTEMANGEL designed by freepick.com
  18. 18. 18 WELTWEIT Hotelzimmer, Restaurantbesuche und Eintrittskarten fr Sehenswrdigkeiten die Ausgaben whrend Urlaubs- reisen hufen sich schnell zu einer beachtlichen Summe. Damit die Reise auch bei schwchelndem Euro kein allzu teu- res Vergngen wird, hat die ERV (Europische Reiseversiche- rung) ntzliche Tipps zusammengestellt. Welche Reiselnder sich in diesem Sommer fr beson- ders lohnen Ein gnstiges Urlaubsziel ist nach wie vor die Trkei. Ob- gleich der Wert der trkischen Lira in den vergangenen Mo- naten deutlich niedriger war, bekommen dort Touristen fr einen Euro immer noch Waren im Wert von 1,55 Euro. Kfte das Nationalgericht aus kleinen Hackfleischbllchen oder se Baklava schmecken so besonders gut. Noch mehr Kaufkraft als in der Trkei hat der Euro in Brasi- lien. Obwohl sich der brasilianische Real im Jahr der Fuball- WM 2014 von seinem stetigen Abstiegskurs ein wenig erholt hatte, bleibt er im Vergleich zum Euro auf einem Tiefstand. Fr Freunde von Amazonas, Copacabana und Zuckerhut ist dies ein zustzlicher Grund, den Langstreckenflug in das vielfltige sdamerikanische Land auf sich zu neh- men. Besonders an den langen Sandstrnden ge- nieen Touristen so fr wenig Geld ausgezeichnete brasilianische Gerichte, eisge- khlte Caipirinhas oder Fruchtwasser aus fri- schen grnen Kokosnssen. Gnstige Gelegenheit fr Reisen nach Norwegen Fr preisbewusste Reisende, die etwas khlere Temperaturen bevor- zugen, rckt ein fr gewhnlich teures Land auf den Reiseradar: Norwegen. Das skan- dinavische Reiseziel ist zwar nach wie vor hochprei- sig und nicht unbedingt etwas fr "Schnppchenjger" (fr einen Euro erhalten Urlauber Waren im Wert von umge- rechnet nur 70 Cent). Allerdings ist die norwegische Krone gegenber dem Euro im vergangenen Jahr deutlich gefallen und bietet damit allen Urlaubern, die schon lnger den Nor- den Europas im Visier haben, eine gnstige Gelegenheit, den Wunsch in die Tat umzusetzen. Innerhalb der Europischen Union gibt es diesen Sommer ebenfalls Reiseziele, die das Portemonnaie schonen. So be- kommen Touristen in Portugal beispielsweise ein Drittel mehr fr ihr Geld als zu Hause. Noch gnstiger kommen sie aller- dings in Ungarn und Polen weg. Dort besitzt der Euro eine Kaufkraft von 1,76 Euro beziehungsweise 1,79 Euro. Eine Reise durch die ungarische Weinregion Tokaj oder ein Stdte- trip in die polnische Kulturmetropole Krakau ist dadurch be- sonders reizvoll. USA teurer als Deutschland Doch es gibt auch Lnder, die den Geldbeutel deutlich str- ker strapazieren als noch vor ein paar Jahren. Die USA galten etwa lange Zeit als besonders gnstiges Reiseziel. Im Mo- ment ist das Land "der unbegrenzten Mglichkeiten" aller- dings merklich teurer als Deutschland. Eine Reise ber den groen Teich lohnt sich trotzdem. Zumindest fr jene, die einer prognostizierten weiteren Verteuerung Glauben schen- ken und die Reise antreten mchten, bevor es noch kostspie- liger wird. Am meisten belastet jedoch ein Urlaub in der Schweiz die Reisekasse. Fr einen Euro erhalten Reisende Waren im Wert von nur 57 Cent. Preisbewusste Liebhaber weier Berggipfel, idyllischer Almwiesen und Schokolade ben sich daher in Geduld und hoffen auf eine Entspannung des Wechselkur- ses. Alle anderen Fans des "Heidi-Landes" halten whrend ihrer Reise wohl oder bel den Geldbeutel weit auf. MEHR FR DEN EURO URLAUBSLNDER, DIE DEN GELDBEUTEL SCHONEN Leonid Nyshko -Fotolia.com
  19. 19. 19 WELTWEIT Die chinesische Wirtschaft befindet sich weiterhin im bergang zu einem ge- migteren Wachstumsniveau. Wie die jngste Geschftsklima-Umfrage der Deut- schen Auslandshandelskammer (AHK) Greater China zeigt, passen die vor Ort akti- ven deutschen Unternehmen ihre Erwartun- gen an diese Entwicklung an. Die 439 Umfrageteilnehmer erwarten zwar, dass ihre Geschfte im Reich der Mitte knf- tig langsamer wachsen werden, schtzen dabei aber die Entwicklung ihrer jeweiligen Industrie positiver ein als die der chinesi- schen Konjunktur insgesamt. Geschftsziele fr 2015 sollen erreicht werden Der Erhebung zufolge verzeichnet die Mehr- heit der Unternehmen weiterhin gesunde Zuwchse bei Umsatz und Gewinn; mehr als 50 Prozent gehen davon aus, ihre Geschfts- ziele im Jahr 2015 zu erreichen. An ihren bestehenden Standorten haben die Betriebe etwas weniger investiert als im Vor- jahr, der Anteil der Unternehmen, die neue Standorte in China in den Blick nehmen, blieb allerdings stabil. Als positiv fr das Investiti- onsklima werden neben dem Wachstum auch die angekndigten Wirtschaftsrefor- men gewertet allerdings lsst die positive Erwartungshaltung des Vorjahres wegen der geringen Fortschritte hier mittlerweile nach. Fachkrftemangel ist grte Herausfor- derung Schwerpunkte deutscher Investitionen sind moderne Produktionsanlagen sowie For- schung & Entwicklung, insbesondere im Au- tomobil-, Maschinen- oder Chemiesektor. In Branchen mit niedrigen Lhnen und gerin- gem Qualifikationsniveau sind deutsche Be- triebe vergleichsweise weniger stark vertreten. Als grte Herausforderung nannten die Umfrageteilnehmer die Suche nach qualifi- ziertem Personal: 82,4 Prozent bewerten diesen Punkt als problematisch das sind 8,3 Prozentpunkte mehr als 2014. Auer- dem machen den Unternehmen steigende Lohnkosten und die Bindung von qualifizier- ten Arbeitskrften zu schaffen. Korruption ist erstmals nicht mehr unter den zehn gr- ten Herausforderungen vertreten. Der komplette Bericht mit allen Details steht zum Download bereit auf der Website der AHK Greater China. Quelle: IHK Kln DEUTSCHE BETRIEBE STELLEN SICH AUF CHINAS NEUES TEMPO EIN AUCH AUF FOLGEN SIE UNS IMPRESSUM HERAUSGEBER: Bund der Auslands- Erwerbsttigen (BDAE) e.V. Khnehfe 3 22761 Hamburg Tel. +49-40-306874-0 WWW.BDAE.COM REDAKTION: Anne-Katrin Schulz (verantwortlich) [email protected] Sanja Zivkovic LAYOUT: Esther Rudat COPYRIGHT: Die Beitrge im BDAE- Newsletter sind urheber- rechtlich geschtzt und drfen nicht ohne schrift- liche Genehmigung durch den Herausgeber repro- duziert werden. Die Beitrge des BDAE- Newsletters spiegeln die Meinung der Redaktion und nicht unbedingt die des BDAE wider.