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Page 1: Einen zusammenfassenden Bericht über die Anwendungsmöglichkeiten der Polarographie in der pharmazeutischen Chemie

3. Analysenmethoden anf dem Gebiete der Pharmazie 307

oder eine w/~l~rige Pheno115sung empfohlen. Am zweckmal3igsten erweist sich eine Mischung naeh PArTriDGe, die ans n-Butanol-Essigs~ure-Wasser (40 : 10 : 50) be- steht. Die Mischungstemperatur sollte nicht fiber 18 ~ C liegen. Das Troeknen wird durch einen UR-Strahler vorgenommen. Die Wahl des Entwicklers richter sieh nach der Natur der zu untersuchenden Verbindung. Zum Nachweis yon Alkaloiden werden D~AGE~DO~FSS l~eagens, far Flavone alkoholisehe Kalilauge oder Alumi- ninmchlorid, far Tannine und Phenole Eisen(III)-ehlorid und. ferner far Stick- stoffverbindungen m-Dinitrobenzol und Pikrinsaure empfohlen. Die Verff. be- richten ausfiihrlieh iiber die erhaltenen tr der einzelnen Bestandteile einer zahh'eiehen geihe von Drogen. DOl~IS HEILIGMANN"

Einen zusammenfassenden Bericht fiber die AnwendungsmSgliehkeiten der Polarographie in der pharmazeutisehen Chemie gibt V. VOI~KOVA 1. Die Bestim- mung der Bestandtefle yon Arzneimitteln erleichtert die Polarographie in vielen F/~llen, da langwierige Trennungen und Extraktionen iiberfliissig werden; in anderen F~llen ist diese Methode die einzig spezifisehe. Es werden die Wichtigkeit der Puffer- und GrundlSsungen erSrtert und viele Beispiele angegeben (Tabletten, Drogen, Syrupe), we die p01arographische Untersuchung vorteflhaft ist (68 Litera- turangaben). J. PLAN~:

Polarographisehe Bestimmung yon Kupfer-Ionen in handelsiibliehem Kupfer- Chlorophyllin. W. L. WUGQATZ~ und J. E. Cm~Is~IA~ 2 weisen daranf hin, daft friiher mitgeteflte tgeduktionsstufen bei tier Polarographie handelsiiblichen Xupfer- Chlorophy]lins s in ammoniakalischer LSsung bei - -0 ,26 und --0,53 V ~ls Stufen erkannt wurden, die ftir Kupfer-Ionen als Begleitsubstanz charakteristiseh sind. Wird in 1,5 m Ammoniak-AmmoniumehloridlSsung polarographiert, so treten diese Stufen bei yon Kupfer-Ionen freien Kupfer-Chlorophyllin-Prgparaten nicht auf. Bei Beriicksichtigung eines Grundstromes kann somit schnell u n d einfaeh auf die Reinheit eines Pr~parates geschlossen werden. K. Cruise

Zur Bestlmmung yon Queeksilberaminoehlorid nnd Zinkoxyd nebeneinander in Salben entwickeln M. ROTT und M. l~ctcX~ ~ ein komplexometrisches Titrations- verfahren, bei welchem zun~ehst die Summe Quecksilber + Zink dutch Zugabe eines Komplexontiberschusses und l~iicktitration mit MagnesiumsalzlSsung fest- gestellt wird. Zur austitrierten LSsung gibt man einen UberschuB an Ka]iumjodid, dutch den das Quecksflber unter Bildung des sehr best~ndigen Jodokomplexes aus seiner KomplexonbindLmg verdi'angt wird. Das freigewordene Komplexon, das dem Quecksflber genau ~quiv~lent ist, wird mit der MagnesiumsalzlSsung titriert. In Gemisehen der reinen S~offe (ungefahr je 0,03--0,04 g ttgNTIpC1 trod ZnO) ergaben sich bei der Hg-Bestimmung --0,4 his + 1,4~o , bei der Zn-Bestimmung etwa 0,25% betragende Fehler. In Salben sind die Fehler etwas grSBer (bis etwa 2%). Sulfathiazol stOrt nicht. - - Aus/i~hrung. Geraisehe yon HgSTHpC1 und ZnO oder eine entsprechende Einwaage einer Salbe 15st man heiB in Salzsaure und neu- tralisiert die LSsung mit Natronlauge. Nach Zugabe eines lJbersehusses an 0,1 m KomplexonlSsung, der fiblichen Menge PufferlSsung (54 g NH4C1 + 350 nr iges

1 Magyar KTmikusok Lapja 10, 302--306 (1955) [UngarischJ; Akad. Wiss., Prag. 2 j . Amer. pharmae. Assoc., sei. Edit. 44, 645 (1955). Purdue Univ., Lafayette,

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,,Medika, n. p." Briinn.

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