Click here to load reader

sensor Mainz Magazin #16 Februar 2012

  • View
    231

  • Download
    3

Embed Size (px)

DESCRIPTION

Meenzer Fastnacht - Leben für den Rosenmonatg. Das grosse Sensor Kaffeespecial. Stadt der Wissenschaft - eine Bilanz. Swing den Lindy Hop

Text of sensor Mainz Magazin #16 Februar 2012

  • meenzer fastnacht - leben fr den rosenmonatg das grosse sensor kaffeespecial stadt der wissenschaft - eine bilanz swing den lindy hop

    februar 2012 nr.16

  • sensor 02/12 3Editorial / Inhalt

    Ein dreifach donnerndes Helau,oder so hnlich... ja, so schnell kanns gehen. Kaum Silvester ber-standen, ist auch schon die Fast-nacht da. Mit jeder Menge Parodien: Guttenberg zieht sich zurck (vor-erst), Wulff tut es ihm gleich (zumin-dest aus dem Licht der ffentlich-keit); wenigstens in unserem kleinen Stdtchen zeigt man(n) sich offen-siv: Die heie Phase der Oberbrger-meisterwahl hat begonnen, die Kan-didaten preschen aus ihren Startl-chern und versprechen jede Menge Blaues vom Himmel. Da wird die Landebahn zur Not lahm gelegt, um den Fluglrm zu stoppen. Und das Einkaufs-Center, das gibts auch nicht mehr, haben doch schon ge-nug Ldchen in Mainz, die schon von allein vor die Hunde gehen...Leider erscheint dieser sensor etwas zu frh, um Ihnen hochverehrte Leserinnen und Leser mitzuteilen, wer sich nun endgltig und definitiv angemeldet hat zur OB-Wahl. Stich-tag war der 23., definitive Ergebnis-se der zugelassenen Kandidaten kommen / kamen am 30. Januar. Doch bleiben wir realistisch: CDU, SPD und Grne werden die Kiste wohl unter sich ausmachen. Ohne jetzt den anderen Parteien zu nahe

    treten zu wollen, also DP, Piraten, freie Whler und hastenichgesehn ... So viel hat er ja am Ende auch nicht zu sagen, der OB. Ein bisschen Auf-sichtsratsposten hier, ein wenig Hn-deschtteln da. Bei so viel Hnde-schtteln bleibt kein Hndchen lange sauber. Das wusste schon unser letzter OB... Die wahre Macht im Staate D-nemark, die liegt immer noch bei der Handksmafia und den Ks, den ha-ben sie doch alle am Stecken. Vor al-lem zur Fastnacht, da organisiert ei-ner der wie man hinter vorgehalte-ner Hand munkelt grten Handksvereine, der MCV, wie jedes Jahr die Mainzer Straenfastnacht. Fr unsere zugezogenen Leser: Nein, MCV ist nicht die Abkrzung von Molluscum contagiosum, auch Dell-warze genannt, sondern steht fr Mainzer Carneval-Verein 1838 e.V., quasi der erste Karnevalsverein der Stadt Mainz. Und da geben sich die Mchtigen unseres kleinen Wein-stdtchens die Klinke in die Hand. Zwar drfen wir noch nicht verraten, wen der MCV mit seinen Fastnachts-wagen dieses Jahr aufs Korn nimmt, doch zumindest begleitet haben wir den Erbauer der Fastnachtswagen, Herrn Dieter Wenger. Seit 50 Jahren ist der Mann zustndig fr die Umset-

    zung smtlicher Motive. Und so viel ist sicher: Eins der genannten The-men wird auch dieses Jahr mit von der Partie sein. Und die OB-Kandida-ten sowieso, um noch mal krftig die Werbetrommel zu rhren fr ihre Wahl am 11. Mrz pnktlich nach den nrrischen Tagen, wenn alles wieder nchtern ist, sozusagen in der Fastenzeit. Was Fastnacht mit Fas-tenzeit zu tun hat und weitere Fast-nachts-Mythen erklrt brigens Stadtfhrer Helmut Lehr auf Seite 11.Doch auch weitere erregende Themen finden sich in dieser Ausgabe: zum Beispiel Lindy Hop (so etwas wie Swing) im Caf 7Grad der Kunsthalle, Obdachlose am Zementwerk, was hat uns die Stadt der Wissenschaft ge-bracht (?)und wie lebt es sich ohne Internet ist das berhaupt noch mglich? Fr die Suchtgefhrdeten unter unseren Lesern empfehle ich das Kaffee-Special im hinteren Teil des Magazins. Mit aufopfernder Hin-gabe verbrachten wir die vergange-nen Monate im Koffeinrausch, um Ihnen hier unsere Erkenntnisse ber das schwarze Gold zu prsentieren. Also: Bleiben Sie standhaft und nun viel Spa beim Schmkern.

    David Gutsche, sensor-OB

    Editorial

    Inhalt((( 6

    ((( 32

    Impressum

    Zur Illustration kam Lukas Wezel vor allem durch die Musik und seine Aus-bildung zum Grafik-Designer. Ihn in-teressieren vor allem Coverartworks. Musik und Grafik-Design ergnzen sich dort perfekt und beeinflussen sich gegenseitig. Im Blackmetal-Bereich spielt er Gitarre und singt in zwei Bands, Cryptic Forest aus dem Schwarzwald und Innenkrieg. Zur-zeit studiert Lukas noch Kommunika-tionsdesign an der Fachhochschule Mainz und arbeitet nebenher als Free-lancer. Seine Illustrationen sind u.a. beeinflusst durch die Zeichnungen von Henning Wagenbreth. Trotz der heutzutage blichen digitalen Bear-beitung, besitzen Lukas` Bilder Cha-rakter und Lebendigkeit.

    www.lukaswezel.com

    Cover Gestaltung

    Veranstalter: MCO GmbH Elisabethstr. 14 40217 Dsseldorf Tel.: 0211-386 00 0 Fax: 0211-386 00 60 E-Mail: [email protected]

    24. 26. Februar 2012, tglich von 10 - 18 Uhr

    Gesunde Ernhrung & Gesundes LebenNaturheilkunde & AlternativmedizinDiabetes & ZivilisationskrankheitenNaturkosmetik & NaturproduktePharmazie & MedizintechnikPrvention & RehabilitationVitalitt & EntspannungWellness & Reisen

    Online Vorverkaufsticket:Sparen Sie 2,- Euro im VVK

    www.paracelsus-messe.de

    PARACELSUSMESSEDie Welt der Gesundheit

    Rhein-Main-Hallen,Wiesbaden

    Parallel zurPARACELSUS MESSEndet dieVeggieWorldstatt.

    04-472 PMW Anzeige 227x325.indd 1 05.01.12 17:02

    ((( 12

    Verlag GLM Gesellschaft fr lokale Medien mbHVertretungsberechtigter Geschftsfhrer:Bernd Koslowski, Veronika Madkour, Dr. Hans-Paul KausErich-Dombrowski-Str. 2 | 55127 Mainz(zugleich Anschrift der V.i.S.d.P.)Eine Tochtergesellschaft derVerlagsgruppe Rhein Main (VRM)

    Redaktions- & Anzeigenleitung David Gutsche (Verantwortlich i.S.d.P.) Nicola Diehl (Assistenz / Stlv.) Tel: 06131/484 171 Fax: 06131/484 [email protected]

    Art-Direktorin Miriam Migliazzi

    Titelbild Lukas Wezel

    Mitarbeiter dieser AusgabeAndreas Coerper, Andreas Schrder, Anika Obenland, Daniel Rettig, Dorothea Rector, Dr. Treznok, Ejo Eckerle, Elisa Biscotti, Felix Monsees, Frauke Bnsch, Hendrik Schneider, Ines Schneider, Isabel Jasnau, Kerstin Seitz, Laura Neuhaus, Lichi, Michael Grein, Monica Bege, Morvyn Lipinski, Nina Wansart, Oksana Kyzymchuk, Ramon Haindl, Regina Robach, Ruth Preywisch, Ulla Grall, Repro / ISDN Team

    [email protected]@vrm.de

    Verteilung Arenz GmbH & Co. KGkostenlose Auslage in Mainz | Innenstadt undVororten an 1.000 Auslagepltzen | zustzli-che Verteilung zusammen mit der Allgemeinen Zeitung (AZ) | Auflage 31.000

    DruckDruckzentrum Rhein Main GmbH & Co. KGAlexander-Fleming-Ring 265428 Rsselsheim

    6 ))) Titel: Fastnacht Ein Leben fr den Rosenmontagszug

    11 ))) Die Wahrheit ber Fastnacht

    12 ))) Swing: Tanz den Lindy Hop14 ))) So Wohnt Mainz: Nah am Wasser

    16 ))) Mainz, Stadt der Wissen- schaft 2011 Eine Bilanz17 ))) Mode: Stijl-ishes Mainz

    18 ))) Essen & Trinken zum kleinen Preis

    20 ))) Einen Monat: Kein Internet20 ))) Veranstaltungskalender und die Perlen des Monats

    30 ))) Das tolle 2x5 Interview: Natalie de Ligt

    32 ))) Kaffee-Special mit einem Kaffeetest, Kaffeebars im Check, der Mainzer Kaffee- manufaktur und unntzem Wissen ber Kaffee

    38 ))) Bilderstrecke: Henrik Rebel

    40 ))) Horoskop und der Bruno des Monats41 ))) Restaurant des Monats: Alexis Sorbas

    42 ))) Kleinanzeigen, Leserbriefe und das Orts-Rtsel

  • sensor 02/124 sensor 02/12 5

    Ich bin kein eingeborener Mainzer, sondern in einer fastnachtsfreien Gegend Deutschlands gro gewor-den. Nrrisches Treiben interessierte mich schon immer, da ist die Meen-zer Fassenacht natrlich ein ideales Studienobjekt. Seit 20 Jahren lebe ich hier und habe noch keine Fasse-nacht versumt.In den ersten Jahren untersuchte ich vor allem den Begriff Helau. Ich testete Alternativen, aber das war gefhrlich. Vor Alaaf hatten mich Eingeweihte bereits eindringlich ge-warnt, also probierte ich es mit hn-lich klingenden Worten wie hell-blau und genau. Aber auch das fiel irgendwann auf, und emprte Fassenachter drohten mir Prgel an. Seit 18 Jahren rufe ich also auch Helau.Man muss bei sowas genau sein. Bei einem Text wie Humba humba t-ter ist jede Silbe von Bedeutung, das ganze Lied weist hin auf die tie-feren Ebenen des nrrischen Trei-bens. hnlich verhlt es sich bei dem Wort Helau. Helau ist, kor-rekt ausgesprochen, von keiner Sinnhaftigkeit bedroht und auch in betrunkenem Zustand leicht ver-stndlich.ber die Zusammenhnge von Al-kohol und Fastnacht habe ich einige Jahre geforscht, bin aber zu keinem Ergebnis gekommen. Ich lebe alko-holfrei und finde die Vorstellung schrecklich, am Rosenmontag be-trunken zu sein. Wie Alkohol und nrrisches Treiben zusammenpas-sen sollen, ist mir ein Rtsel, aber fr viele Fastnachter scheinen diese beiden Gegenstze geradezu zusam-menzugehren.Unbeeindruckt von allen Alkohol-vergiftungen zeigt sich der vielflti-ge kulturelle und geschichtliche Hintergrund der Meenzer Fasse-nacht. Franzsische Soldaten tau-chen darin auf oder Feste am kur-frstlichen Hofe mit nrrischen Rol-

    lenspielen. Das einfache Volk nutzte die letzten Tage vor der Fas-tenzeit, um nochmal richtig einen draufzumachen. Dann hatte man Zeit bis Ostern, um alle im Suff be-gangenen Snden zu beichten und fastend zu shnen.Fasten sollte eigentlich zwingend aus der Fastnacht folgen. Wer also nach Aschermittwoch nicht fastet, der kann vorher auch nicht Fast-nacht gefeiert haben. Sind also all die, die an Fastnacht mitfeiern, dann aber bis Ostern trotzdem Fleisch essen und Alkohol trinken, keine Fastnachter?Vielleicht sollte es jedem selber berlassen bleiben, wovon er fastet. Man kann ja auch vom Autofahren fasten oder vom Fernsehen. Alko-holfrei lebende Vegetarier knnten Fastnacht feiern und anschlieend bis Ostern fasten, indem sie sich nur noch von Fleischwurst und Wein er-nhren.Fastnacht ist die Zeit, bevor man in sich geht und zur Besinnung kommt. Die einfache Formel lautet: Je nr-rischer das Treiben vorher, desto grer der Zwang zur Besinnung hinterher. In diesem Sinne freue ich mich auf mglichst nrrische Tage. Anschlieend holen sich alle das Aschekreuz im Dom ab und versu-chen, bis Ostern wieder einen klaren Kop

Search related