Opfer List

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Opferformel Htp dj nswtAltes Reich:(I+II) Htp rDjw nswt (Htp (rDjw)) |GOTT|.Am Ende des AR auch Htp rDj.n (jngere perf.Relativform) bzw. Htp rdjj jn (mit perfektischem Passivpartizip).(III) Gnadenbitten:3. Person bezieht sich auf den Toten qr.tjf er mge begrabenwerden, qr.tj sie mge begraben werden, qr.tjn sie mgen begraben werden.(IV) Der Gnadenempfnger (Tote) wird mit Prposition m (nmlich), n (fr), oder ohnePrposition angefhrt; vor Titel und Namen steht jmAxjj (xr nTr aA) den Wrdigen (beimGroen Gott).Ab dem Mittleren Reich:Knigs- und Gottesformel sind immer verschrnkt, das heit, es sind Htp und rDjw niewiederholt.Struktur:(I+II)Htp rDjw nswt |GOTT|;seltenHtp rDjw nswt n |GOTT|(III) Gnadenbitten sind immer als Verbalsatz formuliert, wobei sich das Pronomen der 3.Person auf den Gott / die Gttin / die Gtter der vorausgehenden Gottesformel bezieht; z.B.djsn pr.t-xrw t Hnq.t kAw Apdw sie mgen ein Totenopfer (aus) Brot und Bier, Rindfleischund Geflgel geben.(IV) Der Gnadenempfnger (Tote) wird in der 11. Dynastie mit n jmAxw fr den Wrdigeneingefhrt (im AR: jmAxjj);in der frhen 12. Dynastie fast immer mit n kA nj jmAxw fr denKa des Wrdigen (aber nie xr nTr aA beim Groen Gott); ab der Mitte der 12. Dynastiedann meist nur n kA nj fr den Ka des.Anordnung der Zeichen in der Knigsformel:in waagrechten Zeilen:(frh),;in senkrechten Zeilen:.Ab der 18. Dynastie auch in waagrechten Zeilen meist statt.(Datierungskritierien!)Literatur:WINFRIED BARTA, Aufbau und Bedeutung der altgyptischen Opferformel, Glckstadt: Verlag J. J.Augustin, 1968 (= gyptologische Forschungen 24).GNTHER LAPP, Die Opferformel des Alten Reiches, unter Bercksichtigung einiger sptererFormen, Mainz am Rhein: Verlag Philipp von Zabern, 1986 (= Sonderschrift. DeutschesArchologisches Institut Abteilung Kairo, 21).HELMUT SATZINGER, Beobachtungen zur Opferformel: Theorie und Praxis, Lingua Aegyptia 5(1997), 177-188.DETLEF FRANKE, The Middle Kingdom Offering Formulas A Challenge, JEA 89, 2003, 45ff.Aus:HELMUT SATZINGER, Beobachtungen zur Opferformel: Theorie und Praxis.Lingua Aegyptia5, 1997, 177188:Z u r O p f e r f o r m e l i m Mi t t l e r e n R e i c h : d i eD a t i e r u n g s k r i t e r i e n .Ausgehend von datierten Abydosstelen hat Bennett1 gezeigt, da gewisse Erscheinungen frganz bestimmte Teilperioden des Mittleren Reiches charakteristisch sind. Er gelangt zu einerglobalen Dreiteilung in (A) 11. Dynastie, (B) frhe 12. Dynastie und (C) spte 12. Dynastieund Folgezeit. Er gibt in Konsequenz ein numerisches Instrumentarium,2 mit dessen Hilfeman Abydosstelen des Mittleren Reiches auf einfachem mathematisch-statistischen Wegdatieren kann. Nachdem ich durch "Normalisierung" der Prozentpunkte eine theoretischeVerbesserung angebracht hatte,3 begann ich diese Methode fortan fr die Datierung zuverwenden, und zwar auch fr echte Grabstelen, aber auch fr Statuen und andere Objekte desMittleren Reiches, die die Opferformel aufweisen. Dieses Instrumentarium sieht so aus:"SYSTEM BENNETT SATZINGER"Z h l p u n k t e4f r P e r i o d eA5B6C71. Ist die "Gnadenbitte" um ein prt-hrw mit djf eingeleitet?1a.Ja : 0 42 581b.Nein: 72 24 42. Ist Osiris mit Determinativ geschrieben?2a.Ja : 63 33 42b.nein: 6 34 603. Ist Chentamenti angefhrt?3a.Ja : 51 27 22

1C. J. C. Bennett, Growth of the H|tp-d "-nsw Formula in the Middle Kingdom, in: JEA 27 (1941)77822Id., Motifs and phrases on funerary stelae of the later Middle Kingdom, in: JEA 44, 1958,1201213H. Satzinger, Die Abydos-Stele des Jpwj aus dem Mittleren Reich. MDAIK 25, 1969, 121130,Tf. IIIb4Der hchste Wert ist durch Fettdruck hervorgehoben.511. Dynastie.6frhe 12. Dynastie.7spte 12./13. Dyn.3b.Wenn ja: mit Determinativ geschrieben? Ja:843 57 04. Hat Osiris das Epitheton nb Ddw? Ja : 49 39 125. Hat Osiris das Epitheton nt_r >? Ja : 8 56 366. Wie ist der Gnadenempfnger angefhrt?6a.Mit n jmhw N. N. : 72 28 06b.Mit n k n jmhw N. N. : 0 69 316c.n k n N. N. : 0 18 827. Werden snt_r, mrh\t erbeten? Ja : 0 26 748. Steht nach ht nbt nfrt der Zusatz >nht(j) nt_r jm ? Ja : 0 49 5110. Findet sich ein Epitheton des Gottes mit dem Zusatz m stf nb? Ja : 98 2 011. Signifikante Epitheta und Epitheta-Folgen nach dem Gottesnamen:11a. nb Ddw, Hntj-jmntjw, nb bd_w: 98 2 011b. nb Ddw, Hntj-jmntjw, nt_r >, nb bd_w: 0 91 911c. Hntj-jmntjw, nt_r >, nb bd_w: 0 25 7511d. Hntj-jmntjw: 0 32 6811e. nb >nh-twj : 0 0 100Man kann diese Methode natrlich am PC automatisieren. Ich habe ... eine FileMaker-Datei infolgender Weise eingerichtet.1. Erstellung einer Referenz-DateiDiese enthlt die oben genannten Prozentpunkte. Fr jeden der 19 Punkte des obigenFragebogens gibt es einen eigenen Datensatz (file). Die einzelnen Felder sind:1. Die Nummer der Frage (1a, 1b, 2a usw.).2. Ein Stichwort, um ihren Inhalt zu bezeichnen. (Dieses Feld knnte entfallen.)3.5. Je ein Zahlenfeld fr die drei Perioden "frh", "mittel" und "spt".Der erste der 19 Datenstze sieht z. B. so aus:1a +djf 0 42 58Er enthlt also im wesentlichen dasselbe wie oben die Zeile 1a.2. Erstellung einer Musterdatei fr die Anwendung auf EinzelobjekteFr jede zu analysierende Bezeugung der Opferformel wird ein Datensatz angelegt. Daher hatjeder Datensatz ein Feld (Nr. 1) fr die Bezeichnung des betreffenden Objektes; in unseremFall "Inventarnummer". Ansonsten gibt es folgende Felder:2. Die Nummer der Frage.3.5. Je ein Zahlenfeld fr die drei Perioden "frh", "mittel" und "spt". Diese Felder habeneine Referenz. Die Referenzdatei ist die oben beschriebene. Im Modus "Felder definieren"

8Fr die Antwort "nein" wren die Zahlen: 261559, was einer Umkehrung der Verhltnisse bei"ja" nahekommt. Um die Frage Nr. 3 nicht zu gewichtig zu machen, wurde die Antwort nichtbercksichtigt.markiert man den Namen des Feldes "frh" und klickt dann auf "Optionen "; in dem nunerscheinenden Dialogfeld klickt man auf "Referenz ndern ", worauf ein weiteresDialogfeld erscheint. Man klickt zunchst auf "Datei festlegen" und hat nun die Mglichkeit,die zuvor angelegte Datei als Referenzdatei zu identifizieren. Dann fllt man im selbenDialogfeld aus:Analog wird fr die Felder "mittel" und "spt" verfahren. Sobald man die Frage durchEingabe ihrer Nummer (1a usw.) identifiziert hat, werden dann automatisch aus derReferenzdatei die drei Prozentpunkte importiert.Die Felder 1.5. sind Wiederholungsfelder, eingerichtet fr 18malige Wiederholung; m. a.W., man kann 19 verschiedene Eintrge machen.6.8. Je ein Summenfeld: Die einzugebende Formel lautet "sum(frh)" bzw. "sum(mittel)"und "sum(spt)". Es werden automatisch die einzelnen Prozentpunkte einer jeden der dreiPerioden addiert.Bei der Anwendung legt man, wie gesagt, fr jede zu analysierende Opferformelbezeugungeinen neuen Datensatz an und verwendet ihn als Fragebogen. Auer der Inventarnummer trgtman nur im Feld "Nr." bei Zutreffen der Frage die entsprechende Nummer ein. Automatischwerden dann aus der Referenzdatei die Prozentpunkte eingesetzt, und in den Summenfeldernerscheint deren Addition fr jede derPerioden. Alles, was man weiter zu tun hat,ist, die drei Summen zu vergleichen: diegrte sollte sich fr die Periode finden, derdas Objekt zuzuordnen ist.Als Beispiel sei die Tbinger Stele 458untersucht, die das Motiv des Buchdeckelsvon W. Schenkels "Tbinger Einfhrung "bildet. Die wenigen relevanten Phnomenesind: (1a) +djf, (2b) Osiris ohneDeterminativ, (3a) Chentamenti, (6c) n k nN. N. und (8) >nht nt_r jm. Die drei Summensind 57, 170 und 273. Tatschlich ist dieStele nach ihrem Stil sowie dem Charaktervon Titeln und Namen eine typischeAbydosstele der 13. Dynastie. Epigraphischeund stilistische Datierung sttzen einander....Widmungsformeln NN.jn Xrdf sanx rnf NN. Sein ,Kind ist es, das seinenNamen leben macht, der NN. Stele Wien 135, 6 (CAA Wien 4, 44).jn sAf mrjjf NN. jrj.nf swn mrw.t sAnx rnf nHH Hna D.t Sein geliebter Sohn NN. ist es, der es gemacht hat, um derBelebung seines Namens willen, in alle Ewigkeit Stele Wien 164, 6 (CAA Wien 4, 97). m jrj nf xnmf mrjf NN. (r) sanx rnf(Dieses Denkmal o..) gehrt zu dem, was fr ihn sein von ihm sein Freund, den er liebt,NN., gemacht hat, um seinen Namen leben zu lassen Naos-Stele Wien 186, 80 (CAA Wien7, 115).Die Formel ffnen des GesichtsLiteratur:ANGELIKA LOHWASSER, Die Formel ffnen des Gesichts, 1991(=Verffentlichungender Institute fr Afrikanistik u. gyptologie der Universitt Wien 58 = Beitrge zurgyptologie 11;Diplomarbeit Univ. Wien).NN. Dd-mdw wn-Hr nj NN mAa xrw NN. Worte zu sprechen:ffnendes Gesichts des NN., des Gerechtfertigten,mAf nb-Ax.t DAjf Hr.t / p.t (m Htp) damit er den Herrn des Horizonts sehe,wenn er den Himmel (in Frieden) berquert (psSf / wpf bjAs und das Firmament teilt).Dd-mdw djf xa NN. m nTr (aA) nb D.t jtm-sk Worte zu sprechen:Er mgegewhren dass NN. als (Groer) Gott, Herr der Ewigkeit, nichtUntergehender,erscheine(m gs jAbtj nj p.t mm sbAw axm.w-sk auf der stlichen Seite des Himmelsunter den Sternen, die kein Untergehen kennen).(5) wn-Hr n wdpw snbf pn mAf nb Ax.t DAjf (6) Hrj.t Hmsjf m-xntjtr.tj Ax.t djk ak r snxn wsjr (7) Hr-nxt.w (5) ffnen des Gesichtesdieses Aufwrters snbf, damit er den Herrn des Horizonts sehe, wenn er (6)den Himmel berfhrt; er mge vor den beiden Heiligtmern des Horizontessitzen; mgest du deinen Arm zur Neubelebung reichen dem Osiris (7) Hr-nxt.w Stele Wien 109, 56 (CAA Wien 7, 38).wn-Hr n smsw hAjj.t snbf mAf nb p.t DAjf Hrj.t djf xAjf mnTr aA nb D.t m gs jAbtj n p.t m-m jxm.w sk smsw hAjj.t snbfmA xaj ra m (m)anD.tHtp rDjw nsw ptH skr djf prjt-xrw ... (1)ffnen des Gesichtes des ltesten der Halle snbf (PN 314, 5), damiter den Herrn (2) des Himmels sehe, wenn er den Himmel berfhrt,damit er ihn erscheinen lasse als Groen Gott (3) und Herrn derEwigkeit an der stlichen Seite des Himmels, unter den Sternen, diekein Untergehen kennen, (4) den ltesten der Halle snbf, dergesehen hat, wie Re in der manD.t-Barke (5) erscheint. Das Opfer,das der Knig Ptah-Sokar gegeben hat, damit er gebe ein Totenopferan ... Stele Wien 92 (CAA Wien 7, 17).wn-Hr nj sDAwtj (od. xtmw) kfA-jb snb mAfnb Ax.t DAjf Hr