Wie organisiert man sozialen Reichtum?

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In unserem Workshop zum Trendtag 2009 wurde das Thema sozialer Reichtum unter 30 Interessierten lebhaft diskutiert und auf praxisnahe Unternehmensbeispiele projiziert. Damit alle Interessierten von der Diskussion und den Arbeitsergebnissen profitieren knnen, haben wir eine Zusammenstellung der Herausforderungen, Umsetzungsziele und Benefits verfasst, die wir zur leichteren Anwendung jeweils auf Unternehmen, Mitarbeiter und Kunden bezogen haben. Falls auch Sie die Theorie des sozialen Reichtums in die Praxis umsetzen wollen, kann Ihnen diese Zusammenfassung als kleiner Leitfaden dienen.

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Ergebnisbericht des Workshops anlsslich des 14. Deutschen TrendtagsTrendbro, August 2009

Wie organisiert mansozialen Reichtum?Herausforderungen, Ziele und Benefits

1List of Learnings

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Trendtag-Workshop zum Thema sozialer Reichtum

2Einfhrung

Nach der erfolgreichen Phase des I und mybeginnt jetzt die Suche nach dem we.

Die ungehobenen Ressourcen von morgen sind nicht Rohstoffe, sondern menschlicheBeziehungen. Nicht Bohrtrme und Schaufellader, sondern soziale Kultur und digitaleNetzwerke werden einen neuen Reichtum ermglichen.

Die Begeisterung fr die Communities im Web 2.0 ist ein erstes Vorzeichen des Werte-wandels. Soziale Normen passen sich den technologischen Mglichkeiten an, sozialeBeziehungen werden neu gedacht und gelebt.

Es geht um die innere Balance der Gesellschaft. Nach der Vershnung von konomieund kologie am Ende des 20. Jahrhunderts geht es jetzt um die Vershnung von Profit-motiv und sozialer Verantwortung. Share and win wird zum Programm des Erfolges.Kooperation, Offenheit und das Teilen von Ressourcen werden im Zentrum zuknftigerWertschpfung stehen.

Hierzu lieferte der 14. Trendtag zahlreiche Argumente und Beispiele. Zum Trendtag-Workshop haben sich 30 Interessierte getroffen, um die Gedanken weiterzutreiben.

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Workshop-Agenda

3List of Learnings

1. Kernthesender Trendtag-Referenten

2. Zentrale Fragestellungenzur Umsetzung des sozialen Reichtums

3. HerausforderungenHebel und Hrden

4. Zielefr die erfolgreiche Umsetzung

5. Benefitsfr alle Beteiligten

6. Learningsmit Check-List

7. Dankan Leser, Kooperationspartner und Teilnehmer

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Hinter jedem sozialen Problem steckt eine Geschftsidee!Laut Norbert Bolz verstehen Unternehmen im neuen sorgendenKapitalimus gesellschaftliche Probleme als Marktchance: z. B. dieVershnung von konomie und kologie oder die Vereinbarkeitvon Arbeit und Familie.

In der Kultur des Teilens wird Wertschpfung an ihren Inhalten gemessen

Kernthesen

Dont criminalize the 21st century culture!Lawrence Lessig pldiert fr eine frei verfgbare und kreativeVerwendung der bisher rechtlich geschtzten digitalen Inhalte.Das bestehende Copyright entsprche nicht den vernetztenSharing-Nutzergewohnheiten. Copyright-Restriktionen sollten erstbei der kommerziellen Weiterverbreitung zum Tragen kommen.

Verbnde dich mit denen, die deine Ideale teilen!Fr Peter Wippermann geht es beim Thema Wertschpfung umvernetzte Interessengemeinschaften. Connectivity als techno-logische Basis, Cooperation als soziales Motiv, Coopetition alskonomische Synergie und Co-Creation als kultureller Benefit.

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Der Konsument ist nicht mehr passiv sondern Teildes Spiels der groen Krfte!Um gemeinsam gegen die aktuellen Krisen anzugehen, lautetDavid Bossharts Strategie fr jeden, weniger zu konsumierenund wegzuwerfen.

Erst ein Austausch auf Augenhhe ffnet den Blick fr neue Perspektiven

Kernthesen

Dont let legal proceedings ruin a good remix innovationwithout talking to marketing first!Fr Matt Mason bieten Remix-Kultur oder Piraterie wertvolle Hin-weise auf neue Geschftsmodelle. Unternehmer suchen nachLsungen im Markt, Piraten suchen auerhalb und entdecken mehr.

You will be what you share!Charles Leadbeater fordert Unternehmen auf, Expertise in derVernetzung und Community-Bildung zu gewinnen, um frischeIdeen zu erhalten. Wichtiger Aspekt ist persnliches Committment:What are you doing to give people out there better ideas?

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Wir sind auf dem Weg von der Ich-AG zur Wir-Gesellschaft!Die Menschen htten ihr Schicksal selbst in die Hand genommen,meint Simonetta Carbonaro. Sie bernhmen Verantwortunggegenber der Gesellschaft, der Umwelt und der Zukunft, und sieentwickelten soziale Innovationen, weil sie es selbst wollten.

Wir sind uns in den Zielen einig, aber noch nicht ber den Weg und dieKonsequenzen, dorthin zu gelangen.

Kernthesen

Heute nicht auf Kosten von morgen. Hier nicht auf Kostenvon anderswo!Meike Gebhard und Claudia Langer sehen die grte Hrde darin,die Menschen zum nachhaltigen Handeln zu bewegen. DasBewusstsein ist vorhanden, jetzt gilt es, Gewohnheit und Trgheitzu berwinden. Hintergrundwissen und Vorbilder geben Anste.

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Workshop-Topic zum 14. Deutschen Trendtag

Trendtag-Workshop

Wie lsst sichsozialer Reichtumorganisieren?

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Trendtag-Workshop: sozialen Reichtum diskutieren, verstehen, anwenden

8Trendtag-Workshop

Workshop-Inhalte

Der Thesendiskussion zum Trendtag, einer Input-Prsentation von Peter Wippermann,einer Hebel-und Hrden-Diskussion zur Integration des Share-and-win-Prinzips sowieeiner Darstellung zur persnlichen Eintritts-Wahrscheinlichkeit sozialen Reichtums folgtendrei Arbeitskreise zu Themen, die von der Gruppe als Cases ausgewhlt wurden:

Privathaushalte zum Umweltbewusstsein anregen (Energiekonzern)

Identifikation und Zusammengehrigkeit schaffen (Hochschule an fnf Standorten)

Profitcenter-Denken projektweise berwinden (Performance-Marketing-Dienstleister)

Ergebnisdokumentation

Die im Folgenden skizzierten Ergebnisse spiegeln die gebndelten Erkenntnisse. Stattauf die Details der Cases einzugehen, gruppieren wir nach Unternehmens-, Mitarbeiter-und Kundenmotiven. Wichtig erschien uns, die Hebel, Hrden und Herausforderungenzusammenzufassen, Ziele wiederzugeben und daraus Fragestellungen zu formulieren,die fr das eigene Business als erste Checkliste zum sozialen Reichtum dienen knnen.

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Statt firmenbezogenerGewinnmaximierung gilt es,zunchst einen Benefit fr denKunden und die Gesellschaftzu generieren, um darausnachhaltigen Profit fr dasUnternehmen zu ziehen.

Das Ziel sozialen Reichtums: Win-win-win-Situationen schaffen

Herausforderungen

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Wirkungsweisen des sozialen Reichtums

Herausforderungen

Unternehmen

MitarbeiterKunde

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Herausforderungen auf Kunden-/Konsumentenseite:

Wunsch, als Individuum behandelt zu werden

Zunahme an Sonderwnschen, die flexiblere Leistungenund komplexere Lsungen erfordern

Kunde verlangt Recht auf Mitsprache und Involvement

Das Individualittsbewusstsein der Konsumenten nimmt zu

Herausforderungen

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Herausforderungen im Unternehmen:

Profitstreben ist noch zu sehr auf die eigenenKapazitten beschrnkt

Hierarchische Entscheidungsprozesse verhindernIdeenentfaltung seitens der Mitarbeiter

Abteilungen arbeiten noch vielfach als Closed Shops

Unternehmenskulturen mssen sich ndern

Herausforderungen

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Herausforderungen im Hinblick auf die Mitarbeiter:

Wnschen sich mehr Anerkennung und brauchenGelegenheit, um sich persnlich zu beweisen

Suchen Identifikation und Mitspracherecht

Profitcenter- und Konkurrenzdenken behindernEntwicklungsprozesse

Integration fr mehr Motivation

Herausforderungen

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Instrumente des sozialen Reichtums

Herausforderungen

Connectivity

Coopetition

Collaboration

Co-Creation

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Vernetzung als Voraussetzung:

Netzwerke zur Erweiterung des Wirkungskreises ausbauen

Zugnge zu Netzwerken ermglichen und stimulieren

Transparenz bezglich Playern und Communities als Benefit

Aufgabe des Unternehmens ist es, online wie offlineNetzwerke zu schaffen, so dass eine offene Kommunikationfr alle Prozessbeteiligten mglich ist.

Connectivity: Kultur des Austauschs

Ziele

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Mitgliedschaft ber Mitteilung:

Experten ber Inhalte zu dynamischen Partnerschaften fhren

Transparenz ber offene Informationskanle erhalten und frdern

Persnliches Involvement sowie Chance auf Anerkennungals Benefit

Aufgabe des Unternehmens ist es, verkrusteteAbteilungsstrukturen projektweise aufzubrechen, sodassMitarbeiter intern sowie im engen Austausch mit denKunden optimierte Lsungswege erarbeiten knnen.

Collaboration: Kultur des Teilens

Ziele

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Im Feind den Freund finden:

Zweckgemeinschaften mit Mitbewerbern eingehen

Zusammenarbeit inhaltlich und zeit