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Merkblatt M060-1

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Merkblatt M060-1 der BG RCI zur Umstellung auf GHS-Gefahrgutkennzeichnung

Text of Merkblatt M060-1

  • GefahrstoffeKompaktinformation GHSVeranstaltungs- und Seminarunterlagen

    GefahrstoffeVeranstaltungs- und SeminarunterlagenM 060-1Stand: Mrz 2012

    Postfach 10314069021 HeidelbergTel. 06221-1451-0Fax 06221-27870E-Mail: [email protected]

  • Inhaltsverzeichnis dieses AusdrucksDeckblatt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 Neue Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien GHS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31.1 Einfhrung in der EU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31.2 Wichtige Neuerungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31.3 Gefahrenklasse und Gefahrenkategorie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51.4 Rechtliche Folgen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61.5 Novelle der Gefahrstoffverordnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71.6 Einstufungshilfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71.7 Hilfen fr Unterweisungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81.8 Weitere Informationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92 GHS-Plakate . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103 bersicht ber die Gefahrenklassen nach Anhang I der CLP-Verordnung . . . . . . . . . . . . . . . . . 124 Zuordnung der Gefahrenklassen, Gefahrenkategorien und H-Stze zu den GHS-Piktogrammen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 145 H-Stze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 196 EUH-Stze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 237 P-Stze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 258 Kennzeichnungsvorschriften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 319 Bislang verwendete R-Stze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3310 Gegenberstellung Gefahrgutklassen Gefahrenklassen nach GHS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35Anhang: Literaturhinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39nderungen gegenber der Vorfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41

  • Das vorliegende Merkblatt konzentriert sich auf wesentliche Punkte einzelner Vorschriften und Regeln. Es nenntdeswegen nicht alle im Einzelfall erforderlichen Manahmen. Seit Erscheinen des Merkblatts knnen sich darberhinaus der Stand der Technik und die Rechtsgrundlagen gendert haben.Das Merkblatt wurde sorgfltig erstellt. Trotzdem wird der Unternehmer nicht von der Pflicht und Verantwortungbefreit, die Angaben auf Vollstndigkeit, Aktualitt und Richtigkeit selbst zu berprfen.In den Betrieben nehmen Frauen und Mnner gleichermaen verantwortungsvolle Aufgaben wahr. Um das Lesenzu erleichtern, wird in diesem Merkblatt wie auch in den Vorschriften unabhngig davon nur von demUnternehmer bzw. dem Vorgesetzten gesprochen.Das Arbeitsschutzgesetz spricht vom Arbeitgeber, das Sozialgesetzbuch VII und die Unfallverhtungsvorschriftender Berufsgenossenschaften vom Unternehmer. Beide Begriffe sind nicht vllig identisch, weil Unternehmer nichtnotwendigerweise Arbeitnehmer beschftigen. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Thematik ergeben sichdaraus keine relevanten Unterschiede, so dass der Begriff Unternehmer verwendet wird.

    1 Neue Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien GHSInternational existieren verschiedene Systeme der Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien. So kann zumBeispiel ein und derselbe Stoff in Amerika als giftig, in China als nicht gefhrlich und in der EU alsgesundheitsschdlich eingestuft sein. Um diese Unterschiede aufzuheben und um die Arbeitssicherheit, denGesundheits- und Umweltschutz, Verbraucherschutz sowie die Sicherheit beim Transport von gefhrlichen Gternweiter zu verbessern, wurde unter Federfhrung der Vereinten Nationen ein Global Harmonisiertes System zurEinstufung und Kennzeichnung von Chemikalien kurz GHS entwickelt. Langfristig wird auch der Abbau vonHandelshemmnissen im globalen Warenverkehr erwartet.

    1.1 Einfhrung in der EUIn der EU wurde dieses GHS-System der UN am 16. Dezember 2008 mit der EG-Verordnung Nr. 1272/2008(CLP-Verordnung Regulation on classification, labelling and packaging of substances and mixtures)weitestgehend eingefhrt. Die CLP-Verordnung trat am 20. Januar 2009 in Kraft. Verordnungen der EU gelten imGegensatz zu Richtlinien, die in den Mitgliedstaaten erst in nationales Recht bertragen werden mssen, soforteuropaweit.Es gibt allerdings mehrjhrige bergangsfristen. Die GHS-Kennzeichnung ist fr Stoffe seit dem 1. Dezember2010 verbindlich, fr Zubereitungen, die zuknftig Gemische heien, wird sie dies erst ab 1. Juni 2015. Herstellern,Importeuren oder nachgeschalteten Anwendern von Chemikalien ist aber freigestellt, schon vorher, also seit dem20. Januar 2009 die neuen Vorschriften fr die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung anzuwenden. Bis zum1. Juni 2015 muss im Sicherheitsdatenblatt in jedem Fall auch die alte Einstufung angegeben werden. EineDoppelkennzeichnung auf dem Etikett ist aber nicht zulssig.

    1.2 Wichtige NeuerungenRotumrandete auf die Spitze gestellte Quadrate mit einem schwarzen Symbol auf weiem Grund warnen bildhaftvor den Gefahren. Von den Gefahrensymbolen auf orangegelbem Grund wird man sich verabschieden mssen.

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    Jedermann-Verlag GmbH, Heidelberg, Tel. 06221-1451-0. Alle Rechte vorbehalten. Seite 3 von 41

  • Die meisten GHS-Piktogramme entsprechen aber den Symbolen des gewohnten EU-Kennzeichnungssystems.Vllig neu sind nur die Gasflasche, das Ausrufezeichen und das Piktogramm fr Gesundheitsgefahr.Nicht nur die Symbole und Darstellungen ndern sich, sondern es gibt auch neue Gefahrenklassen und vernderteEinstufungskriterien. Das bisherige EU-Recht kennt 15 Gefhrlichkeitsmerkmale, z. B. tzend, sehr giftig oderleichtentzndlich. Mit der neuen CLP-Verordnung wird zwischen 28 Gefahrenklassen unterschieden.Neu ist auch, dass zustzlich zu den Piktogrammen auf dem Kennzeichnungsschild eins von zwei mglichenSignalwrtern erscheint. Es beschreibt den potenziellen Gefhrdungsgrad:- Gefahr steht fr Kategorien mit schwerwiegenden Gefahren,- Achtung steht fr Kategorien mit weniger schwerwiegenden Gefahren.

    Bisher Neu

    Gefahrensymbole in schwarzem Aufdruck auforangegelbem Grund

    Gefahrenpiktogramme als rotumrandete Rauten mit einemschwarzen Symbol auf weiem Grund

    Gefhrlichkeitsmerkmale Gefahrenklassen und Gefahrenkategorien

    --- SignalwrterGefahr oder Achtung

    R-Stze H-Stze (hazard statements, Gefahrenhinweise)

    S-Stze P-Stze (precautionary statements, Sicherheitshinweise)

    Kriterien fr die Einstufung gem Stoffrichtlinie 67/548/EWG und Zubereitungsrichtlinie 1999/45/EG

    Kriterien fr die Einstufung von Stoffen und Gemischengem neuer CLP-Verordnung, insbesondere Anhang I

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  • bersicht ber die neuen GHS-Piktogramme:

    1.3 Gefahrenklasse und GefahrenkategorieDie neue Systematik unterscheidet zwischen Gefahrenklassen und Gefahrenkategorien. So gibt es z. B. in derGefahrenklasse Entzndbare Flssigkeiten (Kapitel 2.6 Anhang I der CLP-Verordnung) drei Kategorien abhngig vom Flammpunkt. Bei der Gefahrenklasse Akute Toxizitt (Kapitel 3.1) werden vier Kategorien

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  • unterschieden. Die Kriterien zur Einstufung (z. B. Flammpunkt, LD50-Werte) weichen zum Teil von denen desbisherigen EU-Systems ab. Beispielsweise werden bestimmte Stoffe, die aufgrund ihres LD50/LC50-Wertes heuteals gesundheitsschdlich eingestuft sind, im GHS-System in die Gefahrenkategorie 3 der Akuten Toxizitteingestuft und damit mit dem Piktogramm Totenkopf mit gekreuzten Knochen und dem H-Satz H301, H311 und/oder H331 (Giftig bei ...) gekennzeichnet.

    1.4 Rechtliche FolgenIn Deutschland nehmen eine Vielzahl an Gesetzen, Verordnungen und Technischen Regeln Bezug auf dieEinstufung und Kennzeichnung von Chemikalien nach der ehemaligen EU-Richtlinie 67/548/EWG bzw. derRichtlinie 1999/45/EG. Diese Richtlinien treten erst zum 1. Juni 2015 auer Kraft.Durch Verschiebungen in den Einstufungen mit GHS wrde eine Anpassung dieser Rechtsvorschriften 1 : 1 beieinzelnen Stoffen und Gemischen entweder zu einer Anhebung oder einer Absenkung des Schutzniveaus fhren.So knnten z. B. bei einem Stoff, der aufgrund der Kriterienverschiebung in die Kategorie 3 der Akuten Toxizittfllt und bislang mit Gesundheitsschdlich eingestuft war, Erlaubnis- und Anzeigepflichten gemChemikalienverbotsverordnung oder Zusammenlagerungsbeschrnkungen nach TRGS 510 dazukommen.Derzeit fhren solche Verschiebungen in der Einstufung jedoch zu keinen vernderten Anfor

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