100 Jahre jung: Alois Graf Frau Ava 2019. 6. 30.¢  100 Jahre jung: Alois Graf Der Paudorfer Alois Graf

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  • Pfarrblatt der Pfarre Paudorf-Göttweig

    April 2013 | 45. Jahrgang

    100 Jahre jung: Alois Graf Der Paudorfer Alois Graf feiert am 24. April seinen 100. Geburtstag. Die Pfarrgemeinde gra- tuliert von Herzen.

    Im Gegensatz zu Frauen wurde nie zuvor in der Pfarrgeschichte ein Mann 100 Jahre alt. Alois Graf erfreut sich einer ausge- zeichneten Konstitution. Er frönt mit Leidenschaft seinem Lese-Hobby.

    Alois Graf wurde am 24. April 1913 als Sohn des Winzerehepaars Anton Graf und Johanna geb. Weixelbaum in Steinaweg 6 (ehemaliges Gemeinde- haus) geboren. Er besuch- te die Privat-Volksschule Göttweig, wohin er täglich um 5 Uhr zu Fuß aufbrach, weil er dort um 6 Uhr Mi- nistrantendienst leiste- te. Danach gab es Kaffee. Der Unterricht fand von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr statt, anschlie- ßend wurden bis 16 Uhr die Aufgaben geschrieben, dann ging es wieder heim- wärts. In der Mittagspause erhielten die Schüler ein Essen. Das erinnert an die heutige Schulform in Paudorf, wo seine Enkelin Hedwig Felsner seit dem Vorjahr Direktorin ist.

    Der Jubilar kann sich auch noch an die später im Zweiten Weltkrieg zer- störten Göttweiger Mu- seen für Technik (Frau-

    enturm) und Volkskunde (Altmanniturm) erinnern. In letzterem befanden sich „zwei oder drei in Spi- ritus eingelegte Indianer- köpfe“. Die Hauptschule absolvierte er in Abend- kursen. Danach wurde er Zollbeamter. Am 14.7.1940 heiratete er die Paudor- fer Bäckerstochter Ama- lia Weiß am Standesamt Paudorf und in der Stifts- kirche Göttweig. Es war dies die erste Trauung des ebenfalls aus Steinaweg gebürtigen P. Benedikt Ramoser als Pfarrer von Göttweig.

    Eingezogen zur Deut- schen Wehrmacht, ver- brachte er 1945-1946 in Kriegsgefangenschaft. Ge- meinsam mit Gattin Ama- lia hat er zwei Töchter: Hedwig Michel und Anna Steinbatz. Seine Gattin Amalia ist 1991 verstorben. Sein Wohnhaus war an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert im Besitz von Vorfahren des Komponis- ten Franz Liszt.

    Frau Ava Literaturpreis Corinna Antelmann wird am 24. April in der Kirche St. Blasien mit dem „Frau-Ava-Litera- turpreis 2013“ zum The- ma Jugend ausgezeich- net.

    Der Festakt beginnt um 19 Uhr. Alle Interessier- ten sind dazu und an- schließend zum Imbiss im Landgasthof Schickh eingeladen. Am 25. April liest die Preisträgerin um 19 Uhr im Hellerhof.

    Die aus Norddeutschland stammende und heute in Linz lebende Autorin konnte sich mit ihrem Text „Maja hasst Bienen“ unter insgesamt 80 Ein- sendungen durchsetzen. Ihr Text über die Suche Jugendlicher nach ihrer Identität ist nach dem Ju- ry-Urteil „temporeich und dynamisch“ erzählt. Die Auswahl des Textes erfolg- te in einem anonymisier- ten Verfahren.

    Antelmann wurde 1969 in Bremen geboren und stu- dierte Angewandte Kul- turwissenschaft und Äs- thetik an der Universität Hildesheim, bevor sie die

    künstlerische Leitung des Jugendtheaters der The- aterwerkstatt Hannover übernahm. Seit 1996 ist sie als freie Autorin tätig und erhielt u. a. das Mira- Lobe-Stipendium des Kul- turministeriums.

    Der Ava-Preis wird alle zwei Jahre für einen Pro- satext verliehen, der sich mit Themen im Span- nungsfeld von Spirituali- tät, Politik und Religion auseinandersetzt und ist mit 10.000 Euro dotiert. Die „Frau Ava Gesellschaft für Literatur“ ist ein nicht gewinnorientierter Ver- ein. Er hat seinen Namen von der ersten Dichterin in deutscher Sprache, Frau Ava, die um 1060 geboren wurde und 1127 vermutlich in Klein-Wien starb.

    Das Fest der Auferstehung unseres Herrn Jesus ist das größte Fest der Christen

    Frohe Ostern wünschen Ihnen

    Fini Heninger P. Udo Fischer Franz Schrefl PGR-Obfrau Pfarrer PKR-Obmann

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    Am Mittwoch wurde der argentinische Jesuit Jor- ge (Georg) Borgoglio zum Papst gewählt, am Sonntag darauf stand ein Projekt seines österrei- chischen Ordensbruders P. Georg Sporschill auch heuer wieder im Zentrum des „Fastensuppenessens“

    unserer Pfarre. Beide Jesuiten verbindet bekanntlich eine tiefe Lie- be zu den Armen und Be- nachteiligten. Melina Reil, seit 5 Jah- ren Mitarbeiterin von P. Sporschill, informierte in der Messe zum 5. Fasten- sonntag ausführlich über

    dessen jahrzehntelanges Hilfsprojekt für Straßen- kinder in Rumänien. Anschließend ging es zum „Fastensuppenessen“ in den Pfarrsaal. Es erbrach- te 1.590 Euro.

    Herzlichen Dank allen Suppenessern und Spen-

    dern! Danke der Firma Unfried, die das Gemüse gespendet hat.

    Anstelle des bei einem Skiunfall verletzten Land- gasthof-Chefs Christian Schickh kochten heuer die Jungschar Hellerhof, die Höbenbacherin An- nemarie Ettenauer sowie die Paudorfer Gottfried Dullinger, Ulrike Stauf, Claudia Noderer und Hil- da Anderl mehr als 75 Li- ter Suppen verschiedener Art. Ihnen, den Firmlingen so- wie den Firmhelfern Adi Noderer, Andrea Kienin- ger und Michaela Mitter sei ebenso gedankt wie Fini Heninger, die Melina Reils Kommen „organi- siert“ hat.

    75 Liter Fastensuppe

    Pfarrgemeinderats-Klausur Im Jahr nach der Pfarr- gemeinderatswahl wird bei uns traditionellerwei- se eine Klausurtagung organisiert. Die jüngste fand am 23. und 24. Feb-

    ruar 2013 im Göttweiger Exerzitienhaus statt. Be- gonnen wurde mit einem Gebet vor dem Reliquien- schrein des Heiligen Alt- mann.

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    Der Nachtkreuzweg am 15. März auf dem Göttwei- ger Berg wurde von einem Quintett der Paudorfer Musikkapelle feierlich ge- staltet.

    Bei Wind und drei Minus- graden nahmen nur 30 Personen teil, darunter – wie im Vorjahr an einem Sonntagnachmittag – 20 aus Paudorf. Auch Abt Co- lumban und P. Clemens gingen mit.

    Der Kreuzweg wurde als gemeinsame Andacht der Pfarren Furth, Mautern und Paudorf geplant. Die drei Pfarrer hatten den Termin vor langer Zeit mit Abt Columban abgespro- chen.

    Vereinbarungsgemäß hat die Pfarre Paudorf die Gestaltung und Werbung übernommen. Plakate sind gedruckt und an alle Nachbarpfarren sowie an fast alle Göttweiger Pfar- ren gesandt worden.

    Erster Nachtkreuzweg

    Silberreiher auf Winterurlaub Im diesjährigen Winter wurden viele Wochen hin- durch zwei Silberreiher zwischen Höbenbach und Tiefenfucha gesichtet. Im schneereichen Winter stattete ein Rehbock dem Hellerhof-Garten regel- mäßig nächtens seinen Besuch ab, wie zahlreiche

    Spuren bewiesen. Das Foto von ihm konnte je- doch nur 100 Meter weiter südlich vom Pfarrzentrum am hellen Tag aufgenom- men werden. Hasen und Fasane sind ebenfalls im Winter im- mer wieder Gäste im Hel- lerhof.

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    Neuer Papst Franziskus Mit dem im 77. Lebensjahr stehenden argentinischen Kardinal Jorge Mario Bergoglio wurde am 15. März erstmals ein Südamerikaner und ein Jesuit zum Papst gewählt. Als erster Papst nennt er sich Franziskus – nach dem Heiligen Franz von Assisi.

    Obwohl nur 77 der 115 Stimmen notwendig ge- wesen wären, soll Bergog- lio von „mehr als 90 Kar- dinälen“ gewählt worden sein, schreibt die Mai- länder Zeitung „Corrie- re della Sera“. Bereits bei der Papstwahl 2005 war Bergoglio Favorit und Ge- genkandidat zu Joseph Ratzinger. Er soll damals vom Opus Die verhindert worden sein.

    Er gilt als charismatisch und bescheiden. Seine Gesundheit ist jedoch an- gegriffen, wie die ersten TV-Bilder belegen. Der Ki- ewer Großerzbischof Sw- jatoslav Schewtschuk, der den neuen Papst aus sei- ner früheren Tätigkeit in Argentinien kennt, sagte, dieser sei ein „unglaublich bescheidener“ Mensch. Seine Predigten seien oft ziemlich kurz gewesen, „manchmal nicht mehr als fünf oder sechs Sät- ze“. Aber Bergoglio habe sie mit „ganz tiefem Sinn“ gefüllt und den Gläubigen danach immer fünf bis sieben Minuten zum stil- len Nachdenken gegeben.

    Sohn eines aus Italien stammenden Eisen- bahners

    Papst Franziskus I. galt bisher als „Kardinal der Armen“. Als Erzbischof von Buenos Aires benutzte Jorge Bergoglio öffentliche Verkehrsmittel, bewohnte ein Appartment statt ei-

    ner Bischofsresidenz und setze sich für Benachtei- ligte ein. Er stammt aus einer Familie mit fünf Kindern, deren Vater aus Italien eingewandert war und in Argentinien bei der Bahn arbeitete. Wie viele seiner Landsleute besitzt der 1936 geborene Kardi- nal auch heute neben der argentinischen auch die italienische Staatsbürger- schaft.

    Diplomierter Chemiker

    Der diplomierte Chemiker gilt als Multitalent - als gu- ter Koch, Opernliebhaber, Freund der griechischen Klassik, Shakespeares und Dostojewskis sowie als guter Schwimmer und kräftig, obwohl er seit Kindheit mit Lungenpro- blemen kämpfte. 2010 durchlebte er eine schwere Grippe, von der er sich allerdings wieder er- holt hat. Bergoglios kirch- liche Laufbahn begann mit seinem Eintritt in den Jesuitenorden als 21-Jäh- riger. Kurz nach seiner Priesterweihe 1969 brach- te er es zum Provinzial sei- ner Ordensgemeinschaft in Argentinien (1973). Spä- ter Theologieprofessor, wurde er 1998 zum Erz- bischof von Buenos Aires ernannt.

    „Gute Nacht und ange- nehme Ruhe!“

    Mit einer großen Geste der Demut hat sich Papst

    Franziskus den 1,2 Milli- arden Katholiken weltweit vorgestellt. Er trat nach seiner Wahl am Mittwoch- abend in einer schlichten weißen Soutane, ohne Stola und Mozetta, auf die Mittelloggia des Peters- doms, bat um einen guten gemeinsamen Weg und um Gebet für sich selbst. Hier der Wortlaut seiner kurzen Ansprache:

    „Brüder und Schwestern! Guten Abend! Ihr wisst, es war die Auf-