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Lehrgangssystem Rechnungswesen - Ste u ern · Das hier vorgelegte Lehrgangssystem "Rechnungswesen/Steuern" wendet sich an die - in erster Linie öffentlichen - Einrichtungen der Erwachsenenbildung,

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  • Lehrgangssystem Rechnungswesen - Steuern

    Band I

    Rudolf Epping, Frank Gebbers,

    Karl-Heinz Hfmann-Doil,

    Karl-Heinz Kracht,

    Peter Kremer, Hans-Christian Schmidt,

    Clemens Schreiber, Karl-Heinz Theien

  • Herausgeber: Landesinstitut fr Schule und Weiterbildung 2. berarbeitete Auflage 1990 Nachdruck nur mit Genehmigung des Landesinstituts fr Schule und Weiterbildung Paradieser Weg 64, 4770 Soest ISBN 3-8165-2304-8 Vertrieb: Soester Verlagskontor Jakobistr. 46 4770 Soest Bestellnummer: 2304

  • Inhaltsverzeichnis 3 Seite Vorwort 5

    l Einfhrung 6

    A. Einleitung

    B. Aufbau, Umfang und Struktur 7

    1. berblick (Schaubild)

    2. Bestandteile im einzelnen

    3. Struktur und Kombinationsmglichkeiten

    4. Exkurs: Stellenwert der EDV

    C. Begrndung, Zielsetzung und Adressaten 9

    1. Trger

    2. Lernende

    3. Fachdidaktischer Ansatz

    D. Integration von beruflicher und politischer Bildung 13

    1. Erfolg und Kosten als zentrale Anknpfungspunkte fr Integration

    2. Integrationsansatz, "heimlicher Lehrplan" und Arbeitsorientierung

    3. Unterrichtsthemen als Anknpfungspunkte fr Integration

    II Didaktische Hinweise und Stoffplne

    A. Buchfhrung

    1. Didaktische Hinweise 16

    2. Stoffplan fr die Grundstufe 20

    3. Stoffplan fr die Aufbaustufe l 22

    B. Steuern

    1. Didaktische Hinweise 24

    2. Stoffplan fr die Grundstufe 27

    3. Stoffplan fr die Aufbaustufe l 29

  • 4 Inhaltsverzeichnis

    C. Bilanzanalyse und -kritik

    1. Didaktische Hinweise 31

    2. Stoffplan fr die Aufbaustufe 33

    D. Kosten- und Leistungsrechnung

    1. Didaktische Hinweise 35

    2. Stoffplan fr die Aufbaustufe 38

    Literaturverzeichnis 42

  • 5

    Vorwort Das Lehrgangssystem "Rechnungswesen/Steuern" ist ein Vorschlag, verschiedene Kurse der

    kaufmnnischen Weiterbildung so einander zuzuordnen, da die Bildungswnsche und das Zeit-

    budget von Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit den Planungsbedingungen von Weiterbil-

    dungseinrichtungen in Einklang gebracht werden knnen. Didaktisch ist dieses Lehrgangssystem

    nach dem Prinzip der Integration beruflicher und politischer Bildung gestaltet.

    Das Lehrgangssystem "Rechnungswesen/Steuern" besteht aus zwei Bnden.

    Der erste Band enthlt in seinem ersten Teil eine Einfhrung in Aufbau, Umfang und Struktur des

    Lehrgangssystems, erlutert die Begrndung, Zielsetzung und Adressaten und verdeutlicht, wie

    die angestrebte Integration beruflicher und politischer Bildung erreicht werden kann.

    Der zweite Teil des ersten Bandes enthlt didaktische Hinweise und Stoffplne fr die Grund- und

    Aufbaukurse des Lehrgangssystems in den Fchern Buchfhrung, Steuern, Bilanzanalyse und

    -kritik sowie Kosten- und Leistungsrechnung. Die Stoffplne benennen darber hinaus Unter-

    richtsthemen, deren Behandlung eine Realisierungsmglichkeit des Integrationsansatzes bedeu-

    tet.

    Selbstverstndlich knnen die in diesem Band enthaltenen Stoffplne und didaktischen Hinweise

    nur Anste fr einen Unterricht geben, der das Integrationsprinzip in die Bildungspraxis umset-

    zen mchte; die Verwirklichung des Integrationsansatzes kann letztlich nur von den Kursleiterin-

    nen und Kursleitern gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern geleistet werden.

    Hierzu die notwendigen Impulse zu geben, ist Ziel dieser Verffentlichung.

    Der zweite Band "Didaktische Materialien" enthlt sieben ausformulierte Unterrichtseinheiten, die

    in engem Bezug zu den Inhalten der Stoffplne die Vermittlung von wirtschaftlichem Hinter-

    grundwissen ermglichen. Dadurch soll den Kursleiterinnen und Kursleitern eine praxisnahe Un-

    tersttzung zur Umsetzung des Integrationsansatzes gegeben werden.

    Arthur Frischkopf

  • 6 I Einfhrung

    I Einfhrung

    A. Einleitung

    Das hier vorgelegte Lehrgangssystem "Rechnungswesen/Steuern" wendet sich an die - in erster

    Linie ffentlichen - Einrichtungen der Erwachsenenbildung, deren Angebot Lehrgnge berufsbe-

    zogener Weiterbildung im kaufmnnischen, Bro- und Verwaltungsbereich enthlt. Es soll eine

    Planungshilfe fr die in den genannten Bereichen ttigen haupt- und nebenberuflichen pdagogi-

    schen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darstellen. Das Lehrgangssystem wurde vor allem auf-

    grund der Erfahrungen an Volkshochschulen und bezogen auf deren Arbeitsbedingungen entwi-

    ckelt. Gleichwohl knnen auch andere Einrichtungen beruflicher Weiterbildung das Lehrgangs-

    system anwenden. Denn auch die Einrichtungen, deren Angebotsstruktur im Bereich Rech-

    nungswesen/Steuern eine bernahme des Lehrgangssystems insgesamt (Aufbau, Umfang und

    Struktur) nicht ermglicht, knnen Teile des Lehrgangssystems, insbesondere einzelne Stoffpl-

    ne und die didaktischen Materialien, nutzen.

    Da das Lehrgebiet Rechnungswesen/Steuern einen groen Teil des Volkshochschulangebots in

    der beruflichen Weiterbildung ausmacht und ein betrchtlicher Teil derartiger Lehrgnge auf Pr-

    fungen vorbereitet, erscheint es zweckmig, das Kursangebot in einen systematischen, transpa-

    renten, durchlssigen und flexiblen Aufbau zu bringen. Durchgngige Zielsetzung ist, da das

    Lehrgangssystem beruflich verwertbar sein soll. Deshalb erfolgte eine starke Orientierung an der

    beruflichen Praxis. Das Lehrgangssystem ist berdies dergestalt modifizierbar, da es an Weiter-

    bildungseinrichtungen unterschiedlicher Gre eingesetzt werden kann. Schlielich enthalten die

    Stoffplne didaktische Hinweise, die eine Integration beruflicher und politischer Bildung ermgli-

    chen.

  • I Einfhrung 7

    B. Aufbau, Umfang und Struktur

    1. berblick

    Schaubild: Lehrgangssystem "Rechnungswesen/Steuern"

    Aufbaustufe II

    Kosten- und

    Leistungsrechnung

    45 UStd.

    Aufbaustufe II

    Bilanzanalyse

    und -kritik

    45 UStd.

    Trainingskurs

    Buchfhrung/

    Steuern

    15 UStd.

    Aufbaustufe l

    Industrie- u.

    Handelsbuch-

    fhrung

    45 UStd.

    Aufbaustufe l

    Industrie-

    buchfhrung

    45 UStd.

    Aufbaustufe l

    Handelsbuch-

    fhrung

    45 UStd.

    Aufbaustufe l

    Steuern

    45 UStd.

    Trainingskurs

    Buchfhrung/Steuern

    15 UStd.

    Grundstufe

    Buchfhrung

    45 UStd.

    Grundstufe

    Steuern

    45 UStd.

    Bei den angegebenen Unterrichtsstunden handelt es sich um Empfehlungen, Abweichungen sind mglich.

    2. Bestandteile im einzelnen

    Die Grundstufe und Aufbaustufe l in Buchfhrung umfassen jeweils 45 Unterrichtsstunden (UStd.)

    und sollten in zwei Semestern absolviert werden. Parallel hierzu werden die Grundstufe und Auf-

    baustufe l "Steuern" mit gleichem Umfang sowie ggf. Trainingskurse in Buchfhrung und Steuer-

    recht mit je 15 UStd. pro Semester angeboten. In der Aufbaustufe l "Buchfhrung" wurde die

    Mglichkeit offengehalten, ob eine Differenzierung nach Wirtschaftssektoren (beispielsweise In-

    dustrie oder Handel) erfolgt oder ob darauf verzichtet wird.

    Die Aufbaustufe l in Buchfhrung sollte - wenn berhaupt - lediglich nach Industrie und Handel

    differenziert werden. Welcher Kontenrahmen dann beispielsweise in Aufbaustufe l "Handel"

    zugrunde gelegt wird (Einzelhandel oder Gro- und Auenhandel), richtet sich nach den Teil-

    nehmerinnen und Teilnehmern. Bei heterogener Teilnehmerstruktur ist jedenfalls auf Gemein-

    samkeiten und Unterschiede zwischen den jeweiligen Kontenrahmen einzugehen. Je nach Wirt-

    schafts- und Sozialstruktur der Region, in der die Weiterbildungseinrichtung arbeitet, knnte sich

    die Notwendigkeit einer anderen Differenzierung der Aufbaustufe l ergeben. Es ist auch keines-

    wegs problematisch, auf einen Kontenrahmen berhaupt zu verzichten (vgl. hierzu beispielsweise

    HEINOLD, M. 1980).

  • 8 I Einfhrung

    Eine sinnvolle Kombination ergibt sich nur bei erfolgreicher Teilnahme an mindestens drei Kursen

    (Blcken). Es sind folgende Schwerpunkte vorgesehen:

    Grundstufe Buchfhrung + Grundstufe Steuern + Aufbaustufe l Buchfhrung = Schwerpunkt Buchfhrung

    Grundstufe Buchfhrung + Grundstufe Steuern + Aufbaustufe Steuern = Schwerpunkt Steuern

    Grundstufe Buchfhrung + Aufbaustufe l Buchfhrung + Aufbaustufe II Kosten- und Leistungsrechnung und/oder Bilanzanalyse und kritik = Schwerpunkt Rechnungswesen

    Dabei bleibt es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern berlassen, in welchem Zeitraum sie ei-

    nen der Schwerpunkte absolvieren. Ferner soll das Lehrgangssystem Teilnehmerinnen und Teil-

    nehmer im Einzugsbereich mehrerer Weiterbildungseinrichtungen die Mglichkeit bieten, von

    einer Einrichtung zur anderen zu wechseln, wenn ein bestimmter Teil des Lehrgangssystems an

    einer bestimmten Weiterbildungseinrichtung zeitweilig nicht angeboten wird.

    4. Exkurs: Stellenwert der EDV

    Wegen der wachsenden Anwendung von EDV im Bereich Rechnungswesen/Steuern stellt sich

    das Problem, ob EDV-Kenntnisse innerhalb der einzelnen Bausteine des Lehrgangssystems oder

    in separaten Kursen vermittelt werden sollen.

    Wir schlagen vor, das Thema EDV nicht im Rahmen des Lehrgangssystems zu behandeln. Dies

    aus drei Grnden:

    - Zwischen Buchfhrungsunterricht und der Praxis des betrieblichen Rechnungswesens besteht

    prinzipiell - d. h. auch unabhngig von EDV-Anwendung - ein Unterschied. Dieser Unterschied

    zwischen Lehre und Praxis wrde auch nicht dadurch aufgehoben, da EDV-Anwendungs-

  • I Einfhrung 9

    phasen in den Unterricht integriert wrden. Die durch EDV-Anwendung verstrkte Tendenz

    zur "black-box-Betrachtung wrde hierdurch sogar noch verstrkt.

    - Im Gegenteil: "... das Arbeiten mit einem Buchhaltungsprogramm setzt profunde Kenntnisse

    des Buchfhrungssystems voraus, die, ganz im Sinne des bisherigen Buchfhrungsunter-

    richts, nur durch eine gezielte Vorbereitung vermittelt werden knnen" (KISSLING,

    H./WELZEL, M. 1985, S. 44 ff.).

    - Schlielich ist zu bercksichtigen, da es in dem hier vorgelegten Lehrgangssystem in erster

    Linie darauf ankommen soll, die hinter den Operationen im Rechnungswesen liegenden wirt-

    schaftlichen Vorgnge begreifbar zu machen.

    Da Kenntnisse in Buchfhrung mit Hilfe von EDV-Programmen inzwischen unbedingt erforderlich

    sind, um die erworbenen Buchfhrungskenntnisse in der betrieblichen Praxis anzuwenden, ms-

    sen auch die Weiterbildungseinrichtungen entsprechende Kurse anbieten. Hier bestehen zwei

    Mglichkeiten. Entweder wird zu dem hier beschriebenen Lehrgangssystem ein Ergnzungskurs

    "Buchfhrung mit Hilfe der EDV" angeboten. Ein solcher Ergnzungskurs msste aber mit dem

    Problem umgehen, da die Vorkenntnisse der Teilnehmer/innen in bezug auf EDV sehr unter-

    schiedlich sind. Deshalb bietet sich eher eine zweite Mglichkeit an: Die Interessentinnen und

    Interessenten werden auf das Kursangebot "VHS-Praktikum Mikrocomputer" (LANDESVER-

    BAND DER VOLKSHOCHSCHULEN NW 1988) hingewiesen. Dieses Lehrgangssystem im Be-

    reich EDV

    - bercksichtigt unterschiedliche Vorkenntnisse der Teilnehmer/innen,

    - vermittelt die erforderlichen Grundkenntnisse im Hard- und Softwarebereich,

    - ist auf den Erwerb von Verstndnis ausgerichtet (beschrnkt sich also nicht auf reine "Bedie-

    ner-Schulung") und

    - enthlt anwendungsorientierte Bestandteile, z. B. auch zum Thema Buchfhrung.

    C. Begrndung, Zielsetzung und Adressaten

    Da in den Stoffplnen und didaktischen Hinweisen auf eine differenzierte Lernzielvorgabe ver-

    zichtet wird, soll im folgenden eine nhere Begrndung erfolgen.

    1. Trger

    Die Realisation des hier vorliegenden Lehrgangssystems erffnet insbesondere fr die Volks-

    hochschulen die Chance, auf dem Gebiet der berufsbezogenen Weiterbildung im Bereich Rech-

  • 10 I Einfhrung

    nungswesen/Steuern sowohl formal als auch inhaltlich ein eigenes Profil herauszubilden. Die

    einzelnen Bestandteile und Kombinationsmglichkeiten der Bausteine sowie die Flexibilitt inner-

    halb der Stoffplne bercksichtigen aber auch die Heterogenitt unterschiedlicher Trger bezg-

    lich ihrer Gre, institutionellen Gegebenheiten und Programmstruktur. Insofern kann das Lehr-

    gangssystem von allen Trgern angewendet werden, die sich vorgenommen haben, neue fachdi-

    daktische Anstze sowie die Integration von beruflicher und politischer Bildung umzusetzen.

    2. Lernende

    Das Lehrgangssystem wendet sich insbesondere an

    - Nichtbeschftigte zum Zweck der Eingliederung oder Wiedereingliederung in das Erwerbsle-

    ben,

    - im kaufmnnischen Bereich Ttige aus Industrie, Handel und Handwerk sowie im Kreditwesen

    und in steuerberatenden Berufen Ttige,

    - Interessentinnen und Interessenten, die sich auf eine Abschluprfung im Rahmen der

    Erstausbildung in entsprechenden Berufen vorbereiten, und

    - Interessentinnen und Interessenten, die sich auf die Teilnahme an einem Lehrgang der beruf-

    lichen Weiterbildung (z. B. Bilanzbuchhalter/in) vorbereiten wollen.

    Das Lehrgangssystem versucht, den unterschiedlichen Vorkenntnissen und Lernerfahrungen

    gerecht zu werden und damit dem Problem der Fluktuation unter den Teilnehmerinnen und Teil-

    nehmern entgegenzuwirken. Auerdem wird bercksichtigt, da die Teilnehmer/innen zeitlich

    nicht zu sehr belastet werden, da es sich berwiegend um Berufsttige handelt. In der Regel wird

    eine Teilnehmerin/ein Teilnehmer im ersten Semester die Grundstufe "Buchfhrung" und die

    Grundstufe "Steuern" besuchen, so da sich - bei maximal vier UStd. pro Veranstaltungstermin -

    eine Belastung von acht UStd. pro Woche ergibt. Dazu kommt ggf. noch der Besuch eines Trai-

    ningskurses (vgl. Schaubild in B 1). Im zweiten Semester sinkt die zeitliche Belastung auf vier

    UStd. pro Woche, wenn nur ein Kurs der Aufbaustufe l belegt wird; bei zwei Kursen der Aufbau-

    stufe l bleibt es bei acht UStd. wchentlich. Auch hier kommt ggf. wieder der Trainingskurs hinzu.

    Eine weitere Mglichkeit zur zeitlichen Flexibilisierung besteht darin, die Kurse der Grundstufe

    und der Aufbaustufe l mit jeweils 15x3 UStd. auszuweisen und je nach inhaltlichen Erfordernissen

    zwei bzw. vier UStd. pro Veranstaltungstermin durchzufhren. Damit wrden auch bungspha-

    sen mglich, ohne den Kurs durchgngig auf vier UStd. wchentlich auslegen zu mssen.

  • I Einfhrung 11

    Die Grundstufe und die Aufbaustufe l sollten in der Regel nach einem Jahr abgeschlossen wer-

    den.

    In der Aufbaustufe II sinkt die Stundenbelastung auf vier UStd. pro Woche, so da mehr Zeit zum

    huslichen Selbststudium verbleibt. Aufgrund der inzwischen vorhandenen Kenntnisse liegen

    dafr die Voraussetzungen auch vor.

    3. Fachdidaktischer Ansatz

    Primrziel des Lehrgangssystems ist die berufliche Verwertbarkeit fr die Teilnehmer/innen. Der

    neue fachdidaktische Ansatz - am Beispiel der Buchfhrung erlutert - besteht darin, da die zu

    vermittelnden Inhalte nach der Technik der Buchfhrung strukturiert sind. Bilanzen beispielsweise

    werden als Schlubilanzen begriffen, die auf der Buchfhrung beruhen - und nicht umgekehrt.

    Durch eine solche neue Strukturierung wird die Buchfhrungstechnik besser als solche erkennbar

    und kann dadurch leichter von dem "heimlichen Lehrplan" getrennt werden, der den kaufmnni-

    schen Inhalten immanent ist (vgl. unten D. 2).

    Bezglich der Lehrbcher ergibt sich im groen und ganzen leider folgendes Urteil (HILBERT, K.-

    H.1977):

    "Die angebotenen Lehrbcher sind bis auf wenige Ausnahmen fr den Kursunterricht in der Er-

    wachsenenbildung nicht geeignet, da

    - es sich meist um Aufgabensammlungen mit nur geringen Erluterungen zu den wichtigsten

    Lernschritten handelt,

    - kaum ein Praxisbezug gegeben ist,

    - der Stoff uninteressant und kaum motivierend dargeboten wird,

    - ein Nacharbeiten im Selbststudium fr wirkliche Anfnger unmglich ist."

    Fr dieses Lehrgangssystem empfehlen wir fr den Bereich Buchfhrung das Lehrbuch von

    WALTERMANN, A./SCHRTER, H. - H. (1983/84); fr den Bereich Steuerrecht wird das Lehr-

    buch von BORNHOFEN, H./BUSCH, E. (1985) vorgeschlagen. Fr den Kurs "Bilanzanalyse und

    Bilanzkritik" werden als grundlegende Literatur die im Literaturverzeichnis angegebenen Titel von

    HUFFSCHMID, J . (1978), KRGER, H. J. (1984), SRGEL, A. (1987) und WILHELMER, B.

  • 12 I Einfhrung

    (1979) empfohlen. Fr die Kosten- und Leistungsrechnung halten wir HOLLAND,H./REIMERS, J.

    (1990) fr besonders geeignet.

    Zu den allgemeinen Grundlagen der Wirtschaftslehre werden BASSELER, U. U. (1984), FREI-

    MANN, J./SCHOELE, H. (1974/1977) und HANDLUNGSFELD WIRTSCHAFT (6 Bnde 1985 ff.)

    empfohlen.

    Da das von uns empfohlene Buch fr den Bereich Buchfhrung von WALTERMANN

    A./SCHRTER, H. - H. nach der "Technik der Buchfhrung" strukturiert ist, erscheint es auch am

    ehesten dazu geeignet, die Integration von Inhalten politischer Bildung in die Fcher des betrieb-

    lichen Rechnungswesens zu realisieren. Als gutes Lehrbuch, das auch fr das Selbststudium

    geeignet ist, knnen die Teilnehmer/innen mit diesem Buch exemplarisch das selbstndige Aus-

    einandersetzen mit lngeren Texten erlernen, was eine fundamentale Voraussetzung von (auch

    politisch verstandener) Weiterbildung darstellt. Die hiermit erreichbare Erhhung sozialer Kompe-

    tenz bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern entspricht bereits in Anstzen dem Integrations-

    gedanken. Allerdings wre der Integrationsansatz verkrzt, wrde man bei der Reduktion auf

    "Technik der Buchfhrung" und bei der Auseinandersetzung mit Texten als Lernziel stehenblei-

    ben. Denn (HILBERT, H. - K. 1977): "Wesentlich ist es, dem Leser eines Lehrbuchs und damit

    dem/der Teilnehmer/in eines Kurses zu verdeutlichen, da Buchfhrung nicht nur den Zweck hat,

    eine gleichmige Besteuerung zu gewhrleisten, dem Handelsgesetzbuch oder der Abgaben-

    ordnung zu gengen, Vermgen und Schulden, Aufwendungen und Ertrge sowie Gewinn und

    Verlust zu ermitteln, sondern da die betriebswirtschaftlichen Aufgaben bedeutend weitergehen;

    sie sind nmlich Ausgangspunkt aller unternehmerischen Entscheidungen. Wenn man versucht,

    dieses durch entsprechenden Praxisbezug zu verdeutlichen, so wird man sicher auch zur Motiva-

    tion beitragen knnen und Buchfhrung nicht mehr als reine Technik vermitteln wollen."

    Ausgangspunkt der Themen, die der Integration von beruflicher und politischer Bildung dienen,

    sollten die Begriffe sein, die im Buchfhrungskurs auftauchen. Anhand dieser Begriffe sollen wirt-

    schaftliche Sachverhalte erlutert und erarbeitet werden. Unabdingbare Voraussetzung fr das

    Gelingen des Integrationsansatzes ist allerdings, da Kritik zunchst an solchen Einzelpunkten

    aufgegriffen wird, die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Regel selbst ansatzweise

    vorgebracht werden.

  • I Einfhrung 13

    D. Integration von beruflicher und politischer Bildung

    1. Erfolg und Kosten als zentrale Anknpfungspunkte fr Integration

    Kennzeichen des Rechnungswesens ist es, ausgerichtet auf das Funktionieren der Einzelwirt-

    schaft "Betrieb" Erfolge und Mierfolge mglichst differenziert zu messen und darzustellen. Ge-

    sellschaftliche Kosten oder Wohlfahrtserfolge bzw. -Verluste gehen in solche Rechnungen nur

    dann ein, wenn sie direkt mit betrieblichen erfolgs- oder kostenwirksamen Faktoren verbunden

    sind. Die betriebliche Abrechnung ist also von ihren gesamtwirtschaftlichen Zusammenhngen

    relativ abgetrennt. Der hierin deutlich werdende Widerspruch zwischen einzelwirtschaftlicher und

    gesamtwirtschaftlicher Rationalitt fhrte schon am Ende der 60er Jahre zu der Forderung, in-

    nerbetrieblich soziale und gesellschaftliche Bilanzen zu erstellen in Analogie zur Forderung nach

    Erweiterung der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung um wertunabhngige Kontext-Qualitten.

    Wesentliche Aufgabe eines Integrationsansatzes ist es, zunchst einzel- und gesamtwirtschaftli-

    che Erfolgsbegriffe einander gegenberzustellen. Dabei mten die externen Effekte des einzel-

    wirtschaftlichen Erfolgs, insbesondere auch die kologischen Aspekte, bercksichtigt werden. Es

    soll verdeutlich werden, da der Erfolgsbegriff interessenbedingt ist. Arbeitnehmerorientierte "Er-

    folge" (Sozialleistungen, Lhne) gelten als Kosten.

    Ausgangspunkt des Erfolgsbegriffs der arbeitsorientierten Einzelwirtschaftslehre (AOEWL) bei-

    spielsweise (PROJEKTGRUPPE im WSI, 1974, S. 157 ff.) ist die Erkenntnis, "da monetre

    Gren als alleinige Gradmesser fr die Rationaiitt des Wirtschaftens innerhalb einer Einzelwirt-

    schaft nicht in Betracht kommen". Notwendig ist vielmehr ein "Katalog von politisch vorgegebe-

    nen Zielen, die sich in konomischen, kologischen und sozialen Indikatoren ausdrcken"

    (S. 158) - "Im Sinne arbeitsorientierter Interessen sollte der Kostenbegriff derart neu gefat wer-

    den, da

    - alle Gren als Kosten erfat werden, die durch einzelwirtschaftliche Entscheidungen bedingt

    und zumindest theoretisch quantifizierbar sind, wobei alle durch Unternehmensentscheidun-

    gen extern entstandenen Kosten einbezogen werden sollen und

    - der interessenbezogene Charakter spezifischer Kosten klar zu erkennen ist und

    - keine Gewinnbestandteile als Kosten ausgewiesen werden knnen" (S. 161).

    Mit anderen Worten: "Eine konomie, die ausschlielich mit monetren und quantifizierbaren

    wirtschaftlichen Gren im engeren Sinne arbeitet, wird in einer Zeit, in der in der Wirtschaft ne-

  • 14 I Einfhrung

    ben produktiven Prozessen destruktive Krfte immer mchtiger werden, tendenziell gefhrlich"

    (LEIPERT, C. 1989, S. 38).

    Auch im Steuerrecht kommt es darauf an, deutlich zu machen, da Steuern nicht ausschlielich

    als einzelwirtschaftlicher Kostenfaktor aufgefat werden drfen, sondern als gesamtwirtschaftli-

    ches Instrument des Staates. Damit ist die Frage nach der Legitimation von Steuern gestellt.

    Die berlegungen zur Integration drfen aber nicht allein am Begriff der Steuergerechtigkeit ori-

    entiert sein. Vielmehr mu die Einbettung des Steuerrechts in die Finanzpolitik deutlich werden.

    Um einen solchen greren Zusammenhang herzustellen, soll nicht allein die Erhebung, sondern

    auch die Verwendung von Steuern behandelt werden sowie die Interessen, nach denen die Steu-

    erverwendung vorgenommen wird. Hieran anknpfend knnen alternative Gestaltungsmglichkei-

    ten des Steuerrechts aufgezeigt und diskutiert werden (einen kritischen Zugang zum Steuersys-

    tem erffnen GRAUHAN R. - R./HICKEL, R 1978).

    Bei aller grundstzlichen Kritik sollte ein arbeitsorientierter Ansatz es nicht versumen,

    - die das wirtschaftliche Geschehen zutreffend abbildenden Anstze der "traditionellen" und "modernen"

    betriebswirtschaftlichen Konzeptionen (siehe GUTENBERG, E. 1972, KOSIOL, E. 1974, ULRICH, H.

    1970 und MEINEN, E. 1978) einzubeziehen, wenn auch mit kritischer Intention.

    - die aus den Marketing-Konzeptionen und dem Human Concept entwickelten Verbraucherschutz- und

    Humanisierungsaspekte zu integrieren (vgl. die Darstellung dieser Konzeptionen bei RAFFEE, H. 1974)

    und schlielich

    - die praktischen Anstze der Alternativkonomie in der Produktpolitik, der Organisation der

    Betriebsprozesse und der Zieldefinition aufzugreifen (kritisch hierzu KUCK, M. 1974).

    Mittlerweile gibt es auch fr selbstverwaltete Betriebe und Projekte eine reichhaltige Literatur, die sich mit

    der Betriebswirtschaft beschftigt (siehe beispielsweise ARBEITSGRUPPE "UNTER GEIERN" 1982 und

    ARBEITSGRUPPE "PROJEKTBERATUNG" 1984, aber auch ZWINGMANN, H.-J. 1986).

    3. Unterrichtsthemen als Anknpfungspunkte fr Integration

    Keine Teilnehmerin und kein Teilnehmer sollte ein Lehrgangssystem Rechnungswesen absolvie-

    ren, ohne ein wirtschaftliches Grundwissen erworben zu haben. Dies ist - wie oben bereits ausge-

    fhrt - explizites Ziel auch dieses Lehrgangssystems. In der folgenden Liste sind Themen zu-

  • I Einfhrung 15

    sammengestellt, die fr die Vermittlung eines solchen Grundwissens geeignet sind und einen

    engen Bezug zu den Inhalten des Lehrgangssystems haben:

    1. Einzel- und gesamtwirtschaftlicher Erfolgsbegriff

    2. Wert- und Preisbildung in Industrie und Handel (Kalkulation und Konkurrenz)

    3. Produktionsfaktoren, Investitionen und Beschftigung

    4. Rechtsformen fr Unternehmen

    5. Steuer- und Subventionspolitik

    6. Entscheidungsbildung und Mitbestimmung im Wirtschaftsproze

    7. Einkommensverteilung und Gewinnverwendung

    Grundidee des hier vertretenen Integrationsansatzes ist es, da Probleme aus der Volks- und

    Betriebswirtschaft und aus der Wirtschafts-, Finanz- und Steuerpolitik, die bei der Vermittlung der

    Lerninhalte, wie sie in den Stoffplnen zusammengestellt sind, auftreten, mit Hilfe der aufgeliste-

    ten Themen aufgegriffen und vertieft werden. Dabei ist es sowohl mglich, da ein Thema insge-

    samt behandelt wird, als auch, da lediglich Abschnitte eines Themas ausgewhlt werden. Die

    Themen selbst und didaktische Hinweise zu ihrer Behandlung im Unterricht finden sich in Band II.

    In den Stoffplnen der einzelnen Kurse sind unter der Rubrik "ergnzende Unterrichtsinhalte"

    Hinweise enthalten, welche Themen bzw. welche Abschnitte aus Themen sachlogisch naheliegen

    (vgl. Einstiegsstichwrter). Jedoch bleibt es den Lerninteressen der Teilnehmer/innen und den

    Kursleiterinnen und Kursleitern letztlich selbst berlassen, welche Themen zu welchem Zeitpunkt

    aufgegriffen werden.

  • 16 II Didaktische Hinweise und Stoffplne

    // Didaktische Hinweise und Stoffplne

    A Buchfhrung

    1. Didaktische Hinweise

    Die Grundstufe Buchfhrung bietet eine Einfhrung in die doppelte Buchfhrung. Der Unterricht

    beginnt direkt mit dem Konto bzw. der Technik der Kontenfhrung. Dieser Ausgangspunkt macht

    zugleich das Prinzip deutlich, das im Unterricht befolgt werden sollte: Wenn irgend mglich, soll-

    ten Sachverhalte aus der betrieblichen Praxis Ausgangspunkt fr den Unterricht sein und daran

    anknpfend die Unterrichtsinhalte erarbeitet werden, so da den Teilnehmerinnen und Teilneh-

    mern durch die Eigenarbeit die Freude am Lernen erhalten bleiben kann.

    Nach dem vorliegenden Stoffplan knnen die Kursteilnehmer/innen i. d. R. bereits nach den ers-

    ten zehn bis zwlf Unterrichtsstunden kleine Aufgaben, die sich von der Erffnungsbilanz ber die

    Kontenerffnung und das Bilden von Buchungsstzen bis zur Schlubilanz erstrecken, bearbei-

    ten.

    Ein zentraler Punkt des vorliegenden Stoffplans ist der Punkt 6: Die Buchfhrung als eine Metho-

    de zur Erfassung des wirtschaftlichen Erfolgs. Sowohl in der betrieblichen Praxis als auch in der

    Gesellschaft kommt dem materiellen Erfolgsbegriff zentrale Bedeutung zu. Daher legen wir auf

    die Klrung sowie die kritische Betrachtung dieses Schlsselbegriffs der gesellschaftlichen und

    wirtschaftlichen Wirklichkeit groen Wert. Denn von diesem Begriff, dessen berbetonung und

    unkritische Verwendung zur Vernachlssigung humaner Aspekte in der wirtschaftlichen und ge-

    sellschaftlichen Realitt fhrt, leiten sich i. d. R. betriebliche Ziele ab. Die Ermittlung des Erfolgs

    ist letztlich der Hauptzweck der Buchfhrung, die als den Erfolg betonendes Hilfsmittel zur Ent-

    scheidungsfindung in Betrieben gesehen werden mu. Der kritischen Darstellung des betriebli-

    chen Erfolgsbegriffs, der viele Erfolgskomponenten als Kosten betrachtet (z. B. Lhne und Gehl-

    ter, Abschreibungen) und zugleich produktionsinduzierte gesellschaftliche Belastungen (Umwelt-

    verschmutzung, -Zerstrung) nicht als Kosten erfat, soll daher in einem ausfhrlichen Kapitel

    breiter Raum gelassen werden (s. Thema 1). Gleichzeitig dient dieser Abschnitt dem Erarbeiten

    der Kategorien Aufwand und Ertrag bzw. deren Konten, dem Erarbeiten der Regeln fr das Bu-

    chen auf diesen sogenannten Erfolgskonten und dem Kennenlernen des Gewinn- und Verlust-

    kontos.

  • II Didaktische Hinweise und Stoffplne 17

    Das Buchen einiger wichtiger Geschftsvorflle im Betrieb steht im Vordergrund des dann fol-

    genden Abschnitts, wobei es sich auch hier anbietet, ergnzende Unterrichtsinhalte einzubezie-

    hen, welche die Begriffe (z. B. Lhne und Gehlter, Abschreibungen, Steuern) erlutern und die

    Betrachtungsweise erweitern. Die buchhalterische Behandlung weiterer spezieller betrieblicher

    Geschftsvorflle bleibt der Aufbaustufe l Buchfhrung vorbehalten.

    Eine Abrundung bietet der Punkt 8, in dem die Lernenden mit Arbeiten zur Erstellung des Jahres-

    abschlusses (G u V-Rechnung, Bilanz) vertraut gemacht werden (auch Betriebsbersicht), so da

    die Lernenden nach diesem Abschnitt ber eine relativ breite Grundbildung in der Buchfhrung

    verfgen und somit einen Groteil der entsprechenden Arbeiten im Betrieb (einschlielich Vorbe-

    reitung des Jahresabschlusses) erledigen knnen. Die in konventionellen Lehrplnen und -

    bchern am Beginn behandelten Punkte "Gesetzliche Grundlagen" und "Grundstze ordnungs-

    gemer Buchfhrung" erscheinen im hier vorliegenden Stoffplan bewut sehr spt, um die Ler-

    nenden nicht gleich zu Beginn mit formalen, fr das Verstndnis der Buchfhrungstechnik un-

    wichtigen Lerninhalten zu belasten. Praktische Fragen der Organisation der Buchfhrung bilden

    den Abschlu der Grundstufe Buchfhrung, deren Stundenumfang so bemessen ist, da noch

    Zeit fr zustzliche bungen bzw. fr einen Abschlusstest bleibt.

    Der Stoffplan fr die Aufbaustufe l Buchfhrung ist so konzipiert, da er sowohl fr Kurse in In-

    dustriebuchfhrung als auch fr Kurse in Handelsbuchfhrung verwendbar ist und auch die -

    insbesondere fr kleinere Weiterbildungseinrichtungen in Frage kommende - Mglichkeit bietet,

    den Aufbaukurs Industrie und Handel als kombinierten Kursus durchzufhren.

    Ausgangspunkt des Stoffplans zur Aufbaustufe l Buchfhrung ist wiederum der Gewinnbegriff (im

    Handels- und Industriebetrieb). Im Vordergrund der Betrachtung im ersten Abschnitt stehen die

    Komponenten des Gewinnbegriffs, seine unterschiedlichen Interpretationsmglichkeiten und sei-

    ne wirtschaftlichen Funktionen. Der zweite Abschnitt orientiert sich am Jahresabschlu ein-

    schlielich der GuV-Rechnung. Der dritte Abschnitt behandelt die Verbindung von Scheck und

    Wechsel. Im anschlieenden vierten Abschnitt wird die Bilanz und ihre Auswertung behandelt.

    Die Buchungen erfolgswirksamer Vorgnge beginnen mit der Erfassung der Einstandspreise

    beim Wareneinkauf (Bezugskosten). Fr die Aufbaustufe l Industrie und die kombinierte Aufbau-

    stufe l kommen zustzlich die Buchungen bei der Erfassung des Stoffverbrauchs hinzu. In den

    nchsten Punkten werden die Arbeitskosten (2.2) und die Betriebsmittelkosten (2.3) behandelt,

    die ebenso wie die Stoffkosten Hauptbestandteile der Wertschpfung der Betriebe sind. In der

  • 18 II Didaktische Hinweise und Stoffplne

    betriebswirtschaftlichen Kalkulation werden diese Bestandteile des Unternehmenserfolges als

    Kosten betrachtet.

    Darber hinaus werden im Abschnitt 2.3 aber auch die mit Anschaffung, Verkauf und Instandhal-

    tung von Betriebsmitteln verbundenen Buchungen behandelt. Ergnzend zu den Punkten 2.1 -

    2.3 kann das Thema 3 "Produktionsfaktoren, Investitionen und Beschftigung" mit einbezogen

    werden, das sich insbesondere mit dem unkritischen Betrachten von Produktionsfaktoren-

    verbruchen als Kostenfaktoren befat.

    Ausfhrlicher Raum ist dem Punkt 2.4 "Neutrale Aufwendungen und Ertrge" und "Zeitliche Ab-

    grenzung" gewidmet, der bedeutsam ist fr die Trennung des Gesamtergebnisses der Unterneh-

    men (Unternehmungsergebnis) in das Betriebsergebnis und in das Neutrale Ergebnis. Besonders

    behandelt werden die "Gewinne/Verluste und Ertrge aus Beteiligungen, Wertpapiere usw." (2.5),

    die ebenfalls das Neutrale Ergebnis betreffen, deren Buchung aber besondere Schwierigkeiten

    macht. Die Buchung der "Betrieblichen Steuern" (ohne Umsatzsteuer, die bereits in der Grundstu-

    fe l behandelt wurde) und die "Bildung und Auflsung von Rckstellungen" sowie die "Bildung von

    Rcklagen" bilden die Punkte 2.6, 2.7 und 2.8.

    Der Abschnitt 2.9 hat die "Besonderheiten beim Verkauf" (Preisnachlsse, Rcksendungen, Gut-

    schriften) zum Inhalt, die sich auf die Hhe der Umsatzerlse und somit letztlich auf den Gewinn

    auswirken. Die "Bestandsvernderungen" (2.10) sind wichtige, weil den Erfolg beeinflussende

    Buchungsvorgnge, die in der Aufbaustufe l Industrie und in der kombinierten Aufbaustufe l be-

    handelt werden. "Skonti und Boni" (2.11) sind insbesondere im Bereich der Handelsbuchfhrung

    ein wichtiger Faktor, dessen Buchungen wegen der damit verbundenen Umsatzsteuerkorrekturen

    oft Schwierigkeiten bereiten.

    Die Behandlung des Zahlungsverkehrs steht im Abschnitt 3 im Vordergrund. Diese Ausfhrlich-

    keit ist notwendig, da insbesondere bei den Wechselbuchungen bestimmte betriebswirtschaftliche

    Sachverhalte vertieft werden mssen, damit die vorzunehmenden Buchungen auch verstanden

    werden.

    Im vierten Abschnitt, welcher der Bilanz und ihrer Auswertung gewidmet ist, knnen nur Grund-

    zge vermittelt werden. Eine ausfhrliche Darstellung bleibt der Aufbaustufe II (Bilanzanalyse und

    -kritik) vorbehalten. Da jedoch davon ausgegangen werden mu, da nicht alle Lernenden nach

    der Grundstufe und Aufbaustufe l Buchfhrung auch noch die Aufbaustufe II belegen, soll durch

    den vierten Abschnitt die Mglichkeit geboten werden, einen berblick ber die Fragwrdigkeit

  • Didaktische Hinweise und Stoffplne 19

    der Anstze in der Bilanz (4.1), die Bewertungsgrundstze (4.2) und bilanzkritische Kennziffern

    (4.3) zu erhalten.

    Der Umfang der Unterrichtsstunden ist in der Aufbaustufe so bemessen, da wiederum Zeit fr

    zustzliche bungen und fr einen Abschlutest zur Verfgung steht.

  • 20 2. Stoffplan fr die Grundstufe Buchfhrung Inhalte Unterrichts-

    stunden Ergnzende Unterrichtsinhalte Thema (Nr.) Einstiegsstichwort

    Einfhrung 1. Die Technik der Kontenfhrung 1.1 Mglichkeiten der Erfassung von

    Wertbewegung 1.2 Das Konto als zweckmige Ver-

    rechnungsform 2. Die Regeln beim Buchen auf (Ver-

    mgens-) Konten (Soll und Haben; Anfangsbestand, Schlubestand; Zugnge, Abgnge)

    3. Das System der doppelten Buchfh-rung

    3.1 Die zweiseitige Wirkung einer Wert-bewegung

    3.2 Der wichtigste Grundsatz des Sys-tems der doppelten Buchfhrung: Sollbetrag = Habenbetrag

    3.3 Die Entwicklung der Buchungsregeln fr den Bereich der Schuldkonten

    4. Der Buchungssatz 4.1 Der Buchungssatz als Handlungs-

    vorschrift 4.2 Einfache und zusammengesetzte

    Buchungsstze 5. Das Buchen von Bestnden und

    Bestandsvernderungen 5.1 Buchen auf Vermgens- und Schuld-

    konten (Aufgaben) 5.2 Schlubilanz- und Erffnungsbilanz-

    konto und Einfhrung des Eigenkapi-talkontos

    6. Die Buchfhrung als eine Methode zur Erfassung des wirtschaftlichen Erfolgs

    6.1 Erfolg als Ergebnis wirtschaftlichen Handelns

    6.2 Erfolgsmessung: Wertschpfung, Einkommenszuwachs, Kapitalerh-hung, Unternehmensgewinn, Be-triebsergebnis

    6.3 Die Zuordnung des Erfolgs auf die beteiligten Personen

    6.4 Der Erfolg bei Handeln mit Waren (Warenein- und -verkaufskonto)

    6.5 Die Erfolgskonten (G u V-Rechnung) 7. Das Buchen wichtiger Geschftsvor-

    flle in einem privatwirtschaftlichen Betrieb

    7.1 Umsatzsteuer

    1 2 2 3 2 5

    10

    10

    1 2

    5/7

    Verhltnis von kologie und konomie Preisbildung Vorsteuerabzug bei Selb-stndigen

  • 21

    Inhalte

    Unterrichts- stunden

    Ergnzende Unterrichtsinhalte Thema (Nr.) Einstiegsstichwort

    7.2 Abschreibungen 7.3 Privatentnahmen und -einlagen 7.4 Lhne und Gehlter (Grundlagen)

    8. Abschlutechnik 8.1 Vorbereitende Abschluarbeiten 8.2 Jahresabschlu 8.3 Betriebsbersicht 9. Gesetzliche Grundlagen und Grund-

    stze ordnungsgemer Buchfhrung 9.1 Handelsrechtliche und steuerrechtli-

    che Bestimmungen (GoB) 9.2 Buchen nach Belegen 9.3 Kontenrahmen, Kontenplan 9.4 Inventur, Inventar, Bilanz,

    Bilanzgliederungsschema

    10. Aufbau und Organisation der Buch-haltung

    10.1 Hauptbuchhaltung und Nebenbuch-haltung

    10.2 Organisationsformen der Buchhaltung (incl. EDV-Buchfhrung)

    4 3 3

    5/3 3 3 3

    1/4/7 3 6

    3/6 3 3

    2/4

    6/7 7

    Manipulationsmglichkei-ten (Nutzungsdauer/ Ab-schreibungen Unterschiedliche Behand-lung von Kapital und Arbeit hinsichtlich des Reproduk-tionsproblems Bedeutung des Produkti-onsfaktors Kapital Abschreibungen, Finanzie-rung, Rationalisierung, Automatisierung Spenden bei Personen- und Kapitalgesellschaf-ten/Problematisierung der Privatentnahme von Wa-ren Rationalisierung, Humani-sierung der Arbeit Tarifvertrge Humanisierung der Arbeit Kosten und Entlohnung des Produktionsfaktors Arbeit Unterschiedliche Behand-lung von Kapital und Arbeit hinsichtlich des Reproduk-tionsproblems Unterschiedliche Stellung von Industrie und Han-del/Gesetzliche Rcklagen Richtlinien fr Personen- und Kapitalgesellschaften Aussagekraft der Bilanz

    Gesamt: 45 Unterrichtsstunden

  • 22 3. Stoffplan fr die Aufbaustufe I Buchfhrung Inhalte Unterrichtsstunden Ergnzende Unterrichtsinhalte

    Industrie und Handel

    Industrie Handel Thema (Nr.)

    Einstiegsstichwort

    1. Der Erfolg im Handels- und im Industriebetrieb

    - Komponenten des Gewinns bzw. der Wertschpfung

    - Das Unterneh-mensergebnis (Be-triebsergebnis, Neutrales Ergebnis, Gewinn- und Ver-lustrechnung

    - Gewinnverteilung bei verschiedenen Gesellschaftsformen

    - Unterschiede der Erfolgsermittlung im Handels- und In-dustriebetrieb

    2. Buchungen erfolgs-wirksamer Vorgnge

    2.1 Bezug (Bezugskosten) und Verbrauch von Roh-, Hilfs- und Be-triebsstoffen, Bezug von Waren (Bezugs-kosten)

    2.2 Arbeitskosten (Gehl-ter, Lhne, Sozialkos-ten)

    2.3 Buchungen im Be-

    triebsmittelbereich (An-schaffung, Abschrei-bung, Instandhaltung, Verkauf)

    2.4 Neutrale Aufwendun-

    gen und Ertrge sowie periodengerechte Ab-grenzung

    4

    3

    3

    4

    5

    4

    3

    3

    4

    5

    4 1 3 3 5

    2

    5

    1

    2

    2/3

    3

    3

    2/3

    3

    3

    4/7

    Erfolg im Handels- und Industriebetrieb Subventionen Komponenten des Unter-nehmensergebnisses Entstehung der Gewinne Kosten und Entlohnung des Produktionsfaktors Arbeit Unterschiedliche Behand-lung von Kapital und Arbeit hinsichtlich des Reproduk-tionsproblems Rationalisierung, Humani-sierung der Arbeit Bedeutung des Produkti-onsfaktors Kapital Abschreibungen, Finanzie-rung, Rationalisierung, Automatisierung Manipulationsmglichkeiten bei Abschreibungen Spenden bei Personen- und Kapitalgesellschaften Ergebnisermittlung im Un-ternehmen

  • 23 Inhalte Unterrichtsstunden Ergnzende Unterrichtsinhalte

    Industrie und Handel

    Industrie Han-del

    Thema (Nr.)

    Einstiegsstichwort

    2.5 Gewinne/Verluste und Ertrge aus Beteiligun-gen, Wertpapieren, Geldanlagen usw.

    2.6 Steuern (ohne Umsatz-steuer)

    2.7 Bildung und Auflsung von Rckstellungen

    2.8 Bildung von Rckla-gen/Entnahmen aus Rcklagen

    2.9 Besonderheiten beim Verkauf (Preisnachlas-se, Rcksendungen, Gutschriften)

    2.10 Bestandsvernderun-gen

    2.11 Skonti, Boni 3. Sonstige Geschftsstel-

    le (besondere Buchun-gen)

    3.1 Zahlungsverkehr (Scheck/Wechsel)

    4. Die Bilanz und ihre Auswertung

    4.1 Problematik der Wert-anstze in der Bilanz

    4.2 Bewertungsgrundstze - Darstellung der un-

    terschiedlichen Be-wertungsprinzipien

    - Informationen zum neuen Bilanzrecht (die EG-Richtlinien)

    4.3 Bilanzanalyse (bilanz-kritische Kennziffern)

    2

    1

    2

    1

    2

    2 2 6

    2

    5

    2

    2

    1

    2

    1

    2

    2 1 6

    2

    5

    2

    2

    1

    2

    1

    2 - 2 6

    2

    5

    2

    1

    5

    7

    7

    7

    Spekulationsgewinne Steuerpolitik, allgemein stille Reserven Bewertung des Vermgens Aussagekraft der Bilanz

    46 45 41

  • 24 Didaktische Hinweise und Stoffplne

    B. Steuern

    1. Didaktische Hinweise

    Einer der Aspekte des betrieblichen Rechnungswesen ist die Ermittlung von Besteuerungsgrund-

    lagen fr den Fiskus. Insofern erfahren die Kurse "Steuern, Grund- und Aufbaukurs" ihre Legiti-

    mation im Rahmen des Lehrgangssystems "Rechnungswesen - Steuern". Darber hinaus knnen

    in dem Kapitel 2.9 der Aufbaustufe (Einkommensteuer und deren Unterarten, Sonderform:

    Lohnsteuer) Arbeitnehmerinteressen unter dem Aspekt Steuern besonders bercksichtigt wer-

    den.

    Erfahrungsgem ist ein groer Teil der Teilnehmerinnen mehr oder weniger "steuerlich vorbe-

    lastet", d.h., sie haben beruflich, gewerblich oder (seltener) schulisch mit Steuern zu tun. Aus

    diesem Grunde stt man bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einerseits hufig auf detail-

    lierte Vorkenntnisse, andererseits mangelt es dagegen oftmals an Wissen ber Gesamtzusam-

    menhnge. ber die politische Dimension des Themas bestehen eher weniger klare Vorstellun-

    gen. Die Grnde hierfr sind wohl in der Komplexitt der Materie zu suchen.

    Der Kurs "Steuern" ist unterteilt in eine Grundstufe und in eine Aufbaustufe (s. Stoffplan) zu je 45

    Unterrichtsstunden. berlegenswert scheint eine Ausdehnung der Kurse auf jeweils 60 Unter-

    richtsstunden, dadurch knnen bungsphasen in den Unterricht verlagert werden. Die Mglich-

    keiten zum eigenstndigen Arbeiten der Teilnehmer/innen auerhalb des Unterrichts sind auf

    Grund von deren beruflicher Situation i. d. R. eingeschrnkt, auch besteht erfahrungsgem we-

    nig Motivation hierzu.

    Als Grundlage fr den Unterricht sollten ein brauchbares Lehrbuch und entsprechende Gesetzes-

    texte benutzt werden (s. Literaturverzeichnis). Das Lsen von bungsfllen zu den jeweiligen

    Stoffgebieten wirkt vertiefend und vor allem motivationsfrdernd. Das Arbeiten mit Gesetzestex-

    ten sollte zunchst behutsam gebt werden, in aller Regel trifft man hier sehr schnell auf Sprach-

    barrieren seitens der Teilnehmer/innen. Das Einfhlungsvermgen der Lehrenden gegenber den

    (erwachsenen) Lernenden ist hier besonders gefordert.

    Unter Punkt 1 des Stoffplans der Grundstufe ist die Darstellung des allgemeinen Steuerrechts

    vorgesehen. Dies sollte zunchst nur im berblick geschehen, eine detaillierte Erarbeitung kann

    spter bei der Darstellung der Einzelsteuerarten erfolgen (z. B. bei Punkt 2.7, Besteuerungsver-

    fahren bei der USt). Die beiden ersten Themenbereiche (Begrndung von Steuern, Beschaffung

  • Didaktische Hinweise und Stoffplne 25

    von Staatseinnahmen) bieten die Mglichkeiten, das gesamte Steuersystem aufzuzeigen, ebenso

    das Steueraufkommen (z. B. anhand der sog. Steuerspirale - s. Thema 5 der didaktischen Mate-

    rialien). Diskussionswrdig scheinen an dieser Stelle Fragen nach der Steuergerechtigkeit. Wel-

    che Positionen beziehen die Teilnehmer/innen hinsichtlich der Steuergerechtigkeit? Bergen die

    Vielzahl der Steuerarten und die Komplexitt des Steuersystems nicht eine Ungerechtigkeit in

    sich (Steuervorteile fr diejenigen, die das System durchschauen)? Wird der Verbraucher durch

    die vielen indirekten und somit fr ihn nicht erkennbaren Steuern nicht bermig belastet? Unter

    dem Aspekt der Steuerverwendung knnten aktuelle Themen (z. B. die Finanzierung der deut-

    schen Wiedervereinigung) diskutiert werden.

    Unter dem Gliederungspunkt 2 und 3 wird die Umsatzsteuer bzw. die Gewerbesteuer abgehan-

    delt. Anknpfungspunkte fr die Integration beruflicher und politischer Bildung finden sich hier

    beispielsweise bei den Unterpunkten Steuerbefreiungen und Steuerstze (2.3, 2.4, 3.2). Der

    Kursleiter kann hier mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gemeinsam versuchen zu klren,

    warum bestimmte Personen bzw. Institutionen von der Steuer befreit bzw. warum diese begn-

    stigt werden. "Verborgenes Alltagswissen" der Teilnehmer/innen lt sich so hervorholen und

    strukturieren.

    In der Aufbaustufe ist unter dem Gliederungspunkt 1 die Wiederholung und weitere Vertiefung

    des allgemeinen Steuerrechts vorgesehen. Die Durchfhrung der Wiederholung anhand von

    bungsfllen ist empfehlenswert.

    Der gesamte Punkt 2 behandelt in aller Ausfhrlichkeit die Einkommensteuer und ihre besondere

    Erhebungsform, die Lohnsteuer. Da alle Teilnehmer/innen i. d. R. von dieser Steuerart direkt

    betroffen sind, ist auch das Interesse daran gro. Ziel dieses Kurses ist es aber nicht, den Teil-

    nehmerinnen und Teilnehmern mglichst viele detaillierte Steuertricks an die Hand zu geben.

    Das Thema Einkommensteuer bietet vielfach die Mglichkeit, berufliche und politische Bildung

    miteinander zu verknpfen. So z. B. der Gliederungspunkt 2.5: Anhand der Bewertungsspielru-

    me von Vermgens- und Schuldposten, der Gewhrung von Sonderabschreibungen etc. lassen

    sich zahlreiche Beispiele fr indirekte Subventionen vorfhren. Von den indirekten Subventionen,

    als Bestandteil der Wirtschaftspolitik, kann der Bogen zu den direkt gewhrten Subventionen

    gespannt werden (Die wirtschaftlich mchtigen Unternehmen kommen eher in den Genu von

    direkten Subventionen als die kleineren Unternehmen).

  • 26 Didaktische Hinweise und Stoffplne

    Die unterschiedliche Steuererhebung bei Lohneinknften und bei anderen Einkunftsarten, der

    Verzicht der Quellenbesteuerung von Zinseinknften ("Legalisierung" von Steuerverkrzung zur

    Vermeidung von Kapitalflucht ins Ausland) bieten ebenfalls reichlich Diskussionsstoff.

  • 27

    2. Stoffplan fr die Grundstufe Steuerrecht im Betrieb Inhalte

    Unterrichts- stunden

    Ergnzende Unterrichtsinhalte Thema (Nr.) Einstiegsstichwort

    1. Allgemeines Steuerrecht - Begrndung der Steuern

    Staat, Aufgaben - Beschaffung und Verwaltung

    von Staatseinnahmen (ins-besondere: Steuereinnah-men)/wiederkehrende, gele-gentliche, einmalige Einnah-men

    - Ermittlungsverfahren im Steuerrecht

    - Steuerverwaltungsakte, Fris-ten, Termine im Steuerrecht

    - Rechtsbehelfsverfahren, Au-enprfung, Straf- und Bu-geldvorschriften

    - Bewertungsrecht (Bewer-tungsgesetz)

    2. Umsatzsteuer 2.1 Einfhrung in die Umsatzsteuer

    System und Wirkungsweise 2.2 Die vier steuerbaren Umsatztat-

    bestnde Kennzeichnungen und Definitio-nen (entgeltliche Leistungen, Ei-genverbrauch, unentgeltliche Leistungen, Ein-fuhr)

    2.3 Steuerbefreiung 2.4 Steuerstze 2.5 Vorsteuer 2.6 Ausnahmen im Umsatzsteuer-

    recht Kleinunternehmer, Ist-

    Besteuerung 2.7 Besteuerungsverfahren 2.8 Umsatzsteuer nach dem Berlin-

    frderungsgesetz 3. Gewerbesteuer

    3.1 Einfhrung in die Gewerbesteu-er

    4 (Lerninhalte sind zusammenhngend mit der Darstellung von Einzelsteuern zu verknpfen)

    2

    11

    3 1 6 3

    2 1

    1

    5 5

    5

    5 3

    3

    3

    4

    5 7

    4

    6

    - Steuerpolitik - Steuerrechtliche

    Regelungen als Grundlage fr (vernderte) Ge-sellschafts- und Wirtschaftspolitik

    - Einbezug politi-scher Zielsetzun-gen in die Definiti-on des Steuerbeg-riffs ( 3 Abs. 1 AO)

    - Subventionen - Produktionsfakto-

    ren im Steuerrecht - Konzepte der Ar-

    beitsplatzvernich-tung und Steuer-ersparnis

    - Gegenkonzepte zur Arbeitsplatz-vernichtung und deren Steuerwirk-samkeit

    durchlaufender Pos-ten Subventionen Vorsteuerabzug bei Selbstndigen Subventionen Steuerfolgen der Un-ternehmensformen Einflunahme von Arbeitnehmern bei

  • 28 Inhalte

    Unterrichts- stunden

    Ergnzende Unterrichtsinhalte Thema (Nr.) Einstiegsstichwort

    Aufbau und Steuergegenstand 3.2 Steuerbefreiungen 3.3 Ermittlung der Besteuerungsgrundla-

    gen und der Gewerbesteuer Gewerbeertrag, Gewerbekapital,

    einheitlicher Steuermebetrag, An-wendung der gemeindlichen Hebe-stze

    3.4 Zerlegung des einheitlichen Steuer-mebetrages

    1 8 2

    4 3 1 4

    Bildung der wirtschaft-lichen Erfolgsgren sowie der Kapitalbil-dung im Betrieb GewSt-Befreiung Einflunahme be-stimmter Produktions-faktoren Der wirtschaftliche Erfolgsbegriff GewSt bei Personen- und Kapitalgesell-schaften

    45

  • 29

    3. Stoffplan fr die Aufbaustufe I: Einkommensteuerrecht Inhalte

    Unterrichts- stunden

    Ergnzende Unterrichtsinhalte Thema (Nr.) Einstiegsstichwort

    1. Allgemeines Steuerrecht - Begrndung der Steuern Staat, Aufgaben - Beschaffung und Verwaltung

    von Staatseinnahmen (insbe-sondere: Steuereinnahmen/wie-derkehrende, gelegentliche, einmalige Einnahmen

    - Ermittlungsverfahren im Steuer-recht

    - Steuerverwaltungsakte, Fristen, Termine im Steuerrecht

    - Rechtsbehelfsverfahren, Au-enprfung, Straf- und Bugeld-vorschriften

    - Bewertungsrecht (Bewertungs-gesetz)

    2. Einkommensteuer 2.1 Einfhrung in die Einkommens-

    teuer System und Wirkungswei-sen

    2.2 Steuerpflicht Persnliche und sachliche Ein-

    kommensteuerpflicht, schemati-sche Darstellung der Bemes-sungsgrundlage: das zu versteu-ernde Einkommen

    Ermittlungs- und Veranlagungs-zeitraum, Wirtschaftsjahr

    2.3 Einkunftsarten 2.4 Einkunftsermittlung steuerfreie Einnahmen, bersicht

    ber die Einnahmen und Ausga-ben bei den sieben Einkunftsar-ten, Gewinn- und berschuer-mittlung, Verlustausgleich

    2.5 Bewertung von Vermgens- und

    Schuldposten nach dem Bilanz-recht

    Grundstze ordnungsgemer Buchfhrung und Bilanzierung nach Handelsrecht und Steuer-recht, Privat- und Betriebsverm-gen, Abschreibung

    2.6 Summe der Einknfte, Gesamtbe-trag der Einknfte

    4 (Lerninhalte sind

    zusammenhngend mit der Darstellung von Einzelsteuern

    zu verknpfen)

    2

    4

    6 6

    8

    3

    5/6

    7

    3

    5

    (wie bei der Grundstu-fe) wirtschaftliche Ziele/ Unternehmensform und Steuerfolgen: Ge-winnverteilung, Ge-winnverwendung bei Personenunternehmen und bei Kapitalgesell-schaften Bewertungsspielrume, versteckte Gewinne Abschreibung sozialpolitische Ziele

  • 30 Inhalte

    Unterrichts- stunden

    Ergnzende Unterrichtsinhalte Thema (Nr.) Einstiegsstichwort

    2.7 Einkommensermittlung nicht abzugsfhige Aufwendungen der

    Lebensfhrung (Ausnahmen: Sonder-ausgaben, auergewhnliche Belas-tungen)

    2.8 Ermittlung des zu versteuernden Ein-kommens

    Sonderfreibetrge, Kinderfreibetrge, sonstige abzuziehende Betrge

    2.9 Einkommensteuer und deren Unterar-ten, Kirchensteuer

    Sonderformen: Lohnsteuer, Kapitaler-tragssteuer; Veranlagung, Tarif, Be-messungsgrundlage der Kirchensteuer

    8 2 2

    4/7 5

    Spenden sozialpolitische Ziele

    45

  • II Didaktische Hinweise und Stoffplne 31

    C. Bilanzanalyse und Bilanzkritik

    1. Didaktische Hinweise

    Der Kurs Bilanzanalyse und Bilanzkritik stellt eine Einfhrung in das Thema dar, die vorhandenes

    Grundwissen (nach Besuch der Grund- und Aufbaukurse Buchfhrung) ergnzt. In ihm werden

    Kenntnisse vermittelt, wie Bilanzen aufbereitet und analysiert werden knnen. Dabei wird insbe-

    sondere Wert auf eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema gelegt. Auerdem ist der

    Kurs eine Hinfhrung zu anderen Lehrgngen in diesem Bereich (wie z. B. Bilanzbuchhalterlehr-

    gang).

    Die Teilnehmer/innen sollen vor allem die Methoden kennenlernen, mit deren Hilfe durch die Auf-

    bereitung von Unternehmensbilanzen und der G u V-Rechnungen Kennziffern ber den betriebli-

    chen Erfolg entwickelt werden knnen. Dabei sollen die Teilnehmer/innen erfahren, da die je-

    weiligen Methoden durch Erkenntnisinteressen der Anwender/innen bestimmt sind. Hierdurch soll

    ein kritisches Bewutsein gegenber den quantitativen Ergebnissen der Bilanzanalyse geschaf-

    fen werden. Darber hinaus soll eine Auseinandersetzung mit den Prinzipien erfolgen, die Ein-

    gang in die z. Z. geltenden Rechtsvorschriften zur Erstellung der Jahresabschlsse, insbesonde-

    re im Hinblick auf die Anpassung innerhalb der EG, gefunden haben.

    Der gewhlte Einstieg verfolgt das vordringliche Ziel, "Betriebsblindheit" zu vermeiden und die

    gesellschaftlichen Normen zu erkennen, die den gesetzlichen Bestimmungen zugrunde liegen.

    Durch den Bezug auf andere, auerhalb von Betrieben erstellte Formen von Bilanzen soll dar-

    ber hinaus unterschiedliches internes und externes Erkenntnisinteresse demonstriert und ver-

    deutlicht werden. Dieser Ansatz soll auerdem die Teilnehmer/innen in die Lage versetzen, die

    im Anschlu an die Einfhrung vermittelten Techniken zur Ermittlung von Kennziffern und die

    Methoden der Neuaufbereitung der Abschlurechnungen im Zusammenhang mit den jeweils

    angestrebten Analysezielen zu sehen.

    Auch die zum Abschlu angestrebte Auseinandersetzung mit den verschiedenen Bilanzauffas-

    sungen soll mit diesem Ansatz erleichtert werden, um zu vermeiden, da die jeweiligen Theorien

    und gesetzlichen Vorschriften sowie die auf ihrer Grundlage erstellten betrieblichen Bilanzen

    beziehungslos nebeneinandergestellt bleiben.

  • 32 II Didaktische Hinweise und Stoffplne

    Nach einer Einfhrung, die dem Einstieg in den oben geschilderten Ansatz dient, folgt eine Dar-

    stellung der Abhngigkeit der Bilanzaufbereitung vom jeweiligen Erkenntnisinteresse, wobei die

    verschiedenen mglichen Interessenlagen den Ausgangspunkt der Betrachtungen bilden. In die-

    sem Kontext werden zunchst Methoden zur "Entschleierung" der Gewinn- und Verlustrechnung

    vorgestellt (Abschnitt 2.2). Ziel ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei der Anwendung

    dieser Methoden die Probleme der Bewertung von Bilanzpositionen und der Aussagekraft von

    Bilanzen (Bilanzklarheit, Bilanzwahrheit) nahezubringen. Dieses Vorgehen trgt nicht zuletzt auch

    dazu bei, die Motivation bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zur kritischen Auseinander-

    setzung mit den im weiteren Verlauf vermittelnden betriebswirtschaftlichen Kennzahlen aufrecht-

    zuerhalten. Bei den Methoden ihrer Ermittlung handelt es sich im wesentlichen zunchst um rein

    technisch-statistische Verfahren, die gleichwohl einem einzelwirtschaftlichen Rentabilittsinteres-

    se entspringen.

    Die zu unterschiedlichen Wertanstzen in der Bilanz fhrenden Finanzierungsprinzipien werden

    im dritten Abschnitt dargestellt. Es wird deutlich, wie durch die Wahl des Bewertungsprinzips

    Scheingewinne oder Scheinverluste ausgewiesen werden knnen. Den Bilanzierungsprinzipien

    liegen unterschiedliche Bilanzauffassungen zugrunde, von denen die wichtigsten in ihren kono-

    mischen Wirkungen vorgestellt werden. Des weiteren werden die einschlgigen Rechtsvorschrif-

    ten unter Bercksichtigung des neuen EG-Rechts, die zur Handelsbilanz und zur Steuerbilanz

    fhren, dargestellt.

    Im vierten Abschnitt werden verschiedene Arten von Bilanzen vorgestellt und miteinander vergli-

    chen. Einige dieser Bilanzen gehen ber den rein betrieblichen Bezugsrahmen hinaus und versu-

    chen, gesellschaftliche Kosten und Erfolge in die Betrachtung mit einzubeziehen. Diese im Ver-

    gleich zu traditionellen Bilanzkursen erweiterte Betrachtung soll die Teilnehmer/innen befhigen,

    betriebliches Entscheiden und Handeln aus inner- und auerbetrieblicher sowie konomischer

    und gesellschaftlicher Perspektive zu begreifen und kritisch zu beurteilen.

  • 33 2. Stoffplan fr die Aufbaustufe II: Bilanzanalyse und kritik Inhalte

    Unterrichts- stunden

    Ergnzende Unterrichtsinhalte Thema (Nr.) Einstiegsstichwort

    1. Notwendigkeiten und Aufgaben einer quantitativen und qualitativen Er-folgskontrolle durch Bilanzen

    2. Die Abhngigkeit der Bilanzaufberei-tung vom Erkenntnisinteresse

    2.1 Gesellschaftliche, externe und inter-ne Interessen

    - gesellschaftliche Interessen - externe und interne Interessen - gesellschaftliche Information,

    Glubigerschutz - fiskalische Interessen - Arbeitnehmer- und

    Unternehmerinteressen 2.2 "Entschleierung" der Gewinn- und

    Verlustrechnung zur Ermittlung des Unternehmenserfolges

    - Umstellung des Urmaterials des Jahresabschlusses

    - Berichtigung der Mengen- und Wertanstze

    - Ermittlung der tatschlichen (Brut-to-)Gewinne und versteckter Ge-winne

    - Bewertung und Aussagekraft von Jahresabschlssen

    2.3 Aufbereitung der Bilanz und der Ge-winn- und Verlustrechnung zur Er-mittlung betriebswirtschaftlicher Kennzahlen

    2.3.1 Aufbau und Aussagekraft von be-trieblichen Kennziffern

    - absolute Zahlen - Verhltniszahlen bezglich Be-

    stnde und Bewegungen - Zeitvergleiche, Betriebs- und

    Branchenvergleich 2.3.2 Umstellung des Urmaterials des Jah-

    resabschlusses 2.3.3 Wachstumsanalyse - Leistung und Umsatz - Jahresberschu - Bilanzsumme - Cash - Flow - Wertschpfung 2.3.4 Ertragskraft - Rentabilitt - Umschlagshufigkeit - Kostenstruktur

    2 2

    10 2 2 4 4

    1 6

    1/4 1

    1/4/6/7 7

    3/7 3 3 3

    Erfolgsbegriff Interesse und Rationa-litt Spenden bei Perso-nen- und Kapitalge-sellschaften Spekulationsgewinne versteckte Gewinne Aussagekraft der Bi-lanz Gewinne, Investitionen und Arbeitspltze Rationalisierung und Arbeitslosigkeit Problematisierung des Rationalisierungsziels Rationalisierung und Arbeitslosigkeit

  • 34 Inhalte

    Unterrichts- stunden

    Ergnzende Unterrichtsinhalte Thema (Nr.) Einstiegsstichwort

    - Leistungsstruktur - Produktivitt 2.3.5 Risiko - Kapitalstruktur - Vermgensstruktur - Kapitalverwendung - Liquiditt 2.3.6 Kapitalflurechnungen (Bewegungs-

    bilanzen) 3. Bilanzauffassungen und Bilanzie-

    rungsprinzipien 3.1 Scheingewinne und Scheinverluste

    als Folge von Bilanzierungsprinzipien - Anschaffungswertprinzip - Tageswertprinzip - Niederstwertprinzip - Hchstwertprinzip - Hifo, Lifo, Fifo 3.2 Die Bilanzauffassungen und ihre

    konomischen Wirkungen - statische Bilanzauffassung - dynamische Bilanzauffassung - organisatorische Bilanzauffassung 3.3 Bilanzierungsgrundstze nach herr-

    schenden Rechtsvorschriften unter Einbezug des neuen EG-Rechts

    - Handelsbilanz - Steuerbilanz - Besonderheiten des neuen EG-

    Rechts fr Kapitalgesellschaften 4. Mglichkeiten der quantitativen Er-

    folgskontrolle in der Gesellschaft und in der Unternehmung (Abri)

    - politische Erfolgsbilanzen, ko-Bilanzen

    - gesamtwirtschaftliche Erfolgs-rechnung

    - Sozial-Bilanzen - innerbetriebliche Bilanzen, Steu-

    erbilanzen, Unternehmensbilan-zen, Konzernbilanzen

    2 2 3 3 4 5

    3/7

    3/7

    1/4/6/7 6 1

    Gewinne, Investitionen und Arbeitspltze Verteilung von Risiko und Einkommen versteckte Gewinne Interesse und Rationa-litt - Verhltnis von

    kologie und konomie

    - konomischer und kologischer Erfolgsbegriff

    - externe Effekte - externe Kosten

    und Ertrge - arbeitsorientierter

    Kosten- und Er-folgsbegriff

    soziale und kolo-gische Indikatoren

  • II Didaktische Hinweise und Stoffplne 35

    D. Kosten- und Leistungsrechnung

    1. Didaktische Hinweise

    Der Stoffplan "Kosten- und Leistungsrechnung" verfolgt das Ziel, die kostenmigen Begrn-

    dungszusammenhnge betrieblicher Entscheidungen durchschaubar zu machen. Gleichzeitig soll

    jedoch die Grenze einer kostenmigen Erfassung der betrieblichen Wirklichkeit erhellt und damit

    kritisches Bewutsein gegenber den Ergebnissen der Kosten- und Leistungsrechnung erreicht

    werden. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil die Kosten- und Leistungsrechnung hufig ihren

    instrumentellen Charakter im Dienste der Gewinnmaximierung hinter einem Anschein von Objek-

    tivitt und Unabhngigkeit zu verstecken vermag.

    Die didaktische Umsetzung dieses Ansatzes setzt voraus, da es im Kurs gelingt, innerhalb eines

    jeden Themenbereichs den Bogen von konkreten betrieblichen Entscheidungsproblemen zur

    Aussagekraft (und damit Interessenabhngigkeit) der angewandten Methode zu spannen. Um

    dieses Spannungsverhltnis durchgehend aufbauen zu knnen, wird die traditionelle Einteilung in

    Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostentrgerrechnung aufgegeben. Die verschiedenen Eintei-

    lungsmglichkeiten der Kostenarten ergeben sich im Ablauf der Themenbereiche mit zunehmen-

    der Komplexitt der Entscheidungsprobleme gleichsam automatisch und werden an den Stellen

    behandelt, wo sie zur Lsung eines Problemzusammenhangs als sinnvoll verstanden werden

    knnen. Auch die Aussagen der Kostenstellenrechnung sind in den Ablauf eingegliedert, wobei

    der grte Teil im Zusammenhang mit den Rechnungsmethoden bei Einzelfertigung abgehandelt

    werden soll. So geht der Stoffplan von den einfachsten zu immer komplexeren Methoden der

    Preisfindung sowie der Kosten- und Erfolgskontrolle ber. Die Teilnehmer/innen begreifen die

    verschiedenen Rechenwerke als jeweils spezifische Form eines Versuchs der Abbildung betrieb-

    licher Wirklichkeit (Leistungserstellung) zur Lsung von Entscheidungsproblemen mit dem Ziel

    der Gewinnmaximierung.

    Der erste Abschnitt (Kosten, Erlse und Gewinn als Entscheidungsgrundlage im kapitalistischen

    Betrieb) knpft an die Problematisierung des Erfolgsbegriffs an, die im Grundkurs Buchfhrung

    erfolgt ist. Neben der Behandlung der systematischen Grundlagen der Kosten- und Leistungs-

    rechnung werden gleich zu Beginn des Kurses auch schon die Ansatzpunkte fr eine kritische

    Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der Kosten- und Leistungsrechnung verdeutlicht. An-

    hand der Argumentationslinien, derer sich die Kapital- und die Arbeitnehmerseite, beispielsweise

    bei den Auseinandersetzungen um eine Betriebsstillegung, bedienen, knnen Bewertungsspiel-

    rume und der Tatbestand der Entscheidungsabhngigkeit der Kosten behandelt werden.

  • 36 II Didaktische Hinweise und Stoffplne

    Der Ausgangspunkt fr den zweiten Abschnitt (Kalkulation als Informationsinstrument fr die be-

    triebliche Preispolitik bzw. die Stckgewinnermittlung) ist neben der Erfolgskontrolle das Ent-

    scheidungsproblem der Preisfindung. Die Teilnehmer/innen lernen das kalkulatorische Grund-

    schema kennen und zur Lsung einfacher Entscheidungsaufgaben einsetzen. Darber hinaus

    sollte dieses Schema aber als einzelwirtschaftliche Konkretisierung des industriellen Kapitalver-

    werfungsprozesses begriffen werden, in dem die Sektoren Produktion und Distribution ihre spezi-

    fische Stellung einnehmen. Daneben bietet dieser Abschnitt Ansatzpunkte fr eine kritische Aus-

    einandersetzung mit der einzelwirtschaftlichen Bewertung betrieblicher Leistungen (z. B.

    Vernachlssigung externer Effekte) und fr eine Analyse der Gewinnverwendungsform mit ihren

    Wirkungen auf Investitionen und Beschftigung. Aus der Kostenartenrechnung mssen an dieser

    Stelle die Begriffe fixe und variable Kosten eingefhrt werden, die bei der Behandlung der kosten-

    theoretischen Grundlagen Anwendung finden.

    Im dritten Abschnitt werden die Methoden der Kostentrgerrechnung im einzelnen behandelt.

    Dabei bilden die Unterschiede in den produktionstechnischen Bedingungen den Ausgangspunkt

    fr die Ableitung der verschiedenen Kalkulationsformen. Aus der Kostenartenrechnung werden

    die Begriffe Einzel- und Gemeinkosten eingefhrt. Daneben hat an dieser Stelle die Behandlung

    der Kostenstelle ihren Platz. Auerdem sollte ein Hinweis auf die Kostenplanung nicht fehlen, um

    deutlich zu machen, wie die Kostenrechnung auch als Kontrollinstrument fr die individuelle Ar-

    beitsleistung eingesetzt werden kann. Aus kostentheoretischer Sicht knnte die Nutz- und Leer-

    kostenanalyse ergnzt werden. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern knnen in diesem Zu-

    sammenhang die Auswirkungen zunehmender Rationalisierung auf die Rolle und die Einsatzfor-

    men des Faktors Arbeit ins Bewutsein gebracht werden (Entkopplung von Betriebsnutzungs-

    dauer und individueller Arbeitszeit, menschenleere Fabrik).

    Anhand der wichtigsten Bestandteile der Kalkulation im Handelsbetrieb wird im vierten Abschnitt

    auf die Kosten- und Leistungsrechnung in diesem Wirtschaftssektor eingegangen. Hier wird deut-

    lich, welche Unterschiede in der Berechnung des Wertzuwachses zwischen Handelsund Indust-

    riebetrieb bestehen. Gleichzeitig sollte klarwerden, warum es Konkurrenz um die Wertzuwchse

    beim Kapitalverwertungsproze zwischen Industrie- und Handelskapital gibt.

    Die kurzfristige Ergebnisrechnung, die im fnften Abschnitt behandelt wird, gewinnt in der Praxis

    zusehends an Bedeutung, da die Betriebe fr Steuerungszwecke przise kurzfristige Informatio-

    nen bentigen. Dabei werden auch die beiden dabei gebruchlichen Verfahren des Umsatz- und

    Gesamtkostenverfahrens vorgestellt.

  • II Didaktische Hinweise und Stoffplne 37

    Im sechsten Abschnitt (Teilkostenrechnung) werden nach Einfhrung der theoretischen Grundla-

    gen der Teilkostenrechnung exemplarisch einige Entscheidungsprobleme herausgegriffen. Dabei

    wird verdeutlicht, inwiefern die Teilkostenrechnung gegenber der Vollkostenrechnung ein realis-

    tisches Abbild der betrieblichen Wirklichkeit darstellt und deshalb auch als Informationsinstrument

    fr gewinnorientierte Entscheidungen besser zu gebrauchen ist.

    Im siebten Abschnitt (Planungsrechnung) wird ein kurzer berblick ber die Teilbereiche betrieb-

    licher Planung gegeben.

  • 38 2. Stoffplan fr die Aufbaustufe II: Kosten- und Leistungsrechnung Inhalte

    Unterrichts- stunden

    Ergnzende Unterrichtsinhalte Thema (Nr.) Einstiegsstichwort

    1. Kosten, Erlse und Gewinn als Ent-scheidungsgrundlage im kapitalisti-schen Betrieb

    1.1 Unterschiedliche Formen betriebli-cher Erfolgsmessung

    1.2 Abgrenzung der Begriffe Kosten. Leistungen (Erlse) und Gewinn nach Betriebszweck, Periode, Verur-sachung

    6

    5

    1

    3

    3 6

    Subventionen, Preisgestal-tung, Kosten - Leistung (Ertrge) (ein-

    zel- und gesamtwirt-schaftliche Leistungsbe-messung, Kreislaufmo-dell)

    - Betriebsergebnis (Er-folgsmessung, Kapitalre-produktion, unterschied-liche Behandlung)

    - Gewinn (Erfolgsbegriff, Verteilung, Gewinnver-wendung, Aussagefhig-keit der Bilanz)

    - Kosten (Abgrenzung-Entscheidungsabhngig-keit, einzel- und gesamt-wirtschaftliche Kosten, externe Effekte, Arbeit als Kostenfaktor)

    - Kostenbewertung (unter-schiedliche Behandlung der Gruppen)

    - Leistungsbewertung (un-terschiedliche Behand-lung)

    - Kostenrechnung und externe Effekte, Arbeit als Kostenfaktor

    - unterschiedliche Behand-lung von Kapital und Ar-beit bei der Ermittlung des Betriebsergebnisses

    - einzel- und gesamtwirt-schaftliche Kosten, ex-terne Effekte

    - Kapitalreproduktion und Betriebsergebnis

    - unterschiedliche Behand-lung von Kapital und Ar-beit hinsichtlich des Re-produktionsproblems

    - Arbeit als Kostenfaktor - Kosten (Abgrenzung-

    Entscheidungsabhngig-

  • 39 1.3 G u V-Rechnung als betriebliche

    Ergebnisrechnung 1.3.1 Kostenarten nach G u V-Rechnung 1.3.2 Kalkulatorische Kosten 1.3.3 Aussagekraft der G u V-Rechnung

    fr Arbeitnehmer und Kapitaleigner 2. Kalkulation als Informationsinstru-

    ment fr die betriebliche Preispolitik bzw. die Stckgewinnermittlung

    2.1 Kalkulationsschema fr die indus-trielle Fertigung

    2.2 Verkaufskalkulation und Stckge-winnermittlung (Vor- und Nachkal-kulation)

    2.3 Kostenabhngigkeiten 2.3.1 Ursachen der Kostenentstehung

    Einflufaktoren auf die Hhe der Kosten

    2.3.2 Kostenverlufe in Abhngigkeit von

    der Beschftigung (fixe und variab-le Kosten)

    6

    7 3 6 3 2 1 3 6 3 3

    keit, einzel- und gesamt-wirtschaftliche Kosten, externe Effekte, Arbeit als Kostenfaktor)

    - Gewinn: Erfolgsbegriff, Verteilung und Gewinn-verwendung, Aussagef-higkeit der Bilanz

    - Abschreibungen, Finan-zierung, Rationalisierung, Automatisierung

    - Kalkulatorische Kosten (unterschiedliche Be-handlung, Reprodukti-onsproblem)

    - Abschreibungen, Finan-

    zierung, Rationalisierung, Automatisierung

    - Kalkulationsschema - Kosten (Abgrenzung-

    Entscheidungsabhngig-keit, einzel- und gesamt-wirtschaftliche Kosten, externe Effekte, Arbeit als Kostenfaktor)

    - Kostenbewertung (unter-schiedliche Behandlung der Gruppen)

    - Kostenrechnung und externe Effekte, Arbeit als Kostenfaktor

    - einzel- und gesamtwirt-schaftliche Kosten, ex-terne Effekte

    - Kosten (Abgrenzung-Entscheidungsabhngig-keit, einzel- und gesamt-wirtschaftliche Kosten, externe Effekte, Arbeit als Kostenfaktor)

    - Arbeit als Kostenfaktor - Einflunahme der Arbeit-

    nehmer auf die Arbeits-organisation

  • 40 2.4 Preisfestsetzung in Abhngigkeit

    von der Stellung am Markt 3. Kosten- und Leistungsrechnung bei

    verschiedenen Fertigungsverfahren 3.1 Divisionskalkulation bei Massenfer-

    tigung 3.1.1 Kostentrgerstckrechnung 3.1.2 Einfache Kostenstellenrechnung

    (Kostenkontrolle) bei mehrstufiger Fertigung

    3.1.3 Verkaufspreis-/Stckgewinner-mittlung

    3.2 quivalenzziffernrechnung bei Sor-tenfertigung

    3.3 Zuschlagskalkulation bei Einzelfer-tigung

    3.3.1 Einzel- und Gemeinkosten 3.3.2 Kostenstellenrechnung: Verteilung

    der Gemeinkosten (Betriebsab-rechnungsbogen, innerbetriebliche Leistungsverrechnung)

    3.3.3 Errechnung von Zuschlagsstzen 3.3.4 Verkaufspreis-/Stckgewinnermittl-

    ung/Kostenber- und unterdek-kung

    3.4 Maschinenstundensatzrechnung bei Einzelfertigung

    3.4.1 Errechnung von Maschinenstun-

    denstzen 3.4.2 Betriebsabrechnungsbogen mit

    Maschinenstundenstzen 3.4.3 Verkaufspreis-/Stckgewinnermitt-

    lung 3.5 Kombination von Zuschlags- und

    Divisionskalkulation bei Serienferti-gung

    4. Kosten- und Leistungsrechnung im Handelsbetrieb

    4.1 Kostenarten im Handelsbetrieb 4.2 Kalkulationsschema des Handels 4.3 Kalkulationszuschlag, Kalkulations-

    faktor, Handelsspanne 5. Betriebsergebnisrechnung 5.1 Kostentrgerzeitrechnung mit Ist-

    und Normalkosten (Kostentrger-blatt)

    5.2 kurzfristige Ergebnisrechnung (Umsatz- und Gesamtkostenver-fahren)

    6. Teilkostenrechnung

    2 2 6 4 2 6

    3 3 2

    - Fertigungsverfahren (Ra-

    tionalisierung, Automati-sierung, Humanisierung)

    - Entkoppelung von Be-

    triebsnutzungsdauer und individueller Arbeitszeit

    - menschenleere Fabrik und Arbeitszeitverkr-zung

    - Verteilungskampf um den

    Wertzuwachs beim Kapi-talverwertungsproze

  • 41 6.1 Prinzip der Teilkostenrechnung

    (Vergleich zur Vollkostenrechnung) 6.2 Ermittlung von Deckungsbeitrgen

    und Stckgewinn 6.3 Anwendung der Deckungsbeitrags-

    rechnung, z. B. - Sortimentsentscheidungen - Preisdifferenzierung 7. Planungsrechnungen als Instru-

    ment der Unternehmensfhrung (berblick)

    - Kostenplanung - Investitionsplanung - Personalplanung - Absatzplanung - Finanzplanung

    6 4

    6

    - Investitionsplanung (Ra-

    tionalisierung, Automati-sierung, einzel- und ge-samtwirtschaftliche As-pekte, Wirtschaftsdemo-kratie)

    - Planung und Kontrolle (Herrschaftsinstrumente, Wirtschaftsdemokratie)

  • 42 II Didaktische Hinweise und Stoffplne

    Literaturverzeichnis

    ARBEITSGRUPPE "PROJEKTBERATUNG" (Hrsg.) (1984)

    Der Schatz im Silbersee. Ein Finanzierungsleitfaden fr selbstverwaltete Betriebe und Projekte, West-Berlin

    ARBEITSGRUPPE "UNTER GEIERN" (Hrsg.) (1982)

    Unter Geiern. Ein Leitfaden fr die Arbeit in selbstverwalteten Betrieben und Projekten, 4. berarbeitete

    Auflage, West-Berlin

    BASSELER, U. u. a. (1984)

    Grundlagen und Probleme der Volkswirtschaft. Lehr- und Arbeitsbuch mit lernzielorientierten Leitfragen,

    grundlegenden Informationen und Arbeitsaufgaben, 7. erweiterte Auflage, Kln (Erstaufl.: 1978/79)

    BORNHOFEN, M./BUSCH, E. (1985)

    Steuerlehre 1 und 2, Wiesbaden

    FREIMANN, J./SCHOELE, H. (1975/77)

    Betriebswirtschaftslehre fr Sie. Grundwissen, 2 Bde., Mnchen

    GRAUHAN, R. - R./HICKEL, R. (1978)

    Krise des Steuerstaats? - Widersprche, Ausweichstrategien, Perspektiven staatlicher Politik, in: dies.

    (Hrsg.), Krise des Steuerstaats? Widersprche, Perspektiven, Ausweichstrategien, "Leviathan"-Sonderheft,

    Opladen

    GUTENBERG, E. (1972)

    Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre, Erster Band: Die Produktion, 19. Aufl., West-Berlin, Heidelberg

    und New York

    HANDLUNGSFELD WIRTSCHAFT:

    Materialien zum Wirtschaftsunterricht, 6 Bde., Mnchen

    Bd. 1 (1985); F. BURKHARDT, Grundlagen der Wirtschaft

    Bd. 2 (1985): J. FREIMANN, Betrieblicher Leistungsproze

    Bd. 3 (1985): G. - E. FAMULLA, Menschliche Arbeit im Betrieb

    Bd. 4 (1986): T. HINRICHS, Unternehmensform und Mitbestimmung

    Bd. 5 (1986): R. DRECHSEL, Absatz und Marketing

    Bd. 6 (1986): H. WOLL, Wettbewerb und Konzentration

  • II Didaktische Hinweise und Stoffplne 43

    HEINEN, E. (1978)

    Industriebetriebslehre als Entscheidungslehre, in: ders. (Hrsg.), Industriebetriebslehre. Entscheidungen im

    Industriebetrieb, 6. verb. Aufl., Wiesbaden

    HEINOLD, M. (1980)

    Buchfhrung, Stuttgart

    HILBERT, H. - K. (1977)

    Zusammenfassung einer Sichtung von Unterrichtsmedien fr das Fach Buchfhrung, in: Unterrichtsmedien-

    dienst, hrsg. von der Pdagogischen Arbeitsstelle des Deutschen Volkshochschulverbandes, Frankfurt, 18.

    Lieferung

    HOLLAND, H./REIMERS, J. (1990)

    Das Rechnungswesen der Betriebe, Bd. 2, Kosten- und Leistungsrechnung, 11. Auflage, Bad Homburg

    HUFFSCHMID, J. (1978)

    Gewinnermittlung durch Bilanzanalyse - brauchbar fr Arbeitnehmervertreter?, in: "Das Mitbestimmungsge-

    sprch", H. 7 8

    KISSLING, H./WELZEL, M. (1985)

    EDV-orientierte Buchfhrung im Unterricht. Grenzen der traditionellen Didaktik und Methodik durch den

    Einsatz von Anwendungsprogrammen, in: Winklers "Flgelstift" A, H. 2

    KOSIOL, E. (1974)

    Die Unternehmung als wirtschaftliches Aktionszentrum. Einfhrung in die Betriebswirtschaftslehre, Reinbek

    KRGER, H. J. (1984)

    Wirtschaftliche Kennzahlen. Handbuch fr gewerkschaftliche Betriebspolitik, Hamburg

    KUCK, M. (1984)

    konomische Standardprobleme von selbstverwalteten Betrieben, in: "Argument" - Sonderband 104, West-

    Berlin

    LANDESVERBAND DER VOLKSHOCHSCHULEN NW (Hrsg.) (1988)

    VHS-Praktikum Mikrocomputer, Dortmund

    LEIPERT, C.(1989)

    Die heimlichen Kosten des Fortschritts. Wie Umweltzerstrung das Wirtschaftswachstum frdert, Frankfurt

    a. M.

  • 44 II Didaktische Hinweise und Stoffplne

    ORTMANN, G. (1975)

    Zum Theoriestatus der Betriebswirtschaftslehre, in: "mehrwert". Beitrge zur Kritik der Politischen kono-

    mie, Nr. 9, West-Berlin und Bremen

    ORTMANN, G. (1976)

    Unternehmungsziele als Ideologie. Zur Kritik betriebswirtschaftlicher und organisationstheoretischer Entwr-

    fe einer Theorie der Unternehmungsziele, Kln

    PROJEKTGRUPPE IM WSI (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut des Deutschen Gewerk-

    schaftsbundes) (1974)

    Grundelemente einer arbeitsorientierten Einzelwirtschaftslehre (AOEWL). Ein Beitrag zur Politischen ko-

    nomie der Unternehmung, Kln

    RAFFEE, H. (1974)

    Grundelemente der Betriebswirtschaftslehre. Betriebswirtschaftslehre im Grundstudium der Wirtschaftswis-

    senschaft, Bd. 1, Gttingen

    SRGEL, A. (1987)

    Entschleierte Profite. Bilanzlesen leichtgemacht, 4. Auflage, Frankfurt a. M.

    ULRICH, H. (1970)

    Die Unternehmung als produktives soziales System. Grundlagen der allgemeinen Unternehmungslehre,

    2. berarb. Aufl., Bern und Stuttgart

    WALTERMANN, A./SCHRTER, H. - H. (1983/1984)

    Buchfhrung. Lern- und Arbeitsbuch, 2. Bde.: Grundkurs/Aufbaukurs Grohandel, Rinteln

    WILHELMER, B. (1979)

    Lernen als Handlung. Psychologie des Lernens zum Nutzen gewerkschaftlicher Bildungsarbeit, Kln

    ZWINGMANN, H. - J. (1986)

    Selbstndig machen. Informationen, Rat, Adressen, Frankfurt a. M.