Familienpolitische Ansätze 1.Der liberale Ansatz 2.Der konservative Ansatz 3.Der sozialistische...

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Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Familienpolitische Ansätze

1.Der liberale Ansatz

2.Der konservative Ansatz

3.Der sozialistische Ansatz

4.Der egalitär-feministische Ansatz

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der liberale Ansatz

Formale Gleichberechtigungzwischen Mann und Frau

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der liberale Ansatz

Formale Gleichberechtigungzwischen Mann und Frau

- Rolleninterpretation ist Sache der jeweils betroffenen Individuen

- und muss zwischen den Partnern ausgehandelt werden

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der liberale Ansatz

Unterscheidung zwischenRecht und Tugend

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der liberale Ansatz

Unterscheidung zwischenRecht und Tugend

- Familienpolitik schafft Spielräume der Freiheit

- Familiale Lebensgestaltung bleibt der Familie überlassen

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der liberale Ansatz

Vorteile:

Große Spielräume derFreiheit für die Wahlder Familienform, derKindererziehung und

der Rolleninterpretation

Nachteile:

Indifferenz gegenübermöglicherweise

normativ relevantenSachverhalten.

Nur formale, keinetatsächliche Freiheit.

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der konservative Ansatz

Familiales Leben und familiäre Arbeit ist grundsätzlich förderungswürdig

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der konservative Ansatz

Familiales Leben und familiäre Arbeit ist grundsätzlich förderungswürdig

- weil sie wertvoll für die Gesellschaft ist

- weil die familiale Lebensgemein- schaft wertvoll an sich selbst ist

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der konservative Ansatz

Relevanz der Geschlechterdifferenz

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der konservative Ansatz

Relevanz der Geschlechterdifferenz

- keine Vorentscheidung hinsichtlich der Rolleninterpretation

- jedoch Rücksicht auf eine mögliche Relevanz der Geschlechterdifferenz

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der konservative Ansatz

Präferenz für die Ehegattenfamilieals ‚vollständige‘ Familie

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der konservative Ansatz

Präferenz für die Ehegattenfamilieals ‚vollständige‘ Familie

- intakte Paarbeziehung als beste Voraussetzung für die Erziehung

- jedoch auch Förderung anderer Familienkonstellationen

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der konservative Ansatz

Vorteile:

Hinreichende Spiel-räume der Freiheit.

Realisierung tatsäch-licher Freiheit durchFamilienförderung.

Wertoptionfür die Familie.

Nachteile:

Gefahr der implizitenPrivilegierung

‚intakter‘ Familien.

FragwürdigeKonstruktion einer

natürlichenGeschlechterdifferenz

(sex statt gender).

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der sozialistische Ansatz

Normative Bewertung der Bereiche Produktion und Reproduktion

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der sozialistische Ansatz

Normative Bewertung der Bereiche Produktion und Reproduktion

- tendenzielle Abwertung der Familienarbeit (Reproduktion)

- starke Aufwertung der Erwerbsarbeit (Produktion)

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der sozialistische Ansatz

Auslagerung familialer Arbeit ausder Familie in die Öffentlichkeit

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der sozialistische Ansatz

Auslagerung familialer Arbeit ausder Familie in die Öffentlichkeit

- Verlagerung der Kinderbetreuung in den ‚Erwerbsarbeitsbereich‘

- normative Entscheidung gegen die Geschlechterdifferenz

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der sozialistische Ansatz

Vorteile:

Bereitstellungumfangreicher

Kinderbetreuungs-möglichkeiten.

Integration der Frauenin das Erwerbsleben.

Nachteile:

FragwürdigeWertoption gegenfamiliale Arbeit.

Einschränkung der Freiheitsspielräume

durch starke normativeVorentscheidungen.

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der feministische Ansatz

Unterscheidung verschiedenerfeministischer Ansätze

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der feministische Ansatz

Unterscheidung verschiedenerfeministischer Ansätze

- egalitärer Feminismus

- Differenzfeminismus

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der feministische Ansatz

Simone de Beauvoir:

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der feministische Ansatz

Simone de Beauvoir:

„Man kommt nicht als Frau zur Welt,man wird es.“

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der feministische Ansatz

Feminismus als Machttheorie:

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der feministische Ansatz

Feminismus als Machttheorie:

Die Familie mit ihren spezifischenRollenzuweisungen ist in ersterLinie ein Phänomen patriarchalerGesellschaftsstrukturen.

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der feministische Ansatz

Familienpolitik als ‚Gegenbewegung‘zu patriarchalen Machtstrukturen

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der feministische Ansatz

Familienpolitik als ‚Gegenbewegung‘zu patriarchalen Machtstrukturen

- weitgehende Auslagerung familialer und der Erziehungsarbeit

- egalitäre Aufteilung der verbleibenden Familienarbeit

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Der feministische Ansatz

Vorteile:

Tatsächliche Spielräumeder Freiheit für Frauen.

Bessere Chancen fürFrauen im

Erwerbsleben.

Gerechtere Aufteilungder Familienarbeit.

Nachteile:

FragwürdigeWertoption gegenfamiliale Arbeit.

Einschränkung der Freiheitsspielräume

durch starke normativeVorentscheidungen.

Familie zwischen Trauma und Idyll Wintersemester 2005/2006

Familienpolitische Ansätze

1.Der liberale Ansatz

2.Der konservative Ansatz

3.Der sozialistische Ansatz

4.Der egalitär-feministische Ansatz

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