Die Beurteilung biochemischer Serumbefunde bei psychisch kranken Menschen

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    11-Aug-2016

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  • Aus dem Pathologischen Institut des Landeskrankenhauses Neustadt/Holstein (Chefarzt: Prof. Dr. B. Babl)

    und dem Hygiene-Institut der Universitat Kiel (Direktor: Prof. Dr. H. GiZrtner)

    Die Beurteilung biochemischer Serumbefunde bei psyehiseh kranken Mensellen

    Von

    Rudolf Rabl, Giinter Witt und Irene Mantzke

    (Eingegangen am 22. Miirz 1965)

    Die Deutung psyc'hiseher Krankheitsbilder ist oft mit Hilfe bdoehemiseher Serumbefun,de vers.ucht wo.rden. Die sieh dabei ergebenden Sehwierigkeiten sdnd sehr grog, da f/ir diese Krankhe~ten ni,eht nur prim~ire Stoffweehsel- stSrungen, sondern auch Folgen auf die Leb,er, die Nieren und den Kreis- lauf zu berficksiehtigen sind. Im allgemednen werden aber biochemische Serumbefunde auf ein zentral im Krankheitsgeschehen stehendes Organ bezogen (Dit-traer, 1961; Wuhrrrva~n und Miirki, 1968), All erdings kSnnen psyehische St6mngen auch nur zentral-nerv6se Ursachen haben.

    In neuerer Zeit gewinnen die bio.ehemisehen Serumbefu~de eine grtigere Bedeutung durch die starke medikament6se Therapie (Hippius, Kanig und Selbach, 1958; Hippius und Kanig, 1958; Bayreuther, 1959; Riittner, Ron- de,, und Maier, 1962), wobei wenig an die Leistungsf~ihigkei.t der verarbei- teden uncl A~asscheidungsoxgane gedacht wird. Daher ist es jetzt wiehtig geworden, mehrere miteinander im Zusammenhang stehende Werte zu untersuehen ~und gleiehzeifig die Ergebndsse clef Obduktionen heranzuziehen. Ein erster Versueh hierzu wurde durch die Deutung der Serumeiweil3- rel'ationen gemaeht (Meyer, Witt urtd Carstensen, 1964), an die sieh die folgen.den Unters,uchungen ans,ehliegen. Dadurch kann hinsichtlieh der ~ilteren Literat~r auf diese ArbeJt verwiesen werden.

    Hierbei ergibt sich eine verschdeden starke, teilweise weehs.elnde Ver- schiebnng der Serumeiweigrelationen, die einen Hinweis anf edne Fr/ih- aRerung zeigt. Ob dabei verM~derte Eiw.e~gk6rper ocler Funktionsst~Smngen vom Herzen, der Le'ber uncl der N~eren auftreten, konrtte noch nieht ~est- ges,tellt werden. D.aher wird in dieser Arbeit der Hauptwert darauf gelegt, ob die bioehemischen Sm-umbefunde dureh ein.e 'bestimmte Organbeteiligung beeinflnl3t werden, die f/Jr die TherapJe zu beracksict~tigen ist.

  • 96 tl. Rabl, G. Witt und Irene Mantzke:

    Mater ia l und Methodik

    Fiir die Untersuehungen wurden aussehlieBlich Frauen der psychiatrisehen Abteilung herangezogen, die nicht lebensbedrohlieh krank waren. Die notwendige Therapie wurde nicht ge/indert, Im allgemeinen konnten die Untersuehungen im Abstand von mehreren Woehen gemaeht werden. Die Krankengesehiehten stellte Herr Medizinaldirektor Dr. Pulst zur Verfiigung. Sie wurden zusammen mit dem verantwortliehen Stationsarzt, Herrn Medizinalrat Dr. Meyer, ausgewertet. Beiden sei aueh an dieser Stelle fiir die Zusammenarbeit und die bereitwillige Hilfe gedankt. An dieser Arbeit waren auBerdem wiederum Fraulein A. Car~r und Herr W. K16fkorn beteiligt.

    Der Arbeit liegen folgende Untersuchungen zugrunde: 102 Papierelektro- phoresen, 88 Immunoelektrophoresen, 17 SGOT- und SGPT-Werte, 88 Cholesterin- bestimmungen, 94 alkalisehe Phosphatasen (Phosphatabs), 102 Harnstoff (Urastrat)- sowie 81 Natrium- und Kaliumbestimmungen. Auf die Takata-Ara-, Weltmannband- und Thymolreaktionen soll nieht eingegangen werden. Zum Vergleich wurden auBer- dem entsprechende Analysen bei agonalen psychiseh Kranken und bei anderenPatien- ten gemacht, bei denen Transfusionen notwendig waren. Diese Ergebnisse sind nur zum Vergleich herangezogen worden. Die Abh~ingigkeit der EiweiBrelationen vom Lebensalter wurde mit normalen Blutproben, unter anderem von Blutspendern des Hygiene-Instituts untersueht.

    Die Erfahrungen aus dem Obduktionsgut sind teilweise aus der Arbeit von Mahmoodian 1968 zu ersehen. Seitdem sind sie dureh systematisehe histologische Untersuehungen aller Organe wesentlieh erweitert worden.

    Befunde

    Bevor die in der Diskussion gegebene Deutung der Ergebnisse gebrach[ werden kann, ist es notwenclig, einige Krankengesehichten zu.sammen mit den Laboratoriumsuntersuchungen anztfffihren. Dies ist zweckm~iBig, um den weehselnden Zu,stand der Patienfinnen und die Breite der TherapJe zu zeigen. Darauf ist sonst wenig Wert gelegt worden, obgleieh erst hierdureh die Reaktion des ganzen Organismus klar hervortritt. Die Krankengesehieh- ten wurden naeh dem Aker der Patientinnen geordnet.

    1. Alter: 28 9/12. Diagnose: Schizophrenie. Station~ire Behandlung: Seit 1958 zum achten Mal am 9. VI. 1962 bis weiterhin.

    Vater seheinbar an endogener Psychose verstorben. Selbst November 1955 yon Motorrad angefahren. Einige Minuten bewuBtlos, retrograde Amnesie, m6glieher- weise Seh~idelbasisbrueh, Erbrechen, 8 Woehen Krankenhausaufenthalt. 1 Jahr sp~iter Beginn der Psyehose, fiihlte sieh hypnotisiert, konnte sich nicht konzen- trieren, StimmenhSren kam erst sp~iter. Januar 1957 Operation wegen Nierensteins, Zunehmende Erseheinungen der Psychose. Seit der Aufnahme 1962 st~ndige statio- n~ire Behandlung mit hohen Dosen psychotroper Medikamente bzw. Schoekbehand- lungen notwendig. Allgemein ungeordnete Leistungen, gelegentlich Handarbeiten, jedoch niemals konsequent und nicht zu Hilfeleistungen anregbar. Fahriges Wesen und offenbar Gedankenentzug, gelegentlieh vertr~iumt wirkendes Verhahen, k~impft offenbar selbst sehr um den Erhalt der PersSnliehkeit, sehafft es aber nicht. Phasenhafte Versehlimmerung mit offenbar mutwilligem Einn~issen auf den Boden vor dem Bett sowie Neigung zum Bespueken der Mensehen, ihrer Umgebung und des FuBbodens. Trinkt dann auch sehr viel aus der Wasserleitung. Auffallend groBe Augen, die in gesteigerten Erregungszust~inden noch weiter aufgerissen erscheinen mit vorquellenden Augiipfeln.

  • Die Beurteilung bioehemischer Serumbefunde 97

    11. XI. 1968: 24E Alt-Insulin (zur Umstimmung), 8 X 2 Tbl. Dofiden, Veno- plant-Tr., 8 X 1 Drag. Truxal ~ 100 rag, 8 X 1 Drag. Bellasanot. Patientin beduffte am Tage vorher 2 Injektionen SEE. Am 18. XI. RR 85/60.

    12. XII. 1968:24 E Aft-Insulin, 8 X 2 Tbl. Doriden, Venoplant-Tr., 8 X 2 Drag. Phasein-forte, 8 X 1 Drag. Megaphen, morgens 1 ccm Sympatol subk., morgens 1 Drag. Novadral retard, 8 X 1 Drag. Combicym, 8 )K 1 Tbl. Ospolot, 50 mg Mega- phen i.m., zur Zeit Psoriasis im Gesicht und an den Extremit~iten (Schericur-Salbe).

    17. XII. 1968: E-Schock-Behandlung, vorbereitet mit 0~25 g Inaktin und 10 mg 8uccinyl, danach kurzdauernd Biotsche Atmung. Blutbild: Hb. 62%, Ery 8, 400 Mill. Urinbefund: Re sauer, Eiweil3 opal, Zucker neg., U'gen normal. Sed.: Leuko 10--20, Ely 10~15, P1-Epithel, Rundepithel, Bakterien massenhaft, Urate, Oxalate.

    16. I. 1964: 48, E Alt-Insulin, Venoplant-Tr., 8 X 1 Drag.Bellasanol, 2 X 2 Kalk- tbl., 8 X 1 Drag. Atosil, am 14., 15, 16. je lccm Cortigarant i.m. Am Tage vorher SEE und 2 ccm Haloperidol i.v.

    20. I. 1964:8 X 3 Tbl. Distraneurin, 2,Drag. Atosil, Venoplant-Tr., Distraneuril- Behandlung seit dem 18. I.

    24. II. 1964: Seit Wochen wegen der Psoriasis 8 X wSchentlich Campolon, heute 1 Amp. Neurobion i. m. Weiterhin Venoplant-Tr., 8 X 8 Drag. Phasein-forte, 8 X 2 Tbl. Doriden, 8 X 2 Drag. Atosil, 8 X 1/2 Tbl. Ultracorten H, 8 X 8 Drag. Helfoserpin, 8 X 2 Drag. Megaphen comp. Seit langem kein SEE mehr.

    20. IV. 1964'. 8eit dem 9. IV. 8 E-Schock-Behandlungen. Im iibrigen keine Medi- kamente auBer Neurobion und Dolantin i.m. zur Beruhigung.

    Albumin a~-Globulin a2-G1 b-G1 g-G1

    alk. Phos.: U: rag% Harnstoff H-St-N

    Chol.: rag% Ges. Chol. Freies Chol. Chol. Ester K Na

    17. XII. 68 47,08 7,14

    10,71 15,48 19,64

    6 BE

    26,75 12,5

    m

    16. I. 64 20. I. 64 42,65 7,58 9,48

    15,17 25,12

    6 BE

    87,5 17,5

    Tabelle I

    24. II. 64 45,78 52,21 4,88 7,08 7,81 7,08

    14,08 11,50 28,05 22,18

    6 BE 6 BE

    42,8 87,5 20,0 17,5

    - - 17,6 - - 276

    20. IV. (I) 50,29 4,57

    10,28 18,72 21,14

    8 BE

    82,1 15,0

    278 85

    188 18,8

    278

    20. IV. (II) 20. IV. (III 58,52 48,99 4,28 6,71 8,45 8,05 9,86 12,75

    28,94 28,50

    8 BE 8 BE

    26,75 26,75 12,5 12,5

    800 9 248 122 72 178 171 18,5 18,8

    278 276

    2. Alter: 28 10/12. Diagnose: Schizophrenie. Stationiire Behandlung: 28. VIII. 1968 bis 25. IV. 1964.

    Im Anfang der station~iren Behandlungszeit konnte Patientin sich schlecht kon- zentrieren~ lieB im Gespriieh ihren Gedanken freien Lauf und wirkte phantastisch spielerisch wie ein Kind. Mimik war gleichgiiltig und undifferenziert. Bei psycho-

    Acta Neurovegetativa0 Bd. XXIX, Heft 1. 7

  • 98 R. Rabl, G. Witt und Irene Mantzke:

    troper Medikation kam es nicht zu einer wesentliehen Besserung. Patientin entwieh sogar und muBte aus einer 25 km enffernten Stadt wiedergeholt werden. Gegen Ende der Behandlungszeit wurden einige E-Schocks durchgeffihrt. Danach wurde Patientin friseher. Sie beteiligte sich an Hilfeleistungen auf der Station. R6ntgen- Thoraxdurchleuehtung: Zustand nach friiher durehgemachter Hiluslymphknoten- tuberkulose. Am Tage vor der 10. Schoekbehandlung zur Nacht 2 Tbl. Doriden, 1 Drag. Megaphen ~t 25 mg, 1/2 Tbl. Akineton, am Tage der Behandlung keine Medikamente. Vorbereitung des E-Schocks mit 1/2mg Atropin subkutan, 0,25 g Inaktin und 10 mg Succinyl i.v.

    14. IV. 1964: BSG 5/10, Urinuntersuchung: Re sauer, Eiweil3 opal, Sed.: 2--4-- 6 Leukocyten, wenige Plattenepithel, massenhaft Urate und Sehleim. RR normal. Gewicht ca. 65 kg.

    Albumin a~-Globulin a~.-G1 b-Gl g-G1

    alk. Phos.: U: rag% Harnsto~f H-St-N

    Chol.: rag% Ges. Chol. Freies Chol. Chol. Ester K Na

    18. IV. 1964 (II) 54,14 5,09

    10,83 14,01 15,93

    8 BE

    unter 26,75 unter 12,5

    154 59 95

    Tabelle 2

    lS. IV. 1964 (III) 55,80 5,88

    11,17 12,35 15,80

    8 BE

    unter 26,75 unter 12,5

    142 61 81

    I4. IV. 1964 (IV) 49,28 4,29

    1O,O0 18,57 17,86

    3 BE

    unter 26,75 unter 12,5

    182 100 82 18,3

    282

    8. Alter: 84 6/12. Diagnose: Schizophrenie. Station~ire Behandlung: Seit 28. IV. 1953 zum zehnten Mal. Letzte Aufnahme 9. XII. 1968 bis weiterhin.

    Wiederholte Erregungszust~inde, oft mit Einschlagen von Fensterseheiben, so- wohl zu Hause als anch hier. Eine jetzt etwa 12j~ihrige Tochter. Patientin ist ,,pum- melig", Unterhautgewebe wie beim S~iugling bzw. Kleinkind. Hat w~ihrend der Erregungszust~inde akustisehe und optisehe Halluzinationen. Zeitweilig Nystagmus.

    17. 12. 1968:8 X 1 Drag. Megaphen ~ 100 mg, 8 X $ Tbl. Doriden, 8 X i Tbl. Ciatyl, 8 X 7 Tr. Venoplant. Am Abend vorher 2 Drag. Tirgon. In den letzten 2 Tagen subfebrile Temp. BSG am 9. XII. 16/26.

    4.2. 1964:8 X 1 Drag. Megaphen ~ 10Omg, 3 X 2 Tbl. Doriden, 8 X 1 Tbl. Ciatyl, 8 X 7 Tr. Venoplant, 1 Tbl. Thyreoidin.

    10. III. 1964: Sehoekbehandlungen am 6. und 7. III. 1964. 4 X 1 Drag. Mega- phen ~ 100 rag, 4 X 1 Tbl. Doriden, 8 X 7 Tr. Venoplant, 4 X 2 Drag. Phasein- forte, 4 X 1 Drag. Protactyl. 8 X 80 Tr. Sympatol. Am Abend vorher 1 SEE-Inj. subkutan. Urin: Wenige Plattenepithel, wenig Bakterien, Sehleim.

  • Die Beurteilung biochemischer Serumbeftmde 99

    Albumin al-Globulin a2-G1 g-G1 b-G1

    alk. Phos.: U: rag% Harnstoff H-St-N

    ChoI.: rag% Ges. Chol. Freies Chol. Chol. Ester K Na SGOT SGPT Milli E

    17. XII, 63 43,92 10,18 14,20 14,86 16,89

    8 BE

    32,1 15,0

    m

    - - i

    4. II. 64 58,41 4,43 9,78

    11,50 15,93

    . / .

    26,75 12,5

    226

    Tabelle 3

    10. III. 64 54,94 3,09

    10,49 12,96 18,52

    8 BE

    26,75 12,5

    245 71

    174

    28. VII.______ 64 i 1. IX.________64 (I)

    14,8 11,7 7,2 3,6

    1. ix . o4 (ii)

    m

    m

    E

    4,5 5,0

    4. Alter: 35 8/12. Diagnose: Schwachsinn mittleren Grades mit depressiven Verstimmungszust~inden, Station~ire Behandlung: Seit 1. III. 1957.

    Patientin besch~ftigte sich zwischendurch mit Hilfeleistungen auf der Kranken- station. Ging bis vor einigen Monaten zu Hilfeleistungen in die Anstaltswiischerei. Kam dann in Verstimmungszust~inden manchmal mit der Behauptung aui die Station, die anderen Frauen h~itten sie als faul bezeichnet. Steigerte sich unter diesen und anderen Umstiinden in Erregung, bis sie drohte, Fensterscheiben ein- zuschlagen, wenn sie nicht eine ,,Spritze" bekomme. Klagte dann auch oft fiber Kopfschmerzen. Wegen der Gefahr yon NetzhautablSsung bei hochgradiger Myopie soil sie nicht mehr grob kSrperlich arbeiten. Jeweils Besserung der Erregungs- und Verstimmungszustiinde naeh einzelnen abgeschw~iehten E-Schockbehandlun- gen. Am Tage vor der E-Sehockbehandlung am 28. IV. 1964 2 X 1 Tr. Solan (Auge bds.), 1 X 50 mg Megaphen-Drag., 1 X a/:, Tbl. Diphenylhydantoin, 1 SEE I subkutan.

    5. Alter: 89 5/12. Diagnose: Schizophrenie. Stationiire Behandlmlg: 27. II. 1964 bis 24. V. 1964.

    Die Patientin war bereits viermal stationiir im Krankenhaus Liibeek-Ost. Hier war das psychische Zustandsbild vorwiegend gekennzeichnet dutch Faseligkeit mit dem kritiklosen Vorbringen plStzlicher, kurz nacheinander folgender Einfiille. Sie fiigte sich anfangs gut in den Stationsbetrieb ein. Im Laufe der Beobachtungs- zeit dann gelegentlich motorische Unruhe. Auch sehien sie ihre Kinder ~ingstlich schreien zu hSren. Aul3er medikamentfser psychotroper Behandlung 5 abge- schw~ichte E-Schockbehandlungen. Zuletzt war die Patientin eingestellt auf 8 X V2 Tbl. Reserpin z 8 X 1/~ rag. R6ntgen-Thorax-Durchleuchtung o. B.

    5. V. 1964: 1. Schoekbehandlung. Am Tage vorher zur Nacht eine Tbl.Dominal- forte 80 rag, 1 Tbl. Doriden, 8 E Alt-Insulin, Vollkost. Schockvorbereitung mit

    7*

  • ~00 R. Rabl, G. Witt und Irene Mantzke:

    Albumin al-Globulin a2-G1 b-G1 g-Gl

    alk. Phos.: U: mg% Harns toff H-St-N

    Chol.: rag% Ges. Cbol. Freies Chol. Chol. Ester K Na SGOT SGPT

    28. IV. 1964 (I) 52,81 8,84 9,23

    11,54 23,08

    ,/,

    37,5 17,5

    217 61

    156 16,6

    284

    Tabelle 4

    28. IV. 1964 (II) 48,65 4,76 7,94

    15,08 28,57

    ./.

    87,5 17,5

    284 64

    170 16,6

    284

    28. IV. 1964 (III) 48,95 8,50 6,99

    14,68 25,88

    ./.

    82,1 15,0

    220 62

    158 16,6

    284 7,0 Milli-E 6,5 Milli-E

    ~/2mg Atropin subkutan, 0,25 g Inaktin und 10rag Succinyl i. v. Urinbefund yore 8. V.: Re alk., E (7), Sed.: einige Plattenepithel, Bakterien, massenhaft Urate. RR normal. BSG am 27. I. 7/15.

    Albumin al-Globulin a2-G1 b-Gl g-G1

    alk. Phos.: U: rag% Harnstoff H-St-N

    Chol.: rag% Ges. Chol. Freies Chol. Chol. Ester K Na

    Tabelle 5

    5. V. 1964 (I) 60,56 8,52 6,84 9,86

    19,72

    8 BE

    26,75 12,5

    285 112 128 18,8

    278

    5. V. 1964 (If) 52,97

    3,19 8,22

    12,88 28,29

    8 BE

    87,5 17,5

    173 78 95 18,3

    278

    5. V. 1964 (III) 5032 7,10 9,08

    11,61 21,94

    8 BE

    26,75 12,5

    224 103 121 18,5

    278

  • Die Beurteilung bioehemischer Serumbefunde 101

    6. Alter: 40 11/12. Diagnose: Schizophrenie. Station~ire Behandlung: 2. I. 1952 his 4. VL 1961, 18. IV. 1962 his weiterhin.

    April/Mat 1951 erster Aufenthalt in Nervenklinik Liibeck-Ost, weitere Male August/November 1951, Dezember 1951/Januar 1952. Verlegung hierher. Zeit= weilige Nahrungsverweigerung. Gelegentliche Agressionstendenzen gegenfiber Xrzten und Pflegepersonal auf Grund pathologischer Vorstellungen und Wabr- nehmungen. Hat gelegentlich das Empfinden, ein anderes Geschlecht dureh fremde Beeinflussung erhalten zu haben: falsche Beziehungssetzung zwischen sieh und belanglosen Vorgiingen in der Umgebung. Vergiftungsbefiirchtungen. Schutzlosig- keitsgeffihl gegenfiber den Erseheinungen des Gedankenlautwerdens, der Gedan-...

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