2013 Allgemeine Rechtskunde Und Einfuehrung in Das Staatsrecht Jwm

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Text of 2013 Allgemeine Rechtskunde Und Einfuehrung in Das Staatsrecht Jwm

  • Allgemeine Rechtskunde undEinfhrung in das Staatsrecht

    Fachtheoretischer Lehrgang zur Ausbildung derJustizwachtmeisterinnen und Justizwachtmeister

  • GESCHICHTLICHE ENTWICKLUNG SEIT 1945UND RECHTSSYSTEM DER BUNDESREPUBLIK

    DEUTSCHLAND

  • VOR WENIGEN TAGEN, AM 03.OKTOBER WAR FEIERTAG:

    1. Was wurde gefeiert?2. Was war vorher?3. Seit wann war der vorherige Zustand?4. Warum war der vorherige Zustand?

  • Deutsche VerfassungsgeschichteRevolution der Brgerlichen von 1848 Deutscher Bund

    Paulskirchenverfassung

    1871 - 1918 Deutsches Kaiserreich mit Bismarckscher Reichsverfassung

    1919- 1933 Weimarer Republik mit Weimarer Verfassung

    1933 - 1945 Ermchtigungsgesetz Auerkraftsetzung der wichtigstenArt. der Weimarer Verfassung

    08. Mai 1945 Kapitulation der letzten deutschen Reichsregierung undbernahme der Staatsgewalt durch die alliierten Siegermchte

    23. Mai 1949 Grndung der Bundesrepublik Deutschland mitGrundgesetz

    07. November 1949 Grndung der Deutschen Demokratischen Republikmit 1. Verfassung der DDR

    3. Oktober 1990 Wiedervereinigung und verfassungsmiger Beitritt mitder Folge der Geltung des Grundgesetzes fr die neuen Bundeslnder

  • NEUERE VERFASSUNGSGESCHICHTE

    22.05.2014 Robert Hippler, BayerischeJustizschule Pegnitz5

    23. Mai 45: letzte Reichsregierung wird abgesetzt

    17. Juli 45: Potsdamer Abkommen

    1947: Londoner Konferenz

    1948: Frankfurter Dokumente

    1948: Herrenchiemseer Konvent

    1948 - 1949: Parlamentarischer Rat

    08. Mai 1949: Grundgesetz der BRD

    03.Oktober 1990: Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland

    06. April 1968: 2. Verfassung der DDR

    1947/48 Deutscher Volkskongress Einheitund gerechten Frieden

    August 1948: Verfassungsentwurf der DDR

    1947: Deutsche Wirtschaftskommission

    07. Oktober 1949: 1. Verfassung der DDR

  • DEUTSCHLAND NACH DEM 2. WELTKRIEG (1945 1949)

  • BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND, BERLIN UNDDEUTSCHE DEMOKRATISCHE REPUBLIK (1949

    1990)

  • BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND (SEIT 1990)

  • Bayerische Verfassungsgeschichte

    22.05.2014 Robert Hippler, Bayerische Justizschule Pegnitz 9

    Seit 1180 lag der Wittelsbacher. 1806 Errichtung eines bayerisches Knigtums. Nach dem Wiener Kongress,war die Deutsche Bundesakte von 1815 der Ansto fr eine erste Verfassungsgebung in Bayern.

    1806: Grndung des Knigrechts Bayern

    Erste verfassungsmige Grundlage des Knigreichs Bayern. Sie garantierte die Grundrechte und fhrte alserste eine moderne Volksvertretung in einem deutschen Staat ein. Unter anderem wurden die Privilegien desAdels eingeschrnkt und die allgemeine Religionsfreiheit eingefhrt. Das Lehnswesen und die Znfte wurdenabgeschafft und somit die Gewerbefreiheit garantiert. Zum ersten Mal gibt es nun auch Fachminister frInnen-, Auen-, Finanz-, Justiz-, und Kriegspolitik.

    1808, Konstitution

    Die Verfassung statuierte keine Demokratie im modernen Sinne, vermochte aber ein tragfhigesZusammenwirken von Knig und Landtag zu bewirken und somit eine konstitutionelle Monarchie zuverwirklichen. Schon zuvor hatte die bayerische Staatsorganisation unter Maximilian von Montgelas (1759-1838) zahlreiche Reformen erfahren, die den Boden fr die neue Verfassung bereiteten.

    Verfassung von 1818

    15. September 1919 , Die Bamberger Verfassung

    8. Dezember 1946: Verfassung des Freistaates Bayern

  • DIE VERFASSUNGAufgabe, Einordnung, Geschichte und Gliederung

    Robert Hippler, Bayerische JustizschulePegnitz

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  • DAS GRUNDGESETZ?

    1. Was ist denn das?2. Was ist darin geregelt?3. Wie ist das Verhltnis zu den 1000enden anderen Gesetzen?4. Und was ist das Besondere am Grundgesetz?

  • Womit beschftigt sich das Grundgesetz?

  • Aufgaben des Grundgesetzes

    Grundrechte Freiheitssicherung fr die

    Brger Machtbegrenzung staatlicher

    Organe Grundwerte des Staates

    festlegen

    Staatsorganisationsrecht Wer und vertritt den Staat Wie ist die Zusammenarbeit Wie wird die Macht ausgebt

  • NORMENPYRAMIDE

    22.05.2014 Robert Hippler, Bayerische JustizschulePegnitz

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    Art. 1,20 GG

    EU-Recht

    Grundgesetz

    Vlkerrecht

    Bundesgesetze imformellen Sinn

    Bundesverordnungenund Satzungen

    Landesverfassungsrecht

    Landesgesetze im formellen Sinn

    Landesverordnungen und Satzungen

    Art. 249 II EGV

    Art. 23 I3, 79 II, III GG

    Art. 80 I GG

    Art. 28 I2, Art. 31 GG

    Art. 28 I2 GG, Art. 75,76 BV

    Art. 55 II BV

    Art. 23 I GG

    Art. 20 III, 1. HS GG

    Art. 25 GG

  • 22.05.2014Robert Hippler,BayerischeJustizschulePegnitz

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    1.Ordnen Sie folgende Gesetze nach ihrem Rang:a) Bayerisches Beamtengesetzb) Zulassungs- Ausbildungs- und Prfungsverordnungc) Beamtenstatusgesetzd) Art. 33 Abs. IV Grundgesetze) EG-Verordnung ber den ffentlichen Dienstf) Art. 94 Bayerische Verfassung

    HchsterRang

    NiedrigsterRang

  • KANN DAS GRUNDGESETZ GENDERT WERDEN?

    22.05.2014Robert Hippler, BayerischeJustizschule Pegnitz

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    Art. 79 GG:

    Mit 2/3 Mehrheit der MitgliederBundestages und des Bundesrates

    Nicht gendert werden knnen nach 79 Abs. 3 GG

    Die staatstragenden Grundstze Art.1 u. 20

    Das GG verliert seine Gltigkeit nach Art. 146 GG mit dem Inkrafttreten einerVerfassung.

    Gendert werden knnen nach Art. 79 I, IIGG:

    Alle Bestimmungen einschlielich derGrundrechte

  • 22.05.2014Robert Hippler, BayerischeJustizschule Pegnitz

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    Die Bundesregierung mchte folgende Artikel im Grundgesetzndern. Prfen Sie, ob dies mglich ist.

    nderungsvorschlagVoraussetzungen

    Die Bundesflagge soll in ZukunftSchwarz-wei-rot sein.

    Art. 22 GG nderung nachArt. 79 I, II GG mglich

    Die gleichgeschlechtlicheLebenspartnerschaft soll der Ehegleichgestellt werden.

    Art. 6 I 79 I, II GG

    Die Zwangsvollstreckung soll auch aufPrivate bertragen werden

    Art. 33 IV 79 I, II GG

    Sachsen, Sachsen-Anhalt undThringen sollen zu einem BundeslandMitteldeutschland zusammengefasstwerden.

    Art. 20 I, aber Art. 29 GG Art. 79 I, II und

    Volksentscheid, Art. 29 II

    Die Lnder sollen aufgelst werden undein Zentralstaat errichtet werden.

    Art. 20 I 79 III Ewigkeitsgarantie

    Die Freiheit der Kunst soll durch Gesetzbeschrnkt werden

    Art, 5 III Art. 79 I, II

    Art. 79 Abs. 3 GG soll abgeschafftwerden.

    Unterliegt ebenfalls de factoder Ewigkeitsgarantie

  • Wie ist das Grundgesetz gegliedert? Prambel Die Grundrechte, Art. 1-19 GG Organisationsnormen des Staates

    Der Bund und die Lnder, Art. 20-37 GG Die Bundesorgane, Art, 38-49 Die Gesetzgebung des Bundes, Art. 70-82 GG Die Bundesverwaltung, Art. 83-91 GG Gemeinschaftsaufgaben Die Rechtsprechung, Art. 92-104 GG Das Finanzwesen, Art. 104a-115 GG Der Verteidigungsfall, Art. 115a115l GG

    bergangs- und Schlussbestimmungen

    22.05.2014 Robert Hippler, BayerischeJustizschule Pegnitz18

  • GRUNDLAGEN, ENTSTEHUNG

    Europa und ichStationen der Europischen EinigungMitgliedsstaatenPrinzipien Europischer Zusammenarbeit

  • DIE EUROPISCHE UNION

    1. Was ist das berhaupt?2. Wie ist die entstanden und wer ist dabei?3. Wer ist was in der EU und wer macht was?

  • WICHTIGE STATIONEN DES EUROPISCHENINTEGRATIONSPROZESSES

    1952

    EGKS

    RmischeVertrgeEuratom

    EWG

    1958 1967

    Fusions-vertrag

    1969

    GemeinsamerMarkt

    1970 1981 1986

    EinheitlicheEuropische Akte

    (EEA)

    Maastricht(Binnenmarkt)

    1993

    Niederlande

    Belgien

    Frankreich

    Bundesrepublik

    Italien

    Luxemburg

    Dnemark

    Grobritannien

    Irland

    1986

    Griechenland

    Portugal

    Spanien

    Beitritt derDDR

    1990

    EuropischeUnion

    sterreich

    Schweden

    Finnland

    1995 1997/99

    Amsterdam(Nachbesserungzu Maastricht))

    2003

    Nizza(Nachbesserungzu Maastricht))

    Ungarn

    Slowakei

    Polen

    Estland

    Lettland

    Tschechien

    Slowenien

    Zypern

    Malta

    Litauen

    2004

    Rom(Vertrag ber

    eineEuropischeVerfassung))

    2007

    Bulgarien

    Rumnien

    2008

    LissabonInstitutionelle

    Reform der EU

  • WELCHE EUROPISCHENINSTITUTIONEN KENNEN SIE?

  • DIE ORGANE DER EG UND DER EU

    EuropischerRechnungshof

    (Art. 246 ff EGV)

    Wirtschafts- undSozialausschuss(Art. 257 ff EGV)

    Ausschuss derRegionen

    (Art. 263 ff EGV)

    Rat der EuropischenUnion (Ministerrat)

    Art 202 ff EGV

    Europischer RatArt 4 ff EUV

    EuropischerGerichtshof

    (Art. 220 ff EGV)

    EuropischeKommission

    (Art. 211 ff EGV)

    EuropischesParlament

    (Art. 189 ff EGV)

  • RECHTSETZUNG DER EGprimres EU-Recht

    Die Vertrge

    Allgemeine,unmittelbare und

    verbindliche Geltungin jedem

    Mitgliedsstaat, Art.249 II EGV

    Richtlinie

    verbindlicheGeltung in dem

    Mitgliedsstaat, anden sie gerichtetist, Umsetzungs-

    pflicht imAdressatenstaat,Art. 249 III EGV

    Entscheidung

    verbindlicheGeltung

    gegenberdemjenigen, diesie bezeichnet,Art. 249 IV EGV

    Verordnung

    Allgemeine,unmittelbare und

    verbindlicheGeltung in jedem

    Mitgliedsstaat,Art. 249 II EGV

    sekundres EU-Recht Art. 249 EGV

  • Die Grundrechte

    Einfhrung und berblick

  • Was sind Grundrechte (Art. 93 Nr. 4 a GG)?

    22.05.2014Robert Hippler, BayerischeJustizschule Pegnitz

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    Art. 1 17 GG Staatsbrgerliche Gleichstellung, Art. 33 GG

    Wahlgrundstze, Art. 38 GG

    Verbot von Ausnahm