My space is your space - Die Geburt der Wikinomics aus dem Web 2.0

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    17-Oct-2014

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Willi Schroll, Senior Foresight Consultant, Z_punkt GmbH -- 30. Januar 2008, Gastvortrag, FUGO-Kolloquium, Carl von Ossietzky Universitt Oldenburg (mit Untertitel/Transkript) -- http://upcoming.yahoo.com/event/416855/

Transcript

<p>Willi SchrollSenior Foresight Consultant, Z_punkt</p> <p>FUGO-Kolloquium (Raum/Rumlichkeit)30. Januar 2008, Carl von Ossietzky Universitt Oldenburg</p> <p>"My space is your space"Die Geburt der Wikinomics aus dem Web 2.0</p> <p>2Web 2.0 </p> <p>Web 2.0</p> <p>Gegenwrtig dreht sich die Schraube weiter in Richtung Web 3.0 (Semantic Web) und Web 4.0 (Data Web, PragmaticWeb). In Teil 1 des Vortrags schauen wir zurck: Was war und ist das Web 2.0?</p> <p>3Beispiel Digg.comNetzwerkeffekt in Aktion</p> <p>!</p> <p>Quelle: labs.digg.com</p> <p>Um die mgliche Tragweite des Web 2.0 fr die Vernderungen unseres Wirtschaftslebens zu verstehen ein kurzerAbstecher in die Welt der Wikinomics. Diese Seite aufrufen und zuschauen: http://labs.digg.com/swarm/</p> <p>4Beispiel Digg.com1 Entscheidung = 1 Digg = 1 Bit </p> <p>!</p> <p>Quelle: labs.digg.com</p> <p> Was wir auf http://labs.digg.com/swarm/ sehen, ist eine Live-bertragung aus der Realitt der kollektiven Intelligenz!Rund um den Globus realisieren ganz normale User (Digger) eine 24/7-News-Redaktion mit minimalem Aufwand frden einzelnen User. Die Summe der Diggs schafft den Mehrwert fr alle Nutzer.</p> <p>5Good, old Web 2.0Connectedness + Openness + Participation + ... </p> <p>OReilly Konzept! Das Web als Plattform! Nutzung kollektiver</p> <p>Intelligenz! Daten als Intel Inside! Abschaffung des Software-</p> <p>Lebenszyklus! Light Weight Programming</p> <p>Models! Gerteunabhngigkeit! Rich User Experience</p> <p>Quelle: labs.digg.com</p> <p>Quelle: nach Marcus Angermeier / aperto.de</p> <p> In unserem Kontext gengt es, sich einige der Charakteristika des Web 2.0 zu vergegenwrtigen. Das Web wird zurPlattform und der User wird partizipativ. Der User kreiert Medien, agiert im Social Web, vernetzt sich mit anderen.</p> <p>6Erweiterte AktionsrumeMehr soziale Reichweite und Effizienz </p> <p>Quelle: labs.digg.com</p> <p>Quelle: Web 2.0 Report, Z_punkt 2007</p> <p>Die Vernetzung zweiter Ordnung macht aus dem Web vernetzter Dokumente (Web 1.0 = Docuverse) einen sozialenRaum mit hoher Dichte der Interaktion, das Social Web. Fr den User 2.0 sind viele Interaktionsmodi mglich. Vote!Create! Share! Remix!</p> <p>7Web 2.0 Innovation TimelineTechnologie-Nutzer-Spirale als Treiber</p> <p>Quelle: labs.digg.com</p> <p>Quelle: Brandon Schauer, Adaptive Path</p> <p>+ Partizipation!</p> <p>Es gibt keine Geburtsstunde des Web 2.0. Erst durch die Wechselwirkung aus aktiver Web-Community, Web-Entwicklernund der technologischen Plattform kam das partizipative Web 2.0 in Schwung kollaborative Strukturen entstehen.</p> <p>8VernderungspotenzialMediennutzung und Werkzeug der Produktion</p> <p>Quelle: labs.digg.com</p> <p>Quelle: result research 2007</p> <p>Partizipation</p> <p>Kollaboration</p> <p>Viele Interaktionsformen lassen sich als Mediennutzung einordnen, z.B. YouTube statt TV, Flickr statt Dia-Abend etc.Aber auch interaktionsintensive, kollaborative Strukturen aktiver Nutzer entstehen. Beispiele: Wikipedia, Blogosphre</p> <p>9Produktionsmodell WikiNetzwerkeffekt: berpropotionale Nutzenzunahme</p> <p>Quelle: labs.digg.com</p> <p>Partizipation</p> <p>Kollaboration</p> <p>Massenkollaboration</p> <p>Not Sharing Sharing</p> <p>Netzwerkeffekt heisst, dass der Nutzen an einem Netzwerk wchst, wenn dessen Nutzerzahl steigt. Mit diesem erhhtenNutzen wird das Netzwerk fr noch mehr Personen attraktiv. Hinzu kommt der Tischlein-deck-dich-Effekt des Sharing, dasim Digitalen verlustlos passiert, whrend in der physischen Welt dem Gebenden das Gegebene nach der Transaktion fehlt.</p> <p>10</p> <p>Shared Space </p> <p>SharedSpace</p> <p>Einsicht auf dem Weg zum Thema Wikinomics: Der Shared Space hat eine zentrale Rolle inne er ist nicht nur Raum frDigital Lifestyle, Kommunikations- und Begegnungsraum, Spielraum, sondern er ermglicht auch das gemeinsameArbeiten. Damit ist der Horizont geffnet zur genuin konomischen Funktion.</p> <p>11</p> <p>Produktionsmodell WikiMotivationen im digitalen Raum</p> <p>Quelle: labs.digg.com</p> <p>Reputation</p> <p>Sharing</p> <p>Schaffensfreude</p> <p>Kommunikationsbedrfnis</p> <p>Reziprozittserwartung</p> <p>Gemeinschaftserleben</p> <p>Freigibigkeit Soziale Norm</p> <p>Selbstdarstellung</p> <p>Trotz der Begrifflichkeit Wikinomics drfen die Treibkrfte nicht vorschnell reduziert werden. Viele Menschen sindgemischt motiviert. Erlebnisraum, Spielraum und Arbeitsraum verschwimmen dabei gelegentlich.</p> <p>12</p> <p>Shared SpaceWas ist teilbar im Virtuellen?</p> <p>Quelle: labs.digg.com</p> <p>Wissen</p> <p>Kontakte</p> <p>Bookmarks</p> <p>Bilder</p> <p>Texte</p> <p>Erleben</p> <p>Erfahrungen</p> <p>Filme</p> <p>Musik</p> <p>Der Netzwerkeffekt,</p> <p>aber auch das digitaleSocial Life generiertden Erfolg despartizipativen Web</p> <p>SharingCommunities</p> <p>SocialNetworks</p> <p>DiscussionGroups</p> <p>Sharing und Gemeinschaft gehren zusammen. Es gibt Reise-, Foto- und Video-Communities oder Menschen die einfachihre besten Bookmarks teilen wollen. In Social Networks wie Facebook, Myspace oder Xing finden die Themenwelten unddie Soziosphre zusammen das macht ihre enorme Anziehungskraft aus.</p> <p>13</p> <p>Wiki-nomics </p> <p>Wiki-nomics</p> <p>Der Untertitel der Wikinomics lautet: How Mass Collaboration Changes Everything eine starke These.</p> <p>14</p> <p>Prinzip CrowdsourcingOutsourcing von Aufgaben in die Web Crowd</p> <p>Quelle: labs.digg.com</p> <p>Unterschied zur Open</p> <p>Source Produktion (Bsp.Linux): Der Clickworkerkann individuell arbeiten geringe oder keinehorizontale Koordination</p> <p>Quelle: cambrianhouse.com</p> <p>Eines der Grundprinzipien der entfalteten digitalen konomie ist das Crowdsourcing. Das Web wird zu einem globalenKonnektor der Ressource humaner Arbeitskraft. Die Open Source Bewegung hat bewiesen, dass dabei auch groeProjekte, die koordinative Zusammenarbeit bentigen, erfolgreich dezentral abgewickelt werden knnen.</p> <p>15</p> <p>WikinomicsVier Prinzipien ein Paradigma?</p> <p>Quelle: labs.digg.com</p> <p>PeeringBeing openSharingActing global</p> <p>Die Thesen und Perspektiven der Autoren Don Tapscott und Anthony D. Williams in Wikinomics sind im Zusammenhanganderer Topoi des Webdiskurs zu sehen von Aufmerksamkeitskonomie ber Cluetrain bis Long Tail.</p> <p>Quelle: touchgraph.com</p> <p>16</p> <p>Beispiel InnoCentiveEin Marktplatz fr Innovation</p> <p>Quelle: labs.digg.com</p> <p>Quelle: innocentive.com</p> <p>In der Wikinomics geht es keineswegs nur um Phnomene wie Microwork und Clickworker. Innocentive zeigt, dass es auchum andere Grenordnungen geht. Wir beobachten eine dezentrale Wissensindustrie, die die Lsungen drauen,jenseits der Unternehmensgrenzen sucht.</p> <p>17</p> <p>Beispiel InnoCentiveOpen Innovation Excellence</p> <p>Quelle: labs.digg.com</p> <p>Solvers: Crowdsourcing weltweit Seekers: Procter &amp; Gamble, Eli Lilly ...Award: 10.000-100.000 USD</p> <p>Quelle: New Paradigm Learning Corporation 2007</p> <p>Die neue Freiheit des Plattform-Business: Ob Student in Princeton, Einsiedler in Alaska oder emeritierter Professor jederkann bei einer Challenge teilnehmen, allein das Resultat zhlt.</p> <p>18</p> <p>Beispiel HumangridRent-a-Brain, Clickworkers, Pay per Use </p> <p>Quelle: labs.digg.com</p> <p>Quelle: humangrid.eu</p> <p>Nach dem Vorbild des Ressourcenmanagement in Computing Grids knnen auch Menschen Aufgaben kollektivabarbeiten. Die Clickworker fungieren wie Prozessoren. In die Blackbox des Humangrid werden Aufgaben gegeben, anwelchen Maschinen heute noch scheitern, z.B. Bilderkennung, Verschlagwortung, bersetzung.</p> <p>19</p> <p>Outlook </p> <p>Outlook</p> <p>Quelle: labs.digg.com</p> <p>Liegt die Zukunft der Arbeit in Plattformen wie InnoCentive oder Humangrids? Findet Wirtschaft ber immer filigranerdislozierte Marktpltze statt? Werden menschliche Dienstleistungen zur anonymen Commodity? Ist die Wikinomics nurein Etappensieg der Humanintelligenz gegenber der fortschreitenden Maschinenintelligenz?</p> <p>20</p> <p>Szenarioelement MinipreneurePersonalised Wikinomics + Worldsourcing</p> <p>Quelle: labs.digg.com</p> <p>Quelle: ponoko.com</p> <p>Es knnen in diesem Stadium der Entwicklung der digitalen konomie nur Grundlinien oder Elemente von Szenarienangesprochen werden. Interessant ist etwa eine Palttform wie Ponoko.com, die das Prinzip der niedrigen Einstiegshrdeauf die Welt der physischen Produktion bertrgt. Entsteht hier ein Ebay der globalen Produktion?</p> <p>21</p> <p>Szenarioelement Mechanical TurkClickworker/Hirne als weltweite Commodity</p> <p>Quelle: labs.digg.com</p> <p>Quelle: chinesegoldfarmers.com / youtube.com</p> <p>Der Mechanical Turk erschien in Salons des 18. Jahrhunderts scheinbar eine schachspielende Maschine, inWirklichkeit jedoch sa ein Mensch in dem Automaten. Amazon bietet eine Plattform namens Mechanical Turk, umCrowdsourcing abzuwickeln. Das Phnomen Goldfarming zeigt allerdings die prinzipielle Problematik.</p> <p>22</p> <p>Szenarioelement Info-EmpireKonzentrationsprozesse forschreitend</p> <p>Quelle: labs.digg.com</p> <p>Quelle: en.wikipedia.org / Google.com</p> <p>Googles beherrschende Stellung im Online-Advertising wird sich weiter festigen. Das Projekt Knol folgt der Konzeptionder Wikipedia. Allerdings sollen die User fr ihre wertvollen Beitrge am Anzeigenumsatz einer thematischen Seite beteiligtwerden. Eine offene Frage ist, ob die nichtkommerzielle Wikipedia diese Konkurrenzplattform verkraften wird.</p> <p>23</p> <p>Szenarioelement Virtual WorldsGartner: 2011 haben 80% der User Avatare</p> <p>Quelle: labs.digg.com</p> <p>Quelle: virtualibiza.com</p> <p>Mit Breitband und leistungsstarken Prozessoren rckt der Fotorealismus virtueller Welten in greifbare Nhe. Werden nebenden virtuellen Shopping-, Freizeit- und Spielewelten Plattformen entstehen, die auch den Modus Arbeit neu organisieren?</p> <p>24</p> <p>Szenarioelement CybiquityCybersourcing in Mixed Realities</p> <p>Quelle: labs.digg.com</p> <p>Quelle: Web 2.0 Report, Z_punkt</p> <p>Telekommunikation war bisher geprgt vom Leitbild der Ubiquitt: Jeder kann jeden jederzeit und berall erreichen. WennMenschen zunehmend auch Bewohner von virtuellen Welten werden, so spaltet sich der soziale Lebens-Raum auf.Ubiquity wird erweitert zur Cybiquity, das Web-Crowdsourcing mndet in Cybersourcing.</p> <p>25</p> <p>Fragen </p> <p>Fragen</p> <p>26</p> <p>FragenWas bedeutet und wie wirkt Wikinomics?</p> <p>Quelle: labs.digg.com</p> <p>Wird Wikinomics zum konomischen Leitbild?</p> <p>Was ist wikinomisierbar, was nicht?</p> <p>Was bedeutet die Rationalisierung des sozialen Kapitals?</p> <p>Was bedeutet die Algorithmisierung von Reputation,Kreativitt, Kontakten und Vertrauen durch Social Software?</p> <p>Entstehen Formen des Hyperwettbewerbs und des digitalenDarwinismus?</p> <p>27</p> <p>Quellen </p> <p>Quellen+</p> <p>Links</p> <p>28</p> <p>Quellen... und weiterfhrende Links</p> <p>Quelle: labs.digg.com</p> <p>Folie 1: http://labs.digg.com/swarm/</p> <p>Folie 5: Was ist wirklich dran an Web 2.0? (Neef/Schroll), http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,432769,00.html</p> <p>Web 2.0: Waffe der Verbraucher (Neef/Schroll), http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,434580,00.html</p> <p>Web 2.0 - Wikipedia, the free encyclopedia, http://en.wikipedia.org/wiki/Web_2</p> <p>Folie 6: Web 2.0 Report, Z_punkt 2006 http://web2.0report.de</p> <p>Folie 7: What put the '2' in Web 2.0?,</p> <p>http://www.adaptivepath.com/images/publications/essays/What_puts_the_2_in_Web_20.pdf</p> <p>Folie 8: Studie Web 2.0, Result Research 2007,http://www.result.de/research-studien-web-2-0/</p> <p>Folie 9: Netzwerkeffekt - Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Netzwerkeffekt</p> <p>Folie 12: Social Technographics, Charlene Li, Forrester, 2007</p> <p>http://www.forrester.com/Research/Document/Excerpt/0,7211,42057,00.html</p> <p>Folie 13: http://www.wikinomics.com/</p> <p>Folie 14: Jeff Howe (June 2006). The Rise of Crowdsourcing. Wired. http://www.wired.com/wired/archive/14.06/crowds.html</p> <p>Folie 16: http://www.innocentive.com</p> <p>Folie 17: Wikinomics Winning With The Enterprise 2.0, Don Tapscott, http://www.slideshare.net/mqaissaunee/wikinomics-</p> <p>winning-with-the-enterprise-20</p> <p>Folie 18: http://www.humangrid.eu</p> <p>Folie 20: http://www.ponoko.com</p> <p>Folie 21: Amazon Mechanical Turk - Wikipedia, the free encyclopedia, http://en.wikipedia.org/wiki/Amazon_Mechanical_Turk</p> <p>Folie 22: http://en.wikipedia.org/wiki/Knol</p> <p>Folie 23: Gartner Says 80 Percent of Active Internet Users Will Have A "Second Life" in the Virtual World by the End of 2011,</p> <p>http://www.gartner.com/it/page.jsp?id=503861</p> <p>Vielen Dank fr Ihre Aufmerksamkeit!</p> <p>http://www.z-punkt.dehttp://static.slideshare.net/willihttps://www.xing.com/profile/Willi_Schroll</p> <p>30</p> <p>About Z_punkt </p> <p>AboutZ_punkt</p> <p>31</p> <p>Corporate Foresight360-Perspektive auf Entwicklungen</p> <p>32</p> <p>Corporate Foresight</p> <p>! Strategic Trend Research</p> <p>! Scenario Management</p> <p>! Innovation &amp; New Business Development</p> <p>! Foresight Tools and Consulting</p> <p>Strategische Zukunftsforschung</p>