JAHRGANG 2016 - irum.de ?· Hans-Bodo Markus Wilhelm-Josef Gussen Georg Pahlke Lucas Ostrau Thomas Wrede…

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  • 2. N U M M E R

    50. J A H R G A N G

    2016

    Eine Reise zum Ich, zum Du, zum Wir!

    Tage der Orientierung

    Religionsnacht am „IKG“

    Mit Oberstufen - schülern auf

    Taizéfahrt

    „Religionsunterricht baut Vorurteile ab“

    Von der Bedeutung religionspädagogischer

    Studienreisen

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    Seite 11

    Seite 14

    Seite 18

    Seite 22

    Schwerpunkt

    Dafür gibt´s Geld. Finanzielle Unterstützung schulpastoraler Projekte

  • 3Editorial

    Editorial: Dafür gibt´s Geld. Finanzielle Unterstützung schulpastoraler Projekte

    Eine Reise zum Ich, zum Du, zum Wir!

    Förderung von Maßnahmen im Bereich Religionsunterricht und Schulpastoral

    Tage der Orientierung am Pelizaeus-Gymnasium Paderborn

    Orientierungstage im Erzbistum Paderborn

    Religionsnacht am „Immanuel-Kant-Gymnasium“ in Bad Oeynhausen

    „Wer sich selbst nichts gönnt, wem kann der Gutes tun?“

    Leben wie Gott in Frankreich – Mit Oberstufenschülern auf Taizéfahrt

    Hoffnungsbilder an kahlen Wänden. Flüchtlingsarbeit in Hamm und wie sich Schulen beteiligt haben

    „It sounds go(o)d!“ – Glaube zum Klingen bringen

    Erzbischof Hans-Josef Becker: „Religionsunterricht baut Vorurteile ab“

    Von der Bedeutung religionspädagogischer Studienreisen. Von der „Kirche in Rom“ zur „römischen Kirche“ – ein Beispiel

    Impressum

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    Inhaltsverzeichnis

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    Titelbild: Sparschwein

    Steht das Sparschwein auf dem Titelbild für eine Sparrunde? Oder gar „geiz ist geil“? Im Gegenteil: Das Geld im Bauch des Sparschweins leistet symbolisch einen finanziellen Beitrag zur Umsetzung von Ideen in der Schulpastoral an den Schulen in unserem Erzbistum.

    Dompropst Joachim Göbel

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    Gerhard Krombusch

    Melina Lohmann

    Hans-Bodo Markus

    Wilhelm-Josef Gussen

    Georg Pahlke

    Lucas Ostrau

    Thomas Wrede

    Bianca Behle

    Benjamin Eckert

    „Geht es bei der Kirche eigentlich immer nur um Geld“, könnte der auf- merksame Beobachter des Zeitge- schehens meinen. Denn die Bericht- erstattung der letzten Wochen und Monate über Kirche in Deutschland war mitgeprägt von Zahlen. Wie se- hen die Bilanzen aus, wie gestalten sich Einnahmen und Ausgaben? Und jetzt folgt auch noch die Schulabtei- lung in Paderborn?

    Weit gefehlt! Denn Geld ist kein Selbstzweck. Entscheidend ist seine Verwendung. Daher haben wir den Themenschwerpunkt dieses Heftes auf die Fragestellung konzentriert: Wie können schulpastorale Projekte und Maßnahmen finanziell gefördert werden. Denn zur guten Idee gehört auch die Frage der Finanzierung.

    In Teil 1 des vorliegenden Heftes der Schulinformationen stellen wir Ihnen eine Vielzahl von Projekten, Aktionen und Maßnahmen aus dem Bereich der Schulpastoral vor und verweisen gleichzeitig auf die Möglichkeit eines finanziellen Zuschusses. Die Beispie- le sind trägerunabhängig.

    So berichtet Melina Lohmann von Schülerinnen und Schülern des Edith-Stein-Berufskollegs, die sich mit begleitenden Lehrerinnen und Lehrern auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela begeben haben, Wilhelm-Josef Gussen und Lucas Ostrau von Orientierungstagen und Religionsnächten. Die Jugendbil- dungsstätten Jugendhaus Hardehau- sen (Warburg), Kupferberg (Detmold), Jugendhof Pallotti-Haus (Olpe) und Oase in Meschede werden vorgestellt als Orte für Orientierungs- oder Be- sinnungstage und als Kooperations- partner für Schulen. Bianca Behle berichtet von einer jährlich stattfin-

    denden Taizéfahrt des Gymnasiums Wilnsdorf, Benjamin Eckert von ei- nem Flüchtlingsprojekt in Hamm und der Beteiligung von Schulen vor Ort. Musikalisch Interessierte erhalten ei- nen Hinweis auf das neu aufgelegte Projekt „Christliche Popularmusik“ und Thomas Wrede stellt die einmal jährlich stattfindenden Einkehrtage der Fachkonferenz Religion an wech- selnden Orten vor.

    Zahlreiche Beispiele schulpastora- ler Projekte, die den Leser zunächst über die Bandbreite schulpastoraler Möglichkeiten informieren, ihn mit- unter bei der Lektüre begeistern und vielleicht ermutigen, selbst ähnliches einmal anzupacken. Wege der Mitfi- nanzierung werden konsequent auf- gezeigt. Nutzen Sie die Möglichkei- ten!

    In Teil 2 des Heftes – Neues aus Schulen und Schulabteilung – infor- mieren wir Sie über die „Gemeinsame Erklärung aller sieben Bekenntnisse zur Bedeutung des Religionsunter- richts“. Darin wird die Bedeutung des bekenntnisorientierten Religi- onsunterrichts für ein friedliches und respektvolles Miteinander bekräftigt. Erzbischof Hans-Josef Becker bringt es auf den Punkt: „Religionsunter- richt baut Vorurteile ab“. Angesichts der jüngsten Ereignisse in Frankreich und in unserem Land können wir uns nur wünschen, dass diese Wirkung des Religionsunterrichtes tatsächlich eintritt. Wirken wir da mit, wo es in unseren Kräften steht.

    Von der Bedeutung religionspäda- gogischer Studienreisen am Beispiel Rom berichtet Gerhard Krombusch. In seiner markanten Schreibweise gelingt es ihm ausführlich, die Brücke zuschlagen von dem, was die Teil-

    nehmer in Rom gesehen haben, auf das, was uns als Christen im Alltag und als Religionslehrer im Unterricht bewegt. Praxisorientierte Hinweise über neu erschienene Arbeitshilfen und eine Übersicht neuer AV-Medien, die zur Ausleihe im IRUM Dortmund und Paderborn bereitstehen, runden das Heft ab.

    Die Schulferien sind nun zu Ende, die Schule beginnt. Ich hoffe, dass die letzten Wochen Ihnen und Ihren Fa- milien Ruhe und Erholung verschafft haben. Längst haben Sie schon den Blick auf das neue Schuljahr gerich- tet, die Unterrichtsvorbereitung läuft, Sie übernehmen neue Klassen oder dürfen vertraute Schülerinnen und Schüler weiter unterrichten. Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins neue Schuljahr!

    Ihr

    Dompropst Msgr. Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung

    Dafür gibt´s Geld! Finanzielle Unterstützung schulpastoraler Projekte

  • „Wir sind Schüler einer sozialen Schule. Und ich glaube, kein Buch und kein Praktikum kann so viele wichtige Erfahrungen liefern wie eine zehntägige Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela.“

    Die Pilgerin, die dieses Statement ab- gegeben hat, beschreibt an anderer Stelle, wie sie es zeitweise bereute, sich auf den Weg gemacht zu haben. Der Wunsch nach ihrem Bett, nach ei- ner warmen Dusche oder einer Pause sei streckenweise übermächtig ge- wesen. Trotzdem ist sie voller Dank- barkeit für diese Erfahrung, die sie mit sich selbst und mit ihrer Gruppe ma- chen durfte. Diese Gruppe, das sind sieben Schülerinnen und ein Schüler, Lehrerin Caroline Knaup und Lehrer Norbert Wenner des Edith-Stein-Be- rufskollegs, die sich im Herbst 2015 aufgemacht haben, einen Teil des Ja- kobswegs nach Santiago de Compo- stela zu pilgern.

    Am 30.10.2015 starten die motivier- ten Pilger nach einer langen und in-

    An einem bunten Turm mit Fäden und Wün- schen hängen die Paderborner das Plakat: „Zeichenhaft Handeln“ auf. Es steht symbolisch für eine bunte Zukunft.

    Eine Reise zum Ich, zum Du, zum Wir! Auf dem Weg nach Santiago de Compostela und in den eigenen pastoralen Raum Melina Lohmann

    tensiven Planungsphase. Vorher, von Juli bis Oktober, war die Gruppe in verschiedenen Gemeinden unter- wegs, um ihr Projekt vorzustellen und um Anliegen, Gebete und Wünsche von den Gemeindemitgliedern auf ihre Reise nach Santiago de Compo- stela mitzunehmen. Mit dem Reise- segen und den Worten: „Pilgern heißt auf dem Weg zu Gott und sich selbst zu sein“, bricht die Gruppe auf. Die erste Etappe, die die Pilger von Sarria nach Ferreiros führt, ist für viele noch ungewohnt, das Gepäck wiegt spür- bar schwer. Die ersten 16 Kilometer sind anstrengend und alle sind froh, den Abend bei einem guten Essen zu beenden. Während die Reise die nächsten Tage gut weiterverläuft und die Gruppe jeden Tag um die zwanzig Kilometer zurücklegt, machen die Pil- gerinnen und Pilger unterwegs beein- druckende Begegnungen. Sie singen zusammen mit Einheimischen, fühlen sich in den Gottesdiensten heimisch und erleben täglich die herzliche Gastfreundschaft der Spanier. Allen fällt es leicht, mit Menschen unter-

    schiedlicher Nationen ins Gespräch zu kommen. Nicht zuletzt auch des- halb, weil Caroline Knaup zwischen- durch immer wieder „Spanischunter- richt“ erteilt und bei Vokabellücken weiterhelfen kann. Norbert Wenner hält in seinem Reisetagebuch fest: „Vielleicht ist etwas dran am Spruch: „Europa entstand auf dem Pilger- weg.“

    Als die Pilgerinnen und Pilger endlich ihr Ziel erreichen, eine beeindrucken- de Pilgermesse in der Kathedrale erleben dürfen und auf andere Pilge- rinnen und Pilger treffen, die enthu- siastisch ihr Ankommen in Santiago feiern, wird ihnen bewusst, dass San- tiago de Compostela im Grunde nicht ihr Ziel ist, sondern vielmehr ein neuer Anfang, der sich aus den Erfahrungen der Wanderschaft speist.

    An ihrem zweiten Tag in Santiago setzt sich die Gruppe intensiv mit dem Zukunftsbild auseinander. Nach intensiver Lektüre überlegen sich alle spontan, wie sie hier, an diesem be-

    sonderen Ort, das Zukunftsbild sze- nisch umsetzen können. Aber nicht nur das Zukunftsbild hat die Gruppe ihren Weg über begleitet, sondern auch die mitgebrachten Anliegen ih- rer Gemeinden hat die Gruppe noch