Merkblatt Bauen

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    Bauen

    Informationen Ihrer Stadtverwaltung

    Gesetze Vorschriften Verordnungen

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    Gesetze Vorschriften Verordnungen

    ImpressumHerausgeber Stadt BuchholzRedaktion Gerhard Lders, Heinrich Helms Copyright Stadt Buchholzwww.buchholz.de

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    Merkblatt Bauen

    Inhaltsverzeichnis

    Einfhrung Seite 4

    Bauen mit einer Baugenehmigung Seite 6

    Bauen nach einer Baumitteilung Seite 9

    Bauen ohne Baugenehmigung Seite 10

    Das EEWrmeG Seite 15

    Die Gebudeklassen nach 2 Abs. 3 NBauO Seite 19

    Noch Fragen? - Ihre Ansprechpartner Seite 20

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    Gesetze Vorschriften Verordnungen

    Liebe Bauherrin, lieber Bauherr,

    Sie tragen sich mit der Absicht ein Bauvorhaben zu verwirklichen? Ein neues Wohnhaus oder einen Anbau? Eine Garage oder einen Schuppen? Eine Dach-gaube oder einen Schornstein? Sonnenkollektoren oder neue Fensterffnun-gen?

    Baumanahmen gibt es denkbar viele. Aber nicht fr alles bedarf es einer Bau-genehmigung. Fr manches reicht eine einfache Mitteilung, vieles ist sogar ge-nehmigungsfrei. Mit dieser Broschre geben wir Ihnen einen berblick ber die in Niedersachsen gltigen Verfahrenswege sowie die wesentlichen Pflichtvorga-ben des Erneuerbare-Energien-Wrmegesetzes.

    Seit dem 1. November 2012 ist in Niedersachsen die Neufassung der Nieder-schsischen Bauordnung (NBauO) in Kraft. Sie hat eine neue Struktur erhalten nach dem Vorbild der fr ganz Deutschland entwickelten Musterbauordnung. Dieses hat eine Straffung der Texte zur Verbesserung der Lesbarkeit beziehungs-weise Anwendbarkeit und auch einige inhaltliche sowie rechtliche nderungen mit sich gebracht.

    So wurden erstmalig die Gebudeklassen 1 5 ( 3 Abs. 3 NBauO) und auch der Begriff Sonderbauten ( 2 Abs. 5 NBauO) eingefhrt. Die Einteilung in die jeweilige Gebudeklasse ist fr die magebliche Verfahrenart und den Umfang der vorzulegenden Nachweise von entscheidender Bedeutung. Auf der vorletz-ten Seite sind die Gebudeklassen schematisch dargestellt.

    Weiterhin wurden Grenzabstandsvorschriften neu geregelt, es wurde die Pflicht zur Installation von Rauchwarnmeldern, zur Errichtung von Kinderspielpltzen bei Gebuden mit mehr als fnf Wohnungen und zur Benennung eines Baulei-ters eingefhrt. Nheres erfahren Sie auch hierzu auf den folgenden Seiten.

    Das vereinfachte Baugenehmigungsverfahren

    Das vereinfachte Baugenehmigungsverfahren ( 63 NBauO) stellt das Regelver-fahren dar. In diesem Verfahren prft die Bauaufsichtsbehrde im Grunde nur noch die Vereinbarkeit des Bauvorhabens mit dem stdtebaulichen Planungs-recht, den Abstandsvorschriften, Rettungswege und Einstellpltze sowie die Vereinbarkeit mit den sonstigen Vorschriften des ffentlichen Rechts im Sinne des 2 Abs. 16 NBauO. Ausgenommen hiervon die Sonderbauten nach 2 Abs. 5 NBauO. Hinweise hierzu lesen Sie auf Seite 9. Mit dem Bau darf immer erst be-gonnen werden, wenn die Baugenehmigung schriftlich erteilt wurde und die Bauaufsichtsbehrde nicht darber hinaus verlangt hat, den Beginn bestimmter Bauarbeiten anzuzeigen ( 76 Abs. 1 NBauO).

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    Merkblatt Bauen

    Sonstige genehmigungsfreie Baumanahmen

    In der NBauO ist unter bestimmten Voraussetzungen ein noch einfacheres Ver-fahren vorgesehen, das sogenannte Mitteilungsverfahren nach 62 NBauO. Hier ist berhaupt keine Genehmigung erforderlich. Ob dieses Verfahren in Ihrem Fall anwendbar ist, hngt ab von der Art des Vorhabens (zum Beispiel der Lage des Grundstckes, Gebudeklasse und anderes mehr). Nhere Informationen finden Sie ab Seite 10.

    Sie erhalten lediglich eine Besttigung der Stadt Buchholz. Einer gesonderten Baufreigabe bedarf es nicht, Sie knnen dann grundstzlich mit dem Bau be-ginnen. Auch hier ist es allerdings mglich, dass die Bauaufsichtsbehrde sich vorbehalten hat, dass Sie den Beginn von Bauarbeiten anzeigen mssen. Im brigen knnen sie whlen, ob Sie dieses Mitteilungsverfahren haben mchten oder doch lieber eine Baugenehmigung wollen nach dem im Absatz zuvor be-schriebenen vereinfachten Baugenehmigungsverfahren.

    Verfahrensfreie Baumanahmen, Abbruchanzeige

    Der Katalog der verfahrens- beziehungsweise baugenehmigungsfreien Ma-nahmen ( 60 Abs. 1, 2 NBauO und Anhang zur NBauO) ist in Niedersachsen sehr umfangreich. Damit Sie sich schnell ein Bild machen knnen, haben wir fr Sie auf den Seiten 7 bis 11 einen Katalog der wichtigsten genehmigungsfreien Manahmen zusammengestellt. Zu Gunsten der Lesbarkeit handelt es sich nur um einen nicht vollstndigen Auszug (Fragen Sie uns!). Haben Sie die von Ihnen beabsichtigte Manahme hier wiedergefunden, brauchen Sie behrdlicherseits nichts weiter veranlassen.

    Neu seit 2012 ist die Abbruchanzeige. Diese ist nicht nur erforderlich fr Hoch-huser, sondern auch fr Teile von nicht im Anhang zur NBauO genannten ge-nehmigungsfreien (im Gesetz genannt: verfahrensfreien) baulichen Anlagen. Also fr Teile solcher Anlagen, fr die das Mitteilungsverfahren nach 62 oder das Genehmigungsverfahren nach 63 und 64 NBauO durchzufhren wre.

    Bauen nach EEWrmeG

    Das Erneuerbare-Energien-Wrmegesetzes (EEWrmeG) des Bundes fr Neu-bauvorhaben ist am 1.1.2009 in Kraft getreten. Es gilt grundstzlich fr alle Wohn- und Nichtwohngebude, fr die seit diesem Datum ein Bauantrag ge-stellt oder ein Mitteilungsverfahren eingeleitet wurde. Die Seiten 12 bis 15 geben Ihnen einen berblick ber die wesentlichen Pflichtvorgaben des EEWrmeG.

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    Gesetze Vorschriften Verordnungen

    Bauen mit einer BaugenehmigungDas vereinfachte Baugenehmigungsverfahren nach 63ff der Niederschsischen Bauordnung (NBauO)

    Erforderliche Personen

    Bauherr Entwurfsverfasser, in der Regel ein(e) Architekt/in, ein(e) Ingenieur/in, ein(e)

    Maurer-, Betonbauer- oder Zimmerermeister/in und andere Bauleiter

    Je nach Art der Baumanahme kann die Hinzuziehung weiterer Sachverstndi-ger (Standsicherheit, Wrme-, Schall- und Brandschutz) erforderlich werden. Der Bauherr ist dafr verantwortlich, dass die von ihm veranlasste Baumanahme dem ffentlichen Baurecht entspricht. Der Entwurfsverfasser ist dafr verant-wortlich, dass der Entwurf dem ffentlichen Baurecht entspricht.

    Erforderliche Unterlagen - immer in doppelter Ausfertigung

    Bauantragsformular (dreifach, vierfach bei gewerblichen Vorhaben) fr das vereinfachte Verfahren, vollstndig ausgefllt mit Datum und Original-unterschrift des Antragstellers und der Entwurfsverfasserin/des Entwurfs-verfassers

    Entwurf Der Entwurf ist mit Datum und Originalunterschrift der Entwurfs-verfasserin/des Entwurfsverfassers auf den Bauvorlagen versehen, einzu-reichen. Die Vorlage einer greren Anzahl an Ausfertigungen (bei Bauvor-haben mit einer Beteiligung verschiedener mter und Behrden) kann das Verfahren beschleunigen. Zum Entwurf gehren

    bersichtsplan beziehungsweise Kartenausschnitt M 1:1000 einfacher oder qualifizierter amtlicher Lageplan M 1:500 mit Eintra-

    gung und Vermassung der geplanten Baumanahme, Angabe der Abstnde zu den Grundstcksgrenzen,

    Bauzeichnungen (Grundrisse, Schnitte, Ansichten, Stellpltze, ggf. notwendige Kinderspielpltze, farbig angelegt, M 1:100),

    Berechnungen (GRZ, GFZ, umbauter Raum, Wohn- u. Nutzflchen, Brutto-Rohbaukosten, Anzahl der notwendigen Stellpltze, etc.) und

    Baubeschreibung mit Angaben zu Art der Nutzung des Gebudes, baulichen Manahmen sowie vorhandenen und eingesetzten

    Materialien (Decken, Wnde, Dcher etc.), bestehenden und geplanten Brandschutzqualitten (von Wn-

    den, Decken, Tren, der Art der Konstruktion des notwendigen Treppenhauses) und so weiter

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    Merkblatt Bauen

    der Gebudeklasse und der Hhe im Sinne des 2 Abs. 3 Stze 2 und 3 NBauO.

    Bei jeder gewerblichen Nutzung zustzlich Betriebsbeschreibung mit Angaben zu Art der gewerblichen Nutzung Betriebsablufen und Geschftszeiten, Anzahl von Personen (stndige Benutzer und Besucher), gegebenenfalls Art des Warenangebotes und der Art u. Weise der

    Lagerung, gegebenenfalls (Geld-)Spielgerten und gegebenenfalls angebotenen Speisen und Getrnken etc..

    Bei Baumanahmen nach 65 Abs. 2 NBauO zustzlich Nachweise der Standsicherheit Nachweise des Brandschutzes

    Erhebungsbogen ber Bauttigkeit Download Formulare: www.statistik-bw.de/baut/servlet/LaenderServlet

    Abweichungen gem 66 NBauO bzw. planungsrechtliche Befreiungen und Ausnahmen sind im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens einzeln zu beantragen

    Erklrung ber eventuell betroffenen Baumbestand entsprechend der Baumschutzsatzung der Stadt Buchholz (Fragen Sie im Fachdienst Bauord-nung!)

    Das Baugenehmigungsverfahren nach 64 NBauO

    Dieses Verfahren gilt fr alle genehmigungsbedrftigen Baumanahmen, die nicht im vereinfachten Verfahren geprft und genehmigt werden. Hierzu zhlen insbesondere Sonderbauten ( 2 Abs. 5 NBauO). Das sind zum Beispiel

    Hochhuser Verkaufssttten ab einer Verkaufsflche von mehr als 800 Quadratmeter Gebude mit mindestens einem Geschoss und mehr als 400 Quadratmeter

    Bro- oder Verwaltungsrumen Versammlungssttten Gaststtten mit mehr als 40 Pltzen Regallager mit mehr als 7,50 Meter Hhe weitere, hnliche bauliche Anlagen und Rume

    Im Gegensatz zum vereinfachten Verfahren werden hier durch die Behrde die Bauvorlagen die Vereinbarkeit mit dem ffentlichen Baurecht geprft; hinsicht-lich der Arbeitsstttenverordnung aber nur, wenn es gewnscht wird. Die fr die Verfahren nach 63 und 64 NBauO notwendigen amtlichen Formulare knnen Sie auch unter Formulare auf der Internetseite der Stadt Buchholz i.d.N. herun-terladen.

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    Gesetze Vorschriften Verordnungen

    WichtigVor Erteilung der schriftlichen Baugenehmigung darf mit der Baumanahme nicht begonnen werden. Sie darf nur so durchgefhrt werden, wie sie geneh-migt ist.

    Hinweise zum