Geschaeftsbericht 2010

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Unsere Geschäftsberichte fassen stets die wichtigsten Entwicklungen und Ereignisse eines Kalenderjahres zusammen – und legen somit nicht nur Rechenschaft über „ihr“ Jahr ab, sondern bieten auch die Möglichkeit des Rückblicks in die jüngste Unternehmensgeschichte der Wiesbadener Verkehrsbetriebe.

Text of Geschaeftsbericht 2010

  • 1. 2010Geschftsbericht 2010

2. 1. Januar bis 31. Dezember 2010Zur Vorlage in der Ordentlichen Gesellschafterversammlungam 9. Juni 2011ESWE Verkehrsgesellschaft mbH, Wiesbaden 3. InhaltinHalt Vorwort4 lagebericht 6 Zentrale Fakten des Jahres 2010 Ermittelt: Kundenzufriedenheit16 Ersetzt und erbaut : Haltestellen-Wartehallen 16 Erweitert: Internetauftritt 17 Erneuert: Verkehrsleitzentrale18 Errichtet: PLE-Verkehrsfhrung18 Erspart: Umweltbelastung reduziert19 informationen zu den Betriebsbereichen Fahrdienst21 Verkehrsplanung und Verkehrssteuerung 23 Technischer Betrieb 26 Vertrieb und Marketing27 Personalwesen 32 Rechnungswesen35 Nerobergbahn36 Jahresabschluss Bilanz40 Gewinn- und Verlustrechnung 41 Anhang42 Besttigungsvermerk des abschlussprfers53 Bericht des aufsichtsrates54 Kennwerte 201055 impressum 55 4. 4VorwortDie Geschftsfhrer Uwe Cramer und Stefan BurghardtVORWORtZehn Jahre ESWE Verkehr eine Dekade der Vernderung Sie, verehrte Leserin, verehrter Leser, kennen das gewiss: Man blickt, vielleicht beim Blttern in einem alten Fotoalbum, auf vergangene Zeiten zurck und kann es dabei kaum fassen, dass die Ereignisse, an die die Fotos einen erinnern, schon so lange zurckliegen. Mir kommts vor, als wrs erst gestern gewesen so oder hnlich lsst sich auch der Rckblick auf jene zehn Jahre beschreiben, die seit der Grndung der ESWE Verkehrsgesellschaft vergangen sind. Auch wenn, oder vielleicht gerade weil sich in der Dekade seit dem Jahr 2000 so enorm vieles in unserem Unternehmen getan, ereignet und verndert hat, hat es nicht den Anschein, als seien seit der Aufgliederung der damaligen Wiesbade- ner Stadtwerke in die beiden eigenstndigen Unternehmen ESWE Versorgung und ESWE Verkehr tatschlich bereits zehn Jahre ins Land gegangen. So sehr das Zeitgefhl einen auch tuschen kann, so untrgerisch ist das Resultat beim Blick auf die Fakten: In den zehn Jahren ist es gelungen, ein gesundes kommunales Verkehrsunternehmen aufzu- bauen, dessen jhrlicher Finanzverlust heute nur noch etwa halb so gro ist wie anno 2000, 5. Vorwort5das eine hohe Akzeptanz bei der Wiesbadener Bevlkerung geniet und das, etwa mit Produktinno-vationen wie Abo sofort, Schnupper-Abo und FirmenCard, als wichtiger Impulsgeber im Rhein-Main-Verkehrsverbund gilt. Zu den Meilensteinen des vergangenen Jahrzehnts zhlen ohne Zweifeldie Grndung unseres Schwesterunternehmens WiBus im Jahr 2004 sowie die Ende 2008 erfolgte,fr den Zeitraum 2009 bis 2017 geltende Wiedererlangung der Linienkonzessionen im WiesbadenerNahverkehr.Die Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmanahmen, die insbesondere die erste Hlfte derDekade dominierten, wurden vor allem in der zweiten Hlfte des Jahrzehnts um eine umfangreicheund vielgestaltige Kundenoffensive ergnzt, deren zentrales Anliegen in einer erheblich verbes-serten und intensivierten Kommunikation mit dem Fahrgast bestand und weiterhin besteht.Die deutlich verstrkte Hinwendung zum Kunden, die mit Blick auf vielfltige Vor-Ort-Informa-tions- und Beratungsveranstaltungen durchaus wrtlich zu nehmen ist, brachte und bringt auchdem Unternehmen groe Vorteile: Denn im engen Kontakt mit unseren Kunden lernen wir derenMobilittsbedrfnisse sehr viel besser kennen, was uns in die Lage versetzt, ganz gezielt, gewisser-maen punktgenau, mit Angebotserweiterungen auf diese Bedrfnisse reagieren zu knnen. Einemsolchen Angebotsausbau etwa in Gestalt zustzlicher Verbindungen, verlngerter Strecken oderengerer Taktungen ist, da er an den Kundenwnschen orientiert geplant wurde, die Nachfrage sogut wie sicher. Die Zahlen belegen dies: 2010 konnte ESWE Verkehr mit einem Plus von 1,4 Prozentabermals einen leichten Anstieg der Jahresgesamtzahl der Fahrgste verzeichnen, wohingegen bun-desweit im Linienbus-Nahverkehr ein Rckgang um 0,7 Prozent ermittelt wurde. In Wiesbaden peilenwir derweil Hchstmarken an: Im Lauf des Jahres 2011 werden wir aller Voraussicht nach den 10.000.Abonnementkunden willkommen heien drfen.Wer nun meint, so viel Positives klinge nach gemtlichem Zurcklehnen, der irrt. Trotz allen Stolzesauf das, was unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jahr 2010 und im zurckliegenden Jahr-zehnt geleistet haben, wre passive Selbstzufriedenheit ein ganz und gar falscher Wegweiser in dieZukunft. Denn wir wissen genau, dass getreu der Devise Stillstand ist Rckschritt die kommendenzehn Jahre keineswegs weniger Vernderungen mit sich bringen werden, als es die vergangeneDekade getan hat eher wird das Gegenteil der Fall sein. Um das Beispiel der Neuvergabe der Linien-konzessionen noch einmal aufzugreifen: Eine Chance, den Zuschlag auch fr die Jahre nach 2017 zuerhalten, werden wir nur dann haben, wenn wir bei der anstehenden Bewerbung in einer anderenUnternehmenskonstellation antreten als beim letzten Mal; rechtliche Vorgaben gebieten dies. Dochandere Konstellation bedeutet einmal mehr nichts anderes als die unabweisbare Notwendigkeit,auch knftig zu Vernderungen bereit und fhig zu sein.brigens beginnt die Bewerbungsphase fr die Konzessionsneuvergabe bereits 2016; bis dahinsinds, kaum zu glauben, nur noch fnf Jahre womit wir wieder beim eingangs erwhnten Zeitge-fhl angelangt sind, das manchmal recht trgerisch sein kann ...Fr den doppelten Rckblick, der Sie in diesem Geschftsbericht erwartet zum einen auf das Jahr2010, zum anderen auf die Dekade seit dem Jahr 2000 , wnschen wir Ihnen eine ebenso erkenntnis-reiche wie kurzweilige Lektre!(Uwe Cramer) (Stefan Burghardt)Technischer Geschftsfhrer, Kaufmnnischer GeschftsfhrerVorsitzender der Geschftsfhrung 6. 6LageberichtDas erste Exemplar der neuen FahrausweisautomatenAus alt mach neu: 54 Fahrausweisautomatenwurden im Berichtsjahr durch Neugerte ersetzt,an sechs weiteren Standorten wurden erstmalsTicketspender aufgestellt 7. Lagebericht 7laGEBERiCHt der ESWE Verkehrsgesellschaft mbHfr das Geschftsjahr 2010 Allgemeines Am 29. August 2010 feierte die ESWE Verkehrsgesellschaft formal ihr zehnjhriges Bestehen. Mit der Ausgrndung der Verkehrssparte aus der ehemaligen Stadtwerke Wiesbaden AG und der damit verbundenen Trennung der Versorgungssparte von der Verkehrssparte wurde die ESWE Verkehrsge- sellschaft mbH gegrndet. Die Schaffung der Rahmenbedingungen fr die zuknftige Entwicklung des ffentlichen Personen- nahverkehrs befand sich im Jahr 2010 in einer Form der bergangsphase. Die aus den Vorjahren bekannte mangelnde Rechtssicherheit aufgrund der zu diesen Zeitrumen noch nicht abschlieend vorliegenden Regularien der Personen-Verkehrsverordnung auf europischer Ebene ist fr die Gesell- schaft fr die nchsten Jahre von geringerer Bedeutung. Dies ist mit einer eindeutigen Signalsetzung fr die Zukunftssicherheit der Gesellschaft durch die eindeutige Absichtserklrung der Landeshauptstadt Wiesbaden in Form des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung vom 30. April 2008 besttigt. Des Weiteren konnte im Januar 2009 die Genehmigungsurkunde nach 42 PBefG i. V. m. 2 Abs. 6, 13 PBefG fr die Linienkonzessionen, befristet bis zum 30. September 2017, entgegengenommen werden. Mit dem erneuten Erhalt der Linienkonzessionen fr den Hauptteil der Wiesbadener Buslinien ist die mittelfristige Zukunft der Gesellschaft gesichert. Die Vorbereitungen fr das bevorstehende Konzessionsverfahren der Jahre 2016/2017 wurden von Seiten der Geschftsfhrung aber bereits eingeleitet. Die Betrauungsvereinbarung ber die gemeinwirtschaftliche Verpflichtung zur Durchfhrung des auf Genehmigungen nach dem Personenbefrderungsgesetz beruhenden PNV in der Landes- hauptstadt Wiesbaden zwischen der Gesellschaft und der Landeshauptstadt Wiesbaden wurde am 30. November 2009 unterschrieben. Weiterfhrende Teilbereiche dieser Vereinbarung, wie zum Beispiel die Erstellung der jhrlichen Trennungsrechnung unter der sogenannten K4-Analyse, werden jhrlich vorangetrieben. Ferner wurden die Entwicklung eines kundenorientierten Anreizsystems im Verlauf des Jahres in Abstimmung zwischen der Gesellschaft und der Lokalen Nahverkehrsorganisa- tion Wiesbaden umgesetzt und ein Zielvereinbarungssystem zwischen der Beteiligungsverwaltung des Eigentmers und der Geschftsfhrung implementiert. Weitere wesentliche Rahmenbedingungen fr das Unternehmen im Geschftsjahr 2010 sind: der von der Landeshauptstadt Wiesbaden beschlossene Nahverkehrsplan die aktuelle Laufzeit nahezu aller Linienkonzessionen bis zum Jahr 2017 die vertraglichen Finanzierungsinstrumente im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), wie zum Beispiel Infrastrukturkostenzahlungen Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr die unternehmensinternen Kriterien zur Effizienzverbesserung fortgeschrieben und das seit mehreren Jahren bestehende Unternehmensprogramm zur Kosten- rationalisierung bzw. Einnahmensteigerung weiterentwickelt. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt an dieser Stelle in den Effizienzsteigerungen im Fahr- und Dienstplanbereich im Zusammenhang mit dem Einsatz von computergesttzten Planungsmodellen. Ein wichtiger Aspekt besteht an dieser Stelle in der Optimierung der Dienstplanregularien in Zusammenarbeit mit dem Schwesterun- ternehmen WiBus. Ferner wurden die 2008 eingefhrten Organisationsstrukturen im Fahrdienst verfeinert und das betriebliche Controlling-System zur Steuerung der betrieblichen Prozesse in der Erstellung der Verkehrsleistungen optimiert. 8. 8 LageberichtEntwicklung des Verkehrsangebots UmsatzentwicklungDie Verkehrsleistungen im Wiesbadener Liniennetz werdenDie Umsatzerlse aus der Verkehrsleistung beliefen sich im Ge-berwiegend mit Omnibussen der ESWE Verkehrsgesellschaft schftsjahr auf 41,7 Mio. b (Vorjahr: 39,8 Mio. b ). In diesen WertenmbH erbracht. Im Berichtsjahr wurden neben 201 unterneh- sind die Einnahmen aus der Vermarktung von Busauenflchen inmenseigenen Omnibussen (Vorjahr: 202) bis zu 27 (Vorjahr: 28)Hhe von 0,6 Mio. b (Vorjahr: 0,8 Mio. b) enthalten. Dieser Anstiegangemietete Fahrzeuge des Schwesterunternehmens WiBusin Hhe von rund 3,8 Prozent ergibt sich sowohl aus dem Anstiegeingesetzt.der Befrderungsleistung als auch aus dem