Do it! Die AStA-Nachhaltigkeitsbrosch¼re

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Die AStA-Nachhaltigkeitsbroschüre ist ein Leitfaden für Studierende zu bewusstem Handeln.

Text of Do it! Die AStA-Nachhaltigkeitsbrosch¼re

  • 1Inhalt

    1. Warum ein

    Nachhaltigkeitsfhrer?

    2. Was bedeutet das mit

    der Nachhaltigkeit

    berhaupt?

    3. Und was ist nun

    nachhaltiger Konsum?

    3.1 Regional einkaufen

    3.2 Bio einkaufen

    3.3 Fleischkonsum

    reduzieren

    3.4 Fair kaufen

    4. Woran erkenne ich

    nachhaltig produzierte

    Produkte?

    4.1 Die staatlichen

    Bio-Siegel

    4.2 Weitere Bio-Siegel mit

    hheren Anforderungen

    4.3 Fisch und Meeresfrchte

    4.4 Fairer Handel

    5. Die Kleidung

    6. Das Papier

    7. Abfall und Recycling

    8. Wasser

    9. Energie

    10. Verkehrsmittel

    10.1 Semesterticket

    10.2 Fahrrad

    10.3 Verkehrsclub

    Deutschland (VCD)

    10.4 Mitfahrgelegenheiten

    10.5 Umzugswagenverleih

    10.6 CO2-Ausgleich

    11. Mitmachen!

    12. Weiterfhrendes

  • 2Was wir wollen

    Immer wieder wird uns in den Nach-

    richten geschildert, dass immer mehr

    Arten aussterben, die Ressourcen auf den-

    en unsere moderne Gesellschaft beruht,

    knapper werden, und sich das Klima wan-

    delt und das alles, so heit es, weil heu-

    tige Techniken die Lebenswelt verndern.

    Wissenschaftler_innen auf der ganzen

    Welt warnen, dass wir unseren Lebensstil

    ndern mssen, um unseren Lebensraum

    nicht zu zerstren. Und damit kann jede

    Person jeden Tag beginnen und fortfah-

    ren. Und das Tolle daran ist: Oftmals ist es

    nicht teurer, bewusster zu leben! Wie das

    gehen kann, dafr mchte dieser Reader

    Euch Anregungen geben.

    Wir mchten allgemeine Informationen zu

    Nachhaltigkeit liefern, sowie konkrete Tipps

    in Bezug auf Mainz geben und damit bewus-

    steres Entscheiden frdern. Auerdem ha-

    ben wir viele Hinweise aufgenommen, wo

    1. Warum ein Nachhaltigkeitsfhrer?

  • 3ihr weiterlesen knnt. Aus Rcksicht auf das

    studentische Budget liegt der Fokus auf kos-

    tenlosen Informationsmaterialien z.B. von

    Behrden, der Stadt Mainz oder Webseiten.

    Was wir nicht knnen

    Vollstndigkeit ist etwas, das uns unmg-

    lich scheint. Zum einen sind Entwicklun-

    gen manchmal sehr schnell , zum anderen

    beruht dieses Projekt auf dem Ehrenamt

    mit der Konsequenz von wenig Zeit fr

    ein umfassendes Buch. So ist auch eine

    umfassende Kritik an der Gesellschaft in

    diesem Reader nicht mglich. Wir knnen

    uns auch nicht mit allein selig machenden

    Wahrheiten brsten. Viele Thesen und

    Theorien sind wissenschaftlich umstrit-

    ten. Wir sind jedoch der berzeugung,

    dass es wichtig ist, so ressourcenscho-

    nend und fair gegenber anderen Men-

    schen und Generationen zu leben, wie wir

    es ermglichen knnen.

  • 4Wenn Dir nun Fehler auffallen oder Du

    sonstige Anregungen hast, dann wende

    Dich bitte an das Referat fr kologie und

    Verkehr unter:

    oekologie@asta.uni-mainz.de. Damit hilfst

    Du uns, diesen Reader zu verbessern.

    Und wie kam es berhaupt zu dieser

    famosen Idee?

    Vorbild war die Uni Lneburg. Sie hat im

    Jahr 2008 eine Broschre Uni, Nachhaltig-

    keit und Du herausgegeben, um den L-

    neburger Studierenden einen Leitfaden

    fr einen nachhaltigeren Lebensstil an die

    Hand zu geben. An diesem Leitfaden ori-

    entiert sich auch unser Reader eng, sodass

    aufmerksamen Leser_innen bestimmt vie-

    le hnlichkeiten bei Inhalt und Aufbau

    auffallen werden. Wir bedanken uns herz-

    l ich beim AStA der Uni Lneburg, der uns

    seine Daten zur Verfgung stellte!

  • 5Der Begriff Nachhaltigkeit:

    Bedenke bei deinem Handeln stets,

    welche Folgen dein Tun fr die 3. und 5.

    Generation nach Dir haben wird.

    (Bund der Irokesen)

    Der Begriff Nachhaltigkeit ist seit eini-

    gen Jahren immer wieder in den Medien

    zu finden. Viele wissen aber gar nicht, was

    damit eigentlich gemeint ist. Im Grunde

    sagt dieser Begriff aus, dass das Leben so

    gelebt werden soll , dass die Bedrfnisse

    der gegenwrtigen Gesellschaft weltweit

    befriedigt werden sollen, ohne die Le-

    benschancen zuknftiger Generationen

    zu gefhrden. Bislang hat es die Gesell-

    schaft noch nicht einmal geschafft, so zu

    leben, dass die Bedrfnisse aller weltweit

    befriedigt werden, ohne ihre Lebenschan-

    cen massiv zu beeintrchtigen. Es ist also

    ein erheblicher Wandel im Lebensstil not-

    wendig, damit die natrlichen Ressourcen

    2. Was bedeutet das mit der

    Nachhaltigkeit berhaupt?

  • 6wie sauberes Wasser, reine Luft, Artenviel-

    falt und vieles andere erhalten bleiben

    und gerecht verteilt werden.

    Nachhaltig ist eine Entwicklung, die den

    Bedrfnissen der heutigen Generation

    entspricht, ohne die Mglichkeiten knfti-

    ger Generationen zu gefhrden, ihre eige-

    nen Bedrfnisse zu befriedigen und ihren

    Lebensstil zu whlen.

    (Brundtland-Kommission 1987)

    Wir alle knnen daran mitarbeiten, dass

    unser Leben nachhaltiger wird und Ein-

    fluss nehmen auf die weitere Gestaltung.

  • 7Und wie nachhaltig leben wir in

    Deutschland wirklich?

    Um die Nachhaltigkeit unseres Lebensstils

    abbilden zu knnen, wurde das Konzept

    des kologischen Fuabdrucks entwickelt.

    Hiermit wird gemessen, wie viele Erden

    notwendig wren, wenn alle unseren Le-

    bensstil htten. Zugrunde gelegt wird die

    Flche, die fr die dauerhafte Ermgli-

    chung des Lebensstandards notwendig

    ist. Dies beinhaltet z.B. die Flche die not-

    wendig ist, um Nahrung und Kleidung zu

    erzeugen und das verursachte Kohlendioxid

    zu binden. Ein Bewohner in Deutschland be-

    ansprucht durchschnittlich 4,3 Hektar Land.

    Weltweit betrachtet stehen jedoch nur

    1,8 Hektar/Mensch zur Verf-gung. Wrde

    jeder Mensch auf dieser Erde einen Le-

    bensstil leben, der unserem entspricht,

    wre weit mehr als nur eine Erde erfor-

    derlich!

  • 8Durchschnittlich werden 2,2 Hektar pro

    Person auf der ganzen Welt verbraucht.

    Auch dies liegt noch ber den 1,8 Hektar

    die theoretisch zur Verfgung stehen

    (und das, obwohl z.B. in Bangladesh den

    Menschen nur 0,5 Hektar tatschlich zur

    Verfgung stehen). Das bedeutet, dass wir

    heute im Durchschnitt bereits mehr ver-

    brauchen, als die Erde zur Verfgung

    stellt ohne sich aufzubrauchen wir ver-

    brauchen also die Erde. Wenn sich nichts

    ndert wird nach dem Modell vom kolo-

    gischen Fuabdruck das Leben eines Tages

    auf der Erde nicht mehr mglich sein.

    (Quelle fr die Zahlen: http://www.nach-

    haltigkeit.info/artikel/oekologischer_fuss-

    abdruck_733.htm)

    2001 setzten sich 100 Vertreter verschie-

    dener Hochschulen und Universitten aus

    vier verschiedenen Kontinenten in Lne-

    burg zusammen und verabschiedeten die

    so genannte Lneburger-Erklrung, in der

  • 9sie forderten, dass die Bildungspolitik

    strker auf dem Weltgipfel fr nachhalti-

    ge Entwicklung bercksichtigt wird, der

    im Herbst 2002 in Johannesburg stattfand.

    Daran wird deutlich, dass Umweltpolitik

    eben auch auf Hochschulebene gemacht

    werden muss. 2003 gab es eine weitere Er-

    klrung der Uni Lneburg in Kooperation

    mit dem Bundesamt fr Naturschutz (BfN)

    und dem Bundesministerium fr Bildung

    und Forschung (BMBF) mit dem Titel: L-

    neburger Erklrung zu Weidelandschaften

    und Wildnisgebieten, in der in einem ei-

    genen Paragraphen zur ffentlichkeitsar-

    beit festgeschrieben wurde, dass fr die

    Aufklrung umweltproblematischer The-

    men geworben werden soll . Die Erklrung

    findet sich online unter:

    http://www.bfn.de/fileadmin/MDB/docu-

    ments/ lueneburgererklaerung.pdf.

    Lneburger Erkklrung

    (Auszug):

    "Es ist festzuhalten, dass

    groflchige extensive

    Beweidungssysteme

    knftig eine wichtige Rolle

    im Naturschutz spielen

    sollten, wenn es darum

    geht, Offenlandkosysteme,

    die zugehrigen Arten und

    die davon geprgten

    Landschaften zu erhalten.

  • 10

    Auch unsere Uni hat sich dem Umwelt-

    schutz verpflichtet und sich dazu an acht

    Leitlinien, die 1999 im Handbuch Arbeits-

    sicherheit und Umweltschutz verffent-

    l icht wurden, orientiert.

    Diese acht Leitlinien lauten:

    1. Wir frdern das Verantwortungsbe-

    wusstsein unserer Bediensteten und Stu-

    dierenden fr Arbeitssicherheit und

    Umweltschutz.

    2. Wir bewerten frhzeitig die mglichen

    Auswirkungen neuer Anlagen, Gerte, Ver-

    fahren und Ttigkeiten auf die Arbeitssi-

    cherheit und die Umwelt.

    3. Wir berwachen konsequent die Aus-

    wirkungen unserer Ttigkeiten auf die Ar-

    beitssicherheit und die Umwelt.

    4. Wir vermeiden und verringern die Be-

    lastungen der Arbeitssicherheit und der

    Umwelt durch unsere Ttigkeit soweit

    technisch mglich und wirtschaftlich ver-

    tretbar.

  • 11

    5. Wir treffen Vorkehrungen, um Unflle

    bzw. die Auswirkungen von Unfllen auf

    die Bediensteten und Studierenden sowie

    auf die Umwelt zu vermeiden bzw. auf ein

    Mindestma zu begrenzen.

    6. Wir berprfen regelmig die Einhal-

    tung unserer Leitlinien und Ziele in der Ar-

    beitssicherheit und im Umweltschutz.

    7. Wir fhren einen offenen Dialog mit

    der ffentlichkeit, den Behrden und al-

    len interessierten Kreisen ber den Ar-

    beits- und Umweltschutz in unserer

    Universitt.

    8. An unsere Vertragspartner stellen wir

    die gleichen Anforderungen an die Ar-

    beitssicher