Bereitstellen von 2015-06-11آ  PEimg.exe, sodass Skripts, die Sie fأ¼r Windows Vista entwickelt und

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    K A P I T E L 3

    Bereitstellen von Systemabbildern

    Dieses Kapitel beschreibt die Verwaltung, Bearbeitung und Bereitstellung von Systemabbil- dern. Sie stellen ein Abbild bereit (deploy), wenn Sie es auf einem oder mehreren Zielcom- putern installieren. Sie erfahren, wie Sie ein Systemabbild im Dateisystem bereitstellen, sodass es aktualisiert und bearbeitet werden kann, wie Sie die vorgenommenen Änderungen dann in das ursprüngliche Abbild übernehmen (commit) und wie Sie das Abbild auf mehrere – oft sehr viele – Clientcomputer verteilen. Im Bereich von Systemabbildern bedeutet im Dateisystem bereitstellen (mount), dass Sie ein Abbild in einen Ordner entpacken, sodass Sie Daten darüber erhalten und Features wie Treiber, Updates und Language Packs hinzufügen oder entfernen können. Microsoft stellt etliche Tools für die Bearbeitung und Bereitstellung von Abbildern zur Ver- fügung. Einige davon sind speziell auf Windows 7-Abbilder zugeschnitten, andere haben einen breiteren Einsatzbereich. Manche Tools bearbeiten Abbilder, andere stellen sie bereit, und manche Tools erledigen beides. Es ist Ihre Aufgabe als Netzwerkadministrator, die besten Tools für Ihre aktuellen und künftigen Anforderungen auszuwählen und sie so zu konfigu- rieren, dass sie effizient funktionieren und das auch in Zukunft tun. Wenn Ihre Benutzer mit Computern arbeiten, deren Betriebssysteme, Treiber und Anwen- dungen auf dem neusten Stand sind und die so gut wie möglich gegen Angriffe aus dem Internet (und Intranet) geschützt sind, sind die Benutzer zufriedener. Wenn Sie es schaffen, 1 oder auch 100 Computer schnell, effizient und fehlerfrei in Betrieb zu nehmen, ist Ihr Chef weniger unzufrieden. (Wir alle wissen natürlich, dass weder Benutzer noch Chefs jemals rundum zufrieden sind.)

    In diesem Kapitel abgedeckte Prüfungsziele: Vorbereiten eines Systemabbilds für die Bereitstellung Bereitstellen eines Systemabbilds

    Lektionen in diesem Kapitel: Lektion 1: Verwalten eines Systemabbilds vor der Bereitstellung . . . . . . . . . . . . . 115 Lektion 2: Bereitstellen von Abbildern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 144

  • 114 Kapitel 3: Bereitstellen von Systemabbildern

    Bevor Sie beginnen Um die Übungen in diesem Kapitel durchzuarbeiten, müssen Sie folgende Vorbereitungen getroffen haben:

    Sie haben Windows 7 auf einem eigenständigen Client-PC installiert, wie in Kapitel 1, »Installieren, Migrieren oder Aktualisieren auf Windows 7«, beschrieben. Sie brauchen Internetzugriff, um die Übungen durchzuführen.

    Sie haben alle Übungen in Kapitel 2, »Konfigurieren von Systemabbildern«, durch- gearbeitet. Vor allem müssen Sie das Windows Automated Installation Kit (Windows AIK) installiert und ein Offlineabbild des Computers Canberra auf einer startfähigen virtuellen Festplatte bereitgestellt haben.

    Praxistipp Ian McLean Alle Tools, die Sie für die Netzwerk- und Systemadministration einsetzen, haben einen eigenen Satz Features, der es Ihnen ermöglicht, bestimmte Aufgaben zu erledigen. Gele- gentlich werden Administratoren gereizt oder verwirrt, wenn es Überschneidungen beim Funktionsumfang gibt. Zum Beispiel können Sie die Windows-Bereitstellungsdienste (Windows Deployment Services, WDS) oder das Microsoft Deployment Toolkit 2010 (MDT) verwenden, um Windows 7-Abbilder auf Clientcomputern bereitzustellen. Sie können aber mit MDT 2010 eine Gruppe Konfigurationsaufgaben festlegen, die auf einem Computer ausgeführt werden sollen, nachdem ein Abbild über WDS darauf bereit- gestellt wurde. Aber WDS ist nicht in der Lage, Konfigurationsaufgaben auf einem Client durchzuführen, nachdem das Abbild bereitgestellt wurde. Sie verwenden ImageX, um das Abbild eines Windows 7-Computers anzufertigen, nach- dem er unter Windows PE (Windows Preinstallation Environment) gestartet wurde. Und mit dem Tool DISM (Deployment Image Servicing and Management) bearbeiten Sie dieses Abbild, nachdem es erstellt worden ist. Sie können aber sowohl mit ImageX als auch mit DISM ein Abbild im Dateisystem bereitstellen, um offline damit zu arbeiten. Die Frage ist also berechtigt, welches Tool Sie einsetzen sollten. Und in diesem Buch stellt sich besonders die Frage, welches Tool in der Prüfung behandelt wird. Einfache Antwort: Verwenden Sie das neuste Tool, wenn mehrere zur Wahl stehen. Beispielsweise gibt es ImageX schon längere Zeit, während DISM erst vor Kurzem eingeführt wurde. ImageX enthält allerdings in der neusten Version aus dem Windows AIK neue Features. Die Prüfungen enthalten üblicherweise mehr Fragen über neue Features eines Betriebs- systems und die neuen Tools, mit denen bestimmte Aufgaben unter dem neuen Betriebs- system ausgeführt werden. Features, die sich gegenüber der vorherigen Version des Be- triebssystems nicht verändert haben, und Tools, die es schon länger gibt (auch wenn sie wichtig sind), werden nicht so ausführlich behandelt. Das ist eine simple Tatsache, und welche Schlüsse Sie daraus ziehen, bleibt Ihnen überlassen. Aber auch wenn Sie die Prüfung ausklammern, stellt sich die Frage, welches Tool Sie als professioneller Administrator einsetzen. Die Entscheidung bleibt Ihnen überlassen. Mein Rat lautet: Wenn Sie DISM in letzter Zeit häufig eingesetzt haben und die DISM-Befehle im Halbschlaf eintippen können, sollten Sie dieses Tool verwenden, wenn mehrere zur

  • Lektion 1: Verwalten eines Systemabbilds vor der Bereitstellung 115

    Wahl stehen. Andererseits bevorzuge ich ImageX, um ein Abbild im Dateisystem bereit- zustellen. Die Befehle sind kürzer (wichtig, wenn Sie so langsam tippen wie ich), die Ausführung geschieht meinem Empfinden nach schneller, und wenn etwas schiefgeht, liefert ImageX normalerweise eine ausführlichere Erklärung. Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung, Sie brauchen sich nicht an diese Empfehlung zu halten. Als professioneller Administrator sollten Sie einfach auf Ihre Erfahrung vertrauen. Als Prüfungskandidat sollten Sie wissen, welche Funktionen alle Tools bieten, welche Fähig- keiten Alleinstellungsmerkmale eines Tools sind, welche Funktionen eines Tools nur im neuen Betriebssystem verfügbar sind oder bisher nicht möglich waren und für welche Aufgaben sich zwei oder mehr Tools gleich gut eignen. Viel Glück.

    Lektion 1: Verwalten eines Systemabbilds vor der Bereitstellung Nachdem Sie ein Referenzabbild zum Bereitstellen auf anderen Computern angefertigt haben, stellt sich gelegentlich heraus, dass Sie es noch einmal ändern müssen. Vielleicht müssen Sie einen neuen Treiber hinzufügen, Einstellungen verändern oder zusätzliche Sprachen unterstützen. Selbst kleinere Änderungen, etwa das Aktivieren eines Features, das momentan im Abbild deaktiviert ist, können erheblichen Aufwand verursachen, wenn sie durchgeführt werden müssen, nachdem das Abbild bereits auf Hunderte von Computern verteilt wurde. Im Allgemeinen ist der Aufwand geringer, wenn Sie die Änderungen vornehmen, ohne das Abbild bereitzustellen und dann neu aufzuzeichnen. Wenn Sie Sicherheitsupdates hinzu- fügen müssen, ist es sicherlich besser, die Sicherheitspatches offline einzuspielen – sonst stellen Sie ein unsicheres Abbild bereit. Falls Sie das Abbild offline bearbeiten, brauchen Sie nicht das Tool Sysprep auszuführen und somit auch nicht die Aktivierungsfrist zurückzu- setzen. Und schließlich ist es sinnvoll, eine überarbeitete Autounattend.xml-Datei für die unbeaufsichtigte Installation oder eine zusätzliche Unattend.xml-Datei hinzuzufügen, die Aufgaben automatisiert, die nach der Installation durchgeführt werden, etwa um wichtige Anwendungen zu installieren. Unattend.xml-Dateien werden im Abschnitt »Befehlszeilen- optionen für unbeaufsichtigte Bearbeitung«, weiter unten in diesem Kapitel beschrieben. Diese Lektion beschreibt, wie Sie mithilfe von Windows AIK-Tools wie ImageX und DISM ein Systemabbild im Dateisystem bereitstellen und mit DISM das Abbild verwalten, Pakete einfügen, Updates einspielen, Features aktivieren oder deaktivieren, internationale Einstel- lungen verwalten, Language Packs verwalten und Antwortdateien für unbeaufsichtigte In- stallationen verknüpfen.

    Am Ende dieser Lektion werden Sie in der Lage sein, die folgenden Aufgaben auszuführen: Bereitstellen eines Offlineabbilds im Dateisystem, um es zu bearbeiten Verwalten und Bearbeiten des Abbilds mit DISM Verknüpfen einer oder mehrerer Antwortdateien mit dem Abbild Übernehmen von Änderungen in das Abbild und Aufheben der Bereitstellung im

    Dateisystem Veranschlagte Zeit für diese Lektion: 50 Minuten

  • 116 Kapitel 3: Bereitstellen von Systemabbildern

    Verwenden der WIM-Befehle von DISM und Bereitstellen eines Abbilds im Dateisystem Kapitel 2 hat das Windows 7-Befehlszeilentool DISM vorgestellt. Mit DISM können Sie Offlineabbilder bearbeiten, WIM-Dateien (Windows Imaging) im Dateisystem bereitstellen oder die Bereitstellung im Dateisystem aufheben und Windows PE-Startabbilder anpassen Das Tool DISM ersetzt gleich mehrere Tools aus den Vorgängerversionen des Windows AIK, darunter den Paketmanager (Pkgmgr.exe), das Konfigurationstool für internationale Einstellungen (Intlcfg.exe) und das Windows PE-Befehlszeilentool (PEimg.exe). Microsoft hat DISM für die Aufgabe entworfen, WIM-Abbilder zu verwalten. DISM ist außerdem abwärtskompatibel zu Windows Vista-Tools wie Pkgmgr.exe, Intlcfg.exe und PEimg.exe, sodass Skripts, die Sie für Windows Vista entwickelt und getestet haben, un- verändert auch in Windows 7 funktionieren sollten.

    Hinweis Abwärtskompatibilität Sie können das Windows AIK für Windows 7 (inklusive DISM) auf Windows Vista SP1 installieren. Wenn