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Projektgenerator macht Tempo - All-Electronics · PDF file Eplan Electric P8 mehr Raum für individu-elle Konfigurationen. Als Zusatzmodul übernimmt EPR das zeitraubende Prüfen von

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    der Serienmaschine stecken 80 bis 90 % der konstruktiven Arbeit. Aber für jede kundenspezifische Anpassung der Ma- schine wird ein Anteil individuell ent- wickelt. Diesen spezifischen Entwicklungsanteil erledigten die Konstrukteure ursprüng- lich nach dem Prinzip der Variantenkon- struktion. Der Elektrokonstrukteur rief die Konstruktionsdaten des Maschinen- typs auf und machte sich ans individuelle Konstruieren, um Optionen wie die Ein- bindung in Automationskonzepte oder

    Birgit Hagelschuer ist Presse - sprecherin bei der EPLAN Software & Service GmbH & Co. KG in Mon- heim am Rhein.

    Der Werkzeugmaschinenbauer Monforts hat die Migration von Eplan 21 auf Eplan Electric P8 zum Anlass genommen, um einen eigenen Baukasten für die Elektrokonstruktion zu erstellen. Diese (Vor-)Arbeit hat sich gelohnt: Im Vergleich zur manuellen Erstellung der kundenspezifischen Elektro-Dokumentation spa- ren die Konstrukteure jetzt bis zu 95 % Zeit – und können so mehr Projekte bearbeiten.

    länderspezifische Sicherheitsbestim- mungen konstruktiv umzusetzen.

    Interface erlaubt individuelle Anpassungen Als sich Monforts für die Migration von Eplan 21 auf Eplan Electric P8 entschied, beschloss das Unternehmen, diese Ar-

    Engineering mit Makros

    Projektgenerator macht Tempo

    � Das Programm des Dreh- und Drehfräs- maschinenherstellers A. Monforts Werk- zeugmaschinenbau aus Mönchenglad- bach umfasst zurzeit 23 Maschinentypen, die jeweils mit unterschiedlichen Steue- rungen und in zahlreichen Optionen lie- ferbar sind. „Unsere Kunden erhalten kei- ne Maschinen von der Stange. Wir bieten ihnen vielmehr spezifische Lösungen, die auf ihren individuellen Einsatzfall abge- stimmt sind“, erläutert Konstruktionslei- ter Dr. Dominic Deutges die Philosophie des Unternehmens. In der Basisvariante

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    Bei Serienmaschinen wird ein Teil anwen- dungsspezifisch konstruiert. Auch bei einer typischen Zerspanungs-Maschine wie dieser.

    SOFTWARE & ENGINEERING

  • dend, dass ihm mit dem Application Pro- gramming Interface (API) eine leistungs- fähige Programmier-Schnittstelle zur Verfügung steht, mit der sich das CAE- System an individuelle Aufgabenstellun- gen anpassen lässt. Diese Funktion nutzt Monforts umfas- send. „Wir haben vor der eigentlichen Mi- gration im Wesentlichen zwei Aufgaben abgearbeitet. Zum einen haben wir alle Maschinenfunktionen und Optionen in Module gegliedert und die elektrotechni-

    beitsweise zu ändern. „Wir wollten die Abläufe in der Elektrokonstruktion besser strukturieren und beschleunigen“, erläu- tert Heinz-Günter Kämmerling, CAD-Ad- ministrator, die Beweggründe. Dafür bie- tet die Eplan-Software gute Vorausset- zungen. Denn mit ihr kann der Ingenieur nicht nur zwischen grafik- und objektori- entiertem Arbeiten wechseln, sondern auch Makros erstellen und diese syste- matisch in einer Bibliothek ablegen. Für den Maschinenbauer war es entschei-

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    Die Konstruktion setzt bei einem virtuellen Basis-Schaltschrank an, der durch Löschen nicht ver- wendeter Teile seine tatsächliche Belegung erhält.

    SOFTWARE & ENGINEERING

    sche Dokumentation dieser Module als Makro zerlegt. Zum anderen haben wir mit dem API einen Projektgenerator er- stellt, der den Konstrukteur quasi durch die Projekterstellung führt“, konkretisiert Heinz-Günter Kämmerling das Vorgehen.

    ECAD-Baukasten mit 4 000 Makros Insgesamt stehen in der Bibliothek rund 4 000 Makros zur Verfügung. Dass es so viele sind, hat seinen Grund. „Uns war es

    Alle Maschinenfunktionen und Optionen sind in kleine Module geglie- dert und als Makro hinterlegt.

    � KOMPAKT Mit einem Projektgenerator, der mittels Eplan-API programmiert wurde, lässt sich die Dokumentation zum großen Teil automatisch zusammenstellen. Die Ba- sis bilden 4 000 Makros, die sich als Mo- dule auswählen und aneinander reihen lassen. Auf diese Weise beschleunigt sich die Elektrokonstruktion bei Serien- maschinen, die kundenspezifisch ange- passt werden müssen. Außerdem verein- heitlichen Standardmodule die Maschi- nen-Konstruktion. Das erleichtert die Ar- beit des Servicepersonals, das so in ähn- lichen Maschinen immer wieder den gleichen Aufbau vorfindet. Eine Verbin- dung von Eplan zu SAP unterstützt den Einkauf und sorgt dafür, dass alle Betei- ligten mit aktuellen Daten arbeiten.

    Die Verbindung von Eplan zum SAP-System, das Monforts für die kauf- männischen Funktionen nutzt, erleichtert dem Einkauf die Arbeit.

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    ganz wichtig, die Maschine systematisch in Module zu zerlegen und alle möglichen Optionen zu erfassen. Denn nur so errei- chen wir eine einheitliche Konstruktion. Jedes Makro umfasst per Definition nur eine Seite. Um flexibel zu bleiben und die Übersicht zu gewährleisten, sind die Mo- dule relativ klein gehalten“, erklärt Käm- merling. Auch die Schnittstellen sind so sauber gefasst, dass in der Regel keine Nacharbeit erforderlich ist und der Kon- strukteur die Makros nur anklicken und aneinanderreihen muss. Bei der Auswahl der Module wird der Kon- strukteur vom Projektgenerator unter- stützt. Auch hier steht systematisches Vorgehen ganz oben. Denn das CAD- Team des Maschinenbauers hat den Ge-

    nerator per API so programmiert, dass er in vorgegebener Reihenfolge die jeweili- gen Module bzw. Wahlmöglichkeiten an- bietet. Der Konstrukteur wählt die Modu- le nur aus und muss sich nicht um das De- tail-Engineering kümmern.

    Bis zu 95 % Zeitersparnis Dadurch beschleunigt sich die Elektro- konstruktion. Konstrukteur Christian Mai burg stellt fest: „Bei der Zusammen- stellung der Dokumentation sparen wir bis zu 95 % Zeit. Je größer der Anteil an Standardoptionen, desto größer die Zeit- ersparnis.“ Die Vorgehensweise bietet neben dem Zeitfaktor auch noch weitere Vorteile. So ist jetzt zum Beispiel die Schaltschrankbelegung vereinheitlicht.

    Ein und dieselbe Option wird immer am selben Platz im Schaltschrank realisiert. Das erleichtert dem Servicepersonal die Arbeit. Hier setzt die Konstruktion bei einem vir- tuellen Basis-Schaltschrank an. Der Inge- nieur löscht einfach die Teile, die nicht ge- braucht werden, aus der maximalen Aus- baustufe. Das Programm entfernt dann automatisch damit verbundene Kompo - nen ten, sodass kein unnützes Teil übrig- bleibt. So erhält der neue Schaltschrank im Handumdrehen seine tatsächliche Be- legung. Eine Verbindung von Eplan zum SAP-System erleichtert dem Einkauf die Arbeit und versorgt alle Beteiligten mit dem aktuellen Datenstand. Auch beim Umbau von Maschinen wird diese Kon- struktionsmethode von Nutzen sein. „Un- sere Maschinen sind sehr langlebig und werden teilweise auch mehrfach umge- baut oder umgerüstet. Bei diesen Auf- gaben bietet die modulare Konstruktion ebenfalls Vorteile, weil man Optionen im System einfach durch Mausklick hinzufü- gen kann“, erklärt Dr. Dominic Deutges.

    Mit viel Traffic viel vor Die Vorarbeiten einschließlich der Migra- tion verliefen nach Plan. „Es gab anfangs Performance-Probleme, weil die Multi- User-Fähigkeit für großen Traffic im Netz- werk sorgte, wenn gerade mehrere Kon- strukteure mit dem Projektgenerator au- tomatisch Projekte zusammenstellten. Dieses Problem konnte durch die Zusam- menarbeit mit Eplan Software & Service aber schnell behoben werden“, erläutert Heinz-Günter Kämmerling kleinere Start- schwierigkeiten. Monforts plant, die Software weiter aus- zubauen. Zurzeit überlegen die Verant- wortlichen, ob sie die Fluidkonstruktion integrieren und Eplan Fluid einsetzen, das auf einer einheitlichen Entwicklungs- plattform mit Eplan Electric P8 agiert. Der Vorteil: Mehr Durchgängigkeit im Engi- neering-Prozess durch einheitliche Da- tenbasis und direktes Zusammenspiel beider Systeme.

    � infoDIRECT 792iee0808 www.iee-online.de � Link zur Software � Link zum Maschinenbauer

    Konstruktionsleiter Dr. Dominic Deutges, CAD-Administrator Heinz-Günter Kämmerling und Konstrukteur Christian Maiburg (v.l.n.r.) beschleunigen mit Eplan Electric P8 die Elektrokon- struktion.

    � NEUE VERSION

    Durch Erweiterungen in der Artikelverwal- tung und Dokumentation erhalten An- wender in der aktuellen Version 1.9 von Eplan Electric P8 mehr Raum für individu- elle Konfigurationen. Als Zusatzmodul übernimmt EPR das zeitraubende Prüfen von Eingangsprojekten. Es erstellt auf Knopfdruck automatisch eine Auswer- tung, die alle Abweichungen von Vor- gaben direkt aufzeigt. Die neue flexible Ar- tikelverwaltung in Eplan Electric P8 unter-

    stützt jede beschreibende Eigenschaft. Anwender definieren damit ihre individu- elle Artikelbaumstruktur, die auch firmen- spezifische Kennzeichnungsschlüssel ab- bildet. Individuell kann jetzt die Anzeige der Bauteildaten im Schaltplan konfigu- riert werden. Einmal festgelegt, wählt der Anwender die Formatierung und Reihen- folge der Eigenschaften einfach aus. Auch die Anschlussbezeichnungen lassen sich getrennt definieren und konfigurieren.

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