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Aufgaben der Geldpolitik – Teil 1

Steffen Ahrens | Fakultät VII | Geldtheorie- und Geldpolitik WS2013/2014

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Teil 1: Aufgaben

1. Preisstabilität

2. Glättung konjunktureller Schwankungen 

3. Die Kosten von Inflation und Deflation, Optimale Inflationsrate 

4. Ziele der Zentralbanken im Vergleich  

Teil 2: Aufgabenerfüllung

5. Wirkungsmechanismen der Geldpolitik 

6. Optimale Stabilisierungspolitik

Gliederung:

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• Preisstabilität und Geldfunktionen

• Preisniveaustabilisierung versus Inflationsstabilisierung

• Messung von Inflation

1.PreisstabilitätIlling (1997) – Kapitel 1.3.1 und Kapitel  4.2.2

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• Die Geldfunktionen sind nur dann erfüllt, wenn der Wert des Geldes einigermaßen stabil ist.

• Bei hohem Wertverlust vom Geld sind Warengelder überlegen. Sie verfügen dann über eine bessere

(a) WertaufbewahrungsfunktionEinheiten des Warengeldes entwerten sich nicht über den Zeitablauf.

(b)  RecheneinheitsfunktionBei starkem Wertverlust von Geld, müssten die Preis ständig angepasst werden.

(c)  TauschfunktionDie Tauschfunktion ist ohne Wertaufbewahrung stark eingeschränkt.

Preisstabilität und Geldfunktionen

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• langfristige Preisstabilität:Eine über einen längeren Zeitraum niedrige Inflation (Preissteigerungsrate)

• kurzfristige Preisstabilität:Möglichst geringe Volatilität von Preisschwankungen um diesen „Trend“

Arten der Preisstabilität

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Sind Konsumentenpreise historisch stabil?

Quelle:The Economist: A shorthistory of inflation. 02/22/92 

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Sollte die Zentralbank nach einer überraschenden Preissteigerung versuchen... 

(a) das ursprüngliche Preisniveau wieder zu erreichen? 

(b) oder nur zukünftige Änderungen auszugleichen?

Annahmen:

‐ Preisziel:  ∗

‐ Inflationsziel:  ∗ 0‐ Zufallsschwankung: mit  0 und 

Preisniveau‐ versus Inflationsstabilisierung

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Auswirkungen auf das Preisniveau

0

5

10

15

20

25

30

35

Zeit

Preisniveau

PreiszielInflationsziel

Sollte die Zentralbank nach einer überraschenden Preissteigerung versuchen... 

(a) Preisziel:  ∗ mit  ∈ 0,1(b) Inflationsziel: mit  0

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Auswirkungen auf die Inflation

-0,4-0,3

-0,2-0,1

00,1

0,20,3

0,4

Zeit

Inflation

PreiszielInflationsziel

Sollte die Zentralbank nach einer überraschenden Preissteigerung versuchen... 

(a) Preisziel:  ∗ mit  ∈ 0,1(b) Inflationsziel: mit  0

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Sollte die Zentralbank nach einer überraschenden Preissteigerung versuchen... 

(a) das ursprüngliche Preisniveau wieder zu erreichen? → NEIN!

(b) oder nur zukünftige Änderungen auszugleichen? → JA!

→ Preisniveaustabilisierung hat den Vorteil, dass die Preisentwicklung über die Zukunft stabiler ist, 

→ jedoch steht dem der Nachteil gegenüber, dass die Inflationsrate sehr viel volatiler ist.

→ Vorteil durch kurze Kontraktzeiten und Indexierung aber vernachlässigbar.

Preisniveau‐ versus Inflationsstabilisierung

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Wenn Zentralbanken Inflation stabilisieren wollen, müssen sie Inflation messen!

• Wie messen wir Inflation?

• Ist diese Messung korrekt?

• Welche Folgen hat eine inkorrekte Inflationsmessung?

Messung von Inflation

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• Idealer Lebenshaltungsindex:

Um wie viel müssten die Ausgaben eines Durchschnittskonsumenten steigen, damit dieser das Nutzenniveau der Basisperiode erreichen kann.

→ Basiert auf Nutzenvergleich: Ist Nutzen messbar und für jeden gleich?

• Laspeyres‐Index:

Um wie viel sind die Ausgaben für das Güterbündel der Basisperiode gestiegen.

• Paasche‐Index:

Um wie viel sind die Ausgaben für das Güterbündel der Vergleichsperiode gestiegen.

Berechnung von Inflation

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• Basisjahr 2000:

Güter und Preise: 1kg Lebensmittel kostet 2€ ein Buch kostet 20€

Warenkorb des Durchschnittsverbrauchers: 100kg Lebensmittel 15 Bücher

Ausgaben: 500€

• Vergleichsjahr 2010:

Güter und Preise: 1kg Lebensmittel kostet 2,20€ ein Buch kostet 100€

Warenkorb des Durchschnittsverbrauchers: 320kg Lebensmittel 8 Bücher

Ausgaben: 1504€

→   Wie hoch ist die Inflationsrate im Zeitraum 2000 – 2010?

Beispiel: 2‐Güter‐Ökonomie

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Beispiel: 2‐Güter‐Ökonomie

0

5

10

15

20

25

30

0 100 200 300 400 500 600 700 800

Lebensmittel

Büc

her B_1

B_2B_3

B_1

B_3

B_2

Indifferenzkurve

gewähltes Güterbündel 2000

gewähltes Güterbündel 1990

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• Um wieviel müssten die Ausgaben steigen, damit der Verbraucher bei den neuen Preisen dieselbe Indifferenzkurve erreichen kann.

• Das Preisverhältnis im Jahr 2000 ist gleich 2 : 20 (Budgetgerade B_1)

• Da er sich für das Bündel (100,15) entscheidet, offenbart er, dass seine Indifferenzkurve die Budgetgerade gerade in diesem Punkt tangiert! Warum?

• Das Preisverhältnis im Jahr 2010 ist gleich 2,2 : 100 (Budgetgeraden B_2 und B_3)

• Die Budgetgerade B_2 charakterisiert das minimale Budget, welches notwendig ist, um die alte Indifferenzkurve zu erreichen.

• Die Budgetgerade B_3 charakterisiert das Budget, welches notwendig ist, um das Bündel des Basisjahres mit den neuen Preisen zu kaufen.

Idealer Lebenshaltungsindex

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• Vergleich der beiden Konsumbündel:

Warenkorb (2000): 100kg*2€ + 15 Bücher*20€ = 500€ Warenkorb (2010): 300kg*2,20€ + 6 Bücher*100€ = 1260€

• Idealer Lebenshaltungsindex in 2010 bezogen auf das Jahr 2000 ist somit:

100 ∗ 1260500 252

• Die durchschnittliche Inflationsrate beträgt somit:

1260500 1,0968 → 9,68%

Idealer Lebenshaltungsindex

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• Um wieviel sind die Ausgaben für das Güterbündel der Basisperiode gestiegen?

Güter und Preise (2010): 1kg Lebensmittel kostet 2,20€, ein Buch kostet 100€ Warenkorb (2000): 100kg Lebensmittel, 15 Bücher Ausgaben: 1720€ > 500€ (im Jahr 2000)

• Laspeyres‐Lebenshaltungsindex in 2010 bezogen auf das Jahr 2000 ist somit:

100 ∗ 1720500 344

• Die durchschnittliche Inflationsrate beträgt somit:

1720500 1,1315 → 13,15%

Laspeyres‐Index

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• Um wieviel sind die Ausgaben für das Güterbündel der Vergleichsperiode gestiegen?

Güter und Preise (2000): 1kg Lebensmittel kostet 2€, ein Buch kostet 20€ Warenkorb (2010): 320kg Lebensmittel, 8 Bücher Ausgaben: 800€ < 1504€ (im Jahr 2000)

• Paasche‐Lebenshaltungsindex in 2010 bezogen auf das Jahr 2000 ist somit:

100 ∗ 1504800 188

• Die durchschnittliche Inflationsrate beträgt somit:

1504800 1,0652 → 6,52%

Paasche‐Index

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Ausgaben im Jahr 2000: 500€Ausgaben im Jahr 2010: 1504€

Veränderung der Ausgaben: 100*1504€/500€ = 300,8

Gemessen am idealen Lebenshaltungsindex: 

300,8252 1,1937 1, 0179 → 1,79%

Gemessen am Laspeyres‐Index:

300,8344 0,8744 0, 9867 → 1,33%

Gemessen am Paasche‐Index:

300,8188 1,6 1, 0481 → 4,81%

Wie stark sind die Realeinkommen gestiegen? 

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1.     Paasche und Laspeyres vernachlässigen die Substitutionseffekte 

‐ Im Beispiel sind die Preise der beiden Güter sehr unterschiedlich gestiegen, der Lebensmittelpreis um 10%, der Bücherpreis um 400%. 

‐ Die Relativpreisänderung führt dazu, dass Haushalte das relativ teurer gewordene Gut weniger stark nachfragen und durch das relativ billiger gewordene Gut substi‐tuieren

2. Der ideale Lebenshaltungsindex bezieht diese Subsitutionseffekte ein. 

‐ Er lässt sich jedoch nur schwer berechnen, weil zumindest lokale Eigenschaften der Nutzenfunktion geschätzt werden müssen. 

Zusammenfassung:

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Das statistische Bundesamt:

(a) BIP‐Inflationsrate bis 2004 Laspeyres‐Index der Warenkorb wurde alle 5 Jahre aktualisiert

(b) Ab 2005 verkettete Indizes läuft auf eine jährliche Aktualisierung des Warenkorbs hinaus. Dadurch werden die systematischen Fehler verringert. 

(c) Da die Inflation durch den Laspeyres‐Index überschätzt wurde, ist das reale Wachstum unterschätzt worden

Was bedeutet dies für die Politik? 

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1. Schwankungen um den Trend  sollen vermindert werden

2. Der Trend  könnte nachhaltig beeinflusst werden

2. Glättung von KonjunkturschwankungenIlling (1997) – Kapitel 1.3

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• Keynsianische Sicht:

• Wirtschaft ist inhärent instabil. Bereits kleine Schocks haben große Output‐wirkungen

• Aktive Stabilisierungspolitik steigert die Wohlfahrt

• Neoklassische Sicht:

• Wirtschaft ist grundsätzlich stabil• Wirtschaft reagiert dank automatischer Stabilisatoren optimal auf Schocks• Starke Schwankungen werden durch Politik ausgelöst, nicht gemildert

Ist Stabilisierung überhaupt wünschenswert?

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Erinnern wir uns an die AD‐AS Analyse aus AVWL II

• Nachfrageschocks:

Stabilisierung des Preisniveaus wirkt auch stabilisierend auf die Produktion

• Angebotsschocks:

Preisstabilisierung geht zu Lasten der Stabilisierung von Produktionsschwankungen

→ Eine ausführliche Analyse dieses „Zielkonflikts“ folgt in Teil 2.

Stabilisierung von Preisen und Output?!

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Outputstabilisierung in den USA?

Quelle: Social Democracy 21st Century.http://socialdemocracy21stcentury.blogspot.de/2012/09/us-real-per-capita-gdp-from-18702001.html

‐25

‐20

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‐5

0

5

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20

25Wachstum des realen BIP in den USA

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• Kosten und Nutzen korrekt antizipierte Inflation

• suboptimale Geldhaltung

• Besteuerung durch Inflation

• Preisanpassungskosten

• Kosten und Nutzen nicht korrekt antizipierte Inflation

• Redistributionseffekte

• Allokationseffekte

Kosten und Nutzen von Inflation

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• Milton Friedman (1959): Optimale Inflationsrate minimiert die Kosten der Geldhaltung.

• Die Opportunitätskosten der Kassenhaltung sind der Nominalzins  , der für illiquide sichere Anlagen gezahlt wird.

• Der Nominalzins ergibt sich laut der Fischer Gleichung als:   

• Annahme: Konstante Grenzkosten der Bereitstellung von Geld   (nahe 0).

• Friedman argumentiert, dass der Wohlfahrtsverlust, der mit Geldhaltung verbunden ist, minimiert wird, wenn die Nominalzinsen  ∗ sind.

→   Optimale Inflation:∗ ∗– – 0

Suboptimale Geldhaltung

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Friedman ‐ Regel

M/P

i

i

α

Geldnachfrage

Grenzkosten

M/P

Produzentenrente

Konsumentenrente

Wohlfahrtsverlust

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• Besteuerung erfolgt auf Grundlage von Nominalgrößen

z.B. Nominalarbeitseinkommen oder nominale Kapitalgewinne

• Steigen Preise und Löhne gleichgerichtet, steigen die Nominallöhne, jedoch nicht die Reallöhne

→ Nominallöhne geraten in höhere Progressionsstufe

→ Trotz gleichbleibendem Reallohn werden höhere Steuerzahlungen fällig

→ Phänomen der „kalten Progression“!

• Entgegenwirken der „kalten Progression“ kostet erheblichen Administrativaufwand!

Besteuerung durch Inflation

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• Änderungen von Preisen können physische Kosten verursachen

Speisekarten (sogenannte „menu costs“) Preislisten Kataloge

• Möchte man die Preisanpassungskosten gering halten und passt unregelmäßig an, ergeben sich Verschiebungen in den realen relativen Preisen, die nicht durch Verknappung von Gütern entstanden sind.

→ Es kommt zu Fehlallokationen von Ressourcen

• Bürokratische Inflationskosten

Anpassung von Regelungen (z.B. Steuersätze) an Inflation ist aufwendig!

Preisanpassungskosten

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• Umverteilung vom Gläubiger zum Schuldner

Schulden werden durch Inflation real entwertet

• Umverteilung vom Lohnempfänger zum Lohnzahler

Nominallöhne entwerten real über die Dauer des Lohnvertrages

• Umverteilung vom Rentner zum Staat

Renten und Transfereinkommen entwerten sich real, wenn keine Anpassung stattfindet

Allokations‐ und Redistributionskosten

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• Seignorage‐Gewinne des Staates

Seignorage: Unterschied zwischen Zinseinnahmen durch Wertpapiere, welche mit Zentralbankgeld gekauft wurden und den Produktionskosten des Geldes.

• „Greasing the Wheel of the Labor Market“

In schlechten ökonomischen Zeiten können Reallohnsenkungen trotz nach unten starrer Nominallöhne durchgesetzt werden

• Stabilisierung makroökonomischer Schwankungen

Spielraum für die Geldpolitik wobei   0

Nutzen von Inflation

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• Europäische Zentralbank

• Federal Reserve System (USA)

• Bank of England (UK)

• Bank of Japan

Ziele der Zentralbanken im Vergleich

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• Europäisches System der Zentralbanken (ESZB)

Europäische Zentralbank Zentralbanken aller 27 EU‐Mitgliedstaaten

• EZB‐Direktorium

Operativ: führt Entscheidung des EZB‐Rates durch Mitglieder: Präsident, Vizepräsident + 4 weitere Personen

• EZB‐Rat:

Operative: Trifft geldpolitische Entscheidungen Mitglieder: EZB‐Direktorium + 16 Zentralbankpräsidenten der Euro‐Staaten

Europäische Zentralbank ‐ Organisation

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Der Artikel 105(1), Vertrag von Maastricht (07.02.1992) sieht vor:

• Vorrangiges Ziel:

Gewährleistung der Preisstabilität

• Nachrangiges Ziel:

Unterstützung der allgemeinen Wirtschaftspolitik

Nachrangiges Ziel darf erst nachgegangen werden, wenn das vorrangige Ziel nicht beeinträchtigt wird! (Lexikographische Präferenzen)

Hierbei hat die EZB sowohl eine Ziel‐ als auch eine Instrumentenunabhängigkeit. D.h. EZB‐Rat trifft Entscheidung über die Definition der Preisstabilität.

Europäische Zentralbank ‐ Ziel

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• Gemäß EZB‐Rat (Oktober 98):

„Eine jährliche Wachstumsrate des harmonisierten Verbraucherpreisindex für die Euro‐Zone von mittelfristig unter 2%.“

• präzisiert am 8. Mai 2003: 

„Inflation von unter, aber nahe zwei Prozent“

kurzfristig: kurzfristige Schwankungen zur Stabilisierung der Realwirtschaft oder des Finanzsektors

Euro‐Zone: keine Rücksicht auf nationale Entwicklungen; auch nicht auf Entwicklung außerhalb des Euroraums. 

Europäische Zentralbank ‐ Ziel

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Hat die EZB ihr Ziel erreicht?

Einführung des Euro: 1.1.1999

Maastricht‐Vertrag: 7.2.1992

Inflation im Euro‐Raum

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• Board of Governors

Operativ: Trifft geldpolitische Entscheidungen und hat Aufsichtsfunktion Mitglieder: Notenbankpräsident(in) + Mitglieder aus allen lokalen Notenbanken

• 12 District Banks:

Operativ: Implementieren geldpolitische Entscheidungen Mitglieder: Jeweils mit Präsident(in)

• The Federal Open Market Committee:

Operative: Trifft geldpolitische Entscheidungen Mitglieder: Board of Governors und 5 der 12 Präsidenten

Federal Reserve System ‐ Organisation

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Federal Reserve System ‐ Ziel

Der „The Full Employment and Balanced Growth Act” von 1978, Artikel 2a. sieht vor:

• Gleichrangige Ziele:

maximale Beschäftigung

stabile Preise (keine Zahlenvorgabe)

moderate langfristige Zinsen

Hierbei hat die FED sowohl eine Ziel‐ als auch eine Instrumentenunabhängigkeit.

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Hat die FED ihr Ziel erreicht?

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1880

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1896

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1912

1916

1920

1924

1928

1932

1936

1940

1944

1948

1952

1956

1960

1964

1968

1972

1976

1980

1984

1988

1992

1996

2000

2004

2008

2012

Quelle: US Bureau of Labor Statistics for current US inflation rate. Robert Shiller and his book Irrational Exuberance for historic US inflation rates. http://www.multpl.com/inflation/table

CPI‐Inflation in den USA

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Bank of England ‐ Ziel

Der The Bank of England Act 1998 Artikel 11 sieht vor:

• Vorrangiges Ziel:

(a) Die Aufrechterhaltung der Preisstabilität (2%)

• Nachrangiges Ziel:

(b) Sofern (a) erreicht wird, die Unterstützung der Wirtschaftspolitik der Regierung Ihrer Majestät, unter anderem ihrer Wachstums‐ und Beschäftigungsziele.

Artikel 12: Das Finanzministerium bestimmt, was unter (a) und (b) zu verstehen ist.

Hierbei hat die Bank of England zwar Instrumenten‐ aber keine Zielunabhängigkeit!

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Hat die Bank of England ihr Ziel erreicht?

0

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9

1989 Q1 1991 Q1 1993 Q1 1995 Q1 1997 Q1 1999 Q1 2001 Q1 2003 Q1 2005 Q1 2007 Q1 2009 Q1 2011 Q1 2013 Q1

Quelle: Office of National Statistics. http://www.ons.gov.uk/ons/datasets-and-tables/data-selector.html?cdid=D7G7&dataset=mm23&table-id=1.2

CPI‐Inflation im Vereinigten Königreich

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Bank of Japan ‐ Ziel

Der Bank of Japan Act (1997) Artikel 2 sieht vor:

• Alleiniges Ziel:

„Die Geldpolitik der BoJ soll als Ziel die Preisstabilität haben und trägt dadurch zur stabilen Entwicklung der nationalen Volkswirtschaft bei.“

„Das Ziel der BoJ ist die Verwirklichung der Preisstabilität, das heißt eine ökonomische Umgebung zu schaffen, in welcher weder Inflation noch Deflation herrscht.“

Hierbei hat die Bank of Japan nur Instrumentenunabhängigkeit!

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Hat die Bank of Japan ihr Ziel erreicht?

Quelle: Inflation.eu. Worldwide Inflation Data http://www.inflation.eu/inflation-rates/japan/historic-inflation/cpi-inflation-japan.aspx

CPI‐Inflation in Japan

‐5

0

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15

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