Der Expertenstandard zur - dfa-hamburg.de · Beteiligung der MmD an Entscheidungen, Entwicklung...

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Der Expertenstandard zur „Beziehungsgestaltung in der Pflege von

Menschen mit Demenz“

Bewährtes oder Bewegendes?

PowerPoint macht dumm.

• Ein Überblick von verschiedenen Forschungsergebnissen über die Verwendung von PowerPoint zeigt, dass Studenten zwar PowerPoint-Folien in Vorlesungen bevorzugen, diese Methode aber keine besseren Noten erbringt. Etwas zu mögen bedeutet nicht gleichzeitig, dass es auch effektiv ist.

• Forschungen, die Lehrmethoden basierend auf PowerPoint mit anderen Lehrmethoden — wie das problemorientierte Lernen, bei dem die Studenten Fähigkeiten zum richtigen Umgang mit realistischen und herausfordernden Problemen erlernen — vergleichen, unterstützen überwiegend die alternativen Methoden.

(vgl. Bent Meier Sørensen, Copenhagen Business School 2017)

Expertenstandards.

Bewährt, bewegend,

belanglos?

Beziehung und Personsein

Kontext

• Zielgruppe: MmD und Angehörige

• Zielsetzung: Personsein als Beziehungsgeschehen

• Personsein erhalten durch das Gefühl: gehört, verstanden, angenommen und mit anderen verbunden zu sein

• Anwender: Fachkräfte ohne Zusatzausbildung

5 Ebenen

1. Haltung & Kompetenz von Pflegenden

2. Planung & Durchführung auf Basis einer Verhaltenshypothese/Fallbesprechung, basierend auf Einrichtungskonzept und Verfahrensregelung

3. Anleitung, Schulung und Beratung von MmD und Angehörigen

4. Beziehungsfördernde Maßnahmen & Angebote basierend auf adäquaten Rahmenbedingungen der Einrichtung

5. Evaluation der beziehungsfördernden Pflege

(C. Müller-Hergl 2018)

Zusammenfassung 1. Wie können Rahmenbedingungen für eine

professionelle Pflegebeziehung geschaffen werden? Wie kann ein Kontext geschaffen werden für offene Situationen, mit Spielräumen & Flexibilität für situationsoffenes Reagieren 2. Ein PCC-Praxiskonzept muss her: Lebenswelt, Wahrnehmung, Wertschätzung/Präsenz, spezielle Maßnahmen (p4), für Evaluation (Affekt, Beziehung, Betätigung, Geborgenheit), für die Rolle und Aufgaben der verantw. Pflegefachkraft, für Mitwirkung von Angehörigen

3. MA: kontinuierliche Entwicklung von Wissen und Kompetenz (z.B. Assessments, PE) Entwicklung des Teams (Selbststeuerung, gerontopsych. Fachkraft usw.), Basisqualifikation für alle

4. Implementierung einer kontinuierlichen Praxis der Fallbesprechung, der Entwicklung von Verhaltenshypothesen als Basis der Pflege- und Betreuungsplanung, ggf. SV, Entwicklung einer gemeinsamen Sorgehaltung mit den Angehörigen, Beteiligung der MmD an Entscheidungen, Entwicklung passender Informationen zum Thema Demenz

5. Beziehungsorientierte Pflegeplanung- und Dokumentation, dh beziehungsrelevante Aspekte (Affekt, Bezeihung, Betätigung, Geborgenheit) werden reflektiert und dokumentiert).

Planung mit Bandbreite für gute und schlechte Tage wg. Fluktuation, Dokumentation der Evaluation nach den 4 Kriterien, MmD beobachten/befragen, erst dann MA und Angehörige

Fazit • Primat der Beziehung im deutlichen Kontrast zur

Funktionspflege/Verrichtungsorientierung • Alle Funktionen sind immer im Kontext der

Beziehung wahrzunehmen, zu verankern und zu bewerten

• Pflegeplanung fußt in Verstehenshypothese &

Fallbesprechung

• Stärkung subjektiver Bedürfnisse von MmD und ihren Angehörigen

• Offene Situationen: Selbststeuerungsfähigkeit stärken (von MmD, MA, Angehörige)

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