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AMBULANTE PALLIATIVVERSORGUNG · PDF fileAmbulante Palliativversorgung Ein Ratgeber 3. erweiterte Neuauflage, Fulda 2014 Herausgeber: Dr. med. Dr. phil. Eckhard Eichner Augsburger

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Text of AMBULANTE PALLIATIVVERSORGUNG · PDF fileAmbulante Palliativversorgung Ein Ratgeber 3....

  • Herausgegeben von Eckhard Eichner, Ingmar Hornke und Thomas Sitte

    3. erweiterte Auflage

    AMBULANTE PALLIATIVVERSORGUNG Ein Ratgeber

  • Ambulante Palliativversorgung Ein Ratgeber 3. erweiterte Neuauflage, Fulda 2014

    Herausgeber:

    Dr. med. Dr. phil. Eckhard Eichner Augsburger Hospiz- und Palliativversorgung Stadtberger Straße 21 86157 Augsburg

    ISBN: 978-3-9814144-1-7 Verlag: © 2014 Deutscher PalliativVerlag Am Bahnhof 2, 36037 Fulda

    Redaktion: Thomas Sitte

    Gestaltung: Anneke Gerloff, Berlin

    Druck: Rindt Druck gedruckt auf zertifiziertem Recycling-Papier

    Wichtige Hinweise: Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk berech- tigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Waren- zeichen- und Markenschutzgesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürfen. Für Angaben über Dosierungsanweisungen und Applikationsformen kann vom Verlag keine Gewähr übernommen werden. Derartige Angaben müssen vom jeweiligen Anwender im Einzelfall anhand anderer Literaturstellen auf ihre Richtigkeit überprüft wer- den. Die in den einzelnen Kapiteln dargestellten Inhalte geben die Meinung der jeweiligen Verfasser des Kapitels wieder und können von der Meinung anderer Autoren dieses Buchs abweichen. Die den einzelnen Kapiteln zugrunde gelegten Quellen sowie Angaben zu weiterführender Literatur finden sich im Anhang dieses Buchs. Nicht alle zitierten Passagen sind im Text einzeln gekennzeichnet. Das Werk, einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes bedarf der Zustimmung des Verlags, die aber im Allgemeinen gern erteilt wird.

    Zur besseren Lesbarkeit werden in diesem Buch generell männliche Formen verwendet. Damit sind jedoch gleichermaßen beide Geschlechter gemeint.

    Impressum

    Dr. med. Ingmar Hornke Palliativteam Frankfurt Heinestrasse 15 60322 Frankfurt

    Thomas Sitte Pro PalliativNetz Geranienstraße 6 36041 Fulda

  • Herausgegeben von Eckhard Eichner, Ingmar Hornke und Thomas Sitte

    Ambulante Palliativversorgung Ein Ratgeber

  • Inhaltsverzeichnis

    Einführung

    0.1 Die 13 Aachener Thesen 0.2 Geleitwort 0.3 Die Herausgeber und Autoren dieses Buchs stellen sich vor 0.4 Vorwort zur 3. Auflage 0.5 Vorwort zur 1. Auflage

    Teil I: Allgemeines

    I.1 Was leistet Palliativversorgung? I.2 Abgestufte Ambulante Palliativversorgung

    Teil II: Grundlagen und Impulse

    II.1 Palliativversorgung stationär versus ambulant II.2 Netzwerke II.2.1 Vernetzung stationärer und ambulanter Palliativversorgung und Hospizarbeit II.3 Anforderungen an Palliative-Care-Teams (PCTs) II.4 Kooperationsformen am Beispiel der Versorgung von Kindern II.5 Schnittstellenproblematik und Überleitung II.6 Aus dem Mobilen Hospiz der Caritas der Erzdiözese Wien II.7 Tageshospiz – „(Missing) Link“ in der Hospiz- und Palliativversorgung? II.8 Das Dresdner Tageshospiz II.9 Palliativmedizinische Tagesklinik II.10 Palliativmedizinische Dienste in Krankenhäusern

    Teil III: Übergeordnete Fragen

    III.1 Besonderheiten der ambulanten Palliativversorgung von Kindern III.2 Palliativmedizin in der Geriatrie III.2.1 Stationäre Palliativversorgung in der Geriatrie III.2.2 Mehr Lebensqualität für alte Menschen III.3 Begleitung von Menschen mit geistiger Behinderung und ihren Angehörigen III.3.1 Versorgung in Einrichtungen der Kinder-, Jugend und Behindertenhilfe III.4 Sport und Bewegungstherapie bei Palliativpatienten III.5 Kooperation von ambulanter Palliativversorgung und öffentlichem Rettungsdienst

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  • Teil IV: Handwerkszeug

    IV.1 Onkologie aus Sicht der Palliativversorgung IV.2 Kardiopulmonale Erkrankungen IV.3 Neurologische Erkrankungen IV.4 Arzneimitteltherapie: Lowtech versus Hightech zu Hause IV.5 Schmerzbehandlung in der ambulanten Palliativversorgung IV.5.1 Durchbruchschmerzen IV.6 Atemnot IV.7 Außerklinische Intensivpflege IV.8 Übelkeit, Erbrechen, Obstipation und Darmobstruktion IV.9 Palliative Behandlung exulzerierender Tumorwunden IV.10 Ernährung für Palliativpatienten IV.11 Physiotherapie/Rehabilitation in der ambulanten Palliativversorgung IV.12 Heilpflanzen zum Lindern und Erquicken IV.10 Elektrostimulation in der Palliativmedizin

    Teil V: Hintergrundwissen, Rahmenbedingungen

    V.1 Therapiezieländerung V.1.1 Leitlinien zur palliativen Sedierung– Diskussion beendet? V.1.2 Sedierung in der Palliativmedizin V.2 Ethisches Assessment in der ambulanten Palliativversorgung V.3 Die Situation der Helfer V.4 Was wirkt in der Palliativarbeit? V.5 Palliativversorgung statt Tötung auf Verlangen V.6 Ambulante Palliativversorgung – (K)ein Kochrezept V.7 Rechtsfragen in der SAPV V.8 Gesetzliche Bestimmungen zu Arzneimitteln in der SAPV V.9 Anwendung und Abgabe von Betäubungsmitteln V.10 SAPV: eine persönliche (An)Sicht

    Nachwort – Ansichten und Aussichten

    Teil VI Anhang

    Literaturverzeichnis Beurteilung von Schmerzen bei Demenz (BESD) Ethisches Assessment in der ambulanten Palliativversorgung – Formular Ausfüllhilfe zum SAPV-Formular 63 Betäubungsmittel-Notfalldokumentation Bildnachweise Die Deutsche PalliativStiftung

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    Die folgenden Thesen wurden in der Benediktinerabtei Kornelimünster bei Aachen anlässlich einer Arbeitssitzung vom 4. bis 5. Februar 2010 unter Mitwir- kung von Frau Bundesministerin a. D. Ulla Schmidt und Herrn Karl-Heinz Oedeko- ven erarbeitet.

    Die Unterzeichnenden begrüßen die spezialisierte ambulante Palliativversor- gung nach §37b SGB V (in Verb. m. §132d SGBV) als Ergänzung des bestehenden Versorgungsangebots und Beseitigung eines Defizits bei der Versorgung sterben- der Menschen.

    Sie sehen aber auch erheblichen Nach- besserungsbedarf bei der Umsetzung des Gesetzes und der Verwirklichung des politischen Willens. Hierfür wurden die folgenden dreizehn Aachener Thesen for- muliert.

    1. Sterbende sind Schwache – die gesellschaftliche Verantwortung der Daseinsvorsorge Sterbender Sterben als Lebensphase zeichnet sich durch den Verlust der leiblichen, psychi- schen, sozialen und spirituellen Unver- sehrtheit in unterschiedlichem Ausmaß aus und führt zu einer Abhängigkeit Ster- bender von Dritten.

    Sterbenszeit ist Lebenszeit – auch als letzte Phase einer zum Tode führenden Erkrankung. Der Rechtsanspruch auf SAPV darf Schwerstkranke und Sterben- de nicht auf die Notwendigkeit der pfle- gerischen und medizinischen Versorgung

    reduzieren, sondern er muss entschei- dender Impulsgeber für eine umfassende, ganzheitliche Versorgung sein.

    Somit sind Sterbende Schwache und be- dürfen der Fürsorge der Gesellschaft und des Staates als Teil der Daseinsvorsorge des Bundes, der Länder und der Gebiets- körperschaften. Der Wert der Gesellschaft misst sich nicht zuletzt daran, wie sie mit ihren Schwachen umgeht.

    Die 13 Aachener Thesen Forderungen zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung

    Sterben als Lebensphase zeichnet sich durch den Verlust der leiblichen, psychischen, sozialen und spirituellen Unversehrtheit in unterschiedlichem Ausmaß aus und führt zu einer Abhän- gigkeit Sterbender von Dritten. Ster- benszeit ist Lebenszeit – auch als letz- te Phase einer zum Tode führenden Erkrankung. Der Rechtsanspruch auf SAPV darf Schwerstkranke und Ster- bende nicht auf die Notwendigkeit der pflegerischen und medizinischen Versorgung reduzieren, sondern er muss entscheidender Impulsgeber für eine umfassende, ganzheitliche Ver- sorgung sein.

    Somit sind Sterbende Schwache und bedürfen der Fürsorge der Gesell- schaft und des Staates als Teil der Da- seinsvorsorge des Bundes, der Länder und der Gebietskörperschaften. Der Wert der Gesellschaft misst sich nicht zuletzt daran, wie sie mit ihren Schwa- chen umgeht.

  • 7Einführung

    2. Ehrenamtliche Hospizarbeit, palliative Grundversorgung und qualifizierte allgemeine ambulante Palliativversorgung sind zwingend für spezialisierte ambulante Palliativversorgung Palliativversorgung ist ein sektoren- übergreifendes Zusammenspiel von spezialisierten und nicht spezialisier- ten Leistungserbringern mit ehrenamt- lich und hauptamtlich Tätigen. Spezia- lisierte ambulante Palliativversorgung ergänzt die bestehenden Versorgungs- strukturen und ist damit abhängig von einer qualifizierten allgemeinen

    ambulanten Palliativversorgung. Hier bestehen erhebliche Lücken.

    Die Strukturen, Qualifikationen und deren Finanzierung in der allge- meinen ambulanten medizinischen wie pflegerischen Palliativversorgung und der Hospizarbeit müssen inner- halb der bestehenden GKV-Struktu- ren so gestärkt werden, dass sich im Zusammenspiel von spezialisierter und allgemeiner Palliativversorgung ein für Patienten und Angehörige be- darfsgerechtes tragfähiges Netz un- ter Einbeziehung der ehrenamtlichen Hospizarbeit entwickelt.

    Die 13 Aachener Thesen wurden Anfang Februar 2010 in der Benediktinerabtei Kornelimüns ter bei Aachen aufgestellt; v.l.n.r.: Karl-Heinz Oedekoven, Stolberg; Andreas Müller, Dresden; Eckhard Eichner, Augsburg; Thomas Sitte, Fulda; Bundesge- sundheitsminis

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