Eine Automatische Schnellverbrennungsapparatur für die Elementaranalyse

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    10-Aug-2016

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<ul><li><p>1961 Bericht: Analyse organischer Stoffe. 1. Elementaranalyse 385 </p><p>abgekiihlte Sehmelze wird in 10 ml Wasser gelSst, unter Kiihlung in Eiswasser mit einem ~3berschuI~ retd. Schwefels~ure versetzt, mid diese L5sung mit dem oben- genalmten Filtrat zusammen auf 40 ml eingedampft. Mit Hiffe yon 10 ml Wasser bringt man die vereinigten LSsungen (40 ml) in eine Destillationsapparatur, oxy- diert das Eisen mit Kaliumpermanganat, ffigt 1 g Kaliumwismutat zu und destilliert sofort 5 min lang im Luftstrom yon 2 Blasen/sec. Als AbsorptionslSsung dienen 40 Inl 0,1~ Zinn(II)-chloridlSsung in 6 n Salzs~ure. Zur Sicherheit~ fiillt man don Blasenz~hler noah mit I0 ml der Zinn(II)-lSsung. Die Apparatur wird mit 30 ml 6 n Salzsiure gespfilt, die beiden AbsorptionslSsungen (zusammen 50 ml) und die 30 nil Waschs~ure werden hi einem Erlenmeycr-Kolben mit 3 ml ges~tt. methanolischer ReagenslSsung 12 min lang auf 100 ~ C erhitzt und nach dem Ab- kiihlen mi~ 20 ml 6 n Salzs~ure versetzt. Man extrahier~ nun die etwa 100 ml GesamtlSsung 1 mhi lang mit 5 ml Chloroform und photometriert in 1 cm-Zellen bei 560 rim. -- 2. Silicat-Meteorite. Hier werden 2--2,5 g Probe mit Schwefels~ure abgeraucht, das unlSsliche Material wird abfiltriei4 und mit 5 g Natriumperoxid im Nickeltiegel aufgeschlossen. Die weitere Arbeitsvorschrfft entspricht der oben- genannten. </p><p>i Anal. china. Acta (Amsterdam) 23, 65--71 (1960). School Chemistry, Univ. Minnesota, Minneapolis, Minn. (USA). KLAvS BRODERSE:N" </p><p>Zur eoulometrisehen Titration yon Platin(IV) hat A. J. BAI~I)~ eine Methode mit elektrolytischer Entwieklung yon Zinn(II) in saurer BromidlSsung angegeben, durch welches das Platin zum zweiwertigen Zustand reduziert wird. Sowohl diese Reduktion a]s auch die anschliel~ende Oxydation mit elektrolytisch erzeugtem Brom dient -- mit potentiometrischer oder photometrischer Endpunktanzeige -- zur Pt-Bestimmung. Gearbeitet wird in 2--4 m NatriumbromidlSsung mit Zinn- tetrachlorid (0,2 m) und Salzs~ure (0,3 m) bei 10--84mA/cm 2 an einer Gold- elektrode (Zilmreduktion) und einer 1 1 cmgrol~cnPlatinanode zur Bromerzeugung ~. Die Stromausbeute ffir Zinn liegt dalm bei 99,5--99,90/0 . Die LSsung muff yon Sauerstoff befreit sein. 2--13 mg Platin sind mit einem Fehler yon :J= 0,5% best~imm- bar. Pd mid Rh werden offenbar wegen zu geringer Reaktionsgeschwindigkeit nicht merklich mitreduziert. Durch Ir wird Brom erzeugt, welches durch 15 min langes Kochen entfernt werden kann, welm die Zinnzugabe erst anschliel~end erfolg~. Der }0ehler steigt daml jedoch auf 1--2~ . 0s und Ru in den hSheren Wertigkeitsstufen beeinflussen das Ergebnis erheblich, kSImen aber dutch Ver- fiiichtigung entfernt werden. Cu, Fe und Au stSren. </p><p>i Ana]yt. Chemistry 32, 623--625 (1960). Univ. of Texas, Austin, Tex. (USA). -- BIRD, A. J., u. J. J . LESGi~n: Anal. chim. Acta (Amsterdam) 20, 463 (1959); </p><p>vgl. diese Z. 178, 155 (1960). K. Cl~vS~ </p><p>I I I . Analyse organischer Stoffe </p><p>1. E lementarana lyse </p><p>Eine automatisehe Sehnellverbrennungsapparatur tiir die Elementaranalyse hat F. VOJT~C~ i entwickelt. Die Apparatur, deren Aufbau an Hand mehrerer Schaltskizzen und Photographien erl~utert wird, hat den Vorzug, dab die einzelncn beweglichen VerbrennungsSfen je nach dem gewiinschtcn Zweek beliebig miteirl- ander kombiniert werden kSnnen. Die Konstruktion ist einfach und bestcht nur aus im Handel leicht erhiltlichen Teilen. Es kSimen Halbmikro- und Mikro- vcrbrelmungen aller Artcn yon festen und flfissigen Proben durchgeffihrt werden. </p><p>z. analyt. Chem., Bd. 179 25 </p></li><li><p>386 Bericht: Analyse organiseher Stoffe Bd. 179 </p><p>Eine automatisehe Mikroverbrennung dauert 15--20 min, bei der Schnellverbren- nung an aktiven Katalysatoren erniedrigt sich der Zeitbedarf auf 3--5 mill, wobei allerdings der Verbrennnngsvorgang in kritischen Augenblicken vom Analytiker reguliert werden mu]~. Das Ger~t ist bisher nur ffir die C- and H-Mikrobestimmung gepriift worden. Es ist abet naeh Meinung des Verf. ohne wei~eres aueh fiir die Bestimmung yon Stiekstoff, Sehwefel und HMogenen nach den Verbrennungs- verfahren im Sauerstoffstrom geeignet sowie aueh zur Bestimmung etwa vor- handener Metalle im Verbrennungsriiekstand. </p><p>Chem. Prfimys110, 135--139 (1960) [Tsehechiseh]. (Mit engl. Zus.fass.) Forseh.- Inst. f. organ. Synthesen, Pardubice-1%ybitvl (CSS1%). A. KURTE~AC~:E~ </p><p>Mikromengen Bor in organischen Borverbindungen bestimmen S.K.YASI~DA und R: 1~. ROG~s 1 naeh einem SehSniger-Aufschlu~ ~ dureh coalometrisehe Titra- tion der komplexen Mannitbors~iure, -- Arbeitsweise. Niehtfliiehtige, feste Sub- stanzen, die etwa 0,5--1 mg Bor enthalten, werden auf Ffltrierpapier (Whatman I~!r. 42), das nach W. Sc~5~mnR 2 zugesehnitten ist, eingewogen. Zusammen mit 10 mg Puderzucker wird die Probe in Filtrierpapier eingewiekelt und in den Halter aus Platingaze eines 300 ml-Seh5niger-Aufsehlui~gef~ltes gut befestig~. Das Gef~[~ ist innen mit einem Film yon Beckman Desicote bedeckt, um die Zahl der Spiilungen zu verringern, l~ach Zugabe yon 10 ml Wasser als Absorpt!onsfliissigkeit wird die Probe in einer 02-Atmosphere verbrannt. Daran ansehliel~end sehiittelt man um und kfihlt den Kolben in einem Eisbad. Bei Anwesenheit von Chlor gibt man vor dem Aufsehlu~ einige Tropfen 30~ Wasserstoffperoxid zur Absorptionsfliissig- keit, dessen Uberschult nach der Verbrennung mit Hilfe einer Platinspirale ver- kocht wird. Das Gesamtvolumen yon Absorptions- und Waseh]Ssungen darf 10 ml nieht fibersteigen; notfalls dampft man die LSsung ein. Nun wird sie in den Ka- thoderLraum der Titrationszelle iibergeffihrb. Der Aufschlu~kolben wird mit 5 ml Methanol p. a. gespiilt (die Titration in 30~ Methanol verdoppelt die Neigung der Kurve im Endpunkt). Nach Zugabe yon je 1 ml gesi~tt. Na~riumnitratlSsung in jede Kfivette der Titrationszelle, gleieht man die H5he des Flfissigkeitsspiegels im Anodenraum mit Wasser aus. Nun stellt man PH 7 ein, gibt eine Mannittablette (vorgepreBt, 1,6--1,7 g) zu, wafter, bis sich alles gelSst hat, und titriert bis zum potentiometrischen Endpunkt. Die Titration kann durch Aufnahme einer Titrations- kurve: Zeitintervall gegen p~ verfolgt werden. I)er Endpunkt wird durch die Methode der konzentrisehen Kreise 3 bestimmt. -- Hygroslcopische, selbstentzi~ndliche Substanzen werden in einer kleinen Troekenkammer naeh 1%OG~E~aS und YASUD&amp; 4 in vorgewogenen Gelatinkapseln, die eine kleine Menge Puderzueker schon ent- halten, eingewogen. Man wiekelt die Kapsel in Filterpapier ein und schliel~t sie, wie beschrieben, auf. Fliissige Proben werden ebenfalls in Kapseln abgewogen. -- Mehrere Aufsehliisse und Titrationen werden als Blindproben durehgeffihrt und die oben erhaltenen Werte daraufhin korrigiert. -- Bei i2bertragung der Methode auf Makromengen mug beaehtet werden, dal3 die ErhShung der Stromdichte den absoluten Fehler vergr51~ert, was auf Reduktion des Mannits zuriickgeffihrb wird, z.B. bei Anderung der Stromdiehte yon 0,533 mA/em ~ auf 3,666 mA/cm ~ von 0,17 auf 2,600/0. Der Standardfehler bei reiner Borsaure betrug 0,07~ bei orga- nischen Testverbindungen 0,16--0,77~ Fluorhaltige Borverbindungen wurden nicht untersucht. </p><p>1 Mierochemic. J. 4, 155--161 (1960). Univ. CaliL, Los Alamos Sei. Lab., Los Alamos, N.M. (USA). -- 2 Sc~6~m~, W. : Mikrochim. Acta 1955, 123; vgl. diese Z. 150, 306 (1956). -- 3 TV]3BS, C. F.: Analyt. Chemistry 26, 1670 (1954); vgl. diese Z. 147, 35 (1955). -- ~ ROGErs, R. N., u. S. K. YASUD~: Analyt. Chemistry 87, 616 (1959); vgl. diese Z. 178, 315 (1960). 1%. HSNIGSCH~D-G~OSSIC~ </p></li></ul>