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MisonBevvMölisMvs kMlrliuegBulvscvrshiltlv · PDF filemit dem Pianisten und Keyboarder Andreas Meyer sowie dem Sozialpädagogen und Schlagzeuger Karsten Kniep Lieder aus alten Zeiten

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  • Wir Johanniter in Niedersachsen und Bremen

    MissionBevlkerungsschutz

    Vorstellung vor Ort: Johanniter im BrgerdialogHannover Im April geht es los: Die Johanniter- Unfall-Hilfe prsentiert das Thema Bevlkerungs-schutz in Niedersachsen und Bremen bei den Brgern vor Ort. Ein Groteil der Bevlkerung wei nicht, was sich hinter diesem Begriff verbirgt, geschweige denn, was von Hilfsorganisationen frei- willig und eigenfinanziert geleistet wird. Laut der von den Johannitern beauftragten forsa-Umfrage vom November 2016 verbinden 31 Prozent der Befragten mit dem Begriff eine Aufgabe der Polizei. Nur neun Prozent zhlen Naturkatastrophen zum Einsatzbereich, wobei 14 Prozent den Zivilschutz zuordnen. Erschreckend ist, dass ber die Hlfte der jungen Menschen unter 30 Jahren nicht wei, dass der Bevlkerungsschutz zum groen Teil von Ehrenamtlichen geleistet wird. Erfreulich ist allerdings, dass gerade diese junge Bevlkerungs-gruppe sich zu zwei Dritteln auf gezielte Nachfrage

    hier ein Engagement vorstellen knnte. Was unsere Ehrenamtskampagne Helden bitte melden, die seit Herbst luft, ebenfalls belegt. Die Resonanz auf unseren Aufruf ist beeindruckend insbesondere in Hinsicht auf die Qualitt der Angaben, berichtet Thomas Mhnert, Landesvorstand der Johanniter in Niedersachsen und Bremen. Es melden sich Menschen, die nachdrcklich begrnden, warum sie sich ehrenamtlich engagieren mchten. Das stimmt uns sehr hoffnungsfroh! Doch msse noch viel fr das Wissen um den Bevlkerungs-/Katastrophenschutz in seiner Bandbreite getan werden.

    Die Zeit fr den Brgerdialog ist mehr als reif, denn die Herausforderungen sind brandaktuell. Dies beweisen nicht nur die Einstze in der Flcht-lingshilfe 2015/16, sondern auch der Anschlag von Berlin.

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    Titelthema

    wird garantiert entsprechende Hilfe kommen! Wir Deutschen wieg-ten uns in Sicherheit bis es auch bei uns zu Terroranschlgen bzw. Attentaten kam. Erst jetzt geraten Teile der Vorsorge und der Nothilfe in den Fokus des brgerlichen Bewusstseins, wobei Polizei und Sonder-einsatzkrften bzw. den Ermittlungs- und Verfassungsbehrden der grte Raum gewhrt wird. Von uns Johannitern und den anderen Hilfsorganisationen ist recht wenig die Rede. Dabei sind sie es, die im Ernstfall bei den Opfern, den Verunfallten und den Angehrigen sind. In ihre Zustndigkeit fallen die medizi nische sowie psychische Betreuung und Versorgung der Betroffenen, whrend die direkte Katastrophenbekmpfung der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk, der Polizei und manchmal auch der Bundeswehr obliegt.

    Um zu zeigen, was Bevlkerungsschutz konkret bei den Johanni-tern heit, stellen sich Ihre Johanniter on tour mit ihren Themen und Aufgaben bzw. den lokal existenten Einheiten in Niedersachsen und Bremen vor. Von April bis in den November hinein werden an verschiedenen Orten die dazugehrigen Verbnde die Brger ein-laden, sich bei einem Termin selbst ein Bild zu machen.

    Langandauernde Unterbring-ung von Menschen in Not vor kurzem nicht vorstellbar, noch nicht einmal bei Naturkatastro-phen. Groflchige Evakuierung-en nur bei Hinterlassenschaften des Zweiten Weltkriegs ein notwendiges, lstiges bel, aber nichts, was die Brger wirklich umtrieb. Vieles war einfach selbstverstndlich, so wie beim Whlen der Rufnummer 112: Es

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    Inhalt

    3 ImGesprchWas fehlt im Bevlkerungsschutz?

    4 NachgefragtWie finanziert die JUH den Bevlkerungsschutz?

    6 TagespflegeAlfeldMit Musik zur Erinnerung

    9 PflegeHilfe im Haushalt ist gefragt

    10IntegrationVielfalt verbindet

    IhreJohanniterontourKommenSievorbei!SchauenSie,fragenSie,machenSiemit!Die Tour kommt vielleicht auch in Ihre Nhe. Der jeweils zustndige Ortsverband demons-triert seine Aufgaben: Bevlkerungs-/Katas-trophenschutz zum Anfassen. Hier kann sich der Brger informieren, Fragen stellen und auch schauen, ob ihm selbst die Einsatzkleidung stehen wrde. Mitmachaktionen, Austausch und Aufklrung stehen bei dieser Tour im Mittelpunkt.

    Ehrenamtliche Helfer erklren ihre Aufga-ben, prsentieren Fahrzeuge, Ausstattung und Material. Welche Ausbildung haben sie? Wie viel Zeit investieren die Helfer? Was bewegt sie? Was hat ein Rettungs- oder auch Gertewagen an Bord? Wie schnell ist ein Zelt aufgebaut? Wann rckt ihr aus? Wer alarmiert euch?

    EinegroeBitteundeinepersnlicheEinladung:Wir wrden uns besonders freuen, wenn Sie als Frdermitglied der Johanniter-Unfall-Hilfe zu unserer Prsentation kommen wrden! Mit Ihren Spenden finanzieren wir einen Groteil der Ausbildung, Bekleidung und Ausstattung im Bevlkerungsschutz. Diese Gelder versetzen uns in die Lage, effektiv helfen zu knnen. Wir wrden Ihnen gern persnlich zeigen, was ihre Grozgigkeit bei uns bewirkt.

    Am 1. April geht es los in Wunstorf, danach folgen zahlreiche Termine in Niedersachsen und Bremen, die Sie unter www.mission-bevoelkerungsschutz.de einsehen knnen. WirfreuenunsaufSie!

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    ImBlick

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    ImGesprchmitdemFachmannWasfehltimBevlkerungsschutz?

    Hannover Ein Interview mit Thorsten Ernst, Bereichs-leiter II Ausbildung, Einsatzdienste, Fahrdienste, Ehrenamt und Jugend bei der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V., Landesverband Niedersachsen/Bremen

    Red.: Rechnen Sie mit neuen Katastrophengefahren?Ernst: Wir sind in den letzten Jahren im Norden zwar von Groschadensereignissen und Katastro-phen weitgehend verschont worden, abgesehen von Strmen und dem Hochwasser 2013. Wir wissen aber, dass Starkregenereignisse und Strme wegen des Klimawandels zunehmen werden. Das heit im Norden auch: Wir mssen gerstet sein fr Sturmfluten und unter Umstnden lnger andauernde und groflchige Hochwasser oder auch lngere Stromausflle. Selbst wenn wir die Rettung der Betroffenen [...] noch hinbekommen, die Versorgung fr tausende Menschen ber Wochen im schlimmsten Falle sicherzustellen, ist schwierig.

    Red.: Wo sehen Sie noch Handlungsbedarf in der Katastrophenvorsorge?Ernst: So wachsam wie der Bund und die Lnder sind, so sensibel sollte auch die Bevlkerung sein. Wir mssen uns alle auf neue Bedrohungslagen wie Terror, einen Strfall oder die Folgen des Klimawandels gerade in einer Kstenregion einstellen. Den wenigsten Brgerinnen und Brgern ist klar, dass jederzeit eine Katastrophe eintreten kann. Schon ein tagelanger Stromausfall bringt eine moderne Gesellschaft aus dem Tritt.

    Hier muss jeder vorsorgen, weil es in einer solchen Groschadenslage Tage dauern kann, bis Hilfe fr alle organisiert ist. [...]

    Red.: Mssten Bund und Lnder ihre Budgets im Zivil- und Katastrophenschutz erhhen?Ernst: Ja, denn in vielen Bereichen haben sich die Kosten erhht. Modernes Einsatz-material ist teurer als frher, leistet aber auch mehr. Vor allem in die Ausbildung unserer ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer mssen wir immer mehr investie-ren. Grund dafr sind auch neue gesetz-liche Bestimmungen. Frher konnten Sie

    mit einem Fhrerschein Klasse III Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht bis 7,49 Tonnen fahren. Heute mssen wir unsere jungen Leute den Fhrerschein fr Lkws finanzieren, damit sie spter das schwere Gert berhaupt fahren drfen. Und selbst die Grundausbildungen unserer ver-schiedenen Helfer sind aufwendiger und teurer geworden.

    Red.: Was knnten Politik und Wirtschaft unter-nehmen, um mehr Brgerinnen und Brger fr die ehrenamtliche Arbeit im Bevlkerungsschutz zu ermutigen?Ernst: Wir brauchen generell mehr Wertschtzung aus Politik und Wirtschaft fr das Engagement im Bevlkerungsschutz. Diese freiwillige Arbeit ist mehr als ein Hobby; es ist immer auch ein Dienst fr das Gemeinwesen. Immer noch tun sich viele Arbeitgeber schwer, ehrenamtliche Krfte fr Weiter bildungen, bungen und Einstze freizu-stellen. [...] Die Arbeitgeber sollten aber bedenken, dass auch sie ganz schnell auf Hilfe angewiesen sein knnten bei einem Unwetter oder Hoch-wasser. [...] Wir wrden uns auch darber freuen, wenn kommunale Mitarbeiter sich mehr im Bevlkerungsschutz engagieren wrden. Hier wren die Brgermeister und Personaldezernenten gefragt, ihre Mitarbeiter zu bestrken. [...]

    Das Interview ist gekrzt wiedergegeben. Die volle Lnge des Gesprchs unter: www.mission-bevoelkerungsschutz.de

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    ImBlick

    NachgefragtbeimLandesvorstandWiefinanziertdieJUHdenBevlkerungsschutz?

    Hannover Die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) ist als ein gemein-ntziger Verein eingetragen. Demnach ist die JUH privat-rechtlich organisiert und ist anders als beispielsweise das Technische Hilfswerk (THW) keine Behrde. Vor diesem Hintergrund erhlt die JUH

    auch so gut wie keine staatlichen Zuschsse, sondern ist fr die Erzielung der Einknfte zur Finanzierung ihrer Aufgaben zum ganz groen Teil komplett selbst verantwortlich.

    Dabei mssen die Entgelte fr die konkret erbrachten Leistungen in vielen Fllen auf sehr hart umkmpften Mrkten verdient werden. Verluste werden in der Regel von keiner Seite ausgeglichen. Um helfen und unserem karitativen Auftrag nachkommen zu knnen, mssen wir jeden dafr bentigten Euro zunchst einmal erwirtschaf-ten, betont Landesvorstand Thomas Mhnert.

    Des Weiteren ist der Bereich Bevlkerungs-schutz recht komplex: Der ffentlich beauftragte Rettungsdienst bercksichtigt und finanziert zumeist nur den Regelbetrieb. Einstze im erwei-

    terten Rettungsdienst, insbesondere bei sogenann-ten Groschadenslagen sowie Einstze im Bevlke-rungsschutz, wie z. B. bei Hochwasser oder auch in der Flchtlingshilfe, die ganz berwiegend durch Ehrenamtliche geleistet werden, finanziert die JUH zum grten Teil aus eigenen Mitteln. Daher sind die Johanniter auf Spendengelder und anderwe

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