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Mobiles Lernen

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Handys und Smartphones müssen heute nicht mehr nur für den Freizeitbedarf genutzt werden. Sie können Schülerinnen und Schülern auch das Lernen erleichtern und Zeit sparen. Der vorliegende educa.Guide will Volksschulen den Einstieg ins M-Learning erleichtern. Dabei geht es dem Autor darum, aufzuzeigen, wie man konkret zum Entstehungszeitpunkt des educa.Guides (Herbst 2010) an die Umsetzung gehen kann. Er berichtet aus seinen eigenen Erfahrungen mit mobilen Kommunikationsgeräten im Unterricht.

Text of Mobiles Lernen

  • Mobiles LernenHandy und Smartphones im Unterricht

    Schule und ICT

  • Impressum

    Herausgeber educa.ch

    Autor Andres Streiff, Lehrperson

    Fotos bro z {grafik design}, Bern

    educa.ch CC BY-NC-ND (creativecommons.org)

    Dezember 2010, Anpassung Januar 2016

  • Mobiles Lernen4Mobiles Lernen4Zum Guide4Autor5Kontakt5Rechte und Nutzung5

    Handys in der Schule?7Welchen Nutzen bringen Handys im Klassenzimmer?7Aufklrung und Prvention8Lehrplanbezug9M-Learning Projekt der Primarschule Goldau11

    Smartphones im Unterricht14Praktischer Einsatz im Unterricht14Welche Gerte sind geeignet?16

    Gerte und Programme fr M-Learning19iPod Touch oder iPad?19iPad im Unterricht20Schulhausinterner Support und Budget22

    Dieser Guide verfgt ber eine Internetseite auf educa.ch. Hier finden Sie sowohl das vor liegende PDF, das Sie dort auch online einsehen knnen, wie auch Zusatz-informationen und Links auf Unterrichtsmaterial, die regelmssig aktualisiert werden. Das PDF ist mit dem Datum seiner Publikation und einer eventuellen Aktualisierung versehen und gibt den Infor mationsstand dieses Datums wieder.

    Internetseite

  • 4Das Handy ist in der heutigen Gesellschaft zu einem alltglichen Begleiter geworden. Mobiltelefone werden immer gnstiger und sind bei Jugendlichen bereits heute sehr verbreitet ber 90% der Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren verfgen ber mindestens ein Handy. Neben dem Telefonieren werden sie vor-wiegend zum Musikhren und fr Spiele eingesetzt.

    Mobiles Lernen

    Sah man bisher Jugendliche mit einem Handy oder Smartphone, konnte man annehmen, dass sie sich mit Games, Musik, SMS oder Telefonieren die Zeit vertreiben. Das muss nicht sein. Jugendliche knnen nun berall lernen. Lernen wo immer, wann immer und was immer sie wollen und Wartezeiten damit sinnvoll nutzen. Mobiles Lernen kann berall statt-finden: Wartezeiten im Zug, im Bus, am Skilift, in der Pause, wenn man mit einer Arbeit fertig ist, usw..

    Zum Guide

    Der vorliegende educa.Guide will Volksschulen den Einstieg ins M-Learning erleichtern. Es geht dabei nicht um pdagogische Auseinandersetzungen, sondern darum aufzuzeigen, wie man konkret zum jetzigen Zeitpunkt (Herbst 2010) an die Umsetzung gehen kann. Dafr gibt der Autor seine eigenen Er fahrungen mit Smartphones im Unterricht weiter, um Lehrerkolleginnen und -kollegen zu ermutigen, selbst Erfahrungen zu sammeln.

    Mobiles Lernen

  • 5Autor

    Andres Streiff hat den Nachdiplomkurs Ausbildung der Ausbildenden in Informations- und Kommuni-kationstechnologien (AdA ICT) der Pdagogischen Hochschule Aargau und Zrich absolviert. In seinem Unterricht als Reallehrer hat er bereits mit M-Learning Erfahrungen gesammelt. Als Entwickler von mehreren mobilen Lernprogrammen hat er auch einen Blick hinter die Kulissen von Smartphones geworfen.

    Kontakt

    Fr eventuelle Fragen oder Bemerkungen zum Dossier nehmen Sie bitte mit Andres Streiff Kontakt per E-Mail auf. Unser Dossier wird weiter aktua-lisiert. Bitte geben Sie uns Hinweise zu Lernpro-grammen, die Sie kennen und die sich fr die Schule eignen.

    Rechte und Nutzung

    Die Rechte dieses Dossiers liegen beim Schweizeri-schen Bildungsserver educa.ch. Die Inhalte drfen im Unterricht und fr die Lehrpersonenausbildung unverndert und mit Quellenangabe genutzt werden. Falls Sie dieses Dossier als Grundlage fr Ihr eigenes Schulkonzept brauchen, knnen Sie es als pdf Doku-ment herunter laden.

    Weiterfhrender Link www.lernklick.ch

  • 7In den meisten Schulen ist die Benutzung von Handys und Smartphones verboten, da diese den Unterricht stren. Doch auch skeptische Lehrkrfte sind heute nicht mehr dagegen, wenn Lernende per Smartphone schnell ein historisches Datum in Wikipedia nach-schauen, den Taschenrechner benutzen, Wrter ber-setzen, im Duden nachschlagen oder sich ein Diktat diktieren lassen. Die Zukunft wird wohl dafr sorgen, dass Schlerinnen und Schler die Medien, die sie ohnehin dabei haben, auch sinnvoll im Unterricht nutzen knnen.

    Weiterfhrender Link Ressourcen zu Handys in der Schule

    Welchen Nutzen bringen Handys im Klassenzimmer?

    In den letzten Jahren wurde im Bereich der Schule viel fr den Einsatz von ICT im Unterricht unternommen und investiert. Dennoch scheitern die Informatik-Akti-vitten oft daran, dass es zu umstndlich ist oder zu lange dauert, bis die dafr notwendige Hardware (z.B. ein Klassensatz von Notebooks) einsatzbereit ist. Die wenigen vorhandenen ICT-Rume mssen meist lange im Voraus gebucht werden und stehen daher fr den ad hoc Gebrauch nicht zur Verfgung.

    Handys als ProblemlserDie naheliegende Lsung fr Probleme im Zusammen-hang mit der Verfgbarkeit von Hardware wren kleine, leichte mobile Gerte, wie sie in Form von privaten Handys bei den Lernenden bereits weit verbreitet sind.

    Handys in der Schule?

  • 8Der Trend zu mobilen Kleincomputern ist in der Ge-sellschaft ausserhalb der Schule so stark ausgeprgt, dass die Schule mittelfristig nicht darum herum-kommt, deren Besitz und Nutzung in einem medien-pdagogischen Konzept zu integrieren, Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren.

    Hilfe bei der Lsung von AufgabenHandys knnen eine wertvolle Aufgabenhilfe dar-stellen: Whlt ein Schler z.B. den Beruf des Elektro-nikers wird er sich eine entsprechende Applikation fr die Berechnung von Widerstnden oder fr die Farb-codes herunterladen. Ein Klassensatz mit mobilen Kleinstgerten ist sehr flexibel einsetzbar, in fnf Mi-nuten betriebsbereit und entlastet den Belegungsplan fr die ICT-Rume. Dem oft berechtigten rger ber Handys in der Schule wird durch konkrete Beispiele fr sinnvolle Anwendungen im Unterricht ein positiver Aspekt von Handys gegenbergestellt.

    Unterricht in MedienkompetenzMedienwissen, Mediennutzung und Medienreflexion gehren zur Medienkompetenz und sind gleicher-massen zu strken, damit Schlerinnen und Schler zur eigenverantwortlichen, positiven Nutzung neuer Medien gelangen knnen. Mglichkeiten, Grenzen und Risiken des Mediums werden ausgelotet, beob-achtet, getestet und berdacht.

    Aufklrung und Prvention

    Lehrkrfte haben zwar Methodenfreiheit, z.B. wie und womit sie einem Lernenden Kopfrechnen vermitteln. Aber sie mssen auch von der Methode berzeugt sein, die sie anwenden. Wenn diese Bedingung erfllt ist, kann z.B. ein Elternabend viele Fragen und Be-denken klren ( Projektschule Goldau). Sie mssen aufzeigen, wie sie die Gerte frs Lernen einsetzen. Das ist nicht fr jedermann ohne Weiteres ersichtlich.

  • 9Missbrauch des HandysBringt denn z.B. ein Handyfilm- oder fotoprojekt die Schlerinnen und Schler nicht unter Umstnden auf die Idee, problematische Aspekte zu filmen oder zu fotografieren? Es ist eine Tatsache, dass Schlerinnen und Schler das Handy auch in problematischer Weise als Kamera nutzen, z.B. zum Aufzeichnen von Gewalt-taten (sog. Happy Slapping). Immer wieder sind Schulen davon betroffen und mssen dann dafr sor-gen, den entstandenen Schaden zu begrenzen.

    PrventionDeshalb ist prventive Ttigkeit wichtig, im Bewusst-sein, dass jedes Kind erst einmal die Kompetenzen im Umgang auch mit den neuen Medien erwerben muss. Wenn die Lehrpersonen riskante Aspekte der Handy-nutzung thematisieren, bevor Probleme damit auf-tauchen, werden die Schlerinnen und Schler dafr sensibilisiert und knnen Konflikte im Zusammenhang mit dem Handygebrauch benennen.

    Beispiele fr Regeln der Handynutzung (pdf) Handyregeln Kanton Zug Handyregeln eines Gymnasiums in Deutschland:

    (findet den richtigen Ton) Handyregeln aus dem Frstentum Liechtenstein

    Lehrplanbezug

    Die ICT-Strategie der EDK vom Jahr 2007 formuliert als bergeordnete Ziele fr die Integration der ICT in den Unterricht aller Schulstufen: ICT als Hilfsmittel fr das Lehren und Lernen

    in die einzelnen Fcher einbeziehen ICT in eine umfassende Medienpdagogik

    einbetten.

  • 10

    Handy als Teil des LehrplansEinige Schullehrplne erwhnen das Handy inzwischen ausdrcklich, so z.B. der St. Galler Lehrplan, s.u.

    Aber auch im Zrcher Lehrplan ist der kompetente Umgang mit Medien ein wichtiges Richtziel: Schlerin-nen und Schler lernen, sich in einer Welt zu orien-tieren, die von Mitteln der Informations- und Kommu-nikationstechnologie geprgt ist. Sie lernen im Sinne einer Grundbildung im Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologie Denkstrategien, Arbeits-weisen und Werkzeuge kennen, die sie schulisch, pri-vat oder im Hinblick auf ihre Berufswahl in verschie-densten Fachbereichen einsetzen knnen (Lehrplan fr die Volksschule des Kantons Zrich 2008, S. 349).

    BeispieleIn den unten stehenden Beispielen werden verschie-dene Zielsetzungen der fcherbergreifenden Unterrichtsgegenstnde Informatik und Medien-erziehung des Zrcher Lehrplans fr die Volksschule (2000) konkretisiert: Mit Hard- und Software sachgemss umgehen Informationstechnologie kreativ und innovativ

    einsetzen Informationstechnologie zur Kommunikation

    einsetzen Informationstechnologie zur Prsentation und

    Publikation eigener Arbeiten einsetzen Den Einsatz von Informationstechnologie planen,

    durchfhren und auswerten Informationstechnologien als Hilfsmittel fr das

    eigene Lernen nutzen.

  • 11

    Verschiedene Mglichkeiten des computeruntersttz-ten Lernens erproben und bewerten. Zielsetzungen aus dem fcherbergreifenden Unterrichtsgegenstand Medienerziehung (ebenda, S. 359 ff.): Differenzierte Wahrnehmungs- und Vorstellungs-

    fhigkeit im Umgang mit Medien einsetzen Medienerfahrung sprachlich und gestalterisch

    verarbeiten Durch Eigenproduktion Einblicke in Beeinflussungs-

    mglichkeiten gewinnen Im Vergleich von Mediendarstellungen deren Ab-

    hngigkeit von Wertvorstellungen und Absichten bemerken.

    Weiterfhrende Dokumente ICT-Strategie der EDK, 2007 (PDF, 117.66 KB) Handy im

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