Brandschutzaufklärung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/20021 Brandschutz im Haushalt Version 1.0 © Kreisbrandinspektion Ebersberg, Robert Wagner

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    05-Apr-2015

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<ul><li> Folie 1 </li> <li> Brandschutzaufklrung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/20021 Brandschutz im Haushalt Version 1.0 Kreisbrandinspektion Ebersberg, Robert Wagner </li> <li> Folie 2 </li> <li> Brandschutzaufklrung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/20022 Die meisten Brnde im privaten Wohnbereich, durch die Menschen zu Schaden kommen, brechen nachts zwischen 22.00 Uhr und 6.00 Uhr aus. </li> <li> Folie 3 </li> <li> Brandschutzaufklrung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/20023 Traum vom Eigenheim endet verheerend Mnchner Merkur: Montag, 7.01.2002 (Ulf Vogler) Mutter und vier Kinder sterben bei Brand in Neubaugebiet Vater konnte sich retten Tegernheim Fr die sechskpfige Familie F. aus dem oberpflzischen Tegernheim wurde der Traum vom eigenen Heim zum blanken Horror. In einem neuen Einfamilienhaus in dem Regensburger Vorort starben am Samstag bei einem verheerenden Brand die Mutter und ihre vier Kinder im Alter von acht bis 16 Jahren. Nur der Familienvater konnte schwer verletzt entkommen. Das Flammeninferno gilt als einer der schwersten Brandkatastrophen der letzten Jahre in Bayern. Gegen vier Uhr Frh hatte die 41-jhrige Frau noch selbst per Notruf die Feuerwehr informiert. Als die Helfer eintrafen, schlugen die Flammen bereits aus dem Dachstuhl, erklrte Polizeisprecher Manfred Schiegl. Der ebenfalls 41 Jahre alte Familienvater habe sich selbst noch ins Freie retten knnen. Er sei dann mit einer Rauchvergiftung in eine Klinik nach Regensburg gebracht worden, sagte der Pressesprecher. Sein Zustand sei aber nicht lebensbedrohlich. Aus dem brennenden Gebude in dem Neubaugebiet konnten die Retter noch die Frau und zwei ihrer Kinder befreien. Alle drei erlagen aber kurze Zeit spter auf dem Weg ins Krankenhaus ihren Verletzungen. Zwei weitere Kinder konnten nur noch tot aus dem Haus geborgen werden. Auer dem 14-jhrigen Jungen Manfred F. und der 16 Jahre alten Tochter Manuela starben bei der Familientragdie auch die achtjhrigen Zwillinge Barbara und Monika. Als Ursache ermittelten die Experten von der Regensburger Kripo und dem Bayerischen Landeskriminalamt einen technischen Defekt. Durch die elektrische Verkabelung oder ein Gert wie vielleicht den Fernseher sei das Feuer im Wohnzimmer entstanden, sagte Schiegl. Ein Fremdverschulden knnen wir auf jeden Fall ausschlieen. Intern bemngelten Feuerwehrleute, dass in dem Haus wie in den meisten anderen Neubauten auch kein Rauchmelder installiert gewesen sei. Bei der Brandbekmpfung machten den rund 120 Helfern die eisigen Temperaturen zu schaffen..... </li> <li> Folie 4 </li> <li> Brandschutzaufklrung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/20024 Die Bewohner werden von einem Brand im Schlaf berrascht. Brandopfer kommen meist nicht durch die Flammen, sondern durch Brandrauch ums Leben. </li> <li> Folie 5 </li> <li> Brandschutzaufklrung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/20025 Drei Geschwister sterben bei Brand Sddeutsche Zeitung: Mittwoch, 9.01.2002 Aachen (AP) Beim verheerenden Brand eines Mehrfamilienhauses in der Nhe von Aachen sind am Dienstag drei Geschwister ums Leben gekommen. Fr den neunjhrigen Jungen und seine Schwestern im Alter von 13 und 18 Jahren gab es keine Rettung mehr. Die Eltern blieben unverletzt und hatten sich verzweifelt bemht, ihren Kindern zu helfen. Die Brandursache war noch unklar. Der Brand in Alsdorf, rund 15 Kilometer nordstlich von Aachen, berraschte die Bewohner nachts. Der Alarm ging bei der Feuerwehr am Dienstagmorgen gegen 01.40 Uhr ein. Beim Eintreffen der Rettungskrfte brannte das Haus lichterloh. Feuerwehrmnner, die sich durch die Flammen vorkmpften, fanden die Kinder tot in ihren Betten. Die Eltern wurden von Notfallseelsorgern betreut. Mehrere Feuerwehrmnner, zum Teil selbst Familienvter, brachen nach dem Einsatz zusammen und mussten von Psychologen behandelt werden. Technischer Defekt lste Brand aus Sddeutsche Zeitung: Donnerstag, 10.01.2002 Aachen (dpa) Ein technischer Defekt an einem Elektrogert hat vermutlich das Feuer ausgelst, bei dem am Dienstag in Alsdorf in Nordrhein-Westfalen drei Geschwister ums Leben gekommen sind. Zu diesem Ergebnis seien drei Experten nach Untersuchung des Brandortes gekommen, teilte die Aachener Polizei am Mittwoch mit. Bei dem Brand in einem Mehrfamilienhaus waren trotz massiver Rettungsversuche drei Kinder im Alter von 9, 13 und 18 Jahren gestorben. Fnf Menschen wurden leicht verletzt, die Eltern erhielten psychologische Betreuung. </li> <li> Folie 6 </li> <li> Brandschutzaufklrung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/20026 Jhrlich in Deutschland: 200.000 Brnde 800 Brandtote (davon 200 tote Kinder ) 6.000 Brandverletzte mit Langzeitschden ber 1 Mrd. EUR Brandschden im Privatbereich. Brandtote sind Rauchtote: die Mehrheit stirbt an einer Rauchvergiftung! </li> <li> Folie 7 </li> <li> Brandschutzaufklrung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/20027 Wie kann man sich schtzen? Feuerlscher Rauchmelder Feuerlschdecke </li> <li> Folie 8 </li> <li> Brandschutzaufklrung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/20028 Rauchmelder Brandrauch: - wirkt einschlfernd und erstickend. - behindert die Atmung, ist giftig und teilweise tzend (eine Rauch- vergiftung kann nach 2 Minuten tdlich sein). - ist hei, behindert und nimmt die Sicht. - fhrt zur Orientierungslosigkeit, Panik und Angst. - kommt lautlos und kann tdlich sein! </li> <li> Folie 9 </li> <li> Brandschutzaufklrung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/20029 Rauchmelder Rauchmelder sind bestens dazu geeignet, die Familie bei der Entstehung eines Brandes durch den lauten Alarmton (85 dB/3m) zu alarmieren. Mehrere Rauchmelder im Haus erhhen die Chance, rechtzeitig zu entkommen. Besonders gefhrdet sind schlafende Menschen. Giftiger Rauch und tdliches Kohlenmonoxid wecken nicht, sondern fhren rasch zur Bewusstlosigkeit. Die meisten Brnde beginnen zwischen 19.00 und 7.00 Uhr. Und zwischen 23.00 und 7.00 Uhr werden die meisten Menschen durch Brnde im Privatbereich gettet oder verletzt. </li> <li> Folie 10 </li> <li> Brandschutzaufklrung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/200210 Rauchmelder - Wo und wie montieren? Die Montage ist problemlos: Zwei Schrauben gengen. Rauchmelder werden in der Raummitte an der Decke angebracht. Bild: ZVEI e.V. Mindestschutz Optimaler Schutz Kleinwohnung </li> <li> Folie 11 </li> <li> Brandschutzaufklrung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/200211 Rauchmelder - Wo und wie montieren? Der Flur als Schnittstelle zwischen Wohn- und Schlafbereich ist besonders geeignet. So werden schlafende Personen frhzeitig geweckt. In Zimmern, wo die grte Gefahr droht: - Zimmer mit Elektrogerten, Kinderzimmer, Schlafzimmer (Kche ohne Dunstabzug und Bad sollten ausgenommen werden, da Wasserdmpfe zu Fehlalarmen fhren). Bild: ZVEI e.V. Mindestschutz Optimaler Schutz 3-Zimmer-Wohnung </li> <li> Folie 12 </li> <li> Brandschutzaufklrung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/200212 Rauchmelder - Wo und wie montieren? In mehrstckigen Wohngebuden empfiehlt sich in jeder Etage mindestens ein Rauchmelder (Mindestschutz). Besonders wichtig ist er am oberen Ende von Treppenhusern. Bild: ZVEI e.V. Mindestschutz Optimaler Schutz Mehrstckiges Haus </li> <li> Folie 13 </li> <li> Brandschutzaufklrung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/200213 Rauchmelder - Die Technik Bild: Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. Normalzustand Raucheintritt </li> <li> Folie 14 </li> <li> Brandschutzaufklrung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/200214 Rauchmelder - Prfzeichen Achten Sie beim Kauf auf geprfte Gerte! Prfzeichen: - VdS (Deutschland) EN ISO 12239 - British Standard (BS) - Underwriter Laboratories (USA) ltere Normen! </li> <li> Folie 15 </li> <li> Brandschutzaufklrung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/200215 Verhalten im Brandfall: Bewahren Sie Ruhe und handeln Sie berlegt! Lschen Sie den Brand nur dann selbst, wenn Sie sicher sind, dass Sie es schaffen. Ansonsten verlassen Sie schnell den Brandraum und schlieen Sie die Tr hinter sich, um eine Ausbreitung von Rauch und Feuer zu verhindern! Warnen Sie alle Mitbewohner und verlassen Sie umgehend mit ihnen die Wohnung (nehmen Sie keine Gegenstnde mit)! Helfen Sie lteren oder kranken Menschen und Kindern! Wenn Sie unbedingt durch den Rauch mssen, bewegen Sie sich in Bodennhe! </li> <li> Folie 16 </li> <li> Brandschutzaufklrung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/200216 Verhalten im Brandfall: ffnen Sie keine Tren, die warm oder hei sind (dahinter knnte das Feuer lauern)! Benutzen Sie keine Aufzge! Wenn der Weg nach drauen verqualmt ist, gehen Sie in ein rauchfreies Zimmer und machen Sie sich dort am Fenster bemerkbar! (Trritzen mit Tchern abdichten!) Alarmieren Sie so schnell wie mglich die Feuerwehr: - Wer meldet? - Was ist passiert? - Wo ist es passiert? - Wie viele Menschen sind betroffen, verletzt oder gefhrdet? - Warten ob die Feuerwehr noch Fragen hat! </li> <li> Folie 17 </li> <li> Brandschutzaufklrung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/200217 Bereiten Sie sich auf den Ernstfall vor: Besprechen Sie mit Ihren Mitbewohnern (Kinder!) die mglichen Fluchtwege und ben Sie diese im Dunkeln immer wieder ein. Prgen Sie sich Ihren Fluchtweg ein - die optimale Orientierung kann im Notfall ausschlaggebend sein! Halten Sie Taschenlampen griffbereit! Informieren Sie sich ber den Standort und die Handhabung Ihres Feuerlschers / Feuerlschdecke. Alle Heiz-, Koch- und Wrmegerte fr feste, flssige oder gasfrmige Brennstoffe sowie alle Elektrogerte mssen den anerkannten Regeln der Technik entsprechen. </li> <li> Folie 18 </li> <li> Brandschutzaufklrung Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern BA 01/200218 Zustzliches Infomaterial: Freiwillige Feuerwehr www.lfv-bayern.de www.bfv-obb.de www.rauchmelder- lebensretter.de Quellen: LFV Bayern e.V., Aufklrungskampagne Rauchmelder retten Leben, Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V., Bayerische Versicherungskammer, Sddeutsche Zeitung, Mnchner Merkur. </li> </ul>

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